Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

detekt-icon

21. November 2014
von Christoph
1 Kommentar

Open-Source Spyware-Scanner Detekt für Windows

Wer sich um die Sicherheit seiner Daten und die Möglichkeit von Staatsorganen auf den eigenen System einzudringen sorgt, der sollte nicht unbedingt mit Windows als Betriebssystem unterwegs sein — es gibt doch mit Linux eine so gute und das Gewissen beruhigende Alternative. Wer es aber dennoch muss, dem bieten die Electronic Frontier Foundation, zusammen mit anderen NGOs wie Amnesty International, Digitale Gesellschaft und Privacy International einen neuen Weg seinen Rechner auf Spyware zu untersuchen.

Detekt ist eine vom deutschen Hacker Claudio Guarnieri aka @hotherder entwickelte quelloffene Software, die ihr einfach aus dem Internet laden und auf eurem Rechner ausführen müsst — dabei trennt ihr am besten jegliche Verbindung zum Internet. Eine Installationsroutine braucht es nicht, unter Vista oder Windows 7 müsst ihr das Programm aber mit administrativen Rechten aus dem Kontextmenü heraus starten. Der anschließende Scanvorgang braucht auf langsameren Rechner allerdings dann eine ganze Weile.

Detekt zielt nicht auf Feld-Wald-und-Wiesen-Spyware ab, sondern auf solche Werkzeuge, die von digitalen Schlapphüten auf kritische Journalisten und Aktivisten angesetzt werden. Da die bekannte Spyware-Programme aber oft individuell an das jeweilige Ziel angepasst werden und sich Staatstrojaner generell immer wieder schnell ändern, möchte aber auch Detekt nicht garantieren, dass jegliche Malware erkannt werden kann. Vielmehr gibt das Programm auch bei einem vermeintlich sauberen System Links mit weiterführenden Informationen.

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amaze-file-manager-icon

21. November 2014
von Christoph
6 Kommentare

Open-Source Amaze File Manager für Android im Material Design

Google schraubt ja seit einiger Zeit seine Bemühungen rund um dem Open-Source-Part von Android zurück. Immer mehr der AOSP-Apps, wie Mail, die Galerie oder der Browser, werden nicht mehr weiterentwickelt, sodass das Android-Open-Source-Project inzwischen eigentlich nur noch aus dem Betriebssystemkern … Weiterlesen

chromecast-linux

2. November 2014
von Christoph
14 Kommentare

Castnow ist ein Terminal-Client für Chromecast unter Linux und Mac OS X

Mit einem Android-Handy oder -Tablet lässt sich ein Chromecast-Dongle am Fernseher natürlich bequem steuern. Man startet einfach eine Chromecast-fähige App, tippt auf das Chromecast-Icon und nur wenige Augenblicke später erscheinen die gewünschten Inhalte auf dem Fernseher. Nun aber wäre es auch sicherlich … Weiterlesen

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google-maps

18. Oktober 2014
von Christoph
6 Kommentare

Location-History-Visualizer: Googles per Android-Handy gesammelter Standortverlauf als Heatmap

Es ist ja nicht gerade eine Neuigkeit, dass Google sehr genau weiß, was du letzten Sommer wo getan hast. Hat man sein Android-Handy in der Tasche und nichts an den Grundeinstellungen geändert, dann protokolliert Google jeden Schritt. Die Daten kommen … Weiterlesen

netflix-linux

10. Oktober 2014
von Christoph
4 Kommentare

Netflix funktioniert jetzt unter Linux ohne User-Agent-Changer

Wer eine Video-on-Demand-Videothek abonnieren möchte, der hat in Deutschland inzwischen die Qual der Wahl. Mit Watchever, Maxdome, Amazone Prime Video oder Sky Snap ist eigentlich inzwischen jeder größerere Anbieter am Markt aktiv. All die Angebote funktionieren in Kombination mit Smart TVs, Chromecast-Sticks oder dem Amazon Fire TV auch auf dem Fernseher, doch eigentlich ließen sich die Dienste auch vom Rechner aus nutzen. Doch dazu braucht es einen Browser mit dem Silverlight-Plugin. Da es dieses unter Linux nicht gibt und Pipelight nicht gerade einfach zu installieren ist, lässt man Video-on-Demand vielleicht besser gleich links liegen.

Seit Netflix nun aber auch in Deutschland in den Wettbewerb eingestiegen ist, werden die Karten neu gemischt. Der Dienst nutzt nicht nur Silverlight-Streams, sondern bietet auch HTML5-Streams an, die sich theoretisch mit jedem Browser abspielen ließen — wenn dieser denn die Encrypted Media Extension unterstützt. Die DRM-Rechteverkrüppelung hat allerdings bisher nur Googles Chrome-Browser vollständig implementiert. Firefox, Opera und auch Chromium, die quelloffene Basis von Chrome, fehlen die DRM-Funktionen.

Netflix bietet wie Watchever, Maxdome oder Amazon Prime Video Video-On-Demand an.

Im Gegensatz zur Konkurrenz bietet Netflix allerdings auch HTML5-Streams an.

Nun standen Linux-User zum Deutschland-Start von Netflix trotzdem vor verschlossenen Toren. Ein User-Agent-Filter verwehrte Film-Fans mit Linux auf dem Computer den Zugang zu Netflix. Nur mit einem manipulierten User-Agent konnte man Netflix nutzten. Grund für diesen Browser-Filter war, dass viele Distributionen — speziell Ubuntu — die Libnss3-Bibliothek nur in einer recht alten Version mit sich führten. Inzwischen hat Canonical aber die nötigen Updates für Ubuntu 12.04 und 14.04 ausgeliefert, sodass Ubuntu eigentlich fit für Netflix ist.

Damit erfüllen jetzt sehr viele Linux-Computer die technischen Voraussetzungen Netflix-HTML5-Streams abspielen zu können, sodass Netflix nun sein Versprechen erfüllt, die eigentlich unnötige Browserweiche abzustellen. Seit heute lassen sich Netflix-Filme auch ohne Änderung des User-Agents unter Linux abrufen. Die einzige Voraussetzungen für Linux-Anwender bleibt eine Libnss3 in der Version 3.16.2 oder neuer (was die meisten Distributionen erfüllen sollten) und eben Chrome als Browser. Damit bleibt es aber Raspberry-Pi-Fans mit XBMC auf dem RasPi nach wie vor verwehrt Netflix zu nutzen. Chrome und ARM als Rechnerarchtiktur vertragen sich nicht.