Linux und Ich http://linuxundich.de Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT Sun, 27 Jul 2014 15:34:29 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.9.1 Raspberry Pi als Jukebox für Google Music, Spotify oder Musik vom NAS http://linuxundich.de/raspberry-pi/raspberry-pi-als-jukebox-fuer-google-music-spotify-oder-musik-vom-nas/ http://linuxundich.de/raspberry-pi/raspberry-pi-als-jukebox-fuer-google-music-spotify-oder-musik-vom-nas/#comments Thu, 24 Jul 2014 16:37:41 +0000 http://linuxundich.de/?p=25795 Weiterlesen

Raspberry Pi als Jukebox für Google Music, Spotify oder Musik vom NAS ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Wer ein sündhaft teures Sonos-System in den eigenen vier Wänden stehen hat, der kann seit April dieses Jahres seine zu Google Music hochgeladenen bzw. via Google Music All Inclusive ausgeliehenen Songs bequem über das Multiroom-Audiosystem abspielen lassen. Doch schon alleine aufgrund seinen Preises sind die Sonos-Geräte nicht für jeden eine wirkliche Option: Hat man schon eine ordentliche Stereoanlage im Wohnzimmer stehen, möchte man ungerne weiteres Geld in exklusives Sonos-Equipment investieren. Mit einem Raspberry Pi, dem HiFiBerry-Add-On und der Pi MusicBox macht man seine herkömmliche Stereoanlage fit für Streamdienste wie Google Music oder Spotify und natürlich auch fit für das Abspielen von Musik vom eigenen NAS. Steuern lässt sich der Spaß ganz bequem per Browser oder App. Ganz klassisch installiert man auf einem Raspberry Pi eine der großen Linux-Distributionen wie Raspbian und Pidora oder eher eine auf Mediacenter spezialisierte Distribution wie Raspbmc oder OpenELEC. Doch im Internet tummeln sich zahlreiche andere RasPi-Linuxe, die sich ganz gezielt einer individuellen Aufgaben annehmen.

Eine dieser Nischen ist der Raspberry Pi als Jukebox, dafür finden sich mit Volumio, RuneAudio und der Pi MusicBox gleich drei Distributionen in den einschlägigen RasPi-Communitys. Allen Jukebox-Distributionen gemein ist ein Linux-Kern und ein ordentlich vorkonfigurierter Musik Player Daemon oder kurz MPD, so dass man die Musikwiedergabe vom Handy oder mit Hilfe von MPD-Clients vom Rechner aus steuern kann.

Der Raspberry Pi als Audio-Jukebox

Wer sich Volumio und RuneAudio genauer ansieht, der wird schon auf den ersten Blick bemerken, dass sich die Oberflächen der beiden Distributionen fast wie ein Ei dem anderen gleichen. Die Ähnlichkeit rührt daher, dass beide Projekte aus RaspyFi und dessen eigentlich angedachten Nachfolger tsunamp hervorgingen, sich die Wege der Entwickler jedoch im Zwist trennten.

Nun gibt es eben die zwei Alternativen Volumio und RuneAudio, wobei Volumio auf ein Debian aka Raspbian als Basis setzt und RuneAudio auf ein Arch Linux baut. Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte… das ist auch bei den RasPi-Jukeboxen der Fall: Meine Empfehlung als Motor einer komfortablen Raspberry-Pi-Jukebox ist die eigene Wege gehende Pi MusicBox.

Die Pi MusicBox ist eine Audioplayer-Distribution für den Raspberry Pi.

Die Pi MusicBox ist eine Audioplayer-Distribution für den Raspberry Pi.

Die Pi MusicBox bietet nicht nur eine ordentliche Weboberfläche und ein ebenfalls über das Webfrontend zugängliches Konfigurationswerkzeug, sondern integriert auch eine Reihe von Streaming-Diensten wie zum Beispiel Google Music, Spotify, TuneIn oder SoundCloud und kommt auch mit Podcasts und Internetradios zurecht. So macht man seinen guten alten Röhrenverstärker mit einem Raspberry Pi fit für die digitale Zukunft — auch wenn das ja eigentlich einen Frevel darstellt.

Auch abseits der zugrunde liegenden Linux-Distribution unterscheidet sich die Pi MusicBox von Volumio und RuneAudio. Während bei den zwei zwei Streithähnen der Music Player Daemon (MPD) für die Musikwiedergabe verantwortlich ist, kommt bei der Pi MusicBox der in Python geschriebene Mopidy zum Einsatz, daher beherrscht die MusicBox eben auch den Umgang mit Spotify, Google Music und Co. Da Mopidy zum Music-Player-Daemon-Protokoll kompatibel ist, lässt sich auch die MusicBox mit den gängigen MPD-Clients bedienen.

HiFi aus dem RasPi? Zur Not mit HiFiBerry!

Bevor wir aber mit der Software loslegen, noch ein paar Worte zur Hardware: Der analoge Audioausgang des Raspberry Pi besitzt nicht unbedingt den aller besten Ruf. Aus der 3,5mm-Buche kommt oft nur ein verrauschtes, mit hörbaren Knacksern versehenes Tonsignal. Schuld daran sind die auf den Raspberry Pi der ersten Generation integrierten linearen Spannungsregler, deren Unregelmäßigkeiten eben auch Störungen in den Digital-to-Analog-Converter (DAC) des Rasperry Pi induzieren.

Mit dem Raspberry Pi B+ hat die Raspberry-Pi-Foundation zwar keinen schnelleren Raspberry Pi herausgebracht, dafür wurde bei dem deutlich überarbeiten Model die Stromversorgung mit besseren Schaltreglern auf wesentlich stabilere Füße gestellt. Ein positiver Nebeneffekt ist zudem, dass der Raspberry Pi Modell B+ auch noch bis zu einem Watt weniger Energie verbrät. Wer einen ordentlichen Sound auf seine Stereoanlage bekommen möchte, der sollte sich daher den Raspberry Pi B+ mitsamt angepassten Gehäuse anschaffen.

Der HifiBerry leitet ordentlich Sound per Cinch oder S/PDIF zur Stereoanlage.

Der HifiBerry leitet ordentlich Sound per Cinch oder S/PDIF zur Stereoanlage.

Achtet darauf, dass euer Raspberry Pi über die entsprechenden Ausgänge verfügt.

Achtet darauf, dass euer Raspberry Pi über die entsprechenden Ausgänge verfügt.

Möchtet ihr unbedingt einen Raspberry Pi der ersten Generation nutzen, dann müsst ihr euch eine andere Lösung einfallen lassen. Für einen guten RasPi-Sound könntet ihr entweder einen HDMI-Audio-Extractor anschaffen (Kostet ab 30 Euro, es gibt Modelle mit 3,5mm- oder S/PDIF-Ausgang) und so den Sound aus dem HDMI-Ausgang in eure Stereoanlage umleiten, oder ihr nutzt Raspberry-Pi-Soundkarten wie den HiFiBerry oder die Wolfson Pi Audio Card.

Hier solltet ihr jedoch eher zur HiFiBerry greifen, denn diese wird von Haus aus von Pi MusicBox unterstützt, bei der Wolfson-Erweiterung scheint dies noch nicht der Fall zu sein. Achtet außerdem darauf, ob euer Raspberry Pi über die entsprechenden freien Kontaktlöcher verfügt, auf denen die dafür nötigen Kontaktpins aufgelötet werden müssten. Auf meinem oben abgebildeten Raspberry Pi der allerersten Fuhre fehlen sie im eingekreisten Bereich nämlich noch.

Pi MusicBox auf Raspberry Pi installieren

Rasperry-Pi-Profis muss ich die Installation der Pi MusicBox nicht groß erklären, für Raspberry-Pi-Einsteiger steige ich jedoch ein wenig tiefer in die Materie ein. Wer mit Windows arbeitet, der schnappt sich am besten den Win 32 Disk Imager und installiert sich das Programm, die restlichen Schritte sollten dann nicht weiter schwer fallen.

Holt euch das aktuelle Image der Pi MusicBox auf den Rechner (siehe Abschnitt “Installation”), entpackt das heruntergeladene ZIP-Archiv und schreibt dann mit dem Disk Imager die entpackte musicbox0.5.img auf eine 1 GByte große SD-Speicherkarte, für den Raspberry Pi B+ braucht es natürlich eine entsprechende Micro-SD-Karte.

$ lsblk
NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda 8:0 0 59,6G 0 disk
├─sda1 8:1 0 53,7G 0 part /
└─sda2 8:2 0 5,9G 0 part [SWAP]
sdb 8:16 0 596,2G 0 disk
└─sdb1 8:17 0 596,2G 0 part /home
sdc 8:32 1 2G 0 disk
├─sdc1 8:33 1 964M 0 part /run/media/christoph/sd-card
└─sdc2 8:34 1 2,3M 0 part
sr0 11:0 1 1024M 0 rom
$ wget http://dl.mopidy.com/musicbox0.5.zip
$ unzip musicbox0.5.zip
$ sudo dd if=musicbox0.5.img of=/dev/sdc && sync

Auch unter Linux stehen euch graphische Werkzeuge zum Schreiben von Festplattenimages auf Datenträger zur Verfügung, doch ich persönlich würde mir einfach nur mit lsblk ansehen unter welcher Geräte-ID meine SD-Karte zu finden ist (in meinem Beispiel versteckt sich die 1 GByte große Karte unter /dev/sdc) und mir dann mit wget das MusicBox-Image auf den Rechner holen.

