Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

google-webdesigner

24. April 2014
von Christoph
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Google Web Designer jetzt auch für Linux erhältlich

Mit Web Designer hat Google vor knapp einem halben Jahr ein recht mächtiges Publishing-Werkzeug zum Erstellen und Publizieren von HTML5-Inhalten veröffentlicht. Ein Grund dafür ist, dass sich der Werbemarkt bisher recht resistent auf die Entwicklungen in HTML5 gezeigt hat. Nach wie vor setzen viele Werber auf Flash-Inhalte — warum auch immer. Mit dem Google Web Designer bekommen Werber eine perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Anwendung — jetzt gibt es sie auch für Linux.

Der Google Web Designer für Linux wird wie Chrome und Co. von Google als DEB- und RPM-Paket zum Download angeboten, das sich über die Paketverwaltung eurer Distribution installieren lässt. Offiziell unterstützt Google Debian, Ubuntu, Fedora oder openSUSE. Aber auch unter Arch  Linux lässt sich der Web Designer sehr einfach installieren, ein Eintrag im AUR hat nicht lange auf sich warten lassen. Wie werden Updates des Web Designer über ein Repository verteilt, man muss sich also nicht um Updates kümmern.

Knapp ein halbes Jahr nach der Präsentation des Google Web Designers gibt es die Anwendung nun auch für Linux.

Knapp ein halbes Jahr nach der Präsentation des Google Web Designers für MacOS-X- und Windows-Systeme gibt es die Anwendung nun auch für Rechner mit Linux.

Mit dem Google Web Designers lassen sich zum Beispiel animierte Grafiken für das Web ohne Flash erstellen.

Mit dem Google Web Designers lassen sich unter anderem animierte Grafiken für das Web ohne Adobes Flash erstellen. Als Zielgruppe nimmt Google Werbetreibende ins Visier.

In meinen kurzen Tests läuft der Google Web Designer ohne Probleme, allerdings berichten diverse User der Anwendung, dass sie nur als weißes oder schwarzes Fenster auf dem Bildschirm erscheint. Dies scheibt besonders auf “nicht-englisch” Systemen zu passieren. In diesem Fall hat das Web-Designer-Forum eine vorübergehende Lösung parat. Es soll helfen den Konfigurationsordner ~/.local/share/google-web-designer zu löschen und den Webdesigner mit englischsprachigen Locales neu zu starten. Andere Benutzer schreiben jedoch auch, dass selbst dieser Tipp nicht wirkt, man muss daher vielleicht noch ein wenig abwarten, bis die Anwendung richtig rund läuft.

$ rm -r ~/.local/share/google-web-designer
$ LANGUAGE=en_US google-webdesigner

Wenn ihr aber den Google Web Designer zum Laufen gebracht habt, dann bietet die Anwendung recht viele Funktionen. So lassen sich zum Beispiel 3D-Transformationen erstellen oder auch Animationen bauen, der Web Designer generiert dabei die Frames zwischen den von euch hinterlegten Bildern automatisch. Im erweiterten Modus lassen sich dann auch Ebenen und Keyframes steuern. Das folgende Video demonstriert die Fähigkeiten des Web Designers im Schnelldurchlauf. Weitere Informationen, Hilfen und Erklärbär-Videos findet ihr im entsprechenden Support-Bereich auf den Hilfe-Seiten von Google.

(Video auf YouTube ansehen)

sharedrop

23. April 2014
von Christoph
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ShareDrop ist ein mit HTML5 gebauter Clone von Apples AirDrop für den Dateiversand

Wie bekommt man am schnellsten eine Datei von Rechner A auf Rechner B? Per Samba, FTP, NFS, WebDAV und SSH? OK, aber ohne Installation und Einrichten von Serverdiensten? Dann halt per Instant-Messaging-App oder zur Not über ein E-Mail-Attachment. Auch irgendwie umständlich, oder? Ganz simpel geht es per ShareDrop! Im Endeffekt ist ShareDrop ein freier und plattformübergreifend arbeitender Clone von Apples AirDrop. Dirt sieht man im Dateimanager Macs in der Näge und kann ganz einfach Dateien per Drag&Drop von einem Rechner auf einen anderen übertragen. Genauso funktioniert das auch mit ShareDrop.

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obsqr

19. April 2014
von Christoph
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Obsqr QR Scanner scannt QR-Codes en passant

In meinem Brot-und-Butter-Job als Redakteur steht es immer wieder mal an, dass ich eine ganze Reihe von QR-Codes für den Print prüfen muss. Mit den üblichen QR-Code-Scannern bedeutet das viel “Klickarbeit”… QR-Code scannen, URL prüfen, Zurück-Button, Nächster QR-Code, URL prüfen, Zurück-Button usw. Von daher hatte ich mir schon länger überlegt einen simplen QR-Code-Scanner zu schreiben, der einfach nur die URL des gerade eingescannten Codes auf dem Display anzeigt. Hält man die Kamera dann über einen anderen Code, erkennt der Scanner dies und zeigt den Inhalt des zweiten QR-Codes an. Aber wie so oft gibt es schon eine Lösung, die ihre Aufgabe noch dazu perfekt macht.

