Linux und Ich http://linuxundich.de Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT Tue, 11 Aug 2015 15:22:29 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.2.4 Pushbullet führt mit aktuellem Update Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein http://linuxundich.de/android/pushbullet-ende-zu-ende-verschluesselung/ http://linuxundich.de/android/pushbullet-ende-zu-ende-verschluesselung/#comments Tue, 11 Aug 2015 15:22:29 +0000 http://linuxundich.de/?p=29404 Pushbullet ist ein bei Android-Usern sehr beliebter Dienst, die Rechner und Android-Handy enger miteinander vernetzen möchten. So lassen sich beispielsweise eingehende SMS am Rechner anzeigen und beantworten oder Benachrichtigungen des Handys am PC einsehen. Darüber lässt sich Pushbullet dank einer gut dokumentierten … Weiterlesen

Pushbullet führt mit aktuellem Update Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Pushbullet ist ein bei Android-Usern sehr beliebter Dienst, die Rechner und Android-Handy enger miteinander vernetzen möchten. So lassen sich beispielsweise eingehende SMS am Rechner anzeigen und beantworten oder Benachrichtigungen des Handys am PC einsehen. Darüber lässt sich Pushbullet dank einer gut dokumentierten API in eigene Projekte einbinden. Ich hab das beispielsweise schon dazu benutzt, um mit von einem Raspberry Pi über gewisse Ereignisse am Handy benachrichtigen zu lassen. Ein Pferdefuß ist allerdings der Punkt, dass Pushbullet sämtliche Daten über seine eigenen Server leitet. So bekommt der Dienst Einsicht in das Leben seiner Nutzer, eine ordentliche Verschlüsselung bot der Dienst bisher nicht an. Bis heute: das letzte Update führt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein.

Zum Einrichten müsst ihr die Pushbullet-App öffnen und in den Einstellungen unter End-to-end encryption einen Schlüssel eingeben. Damit ihr die verschlüsselten Nachrichten auf dem Rechner empfangen könnt, müsst den selben Schlüssel in der Browser-Erweiterung eintragen. Das selbe gilt natürlich für andere Handys oder Tablets, die mit eurem Pushbullet-Account verbunden sind. Laut dem Beitrag im Pushbullet-Blog funktioniert die Verschlüsselung in der Android-App, mit der Chrome-Erweiterung und der Desktop-App für Windows. Die iOS-App ist schon fertig aktualisiert, das Update ist allerdings noch nicht im AppStore von Apple. Die Browser-Erweiterungen für Firefox, Opera und Safari werden aktualisiert, sobald sich die Neuerung in Chrome bewährt hat.

pushbullet-encryption_11-08-2015_16-44-05 pushbullet-encryption_11-08-2015_16-44-08 pushbullet-encryption_11-08-2015_16-44-17 pushbullet-encryption_11-08-2015_16-48-19

Die mit AES-256 mit GCM-Authentifizierung realisierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung steht für das Übermitteln von Benachrichtigungen, Copy&Paste und für SMS zur Verfügung –Mit Pushbullet übertragene Nachrichten oder Daten werden laut dem Blogeintrag nicht verschlüsselt. Soweit ich es erkennen kann, wurde die Verschlüsselung (bisher auch noch) nicht in die API implementiert. Pushbullet gibt vor, dass der Ende-zu-Ende-Schlüssel das Gerät nicht verlässt und der Dienst nicht in der Lage sei den Schlüssel auszulesen — Überprüfbar ist das nun aber nicht, schließlich haben wir es hier mit einer proprietären Dienst und Closed-Source-Programmen zu tun.

Der Code für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung muss auch in die Chrome-Erweiterung eingetragen werden.

Der Code für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung muss auch in die Chrome-Erweiterung eingetragen werden.

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Pilot zum neuen Blender-Film Cosmos Laundromat aka Project Gooseberry http://linuxundich.de/gnu-linux/pilot-zum-neuen-blender-film-cosmos-laundromat-aka-project-gooseberry/ http://linuxundich.de/gnu-linux/pilot-zum-neuen-blender-film-cosmos-laundromat-aka-project-gooseberry/#comments Tue, 11 Aug 2015 13:34:06 +0000 http://linuxundich.de/?p=29400 Unter dem Arbeitstitel Project Gooseberry feilen die Mitglieder der Blender Foundation aktuell an einem abendfüllenden Spielfilm. Cosmos Laundromat, so der spätere Name, setzt damit als fünfter unter Creative Commons lizenzierter Film die Tradition von Tears of Steel, Sintel, Big Buck … Weiterlesen

Pilot zum neuen Blender-Film Cosmos Laundromat aka Project Gooseberry ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Unter dem Arbeitstitel Project Gooseberry feilen die Mitglieder der Blender Foundation aktuell an einem abendfüllenden Spielfilm. Cosmos Laundromat, so der spätere Name, setzt damit als fünfter unter Creative Commons lizenzierter Film die Tradition von Tears of Steel, Sintel, Big Buck Bunny und Elephants Dream fort. Der gestern auf YouTube veröffentlichte, knapp 12 minütige Pilot deutet schon einmal die Reise an: Beeindruckende Animationen, eine ordentliche Geschichte und schon fast professionelle Sprecher. Ich freue mich auf das fertige Ergebnis. Wie bei allen anderen Blender-Projekten dient der Film dazu neue Funktionen von Blender in der Praxis zu testen und die Fähigkeiten der Software zu demonstrieren.

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LibreOffice 5.0 out now! So installiert ihr die neue Version unter Debian oder Ubuntu! http://linuxundich.de/gnu-linux/libreoffice-5-0-out-now-so-installiert-ihr-die-neue-version-unter-debian-oder-ubuntu/ http://linuxundich.de/gnu-linux/libreoffice-5-0-out-now-so-installiert-ihr-die-neue-version-unter-debian-oder-ubuntu/#comments Wed, 05 Aug 2015 09:59:24 +0000 http://linuxundich.de/?p=29374 Heute Mittag um 12 Uhr UTC möchte die Document Foundation LibreOffice 5.0 veröffentlichen. Noch ist auf der Homepage allerdings nichts von der neuen Ausgabe des Office-Pakets zu sehen. Dies heißt allerdings nicht, dass ihr noch länger auf die neue Version verzichten müsst. … Weiterlesen

LibreOffice 5.0 out now! So installiert ihr die neue Version unter Debian oder Ubuntu! ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Heute Mittag um 12 Uhr UTC möchte die Document Foundation LibreOffice 5.0 veröffentlichen. Noch ist auf der Homepage allerdings nichts von der neuen Ausgabe des Office-Pakets zu sehen. Dies heißt allerdings nicht, dass ihr noch länger auf die neue Version verzichten müsst. LibreOffice 5.0.0.5 steht bereits auf den Download-Servern der Foundation und lässt sich demnach auch schon auf allen gängigen Linux-Systemen (und selbstverständlich MacOS X und Windows) installieren. Nach dem Break findet ihr eine kurze Installationsanleitung für Debian, Ubuntu oder andere auf Debian basierende Distributionen wie Linux Mint.

LibreOffice Timeline 2011 bis 2015.

LibreOffice Timeline 2011 bis 2015.

LibreOffice 5.0 unter Ubuntu 15.04.

LibreOffice 5.0 unter Ubuntu 15.04.

