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Endlich eine anpassbare Toolbar in Nautilus Elementary

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Heute ist für GNOME ein historischer Tag! Am 10.9.2001, also vor bald 9 Jahren, wurde im GNOME Bugtracker der Verbesserungsvorschlag Please add a way to customize the toolbar eingereicht. Heute ist der Fix endlich beim User angekommen. Zwar “nur” ersteinmal im Nautilus-Fork Nautilus Elementary, doch wenn mich meine Quellen nicht im Stich lassen, dann plant GNOME einiges vom Nautilus Elementary in den “richtigen” Nautilus zu übernehmen. Hoffen wir mal dass es auch die anpassbare Toolbar ist.

Seit gestern ist die Änderung im PPA des Nautilus Elementary angekommen. Ihr müsst also nur den angepassten Nautilus aus dem PPA installieren. Informationen dazu findet Ihr hier in diesem älteren Beitrag zum Thema. Anschließend könnt Ihr über “Bearbeiten -> Customize Toolbar” die Toolbar beliebig gestaltet.

Endlich kann man die Toolbar anpassen!

Damit ist es auch wieder möglich die “Verzeichnis nach oben”- und “Adresszeilen”-Buttons einzufügen. Diese Schaltflächen wurden ja komplett aus Nautilus ausgebaut, bzw. fehlten im Nautilus-Elementary.

Autor: Christoph Langner

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

17 Kommentare

  1. Ja was soll man jetzt zu dieser neuen Errungenschaft Gnomscher Fortschrittskraft sagen, außer vielleicht:

    Überfordert mir bitte die User nicht! Das ist doch wieder ein Menüpunkt und ein Dialog mehr. Das stört doch bestimmt irgendwie irgendwas … die Produktivität oder so…
    Und außerdem kommen doch die User mit zuvielen Einstellungsmöglichkeiten nicht klar. Das wissen wir doch alle. Deswegen hat man an KDE ja auch immer was zum meckern…

  2. Naja, also ich finde es gut, dass man wenigstens das anpassen kann. GNOME orientiert sich, wenn ich das so sagen darf von der Philosophie her an Mac OS (wenig Einstellungsmöglichkeiten, alles läuft “einfach so”). Aber selbst Mac OS hat in Cocoa standartmäßig eingebaut, dass man die Menüleiste beliebig verändern kann. Das ist natürlich auch noch ein bisschen eleganter gelöst als jetzt bei Nautilus Elementary (man kann andere Knöpfe per Drag’n’Drop reinziehen, Firefox hat das Feature ziemlich exakt nachgebildet). Wenn sich die GNOME-Jungs ein bisschen Mühe geben, könnte man das standartmäßig machen.
    Vorteile:

    1. Die Entwickler brauchen dafür nur wenig oder gar keinen Code zu ändern

    2. Der Benutzer muss sich nicht mit verschiedenen Lösungen für dieses Problem rumschlagen, sondern braucht sich nur einmal an eine Vorgehensweise zu gewöhnen.

    Vielleicht sollten sich die GNOME-Entwickler doch die ein oder andere Scheibe von KDE abschneiden mit Konfigurationsmöglichkeiten. In KDE/Qt gibt es jedoch auch keine einheitliche Lösung dafür, man kann lediglich über die Anordnung der Menüleisten und Dock-Widgets (Das sind Einstellungsfenster, die im Hauptfenster andocken können) entscheiden, aber vielleicht ändert sich das noch…

  3. Evince und Epiphany verhalten sich (glaube ich) komplett gleich, wenn es um das bearbeiten der Symbolleiste geht (Drag&Drop usw.). Also vielleicht gibt es schon eine vorhandene Allgemeinlösung für dieses Problem nur weiß es wiedermal niemand…
    Ich hoffe auf jeden Fall, dass, wenn das wirklich “offiziell” von GNOME übernommen werden soll, zumindest saubere konsistente Implementierungen gewählt werden.

