Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Meine fünf Cent wie es mit dem eigenen Blog was wird

Aus dem Nähkästchen: Rat und Tat zum Bloggen

| 22 Kommentare

Ich habe in der letzten Zeit einige Anfragen bekommen, was man denn so alles beim Bloggen beachten sollte, welche Erfahrungen ich denn so gemacht habe, was ich meine falsch oder richtig gemacht zu haben, wie man denn die Reichweite eines Blogs erhöhen könnte usw. Auf Linux und ich habe ich sicherlich nicht den Stein der Weisen gefunden, doch das Blog hat über die Jahre hinweg eine tolle Community gefunden, die treu mitliest – vielen Dank dafür! – von daher versuche ich einfach mal zu rekapitulieren, was ich im Laufe der Zeit gemacht habe, was sich auszahlte und was vergebener Aufwand war. Vielleicht kann ja der eine oder andere Blogger davon profitieren und für den Rest, ist es eventuell ein interessanter Blick hinter die Kulissen.

Kapitel 1: Die Themen

Such dir dein Thema

Die meisten Blogs werden von ein oder vielleicht mal zwei Autoren in der Freizeit betrieben. Neben dem “Daytime-Job” bleibt da nicht viel Zeit über Alles und Jedes zu bloggen. Ich persönlich meine daher, dass man sich auf ein Thema beschränken sollte. Blogge über das, was dir Spaß macht, wo du Kompetenzen hast, das bindet in meinen Augen die Leser langfristig.

Ist dein Blog ein bunter Themenmix, dann ziehst du vielleicht den einen oder anderen Google-Sucher mehr auf dein Blog, doch treue Leser, die regelmäßig vorbeischauen, deinen Feed abonnieren und auch mal kommentieren, wirst du in meinen Augen so viel schwerer finden. Besucher, die über Suchmaschinen zu dir gefunden haben, sind ein scheues Volk. Haben sie die nötige Info gefunden, dann kommen sie nur sehr sehr selten wieder.

Der wichtigste Punkt ist jedoch die schon angesprochene Kompetenz. Deine Leser werden merken, wenn du über Dinge schreibst nur weil sie irgendwie cool, angesagt oder teure Keywords versprechen. Ich will dir nicht den Spaß am bloggen nehmen, aber es geht ja eben um die Frage Stammleser zu gewinnen, und die bekommst du eben nicht einfach nur durch einfache Beiträge.

Ein Blog ist kein News-Magazin

Ich persönlich versuche eigene Inhalte zu schaffen und nicht das zu berichten, was sowieso überall steht. News zu verwursten ist billiger und schneller Content für das Blog, es ist verlockend sich auf die Nachrichten zu stürzen, doch wenn die Nachricht nicht exklusiv ist, dann interessiert sie schnell niemanden mehr.

Du schaffst dir mit Nachrichten alleine keine treuen Leser, bleiben die News irgendwann mal aus – was gut passieren kann, denn das immerwährende Stöbern nach Nachrichten kostet mehr Zeit als man denkt – dann gerätst du schnell in Vergessenheit und deine Besucher bleiben aus

Nicht immer halte ich mich an diese Regel, aber selbst wenn ich mal “nur” eine News verarbeite, dann versuche ich ihr meine Meinung beizufügen oder sie etwas auszubauen. Von daher würde ich sagen: Schuster bleib bei deinen Leisten, ein Blogger hat den Vorteil persönlich schreiben zu können bzw. zu dürfen. Nutze diesen und schreib über das was dich interessiert, was dich bewegt, was du geschaffen hast und überlasse die Nachrichten den Redaktionen.

Kapitel 2: Die Technik

Suchmaschinenoptimierung

Obwohl Google für mich ein sehr wichtiger Traffic-Lieferant ist – über Google kommen rund 1/3 aller Besucher auf die Seite – habe ich persönlich noch nie etwas in dieser Richtung gemacht. Ich versuche ordentliche Überschriften zu finden, tagge meine Beiträge und nutze an sich nur den gesunden Menschenverstand. Wenn man seine Inhalte ordentlich aufbereitet, dann findet Google einen in meinen Augen auch meist interessant genug, um ordentlich gelistet zu werden.

