Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

pipelight-logo

8. April 2014
von Christoph
4 Kommentare

Pipelight 0.2.6 kommt nun auch ohne die Änderung des User-Agents aus

Viele Linuxer nutzen inzwischen ja Pipelight, um auch unter Debian, Ubuntu und Co. Video-On-Demand-Dienste wie Watchever, Maxdome oder auch Amazons neues Instant Video sehen zu können, ohne auf Windows ausweichen zu können. In der Praxis funktioniert dies erstaunlicherweise sehr gut und ohne große Probleme, allerdings musste man den User-Agent des Browser ändern, da viele Dienste nur an Windows-Browser streamen möchten — was natürlich eigentlich auch so geplant ist. Das Update macht diese Änderung nun obsolet.

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heartbleed

8. April 2014
von Christoph
16 Kommentare

Flüsterpost: Fahrt Updates eurer Rechner, der Heartbleed Bug macht OpenSSL Ärger!

Programme haben eigene Webseiten, Projekte haben eigene Webseiten, der Friseursalon Haarmonie und der Backshop nebenan haben Webseiten… seit Neustem bekommen nun aber auch Bugs eigene Homepages. Alles über den die Sicherheit von SSL/TLS von OpenSSL betreffenden Heartbleed Bug lässt sich unter heartbleed.com nachlesen. Betroffen sind die OpenSSL-Versionen von 1.0.1 bis 1.0.1f, die wohl die meisten aktuellen Linux-Distributionen mitbringen sollten.

Alle ordentlichen Distributionen sollten schon Updates für OpenSSL bereitstellen.

Alle ordentlichen Distributionen sollten schon Updates für OpenSSL bereitstellen.

Updates, die dem Heartbleed Bug den Garaus machen, standen bei mir schon heute morgen für Debian und Arch Linux zur Verfügung, und auch die anderen Distributionen werden das Sicherheitsupdate schon ausliefern. Nun liegt es an euch die Sicherheits-Updates auch zu installieren: besonders gerne vergisst man seine seinen testweise aufgesetzten Raspberry Pi in der Ecke, oder einen zum Experimentieren billig angemieteten Vserver im Netz!

Problematisch sind aber auch Embedded-Linux-Systeme wie Router oder NAS-Speicher. Auf diesen Geräten kommt meist auch ein Linux zum Einsatz und demzufolge setzen viele dieser Systeme auch OpenSSL ein — wenn man Pech hat inklusive dem Heartbleed-Bug. Mit einem einfachen Test kann man seine Systeme auf Heartbleed testen, die Synology Diskstations sind zum Beispiel für Heartbleed anfällig. Für ein Update solcher Systeme ist man leider vom Hersteller abhängig.

adblock-plus-icon

8. April 2014
von Christoph
20 Kommentare

Zeig mit der OSBN-Adblock-Whitelist ein Herz für Open-Source-Blogger!

Ich bin vor ein paar Tagen in den Google-Webmaster-Tools die 404-Fehler durchgegangen, die Google im Laufe der Zeit auf Linux und Ich gefunden hat. Dort waren viele krumme Links enthalten, die ich beim Schreiben verbockt habe. Fehler in meinem WordPress-Template, so dass Links ins Leere zeigten. Und komischer meinte Google auch, dass ich irgendwo einen Link zu http://linuxundich.de/wp-content/plugins/adrotate in der Luft hängen hätte. Das Skript wird eigentlich nur intern gebraucht um Anzeigen rotieren zu lassen, im HTML-Code sollte dies eigentlich gar nicht auftauchen. Mit ein bisschen Recherche habe ich die Ursache dieser Verlinkung gefunden, die URL steht auf der EasyList Germany, einer Filterliste für gängige Adblocker wie AdBlock oder AdBlock Plus.

...
linuxundich.de##a[href^="http://linuxundich.de/wp-content/plugins/adrotate/"]
...

Ich darf mich also geehrt fühlen schon seit 2011 in einer Reihe mit großen Portalen wie autoscout24.de, berlin.de und freenet.de oder auch sympatischen Porno-Angeboten wie fuckmetube.org, mydirtyhobby.de oder porndude.com zu stehen. Das perfide dabei ist, dass es dem Antragstelle dieses Eintrags um statische Bild-Anzeigen mit simplen Links zu einem Onlinestore ging, die ohne irgendwelche JavaScripts oder sonstige Widrigkeiten beim Seitenaufbau mitgeladen wurden. Ich verstehe ja nur zu gut, dass man blinkende Banner, animierte Flash-Wallpaper und auch Adsense-Anzeigen nicht zu Gesicht bekommen möchte — Aber Acceptable-Ads my Ass!

