Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Vorträge und Video-Workshops zu Vim

21. Oktober 2011 von Christoph Langner | 2 Kommentare

Cyrano hat mich in einem Kommentar zum interaktiven Vim Tutorial auf einen Vortrag von Bram Moolenaar hingewiesen. Bram ist der Haupt-Entwickler und die treibende Kraft hinter dem mächtigen Editor. Im Vortrag wird in fast 1,5 Stunden Vim ausführlich vorgestellt, er ist zwar von 2007 und somit etwas angestaubt, aber vom DEM Menschen hinter Vim das Programm ausführlich erklärt zu bekommen ist sicherlich keine verschenkte Zeit.

Vielleicht noch besser ist ein Tipp zu Derek Wyatts Blog. Derek erklärt in seiner sympatisch flapsigen Art in einem ganzen Vim Video-Workshop den Editor von Alpha bis Omega. Die Videos sind wirklich empfehlenswert, denn Derek erklärt nicht nur was wie funktioniert, sondern sagt auch warum man es so machen sollte. Ich binde mal das erste seiner zig Videos an dieser Stelle ein. Es erklärt gut warum es eine gute Idee sein könnte sich das Know-How Vim zu Bedienen anzueignen.

Mit einer halben Stunde Laufzeit ist es deutlich kompakter als das zuerst vorgestellte Video. Ihr könnt auch direkt auf Vimeo das Video ansehen, dort habt ihr den Vorteil, dass ihr über Bookmarks direkt zu den für euch interessanten Passagen springen könnt.

20. Oktober 2011
von Christoph Langner
7 Kommentare

Mit dem Y PPA Manager nach dem Upgrade auf Oneiric deaktivierte PPA-Paketquellen reaktivieren

Vielleicht mal ein schneller Tipp für alle, die gerade dabei sind ihr Ubuntu-System zu aktualisieren bzw. die diese Arbeit schon hinter sich haben. Alin Andrei vom WebUpd8-Blog hat seinem Y PPA Manager eine Funktion spendiert, die besonders nach einem Upgrade auf die neue Ubuntu-Version von Nutzen sein kann. Im Laufe des Upgrades werden ja sämtliche zusätzliche Paketquellen deaktiviert. Wer mehr als ein nur paar PPAs im Einsatz hat, der muss nach dem Upgrade bei jedem PPA überprüfen, ob dieses schon für Oneiric aufbereitet wurde und dieses dann neu zur Paketverwaltung hinzufügen.

Der Y PPA Manager für Ubuntu

Der Y PPA Manager kann einem nun diese Arbeit abnehmen. Nach dem Upgrade kann man über den Advanced-Button sagen, dass alles zuvor deaktivierten PPAs wieder aktiviert werden sollen. Das Programm macht dies nicht einfach blind, sondern überprüft ob jedes PPA auch wirklich schon für Oneiric zur Verfügung steht. Fällt der Check positiv aus, dann wird die Quelle wieder aktiviert und natürlich der zur aktuellen Ubuntu-Version passende Zweig eingetragen.

$ sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/y-ppa-manager
$ sudo apt-get update && sudo apt-get install y-ppa-manager

Ich persönlich hätte die Funktion nach dem Upgrade meines Rechners – auf dem ich zugegeben viel zu viel experimentiere – ganz gut gebrauchen können. Jedes einzelne PPA durchzugehen und es von Hand wieder zu aktiviert hat mich schon ein Stündchen gekostetet. Mit der neuen Funktion des Y PPA Manager wäre das garantiert schneller von der Hand gegangen.

Allerdings würde ich nach einem Upgrade nicht blind wieder jedes PPA aktivieren, selbst wenn es schon für die neue Version aufbereitet wurde. So ein Upgrade würde ich immer zum Großreinemachen bei den genutzten PPAs nutzen. Eventuell ist das PPA ja gar nicht mehr nötig, weil das Programm schon direkt in den Quellen von Ubuntu aktualisiert wurde etc.

 

Happy Birthday Ubuntu!

20. Oktober 2011
von Christoph Langner
7 Kommentare

Happy Birthday Ubuntu!

