Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

64-Bit Ubuntu

7. Mai 2013
von Christoph
6 Kommentare

Getlibs für aktuelle Ubuntu-Versionen (getestet auf Ubuntu Raring Ringtail 13.04)

Früher ™ gab es mal ein praktisches kleines Tool namens Getlibs. Es diente dazu 32-Bit Bibliotheken auf einem 64-Bit Ubuntu (oder auch anderen Distrubutionen) zu installieren. So konnte man sehr einfach 32-Bit Programme unter einem 64-Bit Linux laufen lassen, auch wenn es die nötigen Bibliotheken nicht gleich mitbringt. Vor einigen Jahren musste man sich zum Beispiel bei Skype oder Zattoo damit rumschlagen, heute ist das aber meist nicht mehr nötig.

[UPDATE...] Ach, vergesst bitte gleich den ganzen Getlibs-Schmarn. Multiarch ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Aber dass es so einfach ist, wusste ich nicht. Wenn ihr also eine Bibliothek — oder was auch immer sonst — braucht, dann hängt einfach ein :i386 an den Paketnamen. Mit dem Auruf…

$ sudo apt-get install libqt5gui5:i386

…landet also die Bibliothek libqt5gui5 inklusive aller 32-Bit Abhängigkeiten auf eurem System, ohne dass man groß was basteln muss. Und damit könnt ihr den Rest des ganzen Beitrags gleich wieder knicken und ab in den Kompost schicken. [/UPDATE]

Inzwischen ist die Version 2.06 von Getlibs jedoch kaputt. Man kann die Anwendung zwar noch installieren und aufrufen, und selbst beim Installieren von 32-Bit Bibliotheken wird kein Fehler im Terminal ausgegeben, das 32-Bit Programm möchte aber dennoch nicht laufen. Der Grund dafür ist, dass sich seit Ubuntu “Natty” 11.04 der Speicherort der 32-Bit Librarys geändert hat. Getlibs wurde auf diese Neuerung hin nie aktualisiert…

  • /lib32/-> /lib/i386-linux-gnu
  • /usr/lib32/ -> /usr/lib/i386-linux-gnu

Da ich gerade selber vor dem Problem stand ein 32-Bit Programm auf meinem 64-Bit Ubuntu 13.04 laufen lassen zu wollen, zu dem eben die nötigen  32-Bit Bibliotheken fehlten, habe ich einen Fork der letzten Getlibs-Version 2.06 erstellt, diesen für aktuelle Ubuntus fit gemacht und ihn in meinem GitHub als Getlibs 2.07 online gestellt. Ihr könnt das aktualisierte Getlibs dementsprechend über die Kommandos…

$ wget https://gist.github.com/linuxundich/5536156/raw -O ~/bin/getlibs
$ chmod +x ~/bin/getlibs

…auf eurem Ubuntu installieren. Zur Bedienung verweise ich auf das sehr gut geschriebene Wiki bei den Ubuntuusers. Getestet habe ich die Version nicht breit, sondern nur auf meinem Ubuntu 13.04, aber ich denke die aktualisierte Version des Skripts sollte auf allen noch unterstützten Ubuntu-Versionen funktionieren. Solltet Ihr Probleme entdecken, dann meldet euch bitte bei mir.

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Paranoid Android

3. Mai 2013
von Christoph
2 Kommentare

Paranoid-Androids neuem “HALO”-Multitasking

Aktuell fahre ich mit Android Revolution HD als Custom-ROM auf meinem Galaxy Nexus sehr gut. Man bekommt ein Stock-Android mit ein paar Tuning-Elementen, die in der Tat noch ein bisschen mehr aus der doch nicht all zu schnellem Dual-Core-CPU holen. Allerdings gibt es ein paar Custom-ROMs, die in der Tat interessante Neuerungen in ihre Firmware einbauen. Besonders Paranoid Android arbeitet immer wieder an neuen Ideen. So haben die ROM-Köche als erstes ein “Hybrid-Android” gebaut, so dass man zwischen Handy- und Tablet-Layout wechseln kann. Und auch ein Pie-Menü, bei dem man die virtuellen Buttons ausblenden kann, kommt aus Paranoid Android.

Mit Halo-Multitasking bauen die PA-Entwickler nun aber weiter an interessanten Features ihres ROMs. Halo nimmt dabei deutliche Anleiten an die mit Facebook-Home eingeführten Chat-Heads. Die “Notification Bubbles” schweben praktisch über dem eigentlichen Inhalt der App im Vordergrund, ohne dabei groß Platz in Anspruch zu nehmen. Ruft man sie auf, kann man kurz eine Antwort eingeben. Klickt man an eine freie Stelle auf dem Display, ist man umgehend wieder zurück in der alten App. So kann man nahtlos arbeiten, ohne zwischen Apps hin- und herwechseln zu müssen. Ich bin mal gespannt, wie das fertige Feature aussehen wird.

