Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

laptop-ubuntu-linux

Das Rockiger “Ubuntu-Notebook” Satchbook ist lieferbar

| 19 Kommentare

Mitte April hatte ich euch ja angekündigt, dass es mit dem überarbeiteten Cirrus7 One und dem Satchbook weitere Ubuntu-Geräte auf dem Markt gibt bzw. geben wird. Damals war das Satchbook von Rockiger noch in Planung und konkrete Details konnten nicht genannt werden. Jetzt hat Rockiger aber das Satchbook offiziell vorgestellt und es ist im Shop für 997 Euro zu ordern. Das Satchbook möchte von der Hardware her zu MacBooks und XPSs ebenbürtig sein und dank perfekter Linux-Unterstützung problemlos unter Linux laufen.

Das Satchbook

Noch habe ich das Gerät nicht selber gesehen und kann euch daher nur auf die Ankündigung des Satchbooks im Rockiger-Blog und die Produktseite verweisen, doch Marco hat mit ein Testgerät zugesagt, so dass ich euch später aus erster Hand berichten kann. Bis dahin kann man sagen, dass der Preis angemessen erscheint, allerdings fehlt mir persönlich eine Option auf ein höher auflösendes Display und auch das Fehlen von USB 3.0 ist etwas Schade. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt…

Austattung:

  • Display: Mattes 15.6” Display mit einer Auflösung von 1366×768 Pixeln
  • OS: Ubuntu Natty 11.04
  • CPU: 2,3 GHz Dual-Core Intel Core i5 Prozessor
  • Grafik: Intel HD Graphics 3000 mit Shared Memory
  • RAM: 8 GB SO-DIMMs 1333 MHz DDR3 Arbeitsspeicher
  • HD: 500 GB S-ATA Festplatte mit 7200 U/Min
  • Laufwerk: 8-fach S-ATA DVD-Brenner
  • Webcam: Integrierte Webcam mit einer Auflösung von 1280×1024
  • Keyboard: Deutsche Tastatur mit Ziffernblock
  • Format: 37,6/25,3/3,49 cm (B/T/H)
  • Gewicht: 2,5 kg
  • Laufzeit: Laut Angaben bis zu 8h

Anschlüsse/Netzwerk

  • Gigabit Ethernetanschluss
  • Intel PRO/Wireless LAN 6230_HMWG (IEEE 802,11a/b/g)
  • Drei USB 2.0 Anschlüsse (bis zu 480 MBit/Sek.)
  • HDMI- und VGA-Anschlüsse
  • Audio-In und -Out
  • 4-in-1-Kartensteckplatz

Wahrscheinlich habt Ihr zu dem Gerät auch ein paar Fragen, von daher habe ich schnell mal ein paar Fragen an Marco Laspe von Rockiger zusammengestellt und sie ihn beantworten lassen. Das kurze Interview könnt ihr im Folgenden lesen. Sollte ihr selber noch ein paar Fragen an Marco haben, so bin ich mir sicher dass er die Kommentare hier im Blog lesen und beantworten wird.

LuI: Wirst du auf Kundenwunsch auch andere Distros vorinstallieren?

Ist nicht geplant. Das wird von der Nachfrage abhängen.

LuI: Hast du am vorinstallierten System etwas angepasst? Z.b. ein eigenes Repository eingefügt?

Ja, wir haben ein paar kleine Änderungen vorgenommen. Wir haben das Theme und die Icons angepasst, sowie die Usability mit einem Zwischenablage-Manager und der Konfiguration der zweiten AltGr-Taste verbessert. Ein eigenes Reposity brauchen wir nicht, da keine spezielle Firmware benötigt wird.

LuI: Gibt es Konfigurationsmöglichkeiten? Z.b. den optionalen Einbau eines BluRay-Laufwerks oder einer SSD?

Das ist in Planung, es wird die Möglichkeit geben bei den CPUs zwischen Core i3, i5 und i7, dem eingebauten RAM-Speicher und auch zwischen verschiedenen Festplatten und einer SSD mit 120GB zu wählen. Ein BlueRay-Laufwerk ist vorerst nicht vorgesehen.

LuI: Planst du weitere Varianten des Satchbooks? Ein hochauflösendes Display oder USB 3.0 sind Dinge, die Powerusern fehlen werden.

Ehrlich gesagt: Momentan kümmere ich mich noch nicht um eine neue Version. Grundsätzlich muss ich schauen, was der Markt hergibt bzw. was ich besorgen kann. Das ist natürlich auch vom Erfolg der jetzigen Version abhängig. Da ich dann besser mit Stückzahlen planen und als Käufer auch selbstbewusster auftreten kann.

Auf jeden Fall nimmt der Linux-Hardware Markt wirklich fahrt auf der schicke Linux Computer One von Cirrus7, die Ubuntu Laptops und Computer von Tuxfarm und jetzt auch noch das Rockiger Satchbook. Ich bin froh, dass die Zeit vorbei zu sein scheint, wo ein vorinstalliertes Alibi-Linux primär für “hier ist zwar ein OS drauf, aber installiere dir besser gleich dein geknacktes XP und spare so ein paar Euro beim Kauf” stand.

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

19 Kommentare

  1. “hier ist zwar ein OS drauf, aber installiere dir besser gleich dein geknacktes XP und spare so ein paar Euro beim Kauf”

    Schön gesagt. Sehe ich genauso – das war meine Motivation überhaupt zu starten.