Schon komisch, Ubuntu gehört für mich trotz des Erfolgs irgendwie noch zu den “Newcomern” unter den Linux-Distributionen. Dabei steht in meinem Kalender, dass die Distribution heute bereits ihren siebten Geburtstag feiert! Debian, Redhat oder Suse sind fast von Anbeginn an dabei, Ubuntu steckt dagegen eigentlich nach wie vor in seinen Windeln.

Nichts desto trotz: Alles Gute zum Geburtstag!

Von Warty bis hin zu Oneiric war es ein langer Weg… sieben Jahre, 15 Versionen, viele Diskussionen, eine riesige Community, immerwährende Entwicklungen. Ich bin gespannt wohin die Reise die nächsten Jahre gehen wird. Vergleiche ich das Ubuntu von damals mit dem von heute, so muss ich sagen dass der Komfort und die Kompatibilität enorm zugenommen haben.

Ubuntu Warty Warthog 4.10

Graphische Installer? Live-CDs? Das gab es damals nicht. Webcams? WLAN-Karten? Viele Hardware, die heute weitestgehend problemlos läuft, war damals so gut wie gar nicht zum Laufen zu bekommen. Nach wie vor gibt es natürlich immer wieder Hürden, die es zu überwinden gilt, doch im Vergleich zu früher sind das doch eigentlich nur noch Stolpersteine.

Wer sich das gute alte Warty nochmal ansehen möchte, der kann findet auf old-releases.ubuntu.com noch die iso-Images aus den Anfangstagen von Ubuntu. Leider wollte sich Warty nicht auf Anhieb in einem aktuellen VirtualBox installieren, nicht umsonst schimpft sich Warty das hässliche Warzenschwein ;)

(Bildquellen: wiki.ubuntuusers.de, CC BY-NC-SA und kattni, CC BY-NC-SA, Flickr)

GNOME-Shell neu starten falls Übersicht falsch dargestellt wird

20. Oktober 2011
von Christoph Langner
26 Kommentare

GNOME-Shell neu starten falls Übersicht falsch dargestellt wird

Ich bin mittlerweile ein ziemlicher Freund der GNOME-Shell. Ich benutze sie schon seit längerer Zeit, erst unter Fedora 15, dann unter Ubuntu Natty 11.04 mit dem PPA des GNOME3 Teams und jetzt eben GNOME 3.2 aus Ubuntu Oneiric 11.10 heraus installiert. Allerdings habe nun in Oneiric des öfteren das in Bug #84481 beschriebene Problem, so dass die Übersicht falsch dargestellt wird. Es sind Fenster zu sehen, die eigentlich gar nicht auf dem aktuellen Desktop liegen und nicht alle Fenster werden komplett dargestellt. Wo genau das Problem liegt ist mir leider bislang nicht bekannt, es scheint aber Anwender mit Nvidia, ATI oder auch Intel-Grafikkarten gleichermaßen zu treffen.

Fehlerhafte Übersicht der GNOME-Shell in Ubuntu Oneiric 11.10

Sobald das Problem auftritt, bekommt man es leider nicht mehr so schnell los. Es verschwindet erst, wenn man die GNOME-Shell neu startet, indem man sich bspw. aus- und wieder einloggt. Aber zum Glück gibt es noch einen besseren Weg die Shell neu zu laden. Drückt Alt+F2 und gebt einfach “r” oder “restart” ein, danach flackern die Fenster auf dem Schirm kurz und die Shell sollte sich wieder wie gewünscht verhalten.

Die GNOME-Shell neu starten

Weitere Tipps&Tricks zur GNOME-Shell findet ihr übrigens im Gnome-Shell CheatSheet. Jeder, der mit dem Gedanken spielt die Shell einmal zu testen, sollte sich diese Übersicht auf jeden Fall einmal ansehen.

