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	<title>Avahi &#8211; Linux und Ich</title>
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	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
	<lastBuildDate>Thu, 13 Mar 2025 12:37:07 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Avahi &#8211; Linux und Ich</title>
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	<item>
		<title>PulseAudio auf der NSLU2</title>
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					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/pulseaudio-auf-der-nslu2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 15:14:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Avahi]]></category>
		<category><![CDATA[Debian]]></category>
		<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[NSLU2]]></category>
		<category><![CDATA[PulseAudio]]></category>
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					<description><![CDATA[Als kleinen &#8222;Allzweck&#8220;-Server habe ich hier eine Linksys NSLU2 rumstehen. Das Ding ist nicht gerade eine Rakete (Datenübertragungsrate via NFS nur rund 4MB/s), doch das Feine ist, dass man auf dem Gerät ohne größere Schwierigkeiten Debian installieren kann. Damit steht einem eine unendliche Welt an Spielereien zur Verfügung. Guides und Howtos, um auf einer Slug (so [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als kleinen &#8222;Allzweck&#8220;-Server habe ich hier eine <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000DN6Z6C?ie=UTF8&amp;tag=christophlang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000DN6Z6C" target="_blank" rel="noopener">Linksys NSLU2</a> rumstehen. Das Ding ist nicht gerade eine Rakete (Datenübertragungsrate via NFS nur rund 4MB/s), doch das Feine ist, dass man auf dem Gerät ohne größere Schwierigkeiten Debian <a href="http://debian.asconix.com/debian-lenny-nslu2-howto" target="_blank" rel="noopener">installieren</a> <a href="http://www.cyrius.com/debian/nslu2/" target="_blank" rel="noopener">kann</a>. Damit steht einem eine unendliche Welt an Spielereien zur Verfügung. Guides und Howtos, um auf einer Slug (so der liebevolle Spitzname) Debian zu installieren, gibt es im Internet in rauen Mengen. Auf die &#8222;Hauptanleitung&#8220; habe ich ja schon verlinkt. Wozu man leider relativ wenig findet ist PulseAudio und die Slug. Dass PulseAudio eine feine Sache ist, habe ich ja schon <a href="/de/2009/02/sounds-mit-pulseaudio-umleiten/">hier</a> beschrieben, so richtig Sinn macht die Sache jedoch erst, wenn man PulseAudio im Netzwerk benutzen kann. Und hier kommt nun die Slug ins Spiel.</p>
<p><span id="more-704"></span></p>
<figure id="attachment_709" aria-describedby="caption-attachment-709" style="width: 475px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-709 size-full" title="slugwithaudio" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/03/slugwithaudio.jpg" alt="Nslu2 mit USB-Soundkarte. Debian läuft dabei vom USB-Stick. Da später noch eine Festplatte angeschlossen werden soll braucht man noch einen USB-Hub." width="475" height="312" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/03/slugwithaudio.jpg 475w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/03/slugwithaudio-250x164.jpg 250w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/03/slugwithaudio-274x180.jpg 274w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/03/slugwithaudio-457x300.jpg 457w" sizes="(max-width: 475px) 100vw, 475px"><figcaption id="caption-attachment-709" class="wp-caption-text">Nslu2 mit USB-Soundkarte. Debian läuft dabei vom USB-Stick. Da später noch eine Festplatte angeschlossen werden soll braucht man noch einen USB-Hub.</figcaption></figure>
<p>Die Slug selber besitzt zwar keine Soundkarte, doch es gibt mittlerweile USB-Soundkarten die nicht mehr als ein paar Euro kosten. Ich hab auf gut Glück einen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000VZ5V6C?ie=UTF8&amp;tag=christophlang-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000VZ5V6C" target="_blank" rel="noopener">DIGITUS USB Audio Controller</a> erstanden und siehe da, das Ding funktioniert bei Debian Lenny oder auch Ubuntu Intrepid Ibex&#8230;</p>
<pre>root@nslu2:~$ tail -f /var/log/messages
Feb 17 18:02:09 nslu2 kernel: [43362489.130000] usb 2-1: new full speed USB device using ohci_hcd and address 2
Feb 17 18:02:09 nslu2 kernel: [43362489.320000] usb 2-1: configuration #1 chosen from 1 choice
Feb 17 18:02:09 nslu2 kernel: [43362489.350000] usb 2-1: New USB device found, idVendor=0d8c, idProduct=0103
Feb 17 18:02:09 nslu2 kernel: [43362489.350000] usb 2-1: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=0
Feb 17 18:02:09 nslu2 kernel: [43362489.360000] usb 2-1: Product: C-Media USB Audio       
Feb 17 18:02:09 nslu2 kernel: [43362489.370000] usb 2-1: Manufacturer: C-Media INC.
