Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

gnome-update

27. März 2014
von Christoph
7 Kommentare

GNOME 3.12 geht heute an den Start, Live-CD ist schon verfügbar

Alle halben Jahre präsentieren die GNOME-Entwickler eine neue Version ihrer Desktopumgebung. Heute ist es mal wieder soweit, GNOME 3.12 wird in die Freiheit entlassen. Schaut man sich ein wenig in den Release Notes der neuen GNOME-Version um, dann lassen sich zahlreiche Neuerungen bei der in GNOME enthaltenen Software entdecken. Wer sich möglichst schnell informieren möchte, der schaut sich am besten das offizielle Video zu GNOME 3.12 an.

(Direktlink zu YouTube)

Mit “Software” wurde das Package-Kit-Frontend zur Installation von Programmen nochmal überarbeitet, Totem aka Videos, gedit und der Sound Recorder aka Tonaufnahme haben einen komplett neuen Look bekommen und mit Protokolle und Polari gibt es ganz neue offizielle GNOME-Anwendungen. Protokolle ist z.B. unter Arch Linux sehr nützlich, da sich mit dieser Anwendungen die binären Systemd-Logs einsehen lassen und mit Polari enthält GNOME in Zukunft auch einen offiziellen IRC-Client.

Bis GNOME 3.12 bei euch aufschlagen wird, dauert es natürlich noch ein bisschen. Als Arch-User bekommt man die neue Version der Desktopumgebung automatisch frei Haus geliefert, sobald die Paketbetreuer entsprechende Pakete geschnürt haben. Ubuntu-User müssen dagegen wohl selber aktiv werden, selbst Ubuntu 14.04 wird nichts von GNOME 3.12 enthalten, sondern kombiniert nur eine recht krude Mischung aus GNOME 3.6, 3.8 und Teilen aus GNOME 3.10. Wer aktuellere GNOME-Bestandteile installieren möchte, der muss auf das GNOME3-Team-PPA hoffen.

$ sudo add-apt-repository ppa:gnome3-team/gnome3
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install gnome-shell ubuntu-gnome-desktop

Wer das PPA schon auf seinem Rechner hat, der muss “nur” noch seine Pakete aktualisieren — Noch enthält das PPA jedoch nichts aus GNOME 3.12 und auch generell halte ich es nicht gerade für dienlich das halbe OS über ein PPA zu aktualisieren. Als GNOME-User habe ich schon lange vor Ubuntu kapituliert und bin unter anderen aus diesem Grund zu Arch Linux gewechselt. Wer die aufwändigerer Installation scheut und dennoch ein aktuelles Linux mit GNOME als Desktopumgebung sucht, der wird wahrscheinlich auch bei Fedora glücklich.

$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Möchte man einfach nur mal in GNOME 3.12 reinschnuppern, dann ist es wohl das beste sich schnell die GNOME-3.12-Live-CD zu holen. Das ISO-Image passt leider nicht mehr auf eine CD, von daher müsst ihr es entweder auf eine DVD brennen oder am besten gleich auf einen USB-Stick schieben — Macht bei einer Test-Version sowieso mehr Sinn.

windows-fail

25. März 2014
von Christoph
8 Kommentare

Uops, Microsoft-Homepage erkennt Linux als Windows 8.1

Hab gar nicht bemerkt, dass ich mein System platt gemacht und Windows 8.1 installiert habe. Wo sind denn nun die ganzen Kacheln über die alle schimpfen? ;) Das Ganze funktioniert übrigens ohne Getrickse wie dem Ändern des User-Agents eures Browsers. Auch der Browser ist egal, Firefox und auch Google Chrome liefern Windows 8.1 als Ergebnis. Microsoft ist anscheinend nicht einmal in der Lage eine ordentliche Browserweiche zu schreiben…. So, jetzt darf der Troll wieder in seine Höhle.

