Linux und Ich

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arch-gnome-apps

16. April 2014
von Christoph
4 Kommentare

Neue GNOME-Apps Polari, Tonaufnahme und Logs unter Arch Linux installieren

Wer mit Arch Linux und GNOME arbeitet, der hat heute das große Update auf GNOME 3.12 über die Paketverwaltung eingespielt bekommen, knapp 200 Pakete wurde im Zuge des neusten GNOME-Updates aktualisiert. Ich erspare mir mal die Details zum Update, alle für GNOME-User sichtbaren Änderungen kann man eigentlich sehr schön in den mehrteiligen Release Notes nachlesen.

Hat man GNOME unter Arch-Linux über das “gnome”-Paket installiert, dann klappt das eigentlich sehr gut, allerdings fehlen mit der IRC-Client Polari, dem Audio-Recorder Tonaufnahme und dem Logfilebetrachter Logs für die Systemd-Logs drei neue GNOME-Programme auf dem System. Auch die GNOME-eigene Lösung zum Betrieb und Managen von virtuellen Maschinen Boxes muss/kann man nachträglich aus dem AUR installieren.

# gnome-media steht im Konflikt mit gnome-sound-recorder...
$ sudo pacman -Rc gnome-media

# Polari, Tonaufnahme und Logs installieren...
$ sudo pacman -S gnome-logs gnome-sound-recorder polari

# Boxes aus dem AUR installieren...
$ pacaur -S gnome-boxes qemu-spice

Ist euch noch irgendwas aufgefallen, das man nach dem Update noch von Hand einspielen sollte, um das “volle” GNOME-Feeling zu bekommen? //PS: Ich merke gerade, dass die Installation von qemu-spice aus dem AUR gerade scheitert, weil libibverbs-1.1.7.tar.gz nicht aus dem Netz geladen werden kann. Ohne qemu-spice lassen sich in Boxes allerdings keine neuen virtuellen Maschinen installieren, so dass man sich diese GNOME-Anwendung derzeit eher sparen kann.

Logs zeigt die Logdaten von systemd unter GNOME an.

Logs zeigt die Logdaten von systemd unter GNOME an.

Der Tonaufzeichner ersetzt den GNOME-Audio-Recorder.

Der Tonaufzeichner ersetzt den GNOME-Audio-Recorder.

Polari soll eines Tages ein ausgewachsener IRC-Client werden.

Polari soll eines Tages ein ausgewachsener IRC-Client werden.

netrunner-arch

8. April 2014
von Christoph
2 Kommentare

Netrunner jetzt auch als Rolling-Release-Distro auf Basis Manjaro/Arch Linux

Ich schreibe ja schon seit einer ganzen Weile sehr unverholen, dass ich Arch Linux aktuell den Vorzug vor Debian-basierten Distributionen gebe. Nicht unbedingt auf Servern, aber für meine Zwecke ist Arch auf dem Desktop oder Notebook einfach genial. Unter anderem … Weiterlesen

nautilus-anjuta

24. März 2014
von Christoph
4 Kommentare

Die GNOME-Shell öffnet unter Arch Linux Ordner mit Anjuta

Inzwischen habe ich eigentlich alle meine Rechner hier auf Arch Linux umgestellt. Als Desktopumgebung kommt dabei eigentlich immer die GNOME Shell zum Einsatz. Dabei fällt mir eines immer wieder unangenehm auf. Lasse ich aus einer Anwendung heraus eine Datei “im Ordner anzeigen”, dann öffnet sich anstatt Nautilus bzw. Files mit dem Verzeichnis die Entwicklungsumgebung Anjuta. Mir fällt das zum Beispiel immer wieder bei Shutter oder auch Google Chrome auf.

Öffnet man unter Arch Linux mit der GNOME-Shell Ordner aus Anwendungen heraus...

Öffnet man unter Arch Linux mit der GNOME-Shell Ordner aus Anwendungen heraus…

...dann meint sich leider allzu oft Anjuta einmischen zu müssen.

…dann meint sich leider allzu oft Anjuta einmischen zu müssen.

Das Problem lässt sich leider aus meiner Erfahrung heraus nicht graphisch lösen. In Nautilus fehlt bei Ordnern im Kontextmenü der Reiter “Öffnen mit”, in dem man die Zuordnung wie bei Dateien üblich korrigieren könnte. Weiß man man aber machen muss, ist die Lösung allerdings nicht sonderlich aufwändig, man muss sie nur in den Tiefen des Internets finden. In meinem Fall führte ein kurzer Beitrag auf bbs.archlinux.org zum Ziel, der auch gleich die Lösung des Problems beinhaltet. Die Ursache des Problems liegt in einem Bug, bei dem durch die Installation von Anjuta (oder auch andererer Apps) der Mime-Eintrag für Verzeichnisse verbogen wird, es gilt also diesen zu korrigieren.