Mit unzip entpackt ihr das Archiv und schreibt es dann mit dd auf die Speicherkarte. Ein sync am Ende sorgt dann abschließend dafür, dass die Inhalte auch wirklich auf die Speicherkarte geschrieben wurden und nicht noch in irgendwelchen Zwischenspeichern hängen. Prüft aber bitte, ob es nicht inzwischen eine neuere Version der Pi MusicBox gibt und passt die Befehle entsprechend an.

Pi MusicBox per Avahi/Zeroconf ansprechen

Wurde das MusicBox-Image auf die Speicherkarte kopiert, schiebt ihr die SD-Karte in euren Raspberry Pi und bootet ihn von ihr. Am Ende des textlastigen Bootvorgangs verrät euch das System, unter welcher IP-Adresse es aus eurem Netzwerk heraus es zu erreichen ist.

Um die JukeBox einzurichten, müsst ihr die ausgegebene IP-Adresse nur in einem Browser auf eurem Handy oder dem PC eingeben. Das Login in das System lautet in der Standardeinstellung root mit dem Passwort musicbox. Das muss euch eigentlich aber nicht groß interessieren, konfiguriert wird die RasPi-Jukebox über das Netzwerk.

Hängt am Monitor an der Pi MusicBox gibt das System seine IP-Adresse aus.

Hängt am Monitor an der Pi MusicBox gibt das System seine IP-Adresse aus.

Die Pi MusicBox besitzt keinen Xserver und verfügt daher auch nicht über eine grafische Oberfläche, es lohnt sich daher gar nicht erst einen Fernseher oder Monitor an eure Raspberry-Pi-Jukebox anschließen. Doch wie kommt ihr in diesem Fall an die IP der Jukebox?

Ihr könnt dazu entweder im Frontend eures Routers nach der IP angeln, oder ich erledigt die Namensauflösung über Avahi/Zeroconf/Bonjour (hinter all diesen Begriffen steckt die selbe Technik), so wie ich es schon einmal 2009 im Beitrag Netzwerken im 21. Jahrhundert erläutert hatte.

Namensauflösung über Avahi/Zeroconf einrichten

Prinzipiell könnt ihr die MusicBox über die Adresse musicbox.local ansprechen, so müsst ihr nicht mit IPs hantieren und erreicht die JukeBox immer unter der selben URL, egal welche IP euer Router der JukeBox verpasst hat. Dies funktioniert aber nur unter MacOS X und einigen Linuxen ohne weitere Anpassungen. Unter Windows müsst ihr euch von Apple unter die Arme greifen lassen, bei Debian und Arch Linux müssen ein paar Pakete installiert werden.

Windows

Wer unter Windows die Namenauflösung via Zeroconf nutzen möchte, der muss sich von Apple die Bonjour-Druckdienste für Windows holen und auf dem Windows-PC installieren. Spätestens nach einem Neustart des Rechners, solltet ihr so auch unter Windows URLs wie eben die von der Pi MusicBox genutzte Adresse musicbox.local nutzen können, dazu muss natürlich euer JukeBox-RasPi laufen und ans Netzwerk angeschlossen sein.

Debian, Ubuntu

Unter Ubuntu ist Avahi eigentlich von Haus aus installiert und direkt nach dem Start des Rechners aktiv. Sollte eure MusikBox dennoch nicht antworten, dann schaut ob die entsprechenden Dienste auf dem Rechner laufen. Unter Debian muss eigentlich immer das für die Namensauflösung verantwortliche Paket libnss-mdns aus der Paketverwaltung eingespielt werden, zur Sicherheit nehmt ihr den avahi-daemon noch gleich mit.

$ sudo apt-get install avahi-daemon libnss-mdns

Arch Linux

Unter Arch Linux ist die Installation von Avahi ein klein wenig aufwändiger, da es nicht ausreicht die entsprechenden Pakete avahi und nss-mdns zu installieren. Nachdem ihr diese beiden Pakete eingespielt habt, müsst ihr noch die /etc/nsswitch.conf mit Root-Rechten bearbeiten und die Zeile hosts: files dns myhostname mit dem Zusatz mdns_minimal [NOTFOUND=return] ergänzen. Eventuell müsst ihr dies auch bei Arch-Derivaten wie Antergos und Manjaro so machen.

$ sudo pacman -S avahi nss-mdns
$ sudo systemctl enable avahi-daemon.service
$ sudo nano /etc/nsswitch.conf
[...]
# hosts: files dns myhostname
hosts: files mdns_minimal [NOTFOUND=return] dns myhostname
[...]

Konfiguration und Netzwerkfreigaben für Pi MusicBox

Sobald eure Pi MusicBox läuft und am Netzwerk hängt, könnt ihr euch an die Konfiguration machen. Erledigt dies am besten von einem PC aus, so habt ihr am schnellsten alles Wichtige eingetragen. Euren Jukebox-Raspberry-Pi erreicht ihr wie schon angesprochen über einen Browser und die URL musicbox.local, sollte dies nicht funktionieren müsst ihr die IP vom Bildschirm ablesen oder aus der Konfiguration eures Routers fischen.

Den Weg zu den Settings findet ihr über die Seitenleiste des Webfrontends. Klickt euch hier am besten von Punkt zu Punkt durch. Wichtig ist es unter Network mit Enable SSH den in die Pi MusicBox integrierten SSH-Server zu aktivieren, unter MusicBox das Root-Passwort zu ändern und unter Audio und den Punkt Audio output festzulegen über welchen Audio-Ausgang die MusicBox nutzen soll.

Die Pi MusicBox unterstützt den analogen Ausgang über die Kopfhörerbuchse, digital via HDMI, per I2C angeschlossene Soundkarten wie eben den HifiBerry und externe USB-Soundkarten. Nicht ganz unwichtig ist auch die Funktion unter MusicBox den vom System genutzten Speicherplatz auf die komplette Speicherkarte auszudehnen — ähnliche wie ihr es vielleicht schon von anderen Raspberry-Pi-Distributionen wie Raspbian kennt. So könnt ihr Musik auch direkt auf die Speicherkarte lagern und mehr als nur das vom Image genutzte eine GByte für eure Musiksammlung nutzen. Der Raspberry Pi akzeptiert ja Speicherkarte nach dem SDXC-Standard mit über 128 GByte Kapazität.

Die Pi MusicBox konfiguriert ihr über ein einfaches Webfrontend.

Die Pi MusicBox konfiguriert ihr über ein einfaches Webfrontend.

Liegt eure Musik fein säuberlich sortiert auf einem NAS oder einer Netzwerkfreigabe eures Rechners, dann soll die MusicBox diese Musiksammlung natürlich mit in ihre Datenbank aufnehmen. Unter dem Punkt Music files | Network Drive findet ihr die entsprechende Konfiguriationsmöglicheiten. Die Pi MusicBox unterstützt dabei jedoch lediglich Samba-Freigaben, die unter Linux gebräuchliche NFS-Shares bleiben außen vor.

Während die Pi MusicBox die Musiksammlung erreicht ist sie über das Netzwerk nicht zu erreichen.

Während die Pi MusicBox die Musiksammlung erreicht ist sie über das Netzwerk nicht zu erreichen.

Die in den Settings getroffenen Einstellungen übernimmt die Pi MusicBox erst nach einem Neustart des Systems. Auf diesen solltet ihr besonders nach dem Einbinden einer Netzwerkfreige mit einer größeren Musiksammlung ein Auge haben, denn das Einlesen einer großen MP3-Sammlung nimmt eine ganze Weile in Anspruch — bei mir brauchte der arme RasPi fast eine ganze Nacht dafür.

In dieser Zeit ist die Musicbox auch nicht ordentlich aus dem Netz heraus zu erreichen, die Oberfläche meldet über Stunden hinweg nur “Loading data from MusicBox. Please Wait…” Auf einem angeschlossenen Display seht ihr ein bisschen besser was gerade passiert, außerdem gibt die MusicBox hier auch Fehlermeldungen aus, falls mit euren Zugangsdaten zur Netzwerkfreigabe etwas nicht stimmen sollte.

Streaming mit Google Music und Spotify einrichten

Die Pi MusicBox beherrscht nun nicht nur den Umgang mit lokal gespeicherter oder auf einem NAS liegender Musik, sondern kennt auch beliebte Streamingdienste wie Google Play Music oder Spotify. Bei Google Music bindet die Pi MusicBox nicht nur die von euch hochgeladene Musik ein — 20.000 Songs könnt ihr ja kostenlos zu Google Music hochladen — sondern unterstützt auch die knapp 10 Euro pro Monat teure Musik-Flatrate Google Play Music All Inclusive. Damit die MusicBox diese Dienste auch ansprechen kann, müsst ihr in den Settings die entsprechenden Zugangsdaten zu diesen Diensten eintragen.

Für Google Music möchte das Formular auch eine Android ID haben, diese könnt ihr zum Beispiel mit einer App wie Android Device ID aus einem eurer Android-Geräte auslesen, oder aber ihr lässt das Feld einfach leer. In meinen Tests funktionierte das Zusammenspiel aus Google Music und der Pi MusicBox auch ohne eine solche ID. Auch hier müsst ihr die Pi MusicBox nach den Eintragen der Konfiguration wieder neu starten, danach werdet ihr jedoch ein kleines bisschen verwirrt sein.

Es lässt sich nämlich weit und breit kein Menüpunkt für eure Google Music finden. Zugang zur Google-Musik bekommt ihr lediglich über die in der Pi MusicBox integrierte Suche. Diese durchforstet nicht nur den lokalen Bestand nach dem eingegebenen Keyword, sondern liefert auch Treffer aus dem Reservoire von Google Music, aufgeschlüsselt nach Artist und Album, markiert mit einem Google-G vor dem Namen.