Im bin mir allerdings auch sicher, dass man durch SEO mehr herausholen könnte, doch der Aufwand ist es in meinen Augen nicht wert. Ein Blog ist meist eine One-Man-Show, investiere deine Zeit lieber in das Schreiben toller Beiträge, die von anderen Blogs eventuell aufgegriffen werden. So gibt es ordentliche Backlinks und das Google Ranking steigt nachhaltig.

Aber auch hier möchte ich euch die Sätze von oben in Erinnerung rufen. Wer über eine Suchmaschine zu dir findet, der wird nur selten, ganz GANZ selten ein Stammleser deines Blogs. Konzentriere dich daher auf die Inhalte deines Blogs, dann kommen auch die treuen Leser.

Soziale Netze

Das Blog ist bzw. ich bin auf Google+, auf Facebook, Twitter und Identi.ca. Aber ehrlich gesagt bin ich ein ziemlich fauler “Social-Media-Mensch”. Ich komme mit Facebook nicht klar, Twitter und Identi.ca sind in meinen Augen langweilig. Von daher nutze ich diese Medien auch nicht wirklich intensiv. Die Facebook-Seite ist nur ein Newsticker für diejenigen, die keinen Feedreader benutzen möchten. Auf Twitter/Identi.ca versuche ich ebenfalls die neuen Beiträge anzukündigen. Nur bei Google+ finde ich mich halbwegs zuhause. Keine Beschränkung auf 140 Zeichen, keine vollkommen überladene Seite wie Facebook.

Von daher kann ich diesbezüglich auch kaum aus dem Nähkästchen plaudern. Allerdings darf man die Netze nicht unterschätzen. Der eine mag eben Facebook, der andere Twitter und der Dritte eben seinen Feedreader. Die Feeds auf die entsprechenden Seiten weiterzuleiten ist daher sicherlich nicht die dümmste Idee.

Blog-Charts und -Rankings

Wer meint durch gute Rankings bei Topblogs, Blogscoop, Bloggerei und Co. Leser gewinnen zu können, dem muss ich leider einen Dämpfer verleihen. So wie auch Valentin von picomol.de festgestellt hat, sind diese Verzeichnisse völlig sinnlos, man erhält praktisch gar keine Besucher.

Diese Charts sind eigentlich nur reine Bauchpinselei für des Bloggers Ego, vielleicht bekommen die Top10 ab und an ein paar Besucher über diese Charts. Aber wer auf Seite 5 steht, der kann sich das Ganze gleich sparen. Warum habe ich aber dennoch zwei dieser Buttons auf der Seite? Der Grund ist relativ simpel, ich möchte eine öffentliche unabhängige Zählung der Besucherzahlen. So können potentielle Werbekunden direkt und unverfälscht sehen wie viele Besucher nun tatsächlich auf das Blog kommen.

Kapitel 3: Die Leser

Blog-Aggregatoren

Hier komme ich zu einem sehr kontroversen Thema. Speziell im “Linux-Blogger”-Umfeld sind die Planeten sehr beliebt. Viele von euch werden planet.debianforum.de, planet.ubuntuusers.de oder die Planetenblogger kennen. Für die Leser ist das eine tolle Sache, an einer zentralen Stelle konzentriert finden sie eine ganze Reihe von interessanten Blogs. Auch für Blogger ist der Planet natürlich toll, auf einen Schlag bekommen die auf dem Planet erschienenen Beiträge deutlich mehr Aufmerksamkeit. Allerdings haben die Planeten aber auch einige Nachteile, die ich am eigenen Leibe erfahren durfte.

