Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Dyn (ehemals DynDNS) macht Login alle 30 Tage zur Pflicht. Alternative? Selfhost.de

22. Mai 2013
von Christoph
56 Kommentare

Dyn (ehemals DynDNS.org) macht Login alle 30 Tage zur Pflicht. Alternative? Selfhost.de

Die E-Mail von Dyn oder früher einmal dyndns.org liegt schon eine Woche in meinem Postfach. Aber erst jetzt komme ich dazu mich ein bisschen um das Topic zu kümmern. Dyn nutze ich schon seit Urzeiten als DynDNS-Anbieter. Der Dienst löst einen Domain-Namen wie “beispiel.dyndns.org” zur eigenen Internet-IP auf, so dass man trotz dynamischer IP-Adresse des Internet-Anbieter jederzeit aufs eigene Serverchen zuhause zugreifen kann. In vielen Routern wie zum Beispiel den FRITZ!Boxen oder den WRT-Modellen von Linksys ist ein entsprechender DynDNS-Client bereits eingebaut. Den meisten hier dürfte ich dabei nichts neues erzählen.

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Umstieg von Google Talk auf Hangouts kappt Verbindung zu Jabber/XMPP

21. Mai 2013
von Christoph
17 Kommentare

Umstieg von Google Talk auf Hangouts kappt Verbindung zu Jabber/XMPP

Wie bei GMX oder Web.de war eure E-Mail-Adresse bei GMail nicht einfach nur eine “simple” E-Mail-Adresse, sondern auch ein Tor für das freie Chat-Protokoll XMPP bzw. Jabber, siehe zum Beispiel bei einfachjabber.de. So konnte man im Web-Frontend von GMail, in der GTalk-Android-App oder mit jedem freiem Jabber-Client wie Gajim, Pidgin, Miranda und Co. nach einer gegenseitigen Bestätigung des Kontakts von jedem angesprochen werden, der einen Jabber-Account seiner Wahl nutzte.

In anderen Worten: ICQ, MSN und Co als freies Protokoll, mit Open-Source-Anwendungen und auf Wunsch auch mit Audio- und Video-Chats und End-to-End-Verschlüsselung via OTR. Mit dem Umstieg von Google Talk zu Hangouts ist das nun aber auch Geschichte. Google schreibt auf Google Developers

Note: We announced a new communications product, Hangouts, in May 2013. Hangouts will replace Google Talk and does not support XMPP. The information in this Developer’s Guide pertains only to Google Talk.

In der Praxis bedeutet das nun für GMail-User, die bisher den XMPP-Chat nutzten, dass sie von ihren Jabber-Kontakten zwar noch als Online gesehen werden, doch Nachrichten kommen auf der Empfänger-Seite nicht mehr an.

Im GMail-Webfrontend oder der Hangout-App unter Android selber sieht man seine bisherigen XMPP-Kontakte überhaupt nicht mehr. In anderen Worten: Die Leitung zwischen GMail und XMPP ist mausetot, ohne dass der User irgendwie darüber informiert wird.

Meldungen über XMPP an eine GMail-Adresse versanden jetzt im Nirvana.

Meldungen über XMPP an eine GMail-Adresse versanden jetzt im Nirvana.

Damit macht Google sich mal wieder Freunde: Irgendwie stößt mir diese Änderung noch einen Tick übler auf, als das Ende des Google Readers. Wenn man sich einmal Tiny Tiny RSS aufgesetzt hat und sich an den neuen webbasierten RSS-Reader gewöhnt hat, dann ist das Ende des Readers nicht so wirklich übel. Mit dem Umstieg auf Hangouts wird man jedoch von heute auf morgen von allen seinen bisherigen Jabber-Kontakten abgeschnitten, ohne dass die von diesem Änderung überhaupt etwas mitbekommen.

Ich, für meinen Teil, habe GTalk recht gerne benutzt, so muss man nicht noch extra einen Jabber-Client laufen lassen. Egal wer von einem was wollte, egal ob dieser nun GTalk, GMail oder einen eigenen Jabber-Account in Betrieb hatte, am Ende fand man sich.

Nun können Google-User per Chat nur noch mit dem Rest der Google-Blase kommunizieren. Fehlt nur noch, dass auch irgendwann mal E-Mails G-Mails an Googles Mauern enden.

Der Tux zum Sonntag (XX)

18. Mai 2013 von Christoph | Keine Kommentare

Der Seelöwe hier ist ja auch ein ganz ordentlicher Troll. Erst scheucht er die armen Tuxe an Land und wenn er sie fast im Maul hat, macht er kehrt und watschelt zurück ins Wasser. Zum Glück für die Pinguine :)

GDM auf Dual-Monitor-System.