Eure Google Music findet ihr in der Pi MusicBox lediglich über die integrierte Suche.

Eure Google Music findet ihr in der Pi MusicBox lediglich über die integrierte Suche.

Anschließend unterscheidet sich das Abspielen von Google-Music-Titeln nicht vom Abspielen “normaler” Musik. Ihr tippt einfach den entsprechenden Suchtreffer an und lasst dann das Album oder einen der Titel abspielen. Wer allerdings lieber in seinem Google-Bestand stöbern würde oder Features wie beliebte Songs oder Charts sucht, den bringt die Pi MusicBox nicht weiter. Diese Funktionen bietet die MusicBox bisher nicht an.

Podcasts und Internetradio auf die Stereoanlage streamen

Neben all den nun vorgestellten Methoden Musik und andere Audio-inhalte mittels der Pi MusicBox und einem Raspberry Pi auf eine Stereoanlage ohne eigene Intelligenz zu streamen, bietet Pi MusicBox auch noch Unterstützung für Podcasts und Internetradios an. Bei Podcasts bedient sich die MusicBox beim reichhaltigen Repertoire von gpodder.net, allerdings verzichtet die JukeBox darauf sich bei dem Webservice einloggen zu können. So kann man nicht auf seine Abos zugreifen oder den Hab-ich-schon-gehört-Status aktualisieren.

Die Pi MusicBox streamt auch Podcasts und Internetradio auf die Stereoanlage.

Die Pi MusicBox streamt auch Podcasts und Internetradio auf die Stereoanlage.

Auch Webradios sind mit der MusicBox kein Problem, allerdings müsst ihr die von euch genutzten Sender selber hinzufügen. Am besten sucht ihr euch daher über Surfmusic eure Lieblingsstationen heraus, alternativ findet ihr auch im Ubuntuusers-Wiki eine reichlich gefüllte Liste mit den URLs zahlreicher Webradios. Diese müsst ihr einfach nur unter dem in der Seitenleiste aufgeführten Eintrag Radio ganz unten am Ende der Seite hinzufügen.

Pi MusicBox mit dem Handy steuern

Im Vergleich zu einem teuren Sonos-System steht die Pi MusicBox nun gar nicht so schlecht da. Wir können Musik von einer USB-Festplatte oder einem NAS abspielen. Wir können Musik von Streaming-Diensten wie Spotify oder Google Music mitsamt deren Flatrate-Angebot nutzen. Wir können Podcasts und Internetradios abspielen und vieles mehr. Es hapert nun nur noch daran die Pi MusicBox auch bequem steuer zu können, denn das Browserfrontend ist zwar flexibel, allerdings nutze ich nach wie vor ganz gerne normale Programme und nicht Webfrontends.

Da der von der Pi MusicBox genutzt Audioplayer-Server Mopidy zum Steuerprotokoll des beliebten MPD kompatibel ist, könnt ihr zum Steuern eures Jukebox-RasPis auf eine ganze Reihe von Programmen zurückgreifen. Auf Wiki findet ihr drölfhundert MPD-Clients der verschiedensten Art für Windows, MacOS X, Linux und natürlich auch iOS und Android. Ich für meinen Teil würde Linuxer zu Sonata oder Cantata raten, auf Android-Handys oder -Tablets führt in meinen Augen an MPDroid kein Weg vorbei. Alternativ lässt sich das Webfrontend jedoch auch ganz gut über einen Handybrowser oder auf dem Tablet bedienen.

Sonata

sonata-pi-musicbox

Handybrowser

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MPDroid

mpdroid1 mpdroid2 mpdroid3 mpdroid4

Fazit

Alles in allem macht der Jukebox-Raspberry-Pi seine Aufgabe sehr gut und auch der Konfigurationsaufwand hält sich in Grenzen. Einmal eingerichtet arbeitet die Pi MusicBox still und unauffällig vor sich hin. An seine Grenzen bringt man den unter Pi MusicBox laufenden RasPi durch eine all zu große Musiksammlung, das erste Scannen und später auch Aktualisieren bei Neustats kann schon mal eine ganze Weile dauern. Ändert sich an der Musiksammlung jedoch nicht mehr viel, kann man dieses Scans aber auch deaktivieren.

Wer inzwischen Musik nicht mehr kauft, sondern nur noch mietet und per Stream direkt auf seine Wiedergabegeräte lädt, der findet mit Pi Musicbox auch eine ordentliche Lösung. Die Integration der Streaming-Dienste Google Music und Spotify ist nicht perfekt, man kann eben nur im Bestand der Dienste suchen und nicht stöbern, allerdings tut die Funktion gut genug um sie auch in der Praxis einsetzen zu können.

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GOG.com bietet jetzt Spiele für Linux an http://linuxundich.de/gnu-linux/gog-com-bietet-jetzt-spiele-fuer-linux/ http://linuxundich.de/gnu-linux/gog-com-bietet-jetzt-spiele-fuer-linux/#comments Thu, 24 Jul 2014 11:56:53 +0000 http://linuxundich.de/?p=25855 Weiterlesen

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Spiele und Linux schließen sich spätestens seit der Verfügbarkeit von Steam für Linux und den allseits beliebten Humble Bundles nicht mehr diametral aus. Wer unter Linux auch spielen möchte, der findet durchaus genügend Stoff — auch wenn aktuelle Top-Titel nach wie vor nicht wirklich zeitnah für Linux umgesetzt werden. Wem nach wie vor Spielenachschub für sein Linux-System fehlt, der wird nun bei einem weiteren Anbieter fündig. Der Spiele-Distributor GOG.com führt seit heute über 50 Linux-Spiele in seinem Programm und macht damit sein Versprechen vom März dieses Jahres wahr.

A while ago, we’ve announced our plans to add Linux support as one of the features of our digital platform, with 100 games on the launch day sometime this fall. We’ve put much time and effort into this project and now we’ve found ourselves with over 50 titles, classic and new, prepared for distribution, site infrastructure ready, support team trained and standing by, and absolutely no reason to wait until October or November. We’re still aiming to have at least 100 Linux games in the coming months, but we’ve decided not to delay the launch just for the sake of having a nice-looking number to show off to the press. It’s not about them, after all, it’s about you. So, one of the most popular site feature requests on our community wishlist is granted today: Linux support has officially arrived on GOG.com!

Aus den ursprünglich angedachten 100 Titeln zum Start sind nur 50 Spiele geworden, dafür ist Ende Juli auch noch lange nicht der Herbst in Sicht. Das Angebot an Linux-Spielen bei GOG.com soll weiter stetig wachsen. Wer schon zuvor Spiele bei GOG.com gekauft hat, kann diese nun ohne Aufpreis auch in der Linux-Version herunterladen. GOG.com bietet die Spiele als distributionsunabhängige TAR.GZ-Archiv an, die man einfach nur in einem beliebigen Verzeichnis auspacken muss. Alternativ gibt es DEB-Pakete für Ubuntu und Linux Mint, die wahrscheinlich auch unter Debian zum Laufen zu bekommen sein sollten.

OK, but how will Linux support actually work on GOG.com” – you might ask. For both native Linux versions, as well as special builds prepared by our team, GOG.com will provide distro-independent tar.gz archives and support convenient DEB installers for the two most popular Linux distributions: Ubuntu and Mint, in their current and future LTS editions. Helpful and responsive customer support has always been an important part of the GOG.com gaming experience. We wouldn’t have it any other way when it comes to Linux, and starting today our helpdesk offers support for our official Linux releases on Ubuntu and Mint systems.

Zum Start räumt GOG.com für sämtliche Linux-Titel Rabatte von bis zu 70 Prozent ein. Die Angebote findet ihr auf der extra dazu eingerichteten Linux-Launch-Promo-Seite bei GOG.com. Die Aktion ist allerdings zeitlich beschränkt, sie läuft noch bis Dienstag, den 29. Juli.

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Linus Torvalds führt uns durch sein Home-Office http://linuxundich.de/gnu-linux/linus-torvalds-fuehrt-uns-durch-sein-home-office/ http://linuxundich.de/gnu-linux/linus-torvalds-fuehrt-uns-durch-sein-home-office/#comments Fri, 18 Jul 2014 07:41:03 +0000 http://linuxundich.de/?p=25818 Weiterlesen

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VirtualBox 4.3.14 macht virtuelle Ubuntu 14.04 wieder flott http://linuxundich.de/gnu-linux/virtualbox-4-3-14-macht-virtuelles-ubuntu-1404-wieder-flott/ http://linuxundich.de/gnu-linux/virtualbox-4-3-14-macht-virtuelles-ubuntu-1404-wieder-flott/#comments Thu, 17 Jul 2014 12:34:30 +0000 http://linuxundich.de/?p=25777 Weiterlesen

VirtualBox 4.3.14 macht virtuelle Ubuntu 14.04 wieder flott ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Wer in der letzten Zeit ein Ubuntu 14.04 “Trusty Tahr” in einer VirtualBox-VM ausprobiert hatte, der musste sich leider mit einer sehr sehr trägen und langsamen Oberfläche begnügen. Schuld daran war nicht direkt Ubuntu, sondern ein Bug in den VirtualBox-Gasterweiterungen, der verhinderte dass die VM auf die Grafikkarte der Host-Maschine zugreifen konnte. Dadurch wurde das grafiklastige Ubuntu-Gastsystem in der VM kräftig ausgebremst, selbst wenn man die 3D-Beschleunigung in den Einstellungen der VM vorschriftsmäßig aktiviert hatte. Das Update auf VirtualBox 4.3.14 beseitig das Problem.

