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	<title>Kommentar – Linux und Ich</title>
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	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
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		<title>Petition: Open-Source-Arbeit soll als Ehrenamt gelten – es fehlen noch rund 15.000 Stimmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2026 12:49:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Petition an den Bundestag fordert, Open-Source-Arbeit als Ehrenamt anzuerkennen, gleichrangig mit Vereinsarbeit oder Rettungsdienst. Bis zum Quorum von 30.000 Stimmen fehlt noch rund die Hälfte, und die Sammlung endet am 23. November. Unterschreibt und teilt sie, gerne auch mit Menschen, die mit Linux nichts am Hut haben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wer Software für alle schreibt, pflegt und übersetzt, macht das in Deutschland offiziell als Hobby. Steuerlich und förderrechtlich zählt die Arbeit an Open-Source-Projekten nicht als Ehrenamt, anders als die Arbeit im Sportverein, in der Jugendarbeit oder beim Rettungsdienst. Genau das will die <a href="https://openpetition.de/opensource">Petition „Anerkennung von Open-Source-Arbeit als Ehrenamt in Deutschland“</a> ändern, und ich habe sie gerade unterschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet hat sie Boris Hinzer aus Erkelenz im November 2025, gerichtet ist sie an den Petitionsausschuss des Bundestags. Heute stehen 15.884 Unterschriften auf dem Zähler, für das Quorum in Deutschland zählen davon 14.866. Nötig sind 30.000. Sprich, es fehlt noch rund die Hälfte, und die Zeit wird knapp: Die Sammlung endet am 23. November 2026, also in knapp drei Wochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was die Petition fordert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderung ist schnell erklärt: Open-Source-Arbeit soll als gemeinwohlorientiertes Ehrenamt anerkannt werden, gleichrangig mit Vereinsarbeit, Jugendarbeit oder Rettungsdiensten. Der Ausgangspunkt ist ein Widerspruch. Selbst der Koalitionsvertrag der Bundesregierung nennt Open Source als Baustein für digitale Souveränität. Die Menschen, die diese Software in ihrer Freizeit bauen, warten und dokumentieren, gehen dabei leer aus. Die Genossenschaft WECHANGE hat das in ihrem Interview mit Boris auf den Punkt gebracht:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Freiwilligen, die sie täglich bauen, gelten rechtlich nicht mal als Ehrenamtliche.</p>
<cite>WECHANGE, Interview mit Boris Hinzer</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Begründet wird das in sechs Punkten. Erstens dient Open Source nachweislich dem Gemeinwohl: Internetprotokolle, Sicherheitsbibliotheken, Gesundheits-IT oder Bildungstechnik stehen zu großen Teilen auf freiwilligen Beiträgen. Zweitens geschieht der Großteil von Entwicklung, Wartung und Dokumentation unbezahlt in der Freizeit, vergleichbar mit der Arbeit in einem gemeinnützigen Verein, nur eben digital. Drittens hängen Behörden, Schulen und Firmen davon ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie stark, haben Sicherheitslücken wie Heartbleed und Log4Shell gezeigt: Millionen Nutzer profitieren, die Verantwortung tragen oft nur eine Handvoll Freiwilliger. Viertens würde eine Anerkennung Rechtsklarheit schaffen. Fünftens leisten Freiwillige Arbeit, für die Firmen sonst hohe Stundensätze zahlen müssten. Und sechstens fördern andere Staaten freie Software längst mit Steuervorteilen und eigenen Programmen, Deutschland droht dabei zurückzufallen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Given enough eyeballs, all bugs are shallow.</p>
<cite>Eric S. Raymond, <em>The Cathedral and the Bazaar</em></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Satz hat Eric S. Raymond Ende der Neunziger erklärt, warum offener Code sicherer sein soll: Schauen nur genug Leute drauf, fällt jeder Fehler auf. Heartbleed hat gezeigt, wo der Haken liegt, denn die Lücke steckte rund zwei Jahre unbemerkt in OpenSSL. Randall Munroe hat das im xkcd-Comic <a href="https://xkcd.com/2347/">Dependency</a> verewigt: Die ganze digitale Infrastruktur balanciert dort auf einem winzigen Klötzchen, das irgendjemand in Nebraska seit Jahren ohne Dank pflegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am konkretesten wird es beim vierten Punkt. Mit der Anerkennung könnten Projekte Aufwandsentschädigungen