Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

OpenShot Video Editor sucht Finanzierung über Kickstarter

19. März 2013
von Christoph
3 Kommentare

OpenShot Video Editor sucht Finanzierung über Kickstarter

Gute Open-Source-Software gibt es so für so gut wie jeden alltäglichen Anwendungszweck, nur auf wenigen Gebieten hat es noch wirklich brach liegende Felder. Eines dieser Gebiete ist in meinen Augen das Feld der Video-Editoren. Linuxer sind hier mit dem OpenShot Video Editor zwar schon recht gut versorgt, doch erstens könnte OpenShot selber noch besser werden und zweitens gibt es OpenShot bisher eben nur für Linux. Wer Windows oder MacOS X laufen lassen möchte, der hat bisher noch keine wirkliche Auswahl.

Die OpenShot-Entwickler möchten dies nun ändern, in Zukunft soll es OpenShot für Linux, Windows und auch den Mac geben. Dazu braucht es allerdings Zeit und damit auch Geld, die/das sich die Macher hinter dem Projekt auch nicht aus den Rippen schneiden können. Daher sucht Jonathan Thomas, CEO von OpenShot Studios, dem Unternehmen hinter dem OpenShot-Projekt, via Kickstarter Unterstützer, die das Projekt mit ein bisschen Geld voran treiben möchten. Schon ab einem Dollar kann man sich in die Liste der Spender eintragen.

Das Ziel ist es über die nächsten 28 Tage über 20.000 US-Dollar zu sammeln, ab einem Dollar sind Spenden möglich. Neben den Version für Windows und Mac soll in diesem Zug auch gleich massiv Änderungen an OpenShot selber vorgenommen werden. Dazu wird die Video-Editing Engine auf alle Systeme portiert und auch zum Beispiel die Zeitleiste auf  HTML5, JQuery, CSS und WebKit umgestellt. So lässt sich die GUI einfacher auf andere Systeme portieren und auch einfacher “Skinnen”, so dass letztendlich auch Linux-User von der Portierung profitieren, da OpenShot in Zukunft moderner Aussehen wird.

Im Kickerstart-Projekt heißt es, dass man mit ersten Betas der neuen Version im November/Dezember gerechnet wird. Weiterhin bleibt OpenShot freie Software unter der GPL. Das heißt, dass weitere Projekte von der von OpenShot geleisteten Arbeit profitieren können, da der Code frei nutzbar bleibt. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn die Kickstarter-Initiative erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Der Google Reader wird eingestellt

14. März 2013
von Christoph
33 Kommentare

F&!§ Google! Der Google Reader wird eingestellt!

Entschuldigt bitte die einleitenden Worte, aber heute macht sich Google bei mir — und wohl auch anderen — Power-Usern so richtig beliebt. Erst kicken sie alle Adblocker für Android aus dem Play Store und nun stellen sie auch noch den Google Reader ein. Im offiziellen Google Reader Blog heißt es recht lapidar, dass die Nutzung des Readers abgenommen hat und man ihn zusammen mit ein paar anderen Google-Diensten einstellt.

We have just announced on the Official Google Blog that we will soon retire Google Reader (the actual date is July 1, 2013). We know Reader has a devoted following who will be very sad to see it go. We’re sad too.

There are two simple reasons for this: usage of Google Reader has declined, and as a company we’re pouring all of our energy into fewer products. We think that kind of focus will make for a better user experience.

Wer  so wie ich auf einen web-basierten RSS-Reader angewiesen ist (ich arbeite immer wieder von verschiedenen Systemen aus, und habe wenig Lust immer wieder an den selben News vorbeizuscrollen), der muss sich also nach einer Alternative umsehen. Feedly springt natürlich gleich in die Bresche und zaubert — passend zum Ende des Google Readers — mit Normandy eine Feedly-Clone der Google Reader API hervor, so dass man recht nahtlos umziehen kann.

Alternativ gibt es mit Tiny Tiny RSS natürlich auch noch eine Open-Source-Option, Gregarius das ich früher recht gerne verwendet habe, wird dagegen leider schon länger nicht mehr weiterentwickelt. selfoss und rssLounge habe ich selber noch nicht ausprobiert, in den nächsten Tagen werde ich mit Sicherheit mal einen Vergleich der drei Open-Source Optionen starten.

