Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

windows-terminal-icon

17. Juni 2013
von Christoph
14 Kommentare

Windows-Tipp: Eingabeaufforderung mit aktuellem Verzeichnis öffnen

Mit dem kleinen Tipp bin ich zwar ein wenig Off-Topic, aber wenn es das Windows-Leben einen Tick leichter macht, warum nicht? Wenn ich an einer Windows-Kiste hocke, dann meist wegen irgendwelchen Android-Flash-Tools, die es eben nur für Windows gibt. Ein reines Terminal-Tool — also praktisch einen Befehl — wie etwa adb.exe lässt sich aber nicht nicht einfach mit einem Doppelklick starten, man muss dem Programm ja noch irgendwelche Parameter mitgeben.

Der Windows Explorer kennt auch ein “Öffne Terminal hier”…

Dazu möchte also ein Terminal eine Eingabeaufforderung gestartet werden, man muss sich zum Verzeichnis mit der ausführbaren Datei durchhangeln und das Ding dann entsprechend aufrufen. Nervig, weil unter anderem Windows keine ordentliche Datei-/Ordnernamenergänzung kennt. Nun der Tipp: Haltet die Shift-Taste gedrückt und klickt mit der rechten Maustaste auf einen leeren Bereich im Explorer. In diesem Fall erscheint die Option “Eingabeaufforderung hier öffnen”, so wie man es bspw. von Nautilus und dem Paket nautilus-open-terminal kennt. Getestet habe ich es hier mit Windows 8, es müsste aber auch mit älteren Windows-Versionen funktionieren.

terminal-icon-hi

16. Juni 2013
von Christoph
6 Kommentare

Final Term bringt zahlreiche neue Ideen in das alte Thema Terminal-Emulator

Das gute alte Terminal: Für Linux-Einsteiger ist das Terminal immer wieder eine Krux — obwohl man es eigentlich gar nicht benutzen müsste, für so gut wie alles gibt es eine GUI-Weg. Linux-Power-User können jedoch kaum auf ein Terminal-Fensterchen verzichten. Wer im Terminal zurecht kommt, ist bei Vielem einfach deutlich schneller, als beim Klicken durch Fenster. Was ich aber nicht gedacht hätte ist,  dass man am Terminal-Emulator selber noch viel verbessern kann. Schaut euch daher mal Final Term genauer an, die Entwickler gehen mit viel Elan und vielen neuen Ideen an das Thema Terminal-Emulator heran.

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CPU-Z Android

15. Juni 2013
von Christoph
3 Kommentare

Hardware-Infos über Android mit CPU-Z jetzt als erste Beta

CPU-Z kennt man als Computer-Bastler als verlässliche Infoquelle über die in einem Rechner verbaute Hardware. So muss man als Supportler nicht erst den Rechner aufschrauben oder ins BIOS sehen, um herauszufinden was im Inneren des Computers arbeitet. Das praktische Tool gibt es nicht für Linux, dafür aber reichlich andere Wege um an Hardware-Infos zukommen. Als Open-Source-Alternative bietet sich etwa CPU-G an, das gute alte lshw-Kommando und vieles andere mehr.

CPU-Z
Download @
Google Play
Entwickler: CPUID
Preis: Kostenlos

Dafür aber haben sich die Entwickler von CPU-Z dran gemacht ihr kleines Tool auf Android umzusetzen. Seit kurzer Zeit findet ihr das kleine Tool als App im Play Store. Mächtig viel gibt es auf einem Androiden natürlich nicht zu entdecken, zudem merkt man der Anwendung noch den Beta-Status an — auf meinem Galaxy Nexus wird zum Beispiel die Display-Größe nicht korrekt angegeben — doch die Live-Ansicht der Sensoren ist durchaus interessant.

CPU-Z ist als erste Beta jetzt auch für Android erschienen.

JuiceSSH

7. Juni 2013
von Christoph
8 Kommentare

Android-SSH-Client JuiceSSH feiert Jubiläum, Pro-Version kostenlos

Wer sich ab und an von einem Androiden aus via SSH auf einem Linux-Rechner einloggen möchte, macht dies meist mit ConnectBot. Das Programm ist gut, es ist Open-Source, aber es hat dennoch Verbesserungspotenzial. Ein Punkt ist zum Beispiel die Eingabe von Steuercodes wie Strg+C oder Alt+Q, ohne das Hackers Keyboard ist man unter Android in dem Punkt hilflos.

JuiceSSH macht es einem hier leichter: Der SSH-Client für Android blendet über der eigentlichen Android-Tastatur noch Zusatztasten wie Ctrl, Alt, Tab oder Cursor-Tasten ein. So kann man recht bequem über SSH auch unter Android arbeiten. Auch sonst bietet die App eigentlich alles was das SSH-Herz begehrt, die Entwickler der App sind beide Vollzeit-Admins.