Feb 17 18:02:12 nslu2 kernel: [43362491.840000] usbcore: registered new interface driver snd-usb-audio

root@nslu2:~$ cat /proc/asound/cards 
 0 [default        ]: USB-Audio - C-Media USB Audio       
                      C-Media INC. C-Media USB Audio        at usb-0000:00:01.1-1, full speed
</pre>
<p>out-of-the-box, es wird also auch an der Slug funktionieren&#8230; <em>Einen kleinen Hinweis am Rande. Ich habe meine Slug <a href="http://www.nslu2-linux.org/wiki/HowTo/OverClockTheSlug" target="_blank" rel="noopener">DeUnderclocked</a>, also den Widerstand, der ältere Slugs auf die halbe Taktrate einbremst, entfernt. Da PulseAudio etwas Performance braucht und die Slug davon nicht gerade viel hat, ist dies ein wichtiger Punkt&#8230;</em></p>
<p>Im folgenden Versuche ich euch an die Hand zu nehmen und PulseAudio auf der Slug zu installieren, so dass ihr Sound von einem anderen Linux-Rechner über PA zur Slug, die ihr natürlich an eine Stereoanlage oder gute Boxen angeschlossen habt, umleiten könnt. Als erstes müssen eine Reihe von Paketen installiert werden&#8230;</p>
<pre>root@nslu2:~$ apt-get install --no-install-recommends alsa-utils libasound2-plugins pulseaudio pulseaudio-module-zeroconf pulseaudio-utils alsa-utils libasound2-plugins hal pulseaudio-module-hal
</pre>
<p>Damit nicht halb GNOME mitinstalliert wird, benutze ich die Option <code>--no-install-recommends</code>, so werden die empfohlenen Abhängigkeiten nicht mit installiert. Als nächstes muss man den eigenen Benutzer auf der Slug zu den passenden Gruppen hinzufügen.</p>
<pre>root@nslu2:~$ adduser $USER pulse
root@nslu2:~$ adduser $USER pulse-access
root@nslu2:~$ adduser $USER pulse-rt
root@nslu2:~$ adduser $USER audio
</pre>
<p>Danach muss man sich von der Slug abmelden und über SSH wieder einloggen, damit die Gruppenzugehörigkeiten auch aktiv werden. Im nächsten Schritt müssen Endgeräte für Pulseaudio angelegt werden. Dies erfolgt in der Datei <code>/etc/asound.conf</code>. In diese muss der Inhalt&#8230;</p>
<pre>pcm.pulse {    
        type pulse
}    
ctl.pulse {
        type pulse
}
pcm.!default {
        type pulse
}
ctl.!default {
        type pulse
}
</pre>
<p>&#8230;eingefügt werden. Nun muss man PulseAudio etwas in die Schranken weisen. PA kann eine Menge Performance schlucken. Performance, die auf einer Slug gar nicht vorhanden ist. Würde man jetzt PA starten, so würde man gar keinen oder nur sehr stotternden Sound hören. PulseAudio kennt dazu Qualitätsstufen, die über <code>/etc/pulse/daemon.conf</code> eingestellt werden können. Mit</p>
<pre>[...]
resample-method = speex-float-0
[...]