Watchever auch auf dem Android-Handy, mit dem Market Helper

2. Mai 2013
von Christoph
5 Kommentare

Watchever Lite streamt nun Watchever-Filme auch aufs Handy

Der Streaming-Dienst Watchever hat nun nachgelegt und mit Watchever Lite seine Android-App auch fit fürs Handy gemacht. Damit braucht es keinen miesen Workaround mehr, der die bisher nur für Android-Tablets gedachte auch auf Handys zum Laufen gebracht hat. Watchever Lite ist jedoch in der Tat “light”: Mit der App kann man nur Filme ansehen, die man zuvor in seine Watchliste hinzugefügt hat. Das gesamte Repertoire von Watchever lässt sich mit der Handy-App nicht durchsuchen, allerdings reicht zum Durchstöbern und Bookmarken auch ein simpler Browser aus. Unter Linux lässt sich Watchever leider dank Silverlight nicht wirklich nutzen, allerdings funktioniert die Seite — bis eben auf das Streamen von Videos — auch unter Linux problemlos.

Watchever Light auf einem gerooteten Galaxy Nexus.

Watchever Light auf einem gerooteten Galaxy Nexus.

Trotz Root-Rechten spielt Watcher Light mit der "richtigen" SuperSU-App brav einen Film.

Trotz Root-Rechten spielt Watcher Light mit der “richtigen” SuperSU-App brav einen Film.

Ansonsten sind aber die essentiellen Watchever-Features mit an Bord. Auch auf dem Handy könnt ihr bei vielen Videos zwischen dem Original-Ton und der deutschsprachigen Synchronisierung wählen und auch Filme zum Offline-Schauen aufs Handy runterladen. Nach dem Download hat man sieben Tage Zeit den Film anzusehen, danach wird er automatisch wieder aus der App gelöscht. Für richtig lange Tripps ist Watchever daher nichts, aber um mal unterwegs einen Film zu kucken, tut sie sehr wohl.

Filme muss man jedoch per Browser oder Tablet in die Watchliste laden.

Filme muss man jedoch per Browser oder Tablet in die Watchliste laden.

Auch Watchever Light prüft wieder, ob ihr euren Androiden gerootet habt. Bei mir auf meinem Galaxy Nexus mit Android Revolution HD als Custom-ROM – und damit natürlich auch Root-Rechten auf dem Handy — funktioniert Watchever dennoch. Ich muss nur die Frage nach den Root-Rechten ablehnen und dann den Stream nochmal neu starten. Andere Android-User müssen eventuell mal in Watchever trotz Root reinsehen, mit der richtigen Root-Binary spielt der Player trotz anfänglicher Ablehnung dennoch seine Videos ab.

GNOME-Shell Extension List

2. Mai 2013
von Christoph
9 Kommentare

GNOME-Shell Erweiterungen TopIcons bzw. Status Icon Fixer rücken App-Icons wieder in den Fokus

Ich setze mein Arbeitssystem gerade auf Basis von UbuntuGNOME 13.04 neu auf. Auch wenn viele schimpfen, mir gefällt die GNOME-Shell im Großen und Ganzen. Allerdings finde ich es ein nach wie vor ein bisschen störend, dass Icons von Programme wie Skype, Dropbox oder Pidgin nicht mehr in die Statusleiste erscheinen, sondern sich immer im so genannten “Message Tray” einsortieren. So muss man immer erstmal die Maus an den unteren Bildschirmrand führen und dort für eine Weile halten, oder den “Overview-Modus” aufrufen.

Skype, Dropbox und Co. sortieren sich unsichtbar im "Message Tray" ein.

Skype, Dropbox und Co. sortieren sich unsichtbar im “Message Tray” ein.

In den GNOME Extensions finden sich jedoch zwei Erweiterungen, mit denen man die Icons wieder an ihren angestammten Platz in der oberen Leiste schieben kann. Für GNOME 3.4 könnt ihr den Status Icon Fixer benutzen, für GNOME 3.6 — aus Ubuntu “Raring Ringtail” 13.04, hier im Screenshot auch abgebildet — könnt ihr die TopIcons installieren. Die Erweiterungen müssen nicht groß konfiguriert werden, einfach den Schalter auf “On” umlegen, und schon wandern die Icons nach oben.

TopIcons zeigt "Legacy Tray Icons" in der Top-Leiste der GNOME-Shell.

TopIcons zeigt “Legacy Tray Icons” in der Top-Leiste der GNOME-Shell.