Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Umstieg von Google Talk auf Hangouts kappt Verbindung zu Jabber/XMPP

21. Mai 2013
von Christoph
10 Kommentare

Umstieg von Google Talk auf Hangouts kappt Verbindung zu Jabber/XMPP

Wie bei GMX oder Web.de war eure E-Mail-Adresse bei GMail nicht einfach nur eine “simple” E-Mail-Adresse, sondern auch ein Tor für das freie Chat-Protokoll XMPP bzw. Jabber, siehe zum Beispiel bei einfachjabber.de. So konnte man im Web-Frontend von GMail, in der GTalk-Android-App oder mit jedem freiem Jabber-Client wie Gajim, Pidgin, Miranda und Co. nach einer gegenseitigen Bestätigung des Kontakts von jedem angesprochen werden, der einen Jabber-Account seiner Wahl nutzte.

In anderen Worten: ICQ, MSN und Co als freies Protokoll, mit Open-Source-Anwendungen und auf Wunsch auch mit Audio- und Video-Chats und End-to-End-Verschlüsselung via OTR. Mit dem Umstieg von Google Talk zu Hangouts ist das nun aber auch Geschichte. Google schreibt auf Google Developers

Note: We announced a new communications product, Hangouts, in May 2013. Hangouts will replace Google Talk and does not support XMPP. The information in this Developer’s Guide pertains only to Google Talk.

In der Praxis bedeutet das nun für GMail-User, die bisher den XMPP-Chat nutzten, dass sie von ihren Jabber-Kontakten zwar noch als Online gesehen werden, doch Nachrichten kommen auf der Empfänger-Seite nicht mehr an.

Im GMail-Webfrontend oder der Hangout-App unter Android selber sieht man seine bisherigen XMPP-Kontakte überhaupt nicht mehr. In anderen Worten: Die Leitung zwischen GMail und XMPP ist mausetot, ohne dass der User irgendwie darüber informiert wird.

Meldungen über XMPP an eine GMail-Adresse versanden jetzt im Nirvana.

Meldungen über XMPP an eine GMail-Adresse versanden jetzt im Nirvana.

Damit macht Google sich mal wieder Freunde: Irgendwie stößt mir diese Änderung noch einen Tick übler auf, als das Ende des Google Readers. Wenn man sich einmal Tiny Tiny RSS aufgesetzt hat und sich an den neuen webbasierten RSS-Reader gewöhnt hat, dann ist das Ende des Readers nicht so wirklich übel. Mit dem Umstieg auf Hangouts wird man jedoch von heute auf morgen von allen seinen bisherigen Jabber-Kontakten abgeschnitten, ohne dass die von diesem Änderung überhaupt etwas mitbekommen.

Ich, für meinen Teil, habe GTalk recht gerne benutzt, so muss man nicht noch extra einen Jabber-Client laufen lassen. Egal wer von einem was wollte, egal ob dieser nun GTalk, GMail oder einen eigenen Jabber-Account in Betrieb hatte, am Ende fand man sich.

Nun können Google-User per Chat nur noch mit dem Rest der Google-Blase kommunizieren. Fehlt nur noch, dass auch irgendwann mal E-Mails G-Mails an Googles Mauern enden.

GDM auf Dual-Monitor-System.

14. Mai 2013
von Christoph
6 Kommentare

GDM bei Dual-Monitor-Setup auf richtiges Display schieben

Der Displaymanager GDM 3.6 aus Ubuntu 12.10 hat noch bei einem Multi-Monitor-Setup das Login-Fensterchen auf beiden Displays angezeigt. Fand ich nicht wirklich sauber gelöst, aber wenigstens war das Login so auch immer auch auf dem “richtigen” Monitor sichtbar. Mit GDM 3.8 aus dem GNOME-PPA in Zusammenspiel mit Ubuntu 13.04 ist das nun nicht mehr der Fall. Das Login-Fenster wird nur noch auf einem Monitor angezeigt, in meinem Fall auf dem “Falschen”. Über die graphische Desktopumgebung lässt sich der primäre Monitor nicht bestimmen. Selbst wenn man in den Monitor-Einstellungen alles richtig einrichtet, bleibt GDM dabei das Login auf dem falschen Display anzuzeigen.

Richtet eure Monitore ordentlich im System ein.

Richtet eure Monitore ordentlich im System ein.

