Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

pipelight-icon

28. April 2014
von Christoph Langner
4 Kommentare

Stotterndes Video bei Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video und Pipelight beheben

Ich habe Pipelight im Zusammenspiel mit Maxdome, Watchever, Amazon Instant Video und Co. inzwischen auf diversen Rechnern probiert, doch ausgerechnet auf meinem “Stärksten” mit Intel-Core-i7-CPU stotterte das Videobild unsäglich vor sich hin. Der Bubblemark-Silverlight-Test zeigte zwar über 330 fps, doch Videos ruckelten deutlich — ohne aber, dass die CPU-Last auffällig hoch wäre. Die von Microsoft gestellten Tests Experience IIS Smooth Streaming und Experience IIS Smooth Streaming 1080 zeigten nur 10 fps an. Kein Wunder also, dass Watchever und Co. deutlich ruckelten. Hilfe für dieses Problem findet ihr zum einen in der Pipelight-FAQ, zum anderen galt es Pulesaudio zu tunen, den hier lag der Hase bei mir begraben.

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android-lock-screen

26. April 2014
von Christoph Langner
6 Kommentare

Bug in Ubuntu 14.04 lässt den Lock-Screen umgehen

Fefe hat gerade auf einen nicht unerheblichen Bug im neuen Ubuntu 14.04 hingewiesen. Laut dem entsprechenden Launchpad-Eintrag stürzt der Unity-Lockscreen kompromisslos ab, wenn man den Rechner mit Strg+L sperrt und dann im Lockscreen auf der Enter-Taste sitzen bleibt. Nach einer Weile wird Unity abgeschossen und ohne Lockscreen wieder neu gestartet. Voilà, ein komplett entsperrtes Ubuntu-System.

I am running Ubuntu 14.04 with all the packages updated. When the screen is locked with password, if I hold ENTER after some seconds the screen freezes and the lock screen crashes. After that I have the computer fully unlocked.

Die Schwachstelle betrifft nicht unbedingt die User, die ihren Rechner in den eigenen vier Wänden stehen haben, ohne dass Dritte unbefugten Zugang haben. Wer aber seinen Rechner im Büro oder auch mal angeleint an der Uni oder einer Bibliothek stehen lässt, der sollte ihn besser komplett runterfahren. Ich persönlich konnte das Problem jedoch auf einem “richtigen” Laptop und einer virtuellen Maschine nicht nachvollziehen.

cerberus-icon

25. April 2014
von Christoph Langner
6 Kommentare

Cerberus Anti-Diebstahl bis heute Nacht kostenlos zu haben

Schneller Tipp für Android-User, die ihr Handy im Falle eines Diebstahls oder Verlustes abgesichert haben möchten. Die seit längerer Zeit etablierte App Cerberus Anti-Diebstahl gibt es zur Feier des dritten Geburtstags bis heute Nacht um 23:00 deutscher Zeit für User mit einem neu angelegten Konto kostenlos. Normalerweise werden für die lebenslang gültige und fünf Geräte umfassende Lizenz 2,99 Euro fällig. Wer sich bis kurz vor Mitternacht rechtzeitig registriert, kann sich diese Gebühr daher gerade sparen und zudem gleich mehr Sicherheit fürs Handy schaffen.

Mit Cerberus lässt sich das Handy über das Internet orten, sperren oder auch löschen. Zudem kann man auch sich auch übers Netz Fotos und Videos schicken lassen.

Cerberus unterscheidet sich vom von Haus aus in Android integrierten Google Gerätemanager — über den sich ja auch Handys orten, sperren und löschen lassen — dadurch, dass man die Anwendung mit Root-Rechten bzw. über ein Custom-Recovery auch direkt in die Firmware des Handys flashen kann (Siehe “Cerberus-Hilfe -> Ich habe eine Gerät mit root Zugang. Erhalte ich dadurch zusätzliche Funktionen?”) Dadurch übersteht Cerberus Anti-Diebstahl selbst das Zurücksetzen des Handys oder Tablets auf die Werkseinstellungen. Erst das Flashen einer neuen Firmware schmeißt Cerberus endgültig vom Handy — nur die wenigsten Diebe werden diesen Schritt durchführen.

Cerberus lässt sich im Gegensatz zu den meisten anderen Sicherheitslösungen für Android auch direkt im ROM von gerooteten Handys verankern.

Zudem bietet Cerberus gegenüber dem Google Gerätemanager noch weitere Funktionen. So lässt sich etwa der Standortverlauf über den Notfall-Modus aufzeichnen, so dass man den Dieb verfolgen kann. Man kann Screenshots, Töne, Fotos und Videos aufnehmen und sich schicken lassen und natürlich die auf dem Handy gespeicherten Daten übers Netz löschen — so ist zwar das Handy weg, aber die Daten fallen wenigstens nicht dem Dieb in die Hände. Dabei kann man zwischen den Daten im Handy-Speicher (der hoffentlich aufgrund eines ordentlichen PINs relativ gut abgesichert ist) oder der SD-Karte (die man ja einfach herausnehmen und auf einem Computer auslesen kann) unterscheiden.