An der Behebung des Fehlers wird schon seit einiger Zeit gearbeitet, mit der heutigen Veröffentlichung von VirtualBox 4.3.14 ist er entsprechend des Changelogs nun auch offiziell behoben. Es entfällt somit der Aufwand sich eine der Betas der erneuerten Gast-Erweiterungen zu holen, so wie ich es hier im Blog beschrieben hatte. Arch hat die VirtualBox-Version in seinen Paketquellen bereits aktualisiert, wer VirtualBox unter Ubuntu, Debian oder… Windows… nutzt, der muss die Software wohl von Hand aktualisieren.

In VirtualBox 4.3.14 funktioniert wieder die 3D-Beschleunigung virtualisierter Linuxe.

In VirtualBox 4.3.14 funktioniert wieder die 3D-Beschleunigung virtualisierter Linuxe.

Läuft bei euch die aktuelle VirtualBox-Ausgabe 4.3.14, dann setzt in den Einstellungen eurer Ubuntu-VM unter Anzeige den Schalter bei 3D-Beschleunigung aktivieren und startet die VM. Läuft euer virtuelles Ubuntu, dann legt über den Punkt Geräte | Medium mit Gasterweiterung einlegen die virtuelle Gasterweiterungen-CD ein und führt dann in einem Terminal der Ubuntu-VM die folgenden Befehle aus. Er entfernt die alten Gasterweiterungen und installiert die aus der neuen VirtualBox-Version stammenden Erweiterungen in der VM.

$ cd /media/test/VBOXADDITIONS_4.3.14_95030/
$ sudo ./VBoxLinuxAdditions.run
Verifying archive integrity... All good.
Uncompressing VirtualBox 4.3.14 Guest Additions for Linux............
VirtualBox Guest Additions installer
Removing installed version 4.3.13 of VirtualBox Guest Additions...
Copying additional installer modules ...
Installing additional modules ...
Removing existing VirtualBox DKMS kernel modules ...done.
Removing existing VirtualBox non-DKMS kernel modules ...done.
Building the VirtualBox Guest Additions kernel modules ...done.
Doing non-kernel setup of the Guest Additions ...done.
You should restart your guest to make sure the new modules are actually used

Installing the Window System drivers
Installing X.Org Server 1.15 modules ...done.
Setting up the Window System to use the Guest Additions ...done.
You may need to restart the hal service and the Window System (or just restart
the guest system) to enable the Guest Additions.

Installing graphics libraries and desktop services components ...done.

VirtualBox 4.3.14 macht virtuelle Ubuntu 14.04 wieder flott ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Dropbox baut an neuer GUI für Windows und Linux-Client auf Basis von Qt http://linuxundich.de/gnu-linux/dropbox-baut-neuer-gui-fuer-windows-und-linux-client-auf-basis-von-qt/ http://linuxundich.de/gnu-linux/dropbox-baut-neuer-gui-fuer-windows-und-linux-client-auf-basis-von-qt/#comments Mon, 14 Jul 2014 15:07:57 +0000 http://linuxundich.de/?p=25734 Weiterlesen

Dropbox baut an neuer GUI für Windows und Linux-Client auf Basis von Qt ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Auch wenn Dropbox Stern langsam zu sinken scheint – vor allen Dingen mit Condoleezza Rice im Verwaltungsrat — der Dienst dürfte nach wie vor der am meisten genutzte Cloudspeicher sein. In Bezug auf die Client-Software war es in der vergangenen Zeit demgegenüber deutlich ruhiger, der Dropbox-Client für den PC hat schon längere Zeit keine größere Neuerung mehr verpasst bekommen. Doch damit ist es nun wohl auch vorüber: Im Dropbox-Forum wurde die erste experimentelle Version aus dem 2.11er Zug des Programms veröffentlicht, Windows- und Linux-User können sich demnächst auf eine neue Oberfläche freuen.

This UI rewrite helps us fix a large number of issues/glitches you have reported over the years, improve performance, support high DPI on Windows, a new setup wizard on Linux, and more! Much of our UI is still rough around the edges so expect to see some things looking not quite right. On Windows & Linux, Dropbox is currently not accessible due to the UI rewrite.

Dropbox nutzt für Ausgabe der Oberfläche in Zukunft das Qt-Toolkit, was wohl die Entwicklung unter Windows und Linux vereinfachen wird. Da die Entwickler aktuell alles statisch fest verlinkten, bedeutet dies für Linux-User aber erst einmal eine deutlich hässlichere Oberfläche. Besonders in der Gnome Shell sieht Dropbox v2.11.0 aus wie ein Fremdkörper, anstatt eines Icons im Benachrichtigungsfeld erscheint bei mir zum Beispiel einfach nur ein Punkt und auch die Oberläche passt sich nicht wirklich in den Desktop ein. Von der Installation dieser ersten Testversion würde ich erst nochmal abraten.

Dropbox baut an einer neuen Oberfläche für die Windows- und Linux-Version seines Clients.

Dropbox baut an einer neuen Oberfläche für die Windows- und Linux-Version seines Clients.

Dropbox baut an neuer GUI für Windows und Linux-Client auf Basis von Qt ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Raspberry Pi Model B+, lohnt sich der neue RasPi? http://linuxundich.de/raspberry-pi/raspberry-pi-model-b-lohnt-sich-der-neue-raspi/ http://linuxundich.de/raspberry-pi/raspberry-pi-model-b-lohnt-sich-der-neue-raspi/#comments Mon, 14 Jul 2014 11:42:20 +0000 http://linuxundich.de/?p=25714 Weiterlesen

Raspberry Pi Model B+, lohnt sich der neue RasPi? ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Wer den Raspberry Pi nur zum Basteln benutzt, der kommt mit den 700 MHz Taktrate und 512 MByte Arbeitsspeicher meist locker aus. Um ein paar Messwerte mitzuschreiben, ein paar Aktoren zu schalten oder per Kamera Bilder zu schießen, dafür braucht man keinen Mehrkernprozessor und mehrere GByte RAM. Nach über 2 Jahren wünschen sich viele RasPi-User jedoch einen Nachfolger, der eben solches bietet: Als stromsparender Desktop oder kleines Mediacenter ist die erste Generation des Raspberry Pi inzwischen ein kleines wenig zu träge — auch wenn der RasPi diese Aufgaben immer noch ordentlich erledigt. Mit dem gerade heute veröffentlichen Raspberry Pi Model B+ erfüllt die Raspberry Pi Foundation diesen Wunsch… nicht. Oder doch?

Das Upgrade sollte man nach dem ersten Blick auf die Änderungen nicht gleich als komplett unnötig abwinken, denn eine Reihe von Änderungen machen das aktualisierte Modell durchaus interessant. So bietet der RasPi B+ nun vier USB-Ports, sodass man nun neben einer USB-Maus und -Tastatur endlich auch direkt einen WLAN-Adapter und einen USB-Speicherstick oder eine Festplatte an den Raspberry Pi anschließen kann, ohne dass man einen aktiven USB-Hub inklusive Netzteil anbringen müsste — das spart Platz und macht den Raspberry Pi noch stromsparender.

Schon alleine aufgrund der zwei zusätzlichen USB-Ports passt der Raspberry Pi Model B+ nicht mehr in ein altes Gehäuse.

Schon alleine aufgrund der zwei zusätzlichen USB-Ports passt der Raspberry Pi Model B+ nicht mehr in ein altes Gehäuse.

Die Spannungsversorgung ist letztendlich auch der wichtigste Baustein des Updates: Der Raspberry Pi wird über ein USB-Netzteil mit 5 Volt versorgt. Die auf der Platine verbauten Komponenten benötigen jedoch zum Teil andere Spannungen. Für diese Umwandlung sorgt ein Spannungsregler auf dem Raspberry Pi. Auf dem alten Modell leistete ein linearer Spannungsregler die Arbeit, der letztendlich aber nur wie ein elektronisch variierbarer Widerstand funktioniert. Solche Linearregler besitzen nur einen geringen Wirkungsgrad und sind der Grund warum der alte Raspberry Pi eben nur zwei USB-Ports beherbergen konnte.

Das neue Modell arbeitet nun mit einem zeitgemäßen Schaltregler, sodass die vier USB-Ports jetzt auch unter Belastung nicht mehr zusammenbrechen und auch die Versorgungsspannung soll generell deutlich stabiler sein. Dadurch ergeben sich auch Vorteile bei der Audioausgabe des Raspberry Pi. Die analoge 3,5mm-Buchse konnte aufgrund vieler Störgeräusche und starken Rauschens bisher nur wenig überzeugen — nur Add-Ons wie das HifiBerry schafften hier Abhilfe. Dadurch dass jetzt weniger Stromspitzen durch den Raspberry Pi B+ schießen, müsste jetzt auch der Ton aus dem analogen Ausgang besser sein.

Da sich am Chipsatz des Model B+ gegenüber dem Vorgänger nichts geändert hat, kann man eine existierende Raspberry-Pi-Installation einfach übertragen. Man muss nur die Speicherkarte austauschen, da das Modell B+ nur noch einen Slot für eine Micro-SD-Karte besitzt. Das macht jetzt den Kartenwechsel ein wenig fummeliger, doch aufgrund der kleinen Karte dürfte sich der Slot nicht mehr ganz so einfach von der Platine lösen — Es soll durchaus einige User gegeben haben, bei denen das passiert ist.

