Linux und Ich http://linuxundich.de Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT Fri, 23 Jan 2015 16:34:41 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.1 WhatsApp Web unter Linux, Chromium oder Opera funktionieren auch http://linuxundich.de/gnu-linux/whatsapp-web-unter-linux/ http://linuxundich.de/gnu-linux/whatsapp-web-unter-linux/#comments Fri, 23 Jan 2015 09:00:02 +0000 http://linuxundich.de/?p=27992 Weiterlesen

WhatsApp Web unter Linux, Chromium oder Opera funktionieren auch ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
WhatApp startet heute mit seinem Web-Client und unter Linux klappt alles von Anfang an wie am Schnürchen — Aktuelle Web-Technologien wie WebRTC haben definitiv ihren Vorteil! Wer zum Chatten mit WhatsApp nicht unbedingt immer das Handy in der Hand halten möchte, der kann jetzt also auch im Browser chatten. Dafür nötig ist offiziell zwingend Googles Chrome-Browser, allerdings funktioniert WhatsApp Web auch mit allen anderen, auf dem Chromium-Code basierenden Browsern. Also natürlich Chromium, aber auch Opera (ab Opera 15, der auf Chromium aufsetzt). Die Unterstützung weitere Browser sollen in der Zukunft noch folgen.

Lasst euch daher also nicht von der Meldung WhatsApp Web only works in Google Chrome abschrecken, sondern schaut, dass ihr Chrome, Chromium oder eben Opera startet. Sämtliche Browser gibt es auch unter Linux. Ansonsten ist die Nutzung des WhatsApp-Web-Chats recht einfach gestaltet. Ihr müsst lediglich die Adresse web.whatsapp.com aufrufen auf dem Rechner aufrufen und dann auf dem Handy aus dem Menü WhatsApp Web wählen. Daraufhin startet ein QR-Code-Scanner, über den ihr den auf dem Bildschirm dargestellten Pixel-Code einlesen kennt.

Auf diesem Weg könnt ihr euch von verschiedenen Rechnern in den Web-Client von WhatsApp einloggen. Allerdings kann immer nur ein Browser zur selben Zeit das Webfronten geladen haben. WhatsApp wählt diesen Weg, da man sich bei dem Dienst nicht über ein Login und ein Passwort anmeldet, sondern sich über seine Handynummer authentifiziert, dies ist auf dem PC natürlich nicht möglich. Sitzt ihr an einem öffentlichen Rechner, also beispielsweise in einer Bibliothek oder einem Internet-Café, dann deaktiviert ihr am besten die Option Angemeldet bleiben.

whatsapp-web-linux1 whatsapp-web-linux2 whatsapp-web-linux3 whatsapp-web-linux5

Neben den herkömmlichen Chats bietet das WhatsApp-Webfrontend die selben Funktionen wie die vom Handy bekannte App. Ihr seht also alle auch im Web-Client die von euch bisher über WhatsApp geführte Unterhaltungen und könnt natürlich aber auch über WhatsApp Web Dateien und Bilder versenden. Erlaubt ihr der Webseite auf die Benachrichtigungen, eure Webcam oder das Mikrofon zuzugreifen, dann könnt ihr direkt Bilder der Webcam versenden, wie auch in der Handy-App Sprachnachrichten verschicken und werdet auch über das Benachrichtigungssystem eurer Desktopumgebung über neue Nachrichten informiert — dank der offenen Web-Standards funktionieren auch diese erweiterten Funktionen unter Linux.

whatsapp-web-linux_23-01-2015_08-45-35 whatsapp-web-linux_23-01-2015_08-46-01 whatsapp-web-linux_23-01-2015_08-49-02

Kleiner Tipp am Rande: Die WhatsApp-App gibt es nach wie vor nur für Smartphones. Auf Tablets wird die App nicht angeboten, da die meisten Tablets nicht über eine Telefoniefunktion verfügen und somit auch keine SMS empfangen können. Damit funktioniert die Authentifizierungsfunktion des Dienstes nicht. Nun lässt sich WhatsApp über Umwege auch auf Tablets installieren, allerdings können nicht zwei Geräte mit dem selben Account aktiv sein. Probiert auf dem Tablet daher mal mit Opera oder Chrome euch auf web.whatsapp.com anzumelden. Auf dem Smartphone leitet die Seite aktuell zwar ins Nirvana weitet, aber vielleicht klappt es ja auf einem Tablet.

WhatsApp Web unter Linux, Chromium oder Opera funktionieren auch ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/gnu-linux/whatsapp-web-unter-linux/feed/ 19
FRITZ!WLAN Repeater DVB-C in Kodi bzw. Xbmc integrieren http://linuxundich.de/gnu-linux/fritzwlan-repeater-dvb-c-in-kodi-xbmc-integrieren/ http://linuxundich.de/gnu-linux/fritzwlan-repeater-dvb-c-in-kodi-xbmc-integrieren/#comments Thu, 22 Jan 2015 09:05:42 +0000 http://linuxundich.de/?p=27875 Weiterlesen

FRITZ!WLAN Repeater DVB-C in Kodi bzw. Xbmc integrieren ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
Vor ein paar Wochen hatte ich euch den AVM Repeater mit integriertem DVB-C-Tuner vorgestellt. Das Gerät ist in meinen Augen für alle Anwender ideal, die auf ihrem Linux-System fernsehen möchten, ohne sich mit Treibern oder der Installation von Hardware herumplagen zu müssen. Die TV-Streams des 99 Euro teuren DVB-C-Repeater können per Android-App oder am PC mit VLC abgerufen werden. So klappt das Ganze auch unter Linux ohne jegliche Komplikationen. Im Beitrag stellten einige Leser nun die Frage: Funktioniert das auch mit Kodi bzw. Xbmc? Die Antwort ist ja: Sehr gut! Sogar auf einem einfachen Raspberry Pi als Mediacenter.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr den FRITZ!WLAN Repeater DVB-C wie im Test schon eingerichtet habt und die Playlist-Dateien, in meinem Fall nennen sich die Dateien tvhd.m3u und tvsd.m3u, auf der Festplatte abgespeichert habt. Die Radio-Funktion lasse ich mal links liegen. Schafft die zwei Dateien nun auf irgendeinem Wege auf euer Kodi Media Center. Ich benutze dafür nach wie vor einen Raspberry Pi mit OpenELEC. Daher logge ich mich per Dateimanager und ssh://root:openelec@openelec auf meinem RasPi ein und schiebe die zwei Dateien einfach in den Home-Ordner unter /storage. Bei euch sieht das eventuell anders aus, zur Not nehmt ihr die Speicherkarte des RasPis und lest sie bei euch mit einem Kartenleser am PC ein.

Damit befinden sich nun sämtliche benötigten Daten auf dem System, ihr müsst jetzt nur den Home-Ordner (oder den von euch genutzten Ordner mit den M3U-Dateien) als Datenquelle für Videos einbinden — wenn das nicht sowieso bereits bei euch geschehen ist. Dazu öffnet ihr in den Kodi-Menüs Videos | Dateien | Dateien | Videos hinzufügen und geht auf die Option Durchsuchen. Hier wählt ihr dann den Home-Ordner oder über das Root Dateisystem den Pfad /storage aus. Auch hier wieder der Hinweis: Selbstverständlich müsst ihr die Pfade bei euch an eure Konfiguration eventuell anpassen.

Fügt den Home-Ordner als neue Datenquelle für Kodi hinzu.

Fügt den Home-Ordner als neue Datenquelle für Kodi hinzu.

Den Namen könnt ihr frei wählen, Storage oder Home-Ordner passt schon.

Den Namen könnt ihr frei wählen, Storage oder Home-Ordner passt schon.

Geht jeweils mit OK aus den Dialogen raus, sodass euch Kodi am Ende fragt, welcher Inhalt in der neuen Datenquelle steckt. Lasst hier alles unverändert auf Keine und beendet auch diese Maske mit OK. Nun steckt ihr wieder im Videos-Menü, nur dass ihr jetzt euren Home- oder Storage-Ordner seht. Öffnet ihr diesen, erscheinen die zwei zuvor von euch auf das Mediacenter kopierten M3U-Dateien. Nun müsst ihr nur eine von beiden auswählen, den gewünschten Fernsehsender herauspicken und diesen aufrufen. Kodi öffnet dann dementsprechend den Stream des jeweiligen Senders und spielt diesen wie ein herkömmliches Video ab. Ein Raspberry Pi mit OpenELEC oder Raspbmc kommt ohne Probleme mit den HD-Streams des FRITZ!WLAN Repeater DVB-C aus.

Die Angabe des Inhalts der neuen Datenquelle könnt ihr leer lassen.

Die Angabe des Inhalts der neuen Datenquelle könnt ihr leer lassen.

Im Storage-Ordner findet ihr die zuvor kopierten M3U-Playlists des AVM-Repeater.

Im Storage-Ordner findet ihr die zuvor kopierten M3U-Playlists des AVM-Repeater.

Kodi bzw. Xbmc erkennt die M3U-Dateien korrekt als Videoplaylists und zeigt die Sender an.

Kodi bzw. Xbmc erkennt die M3U-Dateien korrekt als Videoplaylists und zeigt die Sender an.

HD-Fernsehen mit dem AVM DVB-C Repeater auf einem Raspberry Pi.

HD-Fernsehen mit dem AVM DVB-C Repeater auf einem Raspberry Pi.