(Via Reddit)

lucid-browser-icon

25. April 2014
von Christoph Langner
9 Kommentare

Schnell, einfach und Open-Source, der Lucid Browser für Android

In der Reihe von Chrome, Firefox, Opera, Dolphin und Co. fehlt eigentlich nur noch der Internet Explorer für Android, dann wäre die Browserfamilie eigentlich komplett. Braucht es eigentlich noch weitere Browser für das Handy? Warum nicht! Konkurrenz belebt das Geschäft, und schließlich gibt es immer eine Nische, in der eine Software besser funktionier als die andere. Besonders für schwächere Handys geeignet ist der recht junge Lucid Browser. Er bietet nicht viele Funktionen, arbeitet dafür aber extrem schnell. Zudem liegt der Quellcode offen, Open-Source-Enthusiasten haben dadurch eine Option mehr um auf dem Handy im Internet zu surfen.

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google-webdesigner

24. April 2014
von Christoph Langner
4 Kommentare

Google Web Designer jetzt auch für Linux erhältlich

Mit Web Designer hat Google vor knapp einem halben Jahr ein recht mächtiges Publishing-Werkzeug zum Erstellen und Publizieren von HTML5-Inhalten veröffentlicht. Ein Grund dafür ist, dass sich der Werbemarkt bisher recht resistent auf die Entwicklungen in HTML5 gezeigt hat. Nach wie vor setzen viele Werber auf Flash-Inhalte — warum auch immer. Mit dem Google Web Designer bekommen Werber eine perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Anwendung — jetzt gibt es sie auch für Linux.

Der Google Web Designer für Linux wird wie Chrome und Co. von Google als DEB- und RPM-Paket zum Download angeboten, das sich über die Paketverwaltung eurer Distribution installieren lässt. Offiziell unterstützt Google Debian, Ubuntu, Fedora oder openSUSE. Aber auch unter Arch  Linux lässt sich der Web Designer sehr einfach installieren, ein Eintrag im AUR hat nicht lange auf sich warten lassen. Wie werden Updates des Web Designer über ein Repository verteilt, man muss sich also nicht um Updates kümmern.

Knapp ein halbes Jahr nach der Präsentation des Google Web Designers für MacOS-X- und Windows-Systeme gibt es die Anwendung nun auch für Rechner mit Linux.

Mit dem Google Web Designers lassen sich unter anderem animierte Grafiken für das Web ohne Adobes Flash erstellen. Als Zielgruppe nimmt Google Werbetreibende ins Visier.

In meinen kurzen Tests läuft der Google Web Designer ohne Probleme, allerdings berichten diverse User der Anwendung, dass sie nur als weißes oder schwarzes Fenster auf dem Bildschirm erscheint. Dies scheibt besonders auf “nicht-englisch” Systemen zu passieren. In diesem Fall hat das Web-Designer-Forum eine vorübergehende Lösung parat. Es soll helfen den Konfigurationsordner ~/.local/share/google-web-designer zu löschen und den Webdesigner mit englischsprachigen Locales neu zu starten. Andere Benutzer schreiben jedoch auch, dass selbst dieser Tipp nicht wirkt, man muss daher vielleicht noch ein wenig abwarten, bis die Anwendung richtig rund läuft.

$ rm -r ~/.local/share/google-web-designer
$ LANGUAGE=en_US google-webdesigner

Wenn ihr aber den Google Web Designer zum Laufen gebracht habt, dann bietet die Anwendung recht viele Funktionen. So lassen sich zum Beispiel 3D-Transformationen erstellen oder auch Animationen bauen, der Web Designer generiert dabei die Frames zwischen den von euch hinterlegten Bildern automatisch. Im erweiterten Modus lassen sich dann auch Ebenen und Keyframes steuern. Das folgende Video demonstriert die Fähigkeiten des Web Designers im Schnelldurchlauf. Weitere Informationen, Hilfen und Erklärbär-Videos findet ihr im entsprechenden Support-Bereich auf den Hilfe-Seiten von Google.