Offline-Editor für Forenbeiträge oder Wikiartikel auf ubuntuusers.de (Oder anderen Inyoka-Instanzen)

20. Oktober 2011
von Christoph Langner
10 Kommentare

Offline-Editor für Forenbeiträge oder Wikiartikel auf ubuntuusers.de (Oder anderen Inyoka-Instanzen)

Beim Sichten meiner Newsfeeds ist mir gerade der Offline-Editor für ubuntuusers.de InyokaEdit auf Launchpad aufgefallen. Leider konnte ich auf Ubuntuusers.de keine Informationen zu ihm finden, von daher stelle ich das kleine Projekt – das laut Versionsnummer 0.0.4 noch ziemlich in den Kinderschuhen steckt -kurz vor: Mit InyokaEdit könnt ihr Beiträge für ubuntuusers.de oder andere Seiten, die auf Inyoka aufbauen (was wohl aktuell nur auf open-slx.de zutreffen wird), direkt auf dem Rechner in einem Editor mit passendem Syntax-Highlighting schreiben. Über eine Vorschau-Funktion könnt ihr das Ergebnis dann sofort im Programm ansehen, ohne dass eine Internetanbindung benötigt wird.

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Stromverbrauch von Geräten mit Sandy-Bridge Chipsatz unter Ubuntu Oneiric 11.10 reduzieren

19. Oktober 2011
von Christoph Langner
100 Kommentare

Stromverbrauch von Geräten mit Sandy-Bridge Chipsatz unter Ubuntu Oneiric 11.10 reduzieren

Der Stromverbrauch von Geräten mit dem aktuellen Sandy-Bridge Chipsatz von Intel ist unter Ubuntu Oneiric 11.10 alles andere als ideal. Das Problem liegt im Kernel 3.0 bzw 3.1, dieser fährt den Grafikteil der CPU bei Nichtgebrauch nicht mehr in den Ruhezustand RC-6, in dem die GPU dann nur sehr wenig Energie braucht. Der Ruhezustand der GPU wurde bewusst deaktiviert, weil man nicht ausschließen konnte, dass dieser nicht zu Problemen rund um die Grafik und die CPU führen kann. Weitere Information und Hintergründe zur Thematik gibt es etwa bei Heise, von daher erspare ich mir weitere Ausführungen an dieser Stelle.

Durch dieses Problem wird die Leistungsaufnahme nun deutlich nach oben getrieben, verschiedene Stellen sprechen von 30 bis 40% mehr Energieverbrauch und damit natürlich eine höhere Temperatur der CPU, schneller drehende und somit lautere Lüfter und logischerweise auch kürzere Akkulaufzeiten. Mit ein paar Kernel-Parametern kann man jedoch auch den Kernel 3.0 aus Ubuntu Oneiric dazu bringen die CPU in den gewünschten RC-6 Zustand zu versetzen, allerdings haben User anschließend von Problemen mit der Grafikausgabe berichtet. Es bleibt daher abzuwägen, ob der Tipp sich für alle Sandy-Bridge Notebooks/Deskops eignet.

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Der neue Roboto-Font aus Android 4.0 aka Ice Cream Sandwich

19. Oktober 2011
von Christoph Langner
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Der neue Roboto-Font aus Android 4.0 aka Ice Cream Sandwich als Download für Android 2.x oder den Desktop

Heute morgen unserer Zeit wurde in Hongkong ja Android 4.0 aka Ice Cream Sandwich vorgestellt. Neben zahlreichen neuen technischen Spielereien wurde auch die Oberfläche deutlich überarbeitet, dazu gehört auch ein neuer Font. Anstatt Droid kommt nun Roboto zum Einsatz, die neue Schrift soll “modern, yet approachable” and “emotional” sein, ich erspare mir das PR-Geschwafel zu übersetzen, wer mehr hören möchte, der kann sich ja die ersten paar Minuten aus der Präsentation von Android 4.0 ansehen. Nichts desto trotz, wer den neuen Font jetzt schon mal ausprobieren möchte, der kann die Schriftart aus dem Netz laden. Mit dem Font Changer kann man sie auch auf einem beliebigen aktuellen – wenn auch gerooteten – Androiden installieren.