14. Mai 2013
von Christoph
6 Kommentare

GDM bei Dual-Monitor-Setup auf richtiges Display schieben

Der Displaymanager GDM 3.6 aus Ubuntu 12.10 hat noch bei einem Multi-Monitor-Setup das Login-Fensterchen auf beiden Displays angezeigt. Fand ich nicht wirklich sauber gelöst, aber wenigstens war das Login so auch immer auch auf dem “richtigen” Monitor sichtbar. Mit GDM 3.8 aus dem GNOME-PPA in Zusammenspiel mit Ubuntu 13.04 ist das nun nicht mehr der Fall. Das Login-Fenster wird nur noch auf einem Monitor angezeigt, in meinem Fall auf dem “Falschen”. Über die graphische Desktopumgebung lässt sich der primäre Monitor nicht bestimmen. Selbst wenn man in den Monitor-Einstellungen alles richtig einrichtet, bleibt GDM dabei das Login auf dem falschen Display anzuzeigen.

Richtet eure Monitore ordentlich im System ein.

Richtet eure Monitore ordentlich im System ein.

Das Problemchen lässt sich jedoch relativ einfach beheben, indem man die Monitor-Konfiguration seines Benutzers GDM unterjubelt. Richtet dazu eure Monitore ordentlich über die Einstellungen ein und kopiert dann die Datei ~/.config/monitors.xml aus eurem Homeverzeichnis nach /var/lib/gdm/.config.

$ sudo cp ~/.config/monitors.xml /var/lib/gdm/.config

Von dort wird euer Monitor-Setup dann beim nächsten Login korrekt ausgelesen und GDM wandert automatisch auf den Bildschirm, auf dem ihr auch das Panel der GNOME-Shell anzeigen lasst. Zum Ändern des Setups kopiert ihr am besten die Datei erneut ins GDM-Verzeichnis.

Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 06/2013 online

13. Mai 2013
von Christoph
1 Kommentar

Lesestoff: Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 06/2013 online

Gerade eben ist die Ausgabe 06/2013 der unter der CC-BY-NC-ND lizenzierten Community-Edition der Linux User bei mir im Postfach gelandet. Da die Artikel wie immer interessant sind, möchte ich euch diesen Gratis-Lesestoff nicht vorenthalten. Das PDF findet auf der Homepage des Magazins oder auch gleich unter diesem Link. Mit einem Artikel zum Cloudspeicherdienst AeroFS ist auch von mir mal wieder was in der LU enthalten. Viel Spaß beim Lesen!

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Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS auf eigenem Webspace installieren!

13. Mai 2013
von Christoph
3 Kommentare

Update auf Tiny Tiny RSS 1.7.9 ermöglicht Installation auf Shared-Webspace

Die Installation von Tiny Tiny RSS auf Shared-Webspace war in manchen Fällen problematisch, da Tiny es bisher erforderte, dass die PHP-Konfiguration open_basedir auf “none” gesetzt ist. Aus Sicherheitsgründen ist dies bei vielen Webhostern nicht der Fall und dementsprechend lies sich Tiny auch nicht so einfach betreiben. Mit der gerade heute erschienenen Version 1.7.9 ist dies jetzt aber nicht mehr der Fall, das Changelog sagt “Support running under open_basedir”. Von daher solltet ihr Tiny nochmal eine Chance geben, auch wenn sich der webbasierte Reader bisher bei euch weigerte zu Laufen.

Das Update kann direkt über das Web-Frontend eingespielt werden.

Das Update kann direkt über das Web-Frontend eingespielt werden.

Tiny weist allerdings darauf hin, dass dieses Verfahren noch im Beta-Stand ist.

Tiny weist allerdings darauf hin, dass dieses Verfahren noch im Beta-Stand ist.

Das Update lief auf meiner Installation recht problemlos, allerdings ist es noch nicht so einfach durchzuführen wie bspw. bei WordPress. Aus den Einstellungen heraus wird euch das Update angeboten, allerdings ist das Online-Update noch als “experimentelles” Feature gekennzeichnet. Macht daher lieber vorher selber ein Backup eurer Tiny-Installation, am besten von der Datenbank und von den Dateien.

Nach dem Einspielen der neuen Dateien wird euch Tiny erstmal mit einer ganzen Latte an Fehlermeldungen empfangen. Aber keine Angst, ihr habt nichts kaputt gemacht. Tiny aktualisiert aktuell noch nicht die Konfigurationsdatei config.php. Ihr müsst daher die Datei zusammen mit der “Vorlage” config.php-dist auf eurem Webspace öffnen und die genannten Neuerungen per Copy&Paste übertragen. Danach sollte Tiny sofort wieder laufen.

Nach dem Online-Update muss die config.php noch von Hand angepasst werden.

