Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

23. August 2011
von Christoph Langner
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Gimp 2.7.3 mit Einfenstermodus und Gruppeneffekten

Mal kurz etwas für die Bastler und Gimp-Fans unter euch. Gimp hat die Arbeiten am Einfenstermodus mit der Freigabe der heute erschienenen Testversion Gimp 2.7.3 praktisch für Beendet erklärt, neue Funktionen kommen diesbezüglich nicht mehr dazu, es müssen jedoch noch Bugs behoben werden. So soll jetzt in der aktuellen Entwicklungsversion der Staus des Fenster-Modus beim Beenden der aktuellen Sitzung abgespeichert werden und auch die Arbeit an Filtern für gruppierte Ebenen soll vorangekommen sein, so dass man nun Effekte auf eine ganze Gruppe von Ebenen anwenden kann.

Gimp 2.7.3 in einem Fenster

Ich schreibt das hier alles im Konjunktiv weil, ich das bei meiner Installation von Gimp 2.7.3 noch nicht wirklich nachvollziehen kann. Der Einfenstermodus will immer wieder aktiviert werden und Gruppeneffekte nippeln gnadelnlos ab. Ob es generell an Gimp generell oder an Matt Walkers PPA liegt, kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen. Wer mutig ist, unbedingt einen “Ein-Fenster-Gimp” haben möchte und keine Lust mehr auf GimpBox hat, der kann sich Gimp ja mal aus dem PPA installieren.

$ sudo add-apt-repository ppa:matthaeus123/mrw-gimp-svn
$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Ich konnte bei mir doch einige Fehler feststellen, so dass ich Gimp 2.7.3 keineswegs als “Ist zwar beta, funktioniert trotzdem alles”-Version empfehlen kann. Ich lasse die Version noch ein paar Tage drauf und schau mich mal im Bugtracker um, aber zum Arbeiten kann ich die Version aufgrund der abstürzenden Filter definitiv nicht gebrauchen.

Sollte jemand von euch so mutig sein und die Version ausprobieren wollen, dann findet ihr den Einfenstermodus im Menü “Fenster”. Für die Gruppeneffekte legt ihr über einen Rechtsklick in der Ebenen-Sidebar eine Gruppe an und zieht dann Ebenen in die Gruppe. Wählt dann die Gruppe aus, und lasst einen Effekt wie Schlagschatten, Weichzeichnen und Co. auf die Gruppe los.

22. August 2011
von Christoph Langner
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Download.com schaltet Crapware-Installer vor eigentliches Setup

Könnt ihr euch noch an Download.com erinnern? Diese Seite war für mich einmal genauso wie bspw. Tucows.com ein wahrer Segen. Damals – ich denke das war so Mitte der 90er Jahre – waren mir Worte wie OpenSource oder freie Software noch völlig unbekannt. Ich kannte nur kostenpflichtige Programme, Warez und kostenlose Programme. Und die Programme aus der letzten Gruppe habe ich so gut wie immer über diese zwei Seiten gefunden. Ich kann mich noch ziemlich gut erinnern, dass Tucows eigentlich immer meine erste Anlaufstellstelle für kostenlose Programme für mich war (Bis ich irgendwann mal das wunderbare Essential Freebies Board fand). Nun aber dreht download.com ziemlich ab, und versucht seine Position durch einen unseriösen Crapware-Installer auszunutzen.

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Webseiten mit Chrome/Chromium und der Page Monitor Erweiterung auf Änderungen überwachen

22. August 2011
von Christoph Langner
2 Kommentare

Webseiten mit Chrome/Chromium und der Page Monitor Erweiterung auf Änderungen überwachen

Auch ich kann mich gerade nicht dem 99 Euro Hype rund um das HP Touchpad erwahren. Für den Preis ein Dual-Core Tablet mit knapp 10 Zoll zu bekommen, wäre schon ein starkes Stück. Allerdings ist das wohl schwer bis gar nicht mehr möglich, da die Homepage von HP komplett überlaufen und eigentlich alle Online-Shops ausverkauft sind, die das HP Touchpad zu diesem Preis im Angebot hatten. Bleiben also nur noch die Shops, die das Gerät noch im Angebot, den Preis allerdings noch nicht reduziert haben. Doch wie erfährt man, wann diese Shops den Preis angepasst haben? Ich hatte wenig Lust den Tag über eine Reihe von Webseiten im Browser offen zu haben und reihum F5 zu drücken. Mit Specto gibt es ein Programm in den Quellen der meisten Distributionen, die Webseiten auf Änderungen überwachen können, doch das Add-on Page Monitor für Chrome/Chromium gefällt mir besser, da es der Page Monitor einem sehr einfach macht nur eine bestimmte Stelle einer Webseite auf eine Änderung hin zu kontrollieren.