steuerfrei auszahlen, über die Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschale. Gemeinnützige Projekte kämen leichter an den Status nach §52 der Abgabenordnung. Mitwirkende wären bei der Haftung besser gestellt, ähnlich wie Vereinsvorstände nach §31a BGB. Und Projekte könnten rechtssicher Kosten erstatten oder Spendenquittungen ausstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Boris die Petition gestartet hat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boris betreibt eine Webagentur in Mönchengladbach und ist seit rund 20 Jahren in der TYPO3-Community aktiv, seit 2023 ehrenamtlich als Vizepräsident der <a href="https://typo3.org/project/association">TYPO3 Association</a>. Im <a href="https://wechange.coop/2026/02/18/petition-open-source/">ausführlichen Interview bei WECHANGE</a> erzählt er, dass er zweimal einen öffentlich-rechtlichen Radiosender gebeten hatte, zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember auch Open-Source-Leute zu erwähnen. Eine Antwort bekam er nie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also startete er eben eine Petition. Sein Kernargument bringt er im Interview auf eine Formel, die mir gut gefällt: „Open Source lebt nicht vom ‚Read-only‘, sondern vom Mitmachen.“ Freie Software steckt im Fahrkartenautomaten, in der Spielkonsole und hinter jedem Streamingdienst, meist ohne dass es jemand merkt. Die großen Tech-Konzerne verdienen prächtig daran, tragen aber vergleichsweise wenig zur Entwicklung und Finanzierung bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer lieber zuhört als liest, dem erklärt <a href="https://www.youtube.com/@LinuxGuides">Linux Guides</a> in einem Video, worum es bei der Petition geht und warum Open Source eure Hilfe braucht:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<figure class="lui-video-embed"><button type="button" class="lui-video-facade" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oeigSqbvBOQ?feature=oembed&#038;autoplay=1" data-title="Open Source braucht DEINE Hilfe - Petition für Open Source im Ehrenamt" aria-label="Video laden und abspielen: Open Source braucht DEINE Hilfe - Petition für Open Source im Ehrenamt"><img decoding="async" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/lui-cache/video_youtube_oeigSqbvBOQ-da657dea.jpg" alt="" loading="lazy" width="1280" height="720"><span class="lui-video-facade-play" aria-hidden="true"></span><span class="lui-video-facade-note">Video wird erst nach Klick von YouTube geladen.</span></button></figure>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Linux Guides stellt die Petition für Open Source im Ehrenamt vor und erklärt, warum jede Unterschrift zählt.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr als nur Code</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Open Source denken viele an Entwickler, die nachts Pull Requests prüfen. Drumherum ist aber eine ganze Landschaft an Initiativen gewachsen, die freie Software zu den Menschen bringt. Der <a href="https://di.day/">DI.DAY</a>, den der <a href="https://www.ccc.de/">Chaos Computer Club</a>, Marc-Uwe Kling und viele andere auf dem 39C3 angestoßen haben, lädt jeden ersten Sonntag im Monat dazu ein, einen Big-Tech-Dienst gegen eine freie Alternative zu tauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Umstieg gibt es fertige „Wechselrezepte“, von Firefox statt Chrome über OpenStreetMap statt Google Maps bis zu Linux statt Windows. In <a href="https://www.reparatur-initiativen.de/">Repair Cafés</a> schrauben Freiwillige nicht nur an Toastern und Fahrrädern, sondern installieren seit dem Supportende von Windows 10 im Rahmen der Aktion <a href="https://endof10.org/de/">End of 10</a> auch Linux auf Rechnern, die sonst auf dem Wertstoffhof gelandet wären. Das spart Geld, Elektroschrott und so manchen Nerv.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aebc40e2557f&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aebc40e2557f" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1280" height="689" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/11/opensource-petition-1280x689.webp" alt="Firefox mit der Petitionsseite bei openPetition: links ein Kampagnenfoto mit vier Menschen verschiedenen Alters an Laptops, rechts Titel, Petent Boris Hinzer, 15.900 Unterschriften und ein halb gefüllter Fortschrittsbalken." class="wp-image-48650" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/11/opensource-petition-1280x689.