Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

gnome-shell-virtualbox

31. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

VirtualBox-VMs über die GNOME-Shell aufrufen (GNOME 3.8 und neuer)

Vor fast zwei Jahren haben ich schon einmal darüber geschrieben, dass man mit der Shell-Erweiterung VirtualBox Vm Search Provider in VirtualBox erzeugte virtuelle Maschinen aus der GNOME-Shell heraus aufrufen kann. Mit Hilfe der Extension muss man zum Starten einer VM einfach auf die Windows/Super-Taste drücken, einen Teil des Names der gewünschten VM eingeben, diese mit [Runter] auswählen und per [Return] starten — die eigentliche VirtualBox-Anwendung kann geschlossen bleiben.

Der VirtualBox Vm Search Provider funktioniert jetzt wieder mit aktuellen GNOME-Versionen.

Leider gab die Shell-Erweiterung recht schnell ihren Geist auf. Ich meine, dass sie bereits mit einem Update auf GNOME 3.6 ihren Dienst quittierte und danach lange nicht aktualisiert wurde. Nun aber — gut schon seit zwei Monaten — funktioniert sie aber auch wieder mit GNOME 3.8 und neuer. Wer VirtualBox auf seinem Rechner hat und die GNOME Shell nutzt, der muss nur die Erweiterung aktivieren. Die VM sollten dann umgehend in der Aktivitäten-Übersicht erscheinen.

rapsberry-pi

31. März 2014
von Christoph
8 Kommentare

Quake III Bounty Für den Raspberry Pi hat einen Gewinner!

Der Raspberry Pi hatte lange Zeit ein größeres Problem: Die Treiber für die VideoCore IV GPU von Broadcom waren Closed-Source und auch die Dokumentationen waren spärlich. Somit konnten keine freien Treiber für Grafikchip entwickelt werden und die Grafikperformances des Raspberry Pis ging hinter den theoretisch möglichen Leistungen hinterher — solange man nicht auf den proprietären Treiber zurückgreifen wollte.

Mit der Freigabe des Quell-Codes des Treibers seitens Broadcom Anfang März drehte sich jedoch der Spieß um, der Ball lag nun bei der FOSS-Community den Raspberry Pi fit für “freie” hardwarebeschleunigte Grafikdarstellung zu machen. Die Raspberry-Pi-Foundation setzte dafür extra eine Prämie aus: Wer es als erster schafft Quake III auf dem Raspberry Pi bei 1920×1080 Pixeln mit mindestens 20 fps zum Laufen zu bekommen — ohne den binären Treiber-Blob einzusetzen — der darf die Belohnung mit nach Hause nehmen.

Quake III auf dem Raspberry Pi mit 133 fps.

Nun ist der Wettlauf wohl vorbei: gewonnen hat Pi-Hacker Simon Hall, der sich schon zuvor mit einigen Raspberry-Entwicklungen einen Namen gemacht hat. Seine Implementation des Treibers schafft es unter Quake III immerhin 133 fps aus der kleinen Platine zu locken. Der Treiber wird mit Sicherheit in einer der nächsten Raspbian-Versionen enthalten sein, bis dahin kann man sich den Spaß aber auch auf seinem Pi selber bauen, allerdings braucht das Compilieren bis zu 12 Stunden. Am besten baut man sich das Image daher auf einem “richtigen” Rechner.

Ich hoffe mal, dass sich durch den nun freien Treiber die Stabilität des Raspbis ein wenig bessert. Ich muss auf bei meinem leider immer wieder feststellen, dass es bei graphisch aufwändigeren Prozessen zu Abstürzen kommt. Die üblichen Tipps von wegen Netzteil wechseln oder eine andere SD-Karte habe ich mittlerweile alle durch. Wie ist es denn bei euch? Läuft euer Raspi ordentlich, auch wenn ihr zum Beispiel hochauflösende Filme darstellen lässt?