Die Leser des Planeten lesen den Planeten, aber nicht dich: So entsteht eine Community rund um den Planeten, die am einzelnen Blog nur wenig Interesse hat. Die Planetenleser sind nie deine Leser, sie kommen nur ab und an bei dir vorbei, um einen Kommentar zu hinterlassen. So fällt es schwer eine echte, an deinem Blog und dir interessierte, Community zu formen.

Es bildet sich auch eine gewisse Gruppendynamik heraus: Ist ein Thema gerade heiß, dann trudeln natürlich auch in kurzen Abständen entsprechende Beiträge rein. Spätestens beim dritten Beitrag zum Thema sind manche Planet-Leser gelangweilt und lassen dich das auch als Kommentar wissen. Du fängst daher irgendwann mal an dich selbst zu zensieren oder die Beiträge nicht mehr auf den Planeten zu schicken, doch das war ja auch nicht Sinn der Sache.

Letztendlich führt das Ganze dazu, dass sich Blogs irgendwann mal von den Planeten wieder trennen. Auch ich habe diesen Schritt gemacht und habe es nicht bereut.

Konzentriere dich nicht nur auf’s Netz

Manche wollen es gar nicht mehr glauben, aber es gibt noch ein Leben und damit auch Leser abseits des Internets. Die so oft totgeglaubte und als Totholzpresse verschrieene Presse lebt und auch dort – in der Offline-Welt – gibt es Leser, die das was du schreibst interessieren könnte.

Viele Magazine haben eine Autorenspalte- oder einen entsprechenden -Kasten, dort kannst du Hinweise zu deinem Blog einbauen. Wenn die Leser deinen Artikel interessant fanden und den Hinweis auf das Blog entdecken, dann hast du mit Sicherheit schnell ein paar Stammleser mehr.

Von daher mein Tipp: Viele Zeitungen und Zeitschriften arbeiten mit externen Autoren. Fass dir ein Herz und bewirb dich als freier Autor! Stell vielleicht ein kleines Portfolio mit deinen besten Artikel zusammen und schick das mit einem Themenvorschlag – oder gar einem komplett ausgearbeiteten Artikel – an die Redaktion. So sind bei mir zahlreiche Artikel für Zeitschriften entstanden und ich denke auch, dass der eine oder andere Leser so zu mir gefunden hat.

Kapitel 4: Die Früchte der Arbeit

Anzeigen

Das Thema “Geld verdienen im Internet” wird an allen Ecken und Enden auf zahlreichen Blogs und Foren diskutiert. Eines kann ich dazu sagen: Als “Fach-Blogger” wird man mit Sicherheit nicht reich und der geleistete Aufwand steht in keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit. Ich betreibe das Blog aus Liebe zum Hobby, aber nicht als Beruf.

Was bringen also die Anzeigen? Im Netz gibt es zahlreiche Werbeanbieter. Ich habe einige durchprobiert, doch die einzigen, die bisher einen relevanten Betrag ausgeschüttet haben sind die dynamischen Werbebanner von Googles Adsense, Affiliate-Netzwerke wie Amazon Partnernet und das eBay Partner Netzwerk und direkte Vermarktung des Blogs an Werbepartner. Alles andere hatte nach ein, zwei Wochen vielleicht gerade mal ein paar Cent gebracht, in meinen Augen sind die Experimente mit den restlichen Werbenetzwerken vergebene Lebenszeit.

Google Adsense: Ich habe keine Lust die Seite mit Werbung vollzukleistern, von daher gibt es – so hoffe ich doch – nur ein paar halbwegs dezente Werbebanner. Die Anzeigen bringen in meinem Fall so etwa ein Euro pro Tausend Seitenaufrufe. Traurig aber wahr, aber mehr ist vermutlich im Technik-Bereich nicht zu holen.

