Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

gnome-shell-virtualbox

31. März 2014
von Christoph Langner
2 Kommentare

VirtualBox-VMs über die GNOME-Shell aufrufen (GNOME 3.8 und neuer)

Vor fast zwei Jahren haben ich schon einmal darüber geschrieben, dass man mit der Shell-Erweiterung VirtualBox Vm Search Provider in VirtualBox erzeugte virtuelle Maschinen aus der GNOME-Shell heraus aufrufen kann. Mit Hilfe der Extension muss man zum Starten einer VM einfach auf die Windows/Super-Taste drücken, einen Teil des Names der gewünschten VM eingeben, diese mit [Runter] auswählen und per [Return] starten — die eigentliche VirtualBox-Anwendung kann geschlossen bleiben.

Der VirtualBox Vm Search Provider funktioniert jetzt wieder mit aktuellen GNOME-Versionen.

Leider gab die Shell-Erweiterung recht schnell ihren Geist auf. Ich meine, dass sie bereits mit einem Update auf GNOME 3.6 ihren Dienst quittierte und danach lange nicht aktualisiert wurde. Nun aber — gut schon seit zwei Monaten — funktioniert sie aber auch wieder mit GNOME 3.8 und neuer. Wer VirtualBox auf seinem Rechner hat und die GNOME Shell nutzt, der muss nur die Erweiterung aktivieren. Die VM sollten dann umgehend in der Aktivitäten-Übersicht erscheinen.

gnome-update

27. März 2014
von Christoph Langner
7 Kommentare

GNOME 3.12 geht heute an den Start, Live-CD ist schon verfügbar

Alle halben Jahre präsentieren die GNOME-Entwickler eine neue Version ihrer Desktopumgebung. Heute ist es mal wieder soweit, GNOME 3.12 wird in die Freiheit entlassen. Schaut man sich ein wenig in den Release Notes der neuen GNOME-Version um, dann lassen sich zahlreiche Neuerungen bei der in GNOME enthaltenen Software entdecken. Wer sich möglichst schnell informieren möchte, der schaut sich am besten das offizielle Video zu GNOME 3.12 an.

(Direktlink zu YouTube)

Mit “Software” wurde das Package-Kit-Frontend zur Installation von Programmen nochmal überarbeitet, Totem aka Videos, gedit und der Sound Recorder aka Tonaufnahme haben einen komplett neuen Look bekommen und mit Protokolle und Polari gibt es ganz neue offizielle GNOME-Anwendungen. Protokolle ist z.B. unter Arch Linux sehr nützlich, da sich mit dieser Anwendungen die binären Systemd-Logs einsehen lassen und mit Polari enthält GNOME in Zukunft auch einen offiziellen IRC-Client.

Bis GNOME 3.12 bei euch aufschlagen wird, dauert es natürlich noch ein bisschen. Als Arch-User bekommt man die neue Version der Desktopumgebung automatisch frei Haus geliefert, sobald die Paketbetreuer entsprechende Pakete geschnürt haben. Ubuntu-User müssen dagegen wohl selber aktiv werden, selbst Ubuntu 14.04 wird nichts von GNOME 3.12 enthalten, sondern kombiniert nur eine recht krude Mischung aus GNOME 3.6, 3.8 und Teilen aus GNOME 3.10. Wer aktuellere GNOME-Bestandteile installieren möchte, der muss auf das GNOME3-Team-PPA hoffen.

$ sudo add-apt-repository ppa:gnome3-team/gnome3
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install gnome-shell ubuntu-gnome-desktop

Wer das PPA schon auf seinem Rechner hat, der muss “nur” noch seine Pakete aktualisieren — Noch enthält das PPA jedoch nichts aus GNOME 3.12 und auch generell halte ich es nicht gerade für dienlich das halbe OS über ein PPA zu aktualisieren. Als GNOME-User habe ich schon lange vor Ubuntu kapituliert und bin unter anderen aus diesem Grund zu Arch Linux gewechselt. Wer die aufwändigerer Installation scheut und dennoch ein aktuelles Linux mit GNOME als Desktopumgebung sucht, der wird wahrscheinlich auch bei Fedora glücklich.

