Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

recaptcha-intro

25. November 2014
von Christoph
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Google möchte Krakelschrift aus ReCAPTCHA verbannen

Captchas sind im Internet ja allgegenwärtig. Überall, wo es sich zu registrieren gilt, müssen Krankelschriften entziffert, kleine mathematische Aufgaben gelöst oder Bilderrätsel erschlossen werden. Eine der am weitesten verbreiteten Captcha-Lösungen ist ReCAPTCHA, das schon 2009 von Google übernommen wurde. Der Dienst hindert nicht nur Spammer daran Spam-Mail-Accounts in beliebiger Stückzahl zu erzeugen oder Blogs mit Spam-Kommentaren zu fluten, sondern hilft auch beim Digitalisieren von gedruckten Werken, wie etwa des 130 Jahre großen Archivs der New York Times oder beim Verifizieren von über Street View aufgenommenen Hausnummern.

Trotz ihres unzweifelhaften Nutzens sind Captchas allerdings kein Allheilmittel. Die Wikipedia zitiert einen Artikel der Carnegie Mellon University dem nach weltweit die Internetnutzer pro Tag 150.000 Stunden mit dem Lösen von Captchas verschwenden — die Zahl stammt aus dem Jahr 2004! Heute dürfte die Zeitverschwendung alleine aufgrund der vielen weiteren Internetnutzern nochmal deutlich gestiegen sein. Viele Captchas sind zudem nicht barrierefrei lösbar, sodass zum Beispiel Sehbehinderte zum Lösen eines Bilderrätsels Unterstützung eines Sehenden hinzuziehen müssen. Von daher gilt es eigentlich das Captcha in Rente zu schicken.

Life’s too short to spend solving distored text
Coming soon, the “No-CAPTCHA” reCAPTCHA

Google ist unter anderem aus diesen Gründen nicht ganz untätig — zudem ist auch ReCAPTCHA inzwischen alles andere als eine undurchdringliche Mauer. Demnächst startet mit No-CAPTCHA nun aber die nächste Version von ReCAPTCHA. Webmaster können sich auf der ReCAPTCHA-Webseite schon jetzt für die Zusendung von weiterführenden Informationen beim Restart registrieren. Zudem gibt es schon eine Demo der neu gestalteten Eingabemaske zu sehen. Auch bei Googles URL-Verkürzer Goo.gl kommt das neue Captcha bereits zum Einsatz. Ein Klick auf “Ich bin kein Roboter” soll nun das Lösen des Captchas überflüssig machen. Nur wenn die Überprüfung ein negatives Ergebnis liefert, erscheint das herkömmliche Captcha. Ein Beispiel zum Einbinden des neuen Captchas findet ihr etwa auf Ragzone.

ReCAPTCHA soll in Zukunft ohne Krackelschrift auskommen.

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23. November 2014
von Christoph
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Pfeilschnell und Open-Source, der Lightning Browser für Android

Wenn man wie ich noch ein älteres Samsung Galaxy Nexus benutzt, dann kommt es durchaus darauf an sich schlanke Android-Apps auszusuchen, besonders wenn man diese so häufig nutzt wie etwa einen Browser. Auch wenn OmniROM und der FancyKernel dem alten Nexus durchaus eine solide Leistung entlocken, besonders beim Chrome-Browser merkt man schnell, dass man sich doch eigentlich ein schnelleres Handy leisten müsste. Da ich das aber nicht tun möchte, braucht es einen anderen Browser. Bisher war Lucid Browser meine bevorzugte Wahl, inzwischen wurde Lucid jedoch vom Lightning Browser abgelöst.

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22. November 2014
von Christoph
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DeskCon bringt Android und die Gnome-Shell näher zusammen

Wer ein Android-Handy oder -Tablet nutzt und mit KDE auf dem Desktop unterwegs ist, der kann mit KDEConnect Handy und Desktop näher zusammenbringen. Mit Hilfe von KDEConnect bekommt ihr die Benachrichtigungen des Handys auf dem Desktop angezeigt, könnt SMS lesen und bearbeiten, steuert die Medienwiedergabe auf dem Rechner oder schubst Dateien zwischen Handy und Desktop hin und her. Das Ganze funktioniert dem Namen entsprechend natürlich nur unter KDE. Wer eine Alternative zu KDEConnect für Gnome und die Gnome Shell sucht, der sollte sich einmal DeskCon ansehen.

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21. November 2014
von Christoph
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Webseiten mit dem Readability-Bookmarket für mobile Browser aufbereiten

Zahlreiche Apps machen das Lesen von Web-Inhalten auf dem Handy leichter. Wer es bequem mag, der nutzt dafür die Apps von Spiegel Online, Süddeutsche und Co. Wer mehr Features und mehr Kontrolle braucht, der greift zu Feedreadern wie Feedly oder TinyTinyRSS. Aber allzu oft landet man doch wieder im Browser und muss sich durch eine nicht für mobile Geräte optimierte Webseite quälen. Dort liest es sich besonders auf kleineren Handys alles andere als einfach. Mit dem Readability-Bookmarklet rüstet ihr jeden Smartphone-Browser mit einem Mach-diese-Webseite-für-mobile-Geräte-fit-Filter auf.

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21. November 2014
von Christoph
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Open-Source Spyware-Scanner Detekt für Windows

Wer sich um die Sicherheit seiner Daten und die Möglichkeit von Staatsorganen auf den eigenen System einzudringen sorgt, der sollte nicht unbedingt mit Windows als Betriebssystem unterwegs sein — es gibt doch mit Linux eine so gute und das Gewissen beruhigende Alternative. Wer es aber dennoch muss, dem bieten die Electronic Frontier Foundation, zusammen mit anderen NGOs wie Amnesty International, Digitale Gesellschaft und Privacy International einen neuen Weg seinen Rechner auf Spyware zu untersuchen.

