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Festplatten-Images mit Redo Backup&Recovery

Festplatten-Images mit Redo Backup&Recovery

| 17 Kommentare

Unter Linux ist es mit dd oder partimage relativ leicht möglich Images eines Systems zu erstellen. Für fortgeschrittene Anwender ist das keine große Herausforderung, doch Einsteiger haben sicherlich ihre Probleme dabei die richtigen Partitionen für die Sicherung oder die korrekte Syntax zu finden. Hier springt die Linux-Live-CD Redo Backup and Recovery mächtig in die Bresche. Ähnlich wie bekannte kommerzielle Konkurrenten wie Norton Ghost oder Acronis True Image kann man von der CD aus Abbilder ganzer Partitionen herstellen und zurückspielen. Darüber hinaus kann man Redo Backup and Recovery auch als Notfall-System benutzen.

Redo Backup and Recovery baut dabei auf die koreanische Linux-Distribution xPUD auf (weitere Infos zu xPUD bei heise). Diese Distribution basiert auf einer Browser-gestützten Oberfläche names Plate und versucht zum einen leichtgewichtig zu sein und zum anderen soll sie einfach zu bedienen sein. In Redo Backup and Recovery wurde die Oberfläche von xPUD zum großen Teil übernommen, so kann man aus Redo heraus einen Browser starten und/oder sogar Software wie OpenOffice.org, zusätzliche Treiber oder sogar auch Skype nachinstallieren.

So lässt sich das System nicht nur zur Rettung benutzen, über das Netz kann man somit auch Hilfe bei Freunden oder Communities holen. Bei Bedarf gibt es auch die Möglichkeit Redo auf einem USB-Stick zu installieren, so dass Änderungen erhalten bleiben.

Redo Backup and Recovery

Das Erstellen von Images übernimmt Partclone zu dem von Redo eine Oberfläche entwickelt wurde. Sollte man nur einzelne Dateien vom beschädigten System brauchen, dann ist von Haus aus der PCMan File Manager als Dateimanager mit an Bord.

Redo Backup and Recovery steht unter der GNU GPL Lizenz und ist über die Homepage als rund 75MB große .iso-Datei herunterladbar.

Autor: Christoph Langner

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

17 Kommentare

  1. Tolles anderes Livesystem für Backups: http://clonezilla.org/ – Hat den Vorteil, dass wirlich nur belegte Blöcke kopiert werden (anders als z.B. bei dd).

    Ansonsten kann ich auch dirvish empfehlen, um iterativ Backups zu erstellen.

  2. Gefällt mir von den bisher mir bekannten OS-Clonetools am besten.

    Hat schon jemand getestet, ob ein Image auch auf eine Festplatte anderer Grösse zurückgesichert werden kann ?

    Partimage kann das nicht. FSArchiver schon. Auf der Partclone-/Redo Seite habe ich nichts dazu gefunden.

    Redo sichert auch nur genutzte Blöcke.
    Gerade mal nen Backup damit gemacht :-)

    Gruss Amigotux

  3. Nachtrag: Hat jemand schon ausgiebig Erfahrung mit Redo gesammelt ? Funktioniert das zuverlässig ? Hatte in der Vergangenheit hier und da nen CloneBackup mit Partimage gemacht. Auch mal mit FSArchiver. Das Zurückspielen funktionierte aber blöderweise nicht wirklich… dann, wenn ich es brauchte.

    Ich nutze bisher immer Acronis TrueImage. Würde aber auf nen Update verzichten wollen, wenn Redo einen zuverlässigen Eindruck macht. Will nur nicht mehr experimentieren.

  4. Dein Tipp hat offenbar dafür gesorgt, dass der Server http://redobackup.org/ down ist … man kann die 0.9.2 Beta auch bei Chip herunterladen: http://www.chip.de/downloads/Redo-Backup-and-Recovery_43569732.html

  5. Schöner Tipp und doch habe ich noch Fragen:
    – tut redo ein Backup-Image komprimieren?
    – Kann ein Backup-Image gemounted werden (so wie bei Acronis)?