</pre>
<p>sollte PA beim Abspielen rund 20% Last erzeugen und somit die Slug nicht allzusehr auslasten. Wer immer noch stotternden Sound bekommt, der kann</p>
<pre>[...]
resample-method = trivial
[...]
</pre>
<p>einstellen, was jedoch auch die geringste Qualität bedeutet. Nun kann man PA zum ersten mal starten.</p>
<pre>me@nslu2:~$ pulseaudio
W: main.c: setrlimit(RLIMIT_NICE, (31, 31)) failed: Operation not permitted
W: main.c: setrlimit(RLIMIT_RTPRIO, (9, 9)) failed: Operation not permitted
ALSA lib control.c:909:(snd_ctl_open_noupdate) Invalid CTL front:0
</pre>
<p>Die Meldungen dabei kann man ignorieren. Spielt man jetzt einen Klang von einem zweiten SSH-Terminal aus ab&#8230;</p>
<pre>me@nslu2:~$ aplay /usr/share/sounds/alsa/Front_Right.wav
</pre>
<p>&#8230;sollte man den Sound aus den angeschlossenen Boxen der Slug hören. Nun geht es weiter zur Netzwerkkonfiguration von PulseAudio. Wie eingangs erwähnt und in <a href="/de/2009/02/sounds-mit-pulseaudio-umleiten/">diesem</a> Beitrag beschrieben kann PulseAudio den Audiostream einer Anwendung von einem PA-Server zum nächsten leiten. So kann man Musik auf dem kleinen Netbook abspielen und der PA-Server auf der Slug spielt diese dann über die angeschlossene Stereoanlage ab. Damit dies möglich ist, müssen in der <code>/etc/pulse/default.pa</code> die dafür nötigen Module <code>module-zeroconf-publish</code> und <code>module-native-protocol-tcp</code> aktiviert werden</p>
<pre>[...]
### Network access (may be configured with paprefs, so leave this commented
### here if you plan to use paprefs)
#load-module module-esound-protocol-tcp 
load-module module-native-protocol-tcp auth-ip-acl=127.0.0.1;192.168.0.0/16
load-module module-zeroconf-publish 
[...]
</pre>
<p>Bei module-native-protocol-tcp kann man gleich noch einen IP-Bereich festlegen, der den PA-Server ansprechen darf. Nun ist PA fertig konfiguriert, es fehlt nur noch eine Einstellung dass PA beim Starten der Slug anläuft. Dies macht man über die <code>/etc/default/pulseaudio</code>. Hier muss der Start als &#8222;Daemon&#8220;&#8230;</p>
<pre># Start the PulseAudio sound server in system mode.
# (enables the pulseaudio init script)
# System mode is not the recommended way to run PulseAudio as it has some
# limitations (such as no shared memory access) and could potentially allow
[...]
# System-&gt;Preferences-&gt;Sound). For other sessions, you can simply start
# PulseAudio with "pulseaudio --daemonize".
# 0 = don't start, 1 = start
PULSEAUDIO_SYSTEM_START=1
[...]