Google macht sich VIELE Freunde, keine Ad-Blocker mehr im Android Play Store

14. März 2013
von Christoph
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Google macht sich VIELE Freunde, keine Ad-Blocker für Android mehr auf Google Play

Google macht sich gerade viele Millionen Android User als neue Freunde, denn seit heute gibt es im Play Store keine Adblocker für Android mehr. Kein Ad Blocker, kein Adblock Plus, kein AdAway. Mehr als eine Fehlerseite bekommt man nicht mehr zur Gesicht. Eine Suche direkt im Play Store bringt auch nichts, die Apps sind weg. Schuld daran ist Google, die erstmals ihre Vertriebsvereinbarungen für den Play Store gegen Werbeblocker-Apps durchsetzen.

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Watchever auch auf dem Android-Handy, mit dem Market Helper

13. März 2013
von Christoph
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Watchever auch auf dem Android-Handy, mit dem Market Helper

Über den Film- und Serien-Streaming-Dienst Watchever habe ich ja schon einmal ein paar Worte fallen lassen. Ich mag den Dienst eigentlich ganz gerne, da er eine solide Android-App in Petto hat, allerdings gibt es da zwei Haken. Zum einen weigert sich die Watchever-App auf gerooteten Androiden zu laufen, mit der “richtigen” Superuser-App lässt sich das Problem allerdings umschiffen und Watchever auf auf Root-Androiden starten. Das zweite Problemchen ist, dass Watchever seine App bislang nur für Android-Tablets anbietet. Warum? Keine Ahnung, mit dem Market Helper kann man aber auch dieses Hürde umgehen.

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OneTab archiviert offene Chrome-Tabs und schon so den Arbeitsspeicher

11. März 2013
von Christoph
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OneTab archiviert offene Chrome-Tabs und schont den Arbeitsspeicher

Gehört ihr auch zu den Websurfern, die eine ganze Reihe von offenen Tabs “für später” mit sich rumschleppen? Ich hab mich leider auch zu so einem Tab-Messi entwickelt. Seiten, die ich noch in irgendeiner Art verarbeiten möchte, die mir aber auch kein Bookmark wert sind, lasse ich meist offen — bis ich sie eben nicht mehr brauche. Manchmal dauert das einen Nachmittag, manchmal Tage, manche Tabs schleppe ich schon gefühlte Ewigkeiten mit mir rum.

Außer der Unordnung auf dem Desktop gibt es dadurch ein Problem, der Arbeitsspeicher läuft dank eines speicherhungrigen Chrome-Browser recht schnell voll. Gerne schnappt sich der Browser mehr als zwei GByte Arbeitsspeicher. RAM der dann später für eine virtuelle Maschine oder andere Spielereien schmerzlich vermisst wird. Gerade auf älteren Maschine finde ich, dass man das stark spürt.

Chrome schluckt bei vielen geöffneten Tabs reichlich Arbeitsspeicher.

Für Chrome/Chromium-User gibt es jetzt mit der Erweiterung OneTab eine kleine Abhilfe. Sie schaufelt alle geöffneten Tab auf eine Seite und räumt den Speicher leer. In meinem Beispiel hier sinkt der Speicherverbrauch von Chrome etwa von fast 1,8 GByte auf “nur” noch 615 Mbyte. Ein Drittel des Arbeitsspeicher wird also freigemacht. Aus dem OneTab-Tab lassen sich die Seiten dann wieder mit einem Klick wiederherstellen. Als Bonus-Feature kann man die Liste als Web-Seite teilen und bei Bedarf als Textdatei ex- und wieder importieren.

OneTab kombiniert alles offene Tabs zu einem und archiviert sie für später.

