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Popcorn Time mit neuem Design, Serien und einer Android-App

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Die bewegte Geschichte des “eigentlich-sollten-Online-Videotheken-genauso-funktionieren”-Filesharing-Clients Popcorn Time geht in eine weitere Runde. Nachdem die ursprünglichen Entwickler die Anwendung vor einiger Zeit erst aus dem Netz genommen haben, erfreut sie sich dank ihrer Open-Source-Lizenz nach wie vor bester Gesundheit und stetiger Entwicklung. Mit Popcorn Time 0.3.1 hat die Anwendung ein neu gestaltete Oberfläche bekommen, es lassen sich nun auch TV-Serien aus dem Netz streamen und es gibt neben den PC-Varianten auch eine Android-Version des Streaming-Clients.

Aus nahe liegenden Gründen haben die Entwickler es wohl gar nicht erst probiert Popcorn Time in den Play Store zu laden, es gibt die Android-App wie die PC-Versionen für Windows, MacOS X und Linux auf der Homepage des Projekts zum Herunterladen als APK-Datei, die man von Hand auf dem Handy einspielen muss. Vom Design her erinnert Popcorn Time stark an eine iOS-Anwendung, doch das tut der Funktion an sich keinen Abbruch. Der Videoplayer des Android-Clients erlaubt das Skalieren des Videobildes in unterschiedliche Bildschirmformate, man kann in den schon heruntergeladenen Teilen vor- oder zurückspringen und auch eine Gestensteuerung ist mit an Bord.

Mit einem Fingerwisch in der linken Bildhälfte verstellt man die Helligkeit des Videos, rechts wird die Lautstärke hoch oder runtergeregelt. Im Gegensatz zur Popcorn-Time-Alternative Flixtor beherrscht Popcorn Time für Android jedoch noch nicht den Umgang mit dem Chromecast — so lassen sich die gestreamten Videos nur direkt auf dem Handy bzw. Tablet ansehen. Die Unterstützung für den Chromecast soll jedoch in naher Zukunft noch in die Android-Anwendung implementiert werden. Der Quellcode liegt wie auch bei der ausgewachsenen Variante offen, er lässt sich von Github herunterladen.

Für die Android-Version gilt jedoch das selbe wie für die PC-Variante von Popcorn Time: Die Anwendung baut auf dem BitTorrent-Protokoll auf und lädt das, was man auf den Bildschirm lädt umgehend auch wieder ins Netz. Streamt man nicht gemeinfreie Inhalte, begeht man daher in Deutschland eine eindeutig strafbare Handlung — Die von der GVU beauftragten Abmahnanwälte wetzen garantiert schon die Klingen.

Von daher bin ich der Ansicht, dass man sich als Film- und Serien-Fan durchaus ein Abo bei Watchever, Maxdome oder Sky Go oder Amazon Prime Video leisten sollte. Alle diese Dienste lassen sich mit Pipelight auch unter Linux benutzen und Watchever wie auch Maxdome unterstützen zudem den Chromecast-Stick. Zu Amazon Prime Video haben zudem alle Prime-Kunden bei Amazon generell freien Zugriff — so teuer ist eine Filmflatrate daher heutzutage gar nicht mehr.

(Bildquelle: jayneandd, Flickr, CC-BY)

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

4 Kommentare

  1. Auch, wenn ich kein Spielverderber sein will, aber vielliecht sollte man auch darauf hin weisen:
    http://www.infodocc.info/achtung-erste-streaming-abmahnungen-durch-waldorf-frommer/

    Ohne Anonymisierungs-VPN anscheinend wohl eher keine soooo tolle Idee.

    • Der Hinweis – nicht der Link – steht ja auch im Beitrag von Chris. Ich würde hier in DE Popcorn Time nicht anwerfen, auch nicht die Alternativen. Sieht irgendwie aus wie ein Honeypot für Filesharere ;) Neutlich war ich aber mal wieder zuhause in der Türkei im Urlaun. Hatte Flixtor auf dem Handy und einen Mini-Access-Point und nen Chromecast dabei. Chromecast an den TV im Zimmer, WLAN aufspannen und locker Filme sehen. Mein Watchever-Account ließ sich ja nicht aus dem Ausland aufrufen.

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