</pre>
<p>..aktiviert werden. Nun kann man PulseAudio über <code>/etc/init.d/pulseaudio restart </code> starten und stoppen. Ab jetzt kann man wie <a href="/de/2009/02/sounds-mit-pulseaudio-umleiten/">hier</a> beschrieben Sounds vom eigenen Rechner auf die Slug umleiten und ordentlichen Sound auch aus der kleinsten Kiste bekommen.</p>
<p>Das war das &#8222;Howto&#8220;, aber wie gut funktioniert es? PulseAudio fordert die Slug schon deutlich. Solange die Slug sonst nichts zu tun hat funktioniert es auch richtig gut. Doch ist bspw. zur selben Zeit ein Dateitransfer via Samba oder NFS aktiv, so kommt der Sound schon ins Stocken. Als &#8222;reiner&#8220; Soundserver ist die Slug schon so zu gebrauchen, doch wenn man eine Eierlegendevollmilchsau sucht, so liegt man mit der NLUS2 falsch.</p>
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		<title>Netzwerken im 21. Jahrhundert</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/netzwerken-im-21-jahrhundert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 19:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Avahi]]></category>
		<category><![CDATA[Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Ubuntu]]></category>
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					<description><![CDATA[Gefrickel mit von Hand eingetragenen statischen IPs? Gefrickel mit der hosts-Datei? Manche User sind netzwerktechnisch noch im letzten Jahrtausend. Verzeiht mir die Polemik, aber es gibt wunderbare Entwicklungen, die man auch nutzen sollte. Disclaimer: Natürlich gibt es für einen einen oder anderen User noch Gründe auch heute noch IPs von Hand zuzuweisen, die kenne und verstehe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gefrickel mit von Hand eingetragenen statischen IPs? Gefrickel mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hosts" target="_blank" rel="noopener">hosts</a>-Datei? Manche User sind netzwerktechnisch noch im letzten Jahrtausend. Verzeiht mir die Polemik, aber es gibt wunderbare Entwicklungen, die man auch nutzen sollte. <em>Disclaimer: Natürlich gibt es für einen einen oder anderen User noch Gründe auch heute noch IPs von Hand zuzuweisen, die kenne und verstehe ich. Dieser Blog-Artikel soll einfach ein paar Infos zur &#8222;moderneren&#8220; Netzwerkkonfiguration im Bereich SoHo liefern. Verzeiht die Schnippische Einleitung!</em></p>
<p><span id="more-389"></span></p>
<h2>DHCP</h2>
<p>Vorweg eine Werbung für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamic_Host_Configuration_Protocol" target="_blank" rel="noopener">DHCP</a>. Ich gehe mal vom typischen Heimanwender aus: Der Internetzugang wird über einen DSL-Router mit eingebauten WLAN-Access Point realisiert. Diese Dinger haben so gut wie immer einen DHCP-Server eingebaut, er ist eigentlich auch immer von Haus aus aktiv. D.h. im Normalfall muss die Netzwerkkonfiguration angeschlossener Computer überhaupt nicht angepasst werden.</p>
<h2>Statische IPs? Willkommen im 21 Jahrhundert&#8230;</h2>
<p>OK, nun wollt ihr einen Serverdienst wie bspw. einen Webserver hinter dem Router betreiben. Dazu müssen Ports an diesen weitergeleitet werden. Da sich dafür die IP nicht ändern darf, muss man trotzdem wieder mit einer fest eingetragenen IP arbeiten. Nicht zwangsläufig! Jeder <strong>ordentliche</strong> Router bietet die Möglichkeit eine IP fest einem Rechner zuzuordnen. Dies geschieht über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MAC-Adresse" target="_blank" rel="noopener">MAC-Adresse</a> der Netzwerkkarte. Man muss die Nummer einfach nur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MAC-Adresse#Abfrage_und_Setzen_einer_MAC-Adresse" target="_blank" rel="noopener">auslesen</a> und im Router dann mit einer IP verknüpfen. Ab dann bekommt der Rechner immer die selbe IP.</p>
<figure id="attachment_609" aria-describedby="caption-attachment-609" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="td-modal-image wp-image-609 size-medium" title="dhcp_static" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-640x577.png" alt="Viele Router können über die MAC Adresse einem Rechner immer die selbe IP zuweisen." width="640" height="577" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-640x577.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-466x420.png 466w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-681x614.png 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-250x226.png 250w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-550x496.png 550w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-800x722.png 800w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-200x180.png 200w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-333x300.png 333w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static-554x500.png 554w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/dhcp_static.png 838w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px"><figcaption id="caption-attachment-609" class="wp-caption-text">Viele Router können über die MAC Adresse einem Rechner immer die selbe IP zuweisen.</figcaption></figure>