JuiceSSH ist in meinen Augen einen Tick besser als ConnectBot.

JuiceSSH ist im Gegensatz zu ConnectBot keine freie Software. Die Play-Store-Version ist in der Basisvariante kostenlos, über einem 4,99 Euro teuren In-App-Kauf kann man auf die Pro-Version umsteigen. Mit dieser kann man dass Port-Weiterleitungen einrichten, die App-Daten über einen Cloud-Speicher zwischen seinen Androiden abgleichen oder in Gruppen zusammenarbeiten.

Zur Feier der 100.000sten Installation der App haben die Entwickler ein Giveaway gestartet. Jeder User kann kostenlos auf die Pro-Version umsteigen. Tretet dafür einfach via Google+ der JuiceSSH-100k-Giveaway-Community bei und schreibt anschließend eine formlose E-Mail an die Entwickler unter 100k AT sonelli.com mit der E-Mail-Adresse eures Google-Accounts. Nach Abschluss der Aktion werden die Pro-Funktionen entsprechend aktiviert.

(Via: Reddit)

smartsteuer-logo

30. Mai 2013
von Christoph
24 Kommentare

Steuererklärung unter Ubuntu/Linux mit Smartsteuer.de erstellen

Die Steuererklärung unter Linux ist so ein Thema, das bislang einfach noch verdammt traurig besetzt ist. Das offizielle Tool ElsterFormular gibt es auch nach Jahren der Entwicklung lediglich für Windows-Systeme, Linux und sogar auch MacOS X bleiben nach wie vor komplett außen vor.  Elster macht es auch sehr deutlich, dass es neben der Windows-Variante in Zukunft kein weiteres OS unterstützt werden wird. Laut eigenen Aussagen konzentriert man sich ausschließlich auf die “zahlenmäßig stärkste Anwendergruppe”, eine plattformneutrale Version wäre Verschwendung von Steuermitteln. Als Linuxer muss man sich daher nach Alternativen umsehen, über Smartsteuer können auch Linuxer problemlos und ohne große Basteleien Ihre Steuererklärung einreichen.

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Dyn (ehemals DynDNS) macht Login alle 30 Tage zur Pflicht. Alternative? Selfhost.de

22. Mai 2013
von Christoph
57 Kommentare

Dyn (ehemals DynDNS.org) macht Login alle 30 Tage zur Pflicht. Alternative? Selfhost.de

Die E-Mail von Dyn oder früher einmal dyndns.org liegt schon eine Woche in meinem Postfach. Aber erst jetzt komme ich dazu mich ein bisschen um das Topic zu kümmern. Dyn nutze ich schon seit Urzeiten als DynDNS-Anbieter. Der Dienst löst einen Domain-Namen wie “beispiel.dyndns.org” zur eigenen Internet-IP auf, so dass man trotz dynamischer IP-Adresse des Internet-Anbieter jederzeit aufs eigene Serverchen zuhause zugreifen kann. In vielen Routern wie zum Beispiel den FRITZ!Boxen oder den WRT-Modellen von Linksys ist ein entsprechender DynDNS-Client bereits eingebaut. Den meisten hier dürfte ich dabei nichts neues erzählen.

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Umstieg von Google Talk auf Hangouts kappt Verbindung zu Jabber/XMPP

21. Mai 2013
von Christoph
17 Kommentare

Umstieg von Google Talk auf Hangouts kappt Verbindung zu Jabber/XMPP

Wie bei GMX oder Web.de war eure E-Mail-Adresse bei GMail nicht einfach nur eine “simple” E-Mail-Adresse, sondern auch ein Tor für das freie Chat-Protokoll XMPP bzw. Jabber, siehe zum Beispiel bei einfachjabber.de. So konnte man im Web-Frontend von GMail, in der GTalk-Android-App oder mit jedem freiem Jabber-Client wie Gajim, Pidgin, Miranda und Co. nach einer gegenseitigen Bestätigung des Kontakts von jedem angesprochen werden, der einen Jabber-Account seiner Wahl nutzte.

In anderen Worten: ICQ, MSN und Co als freies Protokoll, mit Open-Source-Anwendungen und auf Wunsch auch mit Audio- und Video-Chats und End-to-End-Verschlüsselung via OTR. Mit dem Umstieg von Google Talk zu Hangouts ist das nun aber auch Geschichte. Google schreibt auf Google Developers

Note: We announced a new communications product, Hangouts, in May 2013. Hangouts will replace Google Talk and does not support XMPP. The information in this Developer’s Guide pertains only to Google Talk.

