Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Über Amazon gekaufte Android-Apps sind verdongelt

31. August 2012
von Christoph
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Über Amazon gekaufte Android-Apps sind verdongelt

Seit heute gibt es ja bei Amazon nicht nur Bücher, DVDs, Elektronik und Waschmittel, sondern auch Android-Apps. Damit macht Amazon in den USA schon länger  Google Konkurrenz, nun startet der Dienst auch ganz offiziell in Deutschland. Da der Amazon-Appstore eigene Deals mit den Entwicklern macht, entgeht Google hier Ertrag. Besonders auf dem Kindle-Fire ist der Store stark, da hier sämtliche Amazon-Inhalte und auch E-Books nahtlos integriert sind. Um den Leuten den Amazon-Store schmackhaft zu machen lockt Amazon täglich mit einem Deal: Jeden Tag gibt es eine App für umsonst. Gestern war es bspw. der Spiele-Klassiker (so muss man den Titel wohl langsam schon nennen) Angry Birds.

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KiTTY ist ein Fork des freien SSH-Clients PuTTY mit erweiterten Funktionen

31. August 2012
von Christoph
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KiTTY ist ein Fork des freien SSH-Clients PuTTY mit erweiterten Funktionen

Die meisten von euch werden den häufig unter Windows eingesetzten SSH-Client PuTTY kennen, aber habt ihr schon einmal etwas von KiTTY gelesen? KiTTY ist ein auf PuTTY 0.62 aufbauender Fork des beliebten Programms, der dem Vorbild ein bisschen Feuer unter dem Hintern machen möchte. Eigentlich habe ich an PuTTY nie wirklich viel vermisst – imho hat das Programm viel zu viele Schalter und Optionen, unter Linux reicht mir immer ein ssh ;) – aber wer zum Beispiel richtig viele Server zu verwalten hat, der wird sich über die Session-Filter-Funktion freuen. Damit lassen sich die einzelnen Logins in verschiedenen Ordnern speichern. Eine vollständige Übersicht über die Änderungen findet ihr auf der Homepage des Projekts.

Der Fork KiTTY des beliebten SSH-Clients PuTTY unter Windows 7.

Schaut man sich das Changelog von KiTTY an, dann sieht man dass KiTTY nicht als Fire&Forget-Projekt angelegt ist. Der Entwickler baut nach dem Release einer neuen PuTTY-Version auch immer wieder auch sein KiTTY neu, so baut die aktuelle Kitty-Ausgabe auch auf die aktuelle PuTTY-Version auf. Ewig mitgeschleppte Sicherheitslücken sind also nicht zu erwarten. Einziger “Haken” an KiTTY scheint zu sein, dass man sich auf Windows konzentriert und nur für dieses System Binaries baut. In meinen Augen ist das sehr zu verkraften, da ich PuTTY eigentlich wirklich nur unter Windows nutze.

(Via: Reddit, Bildquelle: Monica R, CC-BY, Flickr)

Cross-Plattform-Trojaner BackDoor.Wirenet.1 für Linux und MacOS X

30. August 2012
von Christoph
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Cross-Plattform-Trojaner BackDoor.Wirenet.1 für Linux und MacOS X

Das russische Virenscanner-Labor Doctor Web hat erstmals einen Trojaner ausfindig gemacht, der sowohl unter MacOS X wie auch Linux lauffähig ist. Die BackDoor.Wirenet.1 genannte Malware arbeitet als Keylogger und scannt nach Passwörtern in zahlreichen Programmen wie Opera, Firefox, Chrome und Chromium, Thunderbird, SeaMonkey und aber auch Pidgin. Alles Kandidaten, die auch auf vielen Linux-Desktops anzutreffen sind.

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WikiVS stellt Vergleiche im Wiki-Stil an

29. August 2012
von Christoph
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WikiVS stellt Vergleiche im Wiki-Stil an

Als kurzen Link-Tipp möchte ich euch WikiVS an die Hand geben: Wenn ihr auf der Suche nach Vergleichen seid, wo bspw. der Unterschied zwischen Vim und Emacs liegt, was Lighttpd von nginx unterscheidet, oder was die Vor-/Nachteile von Ext4 gegenüber btrfs sind. Also um es kurz zu machen, wenn ihr klassische Foo-vs-Bar-Fragen habt, dann kann dieses Vergleichswiki ganz praktisch sein. Es ist recht ähnlich zu VERSUS IO oder vsChart, allerdings wird nicht nur Stichpunktartig verglichen.

WikiVS vergleicht im Wikipedia-Stil Produkte miteinander.