Das Problemchen lässt sich jedoch relativ einfach beheben, indem man die Monitor-Konfiguration seines Benutzers GDM unterjubelt. Richtet dazu eure Monitore ordentlich über die Einstellungen ein und kopiert dann die Datei ~/.config/monitors.xml aus eurem Homeverzeichnis nach /var/lib/gdm/.config.

$ sudo cp ~/.config/monitors.xml /var/lib/gdm/.config

Von dort wird euer Monitor-Setup dann beim nächsten Login korrekt ausgelesen und GDM wandert automatisch auf den Bildschirm, auf dem ihr auch das Panel der GNOME-Shell anzeigen lasst. Zum Ändern des Setups kopiert ihr am besten die Datei erneut ins GDM-Verzeichnis.

Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 06/2013 online

13. Mai 2013
von Christoph
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Lesestoff: Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 06/2013 online

Gerade eben ist die Ausgabe 06/2013 der unter der CC-BY-NC-ND lizenzierten Community-Edition der Linux User bei mir im Postfach gelandet. Da die Artikel wie immer interessant sind, möchte ich euch diesen Gratis-Lesestoff nicht vorenthalten. Das PDF findet auf der Homepage des Magazins oder auch gleich unter diesem Link. Mit einem Artikel zum Cloudspeicherdienst AeroFS ist auch von mir mal wieder was in der LU enthalten. Viel Spaß beim Lesen!

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Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS auf eigenem Webspace installieren!

13. Mai 2013
von Christoph
2 Kommentare

Update auf Tiny Tiny RSS 1.7.9 ermöglicht Installation auf Shared-Webspace

Die Installation von Tiny Tiny RSS auf Shared-Webspace war in manchen Fällen problematisch, da Tiny es bisher erforderte, dass die PHP-Konfiguration open_basedir auf “none” gesetzt ist. Aus Sicherheitsgründen ist dies bei vielen Webhostern nicht der Fall und dementsprechend lies sich Tiny auch nicht so einfach betreiben. Mit der gerade heute erschienenen Version 1.7.9 ist dies jetzt aber nicht mehr der Fall, das Changelog sagt “Support running under open_basedir”. Von daher solltet ihr Tiny nochmal eine Chance geben, auch wenn sich der webbasierte Reader bisher bei euch weigerte zu Laufen.

Das Update kann direkt über das Web-Frontend eingespielt werden.

Das Update kann direkt über das Web-Frontend eingespielt werden.

Tiny weist allerdings darauf hin, dass dieses Verfahren noch im Beta-Stand ist.

Tiny weist allerdings darauf hin, dass dieses Verfahren noch im Beta-Stand ist.

Das Update lief auf meiner Installation recht problemlos, allerdings ist es noch nicht so einfach durchzuführen wie bspw. bei WordPress. Aus den Einstellungen heraus wird euch das Update angeboten, allerdings ist das Online-Update noch als “experimentelles” Feature gekennzeichnet. Macht daher lieber vorher selber ein Backup eurer Tiny-Installation, am besten von der Datenbank und von den Dateien.

Nach dem Einspielen der neuen Dateien wird euch Tiny erstmal mit einer ganzen Latte an Fehlermeldungen empfangen. Aber keine Angst, ihr habt nichts kaputt gemacht. Tiny aktualisiert aktuell noch nicht die Konfigurationsdatei config.php. Ihr müsst daher die Datei zusammen mit der “Vorlage” config.php-dist auf eurem Webspace öffnen und die genannten Neuerungen per Copy&Paste übertragen. Danach sollte Tiny sofort wieder laufen.

Nach dem Online-Update muss die config.php noch von Hand angepasst werden.

Nach dem Online-Update muss die config.php noch von Hand angepasst werden.

Und am Ende möchte noch die Datenbank aktualisiert werden.

Und am Ende möchte noch die Datenbank aktualisiert werden.

