Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

nvidia_china

22. Juni 2012
von Christoph
10 Kommentare

NVidia verpasste aufgrund geschlossener Treiber Millionen-Geschäft in China

Im Zuge des Stinkefingers von Linus die Richtung von NVidia bringt Bright side of news eine interessante Geschichte aus dem Reich der Mitte, die NVidia wohl mehr als nur Ihren Stolz geraubt hat. Die chinesische Regierung hat scheinbar bei NVidia für ein Schulprojekt angeklopft. Man möchte für ein “Pilotprojekt” 100.000 Schulen mit jeweils 100-150 Linux-PCs ausstatten (es geht also um mehr 10 Millionen Rechner!). Aufgrund der Performance und der guten Treiber möchte man dafür entsprechende NVidia-Chips kaufen.

A rumor appeared from the heart of Beijing that due to the performance of its GPU architecture and its Linux drivers, NVIDIA was approached by one of the leading Chinese CPU teams to use an NV GPU in a pilot school PC project. The Linux would run on the Chinese CPU, while GeForce GPU would provide the graphics power. ‘Pilot project’ in this case means over 10 million PCs in one order, broken down – 100,000 schools with 100-150 PCs each. The problem was two-fold; NVIDIA never releases source code for its Linux drivers, and the binaries are only X86. Incentivized by the Chinese government, the Chinese CPU team called NVIDIA to come to China and work with them.

NVidia schlug so eine Anfrage natürlich nicht aus und kreuzte in China auf, allerdings dauerten die Verhandlungen wohl nicht lange. Die chinesische Seite brauchte speziell für ihr System angepasste Treiber, die sich NVidia teuer bezahlen lassen wollte, außerdem veranschlagte NVidia wohl mehrere Millionen NRE-Kosten, für Chips die sie sowieso schon produzieren, China hat daraufhin NVidia den Laufpass gegeben.

To cut the story short, the NV team appeared there, and in very arrogant manner told the Chinese side that they are a large US corporation, and that recompiling the Linux drivers would cost the Chinese a lot of money. The money that Chinese CPU team and the Academy of Science were supposed to fork out was to the tune of several million dollars in incentive that are typically referred to as NRE – Non-recurring Engineering. Our sources close to the heart of the matter said that was the end of the meeting and of the relationship.

Am Ende bekam ATI/AMD den Auftrag über mehrere hundert Millionen Dollar, unter anderem dank ihrer quelloffenen Treiber. Auch wenn man beim massenhaften Verkauf günstiger  Grafik-Chips nicht viel gewinn macht, könnte NVidia die Sache noch richtig böse aufstoßen. Das endgültige Ziel der chinesischen Regierung scheint wohl ein Computer für jeden Schüler des Landes ist. Bei rund 200 Millionen Schülern wird das auch NVidia und die Aktionäre des Unternehmens schmerzen. Wäre es nicht besser seine Treiber zu öffnen, wenn einem solche Geschäfte durch die Lappen gehen?

(Quelle: Bright side of news, Via: Reddit)

Android Transporter auf dem Raspberry Pi

22. Juni 2012 von Christoph | 3 Kommentare

Wer noch nicht weiß, was er mit seinem Raspberry Pi anstellen kann, der sollte Android Transporter im Kopf behalten. Die Software streamt das Geschehen auf dem Display eines Android-Handys kabellos über ein anderes Android-Gerät oder seit kurzem auch auf den Raspi und von dort weiter auf einen großen Monitor oder einen Beamer. Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Entwicklung, doch man möchte den Code der Software öffnen, sobald die APIs sich stabilisiert haben.

(Direktlink zu YouTube)

Flash-Videos im Fullscreen auf Dual-Monitor-Systemen

21. Juni 2012
von Christoph
29 Kommentare

Flash-Videos im Fullscreen auf Dual-Monitor-Systemen

Adobe-Flash ist unter Linux leider schon immer ein ziemlicher Pain-in-the-ass gewesen. In vielen Fällen funktionert das Browser-Plugin zwar ok, doch viele Bugs sind schon seit Ewigkeiten offen und alles Bitten und Betteln hilft nichts, Adobe weigert sich die Probleme zu fixen. Adobe hat mittlerweile wohl auch erkannt, dass Flash unter Linux wohl nie so richtig hinbekommen wird und hat mit Adobe Flash 11.2 das “letzte” Adobe Flash für Linux veröffentlicht. Demnächst wird es Flash nur noch über die Pepper-API geben, die bislang nur Chrome implementiert hat. Wer in Zukunft also unter Linux Flash-Elemente nutzen möchte, der muss auf die Flash-Alternativen Lightspark, Gnash und Co. setzen oder eben auf Chrome umsteigen.

