Systemüberwachung ist speziell bei Servern eine wichtige Sache. Der Rechner steht weit weg in einem Rechenzentrum, da ist es wichtig schnell einen Überblick über alle wichtigen Parameter des Rechners zu bekommen. Unter Linux geht das ja mit top bzw. htop sehr schön über das Terminal, doch das zeigt nur die laufenden Prozesse und deren CPU-Last an. Wie ist es mit den Netzwerktraffic, den Platten und Speicher? Glances ist ein kleines, praktisches Python-Programm, dass all den Zustand des Rechners in einer komptakten Ncurses-Oberfläche anzeigt.
Aktuell gibt es für das Programm bislang leider nur eine Projektseite bei GitHub. Pakete existieren wohl für Arch, Fedora oder Redhat, Debian und Ubuntu wurden bislang jedoch leider noch nicht mit Paketen versorgt. Von daher muss man sich die Anwendung unter diesen Distributionen von Hand installieren. Auf der GitHub-Seite gibt es dazu im unteren Teil eine Installationsanleitung, die ich mit Ubuntu 11.10 getestet habe. Zudem gibt es in den Kommentaren auch Hinweise zur Installation von Glaces unter Ubuntu 10.04 und 10.10, dort muss zusätzlich auch noch pystatgrab in einer aktuellen Version gebaut werden.
Unter Ubuntu 11.10 ist die Installation recht simpel. Installiert das Paket python-statgrab, holt euch den Tarball, entpackt ihn und führt danach noch den guten alten Dreischritt aus “./configure, make, make install” aus… [UPDATE 15.4.13: Glances hat es inzwischen in die Paketquellen von Ubuntu 13.04 wie auch Debian Sid geschafft. User mit älteren Ubuntu-Version können sich das kleine Tool auch über das PPA von Arnaud Hartmann installieren.]
$ sudo apt-get install python-statgrab $ cd /tmp $ wget https://github.com/nicolargo/glances/tarball/master $ tar zxvf master $ cd glances-1.3.6 $ ./configure $ make $ sudo make install
Danach seid Ihr fertig, die “Reste” vom Kompilieren könnt Ihr ruhig in /tmp lassen, das Verzeichnis wird ja beim Booten komplett geleert, so habt Ihr keinen Müll rumliegen. Die Anwendung ist nach Ende des Dreisatzes komplett installiert, so dass Ihr sie über…
$ glances.py
…starten könnt. Solche Textoberflächen sind natürlich speziell für Server ohne direkten Zugang gedacht. Für Desktops gibts mit Conky und Co. selbstverständlich viel “hübschere” und aufwändigerer Lösungen. Wer aber einfach nur mal schnell auf einen Blick auf seinen Root-Server werfen möchte, der kommt mit Glances war scheinlich ganz gut zurecht.
(Via: nicolargo)


19. Januar 2012 um 16:02 Uhr
Sieht ja echt interessant aus
Werde ich mal ausprobieren…
Arch User finden das Programm im AUR:
http://aur.archlinux.org/packages.php?ID=54549
19. Januar 2012 um 18:34 Uhr
Danke für den Tipp. Grade unter Xubuntu 11.10 getestet. Einwandfrei!
19. Januar 2012 um 19:16 Uhr
Hat nach der vorzüglichen Anleitung problemlos geklappt. Danke für die gute Vorbereitung. MfG, B.
19. Januar 2012 um 20:19 Uhr
Ich bin zwar an und für sich mit htop sehr zufrieden, aber werde das hier auch mal austesten. Danke für den Tipp!
19. Januar 2012 um 20:53 Uhr
Bin schwer beeindruckt. Hab gerade nach der Anleitung auf Linux Mint 11 Katya (Ubuntu 11.04) installiert. Läuft einwandfrei – also sowohl die Installation wie auch das Programm selbst.
20. Januar 2012 um 07:41 Uhr
Das sieht nach einem netten Tool aus, werde ich mir wenn es die Zeit zulässt mal im Produktiveinsatz anschauen, danke
20. Januar 2012 um 08:46 Uhr
Läuft mit der Anleitung auch unter Ubuntu 10.04. Kann ich die Liste der Prozesse auch sortieren?
20. Januar 2012 um 09:02 Uhr
@Christian mit ‘h’ kommst du in die Hilfe, dann siehst du, was du bspw. sortieren oder ein- bzw. ausblenden kannst
20. Januar 2012 um 09:12 Uhr
Danke
20. Januar 2012 um 10:29 Uhr
Da ich nicht so Fan bin von Source-Installationen, habe ich mir ein .deb gebastelt und das installiert
Aber ein cooles Tool. Danke für den Hinweis!
20. Januar 2012 um 18:29 Uhr
Nicht so viel rumspielen, dann braucht man solche Tools gar nicht
20. Januar 2012 um 18:32 Uhr
Sehr nettes tool, nun braucht man keine 10 SSH-Sessions aufhaben, um mal eben zu checken ob mit den Server alles in Ordnung ist.
Anleitung funktioniert perfekt mit Debian Squeeze, Abhängigkeiten sollten trotzdem erfüllt werden.
21. Januar 2012 um 10:41 Uhr
Grade noch mal unter ArchBang probiert, funktioniert auch dort perfekt!
23. Januar 2012 um 12:01 Uhr
Sieht gut aus, leider unter Ubuntu 10.04 bekomme ich es nicht wirklich zum laufen. Der Output liefert nur seltsames zurück
http://imageshack.us/photo/my-images/441/remotedesktopmanagerkob.jpg/
Gruß
23. Januar 2012 um 13:37 Uhr
Du musst die Abhängigkeiten noch erfüllen:
mfg
24. Januar 2012 um 09:56 Uhr
so einfach war`s leider nicht.
Problem ist Ubuntu 10.x hier die Lösung:
gist.github.com/1669007
24. Januar 2012 um 12:02 Uhr
Ok, so war aber die Vorgehensweise bei meinen Debian Squeeze. Ich benutz kein Ubuntu