Affiliate-Netzwerke: Amazon Partnernet und das eBay Partner Netzwerk funktionieren ebenfalls ganz gut, allerdings bin ich mir bewusst, dass sie ein zweischneidiges Schwert sind. Die Textlinks zu Amazon/eBay-Artikel funktionieren ganz brauchbar, allerdings markiere ich sie für gewöhnlich, so dass die Werbung klar zu sehen ist. Die restlichen Features dieser Netzwerke (Produktkarusell, Widgets und Co.) haben mir nie auch nur einen Cent eingebracht, ich würde auf sie verzichten.

Direktvermarktung: Mit den hier auf Linux und Ich erreichten Abrufzahlen habe ich das Glück, dass es in der Tat Unternehmen gibt, die direkt Anzeigen hier schalten möchten. Allerdings möchte ich hier nicht Mondpreise fordern, im Endeffekte berechne ich das, was mir bei Adsense verloren geht. Ich persönlich hab lieber perfekt passende Anzeigen auf dem Blog, als irgendwelche per Algorithmus bestimmten Anzeigen für Nonsense-Artikel.

Und noch was zum Thema Geld: Bedenkt, dass Ihr eure Einnahmen versteuern müsst! Als Studi mit einem 400 Euro Job könnt ihr die Auszahlungen (so lange ihr im Jahr insgesamt unter dem Grundfreibetrag von aktuell 8004 Euro bleibt) 1:1 in die eigene Tasche stecken, aber darüber will Papa Staat seinen Anteil haben!

Mir persönlich dienen die durch das Blog generierten Einnahmen dazu zum einen die Kosten zu decken, und zum anderen das eine oder andere Gadget zu kaufen, das ich mir eigentlich sonst nicht leisten würde. So ergeben die Einnahmen von heute oft die Themen von morgen.

Besucher

Um nun endlich ein Ende zu finden, versuche ich den Kreis letztendlich zu schließen. Ein Blog will geduldig betrieben werden. Linux und Ich hat Jahre gebraucht, bis es irgendwann mal eine wirklich spürbare Besucheranzahl gegeben hat.

Nur die wenigstens Blogger haben das Glück und das Gespür – und meist auch eine prominente Starthilfe – dass ein Blog sofort einschlägt und man von Null auf Hundert durchstarten kann. Schreibt oft, schreibt kreativ, schreibt kompetent, dann hat eigentlich jedes Blog seine Chance auf eine aktive Community.

Und die ist auch der eigentliche Lohn der Arbeit: Ich bin sehr happy darüber, dass es schon seit Jahren treue Leser des Blogs gibt und immer wieder Kommentatoren neuen Ideen und Verbesserungen liefern. Das ist meine Motivation das Blog zu betreiben :)

Vielen Dank für die Geduld :)
Christoph

(Bildquelle: Flickr, CC-BY, owenwbrown)

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

22 Kommentare

  1. Hübscher Artikel, danke dir dafür!

    Ich sehe das im Wesentlichen genauso wie du. Die Werbeeinahmen im Blog sind ganz nett, wenn sie die Ausgaben für dieses Hobby begleichen, mehr aber auch nicht. Das was mich am Bloggen hält ist das Feedback, das man in Form von Besucherzahlen und vor allem Kommentaren erhält. Das bestätigt die teilweise stundenlange Arbeit für manche Artikel und motiviert auch für zukünftige Artikel.

    Im Laufe der Zeit bekommt man auch eine Art Gespür für den Schreibstil und die möglichen Reaktionen. Dennoch macht es besonders Spaß, wenn ein Artikel im Blog mal größere Wirkung erzielt als man eigentlich erwartet hat.

    Ich denke, dass viele Blogger ihr Hobby nach spätestens 5 Monaten deswegen an den Nagel hängen, weil sie ihren Einfluss, oder ihre Aufmerksamkeit überschätzt haben. Man ist hochmotiviert und bloggt quasi täglich, doch die Besucherzahlen bleiben aus. Wie du schon sagtest dauert es eine gewisse Zeit, bis die Besucherzahlen steigen. Für die meisten Blogneulinge geht das nicht schnell genug, weswegen sie bald wieder aufgeben. Ein Planet ist von daher eine ganz gute Einrichtung. Man hat eine Plattform auf der man sich präsentieren kann. Auch wenn es nur „Planetleser“ sind, hat man eine Bühne mit regelmäßigen Besuchern. Das ist eine super Chance um sich einen Ruf aufzubauen.