$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Möchte man einfach nur mal in GNOME 3.12 reinschnuppern, dann ist es wohl das beste sich schnell die GNOME-3.12-Live-CD zu holen. Das ISO-Image passt leider nicht mehr auf eine CD, von daher müsst ihr es entweder auf eine DVD brennen oder am besten gleich auf einen USB-Stick schieben — Macht bei einer Test-Version sowieso mehr Sinn.

skype-icon

16. März 2014
von Christoph Langner
7 Kommentare

Skype auf 64-Bit Ubuntus und anderen Linuxen: Theme optimieren und Knackser aus dem Sound verbannen

Wer Skype auf einem 64-bittigem Linux-System installiert, der muss sich zum Glück nicht mehr ganz so sehr herumplagen. Inzwischen bietet Skype Pakete an, die sich auch auf einem 64-Bit-Linux ohne Probleme installieren lassen. Doch Skype ist nach wie vor stets … Weiterlesen

GDM auf Dual-Monitor-System.

14. Mai 2013
von Christoph Langner
7 Kommentare

GDM bei Dual-Monitor-Setup auf das richtige Display schieben

Der Displaymanager GDM 3.6 aus Ubuntu 12.10 hat noch bei einem Multi-Monitor-Setup das Login-Fensterchen auf beiden angeschlossenen Displays angezeigt. Das fand ich zwar nicht wirklich sauber gelöst, aber wenigstens war das Login so auch immer auch auf dem richtigen Monitor direkt vor der Tastatur sichtbar. Mit dem GDM 3.8 aus dem GNOME-PPA in Zusammenspiel mit Ubuntu 13.04 ist das nun nicht mehr der Fall. Das Login-Fenster wird nur noch auf einem Monitor angezeigt, in meinem Fall aber auf dem falschen Display. Über die graphische Desktopumgebung lässt sich nun aber der primäre Monitor für den Login-Bildschirm nicht bestimmen. Selbst wenn man in den Monitor-Einstellungen alles richtig einrichtet, bleibt GDM dabei das Login auf dem falschen Display anzuzeigen.

Richtet eure Monitore ordentlich im System ein.

Das Problemchen lässt sich jedoch relativ einfach beheben, indem man die Monitor-Konfiguration seines Benutzers dem Login-Manager von Gnome GDM unterjubelt. Richtet dazu eure Monitore erst einmal ordentlich über die Gnome-Einstellungen ein und kopiert dann die für das Monitorsetup verantwortliche Datei ~/.config/monitors.xml aus eurem Homeverzeichnis ins System nach /var/lib/gdm/.config.

$ sudo cp ~/.config/monitors.xml /var/lib/gdm/.config

Von dort wird euer Monitor-Setup dann beim nächsten Login korrekt ausgelesen und GDM wandert automatisch auf den Bildschirm, auf dem ihr auch das Panel der GNOME-Shell anzeigen lasst. Sollte sich an euren Monitoren einmal etwas verändern, dann kopiert ihr die aktualisierte einfach erneut ins GDM-Verzeichnis. [UPDATE: 14.09.2014: Das Ganze funktioniert nach wie vor auch mit aktuellen Ubuntu-Version und ebenso auch mit anderen Linux-Distributionen, die den Gnome-Display-Manager benutzen.]

GNOME-Shell Extension List

2. Mai 2013
von Christoph Langner
9 Kommentare

GNOME-Shell Erweiterungen TopIcons bzw. Status Icon Fixer rücken App-Icons wieder in den Fokus

Ich setze mein Arbeitssystem gerade auf Basis von UbuntuGNOME 13.04 neu auf. Auch wenn viele schimpfen, mir gefällt die GNOME-Shell im Großen und Ganzen. Allerdings finde ich es ein nach wie vor ein bisschen störend, dass Icons von Programme wie Skype, Dropbox oder Pidgin nicht mehr in die Statusleiste erscheinen, sondern sich immer im so genannten “Message Tray” einsortieren. So muss man immer erstmal die Maus an den unteren Bildschirmrand führen und dort für eine Weile halten, oder den “Overview-Modus” aufrufen.

