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	<title>Adblocking &#8211; Linux und Ich</title>
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	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 May 2025 17:28:22 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Adblocking &#8211; Linux und Ich</title>
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		<title>AdGuard für Linux 1.0 – Ad-Blocking via DNS per Abonnement</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2025 17:07:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Adblocking]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeblocker]]></category>
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					<description><![CDATA[AdGuard 1.0 bringt DNS-basiertes Adblocking direkt auf Linux-Systeme – allerdings ohne grafische Oberfläche und nur mit kostenpflichtigem Abo. Für viele dürfte eine freie Lösung wie Pi-hole die bessere Wahl bleiben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich bin immer dann neugierig, wenn Software, die bisher nur auf proprietären Plattformen zu Hause war, plötzlich auch für Linux erscheint. Genau das ist nun mit <a href="https://adguard.com/de/adguard-linux/overview.html" target="_blank" rel="noopener">AdGuard für Linux</a> passiert: Die Entwickler hinter dem bekannten Werbeblocker haben Version 1.0 ihrer nativen Linux-Variante veröffentlicht. AdGuard ist zwar keine freie Software, aber hinschauen kann man ja mal – immerhin funktioniert das Tool ähnlich wie Pi-hole oder AdGuard Home, nur eben direkt auf dem eigenen Linux-System, ganz ohne zusätzliche Hardware wie einen <a href="https://linuxundich.de/tag/raspberry-pi/" data-type="post_tag" data-id="923">Raspberry Pi</a>.</p>







<h2 class="wp-block-heading" id="dns-blocking-direkt-am-client">DNS-Blocking direkt am Client</h2>



<p>AdGuard für Linux funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die bereits genannten Projekte: Es klinkt sich auf Systemebene in den DNS-Verkehr ein und blockiert darüber Domains, die Werbung, Tracking oder Malware ausliefern. Statt also in jedem einzelnen Browser Erweiterungen zu installieren, läuft das Programm im Hintergrund als lokaler DNS-Proxy. Auch in verschlüsselte Verbindungen klinkt sich AdGuard mit einem eigenen CA-Zertifikat ein.</p>



<p>Wenn ihr eine Webseite aufruft, prüft AdGuard im Hintergrund, ob diese Inhalte nachlädt, die auf einer Blockliste stehen – und unterbindet die Verbindung gegebenenfalls direkt auf DNS-Ebene. So lässt sich Werbung auch aus Anwendungen entfernen, für die es keine <a href="https://linuxundich.de/tag/adblock/" data-type="post_tag" data-id="1443">Adblocker-Erweiterung</a> gibt. Wichtig unter Android, wo Apps alle Nase lang Werbung einblenden, eher irrelevant unter Linux, wo man mit Open-Source-Anwendungen von Anzeigen verschont bleibt.</p>



<p>Der große Unterschied zu AdGuard Home oder Pi-hole besteht darin, dass AdGuard für Linux nicht zentral im Netzwerk arbeitet, sondern lokal auf dem jeweiligen Gerät. Das macht es vor allem für mobile oder Einzelplatz-Systeme interessant – etwa Notebooks, mit denen ihr regelmäßig unterwegs seid und nicht auf euren heimischen DNS-Server zugreifen könnt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="nur-konsole-keine-grafische-oberflache">Nur Konsole – keine grafische Oberfläche</h2>



<p>AdGuard für Linux verzichtet vollständig auf eine grafische Benutzeroberfläche. Stattdessen erfolgt die gesamte Konfiguration und Steuerung über ein Kommandozeilenwerkzeug namens <code>adguard-cli</code>. Wer ohnehin lieber im Terminal arbeitet, wird sich damit schnell zurechtfinden.</p>



<p>Eine interaktive Konfiguration führt euch nach der Installation durch die wichtigsten Einstellungen. Praktisch: Ihr könnt direkt entscheiden, ob ihr eine Testlizenz nutzen wollt – dazu ist allerdings ein kostenloser AdGuard-Account notwendig. Danach könnt ihr das Programm aktivieren, konfigurieren und starten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="features-in-ad-guard-fur-linux-1-0">Features in AdGuard für Linux 1.0</h2>



