Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Arch Linux Linuxundich

19. Juni 2013
von Christoph Langner
84 Kommentare

Mein Weg zu Arch Linux… Linux und Ich wird in Zukunft deutlich „archiger“

Auf meinen Desktops und Notebooks habe ich jahrelang Ubuntu eingesetzt. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich bereits mit Warty (Ubuntu 4.10) experimentiert hatte, mit Ubuntu „Hoary Hedgehog“ 5.04 folgte dann der Umstieg von Debian auf Ubuntu. Über sieben lange Jahre war mir Ubuntu ein treuer Begleiter, doch langsam bröckelt die Beziehung. Nicht, dass ich böse wäre dass Canonical auf Unity setzt, das ist mir ziemlich schnuppe — ich habe mir eh immer „mein“ Ubuntu gestrickt — Ubuntu verliert jedoch langsam das, was es lange Zeit ausgezeichnet hat: Sehr stabiler Betrieb, bei aktueller Software.

Arch Linux, nicht unbedingt was für Einsteiger, aber auch nicht nur was für Profis.

Ich mag die GNOME Shell, ich will GNOME 3.8 auf meinem Arbeitsrechner haben, doch auch in Ubuntu 13.04 und auch mit den zusätzlichen GNOME-PPAs ist ein aktuelles GNOME unter Ubuntu einfach unbenutzbar. Zig Funktionen, die in GNOME an sich nicht kaputt sind, machen unter Ubuntu Ärger. Zahlreiche Abstürze von Apps oder auch der kompletten Shell trüben auf meinen Rechnern das Bild „meines“ GNOME-Ubuntus. Schreibe ich im Blog darüber, kommt oft die Antwort „Unter Arch keine Probleme“.

Arch ist nicht wirklich komplexer als ein Ubuntu. die Lernkurve sieht nur anders aus.

Liebe Arch-Freunde: Wie recht ihr doch habt! Arch läuft seit zwei Tagen auf meinem Desktop und ich bin angefixt. Die GNOME Shell schnurrt unter Arch wie ein Kätzchen. Sie arbeitet flüssig, alles was tun soll tut! Arch hat keinen graphischen Installer, kein buntes Software Center, ich würde Arch daher keinem absoluten Linux-Anfänger Arch empfehlen. Zu oft würde man für einem Berg stehen und sich fragen „und nun?“. Wer aber die Begrifflichkeiten kennt, wer weiß dass PulseAudio für Sound verantwortlich ist, wer schon einmal apt-get bedient hat, wer sich mit PPAs zurecht gefunden hat. Der kann auch mit pacman/yaourt/pacaur zurecht. Und dank dem Arch User Repository (AUR) — praktisch das zentrale PPA der Arch-Community — ist jede fast jede Linux-Software in aktueller Version auf dem PC.

Für euch als Leser von Linux und Ich ändert sich dadurch nicht viel. Ich werde nach wie vor die Artikel auch für Ubuntu recherchieren, allerdings nur nicht mehr immer auf einem Ubuntu-System auch testen. Zudem wird es natürlich auch den einen oder anderen „Nur-Arch-Artikel“ geben, so dass ihr auch einmal ein bisschen über den Tellerrand schauen könnt, ohne gleich auf Arch umzusatteln. Starten wird das mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer kleinen Screencast-Reihe, doch davor geht es erst mal ein bisschen in den Urlaub. Do it the Arch Way!

Nighthawk F117A,

19. Juni 2013
von Christoph Langner
27 Kommentare

Nighthawk F117A, Raspberry Pi als HDMI-Stick für den TV „in fertig“

Seit einiger Zeit läuft auf einem meiner kleinen Raspberry Pis das XBMC-Mediacenter auf Basis von Openelec. Was bei den drei Projekten geleistet wurde, verschlägt mir ehrlich gesagt die Sprache. Die nur 700 MHz schnelle Mini-Platine ist ein absolut vollwertiger Multimedia-PC, der so gut wie keinen Strom schluckt und so gut wie alles kann. OK, Live-Encoding, Time-Shifting und Co. sind natürlich ein bisschen viel. Aber wer Videos im Netz auf einem NAS liegen hat oder ab und an mal ein Video aus einer Mediathek auf dem großen — aber noch nicht smarten TV — abspielen möchte, der braucht definitiv nicht „mehr“. Ein Raspberry Pi als Media-Center ist eine absolut alltagstaugliche Lösung. Punkt (Ich muss endlich mal ein bisschen Zeit finden auch darüber zu bloggen…). Der per Indiegogo (wie Kickstarter, nur aber auch in Deutschland aktiv) finanzierte kleine HDMI-Stick basiert auf der selben Technik wie der Raspberry Pi, kommt aber komplett aufgebaut zu euch.

