Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

10. August 2011
von Christoph
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iPod Touch und iPhone unter Ubuntu Natty mit Musik und Daten befüllen

Wer hätte es gedacht, dass es für mich einfach ist unter Ubuntu einen iPod Touch mit Musik auszustatten, als unter Windows… Meine Musik liegt generell auf einer Netzwerkfreigabe meiner FRITZ!Box. Somit kann ich von überall im Haus auf meine Musik zugreifen, allerdings ist die Performance nicht gerade toll, was wohl iTunes dazu bewegt beim Start in die ewigen Jagdgründe abzutauchen. Die Anwendung hängt, lässt sich nicht bedienen und verursacht laut Taskmanager einen Prozessorlast von 100%.

OK, an dieser Stelle sollte eigentlich gar kein Windows- oder iTunes-Bashing stattfinden, sondern eine kurze Hilfestellung gegeben werden, für Leute bei denen die Synchronisierung von Musik zwischen iPod/iPhone und Banshee nicht funktioniert. Auf meinem Arbeitsplatzrechner wollte sich nämlich Musik partout nicht auf den iPod übertragen lassen. Ich bekam immer nur eine Meldung in der Art “Das Format mp3 wird vom Gerät nicht unterstützt und es wurde kein Konverter gefunden, um es umzuwandeln”…

Synchronisierung des iPods mit Banshee schlägt fehl

In einer virtuellen Maschine mit einer sauberen Installation von Ubuntu Natty funktionierte der Sync jedoch ohne Probleme, irgendwie hatte ich daher wohl mein System verbastelt. Im Netz findet man bzgl. dieser Problematik leider recht viele veraltete Informationen, oft wird auf das PPA von Paul McEnery verwiesen, was nicht wirklich zielführend ist, weil es für Natty diesbezüglich gar keine Pakete enthält.

Die Lösung bei mir war, dass einfach nur das Paket “libimobiledevice-utils” gefehlt hat. Keine Ahnung warum das Paket bei mir auf einmal nötig ist, denn in der Standardinstallation von Natty ist es nämlich gar nicht installiert und die Synchronisierung funktioniert trotzdem. Auf jeden Fall klappt nun nach der Installation des Pakets…

$ sudo apt-get install libimobiledevice-utils

…auch wieder das Überspielen von Musik. Banshee stört sich auch nicht dran, dass die Musik bei mir etwas langsamer über das Netz eintröpfelt, das Programm schaufelt trotzdem brav die Musik auf das Apple-Kistchen.

7. August 2011
von Christoph
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Logo-Wettbewerb für den Scheckkarten-PC Raspberry Pi

Vielleicht habt ihr ja schon vom 25$ Mini-Pc Raspberry Pi (Wikipedia) gehört. Der scheckkartengroße, vollständige und mit Linux lauffähige PC steht in den Startlöchern und soll Ende dieses Jahres für $25 bzw $35 zu haben sein. Aktuell sucht das Projekt Designer, die ein Logo für den Raspberry Pi entwerfen möchte. Großes Geld ist bei der Aktion nicht zu verdienen, doch Ruhm und Ehre ist dem Gewinner sicherlich gewiss, zudem gibt es noch folgende Preise…

  1. A Raspberry Pi Model B
  2. An invitation to the Raspberry Pi launch party for two people
  3. The right to use the basic logo and identify him/herself as the logo designer.

Das Logo muss bis zum 30. September beim Projekt per Mail eingegangen sein und eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Auf der Homepage findet ihr sämtliche Informationen zum Wettbewerb.

Der Raspberry Pi ist ein Einplatinen-Computer, der von der Raspberry Pi Stiftung selber entwickelt wird. Er soll speziell Schüler für grundlegende Computerwissenschaften begeistern. Der Raspberry Pi wird in seiner endgültigen Form nicht größer als ein USB-Stick sein und als Schnittstellen einen USB-Port und einen HDMI-Anschluss besitzen, so dass man Periperiegeräte anschließen kann. Das teurere Modell – das es im Rahmen des Logowettbewerbs zu gewinnen gibt – beinhaltet mehr Arbeitsspeicher und einen 10/100Mbit/s Netzwerkport.

Ja wo isser denn, ja wo isser denn?

Als System können wohl prinzipiell sämtliche Linuxe eingesetzt werden. Auf dem obigen Bild sieht man ein Ubuntu mit Xserver und allem drum und dran. Leider konnte ich kein Video auftreiben, bei dem man den Raspberry Pi im Betrieb sehen kann, mich würde es sehr interessieren wie flüssig so ein Ding mit GNOME läuft. Aber wahrscheinlich macht sich der Rasperry Pi als Mini-Server ganz gut.