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terminal-bash-completion

31. März 2014
von Christoph
12 Kommentare

Die Suche in der Bash History mit der BASH History Suggest Box aufbohren

Arbeitet man im Terminal, dann kommt es oft vor, dass man Befehle wiederholen oder nur leicht abändern möchte. Dazu kann man die Bash History mit den Taste [Hoch]/[Runter] Befehl für Befehl durchscrollen und per [Links]/[Rechts] den Cursor bewegen, um das gewählte Kommando zu ändern. Die Bash History lässt sich aber auch durchsuchen, dazu drückt man einfach [Strg]+[r] und tippt drauf los. Wiederholt man nun [Strg]+[r] kommt man zum nächsten passenden Treffer der Suche usw. Gespeichert werden diese Daten in den ~/.bash_history, die man sich auch mit dem folgenden Befehl ausgeben lassen kann.

$ history
   1  locate terminal | grep svg
   2  xdg-mime query default inode/directory
   3  joe /etc/gnome/defaults.list
   4  ...

Nun ist die History und deren Suchfunktion in der Bash schon relativ gut, andere Shells wie etwa die Z-Shell aka zsh (Wikipedia) machen es aber noch einmal deutlich besser. Marcel von zInformatik oder Kushellig haben die wichtigsten Funktionen der zsh in meinen Augen recht gut zusammengefasst. Allerdings sind eben die meisten Linux-User mit der Bash unterwegs, und gerade daher lohnt es sich einmal auf die BASH History Suggest Box zu schauen.

# BASH History Suggest Box unter Ubuntu installieren
$ sudo add-apt-repository ppa:ultradvorka/ppa
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install hh

# BASH History Suggest Box unter Arch Linux installieren
$ pacaur -S hh

Die BASH History Suggest Box könnt ihr über die oben stehenden Befehle installieren. Für Ubuntu-User bietet der Autor selber ein PPA mit nur diesem Programm an, Arch-Linux-User werden wie so gut wie immer im AUR fündig. Für andere Distributionen wie etwa Debian oder Linux Mint findet ihr auf der eingangs verlinkten Github-Seite des Projektes Installationshinweise. Nach der Installation lässt sich die BASH History Suggest Box dann mit hh aufrufen, es macht wohl allerdings mehr Sinn sie fest im System zu veranken, der Befehl…

$ hh --show-configuration >> ~/.bashrc

…schreibt die Konfiguration für die BASH History Suggest Box direkt in eure ~/.bashrc, so dass ihr wie gewohnt den Bash-Verlauf mit der Tastenkombination [Strg]+[r] durchsuchen könnt. Allerdings bietet die BASH History Suggest Box deutlich mehr Funktionen wie die herkömmliche Bash History. Sie zeigt nicht nur Befehl auf Befehl an, sondern listet gleich alle Befehle auf, die ihr in der letzten Zeit eingegeben habt.

Die BASH History Suggest Box zeigt alle Befehle der Bash-History in einer GUI an.

Mit der BASH History Suggest Box lässt sich die Bash-History deutlich einfacher durchsuchen.

Durch diese Liste scrollt ihr nun wie gewohnt mit [Hoch]/[Runter]. Mit [Links]/[Rechts] oder [Tab] übernimmt ihr den aktuell ausgewählten Befehl in die Shell, wo ihr ihn wie gewohnt bearbeiten könnt. Gebt ihr Text ein, dann filtert die BASH History Suggest Box umgehend Befehle mit diesem Text heraus, auch durch diese reduzierte Liste kann man wieder bequem scrollen. Soll einer der Befehle gar nicht mehr in der Shell-History auftauchen, dann könnt ihr ihn mit [Entf] rauskicken.