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Vorsicht bei gut gemeinten Tipps und Ratschlägen für die Shell

21. August 2011
von Christoph Langner
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Vorsicht bei gut gemeinten Tipps und Ratschlägen für die Shell

Gerade bin ich bei commandlinefu.com über folgenden kleinen kurzen Code-Schnipsel gestolpert. Ich möchte dem Autor nicht unterstellen, dass er da mit Absicht sämtliche Dateien im aktuellen Verzeichnis löschen möchte (sonst stünde dort vielleicht gleich ein

rm -rf !(logo.png);

). Doch so ein Fall zeigt mal wieder, dass man beim Übernehmen von gut gemeinten Ratschlägen immer Vorsicht walten lassen sollte. Gerade wenn der entsprechende Beitrag nicht durch ein Peer-Review gegangen ist sollte man immer ein bisschen Skepsis beibehalten…

commandlinefu.com

Mit LugduloV Leihräder auf der ganzen Welt finden

20. August 2011
von Christoph Langner
2 Kommentare

Mit Lugdulo’V Leihräder auf der ganzen Welt finden

Mal eine etwas exotische Anwendung für zwischendurch. Ich kenne einige Leute, die ab und an ganz gerne Leihräder von Call a Bike nutzen. Hier in Karlsruhe ist das nicht so attraktiv, aber in Stuttgart oder Hamburg sind z.B. die ersten 30 Minuten kostenfrei. Von daher ist das Leihrad bei kürzeren Strecken sicherlich eine Alternative zu den öffentlichen Transportmitteln. Für Android und iOS gibt es ja zu dem praktische Apps, mit dem man die Räder leichter findet und ausleihen kann. Neben diesem Bahn-Projekt gibt es jedoch in Deutschland und in vielen anderen Städten weltweit ebenfalls ähnliche Projekte mit Leihräder. Die plattformunabhängige und quelloffene Anwendung Lugdulo’V möchte helfen einfacher zu diesen Rädern zu finden.

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Das Synology NAS DS211j unter Ubuntu bzw. Linux

19. August 2011
von Christoph Langner
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Das Synology NAS DS211j unter Ubuntu bzw. Linux

Von Synology habe ich für ein paar Wochen ein NAS vom Typ Synology DS211j (*) für einen Test gestellt bekommen, den ich nun endlich mal ins Blog bekommen muss. Die Synology DiskStation DS211j ist ein klassisches NAS mit Platz für zwei Platten, je nach Konfiguration kann man diese als RAID zusammenschließen oder sie auch einzeln betreiben. Somit könnt ihr entweder Datenverlust durch den Tot einer der Platten vorbeugen oder den größtmöglichen Speicherplatz im Netz bereitstellen. Bei den heutigen Preisen für mehrere TB starke Platten (*) würde ich die RAID-Variante bevorzugen, denn eine defekte Platte hat man schneller als einem lieb ist und da Murphy bekanntlich ein Arsch ist, hat man sich im Vorfeld natürlich auch nie ordentlich um Backups gekümmert. Die aktuellen NAS-Geräte von Synologie basieren alle auf einer eigenen Linux-Distribution, die über ein Web-Frontend bedient werden, das macht sie natürlich für mein Blog hier besonders interessant.

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Legales Musik-Streaming Simfy aus Deutschland unter Ubuntu Linux

18. August 2011
von Christoph Langner
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Legales Musik-Streaming mit Simfy aus Berlin unter Ubuntu Linux

Da einige Blogs in der letzten Zeit so sehr von Simfy geschwärmt haben, wollte ich mir den noch recht jungen Laden auch mal angesehen und muss gestehen, dass mir die Kinnlade mit einem lauten Knall auf den Tisch gefallen ist. Legal, ohne Gefrickel, Millionen von Songs und komplette Alben, aktuelle Hits oder Exoten kostenlos über den Browser oder eine Adobe Air App abspielen. Über Werbung finanziert, füllt Simfy somit eine lange unerfüllte Lücke in der deutschen Internetlandschaft. Wer möchte kann mit einen kostenpflichtigen Premium-Account auch Simfy auf dem Android-Gerät oder iPhone/iPod/iPad nutzen und die Songs zwischenspeichern, so dass man sie auch offline hören kann.