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windows-terminal-icon

17. Juni 2013
von Christoph Langner
14 Kommentare

Windows-Tipp: Eingabeaufforderung mit aktuellem Verzeichnis öffnen

Mit dem kleinen Tipp bin ich zwar ein wenig Off-Topic unterwegs, aber wenn es das Windows-Leben einen Tick leichter macht, warum denn nicht? Wenn ich an einem Windows-Rechner sitze, dann meist wegen irgendwelchen Android-Flash-Tools, die es eben nur für Windows gibt. Ein reines Terminal-Tool — also praktisch einen Befehl — wie etwa die Android-Debug-Bridge adb.exe lässt sich aber nicht nicht einfach mit einem simplen Doppelklick starten, man muss dem Programm ja noch eine Reihe von Parameter mitgeben.

Der Windows Explorer kennt auch ein „Öffne Terminal hier“…

Möchte man dazu also ein Terminal eine Eingabeaufforderung gestartet werden, muss man sich zum Verzeichnis mit der ausführbaren Datei durchhangeln und das Ding dann entsprechend aufrufen. Nervig — weil Windows unter anderem keine ordentliche Datei-/Ordnernamenergänzung kennt. Nun der Tipp: Haltet die Shift-Taste gedrückt und klickt mit der rechten Maustaste auf einen leeren Bereich im Explorer. In diesem Fall erscheint dann die Option Eingabeaufforderung hier öffnen, so wie man es beispielsweise von Nautilus und dem Paket nautilus-open-terminal kennt. Getestet habe ich es hier mit Windows 8, es müsste aber auch mit älteren Windows-Versionen funktionieren.

Nautilus-Open-Terminal für Linux

Wie schon angesprochen könnt ihr die Funktionalität auch unter Linux haben. Es kommt dabei natürlich stark auf die von euch genutzt Desktop-Umgebung und den von dieser genutzten Dateimanager an. Gnome bringt Nautilus bzw. heute Files aka Dateien mit. Dieser Dateimanager lässt sich mit dem Plugin nautilus-open-terminal dahingehend erweitern, dass ihr aus dem Kontextmenü die Option In Terminal öffnen aufrufen könnt. Die Erweiterung könnt ihr bei den bei den meisten Linux-Distributionen über die Paketverwaltung installieren. Bei Debian, Ubuntu oder auch Arch Linux ist das schnell geschehen.

### Nautilus-Open-Terminal unter Ubuntu/Debian installieren
$ sudo apt-get install nautilus-open-terminal
### Nautilus-Open-Terminal unter Arch Linux installieren
$ sudo pacman -S nautilus-open-terminal

Mit dem Nautilus-Plugin Nautilus-Open-Terminal klappt das auch unter Linux.

terminal-icon-hi

16. Juni 2013
von Christoph Langner
6 Kommentare

Final Term bringt zahlreiche neue Ideen in das alte Thema Terminal-Emulator

Das gute alte Terminal: Für Linux-Einsteiger ist das Terminal immer wieder eine Krux — obwohl man es eigentlich gar nicht benutzen müsste, für so gut wie alles gibt es eine GUI-Weg. Linux-Power-User können jedoch kaum auf ein Terminal-Fensterchen verzichten. Wer im Terminal zurecht kommt, ist bei Vielem einfach deutlich schneller, als beim Klicken durch Fenster. Was ich aber nicht gedacht hätte ist,  dass man am Terminal-Emulator selber noch viel verbessern kann. Schaut euch daher mal Final Term genauer an, die Entwickler gehen mit viel Elan und vielen neuen Ideen an das Thema Terminal-Emulator heran.

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CPU-Z Android

15. Juni 2013
von Christoph Langner
3 Kommentare

Hardware-Infos über Android mit CPU-Z jetzt als erste Beta

CPU-Z kennt man als Computer-Bastler als verlässliche Infoquelle über die in einem Rechner verbaute Hardware. So muss man als Supportler nicht erst den Rechner aufschrauben oder ins BIOS sehen, um herauszufinden was im Inneren des Computers arbeitet. Das praktische Tool gibt es nicht für Linux, dafür aber reichlich andere Wege um an Hardware-Infos zukommen. Als Open-Source-Alternative bietet sich etwa CPU-G an, das gute alte lshw-Kommando und vieles andere mehr.