<p>AdGuard für Linux fehlt in der ersten Version zwar eine GUI, aber über das reine Adblocking hinaus gibt es eine Reihe von Funktionen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>App-Exclusion-Feature</strong>: Damit könnt ihr einzelne Programme oder Browser von der Filterung ausnehmen, wenn es zu Problemen kommt.</li>



<li><strong>Vordefinierte Ausnahmelisten</strong>: Für häufig genutzte Anwendungen stellt AdGuard bereits Ausnahmelisten zur Verfügung – das spart euch manuellen Aufwand.</li>



<li><strong>Filterverwaltung</strong>: Ihr könnt eigene Filterlisten hinzufügen, bestehende aktivieren oder deaktivieren und AdGuard-Filter individuell anpassen.</li>



<li><strong>Effizientere Updates</strong>: Beim Aktualisieren der Filterlisten lädt AdGuard nur die veränderten Teile nach – das spart Bandbreite.</li>



<li><strong>Proxy-Unterstützung</strong>: Sowohl HTTP- als auch SOCKS5-Proxys werden unterstützt. Änderungen an der Konfiguration oder den Filterlisten werden automatisch übernommen, ohne dass ihr AdGuard neu starten müsst.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading" id="installation-getestet-unter-ubuntu-25-04">Installation (getestet unter Ubuntu 25.04)</h2>



<p>Die Installation beschreibt AdGuard in der <a href="https://adguard.com/kb/de/adguard-for-linux/installation/" target="_blank" rel="noopener">Dokumentation</a>. Hier nochmal die wichtigsten Schritte: Um das Tool auf euer Linux-System zu bringen, führt ihr einfach folgenden Befehl im Terminal aus:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>sudo apt install curl</strong>
$ <strong>curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/AdguardTeam/AdGuardCLI/release/install.sh | sh -s -- -v</strong></code></pre>



<p>Gebt bei Nachfrage euer Passwort ein, bestätigt den Installationsvorgang mit <kbd>Y</kbd> und drückt <kbd>Enter</kbd>. Nach der Installation startet ihr mit:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>adguard-cli activate</strong></code></pre>



<p>Wählt hier beispielsweise <em>Get a trial license</em>, wenn ihr AdGuard erst einmal testen möchtet. Ohne eine Registrierung kann man den Spaß allerdings nicht ausprobieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="lizenz-ab-2-49-euro-im-monat">Lizenz ab 2,49 Euro im Monat</h3>



<p>Apropos Registrierung: Wer AdGuard für Linux nicht nur testen, sondern auch dauerhaft nutzen möchte, muss eine Lizenz <a href="https://adguard.com/de/license.html" target="_blank" rel="noopener">kaufen</a>. Die Einzellizenz (bis zu 3 Geräte) kostet 2,49 Euro/Monat. Die Familienlizenz (bis zu 9 Geräte) schlägt aktuell mit 4,99 Euro/Monat zu Buche. Der Preis soll auf 7,47 Euro/Monat steigen. Abgerechnet wird jeweils für ein ganzes Jahr. Die „lebenslange“ Lizenz kostet einmalig 74,99 bzw. 159,99 Euro (später 224,97 Euro).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1280" height="772" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux1-1280x772.webp" alt="AdGuard für Linux ist nicht gratis. Wer den Werbeblocker nutzen möchte, muss ein kostenpflichtiges Abonement anbschließen. Auch für die Linux-Version." class="wp-image-44891" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux1-1280x772.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux1-640x386.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux1-1536x926.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux1-696x420.webp 696w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux1-681x411.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux1.webp 1600w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Die AdGuard-Website stellt die neue Linux-Version prominent vor. Die grafische Oberfläche gibt es allerdings nur für andere Betriebssysteme.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="konfiguration-die-wichtigsten-schritte">Konfiguration (die wichtigsten Schritte)</h2>



<p>Danach ruft ihr den Konfigurationsassistenten auf:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>adguard-cli configure</strong></code></pre>



<p>Und schließlich startet ihr den Dienst mit:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>adguard-cli start</strong></code></pre>



