Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

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6. Juni 2014
von Christoph
12 Kommentare

VBoxGuestAdditions 4.3.13 erlauben wieder 3D-Beschleunigung von Ubuntu 14.04

Wer aktuell ein Ubuntu 14.04 “Trusty Tahr” mit VirtualBox in einer virtuellen Maschine installiert, der bekommt partout keine brauchbare Leistung aus dem virtuellen Ubuntu herausgekitzelt. Eigentlich sollte es reichen für die VM die 3D-Beschleunigung zu aktivieren, doch überall ruckelt und zuckelt es. Trotz aktivierter 3D-Beschleunigung lassen sich 3D-Anwendungen wie Steam, oder XBMC und natürlich auch die Unity-Oberfläche von Ubuntu nur mir sehr erklecklicher Performance aufrufen. Das ist auch kein Wunder, denn egal was man tut: Der Unity-Test meldet immer keinen aktiven 3D-Support.

$ /usr/lib/nux/unity_support_test -p
[...]
Not software rendered:    no
[...]
Unity 3D supported:       no

Das Problem liegt nicht bei Ubuntu, sondern ist bei VirtualBox zu suchen und das schon länger: Die Fehler #12941 und #12746 dokumentieren den Bug. Mit der demnächst anstehenden Version VirtualBox 4.3.13 wird das Problem jedoch behoben sein. Wer schon jetzt seinem in einer VirtualBox installierten Ubuntu 14.04 Beine unter dem Hintern machen möchte, der sollte daher die über die Paketverwaltung installierten VirtualBox-Gasterweiterungen vom virtuellen Ubuntu werfen…

$ sudo apt-get remove virtualbox-guest-dkms virtualbox-guest-utils virtualbox-guest-x11

…sie sind eh zu alt und werden erst später (wenn überhaupt) den Bugfix abbekommen. Anschließend ladet ihr euch dann die aktuelle Beta-ISO der Gasterweiterungen VBoxGuestAdditions_4.3.13-94438.iso herunter, bindet sie als CD im virtuellen Ubuntu ein und installiert dann abschließend entsprechend dem Ubuntuusers-Wiki die neuen VirtualBox-Gasterweiterungen von Hand. Nach einem Neustart des virtuellen Systems sollte der Unity-Test dann…

$ /usr/lib/nux/unity_support_test -p
[...]
Not software rendered:    yes
[...]
Unity 3D supported:       yes

…melden, dass es mit der 3D-Unterstützung klappt und auch die Grafik-Leistung des virtuellen Ubuntus in der VirtualBox sollte endlich wieder passen. Das kleine “Zwischenupdate” sollte keine Konsequenzen für später haben. Sobald ihr VirtualBox 4.3.13 einspielt, könnt ihr wieder beruhigt die dann offiziellen Gasterweiterungen benutzen.

virtualbox-ubuntu-trusty

19. April 2014
von Christoph
8 Kommentare

Ubuntu 14.04 “Trusty Tahr” als VirtualBox grottenlahm? Aktiviert die 3D-Beschleunigung!

Es gibt ja nicht wenige Linux-User, die eine neue Distribution erst einmal in einer virtuelle Maschine ausprobieren. So lassen sich die Eigenarten schnell austesten und vielleicht erspart man sich dort erstmal einen Wechsel. Wer jedoch das gerade neu veröffentlichte Ubuntu … Weiterlesen

gnome-shell-virtualbox

31. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

VirtualBox-VMs über die GNOME-Shell aufrufen (GNOME 3.8 und neuer)

Vor fast zwei Jahren haben ich schon einmal darüber geschrieben, dass man mit der Shell-Erweiterung VirtualBox Vm Search Provider in VirtualBox erzeugte virtuelle Maschinen aus der GNOME-Shell heraus aufrufen kann. Mit Hilfe der Extension muss man zum Starten einer VM einfach auf die Windows/Super-Taste drücken, einen Teil des Names der gewünschten VM eingeben, diese mit [Runter] auswählen und per [Return] starten — die eigentliche VirtualBox-Anwendung kann geschlossen bleiben.

Der VirtualBox Vm Search Provider funktioniert jetzt wieder mit aktuellen GNOME-Versionen.

Leider gab die Shell-Erweiterung recht schnell ihren Geist auf. Ich meine, dass sie bereits mit einem Update auf GNOME 3.6 ihren Dienst quittierte und danach lange nicht aktualisiert wurde. Nun aber — gut schon seit zwei Monaten — funktioniert sie aber auch wieder mit GNOME 3.8 und neuer. Wer VirtualBox auf seinem Rechner hat und die GNOME Shell nutzt, der muss nur die Erweiterung aktivieren. Die VM sollten dann umgehend in der Aktivitäten-Übersicht erscheinen.

VirtualBox 4.1 ist da, das Klonen von VMs ist nun offiziell möglich

28. September 2012
von Christoph
7 Kommentare

VirtualBox im Fullscreen-Mode auf dem sekundären Monitor schieben

Der Tipp ist mit Sicherheit kein Überknaller, aber habt Ihr VirtualBox auf einem System mit zwei Bildschirmen im Einsatz und möchtet die VM als Vollbild auf dem sekundären Display haben? Ich dachte schon, dass man hier in irgendwelchen Konfigurationsdateien schrauben müsste, aber schaut doch einfach mal in das Kontextmenü der VM. Unter Anzeige findet sich die Option Virtueller Monitor, dort könnt ihr die virtuelle Maschine auf den zweiten Schirm schieben.