Über Adrotate organisiere ich die Anzeigen, die ich ab und an direkt von Unternehmen bekomme. Ein Beispiel dafür wären etwa die Anzeigen zu Linux-Büchern von Galileo Press und auch ein paar andere Unternehmen haben schon direkt gebucht. Für mich, für das Unternehmen und auch für euch Leser gibt es dabei eigentlich nur Vorteile. Die von mir akzeptierten Anzeigen bestehen maximal aus leicht animierten Gifs, werden ohne Ad-Anbieter ohne irgendwelches externes Tracking lokal gehostet und passen vom Inhalt her ordentlich ins Blog. Schön ist es zum Beispiel auch bei Perun, bei dem man eine Zeit lang Banner-Grafiken für seine eigenen Bücher herausgefiltert hat, die er mit Adrotate variiert hatte.

Kleinere Blogger kommen ohne Adsense nicht an Anzeigen

Dieser Beitrag soll nun aber kein Gemaule über die üblen Adblocker sein. Ich benutze selbst einen Adblocker, ohne einen Werbefilter lassen sich viele Webseiten nur noch sehr grenzwertig benutzen, erst recht wenn der eigene Rechner nicht mehr der Neuste ist. Wenn der Lüfter des Notebooks ins Unermessliche dreht und die Maus zu Ruckeln anfängt, nur weil mit lautem Wusch ein animierter Rennwagen das neue Turbo-Internet von Mobilfunkanbieter %Foobar verkünden muss, dann hört bei mir und sicherlich auch bei euch der Spaß auf — zu Recht!

Dennoch sind nun Anzeigen für viele Webseitenbetreiber — sei es groß oder klein — aktuell noch das Geschäftsmodell. Wer nicht gerade Millionen von Pageviews pro Monat erzielt, der verdient damit nicht viel. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man mit den üblichen Anzeigenetzwerken wie Adsense und Co. etwa 1 bis 1,50 Euro pro 1000 Seitenansichten verdienen kann. Im Monat summiert sich das durchaus zu einem netten Taschengeld auf, doch Leben kann davon kein Blogger — erst recht nicht, wenn die Einnahmen ordentlich versteuert werden. Dennoch deckt es für viele die Kosten der Webseite, es ermöglicht Investitionen und ist für den einen oder anderen auch ein wenig Motivation und Ansporn Zeit und Energie in das eigene Projekt zu stecken.

“Acceptable-Ads”, so wie sie Adblock Plus propagiert, sind besonders für die kleinen Webseitenbetreiber ein nicht erfüllbarer Wunschtraum. Woher sollen denn die dafür nötigen statischen Anzeigen kommen? Wenn ein kleineres Tech- oder Linux-Blog bei einem mittelständischen oder gar größeren Unternehmen anklopft und fragt, ob dieser nicht Anzeigen schalten möchte, dann ist eine freundliche Absage noch dass Netteste was man erwarten kann. Im Endeffekt bleibt kleineren Bloggern nichts anderes übrig, als “Resteverwertung” von Anzeigeplätzen mit Adsense und Co… zu 100 Prozent.

OSBN-Adblock-Whitelist für Linux- und Open-Source-Blogger

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Ergebnis der fast in jedem Browser installieren Adblocker ist, dass viele Webseitenbetreiber — so auch ich — den Leser darum bitten auf der eigenen Seite Anzeigen zu erlauben. Viele von euch kommen dieser Bitte auch nach — darüber möchte ich mich sehr sehr herzlich bedanken. Doch im Netz finden sich viele anderen kleinerer Webseitenbetreiber und — schauen wir mal in den Freundeskreis von Linux und Ich — Linux-Blogs, die nicht in den Genuss eurer Adblock-Ausnahme kommen. Praktisch alle dieser Blogger setzen sich wie ich nach Feierabend auf den Hosenboden und schreiben für euch interessante Beiträge, auch ohne die große Bühne zu haben.

Vielen Dank an alle, die der Bitte nachkommen!

Vielen Dank an alle, die der Bitte nachkommen!

Valentin von Picomol hat schon vor über einem Jahr dieses Problem erkannt und eine Whitelist-Filterliste, der beim Open-Source-Blog-Netzwerk registrierten Blogs erstellt — viele dieser Blogs rotieren auch um den beliebten Planet ubuntuusers.de. Mit einem einzigen zusätzlichen Eintrag in eure Adblock-Konfiguration, erlaubt ihr es so über 90 Linux-Bloggern Anzeigen bei euch im Browser erscheinen zu lassen. Die Liste ist moderiert, sollte eines der im Blog-Netzwerk über seine Stränge schlagen und seine Leser mit Popups oder Layer-Ads nerven, dann würde Valentin einschreiten und diese Anzeige von Hand rausnehmen — bisher ist das aber auch noch nicht passiert.