  6. Ich hab das Tool gerade mal getestet. Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach einer einfacheren Alternative zu Clonezilla, damit mein Nachbar auch ohne meine Hilfe regelmäßig ein Backup von seiner Windows-Installation machen kann.

    Leider strotzt die redo-Live-CD nur so von Fehlern :

    1. Auf Deutsch funktioniert die CD erst einmal gar nicht. Man muss sie auf Englisch booten damit überhaupt der Xserver startet.

    2. Die Installation auf einen USB-Stick innerhalb des gebooteten Systems bricht bei mir immer mit einer Fehlermeldung ab.

    3. Der “Backup”-Knopf reagiert nur bei jedem zweiten Versuch. Jedenfalls war es bei mir so. Oder anders ausgedrückt, bei jedem Erstversuch eines Backups war nur ein leeres weißes Fenster zu sehen.

    4. Das Backup ist im Vergleich zu Clonezilla schnarchlangsam. Während Clonezilla bei mir ca. 1,5GB/min erreicht, waren es im Test von redo gerade mal 36MB/min! Ja richtig gelesen, es sind 36MB/min! Erst dachte ich das es ein Anzeigefehler ist, nur war nach ca. 5 Minuten das Testbackup meiner Bootpartition (ca 3GB Daten) immer noch nicht fertig. Unter Clonezilla dauert das gleiche Backup nicht mal 2min.

    Guten Gewissens würde ich einer solch unausgegorenen Distribution meine Daten nicht anvertrauen. Am Ende versagt in einem tatsächlichen Notfall das Wiederherstellen der Daten. Da bleib ich doch besser bei Clonezilla.

  7. Hallo,
    ich fand das Tool als Linux-Anfänger eigentlich sehr ansprechend. Auch, weil man nebenher beispielsweise den FF nutzen kann. Und das ist auch notwendig, denn das Backup ging bei mir eeeewig! Ich habe einen leistungsfähigen Rechner mit sicher nicht überdurchschnittlich vielen Daten darauf. Nach 22 Stunden war die Anzeige bei 88%. Dort wurde mir das zu viel und ich habe das Backup abgebrochen.
    Sehr schade – ich hoffe, dass das Tool noch etwas mehr ausgebrütet wird.
    Werde mir also mal Clonezilla anschauen.
    Gruss
    joeli

  8. mhh schade – dass Tool hat Potential aber hat so seine Ecken und Kanten ;-)

    Viele Grüße aus der Tuxfarm,

    Ulf Tramsen
    http://www.tuxfarm-linuxshop.de

  9. Hallo,
    Also ich benutze Redo BackUp schon seit mitte Juni,funktioniert einwandfrei,sogar meine Win 7 Systempartition habe ich damit gesichert,und auch wieder zurückspielen können.Dasselbe positive Ergebnis auch mit Fedora 13 und Lucd unter Ext 4.Alles ohne Probleme.
    Auch ist es recht flott bei der Sache,Win 7 auf einer 30 GB Partition wiederherzustellen dauert etwa 25 Min,Lucid und Fedora haben jeweils eine 15 GB Partition,da dauert es etwa 15 Min.
    Mein Fazit lautet :
    Empfehlenswert,zumal es auch noch gratis ist.
    Schade ist nur,dass (noch)kein Wlan ünterstützt wird
    Viele Grüsse…….

  10. Naja… mir gefällt es optisch und wenn es stabil laufen würde, würde ich es sogar einsetzen. Mir kommt das Ding nur irgendwie… wie mit der heissen Nadel gestrickt vor. Wenn das Booten (z. B. in 0.9.4) mit Auswahl “Deutsch” nicht funktioniert oder in 0.9.5 das Sichern auf einmal ewig lange dauert…. dann traue ich dem Braten nicht ganz.

