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ocenaudio als schlanke Alternative zu Audioeditoren wie Audacity

| 4 Kommentare

Gerade eben hat mich mein Audacity stiefmütterlich im Stich gelassen. Aus irgendeinem Grunde wollte der Audioeditor gerade aufgenommene und funktionstüchtige OGG-Dateien nicht mehr öffnen. Da ich die Dateien nicht nochmal neu aufnehmen wollte und auch keine Lust hatte die Audioclips — in der Hoffnung, dass sie in einem anderen Format geladen werden — umzucodieren, musste ich mich kurz auf die Suche nach einem alternativen Audio-Editor machen. Bei ocenaudio bin ich fündig geworden. Es lohnt sich dem Programm mal anstelle von Audacity eine Chance zu geben!

Gerade wenn man nicht tausend Funktionen braucht, sondern einfach nur besonders schnell eine Audiodatei zurecht schneiden möchte, spielt ocenaudio seine Stärken aus. Einfach nur die Dateien öffnen. In die Waveform-Ansicht hineinzoomen, die stillen Bereiche anhand der Flatline erkennen und markieren und auf “Entf” drücken. Schon hat man den entsprechenden Ausschnitt aus der Datei gelöscht. Bei Audacity ist das zwar auch nicht viel umständlicher, allerdings vereinfacht ocenaudio die Aufgabe durch die Reduktion der angebotenen Funktionen für Einsteiger deutlich.

(YouTube Direktlink)

Das heißt aber auch nicht, dass ocenaudio rein gar nichts kann. Der Audioeditor unterstützt VST-Plugins, kann Effekte mit einer Echtzeit-Vorschau einbinden, es lassen sich mehere Abschnitte auf einmal selektieren und bearbeiten, in der Seitenleiste lässt sich ein Spektrometer einblenden und es gibt eine Reihe von Effekten und Filtern wie etwa einen Normalizer. Im Endeffekt bietet ocenaudio also vieles was Audacity auch kann, allerdings in meinen Augen in einer ansprechenderen Oberfläche.

Die Audacity-Alternative ocenaudio unter Arch Linux und GNOME3.

Wem die Waveform-Ansicht nicht ausreicht, der kann auf eine Spektralansicht umschalten.

ocenaudio arbeitet plattformunabhängig auf allen gängigen Systemen. Als Qt Anwendung läuft  ocenaudio unter Windows, MaxOS X und natürlich auch Linux. Für Ubuntus werden .deb-Pakete zur Installation des Programms angeboten, offiziell ist das Programm noch nicht in den Paketquellen enthalten. Und auch ein offizielles PPA wurde von den Entwicklern noch nicht eingerichtet. Arch-Linux-User haben es mal wieder deutlich einfacher, wie so gut wie alles was in der FOSS-Welt kreucht und fleucht findet man ocenaudio im AUR.

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

4 Kommentare

  1. Hallo Christoph,

    für das einfache Trennen und Beschneiden von OGG- und MP3-Audiodateien nehme ich mp3splt-gtk. Der macht zwar nur das, das dann aber auch richtig.

    Andreas

  2. Stürzt bei mir leider dauernd ab.:-(

  3. Hm.. also so gut find ich die Empfehlung ja nicht.
    Alles nur Binärpakete usw. Möchte ich eigentlich nicht wirklich auf meinem System haben.

  4. Geiles Tool! Gerade das deb problemfrei installiert und eine Podcastfolge aufgemacht. Sieht super einfach aus und spielte problemfrei ab!

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