Detekt ist eine vom deutschen Hacker Claudio Guarnieri aka @hotherder entwickelte quelloffene Software, die ihr einfach aus dem Internet laden und auf eurem Rechner ausführen müsst — dabei trennt ihr am besten jegliche Verbindung zum Internet. Eine Installationsroutine braucht es nicht, unter Vista oder Windows 7 müsst ihr das Programm aber mit administrativen Rechten aus dem Kontextmenü heraus starten. Der anschließende Scanvorgang braucht auf langsameren Rechner allerdings dann eine ganze Weile.

Detekt zielt nicht auf Feld-Wald-und-Wiesen-Spyware ab, sondern auf solche Werkzeuge, die von digitalen Schlapphüten auf kritische Journalisten und Aktivisten angesetzt werden. Da die bekannte Spyware-Programme aber oft individuell an das jeweilige Ziel angepasst werden und sich Staatstrojaner generell immer wieder schnell ändern, möchte aber auch Detekt nicht garantieren, dass jegliche Malware erkannt werden kann. Vielmehr gibt das Programm auch bei einem vermeintlich sauberen System Links mit weiterführenden Informationen.

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21. November 2014
von Christoph
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Open-Source Amaze File Manager für Android im Material Design

Google schraubt ja seit einiger Zeit seine Bemühungen rund um dem Open-Source-Part von Android zurück. Immer mehr der AOSP-Apps, wie Mail, die Galerie oder der Browser, werden nicht mehr weiterentwickelt, sodass das Android-Open-Source-Project inzwischen eigentlich nur noch aus dem Betriebssystemkern besteht. Dafür springen in meinen Augen immer mehr unabhängige Entwickler in die Bresche und bauen freie Software für Android, die es in sich hat. In diese Kategorie gehört der Amaze File Manager: Open-Source, Material Design und gute Funktionalität.

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17. November 2014
von Christoph
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Pacman und Gnomes Pakete-App verstehen sich dank PackageKit

Die Meldung ist nicht ganz neu, aber mir lief die Information erst heute über den Weg. Seit Gnome 3.14 versteht sich Gnomes Pakete-App dank dem Pacman-Backend für PackageKits hervorragend mit der Paketverwaltung von Arch Linux. Wer also über anstehende Software-Updates informiert werden und das System aktuell halten möchte, oder zusätzliche Software installieren will, der kann jetzt dafür auf die hauseigenen Mittel von Gnome zurückgreifen. Damit das klappt, muss lediglich das Paket gnome-packagekit installiert werden.

$ pacman -S gnome-packagekit

Anschließend findet ihr mit Pakete und Paketaktualisierungen zwei neue Programme im App-Drawer von Gnome. Mit dem Ersten durchsucht ihr die Paketquellen und installiert ohne ein Terminal Software, mit dem Zweiten haltet ihr euer Arch-System auf einem aktuellen Stand. Beachtet allerdings, dass PackageKit nur die Arch-Paketquellen und nicht auch das Arch-User-Repository im Auge hat. Wer gerne Software über das AUR installiert, der muss diese nach wie vor mit einem AUR-Helper wie yaourt, pacaur und Co. verwalten.

Pacman unterstützt inzwischen PackageKit, sodass man Gnomes praktische Pakete-App auch unter Arch nutzen kann.

Gnome meldet nun auch Aktualisierungen mitsamt der Möglichkeit diese über eine grafische Oberfläche einzuspielen.

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15. November 2014
von Christoph
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Ein Samsung Galaxy Nexus mit OmniROM und Fancy Kernel wieder fit machen

Schon lange spekuliere ich darauf mein Samsung Galaxy Nexus in die Rente schicken zu können. Doch die völlig überteuerten und viel zu großen aktuellen Smartphone-Knochen reizen mich nur wenig. Handys wie das OnePlus One wären zwar eine Option, doch erstens nervt mich das Prozedere zum Steigern des Hypes rund um das Gerät gewaltig und außerdem ist es mit seinem 5,5-Zoll-Display einfach viel zu groß, um es noch bequem in der Hosentasche mit sich herumschleppen zu können. Daher bleibt mein Galaxy Nexus das Handy meiner Wahl, spielt man ein Custom-ROM und einen Kernel zum Übertakten, dann muss sich auch im nächsten Jahr nicht zwingend daran etwas ändern.

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eminence

6. November 2014
von Christoph
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Ideal für den Raspberry Pi: Das Eminence-Skin für Xbmc bzw. Kodi

Nutzt man einen Raspberry Pi mit XBMC (oder bald Kodi) als Mediacenter, dann schaut man durchaus ab und an ein wenig sehnsüchtig nach einer Alternative mit ein klein wenig mehr Rechenpower. Raspbmc oder OpenELEC schlagen sich auf dem RasPi zwar recht wacker, doch besonders bei Einsatz eines alternativen XBMC-Skins geht der Raspberry Pi schnell in die Knie. Sehr viele Skins benutzen zahllose Animationen und riesige Grafiken, da kommt der RasPi einfach nicht mehr mit. Anders beim Eminence-Skin für aktuelle XBMC-Installation mit Gotham. Trotz schlanker Gestaltung und der damit verbleibenden hohen Menügeschwindigkeit, sieht das Skin in meinen Augen sehr elegant und ansprechend aus.

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