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Dropbox ordentlich aktualisieren

Dropbox ordentlich aktualisieren

| 20 Kommentare

In vielen Foren und Blogs findet man Hinweise, wie man den Dropbox-Client am besten aktualisieren sollte. Es werden Links zu .tar.gz Archiven verteilt (die natürlich nach ein paar Tagen oder Wochen nicht mehr aktuell sind), man soll die Archive von Hand entpacken und die Daten an die richtige Stelle schieben usw. Der Aufwand ist relativ groß und auch eigentlich nicht nötig, denn erstens besitzt Dropbox eine eingebaute Update-Routine und zweitens kann man ein Update von Dropbox auch einfacher von Hand einleiten.

Wie in der Einleitung des Beitrages angesprochen besitzt Dropbox einen eingebauten Mechanismus, der den proprietären Client im Hintergrund und ohne Interaktion des Benutzers aktualisiert. Allerdings scheint dieser nicht sofort zuzuschlagen, wenn eine neue Version des Clients freigegeben wurde. Um die Server zu schonen, werden die Clients nach und nach aktualisiert. So kann es vorkommen, dass der Client bei dem einen Nutzer schon aktualisiert wurde und beim anderen noch nicht.

Soviel zur Theorie… In der Praxis konnte ich jedoch oft genug feststellen, dass dieser Update-Mechanismus nicht oder nicht gut funktioniert. In Foren schlagen z.B. immer wieder User auf, bei denen Dropbox noch nicht als Indicator-Applet im Panel erscheint. Dem zufolge müssen diese mir einer SEHR alten Version unterwegs sein. Irgendwas scheint von daher beim Update des Client des öfteren mal schief zu gehen.

Von daher empfehle ich ab und an in die Einstellungen von Dropbox zu schauen und einen Blick in die Release Notes zu werfen, um zu prüfen ob der installierte Dropbox-Client noch aktuell ist. So kommt man in den Genuss neuer Funktionen und muss auch nicht die Angst haben, dass ein Sicherheitsleck die eigene Dropbox gefährdet.

Die Version des installierten Dropbox-Clients überprüfen

Sollte die Versionsnummer aus den Einstellungen nicht mit der aus den Release Notes übereinstimmen, so würde ich von Hand ein Update anstossen. Ihr könnt dazu Dropbox beenden, das Verzeichnis mit dem Client löschen und dann Dropbox mit der Option den Client neu zu installieren wieder neu starten. In Terminalbefehle übersetzt müsst Ihr einfach die folgenden drei Befehle ausführen…

$ dropbox stop
$ rm -rf ~/.dropbox-dist
$ dropbox start -i

…danach startet Dropbox neu und meldet, dass Ihr den Client neu installieren müsst. Dabei müsst Ihr keine Angst haben, dass ihr eure Dropbox komplett neu synchronisieren müsst. Im Verzeichnis ~/.dropbox-dist steckt nur der Hintergrunddienst, die eigentlichen Daten von Dropbox werden nicht angefasst.

[UPDATE: Für den Vorgang braucht es auch keinen Xserver. Wer Dropbox auf einem Server ohne graphische Oberfläche laufen lässt, der kann über in diesem Fall ebenso dropbox -i verwenden.]

Ein paar Momente später startet der Download und nach Abschluß der automatischen Installation taucht dann Dropbox auch wieder im Panel auf. Solltet Ihr mit Natty unterwegs sein und zuvor kein Dropbox-Icon mehr im Panel gesehen haben, dann sollte es spätestens jetzt wieder als sogenanntes Indicator-Applet wieder erscheinen.

Dropbox aktualisieren

Eine manuelle Installation, ist nur dann nötig wenn Ihr die “experimentellen Forum-Builds” probieren möchtet. Diese öffentliche Beta-Version des Dropbox-Clients findet Ihr immer als Sticky im oberen Teil des Dropbox-Forums als Thread mit dem Titel “Experimental Forum Build” angepinnt. Von dort lässt sich die Beta als .tar.gz Archiv herunterladen, das man dann in der Tat auch manuell installieren muss.

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

20 Kommentare

  1. Gilt das auch für Kommandozeileninstallationen?

  2. Habe diesen 3 Zeiler schon mal verwendet in Natty. Dann kam wieder das indicator icon. Nach einem Neustart ist es dann jedoch wieder weg… :(

    • Ist Dropbox wieder da, wenn du es mit

      $ dropbox start

      lädst? Wenn ja, dann prüfe mal in den Einstellungen von Dropbox (unter Allgemein) ob Dropbox beim Systemstart geladen werden soll.

  3. Danke für den Hinweis, bei mir war wohl auch ne uralte Dropbox-Version installiert. Hab zwar noch kein Natty, aber jetzt auch endlich passende Icons im Panel.

  4. Danke, Chrisss!
    War noch mit 0.7 unterwegs und hatte mich zwischendurch auch schon über die Macke gewundert!

  5. Vielen Dank! Ich war mit (mit 0.7 unter Natty) gar nicht bewusst, dass da eine Uraltversion läuft.

  6. Ja cool! Hatte bislang eine 0.7.* Version drauf. Danke!

  7. Ebenfalls Danke ! Hat auch unter LMDE funktioniert !

  8. Hallo Christoph,
    danke auch von mir für den guten Tip!!
    Nur aus Interesse: wofür steht das -i (in dropbox start -i)?
    Gibt es da noch mehr Parameter?

  9. Zuerst einmal thanks für den Tip.
    Ich verwende Ubuntu 10.04 und meine Dropbox Version ist seit Beginn 0.7.110 und ändert sich nicht :-(
    Wenn ich den Befehl
    $ dropbox stop
    in das Terminal eingebe, kommt die Zeile:
    $ Befehl nicht gefunden.

    Was mache ich da falsch?

    • Ich würde mal drauf tippen, dass du generell Dropbox aktualisieren solltest. Dropbox setzt sich aus der quelloffenen Erweiterung für Nautilus und dem proprietären Hintergrunddienst zusammen. Lade dir mal von dropbox.com die aktuelle Version der Nautilus-Erweiterung runter und installiere das .deb Paket. Dann klappts auch mit dem “Dropbox-Befehl”.

  10. Bei mir (maverick) gibt es auch einen Ordner ~/.dropbox-dist-new. Muss ich den auch löschen?

  11. @Christoph.
    thanks für die Hilfe.
    Bin nach Deinem Tip vorgegangen – es kommt leider dieselbe Meldung :-(

  12. So – jetzt hats geklappt.
    Die Version 1.1.31 läuft auf dem System.
    Noch einmal Danke für den tollen Tipp und die Hilfe!

  13. Und siehe da, von v1.0.20 auf V1.1.31 mit deutschen Übersetzungen. Danke Dir Christoph!

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