Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

nautilus-anjuta

24. März 2014
von Christoph Langner
5 Kommentare

Die GNOME-Shell öffnet unter Arch Linux Ordner mit Anjuta

Inzwischen habe ich eigentlich alle meine Rechner hier auf Arch Linux umgestellt. Als Desktopumgebung kommt dabei eigentlich immer die GNOME Shell zum Einsatz. Dabei fällt mir eines immer wieder unangenehm auf. Lasse ich aus einer Anwendung heraus eine Datei “im Ordner anzeigen”, dann öffnet sich anstatt Nautilus bzw. Files mit dem Verzeichnis die Entwicklungsumgebung Anjuta. Mir fällt das zum Beispiel immer wieder bei Shutter oder auch Google Chrome auf.

Öffnet man unter Arch Linux mit der GNOME-Shell Ordner aus Anwendungen heraus…

…dann meint sich leider allzu oft Anjuta einmischen zu müssen.

Das Problem lässt sich leider aus meiner Erfahrung heraus nicht graphisch lösen. In Nautilus fehlt bei Ordnern im Kontextmenü der Reiter “Öffnen mit”, in dem man die Zuordnung wie bei Dateien üblich korrigieren könnte. Weiß man man aber machen muss, ist die Lösung allerdings nicht sonderlich aufwändig, man muss sie nur in den Tiefen des Internets finden. In meinem Fall führte ein kurzer Beitrag auf bbs.archlinux.org zum Ziel, der auch gleich die Lösung des Problems beinhaltet. Die Ursache des Problems liegt in einem Bug, bei dem durch die Installation von Anjuta (oder auch andererer Apps) der Mime-Eintrag für Verzeichnisse verbogen wird, es gilt also diesen zu korrigieren.

$ xdg-mime query default inode/directory
anjuta.desktop

$ xdg-mime default nautilus.desktop inode/directory

$ xdg-mime query default inode/directory
nautilus.desktop

Die Befehle zeigen die verbogene Zuordnung von Ordnern an und korrigiere diesen gleich wieder. Unmittelbar nach dem Ausführen des zweiten Kommandos öffnen sich Ordner wieder mit Nautilus. Beachtet aber bitte, dass die Zuordnung nun nur für euren aktuellen Benutzer stimmt, bei anderen Usern des Systems öffnet sich nach wie vor Anjuta. Ihr müsst den zweiten Befehl daher für alle Benutzer des Systems ausführen, eine globale Lösung gibt es meines Wissens aktuell nicht.

//EDIT: Im AUR findet man mit gnome-defaults-list ein Paket, dass die Dateizuordnungen global für alle Benutzer des Systems korrigiert. Das ist für Mehrbenutzersysteme wahrscheinlich einfacher, als jedem User den Befehl zu vermitteln.

Mass Rename erleichtert das Umbenennen von Dateien in Nautilus

20. September 2012
von Christoph Langner
12 Kommentare

Nautilus-Renamer erleichtert das Umbenennen von Dateien im großen Stil

In der letzten Zeit komme ich immer wieder in die Verlegenheit, dass ich eine ganze Reihe an Dateien umbenennen muss. Dafür kursieren in den Paketquellen und im Netz eine ganze Reihe von Tools und auch im Terminal kann man mit ein bisschen Phantasie einiges erreichen, doch ich bin eigentlich auch immer ganz froh wenn ich zwischendurch nicht die Anwendung – sprich Nautilus – wechseln muss. Für Nautilus gibt es an diveresen Orten Skripte für Nautilus-Actions zum Umbenennen von Dateien im großen Stil, doch keine hat sich in meinen Augen wirklich bewährt, manch eine Lösung funktioniert mittlerweile auch gar nicht mehr. Richtig brauchbar und umfassend fand ich dagegen die Erweiterung Nautilus Renamer, ihr könnt sie direkt über ein .deb-Paket installieren, den Download findet ihr auf der rechten Spalte der Launchpage-Seite.

Sobald man mehrere Dateien markiert hat, bietet das Kontextmenü die Option zum Batch-Umbenennen an.

Nach der Installation des Pakets und einem Neustart des Dateimanagers (am einfachsten über ein Terminal und den Befehl $ nautilus -q && nautilus &) findet ihr im Kontextmenü von Nautilus den Eintrag “Mass Rename”, sobald ihr mehrere Dateien ausgewählt habt. Über diesen könnt ihr dann Dateien nach einem bestimmten Schema umbenennen, Namensteile lassen sich Ersetzen oder ihr ändert nur die Schreibweise wie etwa die Groß-/Kleinschreibung. Das einziges große Manko ist in meinen Augen, dass Nautilus-Renamer wohl nicht mit via GVFS eingebundenen Netzwerk zurecht kommt, auf einem FTP-Server versagte das Programm leider seinen Dienst.