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/11/opensource-petition-640x344.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/11/opensource-petition-768x413.webp 768w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/11/opensource-petition-1536x826.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/11/opensource-petition.webp 1920w" sizes="(max-width: 781px) 100vw, 680px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Das Kampagnenbild der Petition zeigt Jung und Alt gemeinsam vor dem Laptop, genau das Publikum der vielen Initiativen rund um freie Software.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommen Coding Clubs wie <a href="https://coderdojo.com/">CoderDojo</a> oder <a href="https://jugendhackt.org/">Jugend hackt</a>, in denen Kinder und Jugendliche mit freien Werkzeugen ihre ersten Programme schreiben, Roboter bauen oder Spiele basteln. Und es gibt die Kurse für Senioren, in denen Ehrenamtliche geduldig erklären, wie man Videoanrufe mit den Enkeln startet, ein Smartphone einrichtet oder eine verdächtige Phishing-Mail erkennt. Netzwerke wie der <a href="https://www.digital-kompass.de/">Digital-Kompass</a> unterstützen solche Angebote. Ohne diese Leute stünden viele Menschen bei der Digitalisierung schlicht außen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kuriose daran: Wer im Repair Café hilft, kann das oft schon heute als Ehrenamt in einem gemeinnützigen Verein tun. Die Leute, die das Linux pflegen, das dort auf den alten Rechner wandert, oder die Lern-App für den Coding Club übersetzen, machen ihre Arbeit dagegen rechtlich als Privatvergnügen. Dabei hängt das eine direkt vom anderen ab, ohne die Software gäbe es nichts zu installieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ich aus meinen eigenen Artikeln kenne</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mir begegnet das Thema hier im Blog ständig. Erst im Oktober habe ich über den <a href="https://linuxundich.de/gnome-sucht-freiwillige-fur-das-extensions-team/">Hilferuf von Javad Rahmatzadeh</a> geschrieben. Er prüft die Erweiterungen auf extensions.gnome.org, oft 4 bis 10 Stunden am Tag und unbezahlt, während die monatlichen Spenden nahe null liegen. Ohne seine Arbeit gäbe es keine geprüften GNOME-Erweiterungen, und Javad steht nach eigenen Worten kurz vor dem Burnout.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich bei <a href="https://linuxundich.de/ddnss-uebernahme-vielen-dank/">DDNSS.de</a>: Seit 2013 betreibt Robert Niedziela den kostenlosen DynDNS-Dienst, auf den sich unzählige Heimserverchen verlassen, und sucht nun einen Nachfolger. Oder das SELFHTML-Wiki, an dem Generationen von Webentwicklern HTML gelernt haben. Es musste wegen der <a href="https://linuxundich.de/selfhtml-wiki-php2shell-mediawiki-1-46/">PHP2Shell-Lücken</a> vom Netz, bis das Team es in vier Tagen über 19 MediaWiki-Versionen hinweg auf einen neuen Server gehoben hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim Start von <a href="https://planetfoss.net/">PlanetFOSS</a> ist mir aufgefallen, wie viele der Quellen von Leuten stammen, die ihre Artikel in der Freizeit schreiben. Deshalb können Blogs dort inzwischen <a href="https://linuxundich.de/planetfoss-unterstuetzen-link-blogs-verlage/">einen Link zu ihrer Spendenseite hinterlegen</a>. Und ganz ehrlich, ich kenne die Seite auch selbst: Bevor es dieses Blog gab, habe ich als „Chrissss“ rund 38.000 Beiträge im Forum von <a href="https://ubuntuusers.de/">ubuntuusers.de</a> geschrieben und Wiki-Artikel gepflegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Einschätzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, die Sache hat einen Haken, und den nennen auch Gegenstimmen in der Debatte zur Petition: Ein großer Teil der Beiträge zu Open Source stammt von bezahlten Entwicklern oder Freelancern. Ohne saubere Abgrenzung könnte eine Ehrenamtspauschale zum Steuerschlupfloch werden. Das sehe ich auch so, und einfach wird diese Abgrenzung nicht. Nur ist das in meinen Augen eine Aufgabe für das Gesetz, kein Grund gegen die Anerkennung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Sportverein klappt diese Trennung schließlich auch: Der Profitrainer bekommt Gehalt, der Jugendtrainer am Samstagmorgen die Übungsleiterpauschale. Warum sollte das bei einem Maintainer, der nach Feierabend Sicherheitslücken in einer Bibliothek stopft, nicht gehen? Die Petition verlangt ja kein Geld vom Staat für jede Zeile Code, sondern dieselben Spielregeln, die für anderes Engagement längst gelten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterschreibt und teilt die Petition</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum 23. November fehlen also noch rund 15.000 Stimmen aus Deutschland. Das klingt nach viel, ist aber machbar: Wenn jeder, der unterschrieben hat, nur zwei weitere Leute überzeugt, ist das Quorum geknackt. Erzählt es also bitte auch Menschen, die mit Linux nichts am Hut haben. Die Software, um die es geht, nutzen sie ja trotzdem jeden Tag.</p>