Der Obsqr QR Scanner ist perfekt für alle, die möglichst schnell QR-Codes prüfen möchten.

Der Obsqr QR Scanner ist perfekt für alle, die möglichst schnell QR-Codes prüfen möchten.

Obsqr zeigt genau das von mir beschriebene Verhalten. Hält man die Kamera des Handys über einen QR-Code zeigt Obsqr umgehend den Inhalt des Codes an. Wechselt man zum nächsten Code, decodiert Obsqr diesen nahtlos, ohne dass man irgendwas auf dem Display antippen müsste. Neben encodierten URLs oder Texten zeigt Obsqr all das an, was man sonst noch so in QR-Codes verstecken kann. Genau das hatte ich gesucht, aber bisher nicht gefunden, vielen Dank an Thomas für den tollen Tipp! Die quelloffene Handy-App findet ihr auf Google Play oder im F-Droid Open-Source-Market, den Sourcecode kann man sich bei Interesse von Bitbucket holen.

heartbleed-computerphile

19. April 2014
von Christoph
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Linktipp: Computerphile erklärt Heartbleed

Der Heartbleed-Bug zieht nach wie vor seine Kreise, noch am 8. April waren über 600 der Top-10000 Webseiten anfällig für die Schwachstelle in OpenSSL. Für Nicht-Entwickler ist es in meinen Augen interessant auch einmal hinter die Kulissen zu blicken und zu erfahren, was bei Heartbleed denn nun genau passiert. Denn der Bugs ist eigentlich so trivial, dass es xkcd schafft den Fehler in einem kurzen Comicstrip zusammenzufassen. Steven Bagley von Computerphile erklärt in meinen Augen das Problem sehr anschaulich.

(Direktlink zu YouTube)

virtualbox-ubuntu-trusty

19. April 2014
von Christoph
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Ubuntu 14.04 “Trusty Tahr” als VirtualBox grottenlahm? Aktiviert die 3D-Beschleunigung!

Es gibt ja nicht wenige Linux-User, die eine neue Distribution erst einmal in einer virtuelle Maschine ausprobieren. So lassen sich die Eigenarten schnell austesten und vielleicht erspart man sich dort erstmal einen Wechsel. Wer jedoch das gerade neu veröffentlichte Ubuntu 14.04 “Trusty Tahr” in einer VirtualBox-VM ausprobiert, der wird schnell enttäuscht sein. Nach Installation der VirtualBox-Gasterweiterungen schneckt das virtuelle System vor sich hin. Doch mit den richtigen Einstellungen lässt sich Trusty auch in der VirtualBox dampf unter dem Hintern machen.

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mosh-icon

19. April 2014
von Christoph
2 Kommentare

Mosh als SSH-Ergänzung für wacklige UMTS- oder LTE-Datenverbindungen

Wer mal “schnell” während einer Zugfahrt versucht hat etwas mittels einer mobilen UMTS- oder LTE-Datenverbindung und SSH auf einem Server zu managen, der wird meist nach zahlreichen Versuchen gefrustet aufgegeben haben. Erst wenn der Zug vor einem Bahnhof langsam durch die Stadt rollt, bekommt man eine stabile Internetverbindung und damit auch endlich die Möglichkeit endlich störungsfrei zu arbeiten. Während der Fahrt bricht einfach zu oft die Verbindung weg. Abhilfe schafft das für wechselnde und instabile Verbindungen geschaffene Mosh.

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svgeneration

19. April 2014
von Christoph
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Linktipp: SVGeneration erzeugt über 80 Muster für Wallpaper und Hintergründe als SVG

Neulich hatten einige von euch ja den Link zu Trianglify recht interessant gefunden. Besonders auf Google+ und Facebook kamen eine Reihe von Likes zusammen. Mit SVGeneration bin ich gerade über eine sehr ähnliche Seite gestolpert. Sie kann auch die Dreiecksmuster generieren, erzeugt aber 80 weitere schlichte Muster, die sich für Wallaper und Hintergründe benutzen lassen. Wie auch bei Trianglify lassen sich auch bei SVGeneration die Dateien als SVG herunterladen oder aber auch als CSS exportieren und so beliebig weiterverarbeiten.

SVGeneration erzeugt über 80 Muster als SVG-Datei.

