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	<title>DSL-Drossel &#8211; Linux und Ich</title>
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	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
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		<title>Kommentar zur neuen Pseudo-Flatrate der Deutschen Telekom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 13:56:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DSL-Drossel]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich erzähle euch ja mit Sicherheit nichts Neues, wenn ich über die Pläne der Deutschen Telekom schreibe, in Zukunft den Hahn bei &#8222;Vielsaugern&#8220; nach einer gewissen Menge heruntergeladenen Traffics zuzudrehen. Doch schon mehrere Leser haben mit darauf angesprochen, auch einen Kommentar dazu abzugeben. Da will ich mich nicht lumpen lassen&#8230; Die Drosselung beginnt bei einem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erzähle euch ja mit Sicherheit nichts Neues, wenn ich über die Pläne der Deutschen Telekom schreibe, in Zukunft den Hahn bei &#8222;Vielsaugern&#8220; nach einer gewissen Menge heruntergeladenen Traffics zuzudrehen. Doch schon mehrere Leser haben mit darauf angesprochen, auch einen Kommentar dazu abzugeben. Da will ich mich nicht lumpen lassen&#8230; Die Drosselung beginnt bei einem 16 MBit/s-Anschluss bereits ab 75 GByte pro Monat, bei einem schnellen 200 MBit/s Tarif darf man 400 Gigabyte pro Monat laden. Das von der Telekom aufoktroyierte Schneckentempo liegt bei wirklich lahmen 384 kBit/s. Damit beamt die Telekom ihre Power-User ins Jahr 1999 zurück. Die Telekom argumentiert damit, dass Traffic nunmal Geld kosten würde. Wer viel saugt, der müsse auch mehr zahlen, als die User, die nur am Abend mal schnell durchs Web stöbern. Die Netzgemeinde pocht dagegen auf die Netzneutralität, beide Positionen wohl nicht ganz richtig.</p>
<p><span id="more-21578"></span></p>
<p>Vor ein paar Jahren &#8212; es war <a title="Was wäre wenn es keine Netzneutralität gäbe" href="http://linuxundich.de/de/politik/wenn-es-keine-netzneutralitat-gaebe/">Oktober 2009</a>, wie schnell die Zeit doch vergeht &#8212; ging das folgende Bild durchs Netz. Es zeigt das Schreckensszenario eines Webs ohne Netzneutralität. Für jeden Spaß verlangt der Internetprovider extra Geld vom Kunden &#8212; wie auch vom Anbieter. Google könnte es sich leisten die Netzanbieter zu Pampern und &#8222;frei&#8220; erreichbar zu sein, ein neuer Video-Streaming-Dienst würde nie an den Start gehen können, da aufrund der hohen Datenmengen extra Gebühren beim Internetprovider des Users fällig werden würden. Noch gibt es diese Gebühren nicht &#8212; bis auf den letzten Teil &#8222;Recharge&#8220;, die Telekom-Drossel soll gegen eine Nachzahlung aufgehoben werden können.</p>
<p>Das Brechen mit der Netzneutralität wird der Telekom nun mit dem eigenen Dienst Entertain vorgeworfen &#8212; schließlich wird der Traffic dorthin nicht mit in das freie Traffic-Volumen eingerechnet. Ganz sauber ist die Argumentation nicht, da Entertain nicht aus dem Internet zu erreichen ist. Würde ein Kabel-Internet-Anbieter wie Kabel-BW oder Kabel Deutschland so eine Drossel nutzen, dann würde auch niemand damit argumentieren, dass im gleichen Zug auch das Kabel-Fernsehen mit eingedrosselt werden würde. So lange Entertain nicht generell über das Netz vermarktet wird, begeht die Telekom auch keinen Bruch der Netzneutralität. Wo die Telekom die Netzneutralität glasklar bricht sind die <a href="http://www.t-mobile.de/spotify/" target="_blank" rel="noopener">T-Mobile-Tarife</a> Special Complete Mobil Music bzw. Music Streaming Option, sie bevorzugen klar Spotify und schließen den Wettbewerb aus.</p>
<figure id="attachment_4459" aria-describedby="caption-attachment-4459" style="width: 636px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="td-modal-image wp-image-4459 size-full" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality.jpg" alt="Die Zukunft des Internets in den nächsten Jahren?" width="636" height="1415" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality.jpg 636w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-460x1024.jpg 460w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-189x420.jpg 189w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-250x556.jpg 250w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-550x1224.jpg 550w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-81x180.jpg 81w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-135x300.jpg 135w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-225x500.jpg 225w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px"></a><figcaption id="caption-attachment-4459" class="wp-caption-text">Die Zukunft des Internets in den nächsten Jahren?</figcaption></figure>