(Video auf YouTube ansehen)

sharedrop

23. April 2014
von Christoph Langner
12 Kommentare

ShareDrop ist ein mit HTML5 gebauter Clone von Apples AirDrop für den Dateiversand

Wie bekommt man am schnellsten eine Datei von Rechner A auf Rechner B? Per Samba, FTP, NFS, WebDAV und SSH? OK, aber ohne Installation und Einrichten von Serverdiensten? Dann halt per Instant-Messaging-App oder zur Not über ein E-Mail-Attachment. Auch irgendwie umständlich, oder? Ganz simpel geht es per ShareDrop! Im Endeffekt ist ShareDrop ein freier und plattformübergreifend arbeitender Clone von Apples AirDrop. Dirt sieht man im Dateimanager Macs in der Näge und kann ganz einfach Dateien per Drag&Drop von einem Rechner auf einen anderen übertragen. Genauso funktioniert das auch mit ShareDrop.

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obsqr

19. April 2014
von Christoph Langner
1 Kommentar

Obsqr QR Scanner scannt QR-Codes en passant

In meinem Brot-und-Butter-Job als Redakteur steht es immer wieder mal an, dass ich eine ganze Reihe von QR-Codes für den Print prüfen muss. Mit den üblichen QR-Code-Scannern bedeutet das viel “Klickarbeit”… QR-Code scannen, URL prüfen, Zurück-Button, Nächster QR-Code, URL prüfen, Zurück-Button usw. Von daher hatte ich mir schon länger überlegt einen simplen QR-Code-Scanner zu schreiben, der einfach nur die URL des gerade eingescannten Codes auf dem Display anzeigt. Hält man die Kamera dann über einen anderen Code, erkennt der Scanner dies und zeigt den Inhalt des zweiten QR-Codes an. Aber wie so oft gibt es schon eine Lösung, die ihre Aufgabe noch dazu perfekt macht.

Der Obsqr QR Scanner ist perfekt für alle, die möglichst schnell QR-Codes prüfen möchten.

Obsqr zeigt genau das von mir beschriebene Verhalten. Hält man die Kamera des Handys über einen QR-Code zeigt Obsqr umgehend den Inhalt des Codes an. Wechselt man zum nächsten Code, decodiert Obsqr diesen nahtlos, ohne dass man irgendwas auf dem Display antippen müsste. Neben encodierten URLs oder Texten zeigt Obsqr all das an, was man sonst noch so in QR-Codes verstecken kann. Genau das hatte ich gesucht, aber bisher nicht gefunden, vielen Dank an Thomas für den tollen Tipp! Die quelloffene Handy-App findet ihr auf Google Play oder im F-Droid Open-Source-Market, den Sourcecode kann man sich bei Interesse von Bitbucket holen.

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heartbleed-computerphile

19. April 2014
von Christoph Langner
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Linktipp: Computerphile erklärt Heartbleed

Der Heartbleed-Bug zieht nach wie vor seine Kreise, noch am 8. April waren über 600 der Top-10000 Webseiten anfällig für die Schwachstelle in OpenSSL. Für Nicht-Entwickler ist es in meinen Augen interessant auch einmal hinter die Kulissen zu blicken und zu erfahren, was bei Heartbleed denn nun genau passiert. Denn der Bugs ist eigentlich so trivial, dass es xkcd schafft den Fehler in einem kurzen Comicstrip zusammenzufassen. Steven Bagley von Computerphile erklärt in meinen Augen das Problem sehr anschaulich.

(Direktlink zu YouTube)

virtualbox-ubuntu-trusty

19. April 2014
von Christoph Langner
10 Kommentare

Ubuntu 14.04 “Trusty Tahr” als VirtualBox grottenlahm? Aktiviert die 3D-Beschleunigung!

Es gibt ja nicht wenige Linux-User, die eine neue Distribution erst einmal in einer virtuelle Maschine ausprobieren. So lassen sich die Eigenarten schnell austesten und vielleicht erspart man sich dort erstmal einen Wechsel. Wer jedoch das gerade neu veröffentlichte Ubuntu 14.04 “Trusty Tahr” in einer VirtualBox-VM ausprobiert, der wird schnell enttäuscht sein. Nach Installation der VirtualBox-Gasterweiterungen schneckt das virtuelle System vor sich hin. Doch mit den richtigen Einstellungen lässt sich Trusty auch in der VirtualBox dampf unter dem Hintern machen.

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mosh-icon

19. April 2014
von Christoph Langner
3 Kommentare

Mosh als SSH-Ergänzung für wacklige UMTS- oder LTE-Datenverbindungen

Wer mal “schnell” während einer Zugfahrt versucht hat etwas mittels einer mobilen UMTS- oder LTE-Datenverbindung und SSH auf einem Server zu managen, der wird meist nach zahlreichen Versuchen gefrustet aufgegeben haben. Erst wenn der Zug vor einem Bahnhof langsam durch die Stadt rollt, bekommt man eine stabile Internetverbindung und damit auch endlich die Möglichkeit endlich störungsfrei zu arbeiten. Während der Fahrt bricht einfach zu oft die Verbindung weg. Abhilfe schafft das für wechselnde und instabile Verbindungen geschaffene Mosh.

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