<div class="wp-block-group lui-callout is-tip is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="lui-callout-label wp-block-paragraph">// Jetzt unterschreiben</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterschreibt die <a href="https://openpetition.de/opensource">Petition bei openPetition</a>, das Formular ist in einer Minute ausgefüllt. Teilt den Link danach auf Mastodon, Bluesky oder LinkedIn, im Familienchat oder in der Vereinsgruppe. Habt ihr Freunde im Ausland, schickt ihnen die Petitionsseite auf <a href="https://openpetition.de/!sywhp">Englisch</a>, <a href="https://openpetition.de/!hnnvq">Französisch</a> oder <a href="https://openpetition.de/!mjvmy">Spanisch</a>. Jede Stimme bringt das Quorum ein Stück näher.</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Für weniger technikaffine Freunde und Verwandte gibt es außerdem ein <a href="https://www.youtube.com/shorts/HGlbgSZCx_U">kurzes Erklärvideo</a> als YouTube Short. Wer im Verein, in der Firma oder an der Hochschule werben will, kann sich auf der Petitionsseite einen Abrisszettel mit QR-Code als PDF herunterladen und aushängen. Habt ihr schon unterschrieben, und kennt ihr noch weitere Initiativen, die ohne Ehrenamtliche gar nicht laufen würden?</p>
<hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>KI-Verbot bei r/opensource: Wer prüft eigentlich den Code?</title>
		<link>https://linuxundich.de/r-opensource-ki-verbot-meinung/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/r-opensource-ki-verbot-meinung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 11:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Kernel]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
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					<description><![CDATA[r/opensource und r/fossdroid sperren KI-gestützte Projekte aus, während der Linux-Kernel die Kennzeichnung von KI-Code streicht. Sprachmodelle sind eine riesige Chance für freie Software, doch irgendjemand muss den Code am Ende auch lesen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf Reddit ist r/opensource so etwas wie der Stammtisch der Open-Source-Welt, die größte Community zum Thema auf der Plattform. Am Wochenende hat dort der Lead-Mod Wolvereness neue Regeln verkündet. Die Ankündigung trägt den Titel „Your tokens aren&#8217;t valuable: No more AI.“ und macht die Tür für KI-gestützte Projekte zu. Die Begründung passt in einen Satz: KI, wie sie heute existiere, sei mit dieser Open-Source-Community unvereinbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz darauf zog r/fossdroid nach, die Anlaufstelle für freie Android-Apps. Die dortige Moderation hat die Regeln in ihrer <a href="https://www.reddit.com/r/fossdroid/comments/1xfefns/your_tokens_arent_valuable_no_more_ai/">Ankündigung</a> Wort für Wort übernommen, nur der Name des Subreddits ist ein anderer. KI sei dort ohnehin nie erlaubt gewesen. In den Kommentaren legt die Moderation nach: Neun von zehn neuen Beiträgen seien KI-Schrott, und aussortiert werde alles von Hand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was die neuen Regeln verlangen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.reddit.com/r/opensource/comments/1xelcuf/your_tokens_arent_valuable_no_more_ai/">Ankündigung bei r/opensource</a> geht weit über KI hinaus. Ein Projekt muss mindestens ein Jahr alt sein und aktiv gepflegt werden, mehrere Mitwirkende haben und auf eine bestehende Community verweisen. Schulprojekte und Software für KI, etwa MCP-Server, fliegen raus. Wer postet, braucht ein mindestens ein Jahr altes Reddit-Konto mit nennenswerter Aktivität. Und wer kein Englisch spricht, soll sich eine andere Community suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern steht in einem Satz: „If it&#8217;s obvious you&#8217;re using AI in your project, we don&#8217;t want it.