[appbox googleplay com.cpuid.cpu_z screenshots]

Dafür aber haben sich die Entwickler von CPU-Z dran gemacht ihr kleines Tool auf Android umzusetzen. Seit kurzer Zeit findet ihr das kleine Tool als App im Play Store. Mächtig viel gibt es auf einem Androiden natürlich nicht zu entdecken, zudem merkt man der Anwendung noch den Beta-Status an — auf meinem Galaxy Nexus wird zum Beispiel die Display-Größe nicht korrekt angegeben — doch die Live-Ansicht der Sensoren ist durchaus interessant.

CPU-Z ist als erste Beta jetzt auch für Android erschienen.

JuiceSSH

7. Juni 2013
von Christoph Langner
8 Kommentare

Android-SSH-Client JuiceSSH feiert Jubiläum, Pro-Version kostenlos

Wer sich ab und an von einem Androiden aus via SSH auf einem Linux-Rechner einloggen möchte, macht dies meist mit ConnectBot. Das Programm ist gut, es ist Open-Source, aber es hat dennoch Verbesserungspotenzial. Ein Punkt ist zum Beispiel die Eingabe von Steuercodes wie Strg+C oder Alt+Q, ohne das Hackers Keyboard ist man unter Android in dem Punkt hilflos.

JuiceSSH macht es einem hier leichter: Der SSH-Client für Android blendet über der eigentlichen Android-Tastatur noch Zusatztasten wie Ctrl, Alt, Tab oder Cursor-Tasten ein. So kann man recht bequem über SSH auch unter Android arbeiten. Auch sonst bietet die App eigentlich alles was das SSH-Herz begehrt, die Entwickler der App sind beide Vollzeit-Admins.

JuiceSSH ist in meinen Augen einen Tick besser als ConnectBot.

JuiceSSH ist im Gegensatz zu ConnectBot keine freie Software. Die Play-Store-Version ist in der Basisvariante kostenlos, über einem 4,99 Euro teuren In-App-Kauf kann man auf die Pro-Version umsteigen. Mit dieser kann man dass Port-Weiterleitungen einrichten, die App-Daten über einen Cloud-Speicher zwischen seinen Androiden abgleichen oder in Gruppen zusammenarbeiten.

[appbox googleplay com.sonelli.juicessh screenshots]

Zur Feier der 100.000sten Installation der App haben die Entwickler ein Giveaway gestartet. Jeder User kann kostenlos auf die Pro-Version umsteigen. Tretet dafür einfach via Google+ der JuiceSSH-100k-Giveaway-Community bei und schreibt anschließend eine formlose E-Mail an die Entwickler unter 100k AT sonelli.com mit der E-Mail-Adresse eures Google-Accounts. Nach Abschluss der Aktion werden die Pro-Funktionen entsprechend aktiviert.

(Via: Reddit)

smartsteuer-logo

30. Mai 2013
von Christoph Langner
25 Kommentare

Steuererklärung unter Ubuntu/Linux mit Smartsteuer.de erstellen

Die Steuererklärung unter Linux ist so ein Thema, das bislang einfach noch verdammt traurig besetzt ist. Das offizielle Tool ElsterFormular gibt es auch nach Jahren der Entwicklung lediglich für Windows-Systeme, Linux und sogar auch MacOS X bleiben nach wie vor komplett außen vor.  Elster macht es auch sehr deutlich, dass es neben der Windows-Variante in Zukunft kein weiteres OS unterstützt werden wird. Laut eigenen Aussagen konzentriert man sich ausschließlich auf die „zahlenmäßig stärkste Anwendergruppe“, eine plattformneutrale Version wäre Verschwendung von Steuermitteln. Als Linuxer muss man sich daher nach Alternativen umsehen, über Smartsteuer können auch Linuxer problemlos und ohne große Basteleien Ihre Steuererklärung einreichen.

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Dyn (ehemals DynDNS) macht Login alle 30 Tage zur Pflicht. Alternative? Selfhost.de

22. Mai 2013
von Christoph Langner
57 Kommentare

Dyn (ehemals DynDNS.org) macht Login alle 30 Tage zur Pflicht. Alternative? Selfhost.de

Die E-Mail von Dyn oder früher einmal dyndns.org liegt schon eine Woche in meinem Postfach. Aber erst jetzt komme ich dazu mich ein bisschen um das Topic zu kümmern. Dyn nutze ich schon seit Urzeiten als DynDNS-Anbieter. Der Dienst löst einen Domain-Namen wie „beispiel.dyndns.org“ zur eigenen Internet-IP auf, so dass man trotz dynamischer IP-Adresse des Internet-Anbieter jederzeit aufs eigene Serverchen zuhause zugreifen kann. In vielen Routern wie zum Beispiel den FRITZ!Boxen oder den WRT-Modellen von Linksys ist ein entsprechender DynDNS-Client bereits eingebaut. Den meisten hier dürfte ich dabei nichts neues erzählen.

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