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Firefox hat jetzt einen Reset-Button.

21. Juni 2012
von Christoph
14 Kommentare

Firefox 13 hat jetzt einen Reset-Button, der private Daten jedoch erhält

Eine Sache kennen wir ja aus der Computer-Welt schon seit Jahren: Programme oder ganze Betriebssysteme werden über die Zeit immer lahmer. Es sammelt sich immer mehr Müll in den Konfigurationen an, der das System/die Anwendung immer weiter einbremst. Die Firefox-Entwickler kennen das auch, ein besonderes Ärgernis sind hier Erweiterungen, die den Browser unnötig einbremsen. Computer-Kenner wissen sich zu helfen und kicken nicht mehr gebrauchte Erweiterungen raus, oder legen sich gleich ein komplett neues Profil an, wobei sie Ihre Bookmarks und Zugangsdaten von Hand ins neue Profil übertragen. Für Otto-Normaluser ist der Prozess ein bisschen zu aufwändig, wie wäre es mit einer Funktion, die alle problematischen Einstellungen killt, aber alles Private erhält? Im neuen Firefox findet Ihr nun diesen Reset-Button im Troubleshoot-Menü.

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GNOME-Shell Extension List

20. Juni 2012
von Christoph
16 Kommentare

GNOME-Shell Extension List

Was mich an den Erweiterungen der GNOME-Shell immer gestört hat war, dass ich keinen direkten Zugriff auf die installierten Erweiterungen hatte. Entweder muss man extra das GNOME-Tweak-Tool laden oder über den Browser die Verwaltungsseite öffnen. Damit ist jetzt durch die GNOME-Shell Extension List Schluss. Die Erweiterung tut das, was der Name schon suggeriert: Sie zeigt eine Liste der installierten Erweiterungen direkt in der GNOME-Shell in einem eigenen Reiter an.

Die GNOME-Shell Extension List

(Via ubuntu-perience)

Die LibreOffice Info-Graphik vom Mai 2012

20. Juni 2012
von Christoph
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Die LibreOffice Info-Graphik vom Mai 2012

Nach dem ganzen Knatsch rund um OpenOffice.org, den mangelnden Support von Oracle und der Gründung der Document Foundation, die nun LibreOffice unter eigener Regie fortführt, hat die TDF nun einmal die Zeit Revue passieren lassen und eine Info-Grafik zum Stand der Entwicklung gemacht. Auffällig ist, dass die Zahl der LibreOffice-Hacker nach dem großen Crash und dem Abgang aller Oracle/Sun-Entwickler fast stetig gestiegen ist, die Anzahl der Commits ist allerdings starken Schwankungen unterworfen, was die TDF jedoch als normaler Entwicklung in einem Open-Source Projekt bezeichnet.

Den größten Part hinter LibreOffice stemmen nach wie vor Suse, RedHat und das Heer an freien Hackern. Der Held der ganzen Arbeit ist wohl aber Caolan McNamara, seit September 2010 hat er fast ein Viertel aller Commits in den Quellcode von LibreOffice eingepflegt. In seinem Blog zieht Caolan kurz ein Fazit über seine 8000 Commits über die letzten zwölf Jahre. Er erzählt auch ein bisschen aus dem Nähkästen, als es unglaublich nervig wurde als Nicht-Sun-Mitarbeiter seinen Code ins OpenOffice.org-Projekt zu bekommen.

