Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Dyn (ehemals DynDNS) macht Login alle 30 Tage zur Pflicht. Alternative? Selfhost.de

22. Mai 2013
von Christoph
15 Kommentare

Dyn (ehemals DynDNS.org) macht Login alle 30 Tage zur Pflicht. Alternative? Selfhost.de

Die E-Mail von Dyn oder früher einmal dyndns.org liegt schon eine Woche in meinem Postfach. Aber erst jetzt komme ich dazu mich ein bisschen um das Topic zu kümmern. Dyn nutze ich schon seit Urzeiten als DynDNS-Anbieter. Der Dienst löst einen Domain-Namen wie “beispiel.dyndns.org” zur eigenen Internet-IP auf, so dass man trotz dynamischer IP-Adresse des Internet-Anbieter jederzeit aufs eigene Serverchen zuhause zugreifen kann. In vielen Routern ist ein entsprechender DynDNS-Client bereits eingebaut. Den meisten hier dürfte ich dabei nichts neues erzählen.

Starting now, if you would like to maintain your free Dyn account, you must log into your account once a month. Failure to do so will result in expiration and loss of your hostname. Note that using an update client will no longer suffice for this monthly login. You will still continue to get email alerts every 30 days if your email address is current.

We understand that the possibility of resulting service interruptions may be frustrating, so we are offering a transition upgrade offer to VIP status (Dyn Pro) for just $10 USD for the first year. Under this status, login will not be required and service will remain uninterrupted for an entire year.

Wer bei Dyn einen Account und die E-Mail aber vorschnell kompostiert hat, sollte also nochmal genauer nachlesen. Dyn zieht nun aber langsam die Daumenschrauben an, um den Dienst zu monetarisieren. Seit einiger Zeit muss man schon dafür sorgen, dass seine DynDNS-Adresse spätestens nach 30 Tagen aktualisiert wurde, heißt es nun: Bitte mindestens einmal alle 30 Tage bei dny.com einloggen.

Wer das Login verpasst, muss den DynDNS-Domainnamen neu anlegen — wenn er nicht schon von jemand anderen reserviert wurde. Entgehen kann man dem nur, wenn man für 25 US-Dollar im Jahr (im ersten Jahr werden nur zehn Dollar fällig) auf einen DynDNS-Pro-Account wechselt. Neben zusätzlichen Features, sichert ihr eure DynDNS-Domains auch ohne lästiges Login.

Selfhost übernimmt ohne Gefummel die Dienste von Dyn.com.

Selfhost übernimmt ohne Gefummel die Dienste von Dyn.com.

Bekannte Alternativen wie etwa no-ip sind da nicht viel weniger umständlich. Bei no-ip.com muss man zum Beispiel in der kostenlosen Variante ebenfalls alle 30 Tage seinen Account bestätigen. Hier darf man für 14,95 US-Dollar im Jahr auf einen “Enhanced Dynamic DNS” umsteigen, um den Aktivitäts-Check loszuwerden.

Wem DynDNS nicht wichtig genug ist, um dafür zu zahlen, aber dennoch nicht jeden Monat einmal Links anklicken oder sich einloggen möchte, muss sich daher eine Alternative suchen. Meine Wahl für einen “Nicht-Nerv-DynDNS”-Anbieter fiel daher auf selfHost.de. Das Erzeugen des Accounts ist zwar ein bisschen umständlich, am Ende sind die Zugangsdaten aber schnell im Router gelanden — die FRITZ!Boxen bringen gleich einen entsprechenden Eintrag mit.

Selfthost wird zum Beispiel von FRITZ!Boxen unterstützt.

Selfthost wird zum Beispiel von FRITZ!Boxen unterstützt.

Über 100 Windows-Programme mit nur einem Klick installieren, fünf Ausgabe den Smart Software Magazins zu verlosen

30. April 2013
von Christoph
50 Kommentare

Über 100 Windows-Programme mit nur einem Klick installieren, fünf Ausgaben des Smart Software Magazins zu verlosen

Fragt man 100 Linux-User was die drei größten Vorteile von Linux sind, dann steht die Paketverwaltung und die dadurch sehr vereinfachte Installation von Software mit Sicherheit 100 mal auf der Liste. Anstatt sich nach der Installation des Systems durch das … Weiterlesen

Wordpress Android

18. April 2013
von Christoph
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WordPress-App für Android mit komplett neuem Look

Habt ihr die WordPress-App für Android bisher gemieden, weil der Anblick einfach zu altbacken war? Gebt der App nun mal eine zweite Chance, mit dem Release der Version 2.3 wurde sie komplett überarbeitet. Sie hält sich nun an die Guidelines zum aktuellen Holo-Stil Androids, hat eine herausziehbare Seitenleiste, nutzt die “Action-Bar” und benachrichtigt nun auch selber beim Eintreffen neuer Kommentare. Auf Push-Nachrichten muss man allerdings noch warten, diese sollen erst in den nächsten Updates nachgerüstet werden. Ansonsten: Alles richtig gemacht! Vielen Dank an alle Entwickler, die an diesem Release gearbeitet haben!

