Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

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10. September 2014
von Christoph Langner
6 Kommentare

Maus- und Keyboard-Sharing-Tool Synergy schaltet Paywall vor Downloads

Eine der am häufigsten gestellten Fragen rund um freie Software ist ja wie das Projekt und die dahinter stehenden Menschen jemals Geld verdienen möchten. Software schreibt sich ja nicht von alleine, wie sollen die Entwickler jemals an etwas Geld für ihre tagtäglich benötigten Brötchen kommen. Bei Hobby-Projekten stellt sich diese Frage eigentlich eher weniger, doch es gibt auch zahlreiche Entwickler, die sich vollständig ihrem freien Software-Projekt widmen und davon auch leben möchten.

Eines dieser Projekte ist das populäre und recht weit verbreitete Maus- und Keyboard-Sharing-Tool Synergy. Das Programm erlaubt das Steuern mehrerer Rechner mit nur einer Maus-/Tastatur-Kombo über das Netzwerk. So kann man etwa das Notebook als zweites Display nutzen, egal welches Betriebssystem auf dem Rechner läuft. Nun kommt trotz intensiver Bitten um Spenden nicht viel dabei rum. Laut Angaben von Synergy-Hauptentwickler Nick Bolton spenden gerade einmal 0,002% aller User, die Synergy von der Homepage laden, für das Projekt.

Mit Synergy steuer man mehrere Rechner mit einer Maus und einer Tastatur.

Die Position der einzelnen Rechner werden wie mehrere Monitore an einem Rechner organisiert.

Um das Projekt nun auf sichere Beine zu stellen, wagt Synergy nun einen recht riskanten Schritt: Der Download des Programms von der Synergy-Homepage wird kostenpflichtig, ein lebenslang gültiger Account kostet einmalig 4,99 US-Dollar. An der GPL-Lizenz ändert sich nichts, das Programm ist weiterhin freie Software und selbstverständlich lässt sich der Synergy-Quellcode nach wie vor einsehen, runterladen und natürlich auch eigenhändig kompilieren. Linux-Anwender werden das Programm auch in Zukunft kostenlos über die Paketverwaltung ihrer Distribution beziehen können.  Von dieser Entscheidung betroffen sind also nur Windows- und Mac-Anwender, die nicht in der Lage sind das Programm selber zu bauen — was wohl auf die meisten zutreffen wird.

I have realized that our little project needs to grow up. This is why I have made the decision to charge $4.99 to download Synergy. It turns out that given the option, only 0.002% will choose to donate, which just isn’t enough to fund the team size required to maintain the program. Synergy is still open source and “free as in free speech” (to quote Richard Stallman), except that now there’s a one-time fee to download the software. This will give you an account which will last forever, giving you lifetime download access for all new versions of Synergy. As with all GNU licensed software, you are free to run the program, change the program, and redistribute the program with or without changes.

Was denkt ihr? Ist das ein sinnvoller Schritt der Entwickler? Werden wir in Zukunft öfters Paywalls vor Binary-Downloads freier Programme sehen? Ich für meinen Teil habe eigentlich kein Problem mit dieser Idee. Unter Android sehen wir das bei Open-Source-Projekten eigentlich schon recht häufig. Wer etwa ownCloud oder den Tiny-Tiny-RSS-Client für Android bequem über den Google Play Store installieren möchte, der zahlt einen kleinen Obolus. Wer das nicht möchte, der findet die Programme auch im Open-Source-Market F-Droid. Dafür muss man sich jedoch ein wenig mit der ganzen Thematik rund um freie Software und Android auseinandersetzen. Ich meine, dass dies eigentlich ein fairer Deal ist.

Unwetter im Anzug: Canonical entfernt Amazon-Store aus Banshee

24. Februar 2011
von Christoph Langner
22 Kommentare

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Alle Jahre wieder gibt es eine Moralfrage in Ubuntu. Die letzte große Diskussion dieser Art gab es während der Entwicklungsphase von Ubuntu Lucid Lynx 10.04 zur Umstellung der Standardsuchmaschine des vorinstallierten Browsers von Google auf Yahoo (Siehe Ubuntu setzt in … Weiterlesen

Microsoft verbannt Open-Source Programme aus dem Marketplace für Windows Phone und XBox

18. Februar 2011
von Christoph Langner
10 Kommentare

Microsoft verbannt Open-Source Programme aus dem Marketplace für Windows Phone und XBox

Microsoft möchte sich mal wieder Freunde machen. Wie immer bemüht man sich redlich darum die Open-Source Community gegen sich aufzubringen. Red Hat Entwickler Jan Wildeboer hat in seinem Blog Passagen aus dem Windows Phone Marketplace Application Provider Agreement zitiert, die … Weiterlesen