  2. kein n-drift beim WLAN? Und ein VGA fehlt auch? … Hm.. Dafür fällt es für mich leider raus… Gerade letzteres ist für Präsentationen mit Beamer leider fast immer noch Standard.. Und ich möchte nicht mit Adaptern durch die Gegend laufen um ehrlich zu sein..
    Zum dem Vergleich: Das XPS (auf dem Ubuntu Erfahrungsgemäß gut läuft) bietet einen i7, eine Gaming-Grafikkarte und ein FullHD B-RGLED LCD zum gleichen Preis…

    Ich finde es auch gut, dass so etwas angeboten wird und vorangetrieben wird, aber einen Vergleich herzustellen ist in meinen Augen eher etwas unglücklich.

  3. Well – nette Idee … aber spätestens mit der Auflösung disqualifiziert sich das Produkt doch für einen großen Teil der tendenziell wohl eher technisch interessierten Linux-Anwender oder?

    Mal ehrlich …ich kauf doch im Jahre 2011 keinen 15.6″ Display mit einer Auflösung die gefühlt Rentner mit abnehmender Sehstärke ggf vorteilhaft empfinden würden.

    Unverständlich … wenngleich inzwischen diverse Anbieter so agieren.

  4. gibts informationen zum gehäuse? mir schein das gerät nämlich teurer zu sein als anderer geräte. mir kann niemand erzählen das ein aufpreis von 300€ nur durch ubuntu gerechtfertig ist vergleichen zu z.B. diesem gerät Packard Bell EASYNOTE TS11HR-113GE (welches sogar von der hardware besser ausgestattet ist, ubuntu könnte man dann immernoch installieren). Also welches argument gäbe es sich das notebook zu holen?

  5. Moin,
    ist wirklich kein e-sata-Port vorhanden?

  6. Beschissene 16:9 bildschirme gehören verboten. Das ist ein Computer und kein Fernseher verdammt.

    • Ich find die Bildschirme total ok, aber mit weniger als 1680×1050 komme ich schlecht klar. Für mich ist das keine Frage des Formats, sondern eine Frage der Auflösung.

    • Wieso? Mit ordentlichem Fenstermanagement, sehe ich eigentlich nur Vorteile gegenüber – auch beim DVD schauen.

      • > Mit ordentlichem Fenstermanagement
        Seit wann hat Unity ein ordentliches Fenstermanagement?

        Sollte ich das Teil jemals kaufen (will heißen, wenn ich mir genug Geld zusammengespart habe), dann mit Kubuntu.

    • Ich bin da eigentlich auch Marcos Meinung. Bei einem kleinen Display können wir vielleicht streiten, doch bei großen Displays machen 4:3 in meinen Augen keinen Sinn mehr. KDE4, GNOME3, Unity… Windows7 bringen Funktionen mit Fenster bequem links oder rechts maximieren zu können. So muss man nicht unbedingt zwei Monitore besitzen, wenn man bequem mit zwei Dokumenten/Programmen zur selben Zeit arbeiten möchte.

  7. Ich bin der Meinung, dass ein 15.6 Zoll NOTEBOOK sowieso irgendwie am Ziel vorbei schießt. Falls sowas aber doch sein muss sollte die Auflösung aber im Bereich von fullHD liegen. Das würde auch die Größe rechtfertigen. ^^

    @Christoph ich hab zwar gute Augen, aber bei 1366 Pixel in der Horizontalen will ich eigentlich keine 2 Din A4 Seiten bearbeiten…

    Was allerdings für das Scatchbook (und den Preis) spricht ist der recht große Akku, der I5 der zweiten Generation (SandyBridge, Grafik auf gleichem Die…) und die 8 Gig Ram.

    Btw: ich lese aus den Specs auf der Produktseite, dass das Ding n-Draft unterstützt… korrigiert mich, wenn ich Unrecht habe

    • > Ich bin der Meinung, dass ein 15.6 Zoll NOTEBOOK sowieso irgendwie am Ziel vorbei schießt. Falls sowas aber doch sein muss sollte die Auflösung aber im Bereich von fullHD liegen. Das würde auch die Größe rechtfertigen. ^^

      Da stimme ich dir prinzipiell bei. Ich persönlich habe Laptops mit 13,3 Zoll am liebsten. Das ist in meinen Augen der beste Kompromiss aus Bildschirmdiagonale und Portabilität. Aber – und hier kommt ein großes ABER – viele Laptop-Käufer bräuchten eigenen keinen Laptop. Sie wollen einfach nur einen kompakten Rechner, der nicht so häßlich aussieht, den sie auch mal in die Küche mitnehmen können und den sie bei Bedarf einfach zuklappen und ins Regal legen können. Für die sind Geräte mit großen Displays natürlich gar nicht so schlecht.

      > @Christoph ich hab zwar gute Augen, aber bei 1366 Pixel in der Horizontalen will ich eigentlich keine 2 Din A4 Seiten bearbeiten…

      Ich spreche eher von 16:9 im allgemeinen. Mit Full-HD und 1920×1200 bin ich natürlich sehr verwöhnt. Aber auch bei kleineren Displays gibts Anwendungsfälle. Terminal links und Editor rechts… usw.

  8. Aloa =)
    Finde die Büchse Fett, kann aber auch nicht unbedingt vergleiche ziehen durch Berufsbedingte arbeiten am Computer!
    Nur müßte für mich Fedora 15 drauf sein ;-)

Hinterlasse eine Antwort

Auf Linux und Ich darf anonym kommentiert werden. Die Felder für Name und E-Mail-Adresse dürfen beim Eintragen eures Kommentars leer bleiben. Ich freue mich aber über jeden Kommentar, zu dem der Autor mit seinem Namen steht.