Wordpress für Android wurde komplett überarbeitet.

WordPress für Android wurde komplett überarbeitet.

Wordpress-Blogger mit einem Tablet bekommen eine angepasste Ansicht präsentiert.

WordPress-Blogger mit einem Tablet bekommen eine angepasste Ansicht präsentiert.

Beim Bearbeiten eines Beitrags wird nun das Text-Feld größer,

Beim Bearbeiten eines Beitrags wird nun das Text-Feld größer,

Server-Monitoring unter Android mit Glances und Monyt

16. April 2013
von Christoph
9 Kommentare

Server-Monitoring unter Android mit Glances und Monyt

Wer Server im Internet zu verwalten hat, für den ist es wichtig schnell mal einen Blick auf den Status werfen zu können. Dafür gibt es natürlich einen Haufen professioneller Tools mit allen drum und dran, aber ich finde Glances gerade aufgrund seiner Einfachheit ebenfalls sehr gut. Das kleine Python-Skript hat sich seit meiner Besprechung vor mehr als einem Jahr kräftig weiterentwickelt. Auf meinen Serverchen werfe ich meist auch immer mal kurz Glances an wenn ich mich per SSH einlogge.

Glances auf einem Debian-Server.

Glances auf einem Debian-Server.

Inzwischen gibt es Glances jedoch nicht mehr nur fürs Terminal, das Tool ist flügge geworden und mittlerweile als Glances for Android auch auf dem Smartphone gelandet. So müsst ihr euch nicht erst per SSH einloggen, un den aktuellen Status per Glances zu errfahren. Genauso wie Glances selber ist auch die Glances Android-App Open-Source. Dazu müsst ihr Glances auf dem Server via…

$ glances -s

…im Server-Modus starten, dannach könnt Ihr mit dem Handy auf die von Glances gesammelten Daten in Echtzeit zugreifen. Ihr müsst der Android-App nur die URL bzw. IP des Servers mitgeben. Wer Glances immer bei Booten des Servers gestartet haben möchte, der trägt den Aufruf bei einem Debian- oder Ubuntu-System am besten gleich in die rc.local ein, so läuft der Dienst immer Hintergrund.

Glances für Android ruft die Daten über das im Server-Modus gestartete Glances-Skript ab.

Glances für Android ruft die Daten über das im Server-Modus gestartete Glances-Skript ab.

Und wenn ich gerade beim Thema Server-Monitoring unter Android bin, möchte ich euch kurz noch Monyt vorstellen. Mit der kleinen App lässt sich ein wirklich sehr einfaches Server-Monitoring aufsetzen. Es reicht ein kleines PHP-Skript auf den Webserver zu laden und die URL zur Datei in Monyt zu hinterlegen, von da an holt sich die App alle fünf Minuten die Daten vom Server. Einen Server-Teil mit Datenbank und anderem Pipapo braucht es bei Monyt nicht. Beachtet aber, dass dieser die shell_exec PHP-Erweiterung unterstützen muss, was bei gehosteten Seiten selten geboten wird.

Monyt funktioniert über ein kleines serverseitiges PHP-Skript.

Monyt funktioniert über ein kleines serverseitiges PHP-Skript.

(Bildquelle: CC-BY, Flickr, Bruno Cordioli)

freiesMagazin 04/2013 erschienen

8. April 2013
von Christoph
5 Kommentare

Lesestoff: freiesMagazin 04/2013 erschienen

Gestern ist die Ausgabe 04/2013 des freiesMagazin erschienen. Abseits der üblichen Standards wie zum Beispiel dem Kernelrückblick, geht es diesen Monat um effektives Arbeiten im Terminal, GNOME ohne die GNOME-Shell oder auch um das optimieren von PNG-Dateien. Alle Ausgaben des freiesMagazin stehen unter der CC-BY-SA und können frei verteilt werden. Viel Spaß beim Lesen!

Herunterladen (PDF, 2.68MB)

Wenn ich auch schon beim freiesMagazin bin. Dee und die gesamte Redaktion feierten erst im März das siebenjährige bestehen des Magazins. In den Jahren wurden von 220 Autoren ganze 84 Hefte mit etwa 840 Artikel geschrieben. Starke Leistung und weiter so! Herzlichen Glückwunsch — wenn auch leider etwas zu spät — von meiner Seite! Wenn Ihr Lust am Schreiben habt, dann seid ihr dort immer willkommen!

