Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Klein, aber fein: Der Raspberry Pi bei Linux und Ich

24. Mai 2012
von Christoph
64 Kommentare

Klein, aber fein: Der Raspberry Pi bei Linux und Ich

Vor ein paar Tagen traf mein lange erwarteter Raspberry Pi bei mir ein. Der kompakte – eigentlich für Schüler – entworfene Mini-PC auf Basis eines Broadcom BCM2835 SOC ist aktuell nicht einfach zu bekommen, da die erste Welle an Bestellungen schon durch ist, von daher freue ich mich besonders mit der schnuckligen Platine spielen zu können. Mein Modell wurde vom IT-Großhändler RS Components für letztendlich 32,60 Euro zzgl. 6,28 Euro Versandkosten geliefert. Für rund 40 Euro bekommt man also einen extrem kleinen Rechner, der gerade einmal3,5 Watt braucht schluckt und neben einem Debian mit einer graphischen Oberfläche sogar fit genug ist, um bspw. Doom laufen lassen zu können. Ideal also für einen “Immer-On” Rechner in den eigenen vier Wänden. Weiterlesen →

Offizieller GitHub-Client für Windows

23. Mai 2012
von Christoph
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Offizieller GitHub-Client für Windows

Der Hosting-Dienst für Software-Entwicklungsprojekte GitHub ist uns Linux-Usern nicht gerade unbekannt. Laut Heise hat GitHub SourceForge oder Google Code deutlich hinter sich gelassen, besonders Open-Source Projekte hosten dort gerne ihren Code. Ich möchte eigentlich gar nicht viele Worte verlieren, außer: Es gibt nun auch einen offiziellen GitHub-Client für Windows, was sicherlich den einen oder anderen Entwickler, der ab und an auch unter Windows unterwegs ist, freuen wird.

Der Client basiert auf zahlreichen quelloffenen Bibliotheken, ist aber wohl selber leider proprietär. Er läuft unter Windows XP, Vista und Sieben, und braucht .Net 4 zum funktionieren. Ist das Framework noch nicht installiert, dann wird es vom Setup automatisch aus dem Netz geladen und auf dem System installiert.

GitHub für Windows

(Quelle: GitHub-Blog)

Why Linux Sucks Part III von 2012

18. Mai 2012 von Christoph | 7 Kommentare

Bryan Lunduke hat seinen “Why Linux Sucks”-Vortrag auf dem LinuxFest Northwest weiter vorgesetzt. Er meint “2012 is an amazing time for Linux. Huge changes. Amazing opportunities. …And lots and lots of ways that using Linux just plain sucks. We’ll look at some of the more interesting (to me) things that Linux sucks at — and exactly how to fix them.”

//EDIT: Auf der Konferenz gab es auch noch einen unterhaltsamen Nachschlag “Why Linux Does Not Suck (Not even a little)”, den ich euch an dieser Stelle nicht unterschlagen möchte.

Die Notebook-Platte vor dem Abschalt-Tod retten

11. Mai 2012
von Christoph
16 Kommentare

Die Notebook-Platte vor dem Abschalt-Tod retten

Noch ein schneller Beitrag zu einem Thema, das ich schon vieeeeel zu lange ignoriert habe. Es geht um den – so bezeichnet das Wiki von Ubuntuusers.de die Problematik – Notebook-Festplatten-Bug. Um den Akku zu schonen schalteten viele Linux-System im Akku-Betrieb den Motor der Festplatte ab, an sich eine gute Sache, schluckt doch der laufende Antrieb ordentlich Saft. Allerdings ist das System von Haus aus so konfiguriert, dass dies ebenfalls im Netzbetrieb geschieht. Dies hat zum Beispiel auf meinem Dell Vostro V130 zu Folge, dass die Festplatte permanent für einen kurzen Augenblich ab und wieder angeschaltet wird, was letztendlich die Lebensdauer der Festplatte reduziert. Jeder Notebook-Besitzer, der in naher Zukunft nicht auf eine SSD umsteigen möchte, sollte daher prüfen ob er nicht auch von der Problematik betroffen ist und das Verhalten des Schlafmodus der Platte ändern. Weiterlesen →

