Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

tux-sonos-linux

7. Februar 2016
von Christoph Langner
3 Kommentare

Sonos-App für Chrome/Chromium tut auch unter Linux

Bekanntlicherweise läuft auf den netzwerkfähigen Boxen von Sonos ein abgespecktes Linux-System, zu dem Sonos auch brav entsprechend der GPL die Quellen veröffentlicht. Ansonsten lässt das Unternehmen die Linux-User jedoch ziemlich außen vor: Es gibt entsprechende Clients für Windows und MacOS X sowie selbstverständlich für die zwei großen mobilen Betriebssysteme, aber schon bei Windows Phone hört der Spaß auf. Für die Linux-User an sich interessiert sich Sonos so gut wie rein gar nicht. Appelle wie dieser hier in den Support-Foren des Unternehmens bleiben seit Jahren mit dem Kommentar „Aktuell plane man keinen Linux-Client“ unerhört. Mit einer von einem unabhängigen Entwickler gebauten Browser-App für Chrome und Chromium lässt sich das heimische Sonos-System nun aber doch bequem vom Desktop oder Notebook aus steuern.

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vis

6. Februar 2016
von Christoph Langner
4 Kommentare

Audio-Visualizer für das Terminal: cli-visualizer

Wer sich zu meiner Zeit als Teenager in den 90ern von seinem hart mit Ferienjobs erarbeitetem Geld eine Turm von Stereoanlage zusammengespart und noch ein paar Mark übrig hatte, der kaufte sich neben CD-Player (den mit dem Teller), Kassettendeck (Hätte ich den Nakamichi RX-202 gekannt und bezahlen können, dann wäre es mit Sicherheit der gewesen) noch einen Equalizer: Je bunter, je blinkender, je mehr Regler, desto besser. Heutzutage steht bei kaum mehr einem Kid eine Stereoanlage auf dem Wunschzettel, doch warum auf einen Equalizer verzichten? Der Cli-Visualizer braucht nicht einmal einen XServer, das Kommandozeilentool klinkt sich direkt bei MPD, Alsa oder PulseAudio ein.

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adobe-flash-linux

1. Februar 2016
von Christoph Langner
9 Kommentare

Zur Situation von Adobe Flash unter Linux (Stand: Ende Januar 2016)

Jeden Tag schlagen hier auf dem Blog ein paar hundert Leser auf, die sich zum Thema Flash und Linux informieren möchten. Auch wenn aufgrund moderner Entwicklungen in HTML5 für interaktive und multimediale Inhalte in Webseiten Flash immer seltener nötig wird und immer mehr Webseitenbetreiber Flash von ihren Seiten verbannen, scheint die Thematik jedoch nach wie vor nicht gegessen zu sein. Daher möchte ich Flash noch einmal aufgreifen und die aktuelle Situation rund um Flash unter Linux beleuchten. Dabei behandle ich konkret Arch Linux und Ubuntu, wobei sich viele der genannten Informationen auch auf andere Distributionen übertragen lassen.

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powerline-arch

31. Januar 2016
von Christoph Langner
5 Kommentare

Shell-Addon Powerline in Arch Linux und Ubuntu installieren

Linux und das liebe Terminal: Einsteiger haben Angst vor ihm, fortgeschrittene Linux-User wollen es überhaupt nicht mehr missen. Der Start in ein jedes Terminalfenster ist nun immer der Prompt: also die blinkende Eingabeaufforderung mit dem Namen eures Benutzers davor. Dieses lässt sich nun unter Linux jedoch auf tausenden von unterschiedlichen Wegen anpassen. Es gibt unzählige Howtos, zahlreiche Wikis und sogar webbasierte Prompt-Generatoren im Netz. Mit Powerline lässt sich nun das Linux-Prompt jedoch noch deutlich umfangreicher gestalten. Mit Tmux als Zusatzprogramm, zeigt es sogar dynamische Informationen wie die Zeit oder die Systemlast im Terminal als Statusleiste an.

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calendar-gnome-shell

27. Januar 2016
von Christoph Langner
4 Kommentare

Kalenderwochen im Uhren-Widget der Gnome Shell aktivieren

In der Gnome Shell greife ich recht gerne auf die im Benachrichtungsbereich angezeigten Informationen zurück. Hier trudeln bei mir beispielsweise Nachrichten ein, wenn ein länger laufendes Kommando endet, Updates zur Installation anstehen und natürlich auch Termine einzuhalten sind. Gnome bindet hier beispielsweise auch direkt Online-Dienste wie etwa den Google-Kalender ein. Was mir persönlich jedoch im von Gnome gezeichneten Kalender fehlt, sind die laufenden Kalenderwochen.