  4. Super! Endlich habe ich den “Edit Location”-Knopf wieder. Die Umschaltung mittels Crtl.+L funktioniert ja nur in “einer Richtung”. Und den “Den Eltern Ordner-öffnen”-Knopf braucht man zwar nicht, wenn man die “Edit-Location”-Ansicht nicht verwendet, aber mir hat er doch sehr gefehlt ;-).

  5. Strg+L zum Aktivieren, Escape zum Deaktivieren sollte funktionieren…

  6. Wieder was gelernt! Trotzdem bin ich froh über den “Den Eltern Ordner-öffnen”-Knopf. Die Tastenkominationen sind kaum dokumentiert und so wird manchem “Gnom-Anfänger” neuerdings z.B. die wichtige Funktion “Edit-Location” einfach vorenthalten. Man kann es mit der Fürsorge auch übertreiben!

  7. Juhu, dann gibt es bald wieder den Stift!

    Ja, Lucid hat auch ein paar Nachteile, z.B. Edit-Location”-Ansicht sofort, wenn ich nur ein Tab wechsle!

  8. Die Funktion, die ich bei Gnome am staerksten vermisse, ist die Moeglichkeit in der Listenansicht mehrere Dateien mit der Maus markieren zu koennen. Ich finde es oft nervig dafuer die Tastatur nehmen zu muessen.

  9. Vorweg: Great! Die neugestaltete Seitenleiste war toll, aber den Elternordnerbutton habe ich täglich schmerzlich vermisst. Wenn ich das recht sehe, ist noch eine Funktion hinzugekommen: Wenn ich Dateien in einen Ordner verschiebe, in denen eine gleichen Namens schon besteht, wird nicht nur der Konflikt angezeigt, sondern auch eine Vorschau der Datei (bei Bildern) und die Angabe der Größe und des Änderungsdatums. Das hilft beim Sortieren gerade von Bildern ungemein. Bin wegen dieser Funktion des öfteren auf Dolphin ausgewichen, das fällt nun glücklicherweise weg.

  10. Super, ich werde wohl nie verstehen, warum der “Edit Location”-Button im “richtigen” Nautilus entfernt wurde!

    Letztenendes ist der “Nautilus Elementary” aber schon eine ganze Weile viel übersichtlicher, produktiver und besser bedienbar als der “richtige” Nautilus!

    Warum wird nicht einfach der “Nautilus Elementary” als Standard-Datei-Browser erklärt? Dadurch würden sich doch die Programmierer des “richtigen” Nautilus doppelte Arbeit ersparen!


  11. Thomas S:

    Die Tastenkominationen sind kaum dokumentiert und so wird manchem “Gnom-Anfänger” neuerdings z.B. die wichtige Funktion “Edit-Location” einfach vorenthalten.

    Gehe zu -> Ort

  12. “Hoffen wir mal dass es auch die anpassbare Toolbar ist”

    • Ich glaube eher nicht, dass dieser Toolbar-Editor in Nautilus übernommen wird. Der Editor (der wohl aus dem Midori-Projekt übernommen wurde) ist völlig anderes als die anderen Toolbar-Editoren in GNOME. Man schaue sich eog, evince oder epiphany an. Ein Toolbar-Editor Zweig eines Nautilus-Entwicklers existiert auch schon seit geraumer Zeit… Die sauberste (aber aufwändigste) Lösung wäre wohl, den Editor direkt in GTK+ zu integrieren.

      • ich hoffe auch, dass die nautilus entwickler sich eher an den ideen orientieren und dann alles sauber und konsistent umsetzen…
        eigentlich bräuchte man sich aber nur den Finder am Mac anschaun, der sogar schon längst zeitgeist-ähnliche features bietet…

        (hab übrigens wo gelesen dass der editor von midori kommen soll, wird also stimmen)

  13. Jep, so ein Feature standardmäßig in GTK+ drinnnen wäre schon ganz nett. Dann braucht man nur einmal ein GtkAction definieren und der User kann sie verwenden wo er will. Das würde dann auch zu einem konsistenten Desktop beitragen, wenn alle den selben Editor benutzen.

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