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Chrome/Chromium sagt euch wie viel Datenvolumen ihr versurft

| 3 Kommentare

Es ist gar nicht so einfach in Erfahrung zu bringen, wie viele Daten beim Aufruf einer Webseite übertragen werden. Mit dem entsprechenden Know-How ist das zwar nicht mehr als eine Fingerübung, doch man muss sich durchaus ein wenig in die Thematik hineinfuxen. Nicht ganz einfach ist zudem die Frage: Wie viel Daten habe ich eigentlich überhaupt “versurft”? Wer nicht permanent über einen Proxy ins Netz geht und diesen den Traffic mitloggen lässt, der kann die Frage wohl kaum beantworten. Doch dies stimmt nicht ganz, wer Chrome oder Chromium nutzt, denn kann einfach mal einen schnellen Blick in den eingebauten Traffic-Zähler werfen.

Dazu braucht es kein zusätzliches Add-On und auch keine besondere Einstellung des Browsers. Es reicht, wenn man als “URL” die Net-Internals des Browsers aufruft und sich die Bandwith-Infos anzeigen lässt. Das funktioniert auf allen Systemen, auf denen man Chrome installieren kann, also natürlich auch Android und Linux.

chrome://net-internals/#bandwidth

Das Interessante ist hierbei nun, dass die Statistiken seit Installation des Browsers bzw. seit Anlegen des Profils geführt werden. Man kann also sehr einfach mitverfolgen, welche Datenmengen man über die Jahre hinweg per Browser ins Netz geblasen hat.

Chrome speichert wie viele Daten während der aktuellen Sitzung und seit der Installation überhaupt mit dem Internet ausgetauscht wurden.

Chrome speichert wie viele Daten während der aktuellen Sitzung und seit der Installation überhaupt mit dem Internet ausgetauscht wurden.

Das Loggen des Traffics funktioniert unter Windows, MacOS X und Linux, aber auch auf mobilen Geräten mit iOS oder Android.

Das Loggen des Traffics funktioniert unter Windows, MacOS X und Linux, aber auch auf mobilen Geräten mit iOS oder Android.

Stellt sich mir nur noch die Frage? Seit wann wird diese Statistik eigentlich geführt? Dies ist leider nicht ganz so einfach herauszufinden, da sich die Konfigurationsordner ~/.config/google-chrome bzw. ~/.config/chromium permanent ändern. So liefert der stat-Befehl nicht wirklich mehr Informationen, als dass sich heute etwas in den Ordnern getan hat.

$ stat ~/.config/google-chrome
  Datei: „/home/toff/.config/google-chrome“
  Größe: 4096      	Blöcke: 8          EA Block: 4096   Verzeichnis
Gerät: 806h/2054d	Inode: 4980809     Verknüpfungen: 8
Zugriff: (0755/drwxr-xr-x)  Uid: ( 1000/    toff)   Gid: ( 1000/    toff)
Zugriff    : 2014-02-11 11:03:01.299531577 +0100
Modifiziert: 2014-02-11 14:53:52.661487565 +0100
Geändert   : 2014-02-11 14:53:52.661487565 +0100

In meinem Fall deckt sich die Installation mit Chrome mit der Installation des Systems. Von daher lässt sich das Alter “meiner” Chrome-Installation recht leicht bestimmen, zum Glück gibt es dafür recht simple Lösungen: Entweder man schaut sich ein Verzeichnis wie etwa /lost+found an, das seit Anfang an praktisch unverändert auf der Platte liegt. Oder man lässt sich ausgeben, wann das letzte mal das Passwort eines System-Users wie “sys”, “bin”, oder “root” geändert wurde. Dies sollte ebenso mit dem Installationsdatum übereinstimmen.

$ stat /lost+found
  Datei: „/lost+found“
  Größe: 16384     	Blöcke: 32         EA Block: 4096   Verzeichnis
Gerät: 801h/2049d	Inode: 11          Verknüpfungen: 2
Zugriff: (0700/drwx------)  Uid: (    0/    root)   Gid: (    0/    root)
Zugriff    : 2012-10-16 08:51:44.000000000 +0200
Modifiziert: 2012-10-16 08:51:44.000000000 +0200
Geändert   : 2012-10-16 08:51:44.000000000 +0200
 Geburt    : -
$ sudo passwd -S sys
sys L 10/15/2012 0 99999 7 -1

In knapp 16 Monaten habe ich also 92 GByte versurft, ohne dass ich auf dem Rechner viel Videos schaue — Der Traffic von Plugins wird sowieso nicht zu dieser Statistik hinzugerechnet. Ich denke, ich surfe zu viel durchs Netz ;)

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

3 Kommentare

  1. Ich benutze unter Linux sehr gerne vnstat (liegt bei Ubuntu glaub ich in den Paketquellen, glaub ich).
    Der Vorteil ist, dass es den Traffic global über die Schnittstellen misst.

  2. Ich habe gleichmal nachgeguckt.
    Habe in ca. 7 Monaten ca. 241 GB über Chrome runtergeladen :D

    Habe einen großen Daten verbraucht weil ich online Videos gucke, und Musik höre :)
    Unter Linux werde ich das nicht hinbekommen, da ich Silverliegt zum gucken brauche :/

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