(Via Raschix)

linus-linux

29. März 2014
von Christoph
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Linus Torvalds stellt auf ZDTV Linux und Redhat vor… 1998

Meine erste Begegnung mit Linux war wahrscheinlich mit Suse 6.3 oder 6.4, von daher ist es durchaus mal interessant ein wenig zurück in die Geschichte zu reisen. Im Video spricht Linus Torvalds mit Leo Laporte und Kate Botello auf ZDTV über Linux und Redhat 5.1. Nicht heute, sondern 1998, also vor über 15 Jahren. Den 500 Pfund-Gorilla Microsoft konnte Linux zwar noch nicht erlegen, doch die Fortschritte sind doch beeindruckend. :)

(Direktlink zum Video)

popcorn-time-icon

28. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

Popcorn Time bleibt mit der Version 0.2.8 weiter am Ball

Die Geschichte rund um Popcorn Time bleibt nach wie vor sehr spannend. Nachdem das auf BitTorrent basierende Videostreaming-Tool einen heißen und vielerorts verbloggten Start hingelegt hat, wurde es ein kleines wenig stiller, seitdem die ursprünglichen Popcorn-Time-Entwickler das Handtuch geworfen und die Weiterentwicklung des … Weiterlesen

maxthon-logo

27. März 2014
von Christoph
3 Kommentare

Maxthon veröffentlicht seinen Browser jetzt auch für Linux

Firefox, Chrome, Opera, Chromium, Midori, Epiphany oder Uzbl? Die Browser-Welt unter Linux ist riesig und wächst nach wie vor noch regelmäßig an. Mit dem offiziellen Release des Maxthon Cloud Browsers für Linux bekommt ihr nun eine Option mehr unter Linux zu surfen. Das “besondere” an Maxthon ist wohl, dass der Browser ähnliche wie Chrome Tabs, Bookmarks und Downloads über das Netz synchroniseren kann — ohne aber dass Google dabei ins Boot geholt werden muss. Allerdings stammt der Browser aus einer chinesischen Software-Schmiede. Treibt man daher den Belzebub mit dem Teufel aus? Neben der Version für Linux gibt es den Browser auch für Windows, MacOS X, iOS, Android und Windows Phone. Praktisch sind auch die von Haus aus enthalten Mausgesten, die sich mit der rechten Maustaste aktivieren lassen.

Den Maxthon Browser gibt es jetzt auch offiziell für Linux.

Ins Netz geladene Passwörter und Logins werden browserseitig mit AES256 verschlüsselt, so dass mehr Privatsphäre als bei Chrome geboten wird. Da der Browser zum Teil auf Chromium basiert und Webkit nutzt, können aber auch Chrome/Chromium-Erweiterungen eingebunden werden, ein Adblocker wird etwas gleich beim ersten Start aktiviert. Allerdings ist Maxthon nicht quelloffen, die Anwendung ist klassische Freeware, hat sich aber wohl in China bereits 30 Prozent des Browserkuchens einverleibt.

Da der Browser auf Chromium und Webkit aufbaut unterstützt er auch Chrome-Erweiterungen.

Maxthon bekommt man direkt von der Homepage des Projekts, für Linux werden 32- und 64-Bit .DEB- und .RPM-Pakete angeboten, wie auch .tar.gz-Archive zum händischen entpacken, die sich auf allen Linuxen starten lassen. Wer mit Arch Linux unterwegs ist, der kann sich den Weg auf die Homepage sparen, das AUR-Paket maxthon-browser schaufelt euch Maxthon ohne Umwege direkt auf den Rechner. Wer eine der Alpha- oder Beta-Builds auf dem Rechner hatte, sollte die aber wohl vorher deinstallieren.