Nun ist es nicht immer bequem sich bis zu den Playlisten durch die Menüs zu angeln. Damit ihr schnell auf die Fernsehstreams des FRITZ!WLAN Repeater DVB-C zugreifen könnt, legt ihr diese am besten in euren Favoriten ab. Am einfachsten geht dies, wenn ihr vorrübergehend eine Maus oder Tastatur an euer Mediacenter anschließt und mit der rechten Maustaste das Kontextmenü öffnet oder dieses mit der Tasta [C] öffnet und die Datei mit Zu Favoriten hinzufügen markiert. Die markierten Videos, Filme oder Musikstücke — und eben auch die TV-Streams — erreicht ihr dann bequem über das Stern-Icon links unten neben dem Knopf zum Abschalten des Systems.

Fügt die zwei Playlists eures AVM-DVB-C-Repeaters zu euren Favoriten hinzu.

Fügt die zwei Playlists eures AVM-DVB-C-Repeaters zu euren Favoriten hinzu.

Ruft die Playlisten zu euren Fernsehsendern über das Stern-Icon links unten auf.

Ruft die Playlisten zu euren Fernsehsendern über das Stern-Icon links unten auf.

Mit dem FRITZ!WLAN Repeater DVB-C und einem RasPi als Mediacenter könnt ihr nun überall dort Fernsehen, wo ihr Netzwerk habt — zur Not auch über WLAN. Eine Kabelfernsehverbindung in den jeweiligen Raum ist nicht mehr zwingend nötig. Der in meinen Augen einziger Nachteil der Lösung ist nach wie vor, dass AVM lediglich einen DVB-C-Repeater im Programm hat und Anwender mit digitalem Satellitenfernsehen (DVB-S) oder DVB-T in die Röhre schauen. Da der DVB-C-Repeater auch keinen Slot für ein Ci+-Modul besitzt, gibt es zudem nur die öffentlich-rechtlichen Sender in HD-Qualität.

FRITZ!WLAN Repeater DVB-C in Kodi bzw. Xbmc integrieren ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/gnu-linux/fritzwlan-repeater-dvb-c-in-kodi-xbmc-integrieren/feed/ 15
Erste Beta des LibreOffice Viewer für Android von Collabora http://linuxundich.de/android/erste-beta-des-libreoffice-viewer-fur-android-von-collabora/ http://linuxundich.de/android/erste-beta-des-libreoffice-viewer-fur-android-von-collabora/#comments Wed, 21 Jan 2015 14:21:47 +0000 http://linuxundich.de/?p=27880 Weiterlesen

Erste Beta des LibreOffice Viewer für Android von Collabora ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
LibreOffice für Android ist ja schon schon seit einigen Jahren angedacht. Ich meine schon auf der CeBit 2012 mit Florian Effenberger über LibreOffice für Android gesprochen zu haben, doch bisher hat sich aufgrund knapper Ressourcen für den Anwender wenig getan. Lediglich mit der LibreOffice Impress Remote für Android gibt es eine ordentliche LibreOffice-App zum Fernsteuern von Präsentationen. Alles andere wie der OpenDocument Reader sind Projekte einzelner Entwickler oder sehr sehr sehr experimentelle Ansätze. Mit dem LibreOffice Viewer für Android startet nun aber auch der Open-Source- und LibreOffice-Spezialist Collabora mit einer Android-App, weitere sollen folgen.

Der LibreOffice Viewer für Android soll der Start für einer Reihe von Produkten für mobile Geräte sein. Der Viewer unterstützt die Anzeige Dokumenten, Tabellen und einfachen Präsentationen in den Open-Document- und Microsoft-Office-Formaten and Smartphones und Tablets. In zukünftigen Versionen soll auch die Darstellung von komplexeren Präsentationen möglich sein, sowie neue Funktionen in der Anwendung hinzukommen. Bei der Entwicklung der App setzt Collabora nicht nur auf die von LibreOffice bereits geleistete Arbeit auf, sondern kooperiert auch mit dem niederländischen Unternehmen Smoose. Wer den Viewer selber einmal testen möchte, der kann ihn sich über den Google Play Store installieren.

libreoffice-viewer-android1 libreoffice-viewer-android2 libreoffice-viewer-android3 libreoffice-viewer-android4 libreoffice-viewer-android5

In einem ersten schnellen Test kann der Viewer allerdings noch nicht sonderlich viel. Die genannten Dokumente lassen sich selbstverständlich öffnen, allerdings ist die Anzeige selbst auf einem LG Nexus 5 bei umfangreicheren Tabellen sehr langsam und die Darstellung zudem verzehrt. Mit dem LibreOffice Writer geschriebene Texte hingegen zeigt der LibreOffice Viewer für Android recht ordentlich an. Calc-Spreadsheets mit mehreren Tabellen unterstützt der Viewer. Über das Menü-Icon lässt sich dafür eine Seitenleiste öffnen, in der ihr das jeweilige Spreadsheet aus einer Vorschau heraus öffnen könnt. Diagramme lässt der LibreOffice Viewer bisher allerdings komplett links liegen.

Alles in allem muss in die App also noch kräftig Arbeit investiert werden, damit derLibreOffice Viewer für Android auch wirklich etwas taugt. Wer sich in die Entwicklung einbringen möchte, der kann Fehler, Verbesserungsvorschläge und eigene Vorschläge im Collabora-Bugtracker eintragen. Trotz der holprigen ersten Schritte ist es schon zu sehen, dass sich an der LibreOffice-Front mal wieder ein wenig mehr tut. Laut einem Heise-Bericht vom September letzten Jahres soll ja ein LibreOffice für Android von der Document Foundation mit einem eigenen Projekt gepusht werden. Im Februar soll ein Framework stehen, über das sich LibreOffice-Dokumente laden, speichern und Darstellen lassen.

Erste Beta des LibreOffice Viewer für Android von Collabora ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/android/erste-beta-des-libreoffice-viewer-fur-android-von-collabora/feed/ 1
Kodi- bzw. XBMC-Plugin für Amazon Prime Instant Video und den Raspberry Pi http://linuxundich.de/raspberry-pi/kodi-bzw-xbmc-plugin-fur-amazon-prime-instant-video-und-den-raspberry-pi/ http://linuxundich.de/raspberry-pi/kodi-bzw-xbmc-plugin-fur-amazon-prime-instant-video-und-den-raspberry-pi/#comments Mon, 19 Jan 2015 21:57:03 +0000 http://linuxundich.de/?p=27807 Weiterlesen

Kodi- bzw. XBMC-Plugin für Amazon Prime Instant Video und den Raspberry Pi ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
Wenn es darum geht meinen Fernseher mit einem Media-Center aufzurüsten, ist bei mir immer noch der Raspberry Pi mit Kodi (ehemals XBMC) und OpenELEC erste Wahl. Auch wenn der RasPi nicht gerade eine Rakete ist, mir ist die Oberfläche schnell genug und die große RasPi-Community gleicht vieles wieder aus. Nur bei einem Punkt ist Kodi gegenüber Smart-TVs und kommerziellen Multimedia-Boxen im Nachteil: Geht es darum Video-on-Demand-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Instant Video zu nutzen, steht man vor verschlossenen Türen. Zumindest bei Amazon gilt dies seit kurzem nicht mehr, für Amazons Video-Dienst gibt es jetzt ein natives Kodi-Addon.

Das Amazon-Prime-Instant-Video-Addon für Kodi wurde von AddonScriptDE auf Kodinerds in einer ersten Beta-Version veröffentlicht. Aktuell findet ihr es noch nicht in den offiziellen Addon-Quellen von Kodi, ihr müsst es aus dem AddonScriptorDE’s Beta Repository einspielen. Dazu ladet ihr euch die Datei repository.addonscriptorde-beta.zip auf die Festplatte und schiebt die Datei unausgepackt per SSH, FTP oder zur Not per USB-Stick auf eure Kodi-Installation. Auf meinem OpenELEC-Raspi habe ich mich per SSH eingeloggt (In der Standardeinstellung Login: root, Passwort: openelec) und die Datei einfach nach /storage geschoben.

Amazone Prime Instant Video unter Kodi/XBMC

Anschließend geht ihr an euer Kodi-/XBMC-Mediacenter und aktiviert über Optionen | Einstellungen | Addons | Aus ZIP-Datei installieren das neue Kodi-Repository, indem ihr die gerade hochgeladene ZIP-Datei auswählt. Anschließend hangelt ihr euch über Optionen | Einstellungen | Addons | AddonScriptorDE’s Testing Repo | Video Addons | Amazon Prime Instant Video zum neuen Repository durch und installiert das Amazon-Prime-Instant-Video-Addon. Lasst danach den Installations-Dialog gleich offen und geht in die Konfiguration des Addons, dort müsst ihr DE als Seitenversion auswählen und könnt die maximale Bildrate gleich auf 1080p@10000kb hochdrehen — damit kommt selbst der leistungsschwache Raspberry Pi zurecht.

kodi-xbmc-amazon-prime-video1 kodi-xbmc-amazon-prime-video2 kodi-xbmc-amazon-prime-video3 kodi-xbmc-amazon-prime-video4 kodi-xbmc-amazon-prime-video5 kodi-xbmc-amazon-prime-video6

Bevor ihr nun loslegen könnt, solltet ihr noch schnell überprüfen, ob Amazon euch die Prime-Streams im richtigen Format schickt. In der Standardeinstellung arbeitet Amazon Prime Instant Video mit Silverlight-Streams. Für diese braucht es allerdings Microsofts Silverlight-Browserplugin bzw. unter Linux den Silverlight-Wrapper Pipelight. Speziell auf dem Raspberry Pi kommt man damit allerdings nicht weiter, da es Silverlight nur für x86-Prozessoren gibt, der RasPi allerdings mit einem ARM-Prozessor arbeitet.