“ Dahinter folgt der Seitenhieb aus dem Titel: „Tokens are cheap, and we don&#8217;t care how many you spent to make your amazing project.“ Wer KI-Beiträge postet oder per Modmail um eine Ausnahme bettelt, fliegt dauerhaft. Von den Mindestanforderungen befreit sind nur offiziell eingetragene gemeinnützige Organisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei r/fossdroid ist die Sprachregel inzwischen durchgestrichen. Stattdessen steht dort nun, es gehe nicht um Sprache oder Herkunft, sondern allein um KI. Klassische maschinelle Übersetzung sei erlaubt, eine per Sprachmodell nicht. Ob DeepL oder Google Translate da noch als klassisch durchgehen, sei mal dahingestellt. Beide arbeiten seit Jahren mit neuronalen Netzen, und Reddit übersetzt Beiträge inzwischen selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es zu den Regeln kam, beschreibt Dan Brown, Entwickler von BookStack und bis vor Kurzem selbst Moderator von r/opensource, in seinem <a href="https://danb.me/blog/opensource-sub-rules/">Blog</a>. Laut Brown stammen die Regeln allein von Wolvereness, mit dem restlichen Team sei nichts abgesprochen worden. Brown hält die KI-Regel für nicht durchsetzbar und die Sprachregel für verletzend. Als Moderator hat Brown sich inzwischen zurückgezogen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Linus Torvalds sieht das ganz anders</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pikant ist der Zeitpunkt. Der Linux-Kernel geht gerade den umgekehrten Weg. Auf dem Maintainers Summit am 8. Oktober in Prag gab es eine Mehrheit dafür, den „Assisted-by“-Tag für KI-unterstützte Patches wieder zu <a href="https://www.heise.de/news/Linux-Kennzeichnung-von-KI-Code-soll-entfallen-auch-Torvalds-nutzt-LLMs-11490345.html">streichen</a>. Nur rund zehn Prozent der 18.533 Commits für Linux 7.3 bis zum -rc7 tragen ihn, eingesetzt wird KI laut Sasha Levin aber deutlich häufiger. Den KI-Einsatz sollen Entwickler künftig im Cover-Letter beschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Linus Torvalds selbst hält Regeln nach dem Muster „don&#8217;t use AI for X“ für idiotisch und erwartet stattdessen, dass Entwickler verstehen, was sie tun. Am 13. Oktober hat er eine Serie aus zehn Patches eingereicht, die er nach <a href="https://www.it-daily.net/?p=191206">it-daily</a> mit Claude Code entwickelt hat. Prüfer fanden darin prompt eine Race Condition. Die Kernel-Entwickler nutzen KI also ganz offen, nur eben mit Review.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder, dass „Wow r/opensource banning Linux“ unter der Ankündigung zu den meistbewerteten Kommentaren gehört. Auf die ernst gemeinte Nachfrage, wie es denn mit dem Kernel aussehe, antwortete Wolvereness, der wäre „on the subjective line“ wohl erlaubt. Sprich, KI ist verboten, außer die Mods drücken ein Auge zu. Einen objektiven Maßstab gebe es nicht, räumt Wolvereness an anderer Stelle selbst ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was die Community dazu sagt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gegenwind ist heftig. Die Ankündigung steht bei null Punkten, der Top-Kommentar bei über 1.400: „This is orthogonal to open source.“ Ob Software frei ist, entscheidet die Lizenz und nicht das Werkzeug. Ein anderer User pflegt seit neun Jahren ein Paket mit über 300 Sternen auf GitHub, ganz ohne KI. Es fliegt trotzdem raus: nur ein Maintainer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mindestens genauso viel Ärger zieht die Sprachregel auf sich, viele nennen sie schlicht fremdenfeindlich. Ein User aus Japan schreibt bewusst von Hand in holprigem Englisch, dass Übersetzungsdienste auch zum Lesen nötig sind, um die anderen überhaupt zu verstehen. Und die Ausnahme für eingetragene Organisationen legen Kritiker so aus, dass große Projekte KI nutzen dürfen, einzelne Entwickler aber nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt aber auch Zustimmung. Vor allem das Ende der ewigen „I got tired of X so I built Y“-Posts begrüßen viele, und einige sind froh, dass endlich jemand durchgreift. Ein Kommentator bei r/fossdroid argumentiert, zusammengepromptete Apps würden nie die Pflege bekommen, die Entwickler ihren eigenen Projekten geben. Dem halten andere entgegen, dass auch von Hand geschriebene FOSS-Projekte reihenweise einschlafen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Chance: Tempo für Projekte ohne