OSBN-Whitelist für Chrome, Firefox und Opera mit Adblock und Adblock Plus

Die OSBN-Whitelist unter der URL http://osbn.de/adblock_whitelist.txt lässt sich eigentlich in allen gängigen Browsern nutzen. Ich habe sie mit Firefox, Chrome und Opera getestet, wobei es die beiden letztgenannten mit Adblock (Chrome/Chromium, Opera) und Adblock Plus (Chrome/Chromium, Opera) zwei unterschiedliche Werbeblocker gibt, bei Firefox dürften die meisten von euch wohl Adblock Plus installiert haben. Die Filterliste arbeitet mit beiden Varianten zusammen, egal welchen der drei Browser ihr bei euch im Einsatz habt. Solltet ihr Linux-Blogger unterstützen wollen, dann findet ihr im folgenden eine Installationsanleitung für beide Adblocker.

Firefox mit Adblock Plus

adblock-plus-iconWer Adblock Plus etwa mit Firefox benutzt, der tippt mit der Maus auf das ABP-Icon in der Browserzeile, dort lässt sich dann unter “Filtereinstellungen” die Konfiguration des Werbeblockers ändern. In dem daraufhin aufpoppenden Fenster legt ihr über “Filterabonnement hinzufügen -> Anderes Abonnement hinzufügen” einen eigene Filterliste an. Den Namen könnt ihr mit zum Beispiel “OSBN-Whitelist” frei wählen, nur die URL http://osbn.de/adblock_whitelist.txt ist wichtig. Mit einem Klick auf “Filterabonnement hinzufügen” ist der Kecks gegessen und die OSBN-Whitelist aktiv. Nutzt ihr Adblock Plus mit anderen Browsern, so sollte sich das Vorgehen nicht groß unterscheiden.

Die OSBN-Whitelist erlaubt Anzeigen in einer Reihe von Linux- und Open-Source-Blogs.

Die OSBN-Whitelist erlaubt Anzeigen in einer Reihe von Linux- und Open-Source-Blogs.

Die Whitelist fügt ihr manuell als neues Abonnement zu Adblock Plus hinzu.

Die Whitelist fügt ihr manuell als neues Abonnement zu Adblock Plus hinzu.

Das Open-Source-Blog-Netzwerk  sorgt dafür, dass die Liste immer aktuell bleibt.

Das Open-Source-Blog-Netzwerk sorgt dafür, dass die Liste immer aktuell bleibt.

Die OSBN-Whitelist erlaubt nun Linux-Blogs Anzeigen bei euch im Browser darzustellen.

Die OSBN-Whitelist erlaubt Linux-Blogs Anzeigen bei euch im Browser darzustellen.

Chrome mit Adblock (ohne Plus)

adblock-iconAuch bei der etwas weniger weit verbreiteten Blocker-Alternative Adblock — ohne Plus — die sich zum Beispiel in Chrome/Chromium und auch Opera installieren lässt, funktioniert die Whitelist des Open-Source-Blogger-Networks. Dazu muss man auf das Adblock-Icon in der Adressleiste des Browsers tippen und dort die “Einstellungen” öffnen. In diesen tragt ihr dann unter den “Eigenen Filterlisten” die schon mehrfach erwähnte URL http://osbn.de/adblock_whitelist.txt ein und tippt abschließend auf “Abonnieren”.  So ist auch hier der Keks gegessen und ihr unterstützt in Zukunft über 90 Linux-Blogger bei ihren Projekten. Wer Adblock zusammen mit Opera nutzt, der geht wie für Chrome beschrieben vor.

Bei Chrome, Chromium und Opera ist Adblock (ohne Plus) sehr beliebt.

Bei Chrome, Chromium und Opera ist Adblock (ohne Plus) sehr beliebt.

Auch hier lässt sich die OSBN-Whitelist zum Unterstützen von Linux-Bloggern nutzen.