Für die Anzeige der Kalenderwochen im Kalender-Widget braucht Gnome keine zusätzliche Erweiterung.

Für die Anzeige der Kalenderwochen im Kalender-Widget braucht Gnome keine zusätzliche Erweiterung.

Um einfacher Termine absprechen zu können, lassen sich die Kalenderwochen jedoch auch direkt im Kalender-Widget der Gnome Shell einblenden. Dazu braucht es keine Erweiterung, die Funktion ist von Haus aus vorhanden, ihr müsst sie nur aktivieren. Öffnet dazu einfach ein Terminal und gebt eines der folgenden Kommandos ein: Das erste aktiviert die Anzeige der Kalenderwochen, der zweite schaltet sie wieder ab.

### Anzeige der Kalenderwochen aktivieren...
$ gsettings set org.gnome.shell.calendar show-weekdate true
### Anzeige der Kalenderwochen deaktivieren...
$ gsettings set org.gnome.shell.calendar show-weekdate false

[UPDATE: 28.01.16] Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht… Zur Anzeige der Kalenderwochen im Gnome-Shell-Kalender muss man nicht unbedingt kryptische Befehle ausführen. Die Anzeige des Kalenders lässt sich auch ganz einfach mit dem Gnome Tweak Tool erweitern, dieses wird inzwischen bei den meisten Gnome-Distributionen in der Regel von Haus aus mitinstalliert. Den entsprechenden Punkt findet ihr dann unter Obere Leiste | Kalenderwoche anzeigen.[/UPDATE]

Die Anzeige der Kalenderwochen im Gnome-Shell-Kalender lässt sich auch mit dem Gnome Tweak Tool aktivieren.

Die Anzeige der Kalenderwochen im Gnome-Shell-Kalender lässt sich auch mit dem Gnome Tweak Tool aktivieren.

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27. Januar 2016
von Christoph Langner
42 Kommentare

Sponsored Post mit Gewinnspiel: Open Source Press Bücher – Reduzierter Abverkauf bei terrashop

Seit einiger Zeit tun sich die Computerbuchverlage von Jahr zu Jahr schwererer, gedruckte Bücher zu verkaufen. Manche Verlage schaffen es durch Umstrukturierungen und zusätzliche Geschäftsfelder am Mark zu bleiben, andere stellen — wie etwa Ende des vergangenen Jahres Jahres der Open Source Press Verlag — ihre Aktivitäten ein. Wie der Name des Verlags schon andeutet, geht der Linux- und Open-Source-Landschaft damit ein Kanal für interessante Buchprojekte verloren.

Wir freuen uns, am Ende niemandem etwas schuldig zu bleiben und für unsere Entscheidung sehr viel Anerkennung geerntet zu haben. Trotz aller inhaltlichen und technischen Bemühungen ist es uns leider nicht möglich, unsere Arbeit wirtschaftlich sinnvoll fortzusetzen. Informationen finden gerade in der IT heute andere und v.a. vom klassischen Verlag unabhängige Wege der Verbreitung. Das zu erkennen und mit der Schließung des Verlags darauf zu reagieren, fällt uns nicht leicht. Größer als die Enttäuschung ist allerdings die Genugtuung, mit fantastischen Mitarbeitern in den vergangenen 13 Jahren maßgeblich zur Verbreitung von Open-Source-Know-how beigetragen zu haben.

Mit der Einstellung des Vertriebs bei Open Source Press ging nun das gesamte Buchprogramm an Terrashop, einem Online-Buchhändler, der sich auf den Vertrieb von Restposten und Sonderangeboten von Fachbüchern aus dem Bereich Computer, IT und Digitale Fotografie spezialisiert hat — wobei inzwischen auch zahlreiche Titel aus anderen Ressorts im Programm sind. Als sogenanntes modernes Antiquariat darf Terrashop Rückläufer von Buchhandlungen und Verlagen sowie Restauflagen günstiger anbieten, als die Buchpreisbindung vorgibt. Das bietet jetzt allen die Möglichkeit, sich ein letztes Mal mit Open Source Press Büchern zu Themen wie Bash, LPIC, Bacula, Nagios und mehr günstig einzudecken.

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Terrashop bietet Rückläufer von Buchhandlungen und Verlagen sowie Restauflagen günstiger an als die Buchpreisbindung vorgibt.