Microsoft erkennt Linux als Windows 8.1

(Via Reddit)

piwik-wordpress

25. März 2014
von Christoph
7 Kommentare

Beim Veröffentlichen von WordPress-Posts eine Anmerkung in Piwik setzen

Seit der Version 1.10 lassen sich im freien Webanalytik-Tool Piwik Anmerkungen in der Zeitleiste setzen. So kann man zum Beispiel vermerken, dass man diese und jede Änderung an der Page gemacht hat und so später einmal nachvollziehen, was diese am Ende nun eigentlich gebracht hat. Als Blogger würde ich an dieser Stelle gerne nicht nur technische Änderungen abspeichern, sondern auch das Veröffentlichen einzelner Beiträge. Mit dem Piwik FeedAnnotation Plugin gibt es dafür eigentlich schon eine wunderbar einfache und flexible Lösung (da sie den RSS-Feed für Anmerkungen nutzt, funktioniert sie mit praktisch allen Publishing-Lösungen), doch das Plugin ist schon eine ganze Weile defekt, es arbeitet nicht mit Piwik 2.1 zusammen. Von daher habe ich mir eine eigene Lösung für WordPress gebaut, viel aufwändiger ist sie eigentlich auch nicht.

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watchever-raspberry-pi

25. März 2014
von Christoph
16 Kommentare

Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video und der Raspberry Pi

Ich bekomme inzwischen fast täglich per E-Mail die Frage gestellt, ob es denn irgendwie möglich sei auf einem Raspberry Pi mit XBMC (in Form von Raspbian oder OpenELEC) auch Videostreaming-Dienste wie Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video laufen lassen zu können. Die Antwort auf die Frage ist leider nicht so, wie die meisten hoffen, denn im Prinzip ist das technisch möglich. Dank Pipelight lassen sich inzwischen auch Silverlight-Streams unter Linux darstellen. Man muss auch nur wenig im Netz stöbern um Add-Ons im Netz zu finden, die die Streaming-Seiten aus XBMC heraus in einem Browser öffnen.

Allerdings gibt es hier in Bezug auf den kleinen Raspberry Pi ein Problem: Die Rechnerarchitektur! Pipelight nutzt mittels eines gepatchten Wines die originalen Windows-Binaries von Microsofts Silverlight. Diese funktionieren jedoch nur auf Computern mit x86-Architektur, der Raspberry Pi baut jedoch auf einem ARM-Prozessor auf. Das heißt für Raspbi-Fans: XBMC und Watchever und Co. passen generell schon halbwegs zusammen, doch in Kombination mit dem Raspberry Pi wird das nichts werden. Daher schreibt auch Michael Müller vom Pipelight-Team folgendes…

Sorry, but it is not possible to install Pipelight on ARM devices, since we use the original windows version of Silverlight/Flash/... which are only available for x86 processors. The only possibility to run these plugins on ARM devices is to emulate a x86 processor, but this is terrible slow and not suitable for video rendering.

Solange die Video-on-Demand-Anbieter in Deutschland geschlossen auf Silverlight setzen und auch Microsoft kein Silverlight für ARM-CPUs veröffentlicht, solange wird man wohl auch nicht Watchever und Co. auf dem Raspberry Pi benutzen können. Das ist leider sehr sehr schade, allerdings werden wir daran nichts ändern können. Microsoft scheint den VoD-Diensten derzeit wohl das beste DRM-Package anbieten zu können.

Von daher würde ich generell Raspbi-Fans empfehlen zusätzlich zum Raspberrry Pi auch noch einen Chromecast-Dongle an den Fernseher anzuschließen. Mit gerade einmal 35 Euro kostet der kleine HDMI-Dongle nicht gerade die Welt und wer sowieso schon ein Android-Handy oder -Tablet in den Händen hält, der kann so ohne weiteren großen Aufpreis Watchever und Co. auf den Fernseher beamen, auch wenn man keinen Smart-TV im Regal stehen hat.

css3-logo

25. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

Linktipp: CSS Diner bringt euch CSS-Selektoren mit Praxisbeispielen bei

Viele Blogger geben sich sehr sehr viel Mühe ihr Blog optisch ansprechend zu gestalten. Ausgehend von einem der unzähligen Templates für WordPress, Drupal und Co. baut man sich “sein” persönliches Blog zusammen — obwohl man mit ordentlicher Web-Entwicklung gar nichts am Hut hat und man sein Blog per Trial- and Error zusammenschustert.

