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Quake III Bounty Für den Raspberry Pi hat einen Gewinner!

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Der Raspberry Pi hatte lange Zeit ein größeres Problem: Die Treiber für die VideoCore IV GPU von Broadcom waren Closed-Source und auch die Dokumentationen waren spärlich. Somit konnten keine freien Treiber für Grafikchip entwickelt werden und die Grafikperformances des Raspberry Pis ging hinter den theoretisch möglichen Leistungen hinterher — solange man nicht auf den proprietären Treiber zurückgreifen wollte.

Mit der Freigabe des Quell-Codes des Treibers seitens Broadcom Anfang März drehte sich jedoch der Spieß um, der Ball lag nun bei der FOSS-Community den Raspberry Pi fit für “freie” hardwarebeschleunigte Grafikdarstellung zu machen. Die Raspberry-Pi-Foundation setzte dafür extra eine Prämie aus: Wer es als erster schafft Quake III auf dem Raspberry Pi bei 1920×1080 Pixeln mit mindestens 20 fps zum Laufen zu bekommen — ohne den binären Treiber-Blob einzusetzen — der darf die Belohnung mit nach Hause nehmen.

Quake III auf dem Raspberry Pi mit 133 fps.

Nun ist der Wettlauf wohl vorbei: gewonnen hat Pi-Hacker Simon Hall, der sich schon zuvor mit einigen Raspberry-Entwicklungen einen Namen gemacht hat. Seine Implementation des Treibers schafft es unter Quake III immerhin 133 fps aus der kleinen Platine zu locken. Der Treiber wird mit Sicherheit in einer der nächsten Raspbian-Versionen enthalten sein, bis dahin kann man sich den Spaß aber auch auf seinem Pi selber bauen, allerdings braucht das Compilieren bis zu 12 Stunden. Am besten baut man sich das Image daher auf einem “richtigen” Rechner.

Ich hoffe mal, dass sich durch den nun freien Treiber die Stabilität des Raspbis ein wenig bessert. Ich muss auf bei meinem leider immer wieder feststellen, dass es bei graphisch aufwändigeren Prozessen zu Abstürzen kommt. Die üblichen Tipps von wegen Netzteil wechseln oder eine andere SD-Karte habe ich mittlerweile alle durch. Wie ist es denn bei euch? Läuft euer Raspi ordentlich, auch wenn ihr zum Beispiel hochauflösende Filme darstellen lässt?

Autor: Christoph

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8 Kommentare

  1. Ich hab zwei made in uk raspis, einen für ein GPIO-Bastelprojekt, bei dem er 24/7 laufen muss, und den andren für Bitcoin Mining mit Minepeon, also beides ohne grafischer Ausgabe. Leider schaffen es beide nicht 24/7 zu laufen, maximal 1 1/2 Tage. Ich bestelle mir heute Kühlkörper für den RPi und hoffe das ich ihn dann mindestens ein Jahr am Stück ohne Reboot laufen lassen kann (besonders für das Bastelprojekt wichtig)

  2. Mein Pi als Torrent-Box mit Wi-Fi war leider auch so instabil, dass ich einen täglichen shutdown cronjob eingerichtet hatte. Dazu eine Zeitschaltuhr damit er auch wieder hochfährt – für den Fall dass er gecrasht ist, denn sonst hätte ja ein reboot gereicht…

    Ich denke das liegt an nem schlechten Spannungswandler im Pi. Der ist einfach sehr empfindlich…

  3. Bei meinem Raspberry Pi mit OpenElec und XBMC laufen 1080p-Videos super, keine Abstürze, allerdings bei Musik mit aktivierten (OpenGL?)-Visualisierungen friert der Pi regelmäßig ein und lässt sich nur durch Strom-weg-Hardreset wieder zum mitspielen bewegen. Ohne Visualisierung läufts. Das gleiche gilt für Streams, die frieren auch regelmäßig nach 5-10min Abspielzeit ein, was allerdings nicht am Grafiktreiber liegen muss…
    Jedenfalls singt nach jedem Störfall der WAF, weshalb ich jetzt einfach mal den Odroid U3 ausprobiere (Paket wird sehnsüchtig erwartet)…

  4. Ich verwende meinen Pi als kleinen Foto mit WLAN-Zugang für eine Webcam der ebenfalls 24/7 läuft. Knapp 70 Tage uptime jetzt. Also recht stabil. Verwende allerdings archlinux arm.

  5. Ich habe 3 pi. Einen ganz alten (Modell b mit 256 MB RAM) – sehr stabil. Darauf ist openelec und das läuft 24/7. Dann habe ich einen neuen Modell b der per gpio Relais steuert. Auch der ist 24/7 aktiv, keine Abstürze. Der letzte ist in den Niederlanden im Server rack. Auch der läuft 24/7 stabil. Meine Erfahrung ist: ein stabiles Netzteil ist das wichtigste. Am besten mit 2 A mit gut stabilisierter Spannung. Dann klappt alles.

  6. Mein Pi dient ausschließlich als Mediacenter (OpenELEC), läuft sehr stabil und 24/7. Am Pi hängt noch ein DVB-T USB-Stick für Live-TV. Filme/Musik/Bilder liegen auf meinem NAS und werden ebenfalls problemlos abgespielt. Filme haben bei mir eine maximale Auflösung von 1280x720px und laufen absolut ruckelfrei. Ich bin super zufrieden mit meinem RaspPi !!!

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