Auf die Neuerungen von LibreOffice 5.0 möchte ich gar nicht erst groß eingehen, das machen die deutschsprachige Release-Notes zu LibreOffice 5.0 viel besser. Dramatische Veränderungen wie eine neue Oberfläche gibt es auch mit LibreOffice 5.0 nicht, allerdings gibt es hier und da nette Neuerungen. So bringt die neue Version etwa für KDE-Anwender ein neues Icon-Theme mit. Während es auf dem Desktop also eher konservativ zugeht, bekommt die Android-Version von LibreOffice nun endlich die Möglichkeit spendiert Dokumente zu editieren. Das Changelog spricht von „grundlegende Bearbeitungsfunktionen“, erwartet daher besser für den Anfang nicht zu viel.

LibreOffice 5.0 für Linux

LibreOffice 5.0 für andere Betriebssysteme

Die neue Version bekommt ihr wie immer über die Download-Seite. Beibehalten wurde die Aufteilung in das eigentliche Programm, die einzelnen Language-Packs und die Offline-Hilfe in jeweils ein eigenes Archiv. Diese müsst ihr entpacken und die jeweils in den DEB-Ordnern enthaltenen DEB-Dateien installieren. Mit geschickten Befehlen lässt sich der Aufwand zur Installation auf wenige Befehle reduzieren. Vorher solltet ihr darauf achten die bisher auf eurem Rechner installierte LibreOffice-Version zu löschen. Nach der Installation würde ich kontrollieren, ob die Abhängigkeiten von LibreOffice nach wie vor erfüllt und durch die Installation der neuen Version nicht kaputt gegangen sind.

### LibreOffice für Debian/Ubuntu 32-Bit...
$ wget http://download.documentfoundation.org/libreoffice/stable/5.0.0/deb/x86/LibreOffice_5.0.0_Linux_x86_deb.tar.gz \
http://download.documentfoundation.org/libreoffice/stable/5.0.0/deb/x86/LibreOffice_5.0.0_Linux_x86_deb_langpack_de.tar.gz \
http://download.documentfoundation.org/libreoffice/stable/5.0.0/deb/x86/LibreOffice_5.0.0_Linux_x86_deb_helppack_de.tar.gz

### LibreOffice für Debian/Ubuntu 64-Bit...
$ wget http://download.documentfoundation.org/libreoffice/stable/5.0.0/deb/x86_64/LibreOffice_5.0.0_Linux_x86-64_deb.tar.gz \
http://download.documentfoundation.org/libreoffice/stable/5.0.0/deb/x86_64/LibreOffice_5.0.0_Linux_x86-64_deb_langpack_de.tar.gz \
http://download.documentfoundation.org/libreoffice/stable/5.0.0/deb/x86_64/LibreOffice_5.0.0_Linux_x86-64_deb_helppack_de.tar.gz

### Alte Version entfernen
$ sudo apt-get remove libreoffice*

### Alle Pakete entpacken
$ for f in LibreOffice_5.0*.tar.gz; do tar xzf $f; done

### LibreOffice 5.0 installieren
$ sudo dpkg -i LibreOffice_5.0*/DEBS/*.deb

### Zur Sicherheit Abhängigkeiten prüfen
$ sudo apt-get install -f

Wer sich nicht die Mühe machen möchte das Programm manuell einzuspielen, der kann inzwischen auch auf das LibreOffice-PPA zurückgreifen — zumindest wenn man mit Ubuntu oder einem der Derivate wie Linux Mint arbeitet. Die folgenden Befehle binden das LibreOffice-Fresh-PPA ein, das zeitnah immer die neuste Office-Version beinhaltet, und aktualisieren die Software. Bei weiteren Veröffentlichungen müsst ihr euch so nicht um Updates kümmern, die bekommt ihr über das PPA automatisch auf eurem System eingespielt.

$ sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/ppa
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get upgrade

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RAW-Aufnahmen mit Film Simulation unter RawTherapee entwickeln http://linuxundich.de/gnu-linux/raw-aufnahmen-mit-film-simulation-unter-rawtherapee-entwickeln/ http://linuxundich.de/gnu-linux/raw-aufnahmen-mit-film-simulation-unter-rawtherapee-entwickeln/#comments Tue, 04 Aug 2015 13:20:40 +0000 http://linuxundich.de/?p=29333 Bei Paddy auf neunzehn72 habe ich vor ein paar Tagen ein kurzes Tutorial gesehen, in dem er seiner Brooklyn Bridge Bitch den letzten Touch gibt. Als Profi-Fotograf arbeitet er selbstredend mit Adobe Lightroom, was ich im Video allerdings recht praktisch … Weiterlesen

RAW-Aufnahmen mit Film Simulation unter RawTherapee entwickeln ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Bei Paddy auf neunzehn72 habe ich vor ein paar Tagen ein kurzes Tutorial gesehen, in dem er seiner Brooklyn Bridge Bitch den letzten Touch gibt. Als Profi-Fotograf arbeitet er selbstredend mit Adobe Lightroom, was ich im Video allerdings recht praktisch fand, war die Möglichkeit die Farbwirkung der Bilder per Film Simulation zu setzen. Paddy greift dazu auf die nicht gerade günstigen VSCO-Film-Presets zurück. Ich arbeite weder mit Lightroom, noch möchte ich ein paar hundert Dollar in virtuelle Filmrollen investieren, sowas muss auch mit den Linux-tauglichen RAW-Entwicklern funktionieren. Mit ein bisschen Recherche wurde ich schnell fündig.

Mein erster Versuch galt AfterShot Pro. Das Programm ist zwar weder frei noch kostenlos, doch aufgrund der zahlreichen implementierten Filter, Entrausch-Routinen und des mir entgegen kommenden Workflows arbeite ich recht gerne mit dem Programm. Über AfterShot Pro hatte ich in LinuxUser 08/2014 schon einmal etwas ausführlicher geschrieben (in der Linux-Community ist der Artikel mittlerweile frei verfügbar), zudem lässt sich mithilfe von Beignet die GPU meines Intels-Rechners zur Beschleunigung der Rechenoperationen heranziehen. Summa summarum ist AfterShot Pro aktuell das Programm, mit dem ich in der Regel meine RAW-Aufnahmen unter Linux entwickel.

Nun gibt es für AfterShot Pro mit Nostalgia (hier die Homepage) einen „Classic Films Simulator“ als Plugin. Allerdings ist das Projekt wohl eingeschlafen. Es gibt keine 64-Bit Version des Plugins und selbst wenn man mit der 32-Bit-Variante von AfterShot Pro arbeitet, ist das Programm zu AfterShot Pro 2.2 nicht mehr kompatibel — Das lässt sich zumindest aus diesem Thread im AfterShot-Forum von Corel herauslesen. Auf meinem 64-Bit-Rechner erscheint das Plugin nach der Installation gar nicht erst in der Auswahl. Ich gehe mal davon aus, dass das Plugin in der Tat nicht mehr zu gebrauchen ist.

Mit ein bisschen mehr Recherche kommt bei RawTherapee zu einem funktionierenden Film-Filter, die RawPedia — das Wiki zu RawTherapee — widmet dem Thema eine ganze Seite. Für die Installation müsst ihr euch die RawTherapee Film Simulation Collection in Form des HaldCLUT.zip herunterladen — Achtung: Die Datei ist über 300 MByte groß. Anschließend entpackt ihr den Inhalt irgendwo auf der Festplatte, ich für meinen Teile habe das Archiv einfach nach ~/.config/RawTherapee entpackt. Anschließend startet ihr RawTherapee und öffnet über einen Klick links unten in der Dateiverwaltung die Einstellungen. Im Reiter Bildbearbeitung gibt er dann dieses Verzeichnis unter Film Simulation an.

Die RawTherapee Film Simulation Collection müsste ihr von Hand auf eurem System installieren.

Die RawTherapee Film Simulation Collection müsste ihr von Hand auf eurem System installieren.