Kompakter Mono-Laser Samsung ML-2851ND unter Ubuntu Linux

7. August 2011
von Christoph
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Kompakter Mono-Laser Samsung ML-2851ND unter Ubuntu Linux

Nachdem mir mein guter alter HP Laserjet 4000N einfach zu groß wurde, war leider ein neuer Drucker fällig. Eigentlich ist so ein richtiger Office-Drucker ideal, es gibt Toner die mehr als 10.000 Seiten durchhalten für weniger als 20 Euro, aber irgendwie muss das Mordsdrum auch seinen Platz finden, was bei mir leider nicht mehr der Fall war. Die Kriterien für den Neukauf waren demnach kompakte Abmasse, erträgliche Druckkosten, eingebauter Duplexer und LAN-Anschluß (sowie am besten WLAN).

Die Sache mit dem WLAN lässt sich jedoch leider nicht so kostengünstig lösen, das günstige Modell in dieser Klasse ist der Brother HL-2270DW (Roman hatte dieses Modell auch schonmal unter seinen Fingern), doch ~200 Euro waren mir persönlich zu viel für einen Drucker. Von daher wurde es ein Samsung ML-2851ND (Partnerlink), der Drucker ist fast genauso kompakt wie der Brother, ist aber mit ~120 Euro in der Anschaffung sowie letztendlich auch im Verbrauch günstiger.

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6. August 2011
von Christoph
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Happy Birthday WWW!

Irgendwie komisch, in der Presse liest man einiges über den 20. Geburtstag des WWW, in der Blogosphäre jedoch dagegen kaum etwas? Nun ja egal, Happy Birthday WWW! Alles Gute zum Geburtstag, mögest du doch bitte möglichst ungefiltert die nächsten 20 Jahre überstehen! Mehr Glückwünsche gibts auch aus dem Kreißsaal Cern, in dem das WWW geboren wurde.

The WWW project was started to allow high energy physicists to share data, news, and documentation. We are very interested in spreading the web to other areas, and having gateway servers for other data. Collaborators welcome! I’ll post a short summary as a separate article.

Tim Berners-Lee am 6. August 1991

YaWOS, ein alternatives auf Ubuntu basierendes Betriebssystem für das WeTab mit KDE als Desktopumgebung

6. August 2011
von Christoph
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YaWOS, ein alternatives auf Ubuntu basierendes Betriebssystem für das WeTab mit KDE als Desktopumgebung

Vor einiger Zeit wurde das famose, aber irgendwie doch gefloppte WeTab ja recht günstig abverkauft. Damals konnte man das Gerät für 333 Euro kaufen, vielleicht hat ja einer von euch beim Abverkauf zugeschlagen und sucht nun einen Weg “mehr” aus dem WeTab herauszukitzeln. Die Community rund um das WebTab arbeitet aktuell daran Ubuntu in Form einer angepassten Distribution namens YaWOS (Yet another WeTab OS) zu bringen.

YaWOS basiert auf Kubuntu 11.04 und wurde speziell für das Touch-Display des WeTabs angepasst. So gibt es z.B. links und rechts große Panels oder die Fensterleisten sowie Icons in Anwendungsprogrammen wurden vergrößert, damit man diese leichter mit den eigenen Wurstfingern erwischen kann. So lässt sich Kubuntu leichter auf dem Touchscreen des WeTabs nutzen.

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6. August 2011
von Christoph
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Vereinfachtes Anmeldeprozedere bei Google+

Google hat das Anmelde-Prozedere bei Google+ geändert, zwar kann man sich immer noch nicht ohne eine Einladung anmelden, allerdings wurde die Aktion deutlich vereinfacht. Bislang musste man Jemanden kennen, der bereits einen Account bei Google+ besaß, diesem dann seine E-Mail-Adresse mitteilen und um eine Einladung bitten. Dieser Aufwand ist nun nicht mehr nötig, viele Google+er (wohl nicht alle) haben jetzt einen Link, über den sie Kontakte direkt einladen können. Wer also noch nicht bei Google+ ist und sich den Spaß einmal anschauen möchte, der kann diesem Link folgen (oder auf das Bild klicken)…

…und sich anmelden. Laut Google können sich über den Link 150 Leute ihre Account bei Google+ freischalten. Wer will und mag kann mich dann auch gleich in seine Kreise ziehen. Entgegen Facebook, Twitter, Identi.ca und Co. die ich wirklich nur noch als reine Newsticker für Linux und Ich verwende werde, gibts auf Google+ Interaktion mit mir ;)

[UPDATE 7.8.2011: Meine 150 Einladungen sind bald weg. Daher sammle ich hier an diese Stelle mal Links aus der Community... Link1, Link2, Link3 usw...]