 

Steam für Ubuntu im Software-Center, viele Titel stark reduziert

15. Februar 2013
von Christoph
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Steam für Ubuntu im Software-Center im Kurztest, viele Titel stark reduziert

Seit heute ist Steam für Ubuntu ganz offiziell im Software-Center der Distribution zu haben. Wer sich den kostenlosen Client auf seinem System installiert, Pakete gibt es für 32- und für 64-Bit Ubuntus, der kann sich jetzt recht einfach eine ganze Reihe von Games auf seinem Linux-Rechner holen. Für den Start gibt es exakt ein hundert Linux-Titel, darunter doch sehr populäre — aber auch ältere — Spiele wie Serious Sam 3, Counter-Strike: Source oder Halflife. Daneben gibt es zahlreiche Games, die man schon aus den unzähligen Humble-Indie-Bundles kennt, im aktuellen Aufgebot. Zur Feier der Stunde gibt es zudem einen massiven Sale, bis zum Donnerstag den 21. Februar um 19 Uhr gibt es sämtliche Linux-Spiele zum Sonderpreis, wer Steam also einmal testen möchte, der sollte es jetzt tun. Weiterlesen →

alleskino.de, neue Online-Plattform für deutsche Filme, auch für Linuxer?

13. Februar 2013
von Christoph
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alleskino.de, neue Online-Plattform für deutsche Filme, auch für Linuxer?

Irgendwie beschäftige ich mich die letzten Tage immer wieder mit Video-Streaming-Portalen, von daher darf auch ein kurzer Beitrag über das gerade heute gestartete alleskino nicht fehlen. Der Dienst möchte nicht eine allumfassende Online-Videothek werden, es geht — wie der Name des Unternehmens “Schätze des deutschen Films GFT GmbH” vermuten lässt — um Filme aus Deutschland, von vorvorgestern bis heute. Im Gegensatz zu Lovefilm oder Maxdome setzt der neue Dienst nicht auf Silverlight als Browser-Plugin, sondern ganz “normal” auf Flash, so dass man alleskino auch recht gut unter Linux benutzen kann.

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ZDF-Live-Streams mit Totem oder anderen Medienplayern wie VLC oder mplayer abspielen.

12. Februar 2013
von Christoph
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ZDF-Live-Streams mit Totem oder anderen Medienplayern wie VLC oder mplayer abspielen

Das ZDF hat heute angekündigt, dass man das TV-Bild des Senders plus der Spartenkanäle ZDFneo, zdf.kultur und ZDFinfo über das Internet ansehen kann. Dazu geht man einfach auf die Seiten der ZDFmediathek und sucht sich aus der linken Spalte den gewünschen Sender heraus. Mit einem halbwegs flotten Rechner und Adobe Flash funktioniert das Ganze auch ganz passabel, allerdings kommen mir die üblichen “Flash-Stream”-Macken in die Quere.

Update 16.06.2014: Die Informationen in diesem Beitrag sind inzwischen überholt. Ich haben den Artikel in ARD- und ZDF-Live-Streams der Fußball-WM im Browser, auf dem Handy oder in VLC ansehen überarbeitet.

Der Bildschirmschoner springt während des Streams an, das Bild lässt sich nicht in ein kleines Fenster stecken und auf Dualmonitor-Setups wird das Vollbild wieder klein, sobald man den aktiven Bildschirm verlässt. Daher finde ich es recht praktisch die Streams mit genauso wie bei der ARD mit VLC abzuspielen, was natürlich auch im Falle der ZDF-Live-TV-Streams funktioniert.

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Was ist los mit VirtualSat? Streams streamen nicht? Webseite down?

11. Februar 2013
von Christoph
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Was ist los mit VirtualSat? Streams streamen nicht? Webseite down?

Ich hatte in der Vergangenheit ein paar mal über den TV-Streamingdienst VirtualSat geschrieben. Der Dienst machte über eine längere Zeit eigentlich einen sehr guten Eindruck. Man arbeitete an verschiedenen Anwendungen, selbst Linux hatte man auf dem Programm, es gab eine Android-App und mit VLC ließ sich das TV-Programm ebenfalls streamen. Sondertarife machten es sehr attraktiv den Dienst gleich für ein ganzes Jahr im voraus zu bezahlen. In der letzten Zeit häufen sich allerdings kritische Stimmen im Netz, Nutzer berichten von Ausfällen, das offizielle VirtualSat-Forum wird zuerst stark moderiert (man möge auch zensiert sagen), dann geschlossen und auch die Facebook-Seite verschwindet im Nirvana. Jetzt sind die Zugänge im Augenblick komplett abgeschaltet und auch die Webseite ist offline, was ist los mit VirtualSat?

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