Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

diskovery

6. März 2014
von Christoph Langner
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Mit Diskovery von MacOS X via WLAN auf Android-Geräte zugreifen

Es soll ja durchaus Leute geben, die auf dem Schreibtisch einen Apple-Computer mit MacOS X stehen haben, und in der Hosentasche ein Android-Handy mit sich rumtragen oder ein Android-Tablet zuhause auf der Couch liegen haben. Muss man nicht machen, kann man aber machen 😉 Die Mac-User sind bezüglich des Datentransfers zwischen Handy und Computer aufgrund der mangelhaften Unterstützung von MTP noch mehr angeschmiert als wir Linuxer. Google selber empfiehlt lediglich ein simples kleines Tool, mit dem man Daten zwischen Macbook und Android hin und her schaufeln kann.

Der MacOS X Finder zeigt ein Android-Handy mit Diskovery direkt als Netzwerkfreigabe an.

Für Schreibzugriff muss man Diskcovery per In-App-Kauf zur Pro-Version upgraden.

Ganz schick ist daher die kleine App Diskovery, die man sich kostenlos aus dem Play Store installieren kann. Diskovery ist im Endeffekt nichts anderes, als ein Samba-Server, der seine Präsenz mittels Avahi/Zeroconf im lokalen Netzwerk meldet. So taucht das Handy dann automatisch auf Macs im Finder unter den Freigaben auf, wenn diese im selben Netzwerk angemeldet sind. Per Login und Passwort lässt sich zudem verhindern, dass Unbefugte auf das Handy Zugriff bekommen.

Ganz kostenlos ist Diskovery allerdings nicht, auch wenn man die App erst einmal ohne Gebühren aus dem Play Store installieren kann. Den nicht ganz unwichtigen Schreibzugriff gibt es nur dann, wenn man diesen per 0,99 Euro teurem In-App-Kauf freischaltet. Für Linuxer eignet sich Diskovery leider nicht wirklich, mehr als eine Reihe von Fehlermeldungen erhält man beim Zugriff nicht. Als Alternative gibt es jedoch zahlreiche FTP– oder SSH-Server für Android, und zur Not auch noch Airdroid und Co. Von daher lässt sich die Inkompatibilität verschmerzen.

piwik-icon

13. Februar 2014
von Christoph Langner
1 Kommentar

Überarbeitetes Piwik-App Piwik Mobile 2 im Play Store

Für Web-Monitoring nutze ich statt Google Analytics eigentlich immer recht gerne Piwik. Ganz so leistungsfähig wie Googles datenkrackige Lösung ist Piwik zwar nicht, doch die wichtigsten Sachen kann man auch mit Piwik abdecken, von daher reicht mit die Open-Source-Lösung. Was Piwik allerdings fehlt, ist eine halbwegs brauchbare Smartphone-App: Mit Piwik Mobile gibt es zwar schone eine im Play Store, die App gehört aber eigentlich einmal komplett erneuert. Von daher war ich gestern recht happy, dass es was Neues von Piwik zu berichten gibt.

Piwik im Browser.

Ganz taufrisch ist die News zwar nicht, aber von dem Update auf Piwik Mobile 2 bekommt man als Piwik-Nutzer nichts mit, wenn man nicht gerade das Piwik-Blog verfolgt — was wohl nicht jeder tun wird. Da das neue Piwik für Android als neue App in den Play Store eingestellt wurde, wird sie nicht automatisch auf dem Handy eingespielt, auch wenn man schon die alte Version installiert hat. Watschelt daher besser mal in den Play Store und holt euch die neue Version.

Die überarbeitete Piwik-App für Android.

Die Änderungen der neuen Version aufzuzählen, das überlasse ich mal dem Changelog. Allerdings sollte man erwähnen, dass man für Piwik Mobile 2 ein Handy mit mindestens Android 4.0 braucht. Zudem sollte man seine Piwik-Installation auf Version 2.0.x aktualisiert haben, auch wenn derzeit noch ältere Piwik-Versionen unterstützt werden. Wer auf seinem Handy schon Android 4.4 hat, der muss leider derzeit noch mit dem Bug leben, dass die Realtime-Map nicht angezeigt wird, an dem Fehler wird jedoch bereits gearbeitet.

geeksphone

11. Februar 2014
von Christoph Langner
2 Kommentare

Dual-Boot-Handy Geeksphone Revolution mit Android und Firefox OS ab 20. Februar im Handel

Ich habe zwar Tag täglich aktuelle Smartphones auf dem Schreibtisch, aber ich habe selten ein “Haben Muss”-Verlangen. Mein Galaxy Nexus tut auch nach zwei Jahren brav seinen Dienst und arbeitet dank CyanogenMod 11 schneller als am ersten Tag. Im Endeffekt … Weiterlesen

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HP TouchPad

20. Juli 2013
von Christoph Langner
18 Kommentare

Habt ihr ein HP TouchPad? Das hier sollte euer ROM sein: CyanogenMod 10.1 (Inoffiziell) auf Basis von Android 4.2.2

Ich habe mein HP TouchPad damals im September 2011 im Firesale gekauft, bald zwei Jahre ist das nun her. Ein Tablet mit einem knapp zehn Zoll großem Display, 32 GByte starkem Speicher — was heute immer noch viel ist — und einer auch heute noch ausreichend schnellen Dual-Core-CPU für 129 Euro waren damals ein Schnäppchen und sind es irgendwie nach wie vor auch heute noch. Auf Ebay werden für ein gebrauchtes HP Touchpad locker mal zwischen 110 und 130 Euro aufgerufen, ich denke das Ding war die bisher wertstabilste IT-Investition meines Lebens, und wahrscheinlich wird das Tablet das auch immer bleiben 😉

Android 4.2 in Form von CyanogenMod 10.1 auf dem HP TouchPad.