Nach einem Neustart von RawTherapee habt ihr dann die Möglichkeit im Edit-Modus unter Farbe (zu erreichen über das dritte Icon von links oder über [Strg]+[C]) die Film Simulaton zu aktivieren. Euch stehen eine ganze Palette an Filmen zur Verfügung: Von zahlreichen Schwarz/Weiß-Filmen von Ilford und Co., über Farbfilme von Agfa, Fuji oder Kodak bis hin zu Lomography-Filmen für den typischen Lomo-Effekt. Der Fotograf und Open-Source-Blogger Patrick David hat sich die Mühe gemacht alle Filme zusammenzuschreiben.

Fuji 160C, 400H, 800Z
Fuji Ilford HP5
Kodak Portra 160, 400, 800
Kodak TMAX 3200
Kodak Tri-X 400

Fuji Neopan 1600
Fuji Superia 100, 400, 800, 1600
Fuji Ilford Delta 3200
Kodak Portra 160 NC, 160 VC, 400 NC, 400 UC, 400 VC

Polaroid PX-70
Polaroid PX100UV
Polaroid PX-680
Polaroid Time Zero (Expired)

Fuji FP-100c
Fuji FP-3000b
Polaroid 665
Polaroid 669
Polaroid 690

Fuji Neopan 1600
Fuji Superia 100/400/800/1600
Ilford Delta 3200
Kodak Portra 160 NC/VC
Kodak Portra 400 NC/UC/VC

Fuji 160C
Fuji 400H
Fuji 800Z
Ilford HP5
Kodak Portra 160/400/800
Kodak TMax 3200
Kodak Tri-X 400

Polaroid PX-70
Polaroid PX100UV
Polaroid PX-680
Polaroid Time Zero (Expired)

Fuji FP-100c
Fuji FP-3000b
Polaroid 665
Polaroid 669
Polaroid 690

Agfa Precisa 100
Fuji Astia 100F
Fuji FP 100C
Fuji Provia 100F
Fuji Provia 400F
Fuji Provia 400X
Fuji Sensia 100
Fuji Superia 200 XPRO
Fuji Velvia 50
Generic Fuji Astia 100
Generic Fuji Provia 100
Generic Fuji Velvia 100
Generic Kodachrome 64
Generic Kodak Ektachrome 100 VS
Kodak E-100 GX Ektachrome 100
Kodak Ektachrome 100 VS
Kodak Elite Chrome 200
Kodak Elite Chrome 400
Kodak Elite ExtraColor 100
Kodak Kodachrome 200
Kodak Kodachrome 25
Kodak Kodachrome 64
Lomography X-Pro Slide 200
Polaroid 669
Polaroid 690
Polaroid Polachrome

Agfa Ultra Color 100
Agfa Vista 200
Fuji Superia 200
Fuji Superia HG 1600
Fuji Superia Reala 100
Fuji Superia X-Tra 800
Kodak Elite 100 XPRO
Kodak Elite Color 200
Kodak Elite Color 400
Kodak Portra 160 NC
Kodak Portra 160 VC
Lomography Redscale 100

Agfa APX 100
Agfa APX 25
Fuji Neopan 1600
Fuji Neopan Acros 100
Ilford Delta 100
Ilford Delta 3200
Ilford Delta 400
Ilford FP4 Plus 125
Ilford HP5 Plus 400
Ilford HPS 800
Ilford Pan F Plus 50
Ilford XP2
Kodak BW 400 CN
Kodak HIE (HS Infra)
Kodak T-Max 100
Kodak T-Max 3200
Kodak T-Max 400
Kodak Tri-X 400
Polaroid 664
Polaroid 667
Polaroid 672
Rollei IR 400
Rollei Ortho 25
Rollei Retro 100 Tonal
Rollei Retro 80s

Im Bild unten habe ich ein Original-Raw von mir mal mit einem Kodak Portra 400 UC – und einem Lomography Redscale 100 verglichen. Während das Original etwas blass ist, bekommt das Bild mit dem Kodak Portra deutlich mehr Farbe. Mit dem Lomography Redscale 100 drehen die Farben dann nochmals deutlich auf — Für Instagram-Fans sicherlich eine tolle Sache. In meinen Augen lohnt es sich sämtzliche Film-Filter einmal anzusehen. Dies geht recht einfach, wenn ihr einen Film mit der Maus auswählt und dann mit den Pfeiltasten nach oben oder unten zu den jeweils nächsten in der Reihe zappt, so erspart ihr euch viel Mausklickerei.

RawTherapee mit Kodak Portra 400 UC und Lomography Redscale 100 als Film Simulation im Vergleich.

RawTherapee mit Kodak Portra 400 UC und Lomography Redscale 100 als Film Simulation im Vergleich.

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Matchstick: Chromecast-Klon mit Firefox OS abgesagt http://linuxundich.de/gnu-linux/matchstick-chromecast-klon-mit-firefox-os-abgesagt/ http://linuxundich.de/gnu-linux/matchstick-chromecast-klon-mit-firefox-os-abgesagt/#comments Mon, 03 Aug 2015 22:41:41 +0000 http://linuxundich.de/?p=29356 Der im Oktober letzten Jahres gestartete Matchstick-TV-Dongle auf Basis von Firefox OS legt eine Vollbremsung hin. Nachdem das Projekt auf Kickstarter fast 500.000 US-Dollar einsammeln konnte, sollten eigentlich schon im Februar dieses Jahres die ersten Matchsticks an die Early-Bird-Backer ausgeliefert … Weiterlesen

Matchstick: Chromecast-Klon mit Firefox OS abgesagt ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Der im Oktober letzten Jahres gestartete Matchstick-TV-Dongle auf Basis von Firefox OS legt eine Vollbremsung hin. Nachdem das Projekt auf Kickstarter fast 500.000 US-Dollar einsammeln konnte, sollten eigentlich schon im Februar dieses Jahres die ersten Matchsticks an die Early-Bird-Backer ausgeliefert werden, doch aufgrund von technischen Schwierigkeiten musste der Termin geschoben werden. Nach ein paar weiteren Monaten, stellt das Matchstick-Team die Entwicklung jetzt komplett ein.

After struggling with the DRM development based on Firefox OS for most of this year, we realize continued development of DRM, though showing early signs of promise, will be a long and difficult road. We have come to the conclusion that we will not be able to reliably predict the completion date of the DRM development without significantly more research, development and integration.

Schuld am — zumindest vorläufigen — des Projekts sind Probleme bei der Implementation von Funktionen zur digitalen Rechteminderung aka DRM. Obwohl Matchstick angekündigt hat die bezahlten Beträge zurückzuerstatten — nicht jedes gescheiterte Kickstarter-Projekt macht dies — sind die Backer nicht ganz glücklich mit der Entscheidung. Viele hätten den Open-Source Multimedia-Dongle ganz gerne auch ohne DRM-Funktionen gehabt. Ich für meinen Teil hatte mir einen der Early-Birds gesichert, nun bleibt es dann doch bei einem Raspberry Pi und Kodi.

We will refund 100% of pledges to you via the Amazon payment system. It’s a manual process and may take up to 60 days for us to process all refunds. We will strive to complete the refunds by the end of September. If you do not see your refund by then, please message us via Kickstarter.

Die Rückabwicklung des Kickstarter-Prozesses geschieht wohl manuell. Da über 17.000 Backer ausbezahlt werden wollen, dauert das Prozedere laut eigenen Angaben von Matchstick über 60 Tage. Die Zahlung erfolgt wohl über Amazon Payments, also schaut dort öfters einmal rein und prüft, ob die Zahlung angekommen ist. Sollte es zu Problemen kommen, will sich die Matchstick-Team per E-Mail oder Kickstarter-Nachricht an euch wenden.