Auch hier lässt sich die OSBN-Whitelist zum Unterstützen von Linux-Bloggern nutzen.

javelin-browser-icon

7. April 2014
von Christoph
1 Kommentar

Javelin Browser für Android mit Adblocker, Anti-Zensur-Proxy und Readability-Mode

Webbrowser für Android gibt es ja eigentlich schon wie Sand am Meer: Google Chrome, Firefox, Opera oder Opera Max sind klar. Die in die Firmware-Builds der Hersteller integrierten Browser sowieso. Dazu kommen noch Dolphin, Dolphin Zero, Maxthon, Next Browser und noch einige mehr, die auch schon auf Millionen von Handys zu finden sind. Mit dem Javelin Browser gibt es nun jedoch einen weiteren Android-Browser, der mit integriertem Adblocker, Gestensteuerung, Proxy-Modus und Readability-Mode durchaus punkten kann.

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pdf-crop

5. April 2014
von Christoph
13 Kommentare

PDF-Dateien von Whitespace befreien und auf gängige Seitengrößen zuschneiden

In vielen Büros und auch einigen Uni-Bibliotheken stehen ja inzwischen Einzugsscanner, mit denen man umfangreichere Skripte ohne großen Zeitaufwand einscannen kann. Das eingelesene PDF-Dokument wird einem dann per E-Mail zugeschickt. Eigentlich geht das recht leicht, aber allzu leicht geht dabei auch mal etwas schief. Die Seiten sind verdreht, oder der Scanner meinte eine A3-Seite zu erkennen, obwohl man eigentlich nur Dokument im A4-Modus einscannen wollte. Man könnte sich natürlich wieder sein Skript packen und das Ganze neu einscannen, man kann das PDF aber auch zuschneiden und aufräumen. Mit PDFcrop, Briss, PDF-Quench und PDFShuffler gibt es dazu vier wunderbare Tools.

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novena

4. April 2014
von Christoph
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Open-Hardware Notebook Novena startet Crowdfunding Campaign

Es gibt zwar inzwischen sehr viele Laptops, die unter Linux ohne große Probleme funktionieren, aber nur wenige Geräte, die wirklich aus “Open-Hardware” bestehen. Die meisten Computer und Notebooks brauchen proprietäre Treiber oder benötigen zum Booten zumindest ein proprietäres BIOS. Aus diesem Grund nutzt zum Beispiel FOSS-Aktivist Richard Stallman inzwischen Geräte von Lemote, wie etwa das Yeeloong Notebook. Bei diesem Notebook liegen Kernel, Treiber und auch das BIOS offen vor — eine absolute Ausnahme im Computer-Business.

Der Novena ist so gestalltet, dass sich das Gerät mit einfachen Mittels selbst modifizieren lässt.  (Bildquelle: Crowd Supply)

Der Novena ist so gestalltet, dass sich das Gerät mit einfachen Mittels selbst modifizieren lässt. (Bildquelle: Crowd Supply)

Die Platine des Novena wurde als Open-Hardware entwickelt, die Schaltpläne lassen sich aus dem Netz laden. (Bildquelle: Crowd Supply)

Die Platine des Novena wurde als Open-Hardware entwickelt, die Schaltpläne lassen sich aus dem Netz laden. (Bildquelle: Crowd Supply)

Nun startet mit dem Novena-Open-Laptop ein Crowdfunding Campaign, der 250.000 US-Dollar für einen Open-Hardware-Computer einsammeln möchte. Die PCBs des Novena-Laptops wurden selber entwickelt und die Schematiken veröffentlicht, das Betriebssystem basiert auf Debian und kann komplett aus dem Source gebaut werden und letztendlich wurde auch beim Gehäuse darauf geachtet, dass es selber mit einfachen Mitteln “gehackt” werden kann. Das Ergebnis ist nicht gerade ein optischer Knaller, der auch noch ziemlich teuer ist, aber das war auch nicht Ziel des Projekts.

Den Novena wird es in drei verschiedenen Varianten geben: In der günstigsten bekommt man nur die Platine und das Gehäuse in einem All-in-One Desktop. So lässt sich das Gerät zum beispiel fest an der Wand installieren. Der “Laptop” sitzt im selben Gehäuse, allerdings steckt in ihm auch noch eine SSD und ein Akku. Der Heirloom Laptop letztendlich wird von Hand aus Holz gefertigt — für 5000 USD. Insgesamt ist das Projekt also eher Kunst als Kommerz, es demonstriert aber, dass Open-Hardware ein Geschäftsmodell sein kann.

jbidwatcher-icon

3. April 2014
von Christoph
9 Kommentare

Biet-O-Matic unter Linux (oder auch Windows) mit JBidWatcher ersetzen

Vor ein paar Jahren verging eigentlich kaum ein Tag, an dem ich nicht durch Ebay gestöbert habe. Aktuell schaue ich jedoch kaum noch bei Ebay rein — meine letzte Aktion dort ist schon Monate… ach was sage ich… über ein Jahr her. So wie mir geht es auch vielen anderen, aber dennoch scheinen die Tage von Ebay noch nicht gezählt zu sein. Laut einer Studie von Statistica wurden im Januar 2014 so viele Auktionen wie noch nie eingestellt. Für Deutschland ermittelte Statistica knapp 70 Millionen Auktionen, nur in Kanada und den USA wird mehr über Ebay verkauft. Der Erfolg von Ebay soll nun aber gar nicht das Thema sein, sondern das automatische Bieten am Ende einer Auktion, also ein Biet-O-Matic für Linux.