Wer schon länger mit dem Gedanken gespielt hat, seinen älteren Fernseher mit einem Raspberry Pi und Kodi ein wenig mehr Smartness zu verleihen, der hat jetzt einen Grund mehr diesen Schritt zu Wagen, schon ab etwa 50 Euro seid ihr dabei. Habt ihr euch bisher mit den Themen Xbmc, Kodi und Raspberry Pi weniger befasst, dann findet ihr in diesen Artikeln die wichtigstens Informationen für einen erfolgreichen Einstieg.

Amazon bietet allerdings die Möglichkeit die Streams auf Adobe Flash umzustellen, dies müsst ihr für das Amazon-Prime-Instant-Video-Addon auch zwingend tun. Loggt euch dazu bei Amazon ein und geht in die Einstellungen, dort könnt ihr dann den Player von Silverlight auf Adobe Flash umstellen. Die Einstellung gilt nicht nur für den aktuellen Browser, sondern für euren Account. Auf dem PC habt ihr somit nicht mehr die optimale Bildqualität, mit Silverlight solltet eine bessere Videoqualität zugespielt bekommen — Amazon Fire TV ist davon allerdings nicht betroffen.

amazon-prime-flash1 amazon-prime-flash2

Nun könnt ihr an eurer Kodi-Mediacenter gehen und unter Videos | Addons  die neue Option Amazon Prime Instant Video aufrufen. Beim ersten mal fragt euch das Addon nach eurem Amazon-Account (der E-Mail-Adresse, mit der ihr euch bei Amazon registriert habt) und eurem Passwort. Ihr müsst nicht zwingend über ein Prime-Konto verfügen, zum Testen gibt es ein paar Eigenproduktionen von Amazon. Das Addon trennt nun das Amazon-Angebot in Filme und Serien, von dort geht es weiter zu den Genres oder eurer Watchlist, auch eine Suchfunktion fehlt natürlich nicht.

Raspberry Pi für Amazon Prime Instant Video

Das Angebot wird euch in einer scrollbaren Übersicht angezeigt, tippt ihr auf einen der Filme oder Serien-Episoden, fängt das Addon sofort mit dem Streamen an. Habt ihr die Videoqualität in den Einstellungen des Addons auf 1080p@10000kb gesetzt, dann ist die Bildqualität selbst auf einem Raspberry Pi erstklassig. Sollte es zu Problemen kommen, so prüft bitte in den Einstellungen des Addons nochmals, ob ihr DE als Sprachoption gewählt habt und schaut auch nochmal in den Amazon-Einstellungen nach, ob auch wirklich per Adobe Flash gestreamt wird.

kodi-xbmc-amazon-prime-video7 kodi-xbmc-amazon-prime-video8 kodi-xbmc-amazon-prime-video9

Kodi- bzw. XBMC-Plugin für Amazon Prime Instant Video und den Raspberry Pi ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/raspberry-pi/kodi-bzw-xbmc-plugin-fur-amazon-prime-instant-video-und-den-raspberry-pi/feed/ 39
Die freie Pocket-Alternative Wallabag zum Selber-Hosten http://linuxundich.de/gnu-linux/die-freie-pocket-alternative-wallabag-zum-selber-hosten/ http://linuxundich.de/gnu-linux/die-freie-pocket-alternative-wallabag-zum-selber-hosten/#comments Mon, 19 Jan 2015 19:16:21 +0000 http://linuxundich.de/?p=27809 Weiterlesen

Die freie Pocket-Alternative Wallabag zum Selber-Hosten ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
Wer viel im Internet unterwegs ist, der stolpert alle Nase lang über Informationen und Beiträge, die man sich gerne merken möchte. Nun kann man versuchen die Flut interessanter Beiträge per Bookmarks zu organisieren, beginnen das Internet auszudrucken oder man greift auf Dienste wie Pocket aka Read it later, Instapaper oder Paper.li zurück. Diese ermöglichen per Mausklick das Archivieren von Netz-Artikeln im Volltext, sodass man sich diese im Nachhinein in Ruhe durchstöbern kann. Per App auch vom Smartphone oder Tablet aus, selbst wenn man gerade keine Internetverbindung hat. Wallabag ist eine freie Alternative zu diesen Diensten, die dank Apps für mobile Geräte und vielen Funktionen den kommerziellen Anbietern kaum im Nachteil ist.

Für Wallabag braucht ihr keinen großen Server, es reicht ein herkömmlicher Webspace mit PHP und einer Datenbank aus. Das in PHP geschriebene Programm unterstützt dabei SQLite, MySQL und PostgreSQL als Backend, eine der Optionen sollte eigentlich schon auf eurem Webspace von Haus aus verfügbar sein. Lässt ihr nicht gleich eine Horde an Usern auf eure Wallabag-Instanz los, sollte eigentlich auch ein kleiner Raspberry Pi als Webserver ausreichen. Leitet ihr Ports von eurem Router auf den RasPi weiter und nutzt eine DynDNS-Adresse, dann könnt ihr Wallabag auch locker von Zuhause aus Hosten und aus dem Internet auf eure Daten zugreifen.

Wallabag auf Debian, Ubuntu oder Raspbian installieren

Für den Einsatz auf einen herkömmlichen Webspace müsst ihr euch lediglich die letzte Version von der Wallabag-Homepage als ZIP-Datei laden, diese entpacken und die Daten anschließend per FTP, SSH oder wie auch immer auf euren Webspace schaffen. Danach solltet ihr Wallabag direkt in eurem Browser aufrufen können. Auf einem RasPi oder einem Root-Server würde ich dagegen Wallabag eher per Git installieren. So lässt sich die Anwendung später mit einem simplen git pull aktualisieren, ohne dass ihr euch groß mit dem Programmarchiv abmühen müsst.

### Wallabag per Git nach /var/www auschecken...
$ cd /var/www
$ sudo git clone https://github.com/wallabag/wallabag
$ sudo chown www-data.www-data -R /var/www/wallabag

### Auf vielen Webservern wird mod_tidy fehlen...
$ sudo apt-get install php5-tidy

### Twig (http://twig.sensiolabs.org) installieren...
$ cd /var/www/wallabag
$ sudo -s
$ curl -s http://getcomposer.org/installer | php
$ php composer.phar install

### Später zum Aktualisieren eurer Wallabag-Instanz...
$ cd /var/www/wallabag
$ sudo git pull
$ sudo chown www-data.www-data -R /var/www/wallabag

Nachdem ihr Wallabag auf den Server geschaufelt habt, müsst ihr der Anwendung noch erlauben sich die Template-Engine Twig aus dem Netz zu ziehen. Auf einer Webspace-Installation sollte dafür ein Klick auf Download Vendor.zip aus reichen. Bei einer Server-Installation könnt ihr das Ganze allerdings auch ohne Probleme aus dem Terminal heraus tun. Die Befehle stehen auf der Setup-Seite von Wallabag, oder hier oben im Code-Block. Vergesst auch nicht einmal kurz auf Don’t forget to check the server compatibility zu tippen, Wallabag verrät euch dort, ob eurer Server alle benötigten Abhängigkeiten erfüllt.

Wallabag lässt sich mithilfe eines Einrichtungsassistenten leicht auf einem Webserver installieren.

Wallabag lässt sich mithilfe eines Einrichtungsassistenten leicht auf einem Webserver installieren.

Ein kleines Tool verrät, ob alle Abhängigkeiten von Wallabag auf dem Server erfüllt sind.

Ein kleines Tool verrät, ob alle Abhängigkeiten von Wallabag auf dem Server erfüllt sind.

Danach solltet ihr euch nun in eurer Wallabag-Instanz anmelden können. Zu archivierende Webseiten fügt Ihr über Save a Link zum Speichern ein. Praktischer sind natürlich die von Wallabag angebotenen Addons für Chrome und Firefox, alternativ findet ihr unter Config auch ein Bookmarklet, das ihr euch in der Bookmarkleiste eures Browser ablegen könnt. Beiträge könnt ihr mit Tags versehen oder ihr markiert sie über den Stern als Favorit. Ein Beitrag bleibt so lange auf der Frontpage, bis ihr ihr zum Lesen öffnet. Danach verschiebt ihn Wallabag automatisch ins Archiv, der gelesen/ungelesen-Status lässt sich allerdings auch nachträglich noch einmal ändern.

wallabag-foss-pocket1 wallabag-foss-pocket2 wallabag-foss-pocket3 wallabag-foss-pocket4

Wallabag speichert nicht nur einfach den Link oder einen kurzen Teaser des Artikels in seiner Datenbank ab sondern den gesamten Text. Dies hat den Vorteil, dass Wallabag sein komplettes Archiv im Volltext durchsuchen kann und Artikel auch dann noch abrufbar sind, wenn der Seitenbetreiber die eigentliche Quelle aus dem Netz genommen oder seine Webseite umgebaut hat — auf Bilder müsst ihr dann allerdings verzichten, diese werden nur verlinkt und aus dem Netz nachgeladen. Wallabag erlaubt zudem auch den Import von Pocket, Readability, Instapaper, Wallabag oder jeder anderen Quelle, die ihre Daten als JSON oder als HTML im richtigen Format zum Download anbietet.