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Linktipp: Music Player for Reddit http://linuxundich.de/allgemein/linktipp-music-player-for-reddit/ http://linuxundich.de/allgemein/linktipp-music-player-for-reddit/#comments Mon, 03 Aug 2015 17:13:42 +0000 http://linuxundich.de/?p=29244 Ich bin nicht gerade ein Fan der deutschen Radiokultur, mehr als ein paar Dutzend Songs oder Künstler gibt es eigentlich dort nicht zu hören. Das übliche Motto: „Das Beste aus den 80er, 90er und den Hits von heute“. Nun gibt … Weiterlesen

Linktipp: Music Player for Reddit ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Ich bin nicht gerade ein Fan der deutschen Radiokultur, mehr als ein paar Dutzend Songs oder Künstler gibt es eigentlich dort nicht zu hören. Das übliche Motto: „Das Beste aus den 80er, 90er und den Hits von heute“. Nun gibt es heutzutage eigentlich genug Möglichkeiten sich sein persönliches Musikprogramm zusammenzustellen. Ob die eigene MP3-Sammlung, Streaming-Dienste von Spotify bis Google Music oder einer der zahlreichen Webradio-Sender, die etwas über den Tellerrand des Mainstreams blicken. Mein Problem mit all den Angeboten: Ich bin von der Vielfalt überfordert. Persönlich habe ich nur wenig Geduld mich durch Playlisten anderer Menschen zu graben oder Das-könnte-Sie-noch-interessieren-Empfehlungen durchzusehen. Ich brauche neuen/anderen Stoff mit nur wenigen Klicks, sonst höre ich doch das, was ich schon seit Jahren höre. Mit dem Music Player for Music Player for Reddit gelingt das.

Reddit ist ein gewaltiges soziales Netzwerk, das weniger Wert auf Selbstdarsteller sondern eher auf Inhalte legt. Bei Reddit gibt es keinen Klarnamenzwang, wer will erzeugt sich einen oder mehrere Accounts ohne die Angabe einer E-Mail-Adresse oder man browst durch so gut wie jedes Subreddit gleich ganz ohne Account. Die Bandbreite an Subreddits ist gewaltig, von Politik über IT bis hin zu recht harten Inhalten ist bei Reddit alles vertreten: Damit aber eben auch zahlreiche Subreddits, die sich um Musik drehen. Hier setzt nun der Music Player for Reddit an. Die Web-App bindet eine breite Palette an Musik-Subreddits ein und zeigt euch die Beiträge mit bei YouTube, Vimeo, Soundcloud oder wo auch immer verlinkter Musik an. Klickt ihr einen der Threads an, spielt Music Player for Reddit den verlinkten Song in der rechten Seitenleiste ab. Reddit-typisch nach Subreddits sortiert, die einzelnen Songs sortiert sich wie bei Reddit üblich durch die Upvotes. Wer möchte kann die Sortierung aber auch ändern.

Über den MusicPlay for Reddit spielt ihr die in den Musik-Reddits verlinkte Musik ab.

Über den MusicPlay for Reddit spielt ihr die in den Musik-Reddits verlinkte Musik ab.

In der Gegenrichtung könnt ihr über den MusicPlayer for Reddit Kommentare in Reddit verfassen.

In der Gegenrichtung könnt ihr über den MusicPlayer for Reddit Kommentare in Reddit verfassen.

Wer möchte kann sich über den Music Player for Reddit bei Reddit einloggen und so dann aus dem Reddit-Player Beiträge Up-/Downvoten oder Kommentare hinterlassen, diese erscheinen dann ganz normal in Reddit. Hängt euer Rechner an der Stereoanlage oder dicken Boxen und euch gefällt der aktuelle Track nicht, dann könnt ihr Music Player for Reddit über das Handy steuern. Klickt dazu rechts oben auf das WLAN-typische Icons und scannt dann mit einem Barcode-Scanner den Code ein. Danach verbinden sich die zwei Browser-Instanzen und ihr könnt vom Handy aus die Wiedergabe steuern. Theoretisch müsstet ihr im Song skippen und auch die Lautstärke regeln können, bei mir funktionierte allerdings nur Play/Pause und Previous/Next.

Der Quellcode zu Music Player for Reddit liegt unter der GPL lizenziert auf GitHub offen. Wer möchte kann sich den Dienst somit auch auf einem eigenen Server aufsetzen — Simpler PHP-Webspace reicht für die Web-App allerdings nicht aus. Für Entwickler lohnt sich generell ein Blick in den Quellcode, da mit Node.js, Redis, Socket.io, Backbone, Coffeescript, Grunt, Jade und einigen anderen mehr, eine Reihe aktueller Frameworks und Tools zum Einsatz kommen und man so vieles lernen kann. Für Fragen, Wünschen oder Fehlermeldungen steht der Entwickler im Ankündigungs-Thread auf Reddit zur Verfügung. Bugs könnt ihr selbstverständlich auch direkt auf GitHub melden.

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Linux-Sound per PulseAudio an Chromecast (oder DLNA-Receiver) streamen http://linuxundich.de/gnu-linux/linux-sound-per-pulseaudio-an-chromecast-oder-dlna-receiver-streamen/ http://linuxundich.de/gnu-linux/linux-sound-per-pulseaudio-an-chromecast-oder-dlna-receiver-streamen/#comments Sun, 02 Aug 2015 16:21:25 +0000 http://linuxundich.de/?p=29317 Über PulseAudio wird ja gerne geschimpft, aber mithilfe des flexiblen Soundserver lassen sich in meinen Augen eine Reihe von interessanten Dingen realisieren. So könnt ihr beispielsweise die Lautstärke jeder Anwendung getrennt voneinander regeln oder den Sound vom Notebook über das … Weiterlesen

Linux-Sound per PulseAudio an Chromecast (oder DLNA-Receiver) streamen ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Über PulseAudio wird ja gerne geschimpft, aber mithilfe des flexiblen Soundserver lassen sich in meinen Augen eine Reihe von interessanten Dingen realisieren. So könnt ihr beispielsweise die Lautstärke jeder Anwendung getrennt voneinander regeln oder den Sound vom Notebook über das WLAN an einen Desktop-Rechner leiten, der an ordentliche Boxen angeschlossen ist. Besitzt ihr einen DLNA-fähigen AV-Receiver oder einen Fernseher mit Chromecast-Dongle, dann könnt ihr mittels PulseAudio-DLNA den Sound eures Rechners auch ohne einen extra Rechner auf eure Boxen leiten.

PulseAudio-DLNA ist ein kleiner DLNA-Server, der die in eurem Netzwerk nach Digital Media Rendereren (DMR) sucht und diese automatisch als PulseAudio-Senke dem System zur Verfügung stellt. So könnt ihr dann den Sound einzelner Apps oder den des gesamten Desktops an euren DLNA-fähigen Verstärker, einen Fernseher, einen Raspberry Pi mit Kodi oder seit der Version 0.4.0 des Programms auch einen Chromecast-Dongle senden. Inzwischen steht die Version des Programms bei 0.4.3, die eine Reihe von Verbesserungen mit sich bringt.

Die Entwickler stellen Ubuntu-Usern eine PPA-Paketquelle mit der jeweils aktuellen Version zur Verfügung. Anwender mit Arch Linux finden das Programm im AUR (bedenkt bitte, dass aktuell auf das AUR4 umgestellt wird), allerdings hinkt das PKGBUILD derzeit hinterher und wurde vom Paketbetreuer trotz gesetzem „outdated“-Flag bisher nicht aktualisiert. In den Kommentaren des AUR4-Eintrags habe ich eine überarbeitete Version der PKGBUILD-Datei hinterlegt, mit der sich die aktuelle Version (gerade frisch eingetroffen die Version 0.4.3) bauen lässt.