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gnome-shell-virtualbox

31. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

VirtualBox-VMs über die GNOME-Shell aufrufen (GNOME 3.8 und neuer)

Vor fast zwei Jahren haben ich schon einmal darüber geschrieben, dass man mit der Shell-Erweiterung VirtualBox Vm Search Provider in VirtualBox erzeugte virtuelle Maschinen aus der GNOME-Shell heraus aufrufen kann. Mit Hilfe der Extension muss man zum Starten einer VM einfach auf die Windows/Super-Taste drücken, einen Teil des Names der gewünschten VM eingeben, diese mit [Runter] auswählen und per [Return] starten — die eigentliche VirtualBox-Anwendung kann geschlossen bleiben.

Der VirtualBox Vm Search Provider funktioniert jetzt wieder mit aktuellen GNOME-Versionen.

Der VirtualBox Vm Search Provider funktioniert jetzt wieder mit aktuellen GNOME-Versionen.

Leider gab die Shell-Erweiterung recht schnell ihren Geist auf. Ich meine, dass sie bereits mit einem Update auf GNOME 3.6 ihren Dienst quittierte und danach lange nicht aktualisiert wurde. Nun aber — gut schon seit zwei Monaten — funktioniert sie aber auch wieder mit GNOME 3.8 und neuer. Wer VirtualBox auf seinem Rechner hat und die GNOME Shell nutzt, der muss nur die Erweiterung aktivieren. Die VM sollten dann umgehend in der Aktivitäten-Übersicht erscheinen.

rapsberry-pi

31. März 2014
von Christoph
8 Kommentare

Quake III Bounty Für den Raspberry Pi hat einen Gewinner!

Der Raspberry Pi hatte lange Zeit ein größeres Problem: Die Treiber für die VideoCore IV GPU von Broadcom waren Closed-Source und auch die Dokumentationen waren spärlich. Somit konnten keine freien Treiber für Grafikchip entwickelt werden und die Grafikperformances des Raspberry Pis ging hinter den theoretisch möglichen Leistungen hinterher — solange man nicht auf den proprietären Treiber zurückgreifen wollte.

Mit der Freigabe des Quell-Codes des Treibers seitens Broadcom Anfang März drehte sich jedoch der Spieß um, der Ball lag nun bei der FOSS-Community den Raspberry Pi fit für “freie” hardwarebeschleunigte Grafikdarstellung zu machen. Die Raspberry-Pi-Foundation setzte dafür extra eine Prämie aus: Wer es als erster schafft Quake III auf dem Raspberry Pi bei 1920×1080 Pixeln mit mindestens 20 fps zum Laufen zu bekommen – ohne den binären Treiber-Blob einzusetzen — der darf die Belohnung mit nach Hause nehmen.

Quake III auf dem Raspberry Pi mit 133 fps.

Quake III auf dem Raspberry Pi mit 133 fps.

Nun ist der Wettlauf wohl vorbei: gewonnen hat Pi-Hacker Simon Hall, der sich schon zuvor mit einigen Raspberry-Entwicklungen einen Namen gemacht hat. Seine Implementation des Treibers schafft es unter Quake III immerhin 133 fps aus der kleinen Platine zu locken. Der Treiber wird mit Sicherheit in einer der nächsten Raspbian-Versionen enthalten sein, bis dahin kann man sich den Spaß aber auch auf seinem Pi selber bauen, allerdings braucht das Compilieren bis zu 12 Stunden. Am besten baut man sich das Image daher auf einem “richtigen” Rechner.

Ich hoffe mal, dass sich durch den nun freien Treiber die Stabilität des Raspbis ein wenig bessert. Ich muss auf bei meinem leider immer wieder feststellen, dass es bei graphisch aufwändigeren Prozessen zu Abstürzen kommt. Die üblichen Tipps von wegen Netzteil wechseln oder eine andere SD-Karte habe ich mittlerweile alle durch. Wie ist es denn bei euch? Läuft euer Raspi ordentlich, auch wenn ihr zum Beispiel hochauflösende Filme darstellen lässt?