<p><em>Achtung. Nicht jeder Router kann das. Wenn ihr so einen habt, dann kompostiert ihn. Es gibt zig billige Alternativen, die das können. Ausserdem schafft man sich einen Singe Point of Failure. Fällt der Router aus, so bekomme die Rechner keine IPs mehr. Dennoch halte ich diese Problematik &#8211; gerade im SoHo-Bereich &#8211; für sehr irrelevant.</em></p>
<h2>Lokale Namensauflösung mit Avahi</h2>
<p>Nun zum Kern dieses Beitrages: moderne Techniken. Computer kommunizieren in Netzwerken über IPs und nicht über Rechnernamen. Ohne einen zentralen Nameserver (oder manuell angepassten host-Dateien) weiß ein Computer nicht unter welcher IP er einen anderen Rechner erreichen kann. Hat man beispielsweise einen Webserver mit dem Namen &#8222;rechenknecht&#8220; im LAN und möchte diesen von einem anderen Rechner ansprechen, so kann man nicht einfach http:\\rechenknecht im Browser eingeben und so die Webseiten des Webservers aufrufen. Man müsste zuvor die Verknüpfung IP Rechnername erst in die hosts-Datei eintragen oder einen Nameserver einrichten, der dann den Namen auflösen könnte.</p>
<p>Beide &#8222;Lösungen&#8220; sind nicht ideal. Befinden sich weitere Rechner im LAN, so müsste überall die hosts-Datei angepasst werden. Gibt es eine Änderung, so muss wieder an allen Rechner Hand angelegt werden. Bringt ein Bekannter einen Rechner mit, so müssten hier Konfigurationen vorgenommen werden, die man später wieder rückgängig machen muss. Und ein Nameserver ist auch nicht in wenigen Minuten eingerichtet und letztendlich für ein kleines LAN mit Kanonen auf Spatzen geschossen.</p>
<p>Die Lösung für dieses Problem nennt sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Avahi_(Software)" target="_blank" rel="noopener">Avahi</a> / <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeroconf" target="_blank" rel="noopener">Zeroconf</a>. Zeroconf verspricht &#8222;Zero Configuration Networking&#8220; und kommt dem auch sehr nahe&#8230; Avahi wird schon seit längerer Zeit bei vielen Linuxen vorinstalliert und ist voll kompatibel zu Bonjour von MacOS X, das es auch für Windows <a href="http://www.apple.com/downloads/macosx/apple/windows/bonjourforwindows.html" target="_blank" rel="noopener">gibt</a>. Was macht nun Avahi? Über Avahi gibt ein Rechner seine Präsenz und seine angebotenen Dienste im lokalen Netzwerk bekannt. Dazu muss Avahi nicht konfiguriert werden, es funktioniert &#8222;Out-of-the-box&#8220;. Auf einem Ubuntu System ist Avahi von Haus aus installiert, wie afaik auf bei OpenSuse und Fedora. Bei Debian muss die Namensauflösung über&#8230;</p>
<pre>$ apt-get install libnss-mdns
</pre>
<p>nachinstallieren. Ist dies geschehen, kann man jeden Rechner über seinen Namen und ein angehängtes <em>.local</em> ansprechen. So kann man bspw. nun den Rechner rechenknecht über&#8230;</p>
<pre>$ ping rechenknecht.local
</pre>
<p>&#8230;anpingen oder über&#8230;</p>
<pre>$ ssh rechenknecht.local
</pre>
<p>&#8230;auf den SSH-Server des Rechners gehen oder über http:\\rechenknecht.local den Webserver des Rechners öffnen oder oder&#8230; Hat man auf dem Server Apache mit <a href="http://wiki.ubuntuusers.de/Apache#mod-dnssd" target="_blank" rel="noopener">mod-dnssd</a> laufen, dann gibt der Server seine Existenz über Avahi bekannt und Browser wie Epiphany zeigen ihn sofort an.</p>