Hat man den dreh einmal raus, ist das Umgestalten eines Templates per CSS gar nicht so schwer, die größte Hürde dabei ist in meinen Augen das Referenzieren der entsprechenden Elemente. Muss ich jetzt bsp {…}, .bsp {…}, #bsp {…} oder .bsp p {…} in die style.css schreiben? Was bezieht sich eigentlich auf was?

Das CSS Dinner erklärt CSS/Selektoren.

Wer sich ungern auf selfhtml.org in die Thematik der CSS-Selektoren einliest, der findet im CSS Diner eine praktische CSS-Lernhilfe. In 26 Leveln gilt es den richtigen Selektor zu finden. Links im CSS Editor trägt man seine Lösung ein, rechts in der HTML-Ansicht sieht man den HTML-Code der Dinge, die auf dem Tisch liegen. Das ganze Projekt ist dabei Open-Source, der Code liegt auf einem Github.

(Via Hacker News)

24. März 2014
von Christoph
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Hochzeitsseite als Linux-Terminal: Amrutha and Premjith heiraten!

Entschuldigt bitte die seichten Themen von heute, aber die Hochzeitsseite von Amrutha and Premjith darf man als Linux-Blogger einfach nicht außer acht lassen. Die zwei heiraten am 7. April dieses Jahren und haben eine Hochzeitsseite mit Informationen rund um die Feier ins Netz gestellt — in Form eine Linux-Systems. Von daher kann man den Zweien eigentlich nur noch sudo apt-get install love wünschen und hoffentlich gibt es auch einmal mit pacaur -S babystory eine Erfolgsgeschichte zu berichten!

sudo apt-get install wedding

(Via Reddit)

nautilus-anjuta

24. März 2014
von Christoph
5 Kommentare

Die GNOME-Shell öffnet unter Arch Linux Ordner mit Anjuta

Inzwischen habe ich eigentlich alle meine Rechner hier auf Arch Linux umgestellt. Als Desktopumgebung kommt dabei eigentlich immer die GNOME Shell zum Einsatz. Dabei fällt mir eines immer wieder unangenehm auf. Lasse ich aus einer Anwendung heraus eine Datei “im Ordner anzeigen”, dann öffnet sich anstatt Nautilus bzw. Files mit dem Verzeichnis die Entwicklungsumgebung Anjuta. Mir fällt das zum Beispiel immer wieder bei Shutter oder auch Google Chrome auf.

Öffnet man unter Arch Linux mit der GNOME-Shell Ordner aus Anwendungen heraus…

…dann meint sich leider allzu oft Anjuta einmischen zu müssen.

Das Problem lässt sich leider aus meiner Erfahrung heraus nicht graphisch lösen. In Nautilus fehlt bei Ordnern im Kontextmenü der Reiter “Öffnen mit”, in dem man die Zuordnung wie bei Dateien üblich korrigieren könnte. Weiß man man aber machen muss, ist die Lösung allerdings nicht sonderlich aufwändig, man muss sie nur in den Tiefen des Internets finden. In meinem Fall führte ein kurzer Beitrag auf bbs.archlinux.org zum Ziel, der auch gleich die Lösung des Problems beinhaltet. Die Ursache des Problems liegt in einem Bug, bei dem durch die Installation von Anjuta (oder auch andererer Apps) der Mime-Eintrag für Verzeichnisse verbogen wird, es gilt also diesen zu korrigieren.