Virtualisiertes System im Vollbild auf den zweiten Monitor schieben.

VirtualBox 4.2 mit Gruppen und Drag&Drop von Dateien zwischen Host und VM

13. September 2012
von Christoph
6 Kommentare

VirtualBox 4.2 mit Gruppen und Drag&Drop von Dateien zwischen Host und VM

VirtualBox ist eine der Anwendungen, die von meinem Desktop eigentlich nicht wegzudenken ist. Für Server-Virtualisierungen mag es zwar mit XEN oder QEMU “linuxigere” Lösungen geben, doch auf dem PC zum Austesten von neuen Distributionen oder Features ist die VBox für mich unersetzlich. Was mich im Vergleich zur proprietären Konkurrenz VMware Workstation allerdings immer ein bisschen wurmte, ist der Austausch von Dateien zwischen Host-System und Client. Bei VMware kann man eine Datei einfach vom Host-Desktop in das virtualisierte System ziehen, das Einrichten von freigegebenen Ordner oder andere Klimmzüge sind nicht nötig. Wie ich aber auch schon zur ersten Beta von VirtualBox 4.2 geschrieben hatte, gibt es dieses Feature nun auch bei VirtualBox. Leider hatte das damals bei der Beta bei mir nicht gut geklappt, heute ist die finale Version des Updates erschienen, Zeit die Funktion gleich nochmal zu testen.

Der Support für Drag&Drop zwischen Host und Client muss aktiviert werden.

Zur Installation von VirtualBox möchte ich gar nicht große Worte verlieren. Wie immer macht VirtualBox bei der Paketierung der Software gute Arbeit, man stellt zahlreiche Pakete für alle möglichen Distributionen zum Download bereit. Bei Ubuntu müsst Ihr im Vorfeld allerdings VirtualBox 4.1 deinstallieren (über das Software-Center, Synaptic oder direkt apt-get), sonst weigert sich das neue Paket installiert zu werden. Vergesst auch nicht nachträglich noch die proprietäre Erweiterung “VirtualBox 4.2 Oracle VM VirtualBox Extension Pack” zu installieren, ihr findet es auf der Downloads-Hauptseite, sonst gehen viele Funktionen von VirtualBox nicht.

Bezüglich der Drag&Drop-Funktion muss ich allerdings wie schon zur Beta die Hoffnungen enttäuschen, sie tut bei mir überhaupt nicht. Getestet hab ich das Verschieben von Dateien unter Ubuntu 12.04 mit der GNOME-Shell als Desktopumgebung mit Windows 7 und Ubuntu 12.04 als Client. In beiden Fällen hab ich darauf geachtet, dass die Gasterweiterungen von VirtualBox in einer aktuellen Version installiert sind, in beiden Fällen klappt es mit dem Kopieren von Daten über Drag&Drop überhaupt nicht, egal in welche Richtung ich eine Datei kopieren möchte. Funktioniert das bei euch? Wenn ja in welcher Konfiguration?

Die Gruppen dienen nicht nur zur optischen Organisation der VMs.

Ansonsten hat die neue Funktion hauptsächlich Features für Power-User bekommen. Ihr könnt eure VMs jetzt zu Gruppen bündeln, die nicht nur der optischen Organisation dienen, sondern auch der Automatisierung. Habt ihr zum Beispiel ein komplettes Server-Setup virtualisiert, dann lassen sich sämtliche Server dieser Gruppe auf einmal starten.

Ebenso lässt sich eine VM nun direkt im Hintergrund ausführen lassen, ohne dass man sie mit dem Befehl $ VBoxManage startvm “VM name” –type headless aus dem Terminal starten müsste. Dazu drückt ihr im Kontext-Menü der VM auf den Start-Eintrag, während ihr die Shift-Taste gedrückt haltet. Leider wird auf diese neue Funktion im Programm selber kaum hingewiesen.

(Quelle: Oracle Press Release, Via: Softwareperlen)

VirtualBox 4.1 ist da, das Klonen von VMs ist nun offiziell möglich

19. Juli 2011
von Christoph
9 Kommentare

VirtualBox 4.1 ist da, das Klonen von VMs ist nun offiziell möglich

Eine der für mich wichtigsten Programme ist jetzt in einer neuen Version erschienen. VirtualBox 4.1 bringt nun endlich eine Möglichkeit mit virtuelle Maschinen zu klonen, so dass man ohne Klimmzüge eine bereits existierende VM ein zweites mal nutzen kann. Ich habe dafür bislang immer die virtuelle Festplatte kopiert und umbenannt. In meinem ersten Test ging das klonen einer sauberen VM mit Ubuntu Natty innerhalb von ein paar Minuten vonstatten. Das Klonen einer stärker “gebrauchten” VM mit Windows XP brauchte jedoch über fast eine halbe Stunde.

Die Installation von VirtualBox 4.1 ist nicht sonderlich aufwändig. Ladet euch die neue Version als .rpm oder .deb Paket von den Oracle-Seiten herunter, installiert das Paket (bei Ubuntu reicht bspw. ein Doppelklick auf die .deb Datei) und vergesst nicht das Extension Pack zu aktualisieren, wenn ihr bspw. Support für USB 2.0 haben wollt. Solltet Ihr eine ältere Version von VirtualBox auf der Platte haben, so würde ich diese vorher deinstallieren, dabei gehen eure virtuellen Maschinen und Einstellungen nicht verloren.