OpenVPN für Android ohne Root

11. Mai 2012
von Christoph
9 Kommentare

OpenVPN für Android ohne Root

Darauf haben sicherlich schon einige Linuxer mit einem nicht-rootbaren oder einem nicht-gerooteten Androiden gewartet: OpenVPN für Android. Mit dem neuen VPNService der Android API 14+ (eben ab Ice Cream Sandwich) ist es möglich VPN-Dienste zu entwickeln, die ohne Root-Zugriff funktionieren. Das Open-Source Projekt ics-openvpn versucht dies eben nun mit OpenVPN.

Mein kleiner Server zuhause läuft leider gerade nicht, so dass ich es selber testen könnte, aber Ihr könnt es ja selber mal probieren und dann berichten. OpenVPN für Android lässt sich bereits aus dem Google Play Store installieren, die App trägt sich wie gewohnt in den App-Drawer ein, von dort aus lässt sie sich konfigurieren.

OpenVPN für Android ohne Root

Der Import von OpenVPN-Konfigurationen – wie man es vom Linux-Desktop her kennt – ist leider bislang noch nicht möglich, auch wird bislang nur der TAP-Modus (Bridging) unterstützt, TUN (Routing) ist noch nicht implementiert (Siehe wiki.openvpn.eu zu den Unterschieden).

Der Entwickler sucht noch Unterstützung bei der Übersetzung des OpenVPN-Clients in verschiedene Sprachen, auch die deutschsprachige Lokalisierung ist noch nicht komplett, daher können wir recht leicht etwas zum Projekt beitragen. Informationen – leider in ziemlich knapper Form- zur Übersetzung, findet man auf der Homepage des Projekts.

(Via Andreas Proschofsky auf Google+)

The Debian Administrators Handbook als Paperback und GPL/CC-Download

10. Mai 2012
von Christoph
13 Kommentare

The Debian Administrator’s Handbook als Paperback und GPL/CC-Download

Ich möchte eure Aufmerksamkeit kurz auf das Debian Administrator’s Handbook lenken. Das Buch ist eine Übersetzung des französischen Werks Cahier de l’Admin Debian Squeeze, der beiden Debian-Entwickler Raphaël Hertzog und Roland Mas, die das Buch nach einer Crowd-Funding-Aktion, bei der fast 25.000 Dollar zusammen kamen, selber übersetzt haben.

Das Buch ist sowohl unter der GPL, als auch unter der CC-BY-SA lizenziert und kann/darf daher frei verteilt, online gelesen, als E-Book in verschiedenen Formaten heruntergeladen und alternativ auch über Lulu als Paperback gekauft werden. Das Erstellen des Buches, die Übersetzung und die Pflege kostet einiges an Aufwand, daher bitten die beiden Autoren das Buch bei gefallen zu kaufen oder eine Spende für das Projekt zu hinterlassen.

The Debian Administrators Handbook zum Download

Wer also für die Sommerferien, vorlesungsfreie Zeit oder den langen Sommer-Urlaub noch eine passende Lektüre sucht, der kann sich das Buch schonmal einpacken, 468 Seiten pures Debian-Know-how, das auch unter Ubuntu sicherlich nicht unnütz ist, warten auf euren Download oder Einkauf.

//PS: Und wer in der freien Zeit nichts zu tun hat und gar nicht erst ausspannen möchte, der kann sich daran setzen das Buch zu übersetzen. Das Buch wird mit Publican in einem github-Repository gemanagt, die Übersetzung erfolgt dann über po-Files. Weitere Informationen zur Übersetzung und Engagement bzgl. des Buches findet Ihr auf contribute to the project.

