Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

watchever-raspberry-pi

25. März 2014
von Christoph Langner
18 Kommentare

Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video und der Raspberry Pi

Ich bekomme inzwischen fast täglich per E-Mail die Frage gestellt, ob es denn irgendwie möglich sei auf einem Raspberry Pi mit XBMC (in Form von Raspbian oder OpenELEC) auch Videostreaming-Dienste wie Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video laufen lassen zu können. Die Antwort auf die Frage ist leider nicht so, wie die meisten hoffen, denn im Prinzip ist das technisch möglich. Dank Pipelight lassen sich inzwischen auch Silverlight-Streams unter Linux darstellen. Man muss auch nur wenig im Netz stöbern um Add-Ons im Netz zu finden, die die Streaming-Seiten aus XBMC heraus in einem Browser öffnen.

Allerdings gibt es hier in Bezug auf den kleinen Raspberry Pi ein Problem: Die Rechnerarchitektur! Pipelight nutzt mittels eines gepatchten Wines die originalen Windows-Binaries von Microsofts Silverlight. Diese funktionieren jedoch nur auf Computern mit x86-Architektur, der Raspberry Pi baut jedoch auf einem ARM-Prozessor auf. Das heißt für Raspbi-Fans: XBMC und Watchever und Co. passen generell schon halbwegs zusammen, doch in Kombination mit dem Raspberry Pi wird das nichts werden. Daher schreibt auch Michael Müller vom Pipelight-Team folgendes…

Sorry, but it is not possible to install Pipelight on ARM devices, since we use the original windows version of Silverlight/Flash/... which are only available for x86 processors. The only possibility to run these plugins on ARM devices is to emulate a x86 processor, but this is terrible slow and not suitable for video rendering.

Solange die Video-on-Demand-Anbieter in Deutschland geschlossen auf Silverlight setzen und auch Microsoft kein Silverlight für ARM-CPUs veröffentlicht, solange wird man wohl auch nicht Watchever und Co. auf dem Raspberry Pi benutzen können. Das ist leider sehr sehr schade, allerdings werden wir daran nichts ändern können. Microsoft scheint den VoD-Diensten derzeit wohl das beste DRM-Package anbieten zu können.

UPDATE 20.01.2014: Für Amazon Prime Instant Video gilt diese Aussage nicht mehr. Es gibt inzwischen erste Addons für XBMC bzw. Kodi, die es ermöglichen Amazon-Prime-Videos nativ in Kodi abzuspielen. Für hochauflösende 1080p-Videos reicht selbst ein leistungsschwacher Raspberry Pi mit Raspbian oder OpenELEC aus.

Von daher würde ich generell Raspbi-Fans empfehlen zusätzlich zum Raspberrry Pi auch noch einen Chromecast-Dongle an den Fernseher anzuschließen. Mit gerade einmal 35 Euro kostet der kleine HDMI-Dongle nicht gerade die Welt und wer sowieso schon ein Android-Handy oder -Tablet in den Händen hält, der kann so ohne weiteren großen Aufpreis Watchever und Co. auf den Fernseher beamen, auch wenn man keinen Smart-TV im Regal stehen hat.

bashmount-icon

14. März 2014
von Christoph Langner
2 Kommentare

bashmount erleichtert das Mounten von USB-Sticks und CD/DVDs vom Terminal aus

Mit dem Raspberry Pi kommt das gute alte Terminal und Terminal-Tools ja wieder “mehr” in Mode. Auch wenn LXDE recht ordentlich auf dem Raspbi läuft: Verzichtet man auf eine graphische Umgebung, dann läuft es noch eine ganze Nummer runder. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die mit einer graphischen Umgebung einfach besser klappen. Darunter fällt unter anderem das Mounten von USB-Sticks und optischen Medien. Als kleinen Tipp möchte ich euch generell für Linuxe ohne graphische Umgebung bashmount empfehlen. Das simple Skript schaut sich nach den Device-IDs von entfernbaren Datenträgern um, und bietet an diese zu mounten oder auch wieder auszuhängen.