Nach dem Online-Update muss die config.php noch von Hand angepasst werden.

Und am Ende möchte noch die Datenbank aktualisiert werden.

Und am Ende möchte noch die Datenbank aktualisiert werden.

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Crash der Online-Konten-Verwaltung in Ubuntu 13.04 umgehen

11. Mai 2013
von Christoph
4 Kommentare

Workaround: Crash der Online-Konten-Verwaltung in Ubuntu 13.04 umgehen

Ich bereite gerade einen längeren Artikel zu Ubuntu GNOME 13.04 vor, das ich mir gerade nach meinem Gusto einrichte. Beim Spielen mit den Online-Konten ist mir aufgefallen, dass die von Canonical entwickelten Online-Konten-Einstellungen das GNOME Control Center ins Nirvana schicken, sobald man die entsprechende Option anklickt. Im Terminal werden die folgenden Fehlermeldungen dazu ausgegeben…

$ /usr/bin/online-accounts-preferences
[...]
ERROR:empathy-user-info.c:252:fill_contact_info_grid: assertion failed: (spec != NULL)

… sucht man nach dieser Zeile im Netz findet man einen Bug bei Launchpad inklusive einem brauchbaren Workaround. Wechselt über das Statusmenü in den Offline-Modus (ich meine einen entsprechenden Dialog müsste es auch bei Unity geben), dann lassen sich die Einstellungen der Ubuntu-Online-Konten auch wieder öffnen und bearbeiten. Anschließend geht ihr wieder online, eure Änderungen sind dann aktiv — und das Control Center nippelt auch wieder ab. Bis zu einem Bugfix kann man mit diesem Workaround sicher leben.

Wechselt euren Status von verfügbar auf abgemeldet...

Wechselt euren Status von verfügbar auf abgemeldet…

...danach lässt sich die Kontenverwaltung wieder öffnen.

…danach lässt sich die Kontenverwaltung wieder öffnen.

Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS auf eigenem Webspace installieren!

9. Mai 2013
von Christoph
38 Kommentare

Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS! Den Open-Source Feedreader auf eigenem Webspace installieren!

Ursprünglich wollte ich in diesem Artikel hier alle freien web-basierten Google-Reader-Alternativen vorstellen und vergleichen. Nach einigen Tests aber erledigt sich der Vergleich ziemlich schnell. Sucht man einen webbasierten Feed-Reader, der schnell, konfigurierbar und über eine API — und damit auch … Weiterlesen

Über Google+ (und Facebook) in Wordpress kommentieren

9. Mai 2013
von Christoph
5 Kommentare

Über Google+ (und Facebook) in WordPress kommentieren

WordPress-Blogger setzen ja recht gerne auf alternative Kommentar-Systeme. So richtig groß vertreten ist da zum Beispiel DISQUS oder auch livefyre. Ich kann das zum Teil verstehen, schließlich muss man sich als Blogger mit einem massiven Spam-Problem in den Kommentaren rumschlagen. Die AntispamBee sorgt zwar bei Linux und Ich dafür, dass pro Monat locker 10.000 bis 20.000 Spammer direkt abgeblockt werden. Doch der Spam-Ordner füllt sich kontinuierlich immer weiter, gerade erst heute habe ich 10.000 in den Spam-Ordner einsortierte Kommentare gesichtet und endgültig gelöscht (Keine Sorge, das geht recht schnell, alleine eine Suche nach “shoe” sortierte 4.000 Spam-Beiträge aus). Dabei konnte ich aber immerhin neun fälschlicherweise als Spam erkannte Beiträge noch retten, die jetzt im Blog stehen und beantwortet wurden.

Per Google+ in WordPress kommentieren.

Per Google+ in WordPress kommentieren.

Wie dem auch sei, neben den Kommentaren im Blog wird ja auch auf Google+ oder Facebook über die Beiträge kräftig gesprochen, wäre es da nicht interessant diese Konversationen ebenfalls direkt auf der Webseite zu haben? Mit dem WordPress-Plugin Google+ Comments for WordPress ist das nun möglich. Das Plugin integriert die G+ Kommentare, Facebook, Disqus, die Kommentare im Blog selber und auch die Trackbacks als Reiter in das Kommentar-Feld ein. Eine Demo wie das ganze funktioniert kann man sich auf der Seite des Entwicklers unter CloudHero ansehen.

Ich für meinen Teil werde davon jedoch die Finger lassen, auch wenn auf den Google+ bzw. Facebook-Seiten des Blogs doch auch Einiges diskutiert wird. Schließlich kann man hier im Blog Anonym und ohne Anmeldung Fragen und Kommentare hinterlassen, nicht einmal eine E-Mail ist Pflicht, das will ich eigentlich auch in Zukunft so belassen. :)

(Via: WordPress Hacks)