Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Musik per Google Music Manager zu mehr als nur zwei Accounts hochladen

29. April 2013
von Christoph
1 Kommentar

Musik per Google Music Manager zu mehr als nur zwei Accounts hochladen

Für den Upload von Musik zu Googles Datencloud (insgesamt könnt ihr bis zu 20.000 Songs kostenlos bei Google hosten) braucht es bekanntlich den Google Music Manager, den es neben Windows und MacOS X auch für Linux (als .DEB und .RPM) gibt. Für einen Test-Account habe ich mich beim Music Manager über die Einstellungen aus meinem Account ausgeloggt und die Zugangsdaten des Test-Account eingetragen. Daraufhin meinte Google ganz nett, dass ich das Programm nur benutzen kann, um zwei Accounts von meinem Rechner aus mit Musik zu bestücken. Im Detail lautet die Meldung “Only two accounts can be used per computer”. Zum Glück gibt sich Google nicht all zu viel Mühe den Upload zu anderen Accounts zu blockieren, es reicht die MAC-Adresse zu ändern.

Über die Einstellungen wechselt ihr im Music Manager zu einem anderen Account.

Über die Einstellungen wechselt ihr im Music Manager zu einem anderen Account.

Google erlaubt es dem Google Music Manager nur zu zwei Google-Accounts Musik hochzuladen.

Google erlaubt es dem Google Music Manager nur zu zwei Google-Accounts Musik hochzuladen.

Beendet dazu am besten den Google Music Manager, so dass er auch wirklich nicht mehr im Hintergrund läuft. Löscht danach am besten die Einstellungen des Programms aus eurem Homeverzeichnis. Unter Linux findet ihr die Daten im Unterordner google-musicmanager im versteckten Verzeichnis ~/.config. Per Befehl geht das Löschen schnell von der Hand.

rm -rf ~/.config/google-musicmanager/

Danach gilt es die MAC-Adresse eurer Netzwerkkarte zu ändern. Hier auf meinem Rechner habe ich nur eine “normale” LAN-Karte eingebaut, daher beziehe ich die Anleitung auf “eth0″. Wer über WLAN ins Netz geht, muss wahrscheinlich “wlan0″ anpassen und vielleicht auch ”eth0″ zusätzlich.

Das Vorgehen ist relativ leicht: Holt euch erstmal die aktuelle MAC-Adresse, fahrt dann die Netzwerkkarte runter, ändert eure ursprüngliche Adresse um vielleicht ein Zeichen, fahrt dann die Karte wieder hoch und schaut euch den Erfolg an. Gibt ifconfig -a jetzt die neue Adresse aus, dann könnt ihr den Google Music Manager wieder starten.

$ ifconfig -a | grep Hardware
eth0 Link encap:Ethernet Hardware Adresse 11:22:33:44:55:66
$ sudo ifconfig eth0 down
$ sudo ifconfig eth0 hw ether 11:22:33:44:55:67
$ sudo ifconfig eth0 up $ ifconfig -a | grep Hardware
eth0 Link encap:Ethernet Hardware Adresse 11:22:33:44:55:67

Jetzt sollte es euch möglich sein den “Fremd-Account” einzutragen und eure Musik hochzuladen. Beachtet, dass ihr die MAC-Adresse nicht permanent geändert habt, spätestens nach dem nächsten Neustart steht sie wieder auf ihrem ursprünglichen Wert. Was vielleicht auch gant gut ist, so könnt ihr wieder euren eigenen Account mit Musik bestücken.

Nach dem Ändern der MAC-Adresse greift die Prüfung des Rechners jedoch ins Leere.

Nach dem Ändern der MAC-Adresse greift die Prüfung des Rechners jedoch ins Leere.

Video-Tutorials für die Bildbearbeitung mit GIMP von Roise Hardy

19. April 2013
von Christoph
9 Kommentare

Professionelle Video-Tutorials für die Bildbearbeitung mit GIMP von Roise Hardy

Findet Ihr die “Gimp ist keine Alternative zu Photoshop”-Diskussionen auch zum Gähnen? Trolle, die felsenfest zu dieser Aussage stehen, können einfach nicht mit Gimp umgehen, sollen sie doch bei einem gecrackten Photoshop bleiben! Schaut euch mal die Selbstportraits der Reihe 365 … Weiterlesen

Glimpse zeigt mobile Webseiten per Bild-in-Bild in Chrome an

17. April 2013
von Christoph
3 Kommentare

Glimpse zeigt mobile Webseiten per Bild-in-Bild in Chrome an

Lest Ihr manche Webseiten mittlerweile auch lieber auf dem Handy? Mir geht es zumindest so sehr oft, wenn ich bei Spiegel Online und Co. vorbeigehe. Lieber setzte ich mich mit dem Handy auf die Couch, dort habe ich es erstens bequemer als am Schreibtisch und zweitens eine Webseite mit allen Inhalten aber (fast) ohne jegliches Werbe- und Social-Network-Gedöns.