    Wenn man sich dann an die anderen Grundsätze hält (du hast einige aufgezählt: Kreativität, Kompetenz…) hat man die Möglichkeit, sich von den anderen Blogs abzugrenzen und so Stammleser zu gewinnen. Man entwickelt so eine Art Persönlichkeit, die in den Artikeln auch wiedererkennbar ist. Dadurch werden die Beiträge individuell und dadurch besser. Ich denke, dass auch du so den Sprung geschafft hast. Wenn es einmal am Rollen ist, geht der Rest fast von alleine – man erhält Stammleser, die wiederum zum Bloggen animieren. Bis man jedoch soweit ist, ist es ein langer und steiniger Weg.

    Viele Grüße, Benni

  2. Sehr guter Artikel. Ich zähle erst seit Kurzem zur RSS-Leserschaft, freue mich aber immer über Neues von dir.

    Zur Zeit starte ich ein weiteres Blog, nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit mein privates betreibe und für ein paar andere Webseiten, Blogs und social media accounts zuständig bin und das neue Blog, wird sich um Bloggen drehen. Klingt erstmal doof, weil das Meiste was ich dazu gesehen habe im deutschen Netz wirklich grausam ist. Der Artikel hier spricht mir aus der Seele und dafür wie ich’s machen will. Für eine Community, nicht für die Hits.

  3. Joa, besonders Kapitel 1 halte ich für extrem wichtig. Daher hätte ich es begrüßt, wenn auch noch etwas über die seltsame Praktik kommt, dass Wiki-Artikel (ob nun Wikipedia oder UU-Wiki oder sonst eins) oft so gut wie nur abgeschrieben und dann als How-to verkauft werden, statt diese Zeit und Arbeit in eben die jeweiligen Wikis zu stecken.

  4. Hi Christoph,

    vielen Dank für die Infos! Gerade den Tipp mit den Fachmagazinen finde ich sehr wertvoll und werde ihn möglicherweise auch einmal ausprobieren. Allerdings hast du sogar bei deinen “frühen” Artikeln Kommentare, die teilweise kurz nach deren Veröffentlichung geschrieben wurden.

    Gegen “Planet Ubuntuusers” spricht außerdem noch, dass diese den vollen Text im RSS-Feed sehen möchten. Das spricht gegen Blog-Autoren, da diese ja ein Interesse haben, Besucher auf ihre Seite zu locken. Ohne “hier weiterlesen” ist das wohl nur schwer möglich. Und der einzige Planet, in dem ich noch zu finden bin, ist leider kaputt (von meinem Hoster, http://www.schokokeks.org).

    Auf Werbung verzichte ich derzeit noch bewusst, um potentielle Leser und Abonnenten nicht abzuschrecken, bevor sie sich inhaltlich eine Meinung gebildet haben. Frühester Zeitpunkt für Werbung ist bei mir der Tag, an dem ich stabil über 600 Zugriffe pro Tag erreicht habe.

    Google+ und Twitter habe ich noch nicht mit meinem Blog verlinkt (zumal ich gar kein Twitter nutze). Ob es sich lohnt? => Frage an die anderen Leser!

    Vielen Dank noch einmal!!
    Ben

  5. Vielen Dank Christoph für diesen wertvollen Artikel. Ich stimme Dir mit allem zu, am wichtigsten ist für mich jedoch der letzte Satz, der Deine eigentliche Motivation beschreibt.

    Für mich ist es wichtig, in Dialog zu treten, daher schreibe ich über Themen, die mir gerade in den Kopf kommen. Damit habe ich nicht die Leserzahlen, die Du mit einem monothematischen Blog “generierst”, aber ich freue mich über überdurchschnittlich viele Kommentatoren.

