Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Ein Rant und seine positiven Folgen, NVidia ist hoffentlich gesprächsbereit.

23. Juni 2012
von Christoph
7 Kommentare

Ein Rant und seine positiven Folgen, NVidia ist hoffentlich gesprächsbereit

Am Ende seines NVidia-Rants wurde Linus noch von einer Studentin zu seinen gelegentlichen Wutausbrüchen gefragt, seine Antwort war: “I like to be outrageous because people who are offended deserve to be offended.” Das Faszinierende an dem Rant ist, dass Linus aufgrund seiner Ausnahmestellung in der Tat damit etwas bewegt, auf einmal kriecht NVidia öffentlich aus seinem Loch und Entwickler stellen sich ihrer Herausforderung. Auf der Mailining-Liste zum Kernel Summit 2012 meldet sich auf einmal ein Entwickler des NVidia-ARM-Treibers:

I would love to attend the kernel summit this year. Firstly, I imagine that I should show up in person to accept the award that Linus gave us a few days back:-) [...] I’m curious what other areas people mightexpect me/NVIDIA to contribute to [...] Are there any new/novel ideas I could take back to NVIDIA to help persuade any kind of opening up?

Ganz egal wie man dazu steht, dass Linux ab und an die Form nicht wahrt und mit einem Lächeln im Gesicht den Stinkefinger in die Kamera reckt. Er bewegt damit mehr, als mit ellenlangen Gesprächen hinter verschlossenen Türen. Die Antwort von Kernel-Entwickler Matthew Garrett ist übrigens ebenfalls interessant: Hört auf am nvidia-Kernel-Treiber zu arbeiten, überlasst dem nouveau-Treiber die Kommunikation mit dem Kernel und schiebt euren proprietären 3D-Treiber in den Userspace.

Stop working on the nvidia kernel driver. The things that you consider trade secrets are almost entirely in your 3D engine. Move your 3D driver to userspace and use nouveau for command submission. It’d still somewhat suck having a closed 3D driver, but it’d be far better than the current situation of having two drivers for the same hardware.

Man kommt also doch irgendwie an einen Tisch, hoffentlich trägt das ganze Früchte und wir haben am Ende einen besseren Support für NVidia-Grafikkarten unter Linux, was doch eine ordentliche Beleidigung so alles auslösen kann.

(Via Reddit)

Die LibreOffice Info-Graphik vom Mai 2012

20. Juni 2012
von Christoph
Keine Kommentare

Die LibreOffice Info-Graphik vom Mai 2012

Nach dem ganzen Knatsch rund um OpenOffice.org, den mangelnden Support von Oracle und der Gründung der Document Foundation, die nun LibreOffice unter eigener Regie fortführt, hat die TDF nun einmal die Zeit Revue passieren lassen und eine Info-Grafik zum Stand der Entwicklung gemacht. Auffällig ist, dass die Zahl der LibreOffice-Hacker nach dem großen Crash und dem Abgang aller Oracle/Sun-Entwickler fast stetig gestiegen ist, die Anzahl der Commits ist allerdings starken Schwankungen unterworfen, was die TDF jedoch als normaler Entwicklung in einem Open-Source Projekt bezeichnet.

Den größten Part hinter LibreOffice stemmen nach wie vor Suse, RedHat und das Heer an freien Hackern. Der Held der ganzen Arbeit ist wohl aber Caolan McNamara, seit September 2010 hat er fast ein Viertel aller Commits in den Quellcode von LibreOffice eingepflegt. In seinem Blog zieht Caolan kurz ein Fazit über seine 8000 Commits über die letzten zwölf Jahre. Er erzählt auch ein bisschen aus dem Nähkästen, als es unglaublich nervig wurde als Nicht-Sun-Mitarbeiter seinen Code ins OpenOffice.org-Projekt zu bekommen.

Die LibreOffice Info-Graphik vom Mai 2012

Cryptocat

19. Juni 2012
von Christoph
3 Kommentare

Verschlüsselter Browser- bzw. App-basierter Chat mit Cryptocat

Neben den marktwirtschaftlich orientierten Datenkraken Google und Facebook, sammeln auch unserer Regierungen immer fleißiger Daten über unserer Kommunikation. Kein Wunder also, dass verschlüsselte Kommunikation immer mehr ein Thema wird, das auch Otto-Normal-User interessiert. Bei einer Recherche zu TorChat, das das Tor-Netzwerk … Weiterlesen

LinuxTag 2012: NAO H25 Roboter für Entwickler und Universitäten

31. Mai 2012 von Christoph | Keine Kommentare

Auf dem LinuxTag 2012 hier in Berlin gibt es ein paar richtige nette Sachen anzusehen, beeindruckend war zum Beispiel der NAO H25 von Aldebaran Robotics. Ein humanoider Roboter mit zahlreichen Sensoren und Aktuatoren, der sich frei programmieren lässt. Bislang richtet sich das Angebot des Startups an Universitäten und Entwickler, später wird es den Robot auch für Endanwender geben. 3010 Euro (Plus Steuer und Versand) sind natürlich kein Pappenstiel, aber woher bekommt man sonst einen humanoiden Roboter mit solchen Leistungsdaten? Ich habe ein paar Worte mit Akim Boukhelif, dem Community-Manager von Aldebaran Robotics gesprochen…

(Direktlink zu YouTube und dem LinuxUndIch YouTube-Kanal)

Ein bisschen mehr Details zum NAO und seiner Open-Source-Basis gab es während der Eröffungsveranstaltung des LinuxTags zu sehen. Laurent Lex spricht dort ausführlich über die Technik und die Software des NAO. Der Vortrag wurde von OpenSUSE TV aufgezeichnet und ins Netz gestellt, ab 3:09 geht der Beitrag richtig los.

(Direktlink zu YouTube)

Infografik: Debian verstehen

31. Mai 2012 von Christoph | 2 Kommentare

Viele Worte muss ich eigentlich nicht verlieren: Geniale Arbeit des brasilianischen Entwicklers Claudio Ferreira Filho. Seine Infografik Debian Verstehen könnt Ihr mittlerweile in verschiedenen Sprachen von seiner Homepage herunterladen. Hier bei mir seht Ihr eine etwas kleinere Version des Bildes auf Deutsch, für die Original-Version schaut am besten auf der Homepage vorbei, das Bild wird dort auch hin und wieder aktualisiert. Die Grafik steht unter der Creative Commons BY-SA-NC Lizenz, so dass das Bild frei verteilt werden darf.

Infografik: Debian verstehen, das universelle Betriebssystem

(Via Open Mind Plus)

ProxMate umgeht IP-Sperren bei YouTube und Co. für Chrome, Chromium und Firefox

25. Mai 2012
von Christoph
16 Kommentare

ProxMate umgeht IP-Sperren bei YouTube und Co. für Chrome, Chromium und Firefox

Im Netz gibt es ja zahlreiche Tools und Erweiterungen um “geogefickte” YouTube-Videos doch noch abspielen zu können. Im Großen und ganzen funktionieren die ganz brauchbar, allerdings nervt mich bei den meisten Lösungen, dass sie nicht “einfach so” funktionieren. Immer muss … Weiterlesen