### PulseAudio-DLNA unter Ubuntu 15.04 und 14.04 LTS installieren
$ sudo apt-add-repository ppa:qos/pulseaudio-dlna
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install pulseaudio-dlna pavucontrol

Nach der Installation müsst ihr PulseAudio-DLNA aus einem Terminal heraus starten und den PulseAudio Lautstärkeregler pavucontrol aufrufen — Die Installation dessen habe ich oben in die Code-Box mit eingeschmuggelt. Im Terminal erscheinen nun eine Reihe von Informationen, wichtig sind die Zeilen mit „Added the device „Gerätename“. Diese sagen euch, ob und welche DLNA-Geräte PulseAudio-DLNA in eurem Netz findet. Bei mir klappt das mit einem LG-Fernseher, Kodi und einem Chromecast ohne Probleme. PulseAudio-DLNA findet auch den Amazon Fire TV, übergeht ihn allerdings mit der Nachricht „The Chromecast seems not to be an original Chromecast“. Die Version 0.3.5 des Programms hat auch noch Sonos-Boxen erkannt, allerdings blieben diese stumm, wenn man Sound auf sie schickte, von daher klammert PulseAudio-DLNA diese wohl inzwischen komplett aus.

$ pulseaudio-dlna
08-01 13:23:36 pulseaudio_dlna.application INFO Using localhost: 192.168.178.49:8080
08-01 13:23:36 pulseaudio_dlna.application INFO Loaded encoders:
08-01 13:23:36 pulseaudio_dlna.application INFO
[...]
08-01 13:23:38 pulseaudio_dlna.pulseaudio INFO Added the device "42LS560S-ZC (DLNA)".
08-01 13:23:38 pulseaudio_dlna.plugins.chromecast.renderer INFO The Chromecast seems not to be an original Chromecast! Model name: "FireTV" Skipping device ...
08-01 13:23:38 pulseaudio_dlna.plugins.chromecast.renderer INFO The Chromecast seems not to be an original Chromecast! Model name: "FireTV" Skipping device ...
08-01 13:23:38 pulseaudio_dlna.pulseaudio INFO Added the device "Wohnzimmer (Chromecast)".
08-01 13:23:43 pulseaudio_dlna.listener INFO Discovery complete.
[...]

Damit sind die Vorbereitungen abgeschlossen und ihr könnt die ganze Geschichte testen. Öffnet dazu irgendeine Anwendung die Ton abspielt und geht in den PulseAudio Lautstärkeregler. Dort geht ihr im Reiter Wiedergabe auf das entsprechende Programm und sucht euch aus der Dropdown-Box das Gerät raus, an welches PulseAudio-DLNA den Ton der Anwendung weiterleiten soll. Kurze Zeit später sollte der Sound aus diesem herauskommen — PulseAudio-DLNA müsst ihr dabei am Laufen lassen. Schaltet ihr später dann einmal das Gerät aus, wechselt PulseAudio-DLNA automatisch auf internes Audio zurück.

Mit Pulseaudio-DLNA leitet ihr den PC-Sound auf DLNA-fähige Geräte oder den Chromecast-Dongle.

Mit Pulseaudio-DLNA leitet ihr den PC-Sound auf DLNA-fähige Geräte oder den Chromecast-Dongle.

Zur Kontrolle könnt ihr einen Blick auf das Terminal werfen. Hier meldet PulseAudio-DLNA den Stream und spuckt bei Fehlerb auch weiterführende Informationen aus, die ihr an den Entwickler melden könntet. PulseAudio sollte sich übrigens die Kombination aus Programm und Ziel merken: Laufen PulseAudio-DLNA, das Gerät und die Anwendung wieder zur selben Zeit, spielt PulseAudio den Sound automatisch über das DLNA-Gerät ab.

[...]
08-01 13:24:12 pulseaudio_dlna.streamserver INFO Requested streaming URL was: /wohnzimmer_chromecast.wav (HTTP/1.1)
08-01 13:24:12 pulseaudio_dlna.streamserver INFO Got request from Chromecast.fritz.box - GET /wohnzimmer_chromecast.wav HTTP/1.1,200,-
08-01 13:24:12 pulseaudio_dlna.streamserver INFO Client 192.168.178.54 registered to stream /wohnzimmer_chromecast.wav.
08-01 13:24:12 pulseaudio_dlna.streamserver INFO Processes of /wohnzimmer_chromecast.wav initialized ...
sox WARN wav: Length in output .wav header will be wrong since can't seek to fix it
08-01 13:24:13 pulseaudio_dlna.pulseaudio INFO The device "Wohnzimmer (Chromecast)" is playing.

PulseAudio-DLNA eignet sich allerdings nicht für jede Aufgabe, da sich beim Abspielen über das Netzwerk aufgrund des Puffers eine Verzögerung von rund einer halben Sekunde ergibt. Beim Abspielen von Musik ist das natürlich kein Problem, wer aber den Sound eines Films oder eines Computerspiels drahtlos per DLNA auf die Stereoanlage beamen möchte, der müsste sich damit begnügen, dass Ton und Bild nicht mehr exakt aufeinander passen.

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Amazon Fire TV zu leise? Dolby Digital Plus abschalten erhöht die Lautstärke! http://linuxundich.de/hardware/amazon-fire-tv-zu-leise-dolby-digital-plus-abschalten-erhoeht-die-lautstaerke/ http://linuxundich.de/hardware/amazon-fire-tv-zu-leise-dolby-digital-plus-abschalten-erhoeht-die-lautstaerke/#comments Tue, 21 Jul 2015 09:44:37 +0000 http://linuxundich.de/?p=29294 Ich habe meinen Amazon Fire TV schon seit dem ursprünglichen Release rumstehen — allerdings kommt die Fire-TV-Box bei mir kaum zum Einsatz. Meist fungiert mein OpenELEC-RasPi als Mediacenter. Nicht unbedingt weil der Fire TV Mist oder die Inhalte bei Amazon … Weiterlesen

Amazon Fire TV zu leise? Dolby Digital Plus abschalten erhöht die Lautstärke! ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Ich habe meinen Amazon Fire TV schon seit dem ursprünglichen Release rumstehen — allerdings kommt die Fire-TV-Box bei mir kaum zum Einsatz. Meist fungiert mein OpenELEC-RasPi als Mediacenter. Nicht unbedingt weil der Fire TV Mist oder die Inhalte bei Amazon nicht brauchbar wären: Mein Kritikpunkt ist der unterirdische Ton den mein Fire TV an meinem LG-Fernseher ausspuckt. Der bei über den Fire TV abgespielten Filmen Sound ist dumpf und leise. Ich muss den Fernseher abnormal aufdrehen, um überhaupt brauchbar den Film ansehen beziehungsweise besser anhören zu können. Trotzdem bleibt besonders Gesprochenes im Vergleich zu Hintergrundgeräuschen viel zu leise, sodass der Fire TV einfach keinen Spaß macht.

Das Problem lässt sich nun jedoch relativ einfach lösen, den entsprechenden Tipp bekommt man zum Beispiel im Amazon Forum: In der Standard-Einstellung liefert der Amazon Fire TV (und vermutlich auch der Fire TV Stick) seinen Ton mithilfe von Dolby Digital Plus als Mehrkanal-Sound aus. Versteht sich nun der am Fire TV angeschlossene Fernseher nicht auf Dolby Digital Plus oder Mehrkanal-Ton, mittelt der Fernseher die empfangenen Klänge zu einem Stereo-Signal — bei meinem LG klappt das nun eben mehr schlecht als recht. Stellt ihr nun aber in den Fire-TV-Einstellungen unter Töne und Bildschirm | Audio | Dolby Digital Ausgabe die Option Dolby Digital Plus auf aus, dann schickt der Fire TV gleich ein Stereo-Signal, das dann vom Fernseher auch ordentlich verarbeitet wird.