<figure id="attachment_612" aria-describedby="caption-attachment-612" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="td-modal-image wp-image-612 size-medium" title="epiphany_avahi" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-640x574.png" alt="Epiphany bindet automatisch Webserver in die Lesezeichen ein, die sich über Avahi/Zeroconf im Netzwerk bekannt machen." width="640" height="574" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-640x574.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-468x420.png 468w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-681x611.png 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-250x224.png 250w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-550x494.png 550w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-800x718.png 800w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-201x180.png 201w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-334x300.png 334w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi-557x500.png 557w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/epiphany_avahi.png 840w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px"><figcaption id="caption-attachment-612" class="wp-caption-text">Epiphany bindet automatisch Webserver in die Lesezeichen ein, die sich über Avahi/Zeroconf im Netzwerk bekannt machen.</figcaption></figure>
<p>Dabei muss man sich auch keine Gedanken machen, dass die Information das eigene LAN verlässt. Avahi <a href="http://avahi.org/wiki/SecurityConsiderations" target="_blank" rel="noopener">ignoriert</a> sämtlichen Traffic, der nicht aus dem eigenen LAN kommt.</p>
<h2>Serverlos im LAN chatten und Daten austauschen</h2>
<p>Rechner über ihren Namen anzupingen ist jetzt nicht sonderlich aufregend, wo steckt nun der eigentlich größte nutzen? Über Avahi können Programme sich publik machen. So kann man bspw. dank Avahi/Zeroconf ohne einen zentralen Server im LAN chatten oder Daten austauschen, Medien streamen, Voip-Gespräche führen usw. ohne dass man auch nur einen Serverdienst einrichten müsste.</p>
<h3>Chatten</h3>
<p>Instant-Messaging Programmen laufen üblicherweise immer über einen zentralen Server im Internet ab, an dem man sich einloggen muss. Doch man kann auch ohne Internetzugang im lokalen Netzwerk chatten. Moderne IM Clients wie Gajim oder Pidgin können dank Avahi/Zeroconf/Bonjour im LAN kommunizieren ohne dass man einen Server braucht.</p>
<figure id="attachment_614" aria-describedby="caption-attachment-614" style="width: 411px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image size-medium wp-image-614" title="chat" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/chat-411x475.png" alt="Verschiedene IM-Clients unterhalten sich ohne zentrale Server via Avahi/Zeroconf" width="411" height="475"><figcaption id="caption-attachment-614" class="wp-caption-text">Verschiedene IM-Clients unterhalten sich ohne zentrale Server via Avahi/Zeroconf</figcaption></figure>
<p>Exemplarisch gehe ich auf Gajim und Pidgin sowie Miranda für Windows ein. In Pidgin muss man ein neues Konto anlegen. Als Protokoll stellt man <em>Bonjour</em> ein. Bei Gajim ist das Konto von Haus aus vorhanden, jedoch nach der Installation des Programms noch nicht aktiv. Um also Avahi/Zeroconf mit Gajim zu nutzen, muss man in den Konteneinstellungen das Konto <em>Local</em> aktivieren. Sollte das nicht möglich sein, so muss man das Paket <strong>python-avahi</strong> nachinstallieren.</p>
<pre>$ sudo apt-get install python-avahi
</pre>
<p>Letztendlich möchte ich die Fans von Windows nicht außen vor lassen. Für den wohl populärsten Multi-Messenger auf Windows-Plattformen Miranda gibt es mit <a href="http://addons.miranda-im.org/details.php?action=viewfile&amp;id=1991" target="_blank" rel="noopener">iChat</a> ein Plugin, das Miranda Avahi/Zeroconf fähig macht.</p>
<h3>Daten austauschen</h3>
<p>Ähnlich wie Gajim oder Pidgin arbeitet Giver. Auch hier sieht man eine Kontaktliste vergleichbar wie bei einem Instant-Messaging Programm. Allerdings kann man mit den im LAN aktiven Kontakten nicht chatten. Giver dient ausschließlich zum Austausch von Dateien oder Ordnern. Per Drag&amp;Drop zieht man eine Datei/einen Ordner auf den Kontakt. Akzeptiert der Empfänger die Übertragung, so startet der Versand der Daten.</p>
<figure id="attachment_615" aria-describedby="caption-attachment-615" style="width: 360px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image size-medium wp-image-615" title="giver" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/giver-360x475.png" alt="Mit Giver Daten zwischen zwei Rechner austauschen." width="360" height="475"><figcaption id="caption-attachment-615" class="wp-caption-text">Mit Giver Daten zwischen zwei Rechner austauschen.</figcaption></figure>
<p>Ein wunderbares Anwendungsbeispiel ist der Austausch von Screenshots, wenn man etwas in einer virtuellen Maschine ausprobiert. Ich installiere mir öfters mal eine Entwicklungsversion von $DISTRIBUTION. Mit Giver bekommt man Screenshots oder Konfigurationsdateien in Nullkommanix aus der VM auf den realen Desktop, ohne dass man dafür mit Freigaben hantieren muss.</p>