WikiVS ist recht ausführlich, wenn es um IT-Themen und auch Programme aus der FOSS-Szene geht. Manche Artikel sind aber auch noch ziemlich knapp gehalten. Technisch setzt das Projekt genauso wie die Wikipedia auf MediaWiki auf. Leider habe ich aber keine Lizenz gefunden, unter der die Beiträge stehen sollen. Dazu schweigt sich WikiVS bislang noch komplett aus, hier sollte man schnell eine CC-Lizenz nachrüsten, bevor man später in Teufels Küche kommt und die Hälfte der Inhalte neu schreiben darf.

GNOME-Shell-Erweiterung auf Basis von Disper für Dual-Display-Systeme

29. August 2012
von Christoph
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GNOME-Shell-Erweiterung auf Basis von Disper für Dual-Display-Systeme

Sehr praktische Erweiterung für alle, die mit der GNOME-Shell arbeiten, ihr Notebook öfters an einen externen Monitor oder einen Beamer anschließen und nicht lange in den Display-Einstellungen rumhantieren möchten. Mit Disper gibt es ein Kommandozeilen-Tool, das über die xrandr oder die nvidia-settings die Auflösung und das Monitor-Setup des Systems ansprechen kann. Disper Displays ist nun eine Erweiterung für die GNOME-Shell, die wiederum Disper nutzt um das Display zu wechseln, das Display zu klonen oder über die angeschlossenen Bildschirme zu strecken.

Mit Disper und der passenden Erweiterung für die GNOME-Shell schaltet man zwischen den Displays um.

Vorraussetzung für die Erweiterung ist die Installation von Disper (gibt es ab Ubuntu 12.04 und auch für zahlreiche andere Distributionen) und natürlich die GNOME-Shell. Laut den Kommentaren soll sie hauptsächlich mit dem proprietären Nvidia-Treiber zusammenarbeiten, allerdings nutzt Disper xrandr, von daher sollte das Shell-Tool wie auch die Erweiterung mit anderen Grafikkarten laufen.

$ sudo apt-get install disper

Getestet habe ich die Lösung auf einem Testsystem mit Ubuntu 12.10. Dort muss man die Versionsnummer der Erweiterung in der metadata.json des Add-Ons anpassen und bekommt sie auch auf so unter der GNOME-Shell 3.5.4 zum Laufen, allerdings funktionierte bei mir nur das Umschalten zwischen primären und sekundären Display zuverlässig, die anderen Modi erzeugten Grafikmüll auf dem Schirm. Speichert daher vor einem Test wichtige Dokumente ab, nicht dass ihr den Xserver killen müsst und wichtige Daten verliert, andere Systeme habe ich leider gerade nicht zur Hand.

(Via: World of GNOME)

Gimp 2.8.2 für Ubuntu 12.04 und Linux Mint 13

29. August 2012
von Christoph
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Gimp 2.8.2 für Ubuntu 12.04 und Linux Mint 13

Die Tage hat uns wieder eine schöne Nachricht aus dem Gimp-Lager erreicht. Mit der Version 2.8.2 gibt es ein kleines Update des Bildbearbeitungsprogramm. Großartig geändert hat sich bislang noch nichts, aber nach einem großen Release wie eben Gimp 2.8 kommt einiges an Bugfixen zusammen. Für Ubuntu- und Linux-Mint-User hat sich wieder Thorsten Stettin ins Zeug gelegt und in seinem PPA Pakete für Ubuntu “Precise Pangolin” 12.04 und Linux Mint 13 (Maya) geschnürt. Das PPA hatte ich ja schon einmal zum Release von Gimp 2.8.0 vorgestellt, mich hat es in der Zwischenzeit nie im Stich gelassen.

$ sudo add-apt-repository ppa:otto-kesselgulasch/gimp
$ sudo apt-get update && sudo apt-get install gimp

Die Pakete sind nicht ungetestet, sie wurden im Vorfeld schon im gimp-experimental Zweig von Thorsten öffentlich getestet. Ihr könnt also davon ausgehen, dass das von Thorsten gebaute Gimp gut läuft. Zu Gimp 2.8 muss ich glaube ich nicht viel sagen, alleine der Einfenster-Modus ist ein Update wert.

Gewöhnen muss man sich an die Tatsache, dass Gimp nur noch im xcf-Format speichert und andere Formate exportiert werden möchten, Onli hatte sich in seinem Blog darüber Gedanken gemacht. Ich für meinen Teil finde den Schritt konsequent, da das native Format von Gimp eben das hauseigene xcf ist. Nur so bleiben Layer und Masken erhalten. Den Griff zu Strg+E lernt man schnell, so dass man sich nicht wirklich grob umstellen muss.