Für brauchbaren Sound eines Fire TV an einem herkömmlichen Stereo TV schaltet ihr Dolby Digital Plus ab.

Für brauchbaren Sound eines Fire TV an einem herkömmlichen Stereo TV schaltet ihr Dolby Digital Plus ab.

In den Einstellungen des Fire TV lässt sich die Audio-Ausgabe entsprechend konfigurieren.

In den Einstellungen des Fire TV lässt sich die Audio-Ausgabe entsprechend konfigurieren.

Dolby Digital sorgt theoretisch für tollen Sound, an einem Stereo-TV jedoch nur für klammen Ton.

Dolby Digital sorgt theoretisch für tollen Sound, an einem Stereo-TV jedoch nur für klammen Ton.

Steigt ihr nun eines Tages auf einen Fernseher mit Mehrkanal-Ton oder erweitert euren Fernseher um einen AV-Receiver oder eine Soundbar, solltet ihr euch allerdings wieder daran erinnern, dass ihr die Audio-Fähigkeiten des Fire TV eingebremst habt und Dolby Digital Plus wieder in den Einstellungen aktivieren. Sonst wundert ihr euch schon wieder, dass der Ton aus dem Fire TV deutlich schlechter kommt, als er eigentlich klingen müsste.

Amazon Fire TV zu leise? Dolby Digital Plus abschalten erhöht die Lautstärke! ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Antispam Bee, Cachify, wpSEO… Sergej Müller hängt sein WordPress-Engagement an den Nagel http://linuxundich.de/webhosting/antispam-bee-cachify-wpseo-sergej-mueller-haengt-sein-wordpress-engagement-an-den-nagel/ http://linuxundich.de/webhosting/antispam-bee-cachify-wpseo-sergej-mueller-haengt-sein-wordpress-engagement-an-den-nagel/#comments Fri, 17 Jul 2015 20:07:06 +0000 http://linuxundich.de/?p=29283 Traurige Nachricht für WordPress-Nutzer, die gerne auf bewährte und leistungsfähige Plugins wie Antispam Bee, Cachify, Statify oder auch das kommerzielle wpSEO zurückgreifen — die Antispam Biene filtert beispielsweise auch bei mir die unzähligen Spamkommentare aus dem Blog. Sergej Müller, der Entwickler dieser und noch einer ganzen … Weiterlesen

Antispam Bee, Cachify, wpSEO… Sergej Müller hängt sein WordPress-Engagement an den Nagel ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Traurige Nachricht für WordPress-Nutzer, die gerne auf bewährte und leistungsfähige Plugins wie Antispam Bee, Cachify, Statify oder auch das kommerzielle wpSEO zurückgreifen — die Antispam Biene filtert beispielsweise auch bei mir die unzähligen Spamkommentare aus dem Blog. Sergej Müller, der Entwickler dieser und noch einer ganzen Reihe anderer interessanter Plugins, sowie Betreiber verschiedener deutschsprachiger WordPress-Angebote wie WP-Letter und WP-Coder, stellt aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit an seinen Projekten ein und lässt WordPress WordPress ein.

Fast 9 Jahre und nahezu 3 Millionen Downloads später ist Schluss. Schluss mit WordPress. Für mich geht ein Lebensabschnitt zu Ende. Ein Lebensabschnitt, der unendlich viel Erfahrung, Learnings und Spaß mit sich brachte. Ein Lebensabschnitt, der aber unendlich viel Zeit, Nerven und Motivation mit sich nahm. Doch der Wille zählt und ich hoffe stark, dass meine Software und mein Engagement die WordPress-Community ein Stückchen besser, qualitativer gemacht haben.

Ich möchte mir an dieser Stelle sehr herzlich bei Sergej bedanken. Ich habe immer wieder wertvolle Informationen bei dir gefunden und auch immer wieder gerne auf deine Plugins zurückgegriffen, in der Regel waren seine Plugins immer die beste Alternative — besonders für Blogger im Deutschen Rechtsraum. Wenn auch ihr ein wenig Dankbarkeit verspürt, dann könnt ihr Sergej per E-Mail kontaktieren (siehe seine Goodbye-Nachricht) oder ihm via PayPal oder Amazon ein kleines Dankeschön zukommen lassen. Der Amazon-Wunschzettel lässt erkennen, dass Sergej in Zukunft deutlich mehr Zeit Outdoors verbringen möchte: Ich hoffe, dass dir die Ruhe dort gut tut!

Als WordPress-Blogger müsst ihr nun nicht panisch nach Alternativen für die von Sergej entwickelten Plugins suchen: Alle seine Projekte haben ein neues Zuhause gefunden. Sergejs freie Plugins werden von pluginkollektiv weitergeführt. Die sich aus der deutschen WordPress-Community rekrutierende Gruppe betreut die Plugins, sorgt weiterhin für Updates und kümmert sich darum, dass die mit den Plugins verbundenen Domains nicht in die Hände eines Domaingrabbers fallen. Die Gruppe verpflichtet sich die Plugins weiterhin kostenlos und werbefrei zur Verfügung zu stellen.

Das WordPress-Plugin AntispamBee filter zuverlässig Spam-Kommentare aus dem Blog.

Das WordPress-Plugin AntispamBee filter zuverlässig Spam-Kommentare aus dem Blog.

Auch die kommerziellen Plugins fanden neue Betreuer: Das SEO-Plugin wpSEO übernimmt Soeren Eisenschmidt (@eisy). Er hat gleich begonnen das Thema WordPress-SEO als Blog aufzuarbeiten. Optimus für verlustfreie Bildkomprimierung ging an KeyCDN (@keycdn). Und auch der WP Letter (aktuell ist die Domain down) wird von Simon Kraft (@krafitweitergeführt. Somit sind also alle Projekte Sergejs in (hoffentlich) guten Händen. Wahrscheinlich wir die Entwicklung der Plugins nicht mehr ganz so schnell weitergehen, doch immerhin geht es weiter.

Antispam Bee, Cachify, wpSEO… Sergej Müller hängt sein WordPress-Engagement an den Nagel ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Worthy implementiert den kompletten VG-Wort-Workflow in WordPress http://linuxundich.de/webhosting/worthy-vereinfacht-die-integration-von-zaehlpixeln-der-vg-wort-wordpress/ http://linuxundich.de/webhosting/worthy-vereinfacht-die-integration-von-zaehlpixeln-der-vg-wort-wordpress/#comments Tue, 14 Jul 2015 17:39:29 +0000 http://linuxundich.de/?p=25919 Was für viele deutsche Arbeitnehmer die alljährliche Steuererklärung, ist für Autoren von in Deutschland veröffentlichten Werken die ebenso jährlich anstehende Meldung an die VG WORT. Schon die Meldung von gedruckten Werken ist mit beträchtlichem Aufwand verbunden, getoppt wird der bürokratische Akt … Weiterlesen

Worthy implementiert den kompletten VG-Wort-Workflow in WordPress ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Was für viele deutsche Arbeitnehmer die alljährliche Steuererklärung, ist für Autoren von in Deutschland veröffentlichten Werken die ebenso jährlich anstehende Meldung an die VG WORT. Schon die Meldung von gedruckten Werken ist mit beträchtlichem Aufwand verbunden, getoppt wird der bürokratische Akt nur vom Melden von im Internet veröffentlichten Werken. Hier müssen Zählpixel beantragt, in die Seiten eingebaut, die Anzahl der Buchstaben im Artikel gezählt und am Ende der Beitrag in vollem Umfang in das Online-Portal T.O.M der VG Wort übertragen werden. Diese Arbeit nimmt für fleißige Autoren jedes Jahr locker ein oder zwei Arbeitstage in Anspruch, für Vielschreiber lohnt sich der Aufwand jedoch. Lange gab es für WordPress nur Notbehelfs-Plugins, mit Worthy steht nun endlich ein Plugin für WordPress zur Verfügung, das einen sauberen Workflow zwischen dem eigenen Blog und der VG Wort implementiert.