Am 18. März 2006, also genau vor drei Tagen und sieben Jahren, erschien freiesMagazin, damals noch unter dem Namen „Ikhaya-Newsletter“, das erste Mal. Im Juni 2006 wurde der Newsletter dann zu freiesMagazin umbenannt und im Laufe der Jahres wechselte die Form, das Layout und die Schrift, aber eines blieb immer gleich: freiesMagazin wird von der Community für die Community gemacht.

Seit März 2006 erscheint regelmäßig jeden Monat eine Ausgabe von freiesMagazin – bisher ohne Unterbrechung. Das sind also bereits 84 Hefte, an denen insgesamt 220 Autoren beteiligt waren. Artikel sind um die 840 entstanden, was somit ca. 10 Artikel pro Ausgabe ausmacht. Die Seitenzahlen variieren zwar, aber inhaltlich können wir jeden Monat für fast jeden immer etwas präsentieren.

Vier Stunden WDR-Computernacht über YouTube oder Torrent

8. April 2013
von Christoph
3 Kommentare

Vier Stunden WDR-Computernacht über YouTube oder Torrent

Freitag Nacht werden wohl die wenigsten vier Stunden lang vor der Glotze ausgeharrt haben und sich von Mitternacht bis vier Uhr morgens alte Geschichten aus dem WDR Computerclub und bis zu 40 Jahre alte Beiträge über IT aus den Archiven der ARD angesehen haben. Das Ganze ist dennoch auf jeden Fall nicht unspannend anzusehen, wie auch Spiegel Online zu berichten weiß. Die Sendung findet sich leider nicht in der ARD Mediathek, dafür kann man sie — noch — über YouTube ansehen oder auch über BitTorrent herunterladen.

(Start bei 8:05, Direktlink zu YouTube, Magnet-Link zum Download mit BitTorrent, Via: Netzpolitik)

Mit bessermitfahren.de startet neues Mitfahrgelegenheiten-Portal

4. April 2013
von Christoph
15 Kommentare

Mit bessermitfahren.de startet am 7. April neues MFG-Portal als Alternative zu mitfahrgelegenheit.de

Manch einer wird sich vermutlich wundern, warum es hier im Blog stiller ist als über die letzten Jahre gewohnt. Ein Grund dafür ist, dass ich seit etwa 1,5 Jahren zu den Wochenendpendlern gehöre und aufs Wochenende meist 300 km zu meiner Frau fahre. Um die Kosten dafür halbwegs in den Griff zu bekommen und auch nicht sinnlos alleine durch die Gegend zu zuckeln, verwende ich recht gerne das wohl meist genutzte Mitfahrgelegenheiten-Portal mitfahrgelegenheiten.de. Allerdings spielen die Betreiber in der letzten Zeit kräftig mit der Sympatie der Nutzer: Dine der aktuellen Ideen ist es bei den Fahrten kräftig mitverdienen zu wollen.

Pünktlich zu Ostern möchte mitfahrgelegenheiten.de stolze 11 Prozent vom Umsatz der Fahrer abkassieren. Es ist natürlich nicht verboten für einen bewährten und zuverlässigen Dienst Geld zu nehmen, aber elf Prozent sind — wie es die TAZ und zahlreiche User auf Facebook formulierten — frech. Leidtragende sind zuerst die Mitfahrer, die nun höhere Preise für die Mitfahrt zahlen müssen und am Ende auch die Fahrer, weil die Mitfahrer in Zukunft ausbleiben werden. Einen wirklichen Gewinner kann ich bei diesem Preis nicht finden.

BesserMitfahren.de startet am 7. April.

BesserMitfahren.de startet am 7. April.

Mit BesserMitfahren.de geht am 07. April nun ein weiterer Dienst an den Start. Aktuell gibt es nur einen Countdown, doch laut der Pressemeldung möchte man “als gemeinnützige Alternative zu anderen Wettbewerbern” den User “von kommerzieller Abzocke und Werbung” befreien. “Gebühren zahlen für das Anbieten und Finden von Mitfahrgelegenheiten wird es [...] nicht geben”. Weiter heißt es, dass es “keine Registrierung, keine Bestätigungsvorschriften, keine Fristen, keine Bonitätsprüfung” geben wird. “Anfragen zu eingetragenen Fahrten können wie gewohnt schnell telefonisch, per SMS oder Mail geklärt werden. ”

Zur Gemeinnützigkeit kann ich leider keine Informationen finden, das Impressum gibt aktuell den Entwickler des Dienstes aus, ideal wäre es natürlich wenn man das Projekt einem Trägerverein übergeben könnte und so eine tatsächliche Gemeinnützigkeit schaffen könnte. Aber lassen wir uns mal überraschen, bessermitfahren.de geht in 3 Tagen, 15 Stunden und xx Minuten an den Start, zum Glück bleibt mein Auto aktuell die Fahrt nach Karlsruhe erspart… meine besser Hälfte ist ausnahmsweise bei mir.