5. August 2011
von Christoph
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Google Navigation 5.8.0 kann nicht auf Kontakte zugreifen

Google Navigation findet keine Kontakte mehr

Gestern war ich etwas verdutzt, als ich zu einem Bekannten fahren wollte und Google Navigation keinen Zugriff auf meine Kontakte hatte. Hatte schon im ersten Moment Angst, dass ich irgendwie alle meine Kontakte aus meine Handy gekegelt hätte, doch ein Blick in die Kontakte-App bestätigte, dass nur Google Navigation das Problem ist, auch AndroidCentral berichtet ähnliches.

Das Problem scheint bei Google Maps 5.8.0 zu liegen, das ja auch die Navigations-App beinhaltet. Entweder versucht man als Workaround eine ältere Version zu installieren, oder man lässt die Route über einen Umweg über die Kontakte-App berechnen… Kontakte -> Kontakt auswählen -> Adresse in Google Maps anzeigen -> auf “Schild in Karte” tippen -> Und Route letztendlich über das Symbol oben berechnen lassen. Für einen richtigen Fix, muss man wohl auf ein Update seitens Google warten.

[UPDATE 17.8.2011: Heute ist ein Update der Google Maps App auf 5.9.0 erschienen. Neben ein paar Änderungen bzgl. der Navigation mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ist nun auch dieses Problem behoben worden. Die Navigations-App sollte wieder auf eure Kontakte zugreifen können.]

4. August 2011
von Christoph
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Workaround für Speicherzugriffsfehler beim Start des Emerald Fensterdekorators unter Ubuntu Natty 11.04

Henric hat in den Kommentaren zum Beitrag GNOME mit Emerald und dem Ordinance-Theme geschrieben, dass bei ihm unter Ubuntu Natty 11.04 der für das Theme benötigte Fensterdekorator Emerald nicht starten möchte. Das Problem liegt leider an einem bislang nicht behobenen Bug, der verhindert dass Emerald mit der von Natty benutzten Compiz-Version zusammenarbeiten kann. Das Problem äußert sich mit einem Speicherzugriffsfehler beim ausführen von

emerald --replace

und dem anschließenden Fehlen sämtlicher Fensterdekorationen.

Emerald stürzt unter Natty mit einen Speicherzugriffsfehler ab

Das Problem ist “Upstream” schon behoben und in den aktuellen Alphas der kommenden Ubuntu-Version “Oneiric Ocelot” ist die Änderung schon eingebaut worden, doch für Natty steht der Bug bis dato noch auf “Fix Committed”, so dass man auf die endgültige Fehlerbehebung noch warten müsste. Allerdings gibt es ein PPA aus dem man die aktualisierte Emerald-Version auch jetzt schon installieren kann…

$ sudo add-apt-repository ppa:malteworld/compiz
$ sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Danach lässt sich Emerald auch wieder planmäßig starten. Wer sich den Fix lieber von Hand installiert, der findet unter demonic.cc Hinweise wie man Emerald via git auscheckt, die Abhängigkeiten zum kompilieren installiert und letztendlich wie man Emerald kompiliert.

Mit der aktuellen Version von Emerald tut es wieder

4. August 2011
von Christoph
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Integration des Evolution Data Servers in Thunderbird

Es ist ja kein Geheimnis, dass Canonical für die kommende Ubuntu-Version beschlossen hat, Thunderbird als von Haus aus installiertes Mail-Programm zu nutzen. Thunderbird löst damit den schon oft kritisierten Backstein Evolution ab. Damit dieser Umstieg möglichst leicht vonstattengeht, arbeitet Canonical wohl direkt mit Mozilla zusammen. Als Ergebnis dieser Arbeit hat das Mozilla Lab nun eine Erweiterungen vorgestellt, die Thunderbird das Adressbuch des Evolutionen Data Servers nutzen lässt.

Somit können Evolution und Thunderbird parallel laufen und die selben Adressen nutzen. Im Video scheint das ganz gut zu funktionieren, doch für eigene Tests braucht es wohl die aktuelle Alpha von Onereic, da anscheinend nur dort der EDS und Thunderbird neu genug sind, so dass die Zusammenarbeit klappt. In meinen Test mit Natty und einem aus dem Thunderbird-Next PPA installierten Thunderbird 6 funktionierte die Anbindung noch nicht. Dennoch finde ich es klasse zu sehen, dass weiter in Richtung Portabilität der Daten gearbeitet wird. Wenn man leicht von Programm A zu Programm B umsteigen kann, dann nutzt das letztendlich primär uns Anwendern etwas.

//PS: Um Diskussionen vorzubeugen: Natürlich lässt sich auch in zukünftigen Ubuntu-Versionen Evolution nutzen. Der Umstieg hinzu Thunderbird betrifft nur die Standard-Installation. Wer lieber Evolution als Thunderbird nutzt, der installiert Evolution einfach über die Paketverwaltung nach und schmeißt Thunderbird von der Platte.