Gimp 2.8.2 im Einfenstermodus unter Ubuntu 12.04

Aufgaben und To-Dos mit Holly online managen

28. August 2012
von Christoph
3 Kommentare

Aufgaben und To-Dos mit Holly online managen

Mit Sicherheit könnt ihr euch an den webbasierten kolaborativen Editor Etherpad erinnern, der dank Open-Source mittlerweile in zahlreichen Instanzen wie etwa dem PiratePad oder dem  Piratenpad zum Einsatz kommt. Ein ähnliches Prinzip wurde mit Holly nun in einer Aufgabenverwaltung umgesetzt. Der Tasker kommt ebenso wie Etherpad ohne Logins aus und kann gemeinsam im Team genutzt werden.

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Chromes PPAPI-Flash "Pepper" macht den Browser träge.

19. August 2012
von Christoph
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Chromes PPAPI-Flash “Pepper” macht den Browser träge

Google macht ja seit Februar dieses Jahres mit Adobe gemeinsame Dinge in Bezug auf Flash. Das bislang für alle Web-Browser brauchbare Adobe-Flash-Plugin für Linux wurde zugunsten eines neuen Moduls, das die brandneue Pepper Plugins API des Chrome/Chromium-Browsers unterstützt, komplett eingestellt. Andere Browser-Hersteller wie Mozilla haben bislang wenig Interesse an PPAPI gezeigt. Flash-Updates gibt es für Linux daher nur noch, wenn man den Google-Browser benutzt. Dumm nur, wenn das Pepper-Flash nicht wirklich brauchbar läuft, auf einem Testsystem von mir erzeugt das Modul beim Öffnen von Flash-Seiten massive Last und lässt die Webcam durchdrehen.

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Pylyglot vergleicht Übersetzungen in freier Software

17. August 2012
von Christoph
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Pylyglot vergleicht Übersetzungen in freier Software

Die Arbeit an der Lokalisierung einer Anwendung hört sich einfach an, sie ist es aber nicht wirklich. Man sollte nicht blindlings String für String übersetzen, sondern sich an gewohnte Ausdrücke halten, so dass die die selben oder ähnliche Begriffe über verschiedene Anwendungen auch wieder gleich heißen. Pylyglot ist ein Web-Frontend, das die Übersetzungen zahlreicher freier Anwendungen kennt, wenn man also schnell wissen möchte wie Andere Projekte einen String übersetzt haben, dann kann man auf der Webseite schnell den Begriff nachschlagen.

Das Projekt stammt aus der Feder von Og Maciel, der schon viel für die portugiesische Übersetzung von Ubuntu gemacht hat. Kein Wunder, dass die so schnell mit der Übersetzung sind, wenn man so praktische Tools in der Hinterhand hat. Leider musste er den Support für Google Translate aus seiner Web-App gestrichen, die Nutzung der API war nicht mit seiner Anwendung in Einklang zu bringen. Das nächste interessante Open-Source-Programm ohne deutsche Übersetzung kommt bestimmt, vielleicht zeigt sich Pylyglot für euch in Zukunft von nutzen.

Pylyglot vergleicht Übersetzungen in freier Software.

(Quelle: Journal of An Open Sourcee)

Tomdroid 0.7 kann nun auch Tomboy-Notizen editieren und bekommt einen Tablet-Modus

17. August 2012
von Christoph
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Tomdroid 0.7 kann nun auch Tomboy-Notizen editieren und bekommt einen Tablet-Modus

Das Notizbuch Tomboy war mal ein absoluter Ubuntu-Liebling. Extra wegen dem kleinen Notizbuch musste das komplette Mono-Framework auf dem knappen Speicherplatz der Ubuntu-CD einen Platz finden. Mit Ubuntu 12.04 ist das ja Geschichte: Statt Banshee gibts ja jetzt Rhythmbox in der Standard-Installation und Tomboy wurde ersatzlos gestrichen. Damit braucht keine vorinstallierte Ubuntu-Anwendung mehr Mono und somit ist  .NET-kompatible Entwicklungs- und Laufzeitumgebung komplett aus der Distribution geflogen. Auch sonst ist Tomboy mittlerweile mehr oder minder ein nicht mehr geliebtes Stiefkind, die direkte Integration der Notizfunktion in Ubuntu One gibt es nicht mehr und auch die Synchronisation auf dem Desktop möchte bei mir nicht mehr funktionieren. Schade eigentlich, denn jetzt endlich bekommt Tomdroid – eine Android-Implemenationation von Tomboy – einen Bearbeitungs-Modus, so kann die App endlich mehr als nur seine Notizen einsehen.

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