SVGeneration erzeugt über 80 Muster als SVG-Datei.

videostream-icon

18. April 2014
von Christoph
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Videostream lädt beliebig codierte Videos auf den Chromecast

Auf den ersten Blick erscheint Googles Chromecast-Dongle wie die perfekte Streaming-Lösung. Per Fingerzeig landen Fotos und Videos auf dem Beamer oder Fernseher. Allerdings hat der Chromecast auch seine Schwächen. Eine dieser ist zum Beispiel die recht magere Austattung mit Videocodecs. Der Chromecast akzeptiert lediglich mit H.264 und VP8 codierte Videos und auch bei den Audio-Formaten tun sich Lücken auf, das verlustfreie FLAC fehlt zum Beispiel. Die Chrome-App Videostream nimmt sich diesem Problem an, die Browser-App recodiert seit dem letzten Update Videos on-the-fly im Browser und streamt diese auf Wunsch mit Untertiteln auf den Chromecast.

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debian-logo

17. April 2014
von Christoph
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Debian liefert noch bis Februar 2016 Sicherheitsupdates für Squeeze

Gute Nachricht für Server-Admins, die bisher noch nicht in die Puschen gekommen sind, ihre Debian-Systeme auf Debian 7 aka “Wheezy” zu aktualisieren. Eigentlich war es geplant Squeeze zum 31. Mai auslaufen zu lassen, doch mit Squeeze-LTS wird es zwei weitere Jahre Sicherheitsupdates für die eigentlich abgekündigte Debian-Version geben. Das ergibt dann also für Debian-Squeeze eine gesamte Laufzeit von fünf Jahren, man kann es mit dem Update also weiterhin langsam angehen lassen. Allerdings braucht es die Community der Squeeze-LTS-User, der Zweig braucht Input von Personen und Unternehmen, die Interesse an der Weiterführung der alten Debian-Version haben. Unterstützt werden allerdings nur die i386- und amd64-Architekturen, wer Squeeze etwa auf einem ARM-System einsetzt, der muss nach wie vor auf Wheezy umsteigen.

Q: What’s the difference between regular security support and the LTS support?
A: squeeze-lts is only going to support i386 and amd64. If you’re running a different architecture you need to upgrade to Debian 7 (wheezy). Also there are going to be a few packages which will notbe supported in squeeze-lts (e.g. a few web-based applications which cannot be supported for five years). There will be a tool to detect such unsupported packages.

Q: Does this mean that Debian 7 (wheezy) and/or Debian 8 (jessie) will have five years security support as well?
A: Likely, we’ll see how squeeze-lts turns out. If there’s sufficient support it will be continued for later releases as well. Also, see below.

Q: Is additional help needed?
A: Absolutely. squeeze-lts is not handled by the Debian security team, but by a separate group of volunteers and companies interested in making it a success (with some overlap in people involved). So, if you’re a company using Debian and seeing a benefit in security support for five years, get in touch with team@security.debian.org and we’ll see how you can help (if you e.g. don’t have the manpower / know how but are willing to contribute, we can point you to a list of Debian consultants)

gnome-tweak-tool

17. April 2014
von Christoph
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GNOME 3.12 erlaubt nicht mehr das Ausführen von beliebigen Kommandos beim Start

Gong frei für eine neue Runde “GNOME-Entwickler sind doch alle Interface-Nazis”… Als ich gerade für den Beitrag zu LinConnect recherchiert habe, ist mir aufgefallen, dass es in GNOME 3.12 nun nicht mehr die “Startprogrammeinstellungen” aka “gnome-session-properties” gibt. Unter Arch Linux steckte die Anwendung bisher immer im Paket gnome-session, doch seit dem Update auf GNOME 3.12 spuckt das Ausführen von gnome-session-properties nur noch ein “Kommando nicht gefunden aus”, auch pacman kennt die gnome-session-properties nicht mehr.

$ pacman -Ql gnome-session | grep gnome-session-properties

Nicht nur ich vermisse die Anwendung, auch andere User mit anderen Distrubtionen berichten davon, dass die gnome-session-properties seit GNOME 3.12 nicht mehr auffindbar sind. Ein Eintrag im Bugtracker von GNOME schafft dann Klarheit, man hat die gnome-session-properties in der Tat für die GNOME-Tweak-Tools gestrichen, doch diese können nur “ordentlich” installierte Anwendungen automatisch beim Login starten, wer aber nun sein eigenes Kommando, sein eigenes Skript aufrufen lassen will, der steht nun dumm da.

Das GNOME-Tweak-Tool übernimmt in GNOME 3.12 Konfiguration für Autostarts.

Das GNOME-Tweak-Tool übernimmt in GNOME 3.12 Konfiguration für Autostarts.

Was würdet ihr nun den Usern raten, die beim Login in GNOME 3.12 ein eigenes Kommando ausführen lassen möchten? Man kann sich natürlich sein eigenes .desktop-File schreiben und dieses nach /usr/share/applications/ oder ~/.local/share/applications packen, so dass das GNOME-Tweak-Tool das Wunschskript mit anbietet. Doch das kann ja nicht Sinn der Sache sein? Habt ihr eine ordentliche Lösung parat — ohne auf eine andere Desktopumgebung umzusteigen ;)