Wallabag auf dem Smartphone oder Tablet

Nicht ganz unwichtig ist natürlich auch die Möglichkeit Wallabay vom Handy oder Tablet aus nutzen zu können. So könnt ihr das bequem am Abend auf der Couch nachlesen, über das ihr im Lauf des Tages gestolpert seid. Dazu müsst ihr natürlich die entsprechende App installieren, es gibt welche für Android, iOS und auch Windows Phone. Ich habe mir allerdings nur die Android-App angesehen, diese bekommt ihr über den Play Store oder auch über den Open-Source-App-Store für Android F-Droid. So kommt ihr auch ohne einen Google-Account auf dem Handy an die App.

wallabag-android1 wallabag-android2 wallabag-android3 wallabag-android4 wallabag-android5 wallabag-android6

Der Zugriff auf eure Wallabag-Instanz geschieht in der Android-App nicht über euer Login und Passwort, sondern über eine  eine ID mitsamt Token, die ihr euch unter Config generieren lassen könnt. Macht ihr euch auf den Weg nach Hause, dann öffnet ihr die App und tippt auf Synchronisieren. Die Wallabag-App lädt daraufhin alle noch nicht gelesenen Artikel auf das Handy, sodass ihr diese dann auch ohne eine Internetverbindung lesen könnt, Bilder fehlen in diesem Fall allerdings. Zuhause angekommen synchronisiert ihr abermals die App, sodass die inzwischen gelesenen Artikel ins Archiv geschoben werden können.

Die freie Pocket-Alternative Wallabag zum Selber-Hosten ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/gnu-linux/die-freie-pocket-alternative-wallabag-zum-selber-hosten/feed/ 15
Open-Source-Metasuchmaschine Searx unter Debian oder Ubuntu installieren http://linuxundich.de/gnu-linux/open-source-metasuchmaschine-searx-unter-debian-oder-ubuntu-installieren/ http://linuxundich.de/gnu-linux/open-source-metasuchmaschine-searx-unter-debian-oder-ubuntu-installieren/#comments Sun, 18 Jan 2015 00:56:58 +0000 http://linuxundich.de/?p=27757 Weiterlesen

Open-Source-Metasuchmaschine Searx unter Debian oder Ubuntu installieren ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
Google besitzt in Deutschland in Bezug auf Suchmaschinenzugriffe einen schier unglaublichen Marktanteil von knapp 95 Prozent. Als Zweiter muss sich Microsofts Bing mit gerade einmal 2,5 Prozent vom Kuchen zufrieden geben, Yahoo folgt mit 2,0 Prozent dicht nach den Jungs aus Redmond. In anderen Worten: Wer in Deutschland etwas im Netz sucht, der googelt. Für Menschen die nicht möchten, dass Google jeden Suchbegriff erfährt und die Suchen am besten noch mit dem Gmail-Profil verknüpft, hat sich DuckDuckGo als Alternative etabliert. Doch es gibt auch im Open-Source-Bereich interessante Ansätze. Mit Searx könnt ihr eine eigene Metasuchmaschine betreiben, die sich individuell konfigurieren lässt. Unter suche.linuxundich.de könnt ihr Searx gerne einmal ausprobieren.

Für Searx reicht allerdings ein simpler Webspace mit PHP und Datenbank nicht aus, ihr braucht stattdessen einen kleinen Server mit der Möglichkeit Python-Programme ausführen zu können. Wer einen kleinen virtuellen Root-Server sein Eigen nennt, der kann sich Searx allerdings recht einfach aufsetzen — auch wenn ihr noch nicht so viel Erfahrung mit Python-Diensten gemacht habt. Der Vorteil an einer eigenen kleinen Searx-Instanz liegt darin, dass ihr der Allgemeinheit einen Dienst erweist und auch selber immer eine anonyme Suche an der Hand habt, die gar nicht mal so schlecht sortierte Ergebnisse liefert. Je mehr Searx-Installation sich im Netz tummeln, desto mehr Optionen gibt es für Anwender auch einmal anonym suchen zu können.

Searx unter Debian/Ubuntu installieren

Die Installation von Searx möchte ich hier an dieser Stelle gar nicht groß breittreten, da das Projekt in seinem Wiki eine erstklassige Schritt-für-Schritt-Anleitung auf seinen Github-Seiten pflegt und auch aktuell hält, die auch Einsteiger vor keine großen Hürden stellt. Würde ich diese Anleitung hier abtippen und sich etwas am Installationsprozess ändern, dann würdet ihr eventuell in einer Sackgasse stecken. Folgt daher bitte der Anleitung der Entwickler… es lohnt sich allerdings auf ein paar Punkte einzugehen, die mir während der Installation von Searx auf einem Debian Wheezy mit einem Apache als Webserver Schwierigkeiten gemacht haben. Die Tipps sollten sich allerdings auch auf einem Ubuntu-Server umsetzen lassen oder auch generell allgemein gültig sein. Aufrufe der Paketverwaltung müsstet ihr natürlich an die von euch genutzte Linux-Installation anpassen.

searx1 searx2 searx3 searx4 searx5

Die ersten Schritte entsprechend der basic installation und der configuration sollten euch eigentlich keine Probleme machen. Ich müsst wirklich einfach nur jeden Befehl ins Terminal des Servers kopieren und ausführen. Ihr installiert die benötigten Abhängigkeiten, ladet Searx per git nach /usr/local/searx und legt einen Benutzer an, unter dem die Anwendung später dann läuft. Danach installiert ihr die von Searx benötigten Python-Abhängigkeiten in eine eigene Virtualenv-Umgebungen und tragt per Sed-Kommando einen zufällig generierten Secret-Key in die Konfiguration ein. Anschließend könnt ihr Searx starten und zum ersten mal ausprobieren — Kleiner Tipp am Rande: Thomas hat in seinem Blog klasse Tipps gegeben, wie ihr Searx später einmal aktuell haltet.

### Startet Searx in einem ersten Terminal...
$ python searx/webapp.py
### Und ruft Searx dann vom Localhost aus auf...
$ sudo apt-get install links2
$ links2 http://localhost:8888

Hier stolpert ihr nun eventuell zum ersten mal über ein kleines Problemchen. Ruft ihr die zum Test gestartete Searx-Instant über http://ip-oder-url-eures-servers:8888 in einem Browser auf, dann passiert erst einmal — rein gar nichts. Zweifelt nun bitte nicht an euren Fähigkeiten, sondern probiert es mit einem Textbrowser wie Lynx oder Links2 einfach von einem zweiten Terminal direkt auf dem Server aus. Searx lauscht nämlich nur auf Verbindungen vom Localhost, ruft ihr den Port von einem anderen Rechner aus ab, dann antwortet Searx nicht und ihr bekommt eine Fehlermeldung, dass hier nichts gefunden werden kann.

Für erste Tests ruft ihr Searx am besten erst einmal über einen textbasierten Browser direkt vom Localhost aus auf.

Für erste Tests ruft ihr Searx am besten erst einmal über einen textbasierten Browser direkt vom Localhost aus auf.

Klappt der Aufruf, dann habt ihr Searx erfolgreich installiert. Allerdings müsstet ihr das Python-Skript immer von Hand ausführen und würdet es auch nur auf dem Port 8888 erreichen. Mit uWSGI packt ihr das Skript daher in einen Container, den später den Webserver bei Bedarf ausführen kann. Sämtliche Informationen dazu liefert euch weiterhin die Schritt-für-Schritt-Anleitung des Searx-Wikis. Ich habe in der /etc/uwsgi/apps-available/searx.ini lediglich noch die Pfade ein wenig erweitert und die Anzahl der Worker-Threads reduziert, mein kleiner Rootie hat nämlich nur zwei Kerne.

[uwsgi]
# Who will run the code
uid = searx
gid = searx

# Number of workers
workers = 2

# The right granted on the created socket
chmod-socket = 666

# Plugin to use and interpretor config
single-interpreter = true
master = true
plugin = python

# Application base folder
base = /usr/local/searx/

# Module to import
module = searx.webapp

# Virtualenv and python path
virtualenv = /usr/local/searx/searx-ve/
pythonpath = /usr/local/searx/
chdir = /usr/local/searx/searx/

# The variable holding flask application
callable = app

Solltet ihr nach dem Einrichten von uWSGI nun nochmal auf die Idee kommen eure Installation zu testen, dann wundert euch bitte nicht, dass ihr jetzt auch auf dem Localhost im Textbrowser Searx nicht mehr erreichen könnt. Keine Angst, ihr habt nichts kaputt gemacht, ihr müsst nun zwingend euren Webserver so konfigurieren, dass er Anfragen an Searx durchreicht. Ich für meinen Teil habe das Ganze entsprechend der Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Apache umgesetzt, ihr könntet für diese Aufgabe allerdings auch auf Nginx zurückgreifen — diese Weg habe ich allerdings nicht selber ausprobiert.

Die nächsten Schritte hängen nun davon ab, ob Searx die einzige Webseite sein soll, die auf eurem Serverchen läuft, oder ob Searx auf einer Subdomain zu erreichen sein soll. Ich für meinen Teil habe mich für den zweiten Weg entschieden, da auf meinen Server noch anderen Seiten aktiv sind und weiterhin erreichbar sein sollen. Möchtet ihr allerdings Searx exklusiv betreiben, dann tragt einfach in die /etc/apache2/sites-available/default die in der Anleitung genannten Apache-Optionen ein. Auf einem nicht groß veränderten System würde die Datei in etwa so aussehen.

<VirtualHost *:80>
ServerAdmin webmaster@localhost
AllowEncodedSlashes On

<Location />
Options FollowSymLinks Indexes
SetHandler uwsgi-handler
uWSGISocket /run/uwsgi/app/searx/socket
</Location>

DocumentRoot /var/www
<Directory />
Options FollowSymLinks
AllowOverride None
</Directory>
[...]