Terrashop liefert versandkostenfrei ab einem Bestellwert von 19 Euro. Leser von Linux und ich können zudem einen kleinen Einkaufsgutschein im Wert von 5 Euro (ab einem Bestellwert von 30 Euro) nutzen und so zusätzlich sparen. Der Gutschein ist bis zum 10. Februar gültig und kann auf alle reduzierten Bücher eingelöst werden (aktuell fast 20.000 Titel, die Open Source Titel inbegriffen). Der zum Einlösen des Gutscheins nötige Code lautet auch dieses mal wieder:

linuxundich

Oben drauf gibt es ein kleines Gewinnspiel für euch: Drei Leser haben die Chance auf den Titel Bash – Arbeiten und programmieren mit der Shell von Christian Meißner. Der Titel beschreibt auf über 300 Seiten ausführlich die Bourne Again Shell (Bash), so findet man als Einsteiger den Weg zum ersten Shell-Skript und als Linux-Profi mit Sicherheit einige nützliche Tipps. Alles was ihr für das Gewinnspiel tun müsst, ist bis zum 3.2.2015 einen Kommentar im Blog zu hinterlassen und dabei im entsprechenden Feld eine E-Mail-Adresse einzugeben. Unter allen Kommentatoren ziehe ich nach Ablauf der Frist die drei Gewinner, diese bekommen das Buch dann kostenlos zugeschickt.

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Zum Einlösen des Gutscheins Im Terrashop müsst ihr eine gesonderte Gutschein-Seite aufrufen und dort den Gutschein einfügen.

Wer zu den Angeboten im Terrashop auf dem Laufenden gehalten werden möchte, der kann dem Shop Facebook oder Twitter folgen, oder aber auch den Newsletter speziell zu Linux abonnieren, so verpasst man kein günstiges Angebot. Das Erstellen eigener Newsletter-Inhalte wird in der RSS-Hilfe des Terrashops ausführlich erklärt.

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22. Januar 2016
von Christoph Langner
7 Kommentare

Mit DSM 6.0 Beta 2 Let’s Encrypt-Zertifikate auf Synology-NAS einrichten

Seit Let’s Encrpyt für jeden Anwender offen steht, gibt es als Betreiber eines Webservers eigentlich keinen Grund auf SSL-Verschlüsselung zu verzichten. Für viele Systeme gibt es bereits Implementationen des Dienstes, der das Zertifikat automatisch generiert und im System installiert. Nun lassen sich die Let’s Encrypt-Zertifikate nicht nur auf ausgewachsenen Server nutzen, sondern auch auf NAS-Systemen. Da man auf diesen allerdings nicht so leicht einen Let’s Encrypt-Client installieren kann, muss man dies in der Regel von Hand machen. Für Synology-Geräte hatte ich ja neulich die Installation eines Let’s Encrypt-Zertifikats ausführlich beschrieben. Mit dem anstehenden Update auf DSM 6.0 fällt das Gebastel in Zukunft jedoch weg.

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terminix

17. Januar 2016
von Christoph Langner
20 Kommentare

Terminix, GTK3-Terminal mit Tiling-Funktion, Drag&Drop und Transparenz

Das in Gnome enthaltene Terminal wird in Gnome-typischer Manier ja schon seit Jahren von unnützen Funktionen befreit. Klar, niemand braucht ein transparentes Terminal, doch viele User mögen es einfach. Für meine Zwecke reicht das Gnome-Terminal üblicherweise aus, doch ich kann verstehen, wenn der eine oder andere User meckert, wenn mit einer neuen Funktion lieb gewonnene Funktionen auf einmal fehlen. Wer auf der Suche nach einer modernen Terminal-Applikation ist, die eher an Funktionen hinzugewinnt als abbaut, der sollte in der nächsten Zeit Terminix im Auge behalten. Das Programm glänzt mit Tiling-Funktion, Drag&Drop-Support und Transparenz.

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pv-dd-status2

11. Januar 2016
von Christoph Langner
6 Kommentare

dd aus Coreutils 8.24 kennt jetzt eine Fortschrittsanzeige

Wer gerne und viel mit dem Raspberry Pi arbeitet, der schreibt mit Sicherheit des Öfteren Images via dd auf eine SD-Karte. Bei kleineren Systemen und mit einem USB 3.0 tauglichen Kartenlesern nimmt der Datentransfer in der Regel nur wenige Momente in Anspruch, schreibt man jedoch ein größeres Image mit nur einem USB-2.0-Kartenleser, dann braucht der Vorgang schnell mal 15 Minuten. Da dd bisher keine Statusausgabe kannte, mussten Ungeduldige für Informationen zum Fortschritt ein pkill -USR1 -x dd an den Prozess senden oder Tools wie pv oder progress nutzen. Mit den frisch veröffentlichten Coreutils 8.24, zu diesem Paket gehört dd, bekommt das Kommandozeilenwerkzeug nun aber endlich eine native Statusanzeige.

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