$ xdg-mime query default inode/directory
anjuta.desktop

$ xdg-mime default nautilus.desktop inode/directory

$ xdg-mime query default inode/directory
nautilus.desktop

Die Befehle zeigen die verbogene Zuordnung von Ordnern an und korrigiere diesen gleich wieder. Unmittelbar nach dem Ausführen des zweiten Kommandos öffnen sich Ordner wieder mit Nautilus. Beachtet aber bitte, dass die Zuordnung nun nur für euren aktuellen Benutzer stimmt, bei anderen Usern des Systems öffnet sich nach wie vor Anjuta. Ihr müsst den zweiten Befehl daher für alle Benutzer des Systems ausführen, eine globale Lösung gibt es meines Wissens aktuell nicht.

//EDIT: Im AUR findet man mit gnome-defaults-list ein Paket, dass die Dateizuordnungen global für alle Benutzer des Systems korrigiert. Das ist für Mehrbenutzersysteme wahrscheinlich einfacher, als jedem User den Befehl zu vermitteln.

2048-icon

24. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

2048 als Bash-Script im Terminal spielen

Wie Chef, ich arbeite nicht genug? Bin immer abgelenkt? Mache alles, außer konzentriert ab meiner Arbeit zu sitzen? Ich hab hier doch nur ein paar Terminalfenster offen und administriere unserer Server… Wer von 2048 als Browser-Spiel oder auf dem Handy nicht genug bekommen kann, der kann es jetzt 2048 auch als Bash-Script im Terminal spielen ;)

2048 als Bash-Script.

(Via: Raschix)

Der Cirrus7 Nimbus kommt trotz flotter CPUs komplett ohne Lüfter aus.

24. März 2014
von Christoph
1 Kommentar

Lüfterloser Linux-PC Cirrus7 Nimbus gewinnt einen Red Dot Award 2014

Was haben ein Akkuschrauber von Black&Decker, ein Sportschuh von Adidas, der VW Golf, eine Nähmaschine von Pfaff, die R 1200 GS von BMW, eine Badezimmerarmatur von Laufen und ein Rührbecher von Bodum gemeinsam? Auf den ersten Blick sehr wenig, doch alle diese Produkte — und noch ein paar mehr — wurden letztes Jahr von einer internationalen Jury im Rahmen des renomierten Red Dot Design Awards für ihr herausragendes Produktdesign ausgezeichnet. Die Hersteller schmücken sich zu Recht sehr gerne mit dem Award.

Der Cirrus7 Nimbus gewinnt einen reddot award 2014.

In diesem Jahr gehört die kleine Computerschmiede Cirrus7 aus Esslingen bei Stuttgart mit dem lüfterlosen und von Haus aus mit Linux ausgestattete Kompaktrechner Cirrus7 Nimbus zu den Gewinnern! Das besondere am Nimbus ist zum einen das komplett lüfterlose Bauprinzip: Die Abwärme der CPU (wir sprechen hier nicht von abgespeckten Atom-CPUs, sondern von leistungsfähigen Core-Prozessoren mit bis zu vier Kernen und über 3 GHz) wird dabei über das aus Alu-Lamellen gefertigte Gehäuse abgeleitet und der Punkt, dass Cirrus7 seine Rechner ab Werk mit Linux ausstattet.

Im Kaufpreis inklusive ist ein vorinstalliertes Linux in Form von Ubuntu 12.04 oder 13.10, ein Windows gibt es nur gegen Aufpreis. Alternativ kann man sich aber auch andere Linux-Distributionen ab Werk auf dem Rechner installieren lassen — oder natürlich auch selber installieren, die von Cirrus7 verbaute Hardware ist durchweg Linux-kompatibel. Im Rahmen meines Blogs durfte ich auch schon einen ausführlichen Test des Cirrus7 Nimbus verfassen.Von daher möchte ich Felix Engemann und seinem kleinen Team recht herzlich zum Award gratulieren, viel Spaß auf der Preisverleihung!

(Quelle: Cirrus7)