<p>Apropos Kabel-Internetanbieter: Eine ganz weiße Weste haben auch die nicht. Kabel Deutschland etwa schreibt in seinen <a href="http://www.kabeldeutschland.de/static/media/AGB_Internet_Telefon.pdf" target="_blank" rel="noopener">AGBs zum Internet- und Telefonanschluss</a>, dass die Übertragungsgeschwindigkeit beim Überschreiten von 10 GByte an einem Tag auf 100 Kbit/s eingedrosselt wird. Allerdings drosselt KD nach eigenen Angaben &#8222;nur&#8220; Traffic zu Filesharing-Netzen, das &#8222;normale&#8220; Netz bleibt von der Drossel unberührt. Nach Recherchen von Heise greift die Drossel bei Kabel Deutschland in der Praxis erst ab 60 GByte/Tag, zudem werden die Einzelfälle geprüft.</p>
<blockquote class="td_quote_box td_box_center"><p>Lädt ein Kunde an einem Kalendertag ein Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB herunter, ist Kabel Deutschland berechtigt, die ihm zur Verfügung stehende Übertragungsgeschwindigkeit ausschließlich für Filesharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 Kbit/s zu begrenzen. Alle anderen Anwendungen (Internetsurfen, Social Networks, E-Mails, Video-Streaming, Video on Demand, Chat, etc.) sind davon zu keiner Zeit betroffen und bleiben unverändert nutzbar.</p></blockquote>
<p>Die Tempo-Bremse der Telekom betrifft nun aber jeden HTTP-Download, jedes legale Streamen von Musik oder Filmen von YouTube, Spotify, Lovefilm, Watchever und Co. selbst Web-Radio oder der Abruf der Tagesschau wird zum Problem. Wirklich ein Problem? Reichen 75 GByte/Monat nicht aus? Nein, die euch freigestellten Brosamen sind ein Witz! Torsten Kleinz von der Zeit hat mal ein paar gängige Internet-Aktivitäten überschlagen:</p>
<ul>
<li><span style="line-height: 13px;">Nach der Installation von Windows 7 lädt das noch blanke System schlanke 1,6 GByte an Updates aus dem Internet. Kommen da noch ein paar Updates für Microsoft Office, Adobe Programme und Co. dazu, fließen nochmal ein paar GByte über die Leitung. Man installiert zwar nicht gerade täglich Windows, doch bei einer größeren Familie kommen doch schon einige GByte an ganz normalen Downloads pro Tag zusammen.</span></li>
<li>Aktuelle Spiele ziehen gerne sofort nach der Installation mehrere Gigabyte aus dem Netz. Torsten erwähnt hier den &#8222;top-aktuellen&#8220; Knaller America&#8217;s Army, der mal locker flockig 3,9 Gigbyte an Updates benötigt. Und auch Online-Games schlucken einiges an Traffic, <a href="https://eu.battle.net/support/de/article/wie-viel-bandbreite-benutzt-world-of-warcraft" target="_blank" rel="noopener">World of Warcraft</a> schlägt immerhin mit 50 MByte/Stunde zur Buche, bei großen Missionen auch mal gerne mehr.</li>
<li>Wer gerne Musik aus dem Netz streamt &#8212; etwa mit &#8222;modernen&#8220; Diensten wie Spotify oder auch per gutem alten Online-Radio &#8212; kommt sehr schnell an die Grenzen der 75 GByte. Eine Stunde Spotify pro Tag kommt nach den Hochrechnung von Torsten auf 15 GByte/Monat. Ich habe die Zahlen nicht gegegengerechnet, sie hören sich aber durchaus vernünftig ab.</li>
<li>Von Video-Diensten wie Lovefilm, Watchever und Co. muss man gar nicht mehr reden. Die Datenraten bei diesen Diensten sind enorm hoch. Die 75 GByte knackt man mit einem Smart-TV, der diese gleich eingebaut hat, mit Sicherheit in nur wenigen Tagen. Außerdem ist mit Full-HD-Video bei 1080p noch lange nicht die Fahnenstange der Bildqualität erreicht. Die beim Video-Streaming generierten Datenraten werden in Zukunft daher eher steigen, da können auch neue Verfahren zur Bildkompression wenig dran ausrichten.</li>
</ul>
<p>Soll man nun mit den Füßen abstimmen und zu einem anderen DSL-Anbieter gehen? Darüber freut sich eigentlich nur die Konkurrenz, die werden euch freudig in Empfang nehmen, euch mit einem netten Zwei-Jahres-Vertrag knebeln und dann mittelfristig auch eine Drosselung einbauen. Der Kunde frisst es, weil er es schon seit Jahren vom Mobilfunkanbieter so kennt und weil es in der Praxis ja &#8212; noch &#8212; selten greift. Schließt euch daher am besten den <a href="http://www.piratenpartei.de/2013/04/22/netzneutralitat-statt-digitaler-diskriminierung/" target="_blank" rel="noopener">Piraten</a>, der <a href="https://digitalegesellschaft.de/2013/04/telekom-tarifanderungen-frontalangriff-auf-die-netzneutralitat/" target="_blank" rel="noopener">Digitalen Gesellschaft</a> oder auch der Petition von <a href="https://www.change.org/de/Petitionen/deutsche-telekom-ag-drosselung-der-surfgeschwindigkeit-stoppen#" target="_blank" rel="noopener">Malte Götze auf change.org</a> an und macht der Telekom Dampf unter dem pinken Hintern! Mit so einer Regelung darf kein Internetprovider durchkommen!</p>
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