Ein kurzer Hinweis für Alle, die Google Mail benutzen und auf einen herkömmlichen E-Mail-Client im Stile von Thunderbird oder Evolution verzichten. Ich hatte schon schon früher beschrieben, wie man Google Mail besser in den GNOME Desktop integrieren kann, doch leider ist das dort beschriebene Programme Desktop-Webmail nach wie vor buggy, es taucht nach wie vor nicht in der Liste der bevorzugten Anwendungen auf, so dass man diesen Fehler nach wie vor von Hand beheben muss.

Als Alternative habe ich gerade das kleine Paket GNOME-Gmail entdeckt, es tut im Endeffekt das selbe wie Desktop-Webmail (allerdings arbeitet es eben nur mit GMail), dafür tut es unter Natty und Oneiric ohne Gebastel seinen Dienst. Zudem legt es ein Icon im Anwendungsmenü ab, so dass man Gmail ohne großen Aufwand in das Dash bzw. die Sidebar der GNOME-Shell legen kann. Die Installation beschränkt sich auf das installieren des Paketes…

$ sudo apt-get install gnome-gmail

Damit danach die GNOME-Desktopumgebung weiß, was sie mit mailto-Links anfangen soll, muss man in den Einstellungen noch „GNOME Gmail“ als Standardprogramm für E-Mails eintragen. Die entsprechende Option findet ihr in Oneiric (egal ob GNOME 3.2 oder Unity) unter „System Information“ und den „Vorgabe-Anwendungen“. In Natty gibt es ja noch den herkömmlichen Dialog zu den bevorzugten Anwendungen.

GNOME-Gmail

Leider gibt es aber auch hier wieder einen Bug, der es verhindert dass man direkt aus Nautilus heraus Dateien als Attachment verschicken kann. Auf meinem System bekomme ich nur die Meldung „Unable to determine IMAP Drafts folder location“ als Benachrichtigung angezeigt. Ḿich persönlich stört das jedoch nicht, da ich Attachments meist via Drag&Drop in das Fenster der E-Mail schiebe. Das Kontext-Menü des Nautilus-Dateimanagers nutze ich dafür eigentlich nie.

9 Kommentare

  1. Dann gibt es noch das Paket gnome-gmail-notifier. Wenn man Gmail als Default eingestellt hat, wird man dann auch über das Briefsymbol über neue Nachrichten informiert.
    Mit dem Paket gnome-gmail-notifier ist das schon klar.

    Linu74

  2. Bei der Gelegenheit fällt mir wieder auf, wie schwachsinnig ich es finde, die Einstellungen für Vorgabe-Anwendungen unter „System-Informationen“ zu verstecken. Ich habe sie dort nur durch Zufall bzw. Forschungsdrang entdeckt.

    Jedenfalls ein guter Tip! Nach langem Zögern versuche ich nun auch, ganz auf Gmail umzusteigen: Zwar würde ich weiterhin lieber einen echten Client nutzen, aber Google macht mit Gmail einfach fast alles besser, was Evolution und Thunderbird verhunzen. Einzig ein Textbausteinprogramm wie Thunderbirds „Quicktext“ vermisse ich (und theoretisch auch Verschlüsselung, die ich aber praktisch eh nie einsetzen konnte).

  3. Ich benutze auch schon lange keine Evolution oder Ähnliches mehr. Ich wusste noch gar nicht dass man Gmail dermaßen integrieren kann, muss ich gleich mal testen 😉

    @Paul: ja Vorgabe-Anwendungen ist echt doof versteckt, aber ich finde es hakt auch noch an einigen anderen Ecken. Ich verstehe nicht wieso man keine Standardeinstellungen für Drucker mehr einstellen kann, ohne auf das Webinterface von Cups zurückzugreifen.

  4. Hallo

    Wie kann ich verhindern, dass der Gnome-Gmail den Firefox startet, ich benutze gern Chromium.
    Als Vorgabe-Anwendung habe ich den Chromium eingestellt!?

    • Ich benutze Chrome als Standard-Browser, bei mir öffnet sich die Mail dann in Chrome. Funktioniert das bei dir denn mit dem Standard-Browser überhaupt. Was passiert denn wenn du einen Link irgendwo in der Desktopumgebung anklickst (Bspw. Gedit -> Hilfe -> Info)? Wird dann Chromium geöffnet?

  5. Ich benutze Gmail, weil ich es will, dass meine Mails online liegen. Ich würde mir nie wieder – und das tue ich seit mehr als 7 Jahren nicht mehr seit ich Gmail habe, eine Mail über irgendeinen Klient auf den Rechner holen. Nicht wegen dem Spam. Der wird bei Mutti Google gut weggewischt. Aber aus alten Windows-Erfahrungen mit geplatzten Systemen und Neuinstallationen habe ich die Nase von verschwundenen Mails richtig voll. Wenn Sie weg sind, habe ich sie selbst gelöscht. Wenn nicht, sind sie auch noch da und ich suche nur falsch. Und ein Browser findet sich auch überall. Sicherlich könnte man eine Kopie in den Einstellungen im Posteingang behalten, doch was hindert den Nutzer von Gmail daran, einen Browser aufzurufen?

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