Linux und Ich

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pacman-downgrade

10. September 2014
von Christoph Langner
3 Kommentare

Pakete unter Arch Linux mit Downgrade deaktualisieren

Arch Linux ist bekanntlicherweise eine Rolling-Release-Distribution. Bei jedem pacman -Syu wird das gesamte System auf den laufenden Stand gebracht. Vom Kernel, bis hin zu Gimp oder LibreOffice. Nun kann es durchaus aber einmal passieren, dass man sich dabei ein faules Ei einfängt. Das geschieht äußerst selten, aber es ist auch kein Ding der Unmöglichkeit. Vielleicht wurde beim Erstellen des Pakets geschludert, vielleicht fängt man sich einen Upstream-Bug ein. Es gilt daher möglichst einfach die alte Version des betroffenen Pakets wiederherzustellen.

Wer nicht gerade mit pacman -Sc oder pacman -Scc den Pacman-Cache ins Nirvana geschickt hat, der hat diverse ältere Version zahlreicher Pakete auf der Festplatte liegen. Diese schlummern dort vor sich hin, bis man tatsächlich einmal den Cache mit den besagten Befehlen leert. Dieser Cache kommt nun sehr gelegen, wenn man eine ältere Paketversion wiederherstellen möchte. Besonders einfach gelingt dies, wenn man sich das praktische Bash-Skript downgrade aus dem AUR holt.

$ pacaur -S downgrade
...
$ downgrade wine-compholio
Available packages:

1) wine-compholio-1.7.26-1-x86_64.pkg.tar.xz (local)
2) wine-compholio-1.7.25-1-x86_64.pkg.tar.xz (local)
3) wine-compholio-1.7.24-1-x86_64.pkg.tar.xz (local)
4) wine-compholio-1.7.23-1-x86_64.pkg.tar.xz (local)

select a package by number: 3

Lade Pakete ...
Warnung: Downgrade des Paketes wine-compholio (1.7.26-1 => 1.7.24-1)
Löse Abhängigkeiten auf...
Suche nach Zwischenkonflikten...

Pakete (1): wine-compholio-1.7.24-1

Gesamtgröße der zu installierenden Pakete: 296,01 MiB
Größendifferenz der Aktualisierung: -0,92 MiB
...
$ pacman -Qs wine-compholio
local/wine-compholio 1.7.24-1
WINE patched with Microsoft Silverlight and Netflix compatibility.

Führt man es mit dem Namen eines Pakets als Option aus, bietet es sämtlich im Cache vorgefundenen Paketversionen an. Wählt einfach die entsprechende Nummer aus und lasst dann Downgrade das “Update” einspielen. Am Ende stellt euch Downgrade noch die Frage add <paketname> to IgnorePkg, über die ihr das Paket vor weiteren Aktualisierungen schützen könnt. So bleibt die gezielt installierte Paket-Version bei zukünftigen Updates erhalten.

perl-onion

5. Juli 2014
von Christoph Langner
11 Kommentare

Perl-Pakete unter Arch nicht installierbar? search.cpan.org zu metacpan.org umleiten!

Versucht man aktuell unter Arch Linux Programme wie Shutter oder gscan2pdf aus dem Arch-User-Repository AUR zu installieren, dann schlägt das Vorhaben schon seit einigen Wochen in den meisten Fällen fehl, weil Abhängigkeit wie perl-yaml-tiny, perl-net-dropbox-api, perl-net-oauth oder perl-gtk2-appindicator nicht aus dem Netz geladen werden können. Das Problem liegt … Weiterlesen

arch-bug

13. Juni 2014
von Christoph Langner
5 Kommentare

Update auf libxcursor 1.1.14-2 lässt Chromium, Minecraft, Leafpad und zahlreiche andere Anwendungen unter Arch Linux abstürzen

Aktuell macht ein sehr gravierender Bug unter Anwendern mit Arch Linux auf dem Computer die Runde. Das Update der Bibliothek libxcursor auf Version 1.1.14-2 lässt Chromium, Minecraft und zahlreiche andere Anwendungen direkt beim Start ohne einen Kommentar abstürzen. Auch Firefox hält … Weiterlesen

arch-gnome-apps

16. April 2014
von Christoph Langner
4 Kommentare

Neue GNOME-Apps Polari, Tonaufnahme und Logs unter Arch Linux installieren

Wer mit Arch Linux und GNOME arbeitet, der hat heute das große Update auf GNOME 3.12 über die Paketverwaltung eingespielt bekommen, knapp 200 Pakete wurde im Zuge des neusten GNOME-Updates aktualisiert. Ich erspare mir mal die Details zum Update, alle für GNOME-User sichtbaren Änderungen kann man eigentlich sehr schön in den mehrteiligen Release Notes nachlesen.

Hat man GNOME unter Arch-Linux über das “gnome”-Paket installiert, dann klappt das eigentlich sehr gut, allerdings fehlen mit der IRC-Client Polari, dem Audio-Recorder Tonaufnahme und dem Logfilebetrachter Logs für die Systemd-Logs drei neue GNOME-Programme auf dem System. Auch die GNOME-eigene Lösung zum Betrieb und Managen von virtuellen Maschinen Boxes muss/kann man nachträglich aus dem AUR installieren.

# gnome-media steht im Konflikt mit gnome-sound-recorder...
$ sudo pacman -Rc gnome-media

# Polari, Tonaufnahme und Logs installieren...
$ sudo pacman -S gnome-logs gnome-sound-recorder polari

# Boxes aus dem AUR installieren...
$ pacaur -S gnome-boxes qemu-spice

Ist euch noch irgendwas aufgefallen, das man nach dem Update noch von Hand einspielen sollte, um das “volle” GNOME-Feeling zu bekommen? //PS: Ich merke gerade, dass die Installation von qemu-spice aus dem AUR gerade scheitert, weil libibverbs-1.1.7.tar.gz nicht aus dem Netz geladen werden kann. Ohne qemu-spice lassen sich in Boxes allerdings keine neuen virtuellen Maschinen installieren, so dass man sich diese GNOME-Anwendung derzeit eher sparen kann.

Logs zeigt die Logdaten von systemd unter GNOME an.

Der Tonaufzeichner ersetzt den GNOME-Audio-Recorder.

Polari soll eines Tages ein ausgewachsener IRC-Client werden.