Wollt ihr wie ich Searx auf einer Subdomain betreiben, dann müsst ihr einen Virtual Host erstellen. Dazu legt ihr den Vhost über die Datei /etc/apache2/sites-available/searx an (den Dateinamen könnt ihr frei wählen) und übernehmt die folgende Konfiguration. Den Servernamen müsst ihr dabei selbstverständlich an eure Domain anpassen. Die restlichen Einträge könnt ihr ansonsten exakt so übernehmen. Am Ende aktiviert ihr den Vhost mit a2ensite und lasst den Apache-Webserver seine Konfiguration neu einlesen.

<virtualhost *:80>
ServerName suche.linuxundich.de
ServerAdmin webmaster@localhost

<Location />
Options FollowSymLinks Indexes
SetHandler uwsgi-handler
uWSGISocket /run/uwsgi/app/searx/socket
</Location>

ErrorLog ${APACHE_LOG_DIR}/error.log
LogLevel warn
CustomLog ${APACHE_LOG_DIR}/access.log combined
</virtualhost>
$ sudo a2ensite searx
$ sudo service apache2 reload

Nun müsstet ihr eure Searx-Instanz unter http://eure-domain.de oder eben http://subdomain.eure-domain.de erfolgreich aufrufen können. Die Bedienung der Metasuchmaschine sollte euch nun nicht weiter schwer fallen, einfach einen Suchbegriff eintippen und mit Return lossuchen — Searx durchstöbert dann Google, Bing, Yahoo, DuckDuckGo und noch viele Dienste mehr und gibt die aggregierten Ergebnisse individuell sortiert aus. Dabei fließen keine Daten zwischen euch und den abgefragten Suchanbietern, Searx kommuniziert stattdessen mit diesen. Google kann also höchstens ein Profil über die gesamte Searx-Instanz erstellen.

In den Einstellungen gebt ihr vor, welche Suchsprache Searx bevorzugen soll, ob die Suchbegriffe per Google, DuckDuckGo, DBPedia oder Wikipedia vervollständigt werden sollen und welches Theme Searx bei euch nutzen soll, drei verschiedene Looks stehen zur Wahl. Am besten sieht in meinen Augen Oscar aus, allerdings benötigt das Template zwingend aktiviertes JavaScript. Das ist beim Standard-Theme nicht der Fall, daher lasse ich dieses auch weiterhin als Vorgabe aktiv. Die Einstellungen speichert Searx bei euch auf individuell als Cookie ab, so bleiben die Einstellungen auch erhalten.

Ich lasse Searx in Zukunft bei mir auf meinen Root-Serverchen laufen. Möchtet ihr also ab und an mal ohne Google-Beobachtung, ohne Anzeigen und ohne Tracking etwas im Netz suchen, dann könnt ihr gerne auf suche.linuxundich.de zurückgreifen. Ich werde meine Searx-Instanz aktuell halten und vielleicht in Zukunft auch noch meine Linux-Suche Tuxsucht.de integrieren. Dazu muss ich mich allerdings noch ein wenig mehr in die Thematik reinfuchsen.

Die Suche lässt sich auf zwei Arten einschränken: Im Hauptscreen könnt ihr zwischen Allgemein, Dateien, Bildern, Karten und Co wählen und so die Ergebnisse ein wenig nach euren Wünschen ausfiltern. Alternativ geht ihr abermals in die Einstellungen und de-/aktiviert einzelne Suchmaschinen, deren Ergebnisse Searx gezielt aggregieren oder eben links liegen lassen soll. Auch diese Einstellungen sichert Searx wieder für jeden Anwender individuell als Cookie. Global könntet ihr die einzelnen Suchmaschinen in der Konfigurationsdatei von Searx /usr/local/searx/searx/settings.yml ausklammern. Hier ließen sich auch weitere Suchmaschinenanbieter hinzufügen, ganz so einfach ist dies allerdings nicht.

Open-Source-Metasuchmaschine Searx unter Debian oder Ubuntu installieren ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/gnu-linux/open-source-metasuchmaschine-searx-unter-debian-oder-ubuntu-installieren/feed/ 5
Tiny-Alternative FreshRSS installieren und mit News+ vom Handy aus nutzen http://linuxundich.de/gnu-linux/tiny-alternative-freshrss-installieren-news-plus-handy/ http://linuxundich.de/gnu-linux/tiny-alternative-freshrss-installieren-news-plus-handy/#comments Fri, 16 Jan 2015 10:25:07 +0000 http://linuxundich.de/?p=27721 Weiterlesen

Tiny-Alternative FreshRSS installieren und mit News+ vom Handy aus nutzen ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
Seitdem Google seinem Google Reader den Stecker gezogen hat, bin ich mit dem Tiny Tiny RSS unterwegs und kann eigentlich nicht viel klagen. Der Tiny-Reader wird langsam aber stetig weiterentwickelt und er macht seine Arbeit zuverlässig und ohne Sperenzchen. Auf dem PC nutze ich ich oft das Webfrontend, nutze aber auch gerne Liferea und für Android gibt es auch einen brauchbaren RSS-Client, der sich an Tiny ankoppelt. Nicht desto trotz lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Mit FreshRSS hat sich inzwischen ein weiterer webbasierter RSS-Client etabliert, der sich durchaus sehen lassen kann.

Wie Tiny, Selfoss oder andere webbasierten RSS-Reader müsst ihr auch FreshRSS auf einem eigenen Webserver installieren. Eine gehostete Version des Dienstes gibt es nicht. Dazu braucht es allerdings nicht viel Rechenpower. Die Entwickler schreiben, dass selbst ein Raspberry Pi gut mit FreshRSS zurechtkommen würde. Für meinen Test habe ich allerdings auf einen kleinen virtuellen Root-Server mit Debian Wheezy zurückgegriffen. FreshRSS benötigt einen Web- und einen Datenbankserver. Empfohlen wird Apache2, die Web-App sollte allerdings auch mit Nginx oder Lighttpd funktionieren. Auf meinem Debian-Server läuft Apache mit MySQL.

### Apache, MySQL und die Abhängigkeiten installieren....
$ apt-get install apache mysql-server
$ apt-get install php5-common php5-curl php5-mysql

Die Installation eines Webservers ist bei euch wahrscheinlich sowieso schon längst geschehen, von daher gehe ich nicht groß auf diese ein. FreshRSS sollte zudem auch auf gehostetem Webspace funktionieren, euer Webspace muss nur das ausführen von PHP-Code und eine Datenbank unterstützten. Auf einem ausgewachsenen Server (hier Debian) loggt ihr euch nun per SSH ein, geht ins Verzeichnis /var/www des Webservers und besorgt euch dort dann den Quellcode von FreshRSS. Anschließend entpackt ihr das Archiv, nennt den Ordner um und übergebt die Daten dem User des Webservers. Wenn möglich, legt ihr über PhpMyAdmin oder andere Tools noch einen Datenbankbenutzer und eine eigene Datenbank für FreshRSS an.

$ cd /var/www/
$ wget https://github.com/marienfressinaud/FreshRSS/archive/master.zip
$ unzip master.zip
$ mv FreshRSS-master freshrss
$ chown -R www-data:www-data freshrss

Anschließend ruft ihr über http://beispiel.com/freshrss FreshRSS im Browser auf. Auf meiner Debian-Installation erschien dabei allerdings nicht der Einrichtungsassistent, sondern nur ein schnöder 500 Internal Server Error. Schuld daran ist die .htaccess im Verzeichnis freshrss/p, in der FreshRSS den Zugang zu den Index-Dateien ändern möchte. Dies ist zumindest unter Debian nicht von Haus aus in /var/www erlaubt, daher muss mit Root-Rechten die Konfigurationsdatei /etc/apache2/sites-available/default angepasst und AllowOverride Indexes eingefügt werden. Anschließend ist noch ein Neustart des Webservers fällig.

$ sudo nano /etc/apache2/sites-available/default
[...]
<Directory /var/www/>
Options Indexes FollowSymLinks MultiViews
AllowOverride Indexes FileInfo
Order allow,deny
allow from all
</Directory>
[...]
$ sudo service apache2 restart

Anschließend richtet ihr FreshRSS über das Webfrontend weiter ein. Wer schon einmal ein WordPress-Blog oder ein PHPBB-Form eingerichtet hat, der wird auch die Installation von FreshRSS hinbekommen. Als Sprachen unterstützt FreshRSS bisher Französisch und Englisch, anschließend prüft FreshRSS die Fähigkeiten des Webservers und möchte von euch wissen, wo das Programm seinen Datenbankserver findet. Abschließend richtet ihr noch euren Benutzer ein, der auch automatisch administrative Rechte bekommt. Weitere Benutzer könnt ihr dann später in der Anwendung selber einrichten, jeder User verwaltet dann selber seine eigene Feedsammlung.