Vom Preis her ändert sich nicht viel, der bleibt nach wie vor sehr günstig. Amazon und andere Online-Händler führen den Raspberry Pi B+ bereits für knapp 35 Euro. Der größte Nachteil wird jedoch sein, dass man sich ein neues Gehäuse besorgen muss, da der B+ aufgrund seiner zusätzlichen USB-Ports nicht mehr in die alten passt. Inzwischen finden sich die ersten gehäuse für den Raspberry Pi B+ wie dieses Black Case von Newit oder das Rainbow Pibow. Das Angebot auf Amazon ist jedoch nach wie vor dünn, inzwischen lassen sich jedoch auch über Amazon Deutschland diverse Gehäuse für den Raspberry Pi B+ ordern. Ich für meinen Teil werde meine RasPis nicht austauschen, wer sich aber gerade einen neu kaufen und in die Welt des Raspberry Pi einsteigen möchte, der sollte zum neuen Raspberry Pi B+ greifen, auch wenn es derzeit mit passenden Gehäusen noch ein wenig dünn aussieht.

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Raspberry-Pi-Einstieg: Was kaufen? Wie installieren? Wie starten? http://linuxundich.de/raspberry-pi/raspberry-pi-einstieg-was-kaufen-wie-installieren/ http://linuxundich.de/raspberry-pi/raspberry-pi-einstieg-was-kaufen-wie-installieren/#comments Sat, 12 Jul 2014 18:10:13 +0000 http://linuxundich.de/?p=25604 Weiterlesen

Raspberry-Pi-Einstieg: Was kaufen? Wie installieren? Wie starten? ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Der stromsparende und nur 30 Euro teure Raspberry Pi ist inzwischen kaum mehr aus der Computerwelt wegzudenken. Ob als kleiner Server auf dem Schrank, als Mediacenter hinter dem Fernsehr oder als Embedded-PC in einem industriellen Produkt, überall liest und sieht man etwas über den eigentlich als Lern-Computer für Schüler gestarteten Raspberry Pi oder abgekürzt einfach nur RasPi. Inzwischen hat die Raspberry Pi Foundation schon mehr als 3 Millionen der Mini-Rechner verkauft, selbst die Queen hat dem Projekt einen Besuch abgestattet — sie war sichtlich amused. Von daher fasse ich hier mal die wichtigsten Informationen rund um den Raspberry Pi für Einsteiger und Linux-Neulinge zusammen: Was braucht man? Was installiert man wie? So klappt der Raspberry-Pi-Einstieg!

Den Raspberry Pi bekommt ihr üblicherweise komplett nackt ohne weiteres Zubehör. Um den RasPi jedoch zum Leben zu erwecken, müsst ihr ein wenig Peripherie um das kleine Rechnerlein anschaffen. Im Netz finden sich eine Reihe von Händler, die komplette Raspberry-Pi-Kits für den Raspberry-Pi-Einstieg anbieten. Oft sind diese jedoch gar nicht nötig, da man oft das eine oder andere Zubehörteil in seiner Computerkiste finden kann. Von daher starte ich erst einmal mit einer kleinen Raspberry-Pi-Einkaufsliste, die ihr nach und nach abhaken könnt.

Raspberry-Pi-Einkaufsliste

Raspberry Pi… Mit einer nur 700 MHz schnellen Single-Core-CPU und knappen 512 MByte Arbeitsspeicher entspricht der Raspberry Pi mit Sicherheit nicht der Idee eines zeitgemäß schnellen Desktop-Computers, doch selbst diese Aufgabe erfüllt der nur Zigarettenschachtel große Raspberry Pi. So richtig wohl fühlt sich der Rasberry Pi  jedoch eher als stromsparendes Serverchen, als Mediacenter oder als Bastelrechner für Projekte, die nur ein wenig Rechenpower zum Messen, Steuern oder Auswerten benötigen. Zahlreiche Linux-Distribution machen den RasPi zur idealen Spielwiese für Linux-Fans… Raspberry Pi ab etwa 30 Euro kaufen

Für den Raspberry Pi braucht ihr mindestens Speicherkarte, Netzteil und HDMI-Kabel.

Für den Raspberry Pi braucht ihr mindestens Speicherkarte, Netzteil und HDMI-Kabel.

[UPDATE 14.07.2014: Die Raspberry Pi Foundation hat kurz nach der Veröffentlichung dieses Beitrags den Raspberry Pi Model B+ herausgebracht. Das neue Modell ist von der Technik her dem "alten" Model B sehr ähnlich, allerdings wurde die Stromversorgung optimiert. Der B+ verbraucht dadurch weniger Strom, bietet nun vier USB-Ports auf der Platine und gibt nun endlich aufgrund der stabileren Spannungsversorgung über den 3,5mm-Audioausgang ordentlichen Sound aus. Anstatt normalen SD-Karten benutzt der B+ nun Mirco-SD-Karten, am Chipsatz und den recht knappen 512 MByte RAM hat sich jedoch nichts geändert. Aufgrund des geänderten Aufbaus wird der Raspberry Pi Model B+ jedoch nicht in die für die alten RasPis gedachten Gehäuse passen... Raspberry Pi Model B+ für etwa 35 Euro kaufen, inzwischen gibt es für dieses Modell auch ein passendes Gehäuse.]

Gehäuse… Den Raspberry Pi nackt und ungeschützt in eine Ecke zu werfen, funktioniert mit Sicherheit eine Weile. Aber wie lange hält der Kleine das durch? Ihr solltet eurem Raspberry Pi daher ein passendes Zuhause verpassen. Mit ein bisschen Geschick bastelt man sich eines aus Karton, ich für meinen Teil finde jedoch RasPi-Cases gut, die sich ohne Schrauben oder abgebrochene Fingernägel zusammenklippsen und wieder öffnen lassen. Hat der Raspberry Pi einen festen Platz gefunden, dann ist man vielleicht auch froh, wenn man das Gehäuse an eine Wand oder eine Holzplatte schrauben kann… Rasperry-Pi-Gehäuse oder Gehäuse für Raspberry Pi B+ kaufen.

Ein Gehäuse schützt euren Raspberry Pi und verlängert seine Lebenserwartung.

Ein Gehäuse schützt euren Raspberry Pi und verlängert seine Lebenserwartung.

Speicherkarte… Ihr braucht nicht unbedingt eine neue Speicherkarte für euren Raspberry Pi zu kaufen. Gab es anfangs immer mal wieder Schwierigkeiten mit der einen oder anderen Speicherkarte, kommen RasPis inzwischen eigentlich mit allem klar, was man ihnen ins Maul schiebt. Habt ihr noch eine ungenutzte Karte für euer Handy oder Digitalkamera in der Kiste, dann solltet ihr sie auch für den Raspberry Pi nutzen können. In der Praxis würde ich jedoch darauf achten eine Class-10-Karte mit mindestens 8 GByte Kapazität zu nehmen, sonst geht dem RasPi ein wenig zu schnell die Puste aus. [UPDATE 14.07.2014: Das gerade neu veröffentlichte Modell Raspberry Pi B+ nutzt nun Micro-SD-Karten. Wer sich für den RasPi eine neue Speicherkarte kauf, der sollte daher gleich zu einer Micro-SD greifen. So kann man die Karte in allen RasPi-Modellen nutzen oder aber auch ins Handy schieben.].. Raspberry Pi-Speicherkarte ab etwa 7 Euro kaufen

Die Speicherkarte sollte dem Class-10-Standard entsprechen und mindestens 8 GByte groß sein.

Die Speicherkarte sollte dem Class-10-Standard entsprechen und mindestens 8 GByte groß sein.

Netzteil… Auch beim Netzteil müsst ihr nicht zwingend zum Geldbeutel greifen. Der RasPi braucht als Stromversorgung lediglich ein USB-Netzteil mit einer Spannung von 5V bei einer Stromstärke von mindestens 700mA. Die Eckdaten sollten eigentlich die meisten Handy-Netzteile erfüllen. Allerdings arbeiten diese oft nicht wirklich stabil. Dem Akku ist es recht egal, wenn für einen Moment mal nur 650mA anliegen. Der RasPi quittiert diese Schwankungen jedoch mit Abstürzen oder Datenverlusten. Es ist daher in meinen Augen keine wirklich schlechte Idee ein etwas höherwertiges Netzteil zu wählen… Raspberry-Pi-Netzteil ab etwa 8 Euro kaufen

HDMI-Kabel… Auch wenn man den Raspberry Pi nur als Server benutzen möchte, braucht man mindestens zum Installieren des Betriebssystems eine Verbindung zu einem Monitor. Beim Raspberry Pi läuft diese über HDMI, ihr könnt daher einfach das Kabel eures Rechners abziehen und beim Raspberry Pi anstecken. Nach wie vor schlägt sich der Raspberry Pi wacker als günstiges und funktionales Mediacenter, von daher braucht ihr eventuell ein weiteres Kabel. Achtet dabei darauf, dass dieses auch die Steuersignale eures TVs (Start, Stop, Pause) mittels HDMI-CEC zum RasPi durchleiten kann… Raspberry-Pi-HDMI-Kabel ab etwa 6 Euro kaufen

Für einen Raspberry Pi als Mediacenter sollte euer HDMI-Kabel am besten dem CEC-Standard entsprechen.

Für einen Raspberry Pi als Mediacenter sollte euer HDMI-Kabel am besten dem CEC-Standard entsprechen.

WLAN-Adapter… Der RaspberryPi Model B bringt von Haus aus eine kabel-gebundene 10/100-MBit/s-Netzwerkschnittstelle mit. Liegt der RasPi in der Nähe des Routers muss man also einfach nur ein Netzwerkkabel ziehen. Soll der Raspberry Pi jedoch ins WLAN, muss man sich nach einen Linux-kompatiblen WLAN-Adapter umsehen, der über die USB-Schnittstelle mit dem Rechner/RasPi verbunden wird. Einen passenden Adapter zu finden ist inzwischen nicht mehr so schwer, ich würde darauf achten dass der Adapter dank einer kleinen Antenne etwas mehr Reichweite verspricht… Raspberry-Pi-WLAN-Adapter ab etwa 12 Euro kaufen

Mit einem USB-Netzwerkadapter wird der Raspberry Pi auch WLAN-fähig.