Mit go-mtpfs unter Linux auf Android-Handys via MTP zugreifen

9. Mai 2012
von Christoph
48 Kommentare

Mit go-mtpfs unter Linux auf Android-Handys via MTP zugreifen

Über die Problematik aktueller Androiden und Linux habe ich mich ja schon an verschiedenen Stellen ausgelassen. Leider hat sich bislang nach wie vor nichts geändert, unter Ubuntu 12.04 lässt sich via MTP nicht auf ein Android-Handy zugreifen. Das Umstellen auf PTP ist auch nicht wirklich eine Lösung, da man so nur Zugriff auf die Bilder bekommt und mtpfs ist ebenso nur eine sehr fehlerhafte Krücke. In anderen Worten: Wer ein Handy mit Android 4.0, wie bspw. das Samsung Galaxy Nexus, besitzt, in das der Hersteller keinen Massenspeichermodus mehr hineingepatcht hat, der kann von Linux aus nur umständlich auf die Daten des Telefons zugreifen. Abhilfe kann hier go-mtpfs schaffen, eine neues  FUSE-Dateisystem, das gerade eben erst auf Github veröffentlicht wurde.

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Streams aus der ZDF-Mediathek mit zdf-dl auf die Platte runterladen

8. Mai 2012
von Christoph
31 Kommentare

Streams aus der ZDF-Mediathek mit zdf-dl auf die Platte runterladen

Im Beitrag zu tatort-dl und dem Download von Beiträgen aus der ARD-Mediathek wurde ich gefragt, ob es denn sowas nicht auch für die ZDF-Mediathek geben würde. Im Netz habe ich dazu zwar vereinzelte Code-Schnipsel gefunden, aber kein komplettes Skript. Daher möchte ich euch an dieser Stelle zdf-dl vorstellen. Das Skript arbeitet ähnlich wie tatort-dl, es lädt die entsprechende Seite aus der ZDF-Mediathek per Curl runter, filtert den Stream raus und lädt ihn dann per mplayer herunter. Am Ende habt Ihr dann eine Video-Datei, die Ihr mit jedem Player abspielen könnt.

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ARD-Mediathek bzw. Tatort mit tatort-dl unter Linux herunterladen

7. Mai 2012
von Christoph
35 Kommentare

ARD-Mediathek bzw. Tatort mit tatort-dl unter Linux herunterladen

Der letzte Tatort Die Ballade von Cenk und Valerie mit der Abschiedsvorstellung von Mehmet Kurtulus, alias Cenk Batus, als Ermittler (Danach gehts mit Till Schweiger weiter, mir graut’s ja jetzt schon davor) soll ja recht gut gewesen sein, dumm nur wenn man am Sonntag um 20:15 nicht zuhause sein konnte. Ist ja eigentlich kein Problem, die ARD-Mediathek wird ja permanent mit Inhalten gefüllt, so wandert auch der Tatort in die Mediathek, wo er dann zwischen 20:00 und 6:00 – in Deutschland hat das Internet tatsächlich Sendezeiten ;)abgerufen werden kann. Allerdings muss die ARD ja Ihre Online-Inhalte depublizieren, viele Sendungen stehen nur für magere 7 Tage online, danach verschwinden Sie im Datennirvana. Von daher gilt es den Tatort so schnell wie möglich zu sichern, die Uhr tickt.

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SSH Shell für Chrome bzw. Chromium

7. Mai 2012
von Christoph
9 Kommentare

SSH Shell für Chrome bzw. Chromium

Ich weiß zwar noch nicht genau, warum ich das jemals brauchen sollte, aber wer den Browser dank zahlreicher Web-Apps praktisch nicht mehr verlässt, der freut sich eventuell für eine SSH-Shell im Browser. Secure Shell für Chrome bzw. Chromium ist eine Erweiterung der Chromium-Entwickler, die SSH über hterm (ein in JavaScript implementiertes Terminal) in den Browser holt. Die Secure Shell ist mit einem Klick aus dem Chrome-Webstore installiert, weitere Informationen zum Projekt gibt es in der FAQ des Add-Ons.

SSH-Shell für Chrome bzw. Chromium

//PS: Ein konkreter Nutzen fällt mir spontan ein. Nicht jeder darf auf seiner Arbeitskiste Software installieren, hat aber Chrome/Chromium zur Verfügung. Oder man nutzt einen Chrome mit der SSH-Erweiterung als mobile App auf einem USB-Stick. Gibt sicherlich noch ein paar weitere sinnvolle Anwendungsfälle und Chrome OS gibt’s ja schließlich auch noch.