FreshRSS installieren

fresh-rss-installation1 fresh-rss-installation2 fresh-rss-installation3 fresh-rss-installation4 fresh-rss-installation5

Anschließend ist es an euch FreshRSS einzurichten und an eure Bedürfnisse anzupassen. Ihr könnt selbstverständlich die gewünschten Feeds nach und nach einfügen. Die abonnierten Feeds in Kategorien sortieren, gleich eine ganze Feedsammlung per OPML importieren und vieles mehr. Zahlreiche Einstellungen könnt ihr rechts oben über das Zahnradmenü vornehmen. Klickt euch am besten einmal durch alle Dialige durch. Besonders wichtig ist am Ende der Reiter Users, hier könnt ihr weitere Benutzer anlegen und euren Account auch für den API-Zugang freigeben. Diesen braucht ihr, wenn ihr FreshRSS von Android aus mit News+ benutzen wollt (Siehe am Ende der folgenden Screenshot-Galerie).

freshrss-webfrontend1 freshrss-webfrontend2 freshrss-webfrontend3 freshrss-webfrontend4

Damit FreshRSS nun automatisch die von euch abonnierten Feeds abholt, fehlt im System noch ein Cronjob, der dies automatisiert. So müsst ihr nicht mehr auf den Refresh-Button in der Oberfläche tippen und verpasst bei hoch aktiven Feeds auch keine Beiträge. Ähnlich wie bei Tiny Tiny RSS bringt auch FreshRSS dazu ein Skript mit, das per Cronjob ausgeführt werden kann. Diesen könnt ihr zum Beispiel mit crontab -e zur Cron-Tabelle hinzufügen. In meinem Beispiel werden etwaige Fehlerausgaben in den Müll geschoben, wer möchte kann sich die Ausgabe des Cronjobs natürlich auch in ein Logfile schreiben lassen.

$ crontab -e
[...]
*/20 * * * * /usr/bin/php /var/www/freshrss/app/actualize_script.php >/dev/null 2>&1

Fehlt eigentlich nur noch die Möglichkeit die per FreshRSS aggregierten Feeds auch am Handy oder Tablet lesen zu können. Dies geht im Prinzip über das Webfrontend, da sich dieses auch brauchbar mit mobilen Browsern nutzen lässt, bequemer sind allerdings richtige Apps — so wie man es auch schon von Tiny Tiny RSS her gewohnt ist. FreshRSS besitzt dafür eine API, die allerdings bisher noch nicht wirklich gut dokumentiert ist. Die API orientiert sich an der alten Google-Reader-API, Apps wie etwa News+ für Android unterstützen diese.

Um nun FreshRSS mit einer Handy-App benutzen zu können, müsst ihr erstmal in den Einstellungen unter User den API-Zugang aktivieren und ein zusätzliches API-Passwort setzen. Anschließend müsst ihr News+ auf dem Handsy installieren und auch den 3,99 Euro teure News+ Premium-Key kaufen. Zuletzt fehlt noch das Google Reader Clone-Addon, das bekommt ihr kostenlos, es funktioniert allerdings nur mit News+ Premium. In News+ legt ihr aus dem Menü nun einen neuen Google Reader an, die URL lautet http://beispiel.com/freshrss/p/api/greader.php, die Zugangsdaten entsprechen eurem FreshRSS-Login und dem zusätzlich gesetztem API-Passwort.

FreshRSS mit News+ unter Android

news-plus-freshrss-android_android1 news-plus-freshrss-android_android2 news-plus-freshrss-android_android3 news-plus-freshrss-android_android4 news-plus-freshrss-android_android5 news-plus-freshrss-android_android6

Alles in allem macht FreshRSS einen deutlich aktuelleren Eindruck als Tiny Tiny RSS. Schon alleine beim Look&Feel liegen Welten zwischen den beiden Webfrontend. Allerdings ist die Community rund um die Tiny-Alternative noch deutlich kleiner. Wo es für Tiny zahlreiche Themes und Plugins gibt, herrscht bei FreshRSS noch ziemliche Funkstille. In meinen Augen ist FreshRSS daher eher etwa für die Anwender, die gerne einen selbstgehosteten Feedreader nutzen, aber wenig Basteln mögen. Tiny ist nach wie vor die Feedreader-Lösung, wenn man möglichst viele Anpassungsmöglichkeiten haben möchte.

Tiny-Alternative FreshRSS installieren und mit News+ vom Handy aus nutzen ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/gnu-linux/tiny-alternative-freshrss-installieren-news-plus-handy/feed/ 13
AVM FritzWLAN Repeater DVB-C im Linux- und Android-Test http://linuxundich.de/gnu-linux/avm-fritzwlan-repeater-dvb-c-im-linux-und-android-test/ http://linuxundich.de/gnu-linux/avm-fritzwlan-repeater-dvb-c-im-linux-und-android-test/#comments Tue, 30 Dec 2014 17:54:08 +0000 http://linuxundich.de/?p=27081 Weiterlesen

AVM FritzWLAN Repeater DVB-C im Linux- und Android-Test ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
Als ich vor über 10 Jahren auf ein Desktop-Linux umzusteigen, war es kein Problem unter Linux fernsehen zu können. Dafür braucht es lediglich eine etwa 50 Euro teure TV-Karte und eine Software wie Tvtime. Mit dem Siegeszug des digitalen Fernsehens haben sich die technischen Voraussetzungen inzwischen aber komplett verändert. Statt per analogem Signal kommt das Fernsehen inzwischen digital und in HD-Qualität nach Hause. Ein elektronischer Programmführer darf nicht fehlen, und natürlich möchte man das Fernsehbild aufzeichnen und auch verzögert per Timeshift ansehen können.  Mit dem FritzWLAN Repeater DVB-C ist all dies möglich, ohne dass ihr dafür den Rechner öffnen oder irgendwelche Treiber installieren müsstet.

Der FritzWLAN Repeater DVB-C vom Router-Spezialisten AVM entspricht nicht einer klassischen Steckkarte, die ihr in den Rechner einbauen und konfigurieren müsstet. Das Gerät ist vielmehr ein WLAN-Verstärker, so wie man ihn auch schon AVM und anderen Herstellern kennt, allerdings bringt das Gerät zusätzlich einen eingebautem TV-Tuner mit. Zum Empfang des Fernsehbildes müsst ihr nicht unbedingt eine besondere Software installieren. Im Endeffekt reicht zum Empfang ein Medienplayer wie VLC oder unter Linux auch Totem oder der Dragon Player aus der KDE-Software-Collection aus — VLC gibt es für so gut wie jedes Betriebssystem und natürlich auch für Linux. Für mobile Geräte mit Android oder iOS bietet AVM aber auch spezielle TV-Apps an.

AVM FritzWLAN Repeater DVB-C

Die Installation des Repeaters an meiner Fritzbox 7490 funktionierte dank Wi-Fi Protected Setup (WPS) ohne großen Aufwand. Zum Einrichten musste ich lediglich die WPS-Taste am Repeater für einige Sekunden drücken und anschließend den Verbindungsaufbau durch die Betätigung der WPS-Taste an der Fritzbox bestätigen. Unterstützt euer Router WPS nicht, dann könnt ihr euren Rechner über das mitgelieferte Netzwerkkabel mit dem Repeater direkt verbinden. Dieser fungiert im Auslieferungszustand als DHCP-Server, sodass ihr den Repeater dann unter der URL http://fritz.repeater aus dem Browser heraus erreichen und einrichten könnt. Nach der Konfiguration könnt ihr das Netzwerkkabel wieder abbauen und den DVB-C-Repeater über euer WLAN ansteuern.

avm-repeater-dvb-c-tv1 avm-repeater-dvb-c-tv2 avm-repeater-dvb-c-tv3 avm-repeater-dvb-c-tv4

Von der Grundfunktion arbeitet der AVM FritzWLAN Repeater DVB-C nun erst einmal wie ein klassischer WLAN-Verstärker, den es in verschiedenen Varianten auch von AVM gibt. Er erweiterte die Reichweite eures WLANs und bringt Netzwerk-Geräte über eine integrierte GBit-Ethernet-Buchse ins Netz, die über keine eigene WLAN-Karte verfügen. So kommen zum Beispiel ein netzwerkfähiger Drucker oder ein NAS ins Heimnetz, ohne dass ihr ein Netzwerkkabel durch euer Zuhause verlegen müsstet. Die TV-Funktionen des AVM FritzWLAN Repeater DVB-C müsst ihr nach der ersten Konfiguration gesondert über das Web-Frontend des Geräts einrichten.

Drahtlos und digital fernsehen

In der Verpackung des AVM FritzWLAN Repeater DVB-C  liegen neben dem Gerät und einem Netzwerkkabel auch ein Antennenkabel und ein koaxialer T-Stecker, sodass ihr den Repeater zusätzlich zum Fernseher an die Antennenbuchse anschließen könnt. Das heißt aber auch, dass ihr den Repeater neben der Antennenbuchse installieren müsst — Steht dort auch schon euer Router, so ist die Repeater-Funktion des AVM-Geräts dann mehr oder minder nutzlos. Installiert den Repeater daher vielleicht besser in einem Raum, von dem aus ihr euren WLAN-Empfang verbessern wollt und auch noch eine zweite Antennenbuchse habt.

Bei meinem Testgerät stand nach dem ersten Einrichten erst einmal ein Update der Beta-Software an. Dies funktionierte genauso problemlos, wie man es eventuell von der Fritzbox her kennt. Den Fernseher des AVM FritzWLAN Repeater DVB-C erreicht ihr nun über das unter http://fritz.repeater aufrufbare Web-Frontend im Menü DVB-C. Hier habt ihr zum Beispiel die Möglichkeit den Sendersuchlauf zu starten, oder ihr prüft unter Live-TV, welche Sender die zwei integrierten Receiver des Gerätes gerade empfangen — Der Repeater kann demzufolge zwei Sender gleichzeitig empfangen und an verschiedene User im Netz streamen.

Der VLC-Mediaplayer als TV-Empfänger

Um nun die vom AVM FritzWLAN Repeater DVB-C  ins Netz geladenen TV-Streams empfangen zu können, müsst ihr den VLC-Mediaplayer auf eurem System installieren. Diesen gibt es selbstverständlich in den Paketquellen der großen Distributionen wie Ubuntu, Debian oder Arch, ihr bekommt ihn aber auch für Rechner mit MacOS X oder Windows. Es ist also egal mit welchem Betriebssystem ihr arbeiten möchtet, AVM bietet für das Gerät gar keine eigenständige PC-Software an.