Mit einem USB-Netzwerkadapter wird der Raspberry Pi auch WLAN-fähig.

Raspberry Pi zum Laufen bringen

Den Raspberry Pi zusammenzubauen stellt eigentlich niemanden vor unlösbare Probleme. Packt den ganzen Spaß aus, setzt die Platine des Raspberry Pi in das Gehäuse, schließt das HDMI-Kabel und Strom an… und es passiert erst einmal rein gar nichts, außer dass eine kleine LED auf der Platine leuchtet. Ohne ein Betriebssystem auf der in den RasPi geschobenen Speicherkarte bleibt der am Raspberry Pi angeschlossene Monitor erst einmal komplett schwarz.

Ihr müsst daher also erst einmal ein System für den RasPi auf die Speicherkarte kopieren. Zum Glück gibt euch die Raspberry-Pi-Foundationen einen praktischen Installer an die Hand. NOOBS oder New Out Of the Box Software ist eine Basis-Software, die mehrere Raspberry-Pi-Distributionen (aktuell sind das als klassische Linuxe Raspbian, Pidora und Arch Linux, oder auf das XBMC-Mediacenter spezialisierte Distributionen wie OpenELEC und Raspbmc und schließlich Risc OS als Exot).

Raspberry Pi mit NOOBS aufsetzen

Für die Installation eines RaspPi-Systems mit NOOBS müsst ihr keine großen Vorkenntnisse rund um das Linux und Einspielen von Festplattenimages haben. Alles was ihr im benötigt ist ein simpler Dateimanager — im Folgenden seht ihr einen Linux-Dateimanager, selbstverständlich funktioniert der Raspberry-Pi-Einstieg auf diesem Weg auch unter Windows mit dem Explorer.

Den Inhalt des entpackten Noobs-Archiv müsst ihr einfach nur auf die Speicherkarte schieben.

Den Inhalt des entpackten Noobs-Archiv müsst ihr einfach nur auf die Speicherkarte schieben.

Wie also NOOBS auf die SD-Karte packen? Holt euch einfach das aktuelle aktuelle NOOBS aus dem Netz, entpackt das ZIP-Archiv in einen neuen Ordner und schiebt die entpackten Daten einfach mit dem Dateimanager direkt in das Stammverzeichnis der Speicherkarte. Unter Windows also nach E:\, F:\ oder wo auch immer Windows die Speicherkarte eingebunden hat. Bei der vom Download her kleineren Lite-Version lädt die Installationsroutine das System nur bei Bedarf aus dem Netz, euer RasPi muss daher bei dieser Variante am Netzwerk hängen.

NOOBS übernimmt die Installation einer Linux-Betriebssystem auf dem Raspberry Pi.

NOOBS übernimmt die Installation einer Linux-Betriebssystem auf dem Raspberry Pi.

Für den Einstieg in die Linux-Welt oder wenn der Raspberry Pi wirklich als kleiner Rechner dienen soll, würde ich zu Raspbian raten. Einem von der Debian-Distribution abstammenden System, das von Haus aus alles mitbringt und gut angepasst werden kann. Soll euer RasPi seinen Zweck als Mediacenter erfüllen, dann würde ich zu OpenELEC greifen. Ich gehe im Weiteren davon aus, dass ihr ein Raspian installiert. Dazu setzt ihr einfach den Haken vor das Logo und klickt auf Install, danach könnt ihr euch gemütlich zurücklehnen und eine Tasse Kaffee trinken.

Einen kleines Tool hilft euch nach der grundlegenden Installation von Raspbian beim Einrichten des Systems.

Einen kleines Tool hilft euch nach der grundlegenden Installation von Raspbian beim Einrichten des Systems.

Nach einem Neustart empfängt euch als erstes das Raspberry Pi Software Configuration Tool. Das Programm hilft euch dabei die wichtigsten Einstellungen vorzunehmen. Es ist nicht spezifisch für NOOBS gedacht, sondern direkt in Raspbian enthalten. Der erste Punkt Expand Filesystem ist daher nur für die User gedacht, die Raspbian direkt als Image installiert haben. Es würde den von Raspbian in Anspruch genommenen Speicherplatz auf die gesamte Speicherkarte ausdehnen, bei NOOBS ist dies jedoch schon der Fall, daher könnt ihr ihn überspringen.

Raspbian spricht Deutsch.

Raspbian spricht Deutsch.

Wichtig sind hingegen die restlichen Punkte: Mit Change User Password ändert ihr das Passwort des Standard-Benutzers “pi”. Für diesen ist von Haus aus das Passwort “raspberry” fest eingetragen. Von Haus aus startet Raspbian nicht mit einer grafischen Desktopumgebnung, von daher solltet ihr danach unter Enable Boot to Desktop einstellen, dass der grafischer Desktop beim Start des Systems mitgeladen wird. Danach sorgt ihr dafür, dass das System auf eurem Raspberry Pi Deutsch spricht, dazu öffnet ihr die Internationalisation Options.

Hier müsst ihr euch nun durch ein paar Dialoge tippen. Im ersten unter Change Locale stellt ihr die Sprache um, denn von Haus aus spricht das Raspbian-System nur Englisch. Scrollt in der seeeeehr langen Liste eine Weile runter und wählt dann mit der Leertaste die direkt untereinander stehenden Einträge de_DE ISO-8859-15, de_DE.UTF-8 UTF-8 und de_DE@euro ISO-8859-15 aus. Anschließend bestimmt ihr noch de_DE.UTF-8 als die standardmäßig zu nutzende Spracheinstellung. Danach geht es mit Change Timezone weiter, wo ihr Europe/Berlin als Zeitzone festlegt. Im letzten Punkt Change Keyboard Layout müsst ihr üblicherweise nichts mehr anpassen. In den Advanced Option ist vielleicht noch der Punkt SSH interessant, über diesen aktiviert ihr den SSH-Server, so dass ihr über das Netzwerk auf euren Raspberry Pi zugreifen könnt.

Die restlichen Optionen könnt ihr im Normalfall ignorieren, nur dem Punkt Overclock solltet ihr noch einen Besuch abstatten. Raspbian darf den Raspberry Pi ganz offiziell übertakten, anstatt 700 MHz sind Taktraten von bis zu 1000 MHz möglich. Ob überhaupt und wenn wie hoch ihr euren RasPi taktet, müsst ihr selber herausfinden. Euer Raspberry Pi wird dabei mit Sicherheit nicht in Flammen aufgehen, es kann allerdings zu Abstürzen des Systems kommen. Solltet ihr das erst später bemerken, so könnt ihr die Konfiguration jederzeit mit dem folgenden Befehl wieder aufrufen und neue Werte setzen.

$ sudo raspi-config

Auch NOOBS selber bleibt euch nach Abschluss der Raspbian-Installation — oder eine der anderen von NOOBS unterstützten Distributionen — erhalten. Ihr müsst beim Start des Systems kurz nach dem Anschalten einfach die Shift-Taste einer angeschlossenen USB-Tastatur gedrückt halten. Der RasPi wird dies erkennen und den schon bekannten  NOOBS-Screen laden. Von dort könnt ihr das System wieder frisch aufsetzen oder eine der anderen Distributionen installieren.

Raspbian starten und benutzen

Groß, größer, noch größer... LXDE unter Raspbian auf 42 Zoll.

Groß, größer, noch größer… LXDE unter Raspbian auf 42 Zoll.

Habt ihr bei der Installation die Option gesetzt, dass das Rapian-System von Haus aus die grafische Desktopumgebung lädt, dann startet nach einer kurzen Ladezeit die LXDE-Desktopumgebung. Solltet ihr den Schalter vergessen haben, dann ist das kein Beinbruch. Entweder ihr startet wie oben beschrieben direkt das RasPi-Konfigurationstool oder ihr ladet erst einmal mit dem folgenden Befehl die Desktopumgebung und kümmert euch dann in einem Terminal um das Problem.

$ startx

Auf dem Desktop solltet ihr euch eigentlich ohne große Probleme zurechtfinden, der LXDE-Desktop des Raspbian sieht auch nicht anders aus wie ein Windows XP oder Windows 7. Raspbian installiert eigentlich alles, was man nach dem Raspberry-Pi-Einstieg braucht. Bei der Wahl der Programme passt sich Raspbian jedoch der Rechenleistung des RasPis an. Große Schinken wie Chrome, Firefox oder Libre- bzw. OpenOffice würden die nur 700 MHz schnelle CPU und die nur 512 MByte schnell in die Knie zwingen, daher setzte Raspbian auf schlanke Anwendungen wie Midori als Browser.

Raspberry Pi als stromsparender Mini-Server

Soll der Raspberry Pi als kleiner Server in der Ecke stehen, dann wollt ihr ihn wohl kaum mit Maus und Tastatur bedienen, auch ein Monitor muss nicht unbedingt am RasPi hängen. Um auf den RasPi-Server zuzugreifen, habt ihr im RasPi-Konfigurationstool daher hoffentlich unter Advanced Option | SSH den SSH-Server aktiviert. Falls nicht, ruft ihr das Tool einfach noch einmal wie oben beschrieben auf und holt das nach.