Entwickelt wurde Worthy von meinem Webhoster Bernd Holzmüller aka tiggersWelt nach dem Konzept von Peter Wilhelm, dem Betreiber des lesenswerten Bestatterweblog — Bestatter können von sehr interessanten Dingen berichten :-) Dort ist das Plugin auch schon seit einiger Zeit erfolgreich im Einsatz ist. Ich durfte seit Mitte letzten Jahres den glücklichen ersten (weiß ich gar nicht?) Betatester des Plugins spielen und kann daher aus eigener Erfahrung sagen, dass sich mit Worthy die ganze VG-Wort-Thematik inklusive dem Melden der Artikel im T.O.M.-Portal endlich solide lösen lässt. Meinen bisherigen Workaround, die Zählpixel per Spreadsheet zu managen, konnte ich mit Worthy endlich in die Rente schicken. Doch zuvor erst einmal ein paar Worte zur VG Wort, für viele Hobby-Blogger dürfte diese trotz ihrer langen Historie noch ein Buch mit sieben Siegeln sein.

VG-Wort Vertretungsvertrag

Bevor ihr mit Worthy groß einsteigt, solltet ihr euch natürlich bei der VG Wort anmelden und den Vertretungsvertrag unterschreiben. Sinn macht das Ganze für jeden Blogger, der Artikel mit mindestens 1800 Zeichen im Blog stehen hat, die pro Jahr jeweils mindestens 1500 mal abgerufen werden — diese Zahlen sind allerdings nicht in Stein gemeißelt und ändern sich jedes Jahr. Wer also gerade einmal 1000 Seitenaurufe im Jahr verzeichnet, der muss sich nicht zwingend bei der VG Wort anmelden. Aber es kann sich dennoch lohnen, vielleicht landet ihr ja mit einem eurer Beiträge plötzlich einen Hit, ohne Anmeldung und Zählpixel geht ihr dann leer aus. Sind beide Kriterien erfüllt und wurde das VG-Wort-Zählpixel korrekt eingebaut, gibt es für jeden Artikel, der die Anzahl der Mindestzugriffe überscheitet, einen jährlich neu festgelegten Geldbetrag — aber nur wenn ihr die Artikel eben auch ordentlich meldet, dazu später mehr.

Die Homepage der Verwertungsgesellschaft Wort aka VG Wort.

Die Homepage der Verwertungsgesellschaft Wort aka VG Wort.

Der Grundbetrag belief sich 2013 auf 10 Euro. Hat ein Artikel die Grenze von 7500 Abrufen überschritten gab es im Meldezeitraum 2013 stolze 12 Euro. Bei mehr als 37500 Seitenaufrufen innerhalb eines Jahres betrug die Ausschüttung dann 16 Euro. Die Vergütung pro Artikel fällt allerdings seit der ersten Online-Ausschüttung konstant. 2007 gab es für einen Beitrag mit mehr als 2500 Abrufen noch stolze 40 Euro, inzwischen sind wir wie geschildert bei maximal 16 Euro oder gar mehr nur pauschal 12 Euro im aktuellen Meldungszyklus 2014. In Zukunft gibt es mit Sicherheit noch weniger pro Beitrag mit noch höheren Mindestabrufen — dafür wird aber auch euer Archiv mit verpixelten Artikeln immer größer.

Bei der VG Wort teilnehmen kann generell jeder Autor, der seine Werke im Print und Online veröffentlicht und eben den Vertretungsvertrag unterschrieben hat. Die von der VG Wort ausgezahlten Beträge stammen aus den Gebühren, die zum Beispiel Hersteller von Kopierern, Druckern oder CD-/DVD-Brennern entrichten müssen. Selbstverständlich müsst ihr eure Einnahmen durch die VG Wort auf eurer Steuererklärung deklarieren und die sich dadurch erhöhende Lohnsteuer entsprechend nachträglich abführen: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Steuerberater.

VG-Wort-Zählpixel in WordPress

Worthy installiert ihr wie alle anderen WordPress-Plugins auch, ihr braucht allerdings ein selbstgehostes Blog. Das Plugin findet ihr seit heute im Plugin-Repository von WordPress. Nach dem Aktivieren von Worthy öffnet ihr am besten erstmal die Einstellungs-Seite des Plugins aus der WordPress-Sidebar heraus und geht in den Reiter Import/Export. Hier könnt ihr im Abschnitt VG Wort Zählpixel importieren die im T.O.M.-Online-Portal der VG Wort generierten CSV-Dateien mit bis zu 100 Zählpixeln in einem Rutsch einlesen. Wer sein Blog schon länger betreibt und bereits ein paar hundert Beiträge angesammelt hat, der kann gerne gleich ein paar dieser CSV-Files einlesen lassen, so habt ihr einen größeren Pool mit Zählpixeln, den das Plugin später euren Artikeln zuordnen kann.

Die Zählpixel müsst ihr über das T.O.M. Portal der VG Wort generieren.

Die Zählpixel müsst ihr über das T.O.M. Portal der VG Wort generieren.

Pro CSV-Datei liefert euch die VG Wort maximal 100 Zählpixel.

Pro CSV-Datei liefert euch die VG Wort maximal 100 Zählpixel.

Habt ihr schon vorher Erfahrungen mit der VG Wort gemacht und Zählpixel verwendet, dann lest bitte auch eure bereits benutzten Zählpixel-Dateien ein. Unter Worthy | Import/Export | Bestehende VG Word Zählpixel migrieren bindet Worthy nämlich bereits bestehende Zählpixel ein, die ihr mit anderen VG-Wort-Plugins wie VGW aka VG-Wort-KrimskramsWP-VGWORT oder auch manuell ins Blog eingebunden habt. Worthy integriert diese Zählpixel und verbindet sie auch gleich mit den zuvor eingelesenen Daten aus den alten CSV-Dateien, so dass ihr dann die alten Plugins abschalten könnt. Ich persönlich hatte VG-Wort-Krimskrams im Einsatz, der Import lief bis auf ein paar kleine Probleme — ich hatte einige Zählpixel aus Versehen doppelt am Start — problemlos durch. Anschließend seht ihr im Reiter VG Wort Zählpixel welches Pixel welchem Beitrag zugeordnet wurde.

Worthy erlaubt es Zählpixel direkt im CSV-Format zu importieren.

Worthy erlaubt es Zählpixel direkt im CSV-Format zu importieren.

Bestehende Zählpixel verknüpft Worthy direkt mit der eigenen Datenbank.

Bestehende Zählpixel verknüpft Worthy direkt mit der eigenen Datenbank.

Der Worthy-Index speichert welche Beiträge lang genug für ein Zählpixel sind.

Der Worthy-Index speichert welche Beiträge lang genug für ein Zählpixel sind.

In der Übersicht seht ihr welche Zählpixel Worthy mit welchen Beiträgen verknüpft hat.

In der Übersicht seht ihr welche Zählpixel Worthy mit welchen Beiträgen verknüpft hat.