Skype, Dropbox und Co. sortieren sich unsichtbar im “Message Tray” ein.

In den GNOME Extensions finden sich jedoch zwei Erweiterungen, mit denen man die Icons wieder an ihren angestammten Platz in der oberen Leiste schieben kann. Für GNOME 3.4 könnt ihr den Status Icon Fixer benutzen, für GNOME 3.6 — aus Ubuntu “Raring Ringtail” 13.04, hier im Screenshot auch abgebildet — könnt ihr die TopIcons installieren. Die Erweiterungen müssen nicht groß konfiguriert werden, einfach den Schalter auf “On” umlegen, und schon wandern die Icons nach oben.

TopIcons zeigt “Legacy Tray Icons” in der Top-Leiste der GNOME-Shell.

GVFS-Update ermöglicht unter Ubuntu/Linux den Zugriff auf Android-Geräte via MTP

29. Januar 2013
von Christoph Langner
89 Kommentare

GVFS-Update ermöglicht unter Ubuntu/Linux endlich den bequemen Zugriff auf Android-Geräte via MTP

Wer einen Nexus-Androiden oder auch ein aktuelles Samsung-Handy mit Android kauft, der wird feststellen, dass es unter Linux ein klein wenig nervig ist Daten auf bzw. vom Handy zu schieben. Der Grund dafür ist, dass Google mittlerweile darauf verzichtet den … Weiterlesen

Mass Rename erleichtert das Umbenennen von Dateien in Nautilus

20. September 2012
von Christoph Langner
12 Kommentare

Nautilus-Renamer erleichtert das Umbenennen von Dateien im großen Stil

In der letzten Zeit komme ich immer wieder in die Verlegenheit, dass ich eine ganze Reihe an Dateien umbenennen muss. Dafür kursieren in den Paketquellen und im Netz eine ganze Reihe von Tools und auch im Terminal kann man mit ein bisschen Phantasie einiges erreichen, doch ich bin eigentlich auch immer ganz froh wenn ich zwischendurch nicht die Anwendung – sprich Nautilus – wechseln muss. Für Nautilus gibt es an diveresen Orten Skripte für Nautilus-Actions zum Umbenennen von Dateien im großen Stil, doch keine hat sich in meinen Augen wirklich bewährt, manch eine Lösung funktioniert mittlerweile auch gar nicht mehr. Richtig brauchbar und umfassend fand ich dagegen die Erweiterung Nautilus Renamer, ihr könnt sie direkt über ein .deb-Paket installieren, den Download findet ihr auf der rechten Spalte der Launchpage-Seite.

Sobald man mehrere Dateien markiert hat, bietet das Kontextmenü die Option zum Batch-Umbenennen an.

Nach der Installation des Pakets und einem Neustart des Dateimanagers (am einfachsten über ein Terminal und den Befehl $ nautilus -q && nautilus &) findet ihr im Kontextmenü von Nautilus den Eintrag “Mass Rename”, sobald ihr mehrere Dateien ausgewählt habt. Über diesen könnt ihr dann Dateien nach einem bestimmten Schema umbenennen, Namensteile lassen sich Ersetzen oder ihr ändert nur die Schreibweise wie etwa die Groß-/Kleinschreibung. Das einziges große Manko ist in meinen Augen, dass Nautilus-Renamer wohl nicht mit via GVFS eingebundenen Netzwerk zurecht kommt, auf einem FTP-Server versagte das Programm leider seinen Dienst.

Renamer nennt die Dateien dann nach einem Muster um, ersetzt Zeichenfolgen oder ändert die Schreibweise.

Drei Wege den primären Monitor unter Ubuntu/GNOME Shell oder das Terminal zu bestimmen.

11. Juni 2012
von Christoph Langner
16 Kommentare

Drei Wege den primären Monitor unter Ubuntu Unity/GNOME Shell oder das Terminal zu bestimmen

Solltet Ihr mal ein System mit zwei Monitoren oder einem Monitor und einem Beamer benutzen wollen, dann ist vielleicht folgendes Wissen für euch ganz nützlich. Ich nutze GNOME und seine diversen Shells ja schon eine ganze Weile lang, aber der … Weiterlesen