<p>Zum Anhalten oder Überprüfen des Status könnt ihr diese Befehle nutzen:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>adguard-cli stop</strong>
$ <strong>adguard-cli status</strong></code></pre>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="772" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux2-1280x772.webp" alt="Der Konfigurationsassistent im Terminal führt durch alle wesentlichen Einstellungen – inklusive der Auswahl von Filterlisten und dem Anlegen von Ausnahmen." class="wp-image-44892" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux2-1280x772.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux2-640x386.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux2-1536x926.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux2-696x420.webp 696w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux2-681x411.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux2.webp 1600w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Der Konfigurationsassistent im Terminal führt durch alle wesentlichen Einstellungen – inklusive der Auswahl von Filterlisten und dem Anlegen von Ausnahmen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="fazit-interessant-aber-eher-nicht-notig">Fazit: Interessant, aber eher nicht nötig</h2>



<p>AdGuard für Linux ist ein Tool für alle, die auf einfache Weise DNS-basiertes Adblocking auf ihrem Linux-System einsetzen möchten – ohne einen dedizierten Netzwerkdienst wie Pi-hole oder AdGuard Home einzurichten. Der Verzicht auf eine grafische Oberfläche ist für viele von euch sicher kein Nachteil, sondern eher ein Pluspunkt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="772" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux3-1280x772.webp" alt="Webseite ohne aktiven Werbeblocker: Deutlich mehr Werbung und Tracking-Skripte, die im Hintergrund geladen werden." class="wp-image-44893" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux3-1280x772.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux3-640x386.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux3-1536x926.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux3-696x420.webp 696w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux3-681x411.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux3.webp 1600w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Webseite ohne aktiven Werbeblocker: Deutlich mehr Werbung und Tracking-Skripte, die im Hintergrund geladen werden.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="772" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux4-1280x772.webp" alt="Webseite mit aktiviertem DNS-basierten Werbeblocker: Viele Elemente werden ausgefiltert, bevor sie überhaupt geladen werden." class="wp-image-44894" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux4-1280x772.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux4-640x386.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux4-1536x926.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux4-696x420.webp 696w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux4-681x411.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/adguard-linux4.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Webseite mit aktiviertem DNS-basierten Werbeblocker: Viele Elemente werden ausgefiltert, bevor sie überhaupt geladen werden.</figcaption></figure>



<p>Trotzdem bleibt ein Wermutstropfen: AdGuard ist keine freie Software. Ihr gebt bei der Nutzung persönliche Daten wie eure E-Mail-Adresse an, müsst euch für die Testlizenz registrieren und euch auf einen proprietären Dienst verlassen. Wenn ihr maximale Kontrolle und Transparenz sucht, bleibt Pi-hole auf einem dedizierten Gerät oder ein selbst gehostetes AdGuard Home oft die bessere Wahl.</p>



<p>Und ganz ehrlich: Warum braucht man DNS-Level-Adblocking direkt auf seinem Linux-System? Noch dazu mit einem nicht gerade günstigen Abonnement? Für Firefox und Chrome gibt es Adblocker-Erweiterungen wie <a href="https://ublockorigin.com" target="_blank" rel="noopener">uBlock Origin</a>, die deutlich mehr Kontrolle über das Adblocking bieten. Browser-Alternativen wie Brave bringen einen integrierten Werbeblocker gleich mit. Und selbst der GNOME-Webbrowser „Web“ blockiert Anzeigen ganz ohne zusätzliche Erweiterungen.</p>



<p>Ansonsten ist bei mir freie Software am Start, die nicht nach Hause telefoniert und keine Anzeigen einblendet. DNS-Level-Adblocking ist super, wenn man keinen Einfluss auf Geräte oder Apps hat. So darf beispielsweise mein Smart-TV via Pi-hole ins Netz. Ohne den kleistert LG den Homescreen und selbst das laufende Fernsehbild mit Werbung und Eigenanzeigen zu. Aber für ein Linux-System braucht es den Spaß in meinen Augen nicht. Wer – aus welchem Grund auch immer – sowieso ein AdGuard-Abo hat, findet vielleicht einen Nutzen bei der Linux-Version. Aber ein Argument, jetzt ein Abo abzuschließen, ist die Linux-Version sicher nicht.</p>



<p>Falls ihr ein Abonnement von AdGuard ernsthaft in Erwägung zieht: Für welchen Einsatzzweck genau? Mich interessiert, ob ich einen sinnvollen Use Case übersehe – etwa bei speziellen Netzwerkkonfigurationen, im beruflichen Umfeld oder in komplexeren Setups. Teilt gern eure Erfahrungen oder bevorzugten Alternativen.</p>
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