Nun müsst ihr noch die Netzwerk-Adresse eures Rasperry Pis in Erfahrung bringen. Unter anderen Linuxen gibt es dafür das Kommando ifconfig, doch der Aufruf dieses Kommandos führt unter Raspbian nur zu einer Fehlermeldung. Doch auch ohne ifconfig kommt ihr an die IP-Adresses eures Pis, gebt stattdessen einfach nur ip a in das Terminal ein. In der mit eth0 beginnenden Zeile findet ihr auch die IP-Adresse des Systems.

$ ip a
1: lo: <LOOPBACK,UP,LOWER_UP> mtu 65536 qdisc noqueue state UNKNOWN
link/loopback 00:00:00:00:00:00 brd 00:00:00:00:00:00
inet 127.0.0.1/8 scope host lo
valid_lft forever preferred_lft forever
2: eth0: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 qdisc pfifo_fast state UP qlen 1000
link/ether b8:27:eb:29:93:10 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
inet 192.168.178.59/24 brd 192.168.178.255 scope global eth0
valid_lft forever preferred_lft forever

Linux-User starten nun einfach nur ein Terminal und nehmen mit ssh pi@ip-adresse-raspi Verbindung zu ihrem Raspi auf. Unter Windows ist dies ein kleines bisschen aufwändiger, da Microsoft seine Windows-Systeme komplett ohne einen SSH-Client ausstattet. Doch natürlich findet ihr hier eine Lösung in der Open-Source-Community, mit PuTTY gibt es einen wunderbaren SSH-Client, den ihr nur herunterladen und ausführen müsst.

Mit PuTTY gehts bei aktiviertem SSH-Server über SSH auf den Raspberry Pi.

Mit PuTTY geht’s bei aktiviertem SSH-Server über SSH auf den Raspberry Pi.

Wie geht es nach dem ersten Raspberry-Pi-Einstieg nun weiter? Wer schon ein wenig Linux-Erfahrung hat, der wird sich auch unter Raspbian sehr gut zurecht finden. Das System basiert auf Debian, genauso wie die beliebte Ubuntu-Distribution. Von daher könnt ihr viele Beiträge aus dem umfangreichen Ubuntuusers-Wiki auf Raspbian übertragen. Wer also einen Web- oder Datenbank-Serverchen mit dem RasPi aufsetzen möchte, Fragen zu einem bestimmten Programm hat, der findet dort kompetente Hilfe. Und natürlich findet ihr auch bei mir eine Reihe von interessanten Informationen rund um Linux und den Raspberry Pi. Für weiterführende Fragen habe ich in der Linux-und-Ich-Community ein Plätzchen für den RasPi geschaffen.

Viel Spaß beim Experimentieren!
Euer Christoph

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youtube-dl lädt Videos von zahlreichen Videoseiten und Mediatheken aus dem Netz http://linuxundich.de/gnu-linux/youtube-dl-laedt-videos-von-zahlreichen-videoseiten-und-mediatheken-aus-dem-netz/ http://linuxundich.de/gnu-linux/youtube-dl-laedt-videos-von-zahlreichen-videoseiten-und-mediatheken-aus-dem-netz/#comments Tue, 08 Jul 2014 15:03:31 +0000 http://linuxundich.de/?p=25536 Weiterlesen

youtube-dl lädt Videos von zahlreichen Videoseiten und Mediatheken aus dem Netz ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Das Kommandozeilentool youtube-dl lädt YouTube-Videos aus dem Netz, das dürfte aufgrund der Namensgebung kaum jemanden wirklich überraschen. Auch mir ist das Programm nicht wirklich neu, doch ich habe es bisher immer nur mit YouTube in Verbindung gebracht. Doch das kleine Programm für das Linux-Terminal kann inzwischen deutlich mehr als es der auf nur einen Dienst hindeutende Name vermuten lässt. Das schlanke Konsolentool beherrscht inzwischen den Download von Videos aus über 350 Videoportalen: Von der ARD über Vimeo und YouTube, bis hin zum ZDF oder nicht ganz jugendfreien Webseiten ist alles mit dabei.

Da die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender ihre Inhalte nach nur einer Woche aus dem Netz schmeißen müssen, muss man sich Sendungen, die man gerade nicht ansehen kann, wohl oder übel auf der eigenen Festplatte sichern. Dazu verwende ich bisher mit tatort-dl und zdf-dl zwei kleine Programme fürs Terminal, so muss ich nicht das große MediathekView starten. Doch die beiden Programme sind ein wenig hakelig und auch ab und an veraltet, daher hat es mich sehr gefreut zu erfahren (Danke lieber Tippgeber!), dass youtube-dl inzwischen mit über 350 Videoportalen umzugehen weiß.

youtube-dl unter Debian, Ubuntu oder Arch installieren

# youtube-dl unter Ubuntu/Debian installieren
$ sudo apt-get install youtube-dl rtmpdump

# youtube-dl unter Arch Linux installieren
$ sudo pacman -S youtube-dl

Die Liste der unterstützten Portale führt von 1up.com, über die ARD, arte.tv, RTLnow und Tagesschau, bis hin zur WDRMaus und dem ZDF. Für alle diese Portale reicht für den Download der Webvideos ein Kommando aus. Auch zahlreiche Schmuddelportale wie YouPorn, Xtube oder Xhamster und Co. werden von youtube-dl unterstützt. Damit macht youtube-dl die etwas wackligeren Lösungen die bereits genannten Skripte tatort-dl und mein zdf-dl komplett überflüssig. Eine Liste mit allen von youtube-dl unterstützten Portalen liefert euch der Schalter –list-extractors.

Von youtube-dl unterstützte Videoportale auflisten

$  youtube-dl --list-extractors
1up.com
220.ro
3sat
4tube
56.com
5min
8tracks
9gag
AcademicEarth:Course
AddAnime
[...]

Die Bedienung ist im Endeffekt immer die selbe: Es reicht youtube-dl aus dem Terminal heraus aufzurufen und die URL des gewünschten Videos hinter das Kommando zu hängen. Bei zdf-dl war es dabei wichtig auf die Nicht-Flash-Version der ZDF-Mediathek zu verweisen, youtube-dl akzeptiert dagegen beide Varianten ohne zu murren. Weitere Schalter lassen einen das Format der Tonspur bestimmen oder gar nur den Ton herunterladen, in der Praxis wird man meist aber den blanken Befehl benutzen.

Webvideos mit youtube-dl herunterladen

# Filme aus der ARD-Mediathek herunterladen...
$ youtube-dl http://www.ardmediathek.de/tv/Fernsehfilme-im-Ersten/Mord-in-bester-Gesellschaft-Das-Ende-v/Das-Erste/Video?documentId=22196602&amp;bcastId=1933898

# Filme aus der ZDF-Mediathek herunterladen...
$ youtube-dl http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2180242/Bullenball

Mit youtube-dl hat man also eine eierlegende Wollmilchsau für zahlreiche Videoportale an der Hand. Es ist nicht mehr nötig sich für jedes neue Portal wieder ein anderes Download-Tool zu installieren und sich an die Syntax zu erinnern. youtube-dl wird zudem regelmäßig aktuell gehalten, sodass die Anwendung nach Änderungen auf einer der unterstützten Videoseiten schnell wieder funktioniert.

youtube-dl lädt Videos von zahlreichen Videoseiten und Mediatheken aus dem Netz ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Perl-Pakete unter Arch nicht installierbar? search.cpan.org zu metacpan.org umleiten! http://linuxundich.de/gnu-linux/perl-arch-search-cpan-nicht-erreichbar-metcpan-umleiten/ http://linuxundich.de/gnu-linux/perl-arch-search-cpan-nicht-erreichbar-metcpan-umleiten/#comments Sat, 05 Jul 2014 17:50:58 +0000 http://linuxundich.de/?p=25290 Weiterlesen

Perl-Pakete unter Arch nicht installierbar? search.cpan.org zu metacpan.org umleiten! ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Versucht man aktuell unter Arch Linux Programme wie Shutter oder gscan2pdf aus dem Arch-User-Repository AUR zu installieren, dann schlägt das Vorhaben schon seit einigen Wochen in den meisten Fällen fehl, weil Abhängigkeit wie perl-yaml-tiny, perl-net-dropbox-apiperl-net-oauth oder perl-gtk2-appindicator nicht aus dem Netz geladen werden können. Das Problem liegt nicht an Arch Linux und auch die AUR-Pakete sind OK. Schuld daran ist die äußerst wacklige Suche des Comprehensive Perl Archive Network  kurz CPAN  unter search.cpan.org.

So richtig klar wird einem das Problem erst, wenn man die Quell-Code URLs der Perl-Pakete mit dem Browser zu öffnen versucht. Die CPAN-Suche meldet dann immer wieder nur “503 Service Unavailable, No server is available to handle this request”. Da die AUR-Pakete eben auch auf diese Suchfunktion zurückgreifen, lassen sich die Perl-Pakete und somit auch Programme mit Perl-Abhängigkeiten wie eben Shutter oder gscan2pdf aktuell nicht mehr unter Arch Linux installieren.

$ pacaur -S shutter
:: Paket(e) shutter wurde in den Paketquellen nicht gefunden, suche im AUR...
:: Löse Abhängigkeiten auf...
:: no AUR metadata for perl-gtk2-appindicator package
:: Suche nach Zwischenkonflikten...

