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AVM zeigt auf der CeBIT einen WLAN-Repeater mit DVB-C-Modul, das auch auf Linuxe streamt

| 8 Kommentare

Ich kann mich noch gut erinnern wie ein halber Meter TV-Karte von Hauppauge in meinem Big-Tower gesteckt hat, doch inzwischen sind die “großen” Zeiten der TV-Karten für den Computer wohl vorbei. Dennoch gibt es nach wie vor viele Computer-User, die nebenbei auch einmal ein wenig nebennbei am Computer fernsehen möchten, meist greift man dafür inzwischen auf Software-Lösungen wie Zattoo oder Live-Streams zurück. Alternativ streamen immerhin auch ARD, ZDF und Co. ihr Bild ins Netz. Doch bei den Privaten sieht es immer noch recht mau aus, in Deutschland lässt sich alles von ProSiebenSat.1 Media nicht einmal in der kostenpflichtigen Premium-Version von Zattoo empfangen.

Der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C streamt das Fernsehbild zu Android- und iOS-Geräten, aber auch per VLC oder mplayer auf den PC.

Für alle TV-Fans bietet sich in Zukunft jedoch mit dem AVM FRITZ!WLAN Repeater DVB-C eine neue Option an. Der WLAN-Repeater mit bis zu 1 GBit/s schnellem WLAN-AC erweitert nicht nur das heimische WLAN. Das in die Steckdose zu steckende Gerät streamt zudem per DVB-C empfangene Fernsehsender ins lokale Netz. Als Empfänger können Smartphones oder Tablets mit Android oder iOS und der neuen FRITZ!App TV dienen — oder aber auch ganz normale Computer.

Hier sieht man die FRITZ!App TV auf dem iPad, sie wird es auch für Android geben.

Der DVB-C-Repeater streamt alle unverschlüsselten Sender ins Netz.

Das Schöne ist, dass AVM einfach den MPEG-Stream durchreicht, so lässt sich das Fernsehbild auch einfach mit VLC oder mplayer empfangen, natürlich auch unter Linux. Das Gefrickelt mit einer Linux-tauglichen TV-Karte und das Ziehen eine Strippe hin zur Antennenbuchse fällt mit dieser Lösung daher flach. In der Box ist ein Dual-DVB-C-Tuner integriert, es lassen sich also bis zu zwei Sender an zwei (oder natürlich mehr) Geräte zur selben Zeit streamen, oder dank des unverschlüsselten Streams auch einfach mit mplayer aufzeichnen.

Hier stream der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C zu einem Windows-PC mit VLC, das funktioniert natürlich auch unter Linux.

Der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C  kommt dabei auch mit HD-Streams zurecht, allerdings ist er mangels eines CI+-Moduls auf die öffentlich-rechtlichen HD-Sender beschränkt. Die privaten Fernsehstationen lassen sich nur in SD-Qualität ins Netzwerk schaufeln, auch das Streamen von Pay-TV-Sender fällt so natürlich flach. AVM plant nach eigenen Aussagen vorerst auch keine Version mit einem entsprechenden Slot, man möchte sich nicht mit Sky und Co anlegen, schließlich könnte man mit dem Repeater einmal Pay-TV buchen und per WLAN mit allen Nachbarn im Haus teilen.

Bis man den FRITZ!WLAN Repeater DVB-C  im Laden kaufen kann, vergeht allerdings noch ein wenig Zeit. Laut der Pressesprecherin von AVM dauert es noch bis zum dritten Quartal dieses Jahres, bis der WLAN-Repeater in den Handel kommt. Das Gerät wird 119 Euro kosten, wer nur sein WLAN ausbauen möchte bekommt die Variante ohne DVB-C für 99 Euro, man spart also nicht so wirklich viel Geld.

Autor: Christoph

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8 Kommentare

  1. Da kommt mir natürlich sofort der RaspberryPi+XBMC als Stream-Ziel in den Sinn ;) Wie schalte ich da dann den Sender bei der DVB-C-Box?

    • Hi Markus, den Kanal wählst du, indem du über eine m3u-Playlist den entsprechenden Stream lädst, so wurde es mir vom AVM-Produktmanager erklärt. Das müsste also durchaus direkt mit XBMC funktionieren. Grüße, Christoph

  2. Fänd ich cool, wenn die auch DVB-S unterstützen würden. Mit DVB-C kann ich nichts anfangen. Leider :(

  3. Für mich eine echte Innovation von AVM – nur noch eine für DVB-S2 wäre schöner! Trotzdem dachte ich am Montag auf der CeBit: “brauche ich das? ja!”

  4. Von den schönen Versprechungen einmal abgesehen, ist das erste Quartal 2014 allerdings rum, und außer heißer Luft hat AVM noch nichts im Programm.

    Sollte das Ding dann wirklich kommen, wurde aber auch mit dem Namen “WLAN-Repeater” recht daneben gegriffen. Denn weder ist das die Hauptfunktion, noch wird überhaupt WLAN für den Betrieb benötigt. Ich würde es in jedem Fall per Ethernet-Kabel mit dem Router verbinden. Von da kann es bei bedarf immer noch ins WLAN übertrieben werden. Alles was nicht mobil sein muss, muss auch nicht funken.

  5. @Bachsau,
    sehe ich ähnlich. Allerdings musst du beachten, dass ein Netzwerkkabel einfach ein Kabel bleibt. Sprich – es nervt. Außerdem: Wer Strahlung verhindern will, braucht generell keinen Router und sollte vielleicht an einen Fernseher denken! Nur mal so ein paar Anregungen zu den Kommentaren hier.

    • Das würde ich so nicht sagen. Auch wenn man nicht paranoid ist, muss man sich doch nicht sinnlos irgendwelchen Feldern aussetzen, zumal WLAN nie so sicher und störungsfrei arbeiten wird, wie das gute alte Netwerkkabel. Ich benutze es einfach da wo es Sinn macht, nicht wo es keinen macht.

      Ein Gerät, das die nächsten 3 Jahre fest in der Wohnung installiert wird, kann man ruhig auch verkabeln und hinter der Schrankwand platzieren. Wenn man die Kabel sauber verlegt, sieht man sie auch nicht. z.B. hinter Fußleisten.

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