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HTML-WYSIWYG Editor Bluegriffon erscheint als 1.0

HTML-WYSIWYG Editor Bluegriffon erscheint als 1.0

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Der WYSIWYG-Editor Bluegriffon für HTML und CSS hat eine ziemlich bewegte Geschichte. Die Ursprünge des Codes liegen beim Composer aus den ersten Mozilla-Suiten. Später spaltete sich das eigenständige Programm Nvu ab, das dann wieder als Fork unter dem Titel KompoZer weitergeführt wurde. Das Programm hat nun schon länger unter dem Namen Bluegriffon ein neues Zuhause gefunden. Nun wurde  die erste “richtige” Version Bluegriffon 1.0 für Windows, MacOS X und natürlich auch Linux veröffentlicht. Somit gibt es seit langer Zeit mal wieder eine brauchbare Dreamweaver-Alternative für Linux, auch wenn sie vom “Vorbild” weit entfernt ist (Was nicht unbedingt was schlechtes sein muss…)

Wie angesprochen lässt sich BlueGriffon 1.0 von der Homepage des Projekts herunterladen. Für Windows und MacOs gibt es entsprechende Installationsprogramme. Unter Debian oder Ubuntu würde ich mir einfach nur die vorkompilierten Binaries schnappen. Ladet dazu einfach eines der beiden Archive herunter…

32-Bit: BlueGriffon-1.0-Linux-x86.tar.bz2
64-Bit: BlueGriffon-1.0-Linux-x86_64.tar.bz2

…und entpackt die Dateien zum Beispiel nach ~/bin oder /opt. Dort müsst Ihr dann zum Start einfach nur die ausführbare Datei “bluegriffon” starten. Mit ein bisschen Aufwand ließen sich auf Starter und Icons anlegen, doch früher oder später werden sicherlich Pakete für alle gängigen Linus-Distributionen auftauchen, von daher erspare ich mir den Aufwand das hier zu erklären.

Für Fedora Core gibt es auch fertige RPM-Pakete wie auch ein Repository. Anscheinend lassen sich die Pakete auch unter aktuellen OpenSUSE-Installationen verwenden. Die Pakete lassen sich auch dazu benutzen BlueGriffon unter Ubuntu über die Paketverwaltung zu installieren. Ladet dazu eines der Pakete herunter…

32-Bit: bluegriffon-1.0-4.fc15.remi.i686.rpm
64-Bit: bluegriffon-1.0-4.fc15.remi.x86_64.rpm

…und installiert es danach mittels alien. Ich bin nicht gerade ein Fan von solchen Konvertierungen, doch in meinem Test konnte ich BlueGriffon unter Ubuntu Natty 11.04 (32- und 64-Bit) so ohne Komplikation ohne viel Basteleien installieren.

$ sudo alien -i bluegriffon*.rpm

Bei mir startete BlueGriffon nach dem Entpacken ersteinmal auf Englisch. Das Programm ist jedoch schon in viele Sprachen übersetzt. Öffnet daher einfach mal die Einstellungen und geht in die “Erweitert”-Lasche. Dort findet Ihr die Option das Programm in der Sprache des Systems zu starten. Bei mir hat das gut geklappt und nach einem Neustart von BlueGriffon erschien das Programm in Deutsch.

BlueGriffon auf Deutsch

Weitere Erklärungen erspare ich mir einfach mal. Viele werden ja noch Nvu bzw. KompoZer kennen. BlueGriffon kann HTML 4, XHTML 1 und HTML 5 erzeugen und kommt auch mit CSS3 zurecht. Dazu kommt noch ein SVG-Editor mit dem sich Zeichnungen erstellen lassen.

BlueGriffon 1.0

Ich bin nicht gerade ein Fan von WYSIWYG-Editoren für HTML und bastel lieber direkt im Code rum, doch wer einfach nur schnell eine 0815-Seite zusammenstöpsel möchte oder Ebay-Anzeigen etwas hübscher gestalten möchte, für den ist Bluegriffon sicherlich nicht schlecht.

Autor: Christoph Langner

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

10 Kommentare

  1. Es gibt kein Fedora Core mehr.. Laange nicht mehr.

  2. An sich scheint es ganz nett zu sein, dat Progrämmchen… aaaaaber:

    hab es gestern mal installiert, und schon konnt ich meinen Forefox neu installieren. Hatte beim Start von FF oben eine rote Leiste, in der stand, dass Chronik- und Lesezeichen-Funktionen nicht mehr gehen. Löschen und wiederherstellen meines Profils hat auch nix gebracht. Auch die Anleitung von Mozilla für diesen Fall war nutzlos.

    Erst nachdem ich Bluegriffon und Firefox deinstalliert, den Fuchs wieder neuinstalliert und meine Einstellungen in den neuen Profil-Ordner kopiert hatte, war wieder alles ok.

    Vielleicht sollte ich Bluegriffon mal in einer Umgebung ohne FF testen, mit Chromium oder Opera. Aber im jetzigen Zustand ist das Prog für mich nicht zu benutzen.

  3. Leider hat sich dieser WYSIWYG Editor kaum großartig weiterentwickelt, bzw. sehe ich kaum einen Unterschied zwischen Nvu, Kompozer und Bluegriffon, außer dass ein paar neue Buttons hinzu gekommen sind und er mit den neuen Technologien zurecht kommt.

    Früher hab ich Dreamweaver 8 verwendet und, mit geteilter Ansicht oben Code unten WYSIWYG. Verwende momentan Eclipse, aber das ist auch nicht das Wahre, da mein PC und ich keine Java Fans sind. (Starte dauert ewig, Ram frisst er auch und die Abhängigkeit von JRE….)

    • Ja, das stimmt. Meine Vermutung ist aber, dass man erstmal den Unterbau auf sichere Füße stellen wollte. Eines der Hauptprobleme von Nvu/KompoZer war es doch, dass sie noch Gecko 1.* benutzt haben und Mozilla schon lange Gecko 2.* im Einsatz haben. Dadurch gabs Probleme mit der HTML- und CSS-Darstellung. Nun iste Bluegriffon in dieser Hinsicht wieder einer soliden Basis, so dass man sich – hoffentlich – in Zukunft an der Oberfläche abarbeiten kann :)

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