Nachwuchs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann beide Seiten verstehen. Auf der einen Seite bietet der Einsatz von Sprachmodellen in der Softwareentwicklung enorme Chancen. Es geht einfach enorm schnell, und ja, es kommt auch sehr brauchbarer Code heraus. „Tokens are cheap“ stimmt dabei übrigens nur bedingt: Ein Softwareentwickler im Ruhestand rechnet im Thread vor, für das eigene Open-Source-Projekt 200 Dollar im Monat an KI-Abo zu zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei Projekten, bei denen die freiwilligen Entwickler nicht gerade Schlange stehen, ist das eine riesige Chance. Bei r/fossdroid nennt jemand die eigene App ShizuCallRecorder als Beispiel: 2.000 Sterne auf GitHub, über 103.000 Downloads, aber nur zwei Pull-Requests mit Code von außen, beide mit KI-Hilfe entstanden. Wie soll so ein Projekt auf drei Mitwirkende kommen? Ein pauschales Verbot trifft ausgerechnet diese Leute.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr Lücken gefunden, weniger neue eingebaut</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was KI für die Sicherheit bringen kann, zeigen zwei Grafiken, die Greg Kroah-Hartman in seinem <a href="https://github.com/gregkh/kernel-development">Repository zur Kernel-Entwicklung</a> veröffentlicht. Bis Linux 6.19 kamen pro Version konstant rund 500 Korrekturen für CVE-Lücken zusammen. Mit 7.0 springt der Wert auf über 1.200, mit 7.2 auf rund 2.300. Es dürfte kein Zufall sein, dass das in die Zeit fällt, in der KI-Werkzeuge für Entwicklung und Codeanalyse Fahrt aufnehmen.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aebc40e285b9&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aebc40e285b9" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img decoding="async" width="1280" height="960" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-fixed-1280x960.webp" alt="Liniendiagramm „CVE fixes per release“ für Linux 6.9 bis 7.2: um 500 Korrekturen pro Version bis 6.19, danach Anstieg auf etwa 1.250, 1.300 und 2.300." class="wp-image-48118" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-fixed-1280x960.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-fixed-640x480.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-fixed-768x576.webp 768w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-fixed-1536x1152.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-fixed.webp 1600w" sizes="(max-width: 781px) 100vw, 680px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Seit Linux 7.0 schnellt die Zahl der CVE-Korrekturen pro Kernel-Version nach oben, mit 7.2 auf rund 2.300 (Grafik: Greg Kroah-Hartman, CC BY-SA 4.0).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Grafik zählt die CVEs nach der Kernel-Version, in der sie entstanden sind. Die Kurve zeigt seit Linux 6.15 nach unten, für die jüngsten Versionen liegt sie fast bei null. Sprich, es werden immer mehr alte Lücken aufgedeckt, während neuer Code weniger neue mitbringt. Klar, ganz vorn ist das mit Vorsicht zu genießen: Fehler in frischem Code fallen oft erst Jahre später auf.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aebc40e28fc8&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aebc40e28fc8" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img decoding="async" width="1280" height="960" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-created-1280x960.webp" alt="Liniendiagramm „CVEs created per release“ für Linux 5.4 bis 7.3: meist 200 bis 400 CVEs pro Version, Spitze bei 5.15 mit gut 500, zuletzt Absturz auf nahe null." class="wp-image-48119" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-created-1280x960.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-created-640x480.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-created-768x576.webp 768w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-created-1536x1152.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/kernel-cve-created.webp 1600w" sizes="(max-width: 781px) 100vw, 680px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Neue Kernel-Versionen bringen zuletzt deutlich weniger CVE-Lücken mit, wobei Fehler in jungem Code oft erst später auffallen (Grafik: Greg Kroah-Hartman, CC BY-SA 4.0).