Browser im Browser, wie beim großen TV...

Browser im Browser, wie beim großen TV…

Damit man “den Komfort” einer mobilen Webseite auch mit dem Browser auf dem PC genießen kann, gibt es für Chrome mit Glimpse nun eine praktische Erweiterung. Glimpse überträgt praktisch die Bild-im-Bild-Funktion auf dem TV-Gerät auf den Browser. Das Add-On öffnet beim Klick auf das Icon ein kleines Browserfenster, über das ihr nun eure mobile Webseite ansteuern könnt. Ein weiterer Klick auf das Symbol lässt das Fensterchen wieder verschwinden. Das Plugin ist Open-Source und stammt aus der Schmiede von Arc90, die sich schon mit Readability einen klasse Namen erarbeitet haben.

(Via: Fefe)

OpenShot Video Editor sucht Finanzierung über Kickstarter

19. März 2013
von Christoph
3 Kommentare

OpenShot Video Editor sucht Finanzierung über Kickstarter

Gute Open-Source-Software gibt es so für so gut wie jeden alltäglichen Anwendungszweck, nur auf wenigen Gebieten hat es noch wirklich brach liegende Felder. Eines dieser Gebiete ist in meinen Augen das Feld der Video-Editoren. Linuxer sind hier mit dem OpenShot Video Editor zwar schon recht gut versorgt, doch erstens könnte OpenShot selber noch besser werden und zweitens gibt es OpenShot bisher eben nur für Linux. Wer Windows oder MacOS X laufen lassen möchte, der hat bisher noch keine wirkliche Auswahl.

Die OpenShot-Entwickler möchten dies nun ändern, in Zukunft soll es OpenShot für Linux, Windows und auch den Mac geben. Dazu braucht es allerdings Zeit und damit auch Geld, die/das sich die Macher hinter dem Projekt auch nicht aus den Rippen schneiden können. Daher sucht Jonathan Thomas, CEO von OpenShot Studios, dem Unternehmen hinter dem OpenShot-Projekt, via Kickstarter Unterstützer, die das Projekt mit ein bisschen Geld voran treiben möchten. Schon ab einem Dollar kann man sich in die Liste der Spender eintragen.

Das Ziel ist es über die nächsten 28 Tage über 20.000 US-Dollar zu sammeln, ab einem Dollar sind Spenden möglich. Neben den Version für Windows und Mac soll in diesem Zug auch gleich massiv Änderungen an OpenShot selber vorgenommen werden. Dazu wird die Video-Editing Engine auf alle Systeme portiert und auch zum Beispiel die Zeitleiste auf  HTML5, JQuery, CSS und WebKit umgestellt. So lässt sich die GUI einfacher auf andere Systeme portieren und auch einfacher “Skinnen”, so dass letztendlich auch Linux-User von der Portierung profitieren, da OpenShot in Zukunft moderner Aussehen wird.

Im Kickerstart-Projekt heißt es, dass man mit ersten Betas der neuen Version im November/Dezember gerechnet wird. Weiterhin bleibt OpenShot freie Software unter der GPL. Das heißt, dass weitere Projekte von der von OpenShot geleisteten Arbeit profitieren können, da der Code frei nutzbar bleibt. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn die Kickstarter-Initiative erfolgreich abgeschlossen werden kann.

OneTab archiviert offene Chrome-Tabs und schon so den Arbeitsspeicher

11. März 2013
von Christoph
14 Kommentare

OneTab archiviert offene Chrome-Tabs und schont den Arbeitsspeicher

Gehört ihr auch zu den Websurfern, die eine ganze Reihe von offenen Tabs “für später” mit sich rumschleppen? Ich hab mich leider auch zu so einem Tab-Messi entwickelt. Seiten, die ich noch in irgendeiner Art verarbeiten möchte, die mir aber auch kein Bookmark wert sind, lasse ich meist offen — bis ich sie eben nicht mehr brauche. Manchmal dauert das einen Nachmittag, manchmal Tage, manche Tabs schleppe ich schon gefühlte Ewigkeiten mit mir rum.

Außer der Unordnung auf dem Desktop gibt es dadurch ein Problem, der Arbeitsspeicher läuft dank eines speicherhungrigen Chrome-Browser recht schnell voll. Gerne schnappt sich der Browser mehr als zwei GByte Arbeitsspeicher. RAM der dann später für eine virtuelle Maschine oder andere Spielereien schmerzlich vermisst wird. Gerade auf älteren Maschine finde ich, dass man das stark spürt.

Chrome schluckt bei vielen geöffneten Tabs reichlich Arbeitsspeicher.

Chrome schluckt bei vielen geöffneten Tabs reichlich Arbeitsspeicher.

