Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Mit BBQScreen den Bildschirminhalt des Android-Handys als Video auf den Linux-PC streamen.

8. Mai 2013
von Christoph
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Mit BBQScreen den Bildschirminhalt des Android-Handys als Video auf den Linux-PC streamen

Ich sehe immer mal wieder Android-User, die es sich wünschen das Bild des Handys als Video-Stream auf dem PC-Desktop zu sehen. Ein Usecase dafür ist zum Beispiel die Präsentation einer Android-App oder einer bestimmten Funktion auf dem Handy. Unter iOS geht das mit AirPlay relativ leicht, unter Android muss man bislang eher kruder Mittel bedienen. So gibt es diverse Lösungen, die Screenshot auf Screenshot erstellen und diese dann als “Video” auf dem PC präsentieren. BBQScreen arbeitet hier anders, die App liest den Inhalt des Grafikspeichers aus und streamt diesen dann als Video auf den PC. So kommt BBQScreen auf bis zu 25 FPS, braucht dafür allerdings Root-Rechte auf dem Handy.

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64-Bit Ubuntu

7. Mai 2013
von Christoph
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Getlibs für aktuelle Ubuntu-Versionen (getestet auf Ubuntu Raring Ringtail 13.04)

Früher ™ gab es mal ein praktisches kleines Tool namens Getlibs. Es diente dazu 32-Bit Bibliotheken auf einem 64-Bit Ubuntu (oder auch anderen Distrubutionen) zu installieren. So konnte man sehr einfach 32-Bit Programme unter einem 64-Bit Linux laufen lassen, auch wenn es die nötigen Bibliotheken nicht gleich mitbringt. Vor einigen Jahren musste man sich zum Beispiel bei Skype oder Zattoo damit rumschlagen, heute ist das aber meist nicht mehr nötig.

[UPDATE...] Ach, vergesst bitte gleich den ganzen Getlibs-Schmarn. Multiarch ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Aber dass es so einfach ist, wusste ich nicht. Wenn ihr also eine Bibliothek — oder was auch immer sonst — braucht, dann hängt einfach ein :i386 an den Paketnamen. Mit dem Auruf…

$ sudo apt-get install libqt5gui5:i386

…landet also die Bibliothek libqt5gui5 inklusive aller 32-Bit Abhängigkeiten auf eurem System, ohne dass man groß was basteln muss. Und damit könnt ihr den Rest des ganzen Beitrags gleich wieder knicken und ab in den Kompost schicken. [/UPDATE]

Inzwischen ist die Version 2.06 von Getlibs jedoch kaputt. Man kann die Anwendung zwar noch installieren und aufrufen, und selbst beim Installieren von 32-Bit Bibliotheken wird kein Fehler im Terminal ausgegeben, das 32-Bit Programm möchte aber dennoch nicht laufen. Der Grund dafür ist, dass sich seit Ubuntu “Natty” 11.04 der Speicherort der 32-Bit Librarys geändert hat. Getlibs wurde auf diese Neuerung hin nie aktualisiert…

  • /lib32/-> /lib/i386-linux-gnu
  • /usr/lib32/ -> /usr/lib/i386-linux-gnu

Da ich gerade selber vor dem Problem stand ein 32-Bit Programm auf meinem 64-Bit Ubuntu 13.04 laufen lassen zu wollen, zu dem eben die nötigen  32-Bit Bibliotheken fehlten, habe ich einen Fork der letzten Getlibs-Version 2.06 erstellt, diesen für aktuelle Ubuntus fit gemacht und ihn in meinem GitHub als Getlibs 2.07 online gestellt. Ihr könnt das aktualisierte Getlibs dementsprechend über die Kommandos…

$ wget https://gist.github.com/linuxundich/5536156/raw -O ~/bin/getlibs
$ chmod +x ~/bin/getlibs

…auf eurem Ubuntu installieren. Zur Bedienung verweise ich auf das sehr gut geschriebene Wiki bei den Ubuntuusers. Getestet habe ich die Version nicht breit, sondern nur auf meinem Ubuntu 13.04, aber ich denke die aktualisierte Version des Skripts sollte auf allen noch unterstützten Ubuntu-Versionen funktionieren. Solltet Ihr Probleme entdecken, dann meldet euch bitte bei mir.