Crash der Online-Konten-Verwaltung in Ubuntu 13.04 umgehen

11. Mai 2013
von Christoph
4 Kommentare

Workaround: Crash der Online-Konten-Verwaltung in Ubuntu 13.04 umgehen

Ich bereite gerade einen längeren Artikel zu Ubuntu GNOME 13.04 vor, das ich mir gerade nach meinem Gusto einrichte. Beim Spielen mit den Online-Konten ist mir aufgefallen, dass die von Canonical entwickelten Online-Konten-Einstellungen das GNOME Control Center ins Nirvana schicken, sobald man die entsprechende Option anklickt. Im Terminal werden die folgenden Fehlermeldungen dazu ausgegeben…

$ /usr/bin/online-accounts-preferences
[...]
ERROR:empathy-user-info.c:252:fill_contact_info_grid: assertion failed: (spec != NULL)

… sucht man nach dieser Zeile im Netz findet man einen Bug bei Launchpad inklusive einem brauchbaren Workaround. Wechselt über das Statusmenü in den Offline-Modus (ich meine einen entsprechenden Dialog müsste es auch bei Unity geben), dann lassen sich die Einstellungen der Ubuntu-Online-Konten auch wieder öffnen und bearbeiten. Anschließend geht ihr wieder online, eure Änderungen sind dann aktiv — und das Control Center nippelt auch wieder ab. Bis zu einem Bugfix kann man mit diesem Workaround sicher leben.

Wechselt euren Status von verfügbar auf abgemeldet...

Wechselt euren Status von verfügbar auf abgemeldet…

...danach lässt sich die Kontenverwaltung wieder öffnen.

…danach lässt sich die Kontenverwaltung wieder öffnen.

Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS auf eigenem Webspace installieren!

9. Mai 2013
von Christoph
23 Kommentare

Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS! Den Open-Source Feedreader auf eigenem Webspace installieren!

Ursprünglich wollte ich in diesem Artikel hier alle freien web-basierten Google-Reader-Alternativen vorstellen und vergleichen. Nach einigen Tests aber erledigt sich der Vergleich ziemlich schnell. Sucht man einen webbasierten Feed-Reader, der schnell, konfigurierbar und über eine API — und damit auch … Weiterlesen

64-Bit Ubuntu

7. Mai 2013
von Christoph
5 Kommentare

Getlibs für aktuelle Ubuntu-Versionen (getestet auf Ubuntu Raring Ringtail 13.04)

Früher ™ gab es mal ein praktisches kleines Tool namens Getlibs. Es diente dazu 32-Bit Bibliotheken auf einem 64-Bit Ubuntu (oder auch anderen Distrubutionen) zu installieren. So konnte man sehr einfach 32-Bit Programme unter einem 64-Bit Linux laufen lassen, auch wenn es die nötigen Bibliotheken nicht gleich mitbringt. Vor einigen Jahren musste man sich zum Beispiel bei Skype oder Zattoo damit rumschlagen, heute ist das aber meist nicht mehr nötig.

[UPDATE...] Ach, vergesst bitte gleich den ganzen Getlibs-Schmarn. Multiarch ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Aber dass es so einfach ist, wusste ich nicht. Wenn ihr also eine Bibliothek — oder was auch immer sonst — braucht, dann hängt einfach ein :i386 an den Paketnamen. Mit dem Auruf…

$ sudo apt-get install libqt5gui5:i386

…landet also die Bibliothek libqt5gui5 inklusive aller 32-Bit Abhängigkeiten auf eurem System, ohne dass man groß was basteln muss. Und damit könnt ihr den Rest des ganzen Beitrags gleich wieder knicken und ab in den Kompost schicken. [/UPDATE]

Inzwischen ist die Version 2.06 von Getlibs jedoch kaputt. Man kann die Anwendung zwar noch installieren und aufrufen, und selbst beim Installieren von 32-Bit Bibliotheken wird kein Fehler im Terminal ausgegeben, das 32-Bit Programm möchte aber dennoch nicht laufen. Der Grund dafür ist, dass sich seit Ubuntu “Natty” 11.04 der Speicherort der 32-Bit Librarys geändert hat. Getlibs wurde auf diese Neuerung hin nie aktualisiert…

  • /lib32/-> /lib/i386-linux-gnu
  • /usr/lib32/ -> /usr/lib/i386-linux-gnu

Da ich gerade selber vor dem Problem stand ein 32-Bit Programm auf meinem 64-Bit Ubuntu 13.04 laufen lassen zu wollen, zu dem eben die nötigen  32-Bit Bibliotheken fehlten, habe ich einen Fork der letzten Getlibs-Version 2.06 erstellt, diesen für aktuelle Ubuntus fit gemacht und ihn in meinem GitHub als Getlibs 2.07 online gestellt. Ihr könnt das aktualisierte Getlibs dementsprechend über die Kommandos…

$ wget https://gist.github.com/linuxundich/5536156/raw -O ~/bin/getlibs
$ chmod +x ~/bin/getlibs

…auf eurem Ubuntu installieren. Zur Bedienung verweise ich auf das sehr gut geschriebene Wiki bei den Ubuntuusers. Getestet habe ich die Version nicht breit, sondern nur auf meinem Ubuntu 13.04, aber ich denke die aktualisierte Version des Skripts sollte auf allen noch unterstützten Ubuntu-Versionen funktionieren. Solltet Ihr Probleme entdecken, dann meldet euch bitte bei mir.