Für Chrome/Chromium-User gibt es jetzt mit der Erweiterung OneTab eine kleine Abhilfe. Sie schaufelt alle geöffneten Tab auf eine Seite und räumt den Speicher leer. In meinem Beispiel hier sinkt der Speicherverbrauch von Chrome etwa von fast 1,8 GByte auf “nur” noch 615 Mbyte. Ein Drittel des Arbeitsspeicher wird also freigemacht. Aus dem OneTab-Tab lassen sich die Seiten dann wieder mit einem Klick wiederherstellen. Als Bonus-Feature kann man die Liste als Web-Seite teilen und bei Bedarf als Textdatei ex- und wieder importieren.

Onetab kombiniert alles offene Tabs zu einem und archiviert sie für später.

OneTab kombiniert alles offene Tabs zu einem und archiviert sie für später.

 

LibreOffice 4.0 unter Debian, Ubuntu oder Linux Mint installieren

7. Februar 2013
von Christoph
43 Kommentare

LibreOffice 4.0 unter Debian, Ubuntu oder Linux Mint installieren

Die Spatzen pfeifen es ja von allen Dächern: LibreOffice 4.0 ist seit heute am Start. Da libreoffice.org mächtig überlaufen ist, mache ich es für euch kurz und schmerzlos, hier sind Bittorent-Links zu den einzelnen offiziellen DEB-Paket-Archiven für Debian, Ubuntu und alles was sonst noch darauf basiert.

32-Bit:

64-Bit

Für RPM-basierte Distributionen (32-Bit, 64-Bit) gibt es natürlich auch entsprechende Downloads, wie auch selbstverständlich für Windows, aber auch da würde ich wieder zu den Torrents greifen. Je mehr die Nachricht die Runde macht, desto mehr werden die Libre-Office-Server in die Knie gehen. Mit dem Download über BitTorrent schont ihr die Kapazitäten von LO, ein entsprechenden Client bringt eigentlich jedes System mit und zur Not ist bspw. Transmission schnell installiert.

Wer nun das neue LibreOffice 4.0 unter Debian oder Ubuntu installieren möchte, der muss dieses von Hand tun. Werft dazu am besten erstmal die alte Version vom System. Geht dann in Terminal in das Verzeichnis mit den heruntergeladenen Archiven, entpackt diese und installiert dann die entpackten .deb-Pakete. Das müsst ihr für das Programm, die deutschen Sprachpakete und auch die Hilfe jeweils extra machen. Zur Sicherheit lasse ich am Ende nochmal fehlende Abhänigkeiten auflösen.

### Alte Version entfernen
$ sudo apt-get remove libreoffice*

### Libre Office installieren
$ tar -xzf LibreOffice_4.0.0_Linux_x86-64_deb.tar.gz
$ sudo dpkg -i LibreOffice_4.0.0.3_Linux_x86-64_deb/DEBS/*.deb
$ sudo dpkg -i LibreOffice_4.0.0.3_Linux_x86-64_deb/DEBS/desktop-integration/*.deb

### Deutsches Sprachpaket
$ tar -xzf LibreOffice_4.0.0_Linux_x86-64_deb_langpack_de.tar.gz
$ sudo dpkg -i LibreOffice_4.0.0.3_Linux_x86-64_deb_langpack_de/DEBS/*.deb

### Deutschesprachige Hilfe
$ tar -xzf LibreOffice_4.0.0_Linux_x86-64_deb_helppack_de.tar.gz
$ sudo dpkg -i LibreOffice_4.0.0.3_Linux_x86-64_deb_helppack_de/DEBS/*.deb

### Zur Sicherheit...
$ sudo apt-get install -f

Unter LibreOffice 4.0 New Features and Fixes findet ihr alle Informationen über das, was an der neuen Version geändert wurde. Mein persönliches Highlight ist fürs erste, dass es ENDLICH (Entschuldigt bitte, ich muss hier brüllen) möglich ist direkt aus LibreOffice Calc heraus möglich ist Charts als Bild zu schreiben. Was glaubt ihr wie oft ich mir von meiner besseren Hälfte in den letzten Wochen anhören musste, was für ein Mist LibreOffice den sei… Sie schreibt an ihrer Thesis und musste viele Diagramme über den Umweg eines PDFs exportieren.

LibreOffice 4.0 exportiert nun endlich auch Charts als Bilddatei.

LibreOffice 4.0 exportiert nun endlich auch Charts als Bilddatei.

 

 

Gimp 2.8.4 im Kesselgulasch PPA, bitte aber auch G'MIC nicht vergessen

7. Februar 2013
von Christoph
12 Kommentare

Gimp 2.8.4 im Kesselgulasch PPA, bitte aber auch G’MIC nicht vergessen

Gimp 2.8.4 wurde vorgestern veröffentlicht. Die Neuerungen halten sich dem Blogbeitrag der gimpusers.com nach ich in Grenzen, allerdings handelt es sich ja nicht um ein Major-Release. Es wurden viele Bugs behoben und — was ich auch bemerkt habe — die Lokalisierung deutlich verbessert. In der Vorgängerversion habe ich noch an viele Stellen englische Begriffe gesehen. Aus dem PPA von Thorsten Stetin lässt sich die neue Version wie immer leicht installieren.

Weiterlesen