    Da ich das Blog voll und ganz als Hobby sehe, verzichte ich auf Werbung und andere Möglichkeiten der Fremdfinanzierung.

    Ich hatte einen Test mit Flattr, den aber aus mehreren Gründen wieder aufgegeben. Amazon Affiliate Links nutze ich auch, aber mehr um rechtliche Sicherheit in Bezug auf die Produktphotos zu bekommen.

    Wenn ich versuchen wollte, hohe Geldeinnahmen und Besucherzahlen zu generieren, würde ich mein Blog nicht so führen, wie ich es derzeit mache. So, wie es ist, gefällt es mir.

  6. Hi,

    Ich bin auf Deinen Blog über den Ubuntu-Planeten gestoßen. Als Du da noch drin warst, habe ich wesentlich öfter auf Deinen Blog geklickt (ich nutze keine RSS-Feeds), als jetzt. Und ich finde es total schade, dass die Dich und andere “rausgeschmissen” haben. So fehlen dem Planeten wirklich wunderbare Beiträge. Für mich war/ist es einfach wunderbar in den Planeten zu schauen und gesammelte Beiträge in einen ansprechenden, übersichtlichem und einheitlichen Layout zu lesen. Ich wurde dadurch immer wieder an Deinen Blog erinnert und hab mal drauf geschaut, um zu sehen, was es da sonst noch gibt – sicherlich eine vielleicht ungewöhnliche Vorgehensweise, aber eben auch eine Vorgehensweise.

    lg

    • Hallo micha,

      ich hab mich selbst auch lange geweigert, einen Feed-Reader zu nutzen. Allerdings kann ich heute fast nicht mehr ohne. Ich hab wirklich sehr viele Blogs abonniert, lese stattedessen etwas weniger auf Mainstream-Nachrichtenseiten. Es ist einfach unterhaltsamer und spannender, etwas persönlich gefärbte Artikel zu lesen. Man bekommt einen sehr guten Einblick darüber, wie denn irgendetwas (sei es eine Nachricht oder was weiß ich) bei den Menschen in aller Welt ankommt. Hast du dich erstmal an deinen Reader gewöhnt, ist es ein Leichtes, neue Blogs und Seiten hinzuzufügen – und so nichts mehr zu verpassen. Natürlich werden sich mit der Zeit auch Seiten sammeln, deren Artikel dich eigentlich gar nicht interssieren. Dann heißt es: Raus damit aus dem Reader – und Konzentration auf die interessanten Dinge.

      Noch ein klein wenig Eigenwerbung, wenn das gestattet ist: Kennst du schon ubuntnews.de? Das ist ein Miniprojekt meinerseits. Hier sind sowohl alle Blogs vom ubuntuusers-Planet als auch andere, teilweise noch eher unbekannte Blogs (aber auch größere Newsseiten) rund um die Themen Ubuntu, Linux und OpenSource eingetragen. Es werden nur die Titel der Seiten angezeigt, sodass jeder Blogger auch die Besucher abbekommt, die er verdient. Vor allem noch recht junge Blogger freuen sich darüber, dass über die Seite ein paar Benutzer auf ihren Blog finden.

      Gruß Valentin

    • “Für mich war/ist es einfach wunderbar in den Planeten zu schauen und gesammelte Beiträge in einen ansprechenden, übersichtlichem und einheitlichen Layout zu lesen.”

      Genau das leisten aber doch auch Feedreader. Die Formulierungen “ich nutze keine RSS-Feeds” und “ich hab mich selbst auch lange geweigert, einen Feed-Reader zu nutzen” (von Valentin) klingen fast so, als gebe es verbreitete ideologische Einwände gegen Feedreader, die mir bislang entgangen sind?