USB-Sticks und optische Medien bequem per bashmount vom Terminal aus einbinden.

Arch Linux User können bashmount bequem — für den Raspberry Pi gibt es auch ein vorgefertigtes Arch-Linux-Build für die ARM-CPU — und unkompliziert aus dem AUR installieren. Auf anderen Distributionen (zumindest bei Debian und Ubuntu) muss man wohl aktuell das Skript noch von Hand aufs System schaufeln. Die Installationshinweise dafür findet ihr in der INSTALL-Datei des Projekts.

mediacenter

12. März 2014
von Christoph Langner
44 Kommentare

Was ist das beste Mediacenter zum Nachrüsten? Chromecast, Raspberry PI/XBMC oder Odroid/Android?

Es gibt sicherlich zahlreiche Couch-Potatos hier, die einen Flachbildschirmfernseher im Wohnzimmer stehen haben, der vom Bild her allen Ansprüchen genügt, dem aber das gewisse Quäntchen Intelligenz fehlt um als “Smart-TV” zu gelten. Doch ein Fernseher muss nicht dumm bleiben, an … Weiterlesen

Nighthawk F117A,

19. Juni 2013
von Christoph Langner
27 Kommentare

Nighthawk F117A, Raspberry Pi als HDMI-Stick für den TV “in fertig”

Seit einiger Zeit läuft auf einem meiner kleinen Raspberry Pis das XBMC-Mediacenter auf Basis von Openelec. Was bei den drei Projekten geleistet wurde, verschlägt mir ehrlich gesagt die Sprache. Die nur 700 MHz schnelle Mini-Platine ist ein absolut vollwertiger Multimedia-PC, … Weiterlesen

Debian-Distribution Raspbian auf dem Raspberry Pi

26. Juli 2012
von Christoph Langner
25 Kommentare

Debian-Distribution Raspbian auf dem Raspberry Pi installieren

Die speziell für den Raspi angepasste Debian-Distribution Raspbian ist für die Raspi-Community keine große Neuigkeit mehr. Seit gut einer Woche ist die Distribution, die vom Raspberry-Projekt offiziell empfohlene Distro, um Linux auf dem Raspberry Pi zum Laufen zu bekommen. Leider hatte ich … Weiterlesen

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Android Transporter auf dem Raspberry Pi

22. Juni 2012 von Christoph Langner | 3 Kommentare

Wer noch nicht weiß, was er mit seinem Raspberry Pi anstellen kann, der sollte Android Transporter im Kopf behalten. Die Software streamt das Geschehen auf dem Display eines Android-Handys kabellos über ein anderes Android-Gerät oder seit kurzem auch auf den Raspi und von dort weiter auf einen großen Monitor oder einen Beamer. Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Entwicklung, doch man möchte den Code der Software öffnen, sobald die APIs sich stabilisiert haben.

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LinuxTag 2012: XMBC auf dem Raspberry Pi

28. Mai 2012 von Christoph Langner | 12 Kommentare

Im Beitrag zu meinen ersten Tests mit dem Raspberry Pi kam in den Kommentaren öfters mal der Wunsch nach Informationen zu XBMC auf dem Raspi auf. Bislang hatte ich noch keine Zeit selber mit dem Raspi und dem leistungsfähigen Mediacenter rumzuspielen, doch auf dem LinuxTag 2012 in Berlin bin ich Edgar “Gimli” Hucek über den Weg gelaufen, der in meinem kurzen Interview aus erster Hand über XBMC sprechen kann. Er ist die treibende Kraft hinter der Portierung von XBMC auf den Raspi und kann von daher der Community Frage und Antwort stehen. Die im Video gezeigte Raspi läuft unter OpenELEC, einer XBMC-Distro die sich in zehn Minuten auf dem Pi installieren lässt.

(Direktlink zu YouTube)