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Mit dem FRITZ!App Ticker verpasste Anrufe auf dem Handy sehen

16. August 2011
von Christoph Langner
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Mit dem FRITZ!App Ticker verpasste Anrufe auf dem Handy sehen

AVM mausert sich so langsam zum richtigen Android-Spezialisten. Neben der FRITZ!App Fon Anwendung, mit der man mittels Android-Handy über die FRITZ!Box Anrufe führen und empfangen kann, gibt es jetzt nun noch eine zweite Anwendung für Besitzer einer FRITZ!Box, die ich eigentlich ein bisschen praktischer als die Telefone-App finde. Mit dem Widget FRITZ!App Ticker habt ihr verpasste Anrufe auf die FRITZ!Box immer im Blick, selbst wenn ihr gerade nicht zuhause seid. Ich für meinen Fall finde das recht praktisch, da mein altes Siemens-DECT Telefon zwar durch eine Leuchte signalisiert, dass eine Nachricht oder ein verpasster Anruf vorliegt, doch das Telefon ist mir viel zu träge um mich durch die Menüs zu klicken.

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Happy Birthday Debian. Gratulation zum 18!

16. August 2011
von Christoph Langner
5 Kommentare

Happy Birthday Debian. Gratulation zum 18!

Falls ihr es nicht mitbekommen haben solltet, am 16.8. eines jeden Jahres feiert Debian mit dem so genannten Debian Day seinen Geburtstag! Diesmal ist es jedoch nicht nur ein Geburtstag, nein es ist DER Geburtstag, denn Debian wird endlich erwachsen. Vor 18 Jahren, am 16. August 1993, hat Ian Murdock Debian über comp.os.linux.development aus der Taufe gehoben…

This is just to announce the imminent completion of a brand-new Linux release, which I’m calling the Debian Linux Release.  This is a release that I have put together basically from scratch; in other words, I didn’t simply make some changes to SLS and call it a new release.  I was inspired to put together this release after running SLS and generally being dissatisfied with much of it, and after much altering of SLS I decided that it would be easier to start from scratch.  The base system is now virtually complete (though I’m still looking around to make sure that I grabbed the most recent sources for everything), and I’d like to get some feedback before I add the “fancy” stuff.

Seitdem ist viel passiert. Debian wurde in dieser Zeit über sechs Ausgaben hin immer wieder aktualisiert. Drei Jahre pro Version ist natürlich eine lange Zeit und vielleicht auch für den Desktop nicht immer angemessen, doch Debian hat mich über die Jahre eigentlich nie enttäuscht. Schaut man sich die Ziele von damals an, so sieht man dass sie eigentlich auch heute noch sehr gut passen.

  1. Debian will be sleeker and slimmer. No more multiple binaries and manpages.
  2. Debian will contain the most up-to-date of everything. The system will be easy to keep up-to-date with a ‘upgrading’ script in the base system which will allow complete integration of upgrade packages.
  3. Debian will contain a installation procedure that doesn’t need to be babysat; simply install the basedisk, copy the distribution disks to the harddrive, answer some question about what packages you want or don’t want installed, and let the machine install the release while you do more interesting things.
  4. Debian will contain a system setup procedure that will attempt to setup and configure everything from fstab to Xconfig.
  5. Debian will contain a menu system that WORKS… menu-driven package installation and upgrading utility, menu-driven system setup, menu-driven help system, and menu-driven system administration.
  6. Debian will make Linux easier for users who don’t have access to the Internet. Currently, users are stuck with whatever comes with SLS. Non-Internet users will have the option of receiving periodic upgrade packages to apply to their system. They will also have the option of selecting from a huge library of additional packages that will not be included in the base system. This library will contain packages like the S3 X-server, nethack and Seyon; basically packages that you and I can ftp but non-netters cannot access.
  7. Debian will be extensively documented (more than just a few READMEs).
  8. As I put together Debian, I am keeping a meticulous record of where I got everything. This will allow the end-user to not only know where to get the source, but whether or not the most recent version is a part of Debian. This record will help to keep the Debian release as up-to-date as possible.
  9. Lots more, but I’ll detail later…

Debian ist sehr schlank und kompakt, Debian ist einfach aktuell zu halten, Debian lässt sich einfach installieren und konfigurieren, Debian ist klasse dokumentiert usw… ohne Debian wäre freie Software nicht da, wo sie heute ist.

Solltet ihr selber ein Dankeschön für Debian hinterlassen wollen, so schaut einfach mal bei http://thank-you.debian.net vorbei oder schickt einen Beitrag über Twitter oder Identi.ca mit dem Hashtag #thxdebian raus.