### VLC unter Debian, Ubuntu oder Linux Mint installieren
$ sudo apt-get install vlc

### VLC unter Arch Linux, Manjaro oder Antergos installieren
$ sudo pacman -S vlc

Von alleine findet VLC den DVB-C-Repeater allerdings nun nicht, ihr müsst dazu im Web-Frontend des Repeaters unter DVB-C | Senderliste eine Playlist herunterladen und diese dann in VLC einlesen. Der Repeater bietet für SD- und HD-Sender, sowie für Radiostationen jeweils getrennte Playlisten an. Den Downloadlink zu den M3U-Dateien finden ihr in den jeweiligen Reiter ganz ganz unten rechts. Diese lest ihr dann über Medien | Datei öffnen… in VLC ein. Speichert die Dateien am besten gut zugänglich auf der Festplatte ab, zum Fernsehen müsst ihr sie jedesmal aufrufen.

Das Web-Frontend des AVM FritzWLAN Repeater DVB-C wurde um ein TV-Menü ergänzt.

Das Web-Frontend des AVM FritzWLAN Repeater DVB-C wurde um ein TV-Menü ergänzt.

Nach dem Sendersuchlauf zeigt der FritzWLAN Repeater DVB-C die gefundenen Sender an.

Nach dem Sendersuchlauf zeigt der FritzWLAN Repeater DVB-C die gefundenen Sender an.

Die Playlist mit den für den VLC-Player gedachten Senderlisten findet ihr im Web-Frontend.

Die Playlist mit den für den VLC-Player gedachten Senderlisten findet ihr im Web-Frontend.

Zum Anspielen des gewünschten Senders öffnet ihr im Menü Ansicht die Wiedergabeliste oder drückt [Strg]+[L]. Mit dem Mauscursor wählt ihr dann in der rechts eingeblendeten Senderliste den gewünschten Sender oder ein Radioprogramm aus. Wiederholt ihr die Eingabe, vergrößert ihr das Fernsehbild auf das komplette VLC-Fenster. Mit einem Doppelklick auf das Bild oder dem Menüeintrag Video | Vollbild holt ihr das Fernsehbild auf den kompletten Bildschirm.

Aufgrund fehlendem CI Plus-Modul gibt es nur öffentlich rechtliche Sender in HD-Qualität.

Aufgrund fehlendem CI Plus-Modul gibt es nur öffentlich rechtliche Sender in HD-Qualität.

Mit dem AVM FritzWLAN Repeater DVB-C lassen sich Sender aufnehmen oder per Timeshift verzögert ansehen.

Mit dem AVM FritzWLAN Repeater DVB-C lassen sich Sender aufnehmen oder per Timeshift verzögert ansehen.

Für aktuelle Informationen zum Fernsehprogramm müsst ihr nicht zum Kiosk laufen und eine Fernsehzeitschrift aus Fleisch und Blut Papier und Tinte kaufen: Der DVB-C-Repeater von AVM bereitet diese auch über das TV-Signal verbreiteten Informationen digital auf und stellt sie euch als elektronischen Programmführer aka EPG innerhalb von VLC zur Verfügung. In VLC ruft diesen unter Werkzeuge | Programm-Guide auf. Neben den Infos was spielt wann wo, bekommt ihr auch zusätzlich ein paar Details zu den Sendungen angezeigt.

VLC und der AVM FritzWLAN Repeater DVB-C bringt auch einen EPG mit.

VLC und der AVM FritzWLAN Repeater DVB-C bringt auch einen EPG mit.

Technische Daten AVM FritzWLAN Repeater DVB-C:

  • TV-Empfänger: DVB-C, Dual-Tuner
  • SD-Qualität Video: 720×576@25 fps, Audio: MP3@192 kbit/s
  • HD-Qualität Video: 1280×720@50 fps, Audio: AC3@448 kbit/s
  • Leistungsaufnahme: Max. 5,5 W, im Schnitt 3,3 W
  • WLAN: 802.11ac/n/g/b, bis zu 1,3 Gbit/s
  • Netzwerk: Gigabit Ethernet (10/100/1000 Mbit/s)

Timeshift und Videorekorder

Mit dem AVM FritzWLAN Repeater DVB-C ist nicht nur Live-Fernsehen möglich, sondern auch die Aufnahme und das verzögerte Anschauen von Sendungen. Die Funktion ist allerdings nicht direkt in den DVB-C-Repeater integriert, man kann dafür allerdings auf die Fähigkeiten des VLC-Players zurückgreifen. Die Timeshift-Funktion springt an, sobald ihr während des Betrachten eines Senders auf die Pause-Taste drückt. Die so zwischengespeicherte Sendung lagert VLC vorrübergehend unter der Datei vlc-timeshift.Zufallszahl im Ordner /tmp. Geht euch dort der Platz aus, so könnt ihr das Verzeichnis unter Werkzeuge | Einstellungen | Alle | Input/Codecs | Timeshift-Verzeichnis beliebig anpassen. Sobald ihr VLC beendet wird auch der Zwischernspeichert gelöscht, die Funktion eignet sich daher wirklich nur für Timeshift.

In den erweiterten Einstellungen von VLC lassen sich die Pfade für die temporären Dateien ändern.

In den erweiterten Einstellungen von VLC lassen sich die Pfade für die temporären Dateien ändern.

Möchtet ihr dagegen eine Sendung für später aufnehmen, dann müsst ihr unter Ansicht | Erweiterte Steuerung den typischen Videorekorder-Button anzeigen lassen. Drückt ihr den Knopf, dann speichert VLC den aktuellen Sender im Videos-Ordner eures Homeverzeichnis unter dem Namen vlc-record-Zeitstempel-Sender.mpg ab. Da VLC die Aufnahmen nicht weiter komprimiert müsst ihr mit recht großen Datenmengen bei Aufnahmen rechnen. In SQ-Qualität fallen etwa 30 MByte/Minute an. Bei einem HD-Sender kommen etwa 45 MByte pro Minute zusammen. Pro Stunde müsst ihr also mit bis zu 2,7 GByte an Videodaten kalkulieren und dementsprechend Speicherplatz freiräumen.

AVM-Fernsehen für Handy und Tablet

Wer nicht unbedingt immer seinen Rechner zum Fernsehen starten möchte, der kann den AVM FritzWLAN Repeater DVB-C auch mit dem Smartphone oder Tablet verwenden. AVM hat dafür eigene Apps für Android und iOS im Programm, die ihr kostenlos aus den jeweiligen App-Markets installiert. Theoretisch könntet ihr auch VLC für Android verwenden, allerdings kommt VLC nicht sonderlich gut mit dem vom DVB-C-Repeater generierten Playlisten zurecht. Anstatt des Namens des Senders seht ihr mit VLC nur eine kryptische Zeichenfolge, den richtigen Sender zu finden, fällt somit so gut wie komplett flach.

avm-dvb-c-tv-android_30-12-2014_15-27-59 avm-dvb-c-tv-android_30-12-2014_15-28-35 avm-dvb-c-tv-android_30-12-2014_15-29-01 avm-dvb-c-tv-android_30-12-2014_15-29-11

Mit den FritzApp-TV-Apps fällt das Fernsehen auf Tablet oder Handy deutlich leichter. Die Android-Version findet den AVM FritzWLAN Repeater DVB-C automatisch im Netz. Klappt das nicht, tragt ihr die IP des Repeaters von Hand in den Einstellungen ein. Die App zeigt die zur Verfügung stehenden Sender in einer Übersicht an, per Fingerzeig wählt ihr aus dieser Übersicht euren Wunschsender an. In der Fußleiste findet ihr Informationen zum laufenden Programm. Tippt ihr im Player nochmal ins Bild, wechselt die TV-App ins Vollbild.

Zum Wechsel des Senders müsst ihr nicht zwingen wieder in den Hauptdialog der FritzApp-TV. Per Wischgeste nach links oder rechts zappt ihr durch die Sender. Der Senderwechsel benötigt allerdings ein paar Momente — Typisch für digitales Fernsehen. Wirklich ruckelfreie Streams bekommt ihr allerdings nur auf aktuellen Smartphones. Im Zusammenspiel mit einem älteren Samsung Galaxy Nexus oder auch einem aktuelleren Motorola Moto G stocken Bild und Ton des öfteren so stark, dass nur wenig Fernsehvergnügen aufkommen will.

Fazit

Mit dem AVM FritzWLAN Repeater DVB-C holt ihr Fernsehen auf euren Linux-Rechner oder euer Smartphone und Tablet, ohne dass ihr euch groß mit der Hardware beschäftigen müsst — natürlich arbeitet der Repeater auch mit Apple- oder Windows-Rechnern. Auch auf Bastelaktionen mit Flash oder Silverlight/Pipelight könnt ihr mit dem DVB-C-Repeater verzichten, da sich das AVM-Gerät als Alternative zu Internet-TV-Anbietern wie Magine TV oder Zattoo anbietet. Diese haben gegenüber dem DVB-C-Repeater lediglich nur noch den Vorteil, dass sie überall funktionieren und nicht nur in den eigenen vier Wänden. Obwohl der Repeater das TV-Bild mit maximal 720p zum Rechner streamt, reicht die Bildqualität in der Regel locker aus.

Wer die Streams des AVM FritzWLAN Repeater DVB-C nicht nur auf dem Computer oder dem Smartphone sehen möchte, der muss seinen Laptop nicht zum Fernseher schleppen und versuchen des Bild des Rechners auf den TV zu bekommen. Die vom DVB-C-Repeater erzeugten Streams lassen sich auch mit dem Kodi Media Center empfangen. Dazu braucht es auch nicht viel Rechenpower, ein Raspberry Pi mit OpenELEC reicht aus.