<h2>Medien streamen</h2>
<p>Ein weiteres Beispiel ist das Streamen von Medien. Man kennt dies von iTunes. Dort kann man die Musik, die sich auf einem Rechner befindet via iTunes auch auf einem anderen Rechner mit iTunes verfügbar machen. Das ganze funktioniert plattformübergreifend mit vielen Programmen. Egal ob man nun iTunes, Rhythmbox, Banshee oder Amarok benutzt. Sobald ein Programm <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Access_Protocol" target="_blank" rel="noopener">DAAP</a> als Protokoll beherrscht, kann es die Freigaben im lokalen Netzwerk automatisch einbinden. Möchte die Verteilung der eigenen Musik in Rhythmbox aktivieren, so muss man dies <em>Bearbeiten | Plugins | DAAP-Musikverteilung | Konfigurieren | Eigene Musik verteilen</em> erst einstellen.</p>
<figure id="attachment_619" aria-describedby="caption-attachment-619" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image wp-image-619 size-medium" title="rhythmbox_daap" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-640x454.png" alt="Musik mittels Rhythmbox und DAAP streamen." width="640" height="454" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-640x454.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-592x420.png 592w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-681x483.png 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-250x177.png 250w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-550x390.png 550w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-800x567.png 800w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-254x180.png 254w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-423x300.png 423w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-705x500.png 705w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-210x150.png 210w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap-400x285.png 400w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/rhythmbox_daap.png 1149w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px"><figcaption id="caption-attachment-619" class="wp-caption-text">Musik mittels Rhythmbox und DAAP streamen.</figcaption></figure>
<p>Danach taucht die eigene Musik automatisch in iTunes, Banshee und Co. der anderen Mitglieder des eigenen LANs auf.</p>
<figure id="attachment_626" aria-describedby="caption-attachment-626" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image wp-image-626 size-medium" title="daap" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-640x441.png" alt="Mittels DAAP freigegebene Musik in iTunes bzw. Banshee." width="640" height="441" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-640x441.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-610x420.png 610w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-681x469.png 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-250x172.png 250w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-550x379.png 550w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-800x551.png 800w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-261x180.png 261w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-435x300.png 435w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap-726x500.png 726w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/02/daap.png 1122w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px"><figcaption id="caption-attachment-626" class="wp-caption-text">Mittels DAAP freigegebene Musik in iTunes bzw. Banshee.</figcaption></figure>
<h2>Weiteres zu Avahi</h2>
<p>In vielen anderen &#8222;Produkten&#8220; steckt mittlerweile ebenfalls Avahi. Gibt man einen Drucker über CUPS im Netzwerk frei, so finden die weiteren Installation von CUPS im Netzwerk automatisch den freigegeben Drucker. Über Ekiga lassen sich im lokalen Netzwerk VoIP- oder Video-Gespräche serverlos führen. Gibt man seinen GNOME-Desktop über Vino frei, so findet bspw. Vinagre über Avahi diese Desktopfreigabe. Über Pulseaudio lässt sich der Sound einer Anwendung gezielt zu einem Rechner leiten, der bspw. an die Stereoanlage angeschlossen ist, dabei findet sich PulseAudio ebenfalls wieder über Avahi/Zeroconf <a href="http://avahi.org/wiki/Avah4users#SoftwareMakinguseofAvahi" target="_blank" rel="noopener">und so weiter und so fort</a>.</p>
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