In der Praxis bedeutet das nun für GMail-User, die bisher den XMPP-Chat nutzten, dass sie von ihren Jabber-Kontakten zwar noch als Online gesehen werden, doch Nachrichten kommen auf der Empfänger-Seite nicht mehr an.

Im GMail-Webfrontend oder der Hangout-App unter Android selber sieht man seine bisherigen XMPP-Kontakte überhaupt nicht mehr. In anderen Worten: Die Leitung zwischen GMail und XMPP ist mausetot, ohne dass der User irgendwie darüber informiert wird.

Meldungen über XMPP an eine GMail-Adresse versanden jetzt im Nirvana.

Damit macht Google sich mal wieder Freunde: Irgendwie stößt mir diese Änderung noch einen Tick übler auf, als das Ende des Google Readers. Wenn man sich einmal Tiny Tiny RSS aufgesetzt hat und sich an den neuen webbasierten RSS-Reader gewöhnt hat, dann ist das Ende des Readers nicht so wirklich übel. Mit dem Umstieg auf Hangouts wird man jedoch von heute auf morgen von allen seinen bisherigen Jabber-Kontakten abgeschnitten, ohne dass die von diesem Änderung überhaupt etwas mitbekommen.

Ich, für meinen Teil, habe GTalk recht gerne benutzt, so muss man nicht noch extra einen Jabber-Client laufen lassen. Egal wer von einem was wollte, egal ob dieser nun GTalk, GMail oder einen eigenen Jabber-Account in Betrieb hatte, am Ende fand man sich.

Nun können Google-User per Chat nur noch mit dem Rest der Google-Blase kommunizieren. Fehlt nur noch, dass auch irgendwann mal E-Mails G-Mails an Googles Mauern enden.

Der Tux zum Sonntag (XX)

18. Mai 2013 von Christoph | Keine Kommentare

Der Seelöwe hier ist ja auch ein ganz ordentlicher Troll. Erst scheucht er die armen Tuxe an Land und wenn er sie fast im Maul hat, macht er kehrt und watschelt zurück ins Wasser. Zum Glück für die Pinguine :)

GDM auf Dual-Monitor-System.

14. Mai 2013
von Christoph
6 Kommentare

GDM bei Dual-Monitor-Setup auf richtiges Display schieben

Der Displaymanager GDM 3.6 aus Ubuntu 12.10 hat noch bei einem Multi-Monitor-Setup das Login-Fensterchen auf beiden Displays angezeigt. Fand ich nicht wirklich sauber gelöst, aber wenigstens war das Login so auch immer auch auf dem “richtigen” Monitor sichtbar. Mit GDM 3.8 aus dem GNOME-PPA in Zusammenspiel mit Ubuntu 13.04 ist das nun nicht mehr der Fall. Das Login-Fenster wird nur noch auf einem Monitor angezeigt, in meinem Fall auf dem “Falschen”. Über die graphische Desktopumgebung lässt sich der primäre Monitor nicht bestimmen. Selbst wenn man in den Monitor-Einstellungen alles richtig einrichtet, bleibt GDM dabei das Login auf dem falschen Display anzuzeigen.

Richtet eure Monitore ordentlich im System ein.

Das Problemchen lässt sich jedoch relativ einfach beheben, indem man die Monitor-Konfiguration seines Benutzers GDM unterjubelt. Richtet dazu eure Monitore ordentlich über die Einstellungen ein und kopiert dann die Datei ~/.config/monitors.xml aus eurem Homeverzeichnis nach /var/lib/gdm/.config.

$ sudo cp ~/.config/monitors.xml /var/lib/gdm/.config

Von dort wird euer Monitor-Setup dann beim nächsten Login korrekt ausgelesen und GDM wandert automatisch auf den Bildschirm, auf dem ihr auch das Panel der GNOME-Shell anzeigen lasst. Zum Ändern des Setups kopiert ihr am besten die Datei erneut ins GDM-Verzeichnis.

Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 06/2013 online

13. Mai 2013
von Christoph
1 Kommentar

Lesestoff: Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 06/2013 online

Gerade eben ist die Ausgabe 06/2013 der unter der CC-BY-NC-ND lizenzierten Community-Edition der Linux User bei mir im Postfach gelandet. Da die Artikel wie immer interessant sind, möchte ich euch diesen Gratis-Lesestoff nicht vorenthalten. Das PDF findet auf der Homepage des Magazins oder auch gleich unter diesem Link. Mit einem Artikel zum Cloudspeicherdienst AeroFS ist auch von mir mal wieder was in der LU enthalten. Viel Spaß beim Lesen!

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