Renamer nennt die Dateien dann nach einem Muster um, ersetzt Zeichenfolgen oder ändert die Schreibweise.

Nautilus Terminal für Nautilus 3.x aus bspw. Ubuntu Oneiric 11.10

18. Oktober 2011
von Christoph Langner
7 Kommentare

Nautilus Terminal für Nautilus 3.x aus bspw. Ubuntu Oneiric 11.10

Updates, die die Abstürze des Nautilus Dateimanagers im Zusammenhang mit den Erweiterungen Nautilus-Open-Terminal und Ubuntu One beheben werden, sind ja mittlerweile veröffentlicht worden. Die Abstürze sollten daher mittlerweile Geschichte sein. Wer dennoch eine Alternative zu Nautilus-Open-Terminal sucht, der sollte sich vielleicht … Weiterlesen

Abstürze des Nautilus Dateimanagers in Ubuntu Oneiric 11.10 abstellen

13. Oktober 2011
von Christoph Langner
50 Kommentare

Abstürze des Nautilus Dateimanagers in Ubuntu Oneiric 11.10 abstellen

Ein schneller Tipp für alle, die auf Ubuntu Oneiric 11.10 umgestiegen sind und sich jetzt mit Abstürzen des Nautilus Dateimanagers herumplagen müssen. Bei mir und Anderen verabschiedet sich Nautilus ins Nirvana, sobald man einfach nur den Ordner wechselt. Schuld daran ist die beliebte Erweiterung nautilus-open-terminal, über die man bequem ein Terminalfenster mit dem aktuellen Ordner öffnen kann, Bug #869131 ist die passende Fehlermeldung dazu. Als einziger Workaround bleibt nur die Deinstallation des genannten Pakets, nach einem beherzten…

$ sudo apt-get remove nautilus-open-terminal

…sollte alles wieder normal sein und Nautilus zuverlässig arbeiten. Vielleicht auch gleich noch ein zweiter Hinweis für GNOMEler. Nautilus-Erweiterungen, wie die neue Erweiterung nautilus-image-manipulator, die auf Nautilus-Python setzen sind wohl ALLE defekt, da nautilus-python buggy ist. Nautilus wurde in Oneiric wohl etwas arg vernachlässigt, mich persönlich trifft das Fehlen von Nautilus-Open-Terminal ziemlich hart, da ich diese Funktion gerne benutzt habe.

Dropbox-Erweiterung für Nautilus auch unter Ubuntu Natty mit GNOME3 oder Oneiric benutzen

25. September 2011
von Christoph Langner
7 Kommentare

Dropbox-Erweiterung für Nautilus auch unter GNOME3 (d.h. Ubuntu Natty mit GNOME3 PPA oder Oneiric) benutzen

Ein kleiner Tipp für alle, die bereits GNOME3 und damit auch Nautilus 3.x aus dem GNOME3 Team PPA oder bspw. unter Ubuntu Oneiric direkt aus dem System heraus installiert haben. Aktuell wurde die Dropbox-Erweiterung noch nicht für Nautilus 3 angepasst. … Weiterlesen

Nautilus findet keinen freien Speicher auf per FRITZ!Box angebundener externen Platte

30. Juli 2011
von Christoph Langner
6 Kommentare

Labor-Firmware für die FRITZ!Box korrigiert die Angabe des freien Speicherplatzes auf externen Medien

Als immer verfügbares und stromsparendes NAS nutze ich eine per USB an die FRITZ!Box angeschlossene externe Festplatte. Die Performance der FRITZ!Box als “Netzwerkserver” ist zwar nicht gerade berauschend – ich bekomme gerade mal rund 700kB/s über die Leitung – doch … Weiterlesen

pdf-shrink

16. Februar 2011
von Christoph Langner
42 Kommentare

PDF-Dateien unter Linux aus der Shell und aus Nautilus heraus komprimieren

Neulich war ich mal wieder in der Situation, dass ich (oder besser meine bessere Hälfte) PDF-Dokumente einreichen musste, die eine maximale Dateigröße nicht überschreiten durften. Keine Ahnung wer sich das ausgedacht hat, aber eine Bewerbung inkl. aller gescannter Zeugnisse unter … Weiterlesen