$ xdg-mime query default inode/directory
anjuta.desktop

$ xdg-mime default nautilus.desktop inode/directory

$ xdg-mime query default inode/directory
nautilus.desktop

Die Befehle zeigen die verbogene Zuordnung von Ordnern an und korrigiere diesen gleich wieder. Unmittelbar nach dem Ausführen des zweiten Kommandos öffnen sich Ordner wieder mit Nautilus. Beachtet aber bitte, dass die Zuordnung nun nur für euren aktuellen Benutzer stimmt, bei anderen Usern des Systems öffnet sich nach wie vor Anjuta. Ihr müsst den zweiten Befehl daher für alle Benutzer des Systems ausführen, eine globale Lösung gibt es meines Wissens aktuell nicht.

//EDIT: Im AUR findet man mit gnome-defaults-list ein Paket, dass die Dateizuordnungen global für alle Benutzer des Systems korrigiert. Das ist für Mehrbenutzersysteme wahrscheinlich einfacher, als jedem User den Befehl zu vermitteln.

pacman-pachist

6. März 2014
von Christoph
11 Kommentare

Pachist zeigt unter Arch Linux wann welches Paket aus der Paketverwaltung installiert wurde

Ab und an ist es für mich recht wichtig herauszufinden, wann welches Paket aus der Paketverwaltung heraus installiert beziehungsweise aktualisiert wurde. Dafür muss man unter Arch Linux eigentlich nur einen Blick in die /var/log/pacman.log werfen, doch das Format der Datei ist alles andere als angenehm zu lesen. Viel einfacher und übersichtlicher geht es mit dem simplen Shell-Skript Pachist.

$ wget https://github.com/Almehdi/pachist/blob/master/
$ mv pachist ~/bin
$ chmod +x ~/bin/pachist
$ yaourt -S colout-git  #Alternativ ein anderer AUR-Wrapper
$ pachist

Die Befehle von oben laden das Skript runter und schieben es nach ~/bin, so dass ihr es von überall aus aufrufen könnt. Das Skript liest das pacman.log aus, schnippelt die relevanten Einträge heraus, bei denen etwas über die Paketverwaltung installiert, aktualisiert oder “downgraded” wurde, sucht sich noch die Versionsummern heraus und stellt das ganze dann farbig dar.

//Edit: Pachist gibt es auch fertig paketiert als pachist-git im AUR. Von daher erübrigt sich die händische Installation.

Pachist zeigt welche Pakete wann auf welche Version aktualisiert oder installiert wurden.

Pachist zeigt welche Pakete wann auf welche Version aktualisiert oder installiert wurden.

(Via: Raschix)

package

20. Februar 2014
von Christoph
8 Kommentare

Linktipp: Paketverwaltungen der großen Distributionen im Vergleich

Auf Servern nutze ich meist Debian, auf manch einem Desktop oder Notebook ist auch Ubuntu im Einsatz. Fedora ist auch nie eine schlechte Wahl und Arch Linux arbeitet generell so zuverlässig und ist trotzdem so aktuell, so dass es eine wahre Freude ist, täglich mit der Distribution zu arbeiten. Was ist damit sagen will: Eigentlich fühlt man sich auf jeder Linux-Distribution schnell heimisch, egal aus welchem Haus sie kommt. GNOME bleibt GNOME, bash bleibt bash, vim bleibt vim, egal unter welcher Distribution man die Anwendungen installiert. Wären da nicht die immer ein anders arbeitenden Paketverwaltungen! Eine Übersicht im Arch-Wiki gibt jedoch Hilfestellung bei Ausflügen zu anderen Distros.

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Mein Weg zu Arch… Teil2: Software aus dem AUR installieren

21. Juni 2013 von Christoph | 24 Kommentare

//PS: Bitte verzeiht die sub-optimale Audio-Qualität. Ich vermisse nach einem Umzug noch mein gutes altes Plantronic Headset, mit dem Screencast immer wunderbar klappten. Kann mit jemand ein gutes und günstiges Podcast-Mikro empfehlen? Eine wichtige Eigenschaft wäre, dass man es vor sich auf den Tisch stellen kann und nicht unmittelbar reinsprechen muss.