GNOME-Shell Extension List

2. Mai 2013
von Christoph
9 Kommentare

GNOME-Shell Erweiterungen TopIcons bzw. Status Icon Fixer rücken App-Icons wieder in den Fokus

Ich setze mein Arbeitssystem gerade auf Basis von UbuntuGNOME 13.04 neu auf. Auch wenn viele schimpfen, mir gefällt die GNOME-Shell im Großen und Ganzen. Allerdings finde ich es ein nach wie vor ein bisschen störend, dass Icons von Programme wie Skype, Dropbox oder Pidgin nicht mehr in die Statusleiste erscheinen, sondern sich immer im so genannten “Message Tray” einsortieren. So muss man immer erstmal die Maus an den unteren Bildschirmrand führen und dort für eine Weile halten, oder den “Overview-Modus” aufrufen.

Skype, Dropbox und Co. sortieren sich unsichtbar im "Message Tray" ein.

Skype, Dropbox und Co. sortieren sich unsichtbar im “Message Tray” ein.

In den GNOME Extensions finden sich jedoch zwei Erweiterungen, mit denen man die Icons wieder an ihren angestammten Platz in der oberen Leiste schieben kann. Für GNOME 3.4 könnt ihr den Status Icon Fixer benutzen, für GNOME 3.6 — aus Ubuntu “Raring Ringtail” 13.04, hier im Screenshot auch abgebildet — könnt ihr die TopIcons installieren. Die Erweiterungen müssen nicht groß konfiguriert werden, einfach den Schalter auf “On” umlegen, und schon wandern die Icons nach oben.

TopIcons zeigt "Legacy Tray Icons" in der Top-Leiste der GNOME-Shell.

TopIcons zeigt “Legacy Tray Icons” in der Top-Leiste der GNOME-Shell.

Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 05/2013 online

16. April 2013
von Christoph
2 Kommentare

Lesestoff: Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 05/2013 online

Gerade eben ist die Ausgabe 05/2013 der unter der CC-BY-NC-ND lizenzierten Community-Edition der Linux User bei mir im Postfach gelandet. Da die Artikel wie immer interessant sind, möchte ich euch diesen Gratis-Lesestoff nicht vorenthalten. Das PDF findet auf der Homepage des Magazins oder auch gleich unter diesem Link.

  • [LU-CE] Porteus 2.0
    Das Live-System Porteus erweist sich als ein flexibler Werkzeugkasten für viele Alltagsaufgaben. Ein einzigartiges Konzept erlaubt die problemlose Installation neben einem vorhandenen System.
  • [LU-CE] Angetestet
    Globonote 1.3.1 erfasst Notizen, Gscan2pdf 1.1.3 macht Scans zu PDFs, Patool 1.0 spricht 20 Archivformate, Unsettings 0.08 tweakt Unity.
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  • [LU-CE] Shelr
    Das Ruby-Tool Shelr verwandelt die Kommandozeile in eine Kinoprogramm für Freunde der Shell.
  • [LU-CE] Fractal Fr0st
    Sphährisch schöne Fraktale erzeugen Sie mit dem Algorithmus Flam3. Die GUI Fr0st hilft, die komplexe Software zu meistern.
  • [LU-CE] Audio-Codec Opus
    Schon Ogg Vorbis bewies, dass freie Audio-Codecs es durchaus mit der kommerziellen Konkurrenz aufnehmen können. Sein Nachfolger namens Opus geht einen Schritt weiter und schlägt die Konkurrenz sogar.

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GfK symbolisiert Raubkopiermörder mit Redhat-Logo

19. März 2013
von Christoph
9 Kommentare

GfK symbolisiert Raubkopiermörder mit Redhat-Logo

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), immerhin das größte Marktforschungsinstitut in Deutschland, hat in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen OpenSec Security, unter anderem mit der Spezialität Markenschutz, eine Studie zur Nutzung von Sharehostern zusammenstellen lassen. Was nimmt man da als Symbolbild, wenn man gerade … Weiterlesen