In VLC oder einem Mediaplayer wie Totem oder Kaffeine geöffnet, verbraucht das Streamen des TV-Bilds kaum Ressourcen und bietet hohen Bedienungskomfort. Das VLC-Fenster lässt sich im Gegensatz zu einem Browserfenster ohne großen Aufwand in einer beliebigen Größe randlos auf dem Desktop anordnen — so leicht fällt dies bei den rein Internet-basierten Streaming-Diensten nicht. Dank des Dual-Tuners streamt der AVM FritzWLAN Repeater DVB-C sogar zwei verschiedene Sender zur gleichen Zeit ins Netz, sodass mehr als nur eine Person den TV-Empfänger nutzen kann.

Allerdings gibt es aber durchaus ein paar Haken: Da der DVB-C-Repeater nicht über einen CI+-Steckplatz verfügt, könnt ihr lediglich die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD, ZDF und die Dritten in HD-Qualität betrachten. Die privaten Sender rund um RTL, SAT1 oder PRO7 empfängt der Repeater selbstverständlich auch, allerdings ist das Signal der HD-Varianten dieser Sender mit einer Grundverschlüsselung versehen, sodass sie sich eben ohne eine CI+-Karte nicht betrachten und somit auch nicht mit dem AVM FritzWLAN Repeater DVB-C streamen lassen. Die Privaten gibt es daher eben nur in SQ-Qualität.

AVM FritzWLAN Repeater DVB-C im Linux- und Android-Test ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/gnu-linux/avm-fritzwlan-repeater-dvb-c-im-linux-und-android-test/feed/ 10
Der Tux zum Sonntag (XXVII): Immer schön brav sein! http://linuxundich.de/spass/der-tux-zum-sonntag-xxvii-immer-schon-brav-sein/ http://linuxundich.de/spass/der-tux-zum-sonntag-xxvii-immer-schon-brav-sein/#comments Sun, 21 Dec 2014 17:58:24 +0000 http://linuxundich.de/?p=27629 Weiterlesen

Der Tux zum Sonntag (XXVII): Immer schön brav sein! ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
Bald ist Weihnachten, ich hoffe ihr seid das Jahr über brav gewesen!

Bald ist Weihnachten, ich hoffe ihr seid das Jahr über brav gewesen!

(Quelle: Xkcd, lizenziert unter CC-BY-NC 2.5)

Der Tux zum Sonntag (XXVII): Immer schön brav sein! ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/spass/der-tux-zum-sonntag-xxvii-immer-schon-brav-sein/feed/ 0
Speicherplatzverbrauch für Ordner und Dateien unter Linux ermitteln http://linuxundich.de/gnu-linux/speicherplatzverbrauch-ordner-dateien-linux-terminal-ermitteln/ http://linuxundich.de/gnu-linux/speicherplatzverbrauch-ordner-dateien-linux-terminal-ermitteln/#comments Fri, 19 Dec 2014 13:36:52 +0000 http://linuxundich.de/?p=27425 Weiterlesen

Speicherplatzverbrauch für Ordner und Dateien unter Linux ermitteln ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
Die Festplatte mag noch so groß sein, irgendwann läuft auch eine großzügig bemessene 3-Terabyte-Platte über. Um nun wieder ein wenig Platz zu gewinnen, gilt es herauszufinden, wo welche Daten am meisten Speicherplatz vereinnahmen — die gerne gelöscht werden dürfen. Nun könntet ihr euch natürlich mit dem Dateimanager von Ordner zu Ordner hangeln und dort prüfen wie viel Speicherplatz, die enthaltenen Daten verbrauchen. Doch dieser Aufwand ist eigentlich gar nicht von Nöten, denn für diese Aufgabe stehen euch zahlreiche Speicherverbrauch-Analyse-Werkzeuge zur Verfügung.

Je nachdem mit was für einer Desktopumgebung ihr auf eurem System arbeitet kommen unterschiedliche Werkzeuge in Frage. Unter Gnome würde ich zu Baobab aka Festplattenbelegung greifen. Das Programm ist fester Bestandteil von Gnome und wird von vielen Linux-Distributionen gleich vorinstalliert. KDEler können sich dagegen mit Filelight eine optisch sehr gelungene Anwendung installieren. Und mit Ncdu könnt ihr auf einem Server ohne eine graphische Oberfläche im Terminal im Handumdrehen den digitalen Hausputz bewältigen.

Ncdu fürs Terminal

Ncdu zeigt den Speicherplatzverbrauch von Ordner und Dateien im Terminal an. Innerhalb von Ncdu könnt ihr in der Ordnerstruktur navigieren. Ncdu kann zu groß geratene Dateien auch direkt aus der App heraus löschen. Mit dem ? ruft ihr in Ncdu eine ausführliche Hilfe auf.

Auf einem Server oder einem Serverchen wie einem Raspberry Pi mit Raspbian und anderen Distributionen steht euch meist keine grafische Oberfläche zur Verfügung. Warum auch? Das Ding erledigt still und leise seine Aufgabe im Hintergrund, ohne dass man fortwährend auf den Bildschirm schauen müsste. Loggt ihr euch über das Netzwerk per SSH ein, dann könnt ihr Ncdu aka NCurses Disk Usage zum Aufstöbern von großen Dateien benutzen.

Ncdu installieren

### Ncdu unter Arch Linux installieren
$ sudo pacman -S ncdu

### Ncdu unter Debian, Ubuntu, Mint installieren
$ sudo apt-get install ncdu

Ausgehend vom aktuellen Verzeichnis liest Ncdu die Festplattenbelegung aus und zeigt euch dann über den mit Rauten ### symbolisierten Statusbalken die Größe der Verzeichnisse an. Mit [Pfeil-hoch], [Pfeil-runter] navigiert ihr in der Übersicht, mit [Return] wechselt ihr das Verzeichnis. Mit [Entf] lassen sich direkt aus Ncdu heraus Dateien oder gar ganze Verzeichnis mitsamt deren Inhalten löschen. Eine Übersicht über alle Tastenkombinationen bekommt ihr mit [Umschalt]+[#] über die Hilfe angezeigt.

Baobab für Gnome-Anwender

Baobab zeigt euch die Speicherplatzverteilung in einer Gnome-Oberfläche an.

Baobab zeigt euch die Speicherplatzverteilung in einer Gnome-Oberfläche an.

Wer mit Gnome unterwegs ist, der muss nicht lange nach dem passenden Werkzeug suchen. Baobab oder die Festplattenbelegung ist ein fester Teil von Gnome und sollte somit eigentlich auch von Haus aus mitsamt der Desktopumgebung installiert werden. Fehlt das Programm, dann könnt ihr die Anwendung üblicherweise über die Paketverwaltung euer Distribution nachinstallieren. Gnome sortiert sie dann unter dem sprechenden Namen Festplattenbelegung in die Menüs ein.

Baobab installieren

### Baobab unter Arch Linux installieren
$ sudo pacman -S baobab

### Baobab unter Debian, Ubuntu, Mint installieren
$ sudo apt-get install baobab

Auch Baobab muss nach dem Start erst einmal die Festplatteninhalte einlesen. Ihr habt die Wahl gleich beim Wurzelverzeichnis / zu starten, oder nur euer Homeverzeichnis einlesen zu lassen. Bei der Anzeige könnt ihr in der Fußleiste wählen, ob Baobab eine Art Kreisdiagram anzeigen oder die Inhalte als Kästchen darstellen soll. Je größer das Kästchen, desto größer sind die im Verzeichnis enthaltenen Dateien. Natürlich könnt ihr die größten Speicherfresser direkt über Baobab in den Mülleimer schieben.

Filelight für KDE-Anwender

Wer unter KDE die Festplattenbelegung analysieren möchte, der greift zu Filelight.

Wer unter KDE die Festplattenbelegung analysieren möchte, der greift zu Filelight.

Auch KDE bringt mit Filelight ein Tool zum Anaylsieren der Speicherplatzbelegung mit. Meines Wissens nach wird das Programm etwa bei Kubuntu nicht von Haus aus installiert, aber wie immer findet ihr es in den Paketquellen. Bei dem auf Arch Linux basierenden Netrunner steht euch dieser Weg natürlich auch offen. Nach der Installation findet ihr Filelight selbstverständlich im Anwendungmenü, es müsste sich eigentlich auch im Dolphin-Dateimanager in das Ansicht-Menü integrieren.

Filelight installieren

### Filelight unter Arch Linux installieren
$ sudo pacman -S kdeutils-filelight

### Filelight unter Debian, Ubuntu, Mint installieren
$ sudo apt-get install filelight

Bei der Bedienung unterscheidet sich Filelight nicht groß von Baobab, allerdings beherrscht Filelight nur die Darstellung der Festplatteninhalte als mehrschichtiges Kuchendiagram. Ich für meinen Teil bevorzuge eher das Box-Modell, da man so schneller die Inhalte überblicken kann und nicht so schnell die Orientierung verliert. Nichs desto trotz beherrscht Filelight die wichtigsten Funktionen: Speicherinhalte auslesen, die Ergebnisse übersichtlich darstellen und Speicherfresser direkt über die Anwendung löschen.

Speicherplatzverbrauch für Ordner und Dateien unter Linux ermitteln ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

]]>
http://linuxundich.de/gnu-linux/speicherplatzverbrauch-ordner-dateien-linux-terminal-ermitteln/feed/ 8