(Quelle: Maxthon Forum, Via: Reddit)

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google-music

27. März 2014
von Christoph
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Google Music bietet jetzt Musik-Uploads direkt aus dem Browser, Ordnerüberwachung und einen Mini-Player… aber nur für Chrome

Für Linuxer und eigentlich auch auf allen anderen Systemen war der Google Music immer ein wenig nervig. Erstens musste zum Upload eigener Titel immer ein extra Upload-Manager aus dem Netz laden und installieren und zweitens gab es auch keinen kleinen Player, … Weiterlesen

gnome-update

27. März 2014
von Christoph
7 Kommentare

GNOME 3.12 geht heute an den Start, Live-CD ist schon verfügbar

Alle halben Jahre präsentieren die GNOME-Entwickler eine neue Version ihrer Desktopumgebung. Heute ist es mal wieder soweit, GNOME 3.12 wird in die Freiheit entlassen. Schaut man sich ein wenig in den Release Notes der neuen GNOME-Version um, dann lassen sich zahlreiche Neuerungen bei der in GNOME enthaltenen Software entdecken. Wer sich möglichst schnell informieren möchte, der schaut sich am besten das offizielle Video zu GNOME 3.12 an.

(Direktlink zu YouTube)

Mit “Software” wurde das Package-Kit-Frontend zur Installation von Programmen nochmal überarbeitet, Totem aka Videos, gedit und der Sound Recorder aka Tonaufnahme haben einen komplett neuen Look bekommen und mit Protokolle und Polari gibt es ganz neue offizielle GNOME-Anwendungen. Protokolle ist z.B. unter Arch Linux sehr nützlich, da sich mit dieser Anwendungen die binären Systemd-Logs einsehen lassen und mit Polari enthält GNOME in Zukunft auch einen offiziellen IRC-Client.

Bis GNOME 3.12 bei euch aufschlagen wird, dauert es natürlich noch ein bisschen. Als Arch-User bekommt man die neue Version der Desktopumgebung automatisch frei Haus geliefert, sobald die Paketbetreuer entsprechende Pakete geschnürt haben. Ubuntu-User müssen dagegen wohl selber aktiv werden, selbst Ubuntu 14.04 wird nichts von GNOME 3.12 enthalten, sondern kombiniert nur eine recht krude Mischung aus GNOME 3.6, 3.8 und Teilen aus GNOME 3.10. Wer aktuellere GNOME-Bestandteile installieren möchte, der muss auf das GNOME3-Team-PPA hoffen.

$ sudo add-apt-repository ppa:gnome3-team/gnome3
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install gnome-shell ubuntu-gnome-desktop

Wer das PPA schon auf seinem Rechner hat, der muss “nur” noch seine Pakete aktualisieren — Noch enthält das PPA jedoch nichts aus GNOME 3.12 und auch generell halte ich es nicht gerade für dienlich das halbe OS über ein PPA zu aktualisieren. Als GNOME-User habe ich schon lange vor Ubuntu kapituliert und bin unter anderen aus diesem Grund zu Arch Linux gewechselt. Wer die aufwändigerer Installation scheut und dennoch ein aktuelles Linux mit GNOME als Desktopumgebung sucht, der wird wahrscheinlich auch bei Fedora glücklich.

$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Möchte man einfach nur mal in GNOME 3.12 reinschnuppern, dann ist es wohl das beste sich schnell die GNOME-3.12-Live-CD zu holen. Das ISO-Image passt leider nicht mehr auf eine CD, von daher müsst ihr es entweder auf eine DVD brennen oder am besten gleich auf einen USB-Stick schieben — Macht bei einer Test-Version sowieso mehr Sinn.

windows-fail

25. März 2014
von Christoph
8 Kommentare

Uops, Microsoft-Homepage erkennt Linux als Windows 8.1

Hab gar nicht bemerkt, dass ich mein System platt gemacht und Windows 8.1 installiert habe. Wo sind denn nun die ganzen Kacheln über die alle schimpfen? ;) Das Ganze funktioniert übrigens ohne Getrickse wie dem Ändern des User-Agents eures Browsers. Auch der Browser ist egal, Firefox und auch Google Chrome liefern Windows 8.1 als Ergebnis. Microsoft ist anscheinend nicht einmal in der Lage eine ordentliche Browserweiche zu schreiben…. So, jetzt darf der Troll wieder in seine Höhle.

Microsoft erkennt Linux als Windows 8.1

(Via Reddit)