Hat Worthy nun all eure Zählpixel der VG Wort importiert, müsst ihr euch nicht mehr groß mit dem Thema VG Wort und Zählpixel beschäftigen, außer darauf zu achten bei längeren Beitrag mit mehr als 1500 Zeichen eben das Zählpixel in der Sidebar des WordPress-Editors zu aktivieren, das Feld wird jedoch erst ab dieser Länge aktiv. Wie viel ihr noch zu Schreiben habt, seht ihr am unteren Ende des Editorbereichs. Hier blendet Worthy nicht nur die Anzahl der Wörter im Artikel, sondern auch die Anzahl der für die VG Wort relevanten Zeichen ein. Worthy holt sich daraufhin automatisch ein freies Zählpixel aus dem zuvor eingelesenen Pool und verknüpft es mit dem Artikel — mehr müsst ihr nun nicht mehr machen, zumindest was das Einbinden der Zählpixel betrifft. Die aktuelle Version (noch nicht auf dem Screenshot) unterscheidet zudem auch zwischen lyrischen Werken und normalen Texten — im Web veröffentlichte Gedichte benötigen deutlich weniger Abrufe um meldefähig zu sein.

Zählpixel setzt ihr direkt aus dem Beitragseditor heraus.

Zählpixel setzt ihr direkt aus dem Beitragseditor heraus.

Die aktuelles Version von Worthy funktioniert für Solo-Blogger wie mich schon wunderbar, doch für Blogs mit mehreren Autoren ist das Plugin aktuell noch nicht wirklich benutzbar. Worthy müsste ja Zählpixel für jeden Autor getrennt verwalten, das kann das Plugin bisher jedoch noch nicht, diese Funktion will Bernd allerdings in der nächsten Versionen — wenn denn alles klappt — noch hinzugefügen. Jeder Autor kann dann seine eigenen Zählpixel in Worthy importieren und beim Schreiben per Mausklick setzen. Allerdings müsst ihr dennoch darauf achten, dass die von euch genutzten Zählpixel nicht noch auf einer anderen Webseite zum Einsatz kommen, generiert daher am besten für jede Webseite eigene Zählpixel-Blöcke.

Automatisierte METIS-Meldung

Alleine mit dem Einbau des Zählpixels bekommt ihr von der VG Wort jedoch noch keinen einzigen Cent — so leicht macht es euch die VG Wort nicht, auf diesem Weg registriert die Verwertungsgesellschaft nur die Seitenaufrufe eurer Beiträge. Um an die Ausschüttungen zu kommen, müsst ihr für jeden (sic!) Beitrag, der die Abrufgrenze überschreitet, eine Meldung für den Bereich Texte im Internet aka METIS im T.O.M.-Portal erstellen. Dazu will die VG Wort neben der URL zum Beitrag auch noch den kompletten Inhalt des Artikels als Text oder als PDF sehen. Pro gemeldeten Artikel seid ihr so locker ein paar Minuten eures Lebens los, bei fleißigen Bloggern summieren sich diese Minuten zu mehreren Stunden oder gar Arbeitstagen, die man mit dieser monotonen und stupiden Arbeit beschäftigt ist .

Während der Meldeperiode (die aktuelle läuft noch bis Ende des Monats) müsst ihr nun die meldefähigen mit überschrittenen Mindestzugriff und der nötigen Mindestlänge bei der VG Wort melden. Dazu öffnet ihr Worthy im WordPress-Backend und geht in den Reiter VG Wort Zählpixel, dort schränkt ihr dann die Auswahl auf Mindestzugriff erreicht ein. Die jetzt in der Liste aufgeführten Artikel dürfen und sollten nun alle an die VG Wort gemeldet werden, dazu muss ein Webbereich angelegt (im Endeffekt die URL hinterlegt) und der Inhalt des Artikels zur VG Wort übertragen werden.

Mit Worth die Zählpixel herausfiltern, die den geforderten Mindestabruf erreicht haben.

Worthy filtert die Beiträge mit der geforderten Anzahl an Mindestauffrufen heraus.

In der Vorschau lässt sich nochmal prüfen, was Worthy an die VG Wort übermittelt.

In der Vorschau lässt sich nochmal prüfen, was Worthy an die VG Wort übermittelt.

Nach erledigter Arbeit zeit Worthy an, welche Artikel erfolgreich gemeldet wurden.

Nach erledigter Arbeit zeit Worthy an, welche Artikel erfolgreich gemeldet wurden.

Zur Kontrolle könnt ihr die Meldungen im Online-Portal TOM der VG Wort einsehen.

Zur Kontrolle könnt ihr die Meldungen im Online-Portal T.O.M. der VG Wort einsehen.

Markiert dazu die gewünschten Artikel und wählt oben in der Liste Meldung erstellen (mit Vorschau) als Aktion aus, später könnt ihr auf die Vorschau verzichten. Im nächsten Dialog zeigt euch Worthy, die um Code-Blöcke und weitere nicht meldefähigen Texte bereinigten Artikel in einer Vorschau an. Solltet ihr hier bei einem der Artikel Fehler feststellen, könnt ihr den Markierung entfernen und so diesen Artikel überspringen. Ein Klick auf VG Wort melden schickt dann die komplette Meldung in Richtung VG Wort. Worthy legt dabei automatisch den Webbereich an und übergibt den Inhalt. Alternativ könnt ihr den Webbereich auch einzeln aus der Liste heraus erzeugen.

Premium-Funktion und Kosten

Worthy teilt sich nun in zwei Teile: Das unter der GPL veröffentliche WordPress-Plugin lässt sich selbstverständlich kostenlos installieren. Der kommerzielle Dienst, der zwischen dem T.O.M-Onlineportal und eurer WordPress-Installation vermittelt, möchte hingegen bezahlt werden. Der Dienst wird nötig, sobald Worthy direkt mit der VG Wort interagieren soll. So könnt ihr also kostenlos Zählmarken per CSV-Datei in Worthy importieren und per Schalter aus dem Editor heraus in das Blog einbinden — Die Funktion entspricht in etwa dem Leistungsumfang anderer VG-Wort-Plugins, nur sind sie bei Worthy in meinen Augen besser implementiert. Zudem lassen sich die schon auf anderen Wegen eingebundenen Zählpixel mit den aus den importierten Listen abgleichen, was wieder einiges an Arbeit spart. VG-Wort-Einsteiger können so erst einmal bequem sehen, ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt und sicher gehen, dass die Zählpixel überhaupt abgerufen werden.

Für die direkte Kommunikation zwischen Worthy und VG-Wort braucht es einen kostenpflichtigen Premium-Account.

Für die direkte Kommunikation zwischen Worthy und VG-Wort braucht es einen kostenpflichtigen Premium-Account.

Ein kostenpflichtiges Abonnement wird fällig, wenn sich Worth zum Beispiel automatisch Zählpixel aus T.O.M. ziehen soll, dazu kostet jede Meldung an VG Wort einen kleinen Obolus — der Dienst sorgt im Gegenzug dafür, dass eure Meldung automatisiert und zuverlässig klappt. Die Preise für das Abonnement liegen je nach Laufzeit zwischen 10 Euro pro Jahr und 27 Euro für drei Jahre. Die Kosten für das Übertragen der Meldungen liegen aufgrund des Staffelung zwischen 1,50 Euro (für 10 Meldungen) und 50 Cent (beim Kauf von 250 Meldungen). Wer jeden Tag des Jahres einen Artikel veröffentlicht, der die Meldekriterien erfüllt, zahlt also für seine VG-Wort-Meldung am Ende dann in etwa 190 Euro, bekommt aber in etwa — nur für die neuen Artikel — bei 10 Euro pro Meldung 3600 Euro zurück.

Worthy implementiert den kompletten VG-Wort-Workflow in WordPress ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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