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Spielt mit Subsonic die eigene Musik im Browser oder auf dem Handy übers Netz als Stream

Spielt mit Subsonic Musik/Videos im Browser oder auf dem Handy über das Netz als Stream

| 3 Kommentare

Die nächste Software-Vorstellung ist sicherlich nicht für jeden Interesse, doch Subsonic fand ich insgesamt so interessant, dass ich doch darüber bloggen möchte. Subsonic ist ein unter der GPLv3 lizenzierter freier web-basierter Media-Streamer, mit zusätzlichen Frontends für Adobe Air, Windows Mobil 7, iOS und Android. Einmal eingerichtet, könnt Ihr so über das LAN und bei Bedarf auch das Internet eure Musik hören, ohne dass ihr sie auf zig Rechnern speichern müsst. Alles was ihr dafür braucht ist ein zentraler Rechner (Das OS ist egal, Subsonic gibt es für Windows, MacOS und Linux), auf dem eure Musik liegt. Ideal wäre natürlich ein 24/7-Server im Internet und eine dicke Datenflatrate für das Smartphone, so hätte man seine Musik immer greifbar.

Die Installation des Serverdienstes unter Debian/Ubuntu ist recht simpel. Es muss nur das passende deb-Paket heruntergeladen und installiert werden. Auch für Fedora/RedHat gibt es Pakete, so dass sich Subsonic unter Linux wirklich leicht installieren lässt. Informationen dazu finden sich auf der Homepage von Subsonic.

Subsonic installieren (Ubuntu/Debian)

Nach der Installation des Pakets solltet Ihr noch ein paar weitere Tools zum Bearbeiten von Audio-Dateien nachinstallieren, nur so könnt ihr das volle Potential Subsonics nutzen. Abschließend könnt ihr dann den Dienst starten…

$ sudo apt-get install lame flac faad vorbis-tools ffmpeg
$ sudo service subsonic start

Der Dienst selber besitzt keine graphische Oberfläche, er arbeitet im Hintergrund vor sich hin. Über das Web-Frontend könnt Ihr alles einrichten. Ihr findet es auf http://localhost:4040 bzw. http://ip.des.servers:4040 usw… Einloggen könnt Ihr euch am Anfang über “admin” als Login und Passwort.

Subsonic im Browser

Im Webfrontend selber könnt Ihr (unter Anderem, ich gehe hier nicht auf alle Optionen ein) angeben wo eure Musik zu finden ist und wie eurer Rechner zu finden sein soll. Optional könnt Ihr dafür sorgen, dass per UPnP eine Portweiterleitung von eurem Router zum Subsonic-Server eingerichtet werden soll, so dass der Dienst auf eurem Server auch vom Internet aus zu erreichen ist. Alternativ könnt Ihr die Weiterleitung natürlich auch von Hand auf eurem Router einrichten.

Wem das Ganze mit einem eigenen Server zu aufwändig ist, der kann sich auch eine gehostete Subsonic-Installation besorgen. Allerdings ist das mit ~10€/Monat bei 16GB Speicherplatz nicht gerade günstig. Für den Preis würde ich mir lieber gleich einen Root-Server holen und Subsonic selber hosten.

Subsonic für Android

Wie anfangs angesprochen gibt es für den Desktop eine Adobe Air Applikation, sowie für die gängigen Smartphones native Anwendungen. Subsonic für Android lässt sich bequem aus dem Market installieren, neben diesem Absatz findet ihr den passenden QR-Code. Nach der Installation der App müsst ihr noch eure Zugangsdaten zu eurem Subsonic-Server eingeben und schon könnt Ihr eure Musik per Stream anhören.

In den Einstellungen der Android-App könnt ihr einstellen, dass bei Streams über 3G die Bitrate der Musik vom Server vor dem Abschicken des Streams runtergerechnet werden soll, so könnt Ihr bei einer begrenzten “Flatrate” euer Übertragungsvolumen schonen.

Wie gesagt ist Subsonic sicherlich nicht für jeden geeignet. Der ideale Usecase wäre in meinen Augen ein gelangweilter Root-Server mit viel freiem Speicherplatz im Netz und eine dicke Datenflatrate auf das Handy. Die aktuelle Version 4.3 kann nun sogar auch Videos streamen, allerdings hab ich das hier noch nicht ausprobiert.

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

3 Kommentare

  1. Da finde ich das hier aber schicker:http://code.google.com/p/streeme/
    Das funktioniert ohne extra Clients, reines HTML5.

  2. Subsonic rockt! Habe ihn auch seit ca. einem Jahr im Einsatz. Vorher hatte ich Ampache, war damit aber nicht sonderlich zufrieden. Subsonic ist simpel einfach und funktioniert.

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