Die LibreOffice Info-Graphik vom Mai 2012

Google Plus das richtige Thumbnail für Links verpassen

20. Juni 2012
von Christoph
12 Kommentare

Google Plus und Facebook das richtige Thumbnail zu euren Artikeln verpassen

Als Blogger betrachte ich das Treiben in den sozialen Netzwerke wie Facebook oder Google+ mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen führen mit dir Netze viele, viele Besucher zu, an manchen Tagen kommen locker schon mal drei, vier hundert Leser über Facebook und Co. zu mir. Auf der anderen Seiten ziehen die sozialen Netze die Diskussionen vom Blog ab, so dass Leser den einen oder anderen wertvollen Kommentar nicht sehen. Egal wie man es sieht, die Netze sind da und wie “müssen” mit ihnen leben, von daher machen wir doch das beste draus. Was mich bei mir hier im Blog nervte war das Einbinden der Vorschau-Bilder bei Google+. Anstatt das eigentliche Artikel-Bild schnappte sich Google Plus die Header-Grafik, mit ein paar Zeilen im Header-Bereich der Seite lässt sich Google+ das richtige Bild verklickern.

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Cryptocat

19. Juni 2012
von Christoph
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Verschlüsselter Browser- bzw. App-basierter Chat mit Cryptocat

Neben den marktwirtschaftlich orientierten Datenkraken Google und Facebook, sammeln auch unserer Regierungen immer fleißiger Daten über unserer Kommunikation. Kein Wunder also, dass verschlüsselte Kommunikation immer mehr ein Thema wird, das auch Otto-Normal-User interessiert. Bei einer Recherche zu TorChat, das das Tor-Netzwerk für eine anonymen und komplett verschlüsselten Chat nutzt, bin ich auf das Cryptocat Projekt gestoßen, das im Ausland schon einige Presse erfahren hat, mir aber hier in Deutschland noch unbekannt war. Cryptocat bietet sicherere verschlüsselte Chats und Datentansfers über einen Web-Chat, Browser-Erweiterungen oder native Apps für mobile Geräte.

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Google PageSpeed Insights als Webseite und Chrome-Erweiterung

19. Juni 2012
von Christoph
2 Kommentare

Google PageSpeed Insights als Webseite und Chrome-Erweiterung

Wenn man Webseiten erstellt und betreibt, ist es nicht nur wichtig zu sehen, wie gut die Seite mit verschiedenen Browsern dargestellt wird, sondern auch wie schnell sie lädt. Kritisch ist hier nicht nur die Performance des Webspaces oder Webservers, sondern vielmehr die Gestaltung der Page selber. Im Netz tummeln sich daher zahlreiche Tools wie bspw. GTmetrix oder Yslow, um nur die zwei populärsten zu nennen, mit denen sich die Ladezeit einer Webseite objektiv analysieren lässt.

Google PageSpeed Insights

Recht neu im Spiel ist jetzt Google mit PageSpeed Insights, einem Online-Tool das jetzt auf den ersten Blick nicht wirklich was großartig Neues verspricht, die Analyse aber schön gegliedert aufbereitet, die Kritik-Punkte erklärt und auch gleich Online-Tipps mit weiteren Informationsquellen gibt. Schlicht aufbereitet bekommt Ihr einen allgemeinen Score und nach Schwere des Problems sortiert Empfehlungen, wo und wie Sekunden an der Ladezeit eurer Page abschälen könnt. Wer möchte kann sich das Ganze auch als Erweiterung in seinen Chrome-Browser einbauen, unter Chromium funktioniert die Erweiterung allerdings leider nicht.

PageSpeed Insights für Google Chrome

Linus Torvalds sagt “NVidia Fuck You!”

17. Juni 2012 von Christoph | 17 Kommentare

Linus spricht vor der Aalto University Center for Entrepreneurship, und ganz ehrlich, der Auspruch macht mir Linus noch sympatischer (ab 49:40): “NVidia has been one of the worst trouble spots we’ve had with hardware manufacturers, and that is really sad, because NVidia tries to sell chips, a lot of chips, into the Android market, and Nvidia is the single worst company we ever dealt with, so NVidia: Fuck you!” Recht hat er, auch wenn NVidia-Karten in meinen Systemen immer gut funktioniert haben, auch wenn ich mit reinen Intel-Systemen mittlerweile deutlich happier bin.

(Via Reddit)