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Ambilight für den PC im Eigenbau mit IKEA DIODER und selbst entwickelter Anbindung via USB

Ambilight für den PC im Eigenbau mit IKEA DIODER und selbst entwickelter Anbindung via USB

| 13 Kommentare

Zur Abwechselung stelle ich kurz einen Hardware-Mod vor, den ich bei den IKEAHackers gefunden habe. Ihr kennt eventuell die Ambilight-TVs von Philips, die passend zum Dargestellten Bild die Wand im Hintergrund farblich ausleuchten. Der schwedische Hacker Ornotermes hat sich mit ein paar IKEA-LEDs und einem eigenen Controller sein eigene Amibilight für den PC für ein paar Euros selber gebaut. Das gesamte Projekt, von der Platine, über die Firmware bis hin zu den in Python geschriebenen Programmen für Linux steht unter freien Lizenzen, so dass man mit ein bisschen Know-How das Ganze auch selber nachbauen kann.

Benötigt wird dafür ein IKEA DIODER Modul mit 4 LED Streifen [UPDATE 10.9.2011: Link korrigiert, ursprünglich zeigte er zu den rein weißen LEDs]und einer Leiterplatine, die man sich selber fertigen muss. Die Pläne für die Platine liegen als Schaltplan im Format für Eagle vor. Die benötigte Software steht unter der GPL wird im Git des Autors gehostet. Die Module können dann z.B. hinter dem Monitor angebracht werden und bezüglich der Farbe vom Rechner aus gesteuert werden.

IKEA DIODER via USB an den Rechner angeschlossen

Ornotermes hat eine Reihe von kleinen Programmen geschrieben, mit denen dann die LEDs angesteuert werden können. Es gibt ein kleines Programm für das Terminal das man in eigenen Skripten verwenden kann, ein kleines GTK-Tool mit graphischen Slidern und auch ein Tool, dass sich in die Soundkarte einklinkt und dann Farbe wie auch Helligkeit im Rhythmus der Musik ändert. Es gibt ein kleines Video, das die Funktion demonstriert, weitere Videos findet ihr im YouTube-Channel von Ornotermes.

Das Geflacker ist sicherlich nichts, um es permanent beim Abspielen von Musik laufen zu lassen, doch bei der nächsten Party macht man mit dieser “Disko” sicherlich Eindruck ;) Klasse wäre natürlich auch noch ein zusätzliches “Ambilight-Tool”, das die Farben des Bildschirminhalts analysiert und dann die LEDs dementsprechend einstellt. Für mich als “Nicht-Elektrobastler” würde das Ätzen und Bestücken der Platine leider eine zu große Herausforderung darstellen, aber vielleicht liest ja der eine Tüftler mit und setzt die Idee ebenfalls um.

(Via IKEAHackers)

Autor: Christoph Langner

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

13 Kommentare

  1. Mit Atmolight klappt das ganze auch mit Videosignal.

    http://www.youtube.com/watch?v=4Q94OljzPfc

  2. Das erste was mir auffiel: Was für eine hässliche Tastatur ;-)

  3. Noch was vergessen: Das ganze geht dank Arduino auch ganz ohne Ätzen und Bestücken einer eigenen Platine

    http://fun3md.blogspot.com/2009/12/overview-of-my-setup.html

  4. Von Philips gibt es ein AMBX-Set (Lautsprecher mit Lampen), mittlerweile wird es nicht mehr hergestellt. Unter Linux wird dann mit boblight ( http://blogger.xs4all.nl/loosen/articles/408184.aspx ) alles was auf dem Bildschirm zu sehen ist, an die Lampen weitergegeben. Wenn man ein bisschen mit den Parametern rumspielt, ist das sogar ganz brauchbar. Mein AMBX ist leider letztens kaputt gegangen. Da zwar noch Garantie drauf war, aber AMBX nicht mehr hergestellt wird, habe ich nur das Geld zurück bekommen.

  5. Gibt es auch ein Anleitung im ledstyles Froum zu … Nichts neues.

  6. Wollte nur mal kurz darauf hinweisen, dass der verlinkte IKEA-Artikel leider nicht die im Beitrag erwähnte Lichtleiste ist! Der Artikel, auf den der Link in den IKEA-Onlineshop zeigt, ist die einfarbig-weiße Version. Benötigt wird jedoch die RGB-Version! Sieht genauso aus und heißt genauso, kostet aber das Doppelte… Soweit ich das sehen kann wird die nicht über den Onlineshop vertrieben, daher kann ich leider keinen besseren Link bieten…

  7. Alles in allem erscheint mir die Fertiglösung als die bequemste Möglichkeit: http://atmolight.de/index.php/atmo-main.html
    70 € Steuergerät
    4 LED-Streifen zu je 5-10 €
    eventuell passendes Netzteil zu 30 €

    Ergebnis wäre ein Atmolight, das sehr wahrscheinlich gleich funktionieren wird, ohne die Gefahr des Verlötens, ohne das Bestellen von mehreren teils ausverkauften Plattinchen über den großen Teich (mit entsprechenden Versandkosten) (siehe Link auf “fun3’s litte projects” oben) und 10-Bit-Auflösung statt 8-Bit-Auflösung (gemeint sind Farbverläufe, richtig?). Der IKEA Dioder (der richtige hier: http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/40192361 ) scheint auch nur 8 Bit zu können (versteh ich nicht; liegt das nicht an der Ansteuerungs-HW/SW?) und in Verhältnis zur Länge sogar preislich über den auf Atmolight.de angebotenen Leuchtstreifen zu liegen.
    Die immer wieder im Web erwähnte Seite http://www.nighty2k.de , auf der man “Athmostripes” kaufen können soll, verbirgt vor mir sowohl ein Bestellformular wie eine Kontaktmöglichkeit. Die Info auf der Seite ist außerdem ziemlich dürftig, und mir wird nicht klar, welche Komponenten ich zusätzlich brauche, um die Athmostripes dann anzusteuern.

    So weit meine Recherche, hat wer noch mehr Informationen?

  8. Guter Beitrag und interessante Kommentare! Das Ganze werde ich mir früher oder später nochmal zu gemüte ziehen und hoffentlich auch umsetzen ;-)

  9. HI,

    habe mich gerade mit dem Projekt beschäftigt und bin auch zu faul zum ätzen, obwohl ich Elektronikbastler bin…
    Habe dann aber diese Platine hier ergoogelt:
    http://elmicro.com/de/at90usb-proto.html
    Ist der selber Micro-Controller drauf als in dem beschriebenen Projekt. Man muss dann praktisch nur noch die geschlachtete Ikea-Steuerung mit diesem Board verdrahten und fertig ist.
    Die haben auch noch ein kleineres Board das so groß ist wie ein USB-Stick. Das wäre die andere Option wenn jemand keinen Platz für das große Board hat.

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