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Nautilus Terminal für Nautilus 3.x aus bspw. Ubuntu Oneiric 11.10

18. Oktober 2011
von Christoph Langner
7 Kommentare

Nautilus Terminal für Nautilus 3.x aus bspw. Ubuntu Oneiric 11.10

Updates, die die Abstürze des Nautilus Dateimanagers im Zusammenhang mit den Erweiterungen Nautilus-Open-Terminal und Ubuntu One beheben werden, sind ja mittlerweile veröffentlicht worden. Die Abstürze sollten daher mittlerweile Geschichte sein. Wer dennoch eine Alternative zu Nautilus-Open-Terminal sucht, der sollte sich vielleicht mal Nautilus Terminal ansehen. Die Erweiterungen zaubert ein Terminal direkt in den Dateimanager, in der Version 1.0 versteht sich die Erweiterung jetzt auch mit Nautilus 3.x, so dass man sie unter Ubuntu Oneiric 11.10 benutzen kann.

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Abstürze des Nautilus Dateimanagers in Ubuntu Oneiric 11.10 abstellen

13. Oktober 2011
von Christoph Langner
50 Kommentare

Abstürze des Nautilus Dateimanagers in Ubuntu Oneiric 11.10 abstellen

Ein schneller Tipp für alle, die auf Ubuntu Oneiric 11.10 umgestiegen sind und sich jetzt mit Abstürzen des Nautilus Dateimanagers herumplagen müssen. Bei mir und Anderen verabschiedet sich Nautilus ins Nirvana, sobald man einfach nur den Ordner wechselt. Schuld daran ist die beliebte Erweiterung nautilus-open-terminal, über die man bequem ein Terminalfenster mit dem aktuellen Ordner öffnen kann, Bug #869131 ist die passende Fehlermeldung dazu. Als einziger Workaround bleibt nur die Deinstallation des genannten Pakets, nach einem beherzten…

$ sudo apt-get remove nautilus-open-terminal

…sollte alles wieder normal sein und Nautilus zuverlässig arbeiten. Vielleicht auch gleich noch ein zweiter Hinweis für GNOMEler. Nautilus-Erweiterungen, wie die neue Erweiterung nautilus-image-manipulator, die auf Nautilus-Python setzen sind wohl ALLE defekt, da nautilus-python buggy ist. Nautilus wurde in Oneiric wohl etwas arg vernachlässigt, mich persönlich trifft das Fehlen von Nautilus-Open-Terminal ziemlich hart, da ich diese Funktion gerne benutzt habe.

Erste öffentliche Alpha von CyanogenMod sprich Android für das HP Touchpad ist da!

13. Oktober 2011
von Christoph Langner
6 Kommentare

Erste öffentliche Alpha von CyanogenMod sprich Android für das HP Touchpad ist da!

Heute wurde die erste Alpha von CyanogenMod 7.1.0 für das HP Touchpad vorgestellt. Damit eröffnet sich für jeden Bastler die Möglichkeit Android auf dem Touchpad zu installieren. Die Liste der bereits unterstützen Features ist bereits beachtlich, so kann bspw. schon die komplette Hardware des Touchpads angesprochen werden, doch man warnt ausdrücklich vor Inkompatibilitäten. Viele Apps funktionieren nicht, die Telefonie-Apps sind noch in der Firmware integriert, das Powermanagement ist noch nicht ideal.

Nichts desto trotz kann man nun Android installieren; die Installation erfolgt dabei in einen Teil des integrierten Speichers und WebOS bleibt erhalten. Man kann zwischen beiden OS beim Booten auswählen. Installationshinweise erspare ich mir hier, da ich es selber noch nicht probiert habe. Ihr findet sie am Ende des oben verlinkten Threads im RootWiki-Forum. Als Appetit-Anreger baue ich noch das aktuelle Video des CyanogenMod-Teams hier ein, es zeigt dass Sound, Bluetoth, Netflix oder auch Minecraft schon erstaunlich gut laufen. Einen genauen Releaseplan möchte man nicht erstellen, CyanogenMod für das Touchpad ist fertig, wenn es fertig ist.