Andreas und seine Erfahrungen mit dem cirrus7 one

6. Mai 2013
von Christoph
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Andreas und seine Erfahrungen mit dem cirrus7 one

Vor mehr als einem Jahr hatte ich, Andreas Erhard, wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hier auf linuxundich.de beim Weihnachtsgewinnspiel den Hauptpreis gewonnen und euch kurz danach auch schon von meinen ersten Erfahrungen berichtet. Jetzt habe ich den cirrus7 one schon eine ganze Weile und kann mir ein Arbeiten, Lernen und Surfen ohne ihn nicht mehr vorstellen. In diesem Blogartikel will ich euch über meine Erfahrungen mit dem cirrus7 im täglichen Betrieb und meine kleine Festplatten-Aufrüst-Aktion berichten.

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Paranoid Android

3. Mai 2013
von Christoph
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Paranoid-Androids neuem “HALO”-Multitasking

Aktuell fahre ich mit Android Revolution HD als Custom-ROM auf meinem Galaxy Nexus sehr gut. Man bekommt ein Stock-Android mit ein paar Tuning-Elementen, die in der Tat noch ein bisschen mehr aus der doch nicht all zu schnellem Dual-Core-CPU holen. Allerdings gibt es ein paar Custom-ROMs, die in der Tat interessante Neuerungen in ihre Firmware einbauen. Besonders Paranoid Android arbeitet immer wieder an neuen Ideen. So haben die ROM-Köche als erstes ein “Hybrid-Android” gebaut, so dass man zwischen Handy- und Tablet-Layout wechseln kann. Und auch ein Pie-Menü, bei dem man die virtuellen Buttons ausblenden kann, kommt aus Paranoid Android.

Mit Halo-Multitasking bauen die PA-Entwickler nun aber weiter an interessanten Features ihres ROMs. Halo nimmt dabei deutliche Anleiten an die mit Facebook-Home eingeführten Chat-Heads. Die “Notification Bubbles” schweben praktisch über dem eigentlichen Inhalt der App im Vordergrund, ohne dabei groß Platz in Anspruch zu nehmen. Ruft man sie auf, kann man kurz eine Antwort eingeben. Klickt man an eine freie Stelle auf dem Display, ist man umgehend wieder zurück in der alten App. So kann man nahtlos arbeiten, ohne zwischen Apps hin- und herwechseln zu müssen. Ich bin mal gespannt, wie das fertige Feature aussehen wird.

Watchever auch auf dem Android-Handy, mit dem Market Helper

2. Mai 2013
von Christoph
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Watchever Lite streamt nun Watchever-Filme auch aufs Handy

Der Streaming-Dienst Watchever hat nun nachgelegt und mit Watchever Lite seine Android-App auch fit fürs Handy gemacht. Damit braucht es keinen miesen Workaround mehr, der die bisher nur für Android-Tablets gedachte auch auf Handys zum Laufen gebracht hat. Watchever Lite ist jedoch in der Tat “light”: Mit der App kann man nur Filme ansehen, die man zuvor in seine Watchliste hinzugefügt hat. Das gesamte Repertoire von Watchever lässt sich mit der Handy-App nicht durchsuchen, allerdings reicht zum Durchstöbern und Bookmarken auch ein simpler Browser aus. Unter Linux lässt sich Watchever leider dank Silverlight nicht wirklich nutzen, allerdings funktioniert die Seite — bis eben auf das Streamen von Videos — auch unter Linux problemlos.

Watchever Light auf einem gerooteten Galaxy Nexus.

Trotz Root-Rechten spielt Watcher Light mit der “richtigen” SuperSU-App brav einen Film.

Ansonsten sind aber die essentiellen Watchever-Features mit an Bord. Auch auf dem Handy könnt ihr bei vielen Videos zwischen dem Original-Ton und der deutschsprachigen Synchronisierung wählen und auch Filme zum Offline-Schauen aufs Handy runterladen. Nach dem Download hat man sieben Tage Zeit den Film anzusehen, danach wird er automatisch wieder aus der App gelöscht. Für richtig lange Tripps ist Watchever daher nichts, aber um mal unterwegs einen Film zu kucken, tut sie sehr wohl.