Was ich aber eigentlich sagen will, wer ein HP TouchPad zuhause rumliegen hat und bisher weder mit WebOS noch mit den zahlreichen Android-ROMs für das Gerät so richtig zufrieden war, sollte dringend mal dieses inoffizielle CyanogenMod 10.1 probieren. Die Hardware des TouchPads wird inklusive der integrieten Frontkamera komplett unterstützt (OK, auf Bluetooth muss man bisher noch verzichten, so geht es aber allen auf Android-4.2 aufbauenden ROMs) und die Akkulaufzeit ist genial. Hätte nicht irgendwas bei mir zwischendurch am Akku genagt, dann wäre ich bei meinem kleinen Test locker über acht Tage hinausgekommen — bei aktivem WLAN, aber seltener Nutzung. Irgendwelche nervenden Macken? Ich konnte in den zwei Wochen, in denen ich das ROM installiert habe, bisher keine feststellen.

Die Nightly Builds werden jeden Abend neu gebaut, ihr müsst die Hatz aber auch nicht mitmachen.

Der Akku des ToucPads hält unter CM 10.1 locker sieben Tage Standby durch.

Man mag vielleicht fragen: Warum nicht gleich ein “original” CyanogenMod installieren? Leider ist die Entwicklung direkt bei CyanogenMod ein wenig eingeschlafen. Es werden nur noch Nightlys von CyanogenMod 9 auf Basis von Android 4.0 für das TouchPad gebaut, die in meinen Augen auch schon länger nicht mehr richtig gut laufen. Außerdem will man ja doch irgendwie immer das neuste System installiert haben, oder? 😉 Wenn ihr also ein aktuelles Android für das TouchPad sucht, dann solltet ihr auf die von mir verlinkte Version zurückgreifen. Andere 4.2er-ROMs für das TouchPad konnten mich bisher nicht überzeugen.

Server-Monitoring unter Android mit Glances und Monyt

16. April 2013
von Christoph Langner
10 Kommentare

Server-Monitoring unter Android mit Glances und Monyt

Wer Server im Internet zu verwalten hat, für den ist es wichtig schnell mal einen Blick auf den Status werfen zu können. Dafür gibt es natürlich einen Haufen professioneller Tools mit allen drum und dran, aber ich finde Glances gerade aufgrund seiner Einfachheit ebenfalls sehr gut. Das kleine Python-Skript hat sich seit meiner Besprechung vor mehr als einem Jahr kräftig weiterentwickelt. Auf meinen Serverchen werfe ich meist auch immer mal kurz Glances an wenn ich mich per SSH einlogge.

Glances auf einem Debian-Server.

Inzwischen gibt es Glances jedoch nicht mehr nur fürs Terminal, das Tool ist flügge geworden und mittlerweile als Glances for Android auch auf dem Smartphone gelandet. So müsst ihr euch nicht erst per SSH einloggen, un den aktuellen Status per Glances zu errfahren. Genauso wie Glances selber ist auch die Glances Android-App Open-Source. Dazu müsst ihr Glances auf dem Server via…

$ glances -s

…im Server-Modus starten, dannach könnt Ihr mit dem Handy auf die von Glances gesammelten Daten in Echtzeit zugreifen. Ihr müsst der Android-App nur die URL bzw. IP des Servers mitgeben. Wer Glances immer bei Booten des Servers gestartet haben möchte, der trägt den Aufruf bei einem Debian- oder Ubuntu-System am besten gleich in die rc.local ein, so läuft der Dienst immer Hintergrund.

Glances für Android ruft die Daten über das im Server-Modus gestartete Glances-Skript ab.

Und wenn ich gerade beim Thema Server-Monitoring unter Android bin, möchte ich euch kurz noch Monyt vorstellen. Mit der kleinen App lässt sich ein wirklich sehr einfaches Server-Monitoring aufsetzen. Es reicht ein kleines PHP-Skript auf den Webserver zu laden und die URL zur Datei in Monyt zu hinterlegen, von da an holt sich die App alle fünf Minuten die Daten vom Server. Einen Server-Teil mit Datenbank und anderem Pipapo braucht es bei Monyt nicht. Beachtet aber, dass dieser die shell_exec PHP-Erweiterung unterstützen muss, was bei gehosteten Seiten selten geboten wird.

Monyt funktioniert über ein kleines serverseitiges PHP-Skript.

(Bildquelle: CC-BY, Flickr, Bruno Cordioli)