AUR Pakete (2): perl-gtk2-appindicator-0.15-2 shutter-0.91-1

:: Fortfahren mit Installation? [J/n] j
:: Retrieving package(s)...
:: Betrachte shutter PKGBUILD? [J/n] n
:: Betrachte perl-gtk2-appindicator PKGBUILD? [J/n] n
:: Building perl-gtk2-appindicator package(s)...
==> Erstelle Paket: perl-gtk2-appindicator 0.15-2 (Sa 5. Jul 16:09:44 CEST 2014)
==> Prüfe Laufzeit-Abhängigkeiten...
==> Prüfe Buildtime-Abhängigkeiten...
==> Empfange Quellen...
-> Lade Gtk2-AppIndicator-0.15.tar.gz herunter...
% Total % Received % Xferd Average Speed Time Time Time Current
Dload Upload Total Spent Left Speed
0 0 0 0 0 0 0 0 --:--:-- 0:00:54 --:--:-- 0
Warning: Transient problem: HTTP error Will retry in 3 seconds. 3 retries
Warning: left.
0 0 0 0 0 0 0 0 --:--:-- 0:00:05 --:--:-- 0
Warning: Transient problem: HTTP error Will retry in 3 seconds. 2 retries
Warning: left.
0 0 0 0 0 0 0 0 --:--:-- 0:00:54 --:--:-- 0
Warning: Transient problem: HTTP error Will retry in 3 seconds. 1 retries
Warning: left.
0 0 0 0 0 0 0 0 --:--:-- 0:00:05 --:--:-- 0
curl: (22) The requested URL returned error: 503 Service Unavailable
==> FEHLER: Fehler beim Download von Gtk2-AppIndicator-0.15.tar.gz
Breche ab ...
:: perl-gtk2-appindicator aufgeräumt
:: Building shutter package(s)...

Eine ordentliche Lösung für die Problematik konnte ich bisher noch nicht finden, einen guten Workaround habe ich jedoch in den Perl-Blogs auftreiben können: Man biegt einfach search.cpan.org mit Hilfe eines Eintrag in die /etc/hosts auf metacpan.org um. AUR-Helper wie yaourt oder pacaur kommen mit den Ergebnissen von metacpan.org ebenso gut zurecht wie mit denen von search.cpan.org, dafür ist metacpan.org deutlich stabiler und im Regelfall auch erreichbar. Schnappt euch daher einfach einen Editor mit Root-Rechten und fügt die Zeile 46.43.35.68 search.cpan.org in die /etc/hosts ein, sodass die Datei am Ende in etwa wie folgt aussieht.

#
# /etc/hosts: static lookup table for host names
#

46.43.35.68 search.cpan.org

#      
127.0.0.1  localhost.localdomain  localhost  nimbus
::1        localhost.localdomain  localhost  nimbus

# End of file

Die Änderungen werden sofort nach dem Speichern der hosts-Datei aktiv, ihr müsst den Rechner also nicht extra neu starten. Testet die Umleitung am besten kurz im Browser, ein Aufruf von search.cpan.org sollte jetzt bei metacpan.org landen. Probiert ihr nun Shutter, gscan2pdf oder andere Anwendungen mit Perl-Abhängigkeiten zu installieren, dann sollte eurer AUR-Helper jetzt auch wieder in der Lage sein die benötigten Perl-Pakete aus dem Netz zu laden.

$ pacaur -S shutter
:: Paket(e) shutter wurde in den Paketquellen nicht gefunden, suche im AUR...
:: Löse Abhängigkeiten auf...
:: no AUR metadata for perl-gtk2-appindicator package
:: Suche nach Zwischenkonflikten...

AUR Pakete (2): perl-gtk2-appindicator-0.15-2 shutter-0.91-1

:: Fortfahren mit Installation? [J/n] j
:: Retrieving package(s)...
:: Betrachte shutter PKGBUILD? [J/n] n
:: Betrachte perl-gtk2-appindicator PKGBUILD? [J/n] n
:: Building perl-gtk2-appindicator package(s)...
==> Erstelle Paket: perl-gtk2-appindicator 0.15-2 (Sa 5. Jul 16:15:22 CEST 2014)
==> Prüfe Laufzeit-Abhängigkeiten...
==> Prüfe Buildtime-Abhängigkeiten...
==> Empfange Quellen...
-> Lade Gtk2-AppIndicator-0.15.tar.gz herunter...
% Total % Received % Xferd Average Speed Time Time Time Current
Dload Upload Total Spent Left Speed
100 161 100 161 0 0 1615 0 --:--:-- --:--:-- --:--:-- 1626
100 15662 100 15662 0 0 42639 0 --:--:-- --:--:-- --:--:-- 65531
==> Überprüfe Gültigkeit der Quell-Dateien mit md5sums...
Gtk2-AppIndicator-0.15.tar.gz ... Durchgelaufen
==> Überprüfe Gültigkeit der Quell-Dateien mit sha1sums...
Gtk2-AppIndicator-0.15.tar.gz ... Durchgelaufen
==> Entpacke Quellen ...
-> Entpacke Gtk2-AppIndicator-0.15.tar.gz mit bsdtar
==> Beginne build()...
Checking if your kit is complete...
Looks good
[...]

Perl-Pakete unter Arch nicht installierbar? search.cpan.org zu metacpan.org umleiten! ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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zdf-dl 1.1 lädt nun wieder Videos aus der ZDF-Mediathek auf eure Festplatte http://linuxundich.de/gnu-linux/zdf-dl-1-1-laedt-nun-wieder-videos-aus-der-zdf-mediathek-auf-eure-festplatte/ http://linuxundich.de/gnu-linux/zdf-dl-1-1-laedt-nun-wieder-videos-aus-der-zdf-mediathek-auf-eure-festplatte/#comments Sat, 05 Jul 2014 15:01:07 +0000 http://linuxundich.de/?p=25517 Weiterlesen

zdf-dl 1.1 lädt nun wieder Videos aus der ZDF-Mediathek auf eure Festplatte ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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Wer eine interessante Sendung auf ARD oder ZDF verpasst, der findet diese auch nach der Ausstrahlung noch in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender. Diese müssen allerdings nach wie vor ihre Inhalte nach einer Woche aus dem Netz nehmen bzw. euphemistisch ausgedrückt depublizieren. Wer zu spät dran ist, der schaut sprichwörtlich in die Röhre: Einen Download-Link bieten sowohl ARD wie auch das ZDF nicht an. Vor gut zwei Jahren hatte ich euch mit zdf-dl ein kleines Skript vorgestellt, dass die ZDF-Inhalte aus der Webseite befreit und auf eure Festplatte herunterlädt. Änderungen an der ZDF-Mediathek machten nun ein Update des Skripts erforderlich, das ich nun endlich in das Skript eingebaut habe.

Die aktuelle Version 1.1 von zdf-dl findet ihr nach wie vor in meinem kleinen Github. Die Ändernungen basieren auf dem Tipp von Markus in den Kommentaren des ursprünglichen Blog-Beitrags. Anstatt mplayer benötigt zdf-dl nun xmlstarlet als Abhängigkeit, eventuell müsst ihr das praktische XML-Toolkit erst auf eurem System installieren. Es ist in den Paketquellen von Ubuntu bzw. Debian und auch Arch enthalten. Andere Distributionen sollten die Abhängigkeiten ebenfalls in ihrer Paketverwaltung mit sich führen.

# Abhängigkeiten unter Debian/Ubuntu installieren...
$ sudo apt-get install curl xmlstarlet
# Abhängigkeiten unter Arch Linux installieren...
$ sudo pacman -S curl xmlstarlet

# zdf-dl herunterladen und ausführbar machen...
$ wget https://raw.github.com/linuxundich/zdf-dl/master/zdf-dl -O ~/bin/zdf-dl
$ chmod +x ~/bin/zdf-dl

An der Bedienung von zdf-dl hat sich ansonsten nichts weiter geändert. Nach wie vor müsst ihr den gewünschten Beitrag in der HTML-Ansicht der ZDF-Mediathek öffnen und dann die URL zu der Mediathek-Webseite — also nicht den Link zum Video weiter unten auf der Seite — dem zdf-dl-Skript im Terminal übergeben. Dieses sucht sich dann automatisch die bestmögliche Qualität des Streams heraus und lädt das Video dann auf eure Festplatte herunter. Wichtig ist immer das “?flash=off” im Link, sonst wird zdf-dl meckern.

$ zdf-dl http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2176010/Zwischen-Anden-und-Amazonien---Teil-2?flash=off
Film id: 2176010
Pfad xml-Datei: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/xmlservice/web/beitragsDetails?id=2176010
Lade http://rodl.zdf.de/none/zdf/14/06/140612_anden_amazonien2_dok_1456k_p13v11.mp4 herunter, bitte haben Sie etwas Geduld...
--2014-07-05 16:57:24-- http://rodl.zdf.de/none/zdf/14/06/140612_anden_amazonien2_dok_1456k_p13v11.mp4
Auflösen des Hostnamen »rodl.zdf.de (rodl.zdf.de)«... 178.63.118.91, 78.35.11.79, 217.115.140.11
Verbindungsaufbau zu rodl.zdf.de (rodl.zdf.de)|178.63.118.91|:80... verbunden.
[...]
HTTP-Anforderung gesendet, warte auf Antwort... 200 OK
Länge: 504652250 (481M)

[video/mp4]
In »»140612_anden_amazonien2_dok_1456k_p13v11.mp4«« speichern.

5% [=====&gt; ] 26.456.449 893KB/s ETA 4m 48s
Zum Download eines ZDF-Mediathek-Videos müsst ihr die HTML-Version der Mediathek öffnen.

Zum Download eines ZDF-Mediathek-Videos müsst ihr die HTML-Version der Mediathek öffnen.

Anschließend müsst ihr einfach nur die URL der Webseite dem zdf-dl-Skript übergeben.

Anschließend müsst ihr einfach nur die URL der Webseite dem zdf-dl-Skript übergeben.

zdf-dl 1.1 lädt nun wieder Videos aus der ZDF-Mediathek auf eure Festplatte ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.

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