Filme muss man jedoch per Browser oder Tablet in die Watchliste laden.

Auch Watchever Light prüft wieder, ob ihr euren Androiden gerootet habt. Bei mir auf meinem Galaxy Nexus mit Android Revolution HD als Custom-ROM — und damit natürlich auch Root-Rechten auf dem Handy — funktioniert Watchever dennoch. Ich muss nur die Frage nach den Root-Rechten ablehnen und dann den Stream nochmal neu starten. Andere Android-User müssen eventuell mal in Watchever trotz Root reinsehen, mit der richtigen Root-Binary spielt der Player trotz anfänglicher Ablehnung dennoch seine Videos ab.

GNOME-Shell Extension List

2. Mai 2013
von Christoph
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GNOME-Shell Erweiterungen TopIcons bzw. Status Icon Fixer rücken App-Icons wieder in den Fokus

Ich setze mein Arbeitssystem gerade auf Basis von UbuntuGNOME 13.04 neu auf. Auch wenn viele schimpfen, mir gefällt die GNOME-Shell im Großen und Ganzen. Allerdings finde ich es ein nach wie vor ein bisschen störend, dass Icons von Programme wie Skype, Dropbox oder Pidgin nicht mehr in die Statusleiste erscheinen, sondern sich immer im so genannten “Message Tray” einsortieren. So muss man immer erstmal die Maus an den unteren Bildschirmrand führen und dort für eine Weile halten, oder den “Overview-Modus” aufrufen.

Skype, Dropbox und Co. sortieren sich unsichtbar im “Message Tray” ein.

In den GNOME Extensions finden sich jedoch zwei Erweiterungen, mit denen man die Icons wieder an ihren angestammten Platz in der oberen Leiste schieben kann. Für GNOME 3.4 könnt ihr den Status Icon Fixer benutzen, für GNOME 3.6 — aus Ubuntu “Raring Ringtail” 13.04, hier im Screenshot auch abgebildet — könnt ihr die TopIcons installieren. Die Erweiterungen müssen nicht groß konfiguriert werden, einfach den Schalter auf “On” umlegen, und schon wandern die Icons nach oben.

TopIcons zeigt “Legacy Tray Icons” in der Top-Leiste der GNOME-Shell.

Über 100 Windows-Programme mit nur einem Klick installieren, fünf Ausgabe den Smart Software Magazins zu verlosen

30. April 2013
von Christoph
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Über 100 Windows-Programme mit nur einem Klick installieren, fünf Ausgaben des Smart Software Magazins zu verlosen

Fragt man 100 Linux-User was die drei größten Vorteile von Linux sind, dann steht die Paketverwaltung und die dadurch sehr vereinfachte Installation von Software mit Sicherheit 100 mal auf der Liste. Anstatt sich nach der Installation des Systems durch das Internet zu wühlen, Programm für Programm runterzuladen und dann in zig Setup-Routinen immer wieder die selben Fragen zu beantworten, reichen bei praktisch jeder Linux-Distribution ein paar Klicks aus, schon ist die wichtigste Software auf dem Rechner.  Unter Windows gibt es dazu praktisch keine Alternative, es sei denn man baut sich selber einen automatischen Installer — oder greift auf das Smart Software Magazin zurück.

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Musik per Google Music Manager zu mehr als nur zwei Accounts hochladen

29. April 2013
von Christoph
2 Kommentare

Musik per Google Music Manager zu mehr als nur zwei Accounts hochladen

Für den Upload von Musik zu Googles Datencloud (insgesamt könnt ihr bis zu 20.000 Songs kostenlos bei Google hosten) braucht es bekanntlich den Google Music Manager, den es neben Windows und MacOS X auch für Linux (als .DEB und .RPM) gibt. Für einen Test-Account habe ich mich beim Music Manager über die Einstellungen aus meinem Account ausgeloggt und die Zugangsdaten des Test-Account eingetragen. Daraufhin meinte Google ganz nett, dass ich das Programm nur benutzen kann, um zwei Accounts von meinem Rechner aus mit Musik zu bestücken. Im Detail lautet die Meldung “Only two accounts can be used per computer”. Zum Glück gibt sich Google nicht all zu viel Mühe den Upload zu anderen Accounts zu blockieren, es reicht die MAC-Adresse zu ändern.