      • “Die Formulierungen “ich nutze keine RSS-Feeds” (…) klingen fast so, als gebe es verbreitete ideologische Einwände gegen Feedreader, die mir bislang entgangen sind.”

        Nein, so ist das nicht. Es ist einfach eine Dokumentation der Sachlage. Für mich ist es einfach angenehmer so vorzugehen, wie ich es mache (z.B. spielt dabei eine Rolle, dass ich keine Lust habe mich in das Thema RSS-Feeds einzulesen, bzw. dass das Layout bzw. das Vorgehen um die zu lesen, mir nicht so gut gefällt. Das ist alles :)

        Micha

  7. Hallo Christoph, wirklich ein guter Artikel!

    Ich persönlich hab in meinem Blog auch Werbung eingebunden, versuche aber, diese halbwegs dezent zu halten. Manchmal ein paar Euro einnehmen, kann schon für ein bisschen Motivation sorgen, auch wenn, wie du selbst geschrieben hast, die Einnahmen in gar keinem Verhältnis zum Aufwand stehen.

    Der Hauptgrund, warum ich einen Blog betreibe, ist aber die Möglichkeit, meine Meinung zu gewissen Themen zu veröffentlichen, um Interessierte zu informieren und vor allem um mit Lesern über die Kommentare in Kontakt zu kommen. Und ich glaube, damit bin ich nicht alleine da. Ich denke, dass die meisten Blogger sich über Kommentare freuen, egal welcher Art.

    Ein Grund, warum ich den Planeten verlassen habe war, wie du auch bereits geschrieben hast, dass sich einfach keine richtige Community um meinen Blog gebildet hat. Die Leser kommen alle vom Planeten auf neue Beiträge. Artikel, die nicht im Planeten landen werden kaum gelesen, ältere Artikel sowieso nicht. Ich bereue meinen Ausstieg nicht und bin sehr zufrieden, wie sich das Ganze dieses Jahr entwickelt hat.

    Gruß Valentin

  8. Hallo Christoph,

    vielen Dank für den schönen Artikel und ich kann dir in allem nur zustimmen.

    Ergänzend würde ich noch zu deinem Punkt “Konzentriere dich nicht nur auf’s Netz” sagen, dass es nicht unbedingt Artikel in (Fach)Zeitschriften sein müssen, die Leser als Stammleser binden können. Auch das Engagement in einer Community kann dazu beitragen. Bei uns wäre das z.B. in einer Linux-Community: Vorträge halten, Workshops geben, Boot- oder Barcamps oder wie das alles heißt organisieren, lokaler Ansprechpartner sein etc. Bei einem Öko-Blog wäre die Community dann eine andere.

    Außerdem kann ich noch Dirks Kommentar unterschreiben, weil er eine gute Ergänzung zu deinem ersten Punkt ist: “Wenn ich versuchen wollte, hohe Geldeinnahmen und Besucherzahlen zu generieren, würde ich mein Blog nicht so führen, wie ich es derzeit mache. So, wie es ist, gefällt es mir.” Es kommt nicht nur auf das Thema, sondern auch auf die Zielsetzung des Blogs an.

    Viele Grüße
    Christian

  9. Also der Sinn von Blogverzeichnissen ist meines Wissens nach nicht, dadurch viele Besucher zu erhalten, sondern das Suchmaschinenranking zu verbessern.

  10. Moin Christoph,

    danke für den interessanten Artikel, habe einige Aspekte für mich mitnehmen können und werde die denke ich auch in Zukunft umsetzen.

    Grüße

  11. Du verwendest ja auch Flattr — so unbedeutend, dass man es im Artikel nicht erwähnen braucht? :-)

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  15. Die Wahrheit ist nun manchmal hart. Hier wird wohl so manchem Blogger “ein Zahn gezogen”. Zum Beispiel beim Thema “Geld verdienen mit Blogs”.
    Ein interessanter Tipp ist der Hinweis auf die “Autoren-Spalte” in vielen Magazinen. Vielen Dank!

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