    Ansonsten finde ich es aber schön aufgemacht. Aktuell traue ich Acronis aber noch mehr :-)

  11. Also langsam ist es bei mir absolut nicht,naja,und dass es dir ” Wie mit der heissen Nadel gestrickt ” erscheint mag wohl auch daran liegen dass es wohl noch eine Beta ist.

  12. hmmm… hab mir jetzt die aktuelle 0.9.7 gebrannt und nen Image gemacht. Ja… lief wieder schnell und fühlte sich auch ordentlich an. Die haben was im Bootmenü geändert. Kann man jetzt wohl nicht mehr ne Sprache auswählen, die nicht funzt :-)

    Du hast auch schon nen Recovery getestet ? Funktionierte das zurückspielen des MBR und das Booten/Einloggen in Windows7 und Linux ohne irgendwelche Kunstgriffe wieder sauber ?

  13. Also ich habe eine alte 80 GB EIDE Platte,auf der Win XP,Lucid und Fedora installiert sind,Grub2 habe ich dort auf einer separaten kleinen Partition.
    Auf der zweiten Festplatte ( Sata ) habe ich als alleiniges BS Win 7.Alle mit Redo erstellten System BackUps sind auf einer separaten Partition auf der SATA,das Zurückspielen der BackUps hat immer prima geklappt,incl.des Win 7 Mbr`s.Ist ganz einfach,BackUp Zurück spielen und neu starten.Läuft alles auf anhieb.

  14. Ach ja,du hast geschrieben,dass das Sichern bei dir recht lange gedauert hat.Das hatte ich bei meiner alten EIDE-Platte auch.Nach dem Auslesen der Smart Werte,endeckte ich einige defekte Sektoren.Die Lösung war denn eine komplette Low-Level-Formatierung mit PWR-Max (Für Maxtor Platten,funktioniert aber auch mit meiner Seagate ).Dabei werden komplett alle Sektoren mit Einsen überschrieben und die defekten Sektoren werden sozusagen deaktiviert,sodass dort keine Daten mehr abgelegt werden.Diese Tools findest du im Downloadbereich deines Plattenherstellers.Jedenfalls nach dem Low-Level-Format ging sie wieder ab wie Lucie :-) .

  15. Also ich finde g4u (am besten. Ist schnell, komprimiert und unterstützt nur das wesentliche. Außerdem kann ich das image entfernen während ich das image schon auf andere Rechner installieren.
    Leider nicht von USB zu starten, sondern nur von CD (oder Floppy)
    http://www.feyrer.de/g4u/

  16. Hallo,

    ich verzweifle langsam…:-/
    Redo Backup gefiel mir gut, nebenbei surfen und die Festplatte partitionieren … Wirklich klasse Programm…
    So, Backups erstellen ging gut und rel. schnell. Alles okay, aber habe dann versucht, ein Backup von ca. 65 GB zurückzuspielen, bekomme wieder und wieder die Fehlermeldung (von mir hoffentlich sinngemäß richtig übersetzt), dass die HDD zu klein sei, die Partition größer oder gleichgroß sein muss um das wiederherstellen zu können. Ist ja irgendwo logisch, aber ich habe versucht, auf eine HDD von 160 Gb, geteilt in 120 und 40 GB, dieses 65 GB Backup zu “restoren”, ging nicht. Konnte aber keine der beiden Partition anwählen, dachte, das Backup wird sich schon den großen Teil auswählen, aber falsch gedacht. Nun habe ich alles von dieser 160er Festplatte gesichert, die Partitionen gelöscht, zu einer zusammengefügt und formatiert, in der frohen Hoffnung, dass nun alles passt. Aber immer noch kommt die Fehlermeldung.
    Das Backup liegt auf einer 320 GB Festplatte, die in 4 Teile gesplittet ist. Hat das damit etwas zu tun, dass Redo die 320 GB der Sicherungsfestplatte mit den 160 GB der neuen Platte vergleicht und daraus dieser Fehler resultiert? Erscheint mir als Laien unsinnig, aber wer weiß schon, was im Innersten eines Programms vor sich geht. ;)
    Wäre für Hilfe dankbar.
    Gruß Harald

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