Über die Einstellungen wechselt ihr im Music Manager zu einem anderen Account.

Google erlaubt es dem Google Music Manager nur zu zwei Google-Accounts Musik hochzuladen.

Beendet dazu am besten den Google Music Manager, so dass er auch wirklich nicht mehr im Hintergrund läuft. Löscht danach am besten die Einstellungen des Programms aus eurem Homeverzeichnis. Unter Linux findet ihr die Daten im Unterordner google-musicmanager im versteckten Verzeichnis ~/.config. Per Befehl geht das Löschen schnell von der Hand.

rm -rf ~/.config/google-musicmanager/

Danach gilt es die MAC-Adresse eurer Netzwerkkarte zu ändern. Hier auf meinem Rechner habe ich nur eine “normale” LAN-Karte eingebaut, daher beziehe ich die Anleitung auf “eth0″. Wer über WLAN ins Netz geht, muss wahrscheinlich “wlan0″ anpassen und vielleicht auch “eth0″ zusätzlich.

Das Vorgehen ist relativ leicht: Holt euch erstmal die aktuelle MAC-Adresse, fahrt dann die Netzwerkkarte runter, ändert eure ursprüngliche Adresse um vielleicht ein Zeichen, fahrt dann die Karte wieder hoch und schaut euch den Erfolg an. Gibt ifconfig -a jetzt die neue Adresse aus, dann könnt ihr den Google Music Manager wieder starten.

$ ifconfig -a | grep Hardware
eth0 Link encap:Ethernet Hardware Adresse 11:22:33:44:55:66
$ sudo ifconfig eth0 down
$ sudo ifconfig eth0 hw ether 11:22:33:44:55:67
$ sudo ifconfig eth0 up $ ifconfig -a | grep Hardware
eth0 Link encap:Ethernet Hardware Adresse 11:22:33:44:55:67

Jetzt sollte es euch möglich sein den “Fremd-Account” einzutragen und eure Musik hochzuladen. Beachtet, dass ihr die MAC-Adresse nicht permanent geändert habt, spätestens nach dem nächsten Neustart steht sie wieder auf ihrem ursprünglichen Wert. Was vielleicht auch gant gut ist, so könnt ihr wieder euren eigenen Account mit Musik bestücken.

Nach dem Ändern der MAC-Adresse greift die Prüfung des Rechners jedoch ins Leere.

Kommentar zur neuen Pseudo-Flatrate der Deutschen Telekom

25. April 2013
von Christoph
28 Kommentare

Kommentar zur neuen Pseudo-Flatrate der Deutschen Telekom

Ich erzähle euch ja mit Sicherheit nichts Neues, wenn ich über die Pläne der Deutschen Telekom schreibe, in Zukunft den Hahn bei “Vielsaugern” nach einer gewissen Menge heruntergeladenen Traffics zuzudrehen. Doch schon mehrere Leser haben mit darauf angesprochen, auch einen Kommentar dazu abzugeben. Da will ich mich nicht lumpen lassen… Die Drosselung beginnt bei einem 16 MBit/s-Anschluss bereits ab 75 GByte pro Monat, bei einem schnellen 200 MBit/s Tarif darf man 400 Gigabyte pro Monat laden. Das von der Telekom aufoktroyierte Schneckentempo liegt bei wirklich lahmen 384 kBit/s. Damit beamt die Telekom ihre Power-User ins Jahr 1999 zurück. Die Telekom argumentiert damit, dass Traffic nunmal Geld kosten würde. Wer viel saugt, der müsse auch mehr zahlen, als die User, die nur am Abend mal schnell durchs Web stöbern. Die Netzgemeinde pocht dagegen auf die Netzneutralität, beide Positionen wohl nicht ganz richtig.

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