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist das trotzdem das stärkste Argument gegen ein Pauschalverbot. Ein Sprachmodell, das bestehenden Code liest und darin Fehler aufspürt, macht freie Software sicherer, nicht unsicherer. Torvalds nutzt KI nach eigener Aussage auch, um schwer nachvollziehbare Patches zu verstehen. Entscheidend bleibt, dass am Ende ein Mensch die Korrektur prüft und dafür geradesteht. Das gilt für den Kernel genauso wie für die kleine Android-App.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kehrseite: Irgendjemand muss den Code lesen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite kann ich die Mods auch verstehen. Irgendjemand muss den KI-Code auch sichten. Ungeprüft jeden Code in ein Projekt durchzureichen, widerspricht irgendwie dem Open-Source- und dem Sicherheitsgedanken. Der Witz an freier Software ist ja gerade, dass jeder hineinschauen kann und es auch jemand tut. Code, den nicht einmal sein eigener Autor gelesen hat, kehrt dieses Prinzip um.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird Software wieder zur Blackbox, dann kann man auch gleich wieder Closed Source verwenden. Mit dem Sprachmodell in einer Nacht ein Projekt zusammenzuklicken und die Prüfung dann Moderatoren, Paketbetreuern oder Maintainern vor die Füße zu werfen, ist von daher nicht die feine englische Art. Der Aufwand verschwindet ja nicht. Er landet nur bei anderen, und die machen das meistens ebenfalls ehrenamtlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein KI-Gegner bei r/fossdroid trifft den Punkt, eigentlich als Argument gegen den Werkzeug-Vergleich: Selbst Torvalds verlange, dass KI-Ausgaben geprüft werden. Einen Compiler müsse dagegen niemand kontrollieren. Ein anderer vergleicht KI mit einem nicht allzu hellen Junior-Entwickler. Dessen Arbeit kann man ungesehen ausliefern, oder man prüft sie gründlich und steuert nach, bis sie taugt. Genau zwischen diesen beiden Wegen verläuft für mich die Grenze.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verantwortung statt Verbot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In meinen Augen trifft der Kernel den Punkt besser als r/opensource. Dort darf jeder ein Sprachmodell nutzen, aber ein Mensch trägt die Verantwortung für jeden Beitrag und muss ihn selbst per Signed-off-by abzeichnen. Sprich, nicht das Werkzeug entscheidet, sondern ob jemand seinen Code verstanden hat. Dass die Prüfer bei Torvalds&#8216; Patches eine Race Condition gefunden haben, zeigt ja gerade, warum das Review bleiben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, ein Subreddit ist kein Kernel, und die Flut an Schrottprojekten, Werbung und Bot-Accounts ist echt. Gute Vorschläge stehen aber in den Threads selbst: Wer ein Projekt vorstellt, soll eine Demo, funktionierende Installationsschritte und eine kurze Erklärung mitliefern, sonst fliegt der Post. Das prüft man in Sekunden, und Schrott fällt dabei auf, egal ob von Mensch oder Maschine. Wie seht ihr das? Btw: Der Aufmacher? Natürlich KI-generiert <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Microsoft Defender für Linux-Desktops: Endlich kann ich wieder ruhig schlafen</title>
		<link>https://linuxundich.de/microsoft-defender-fur-linux-desktops-endlich-wieder-ruhig-schlafen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 13:43:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Malware]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Microsoft bringt seinen Defender auf den Linux-Desktop. Gegen Viren, die es kaum gibt, für Distributionen, die ich nicht nutze, und zu Preisen, die ich nicht zahle. Ein Grund zur Freude, oder?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe heute früh zweimal auf den Kalender geschaut. Nein, es ist nicht der 1. April, es ist der 15. Oktober. Und trotzdem hat Microsoft gestern ganz ohne Augenzwinkern <a href="https://techcommunity.microsoft.com/blog/microsoftdefenderatpblog/secure-linux-desktops-with-microsoft-defender/4560822">Microsoft Defender für Linux-Desktops</a> angekündigt. Für mich ist das eine kleine Erlösung: Seit fast 20 Jahren tippe ich ungeschützt auf Linux-Kisten herum, und ich lebe tatsächlich noch. Damit ist jetzt endlich Schluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wobei: Ruft ihr die Ankündigung auf, dann bekommt ihr womöglich nur eine Fehlermeldung zu sehen. Gedosst? Ge-DOS-st! Ausgerechnet der Blog zum Produkt, das Angriffe erkennen und abwehren soll, liegt ziemlich flach und lädt nur sehr langsam. Ob da jemand nachgeholfen hat oder nur zu viele Linux-User ungläubig nachschauen wollten, weiß ich nicht. Ein Defender für den eigenen Webserver wäre jedenfalls ein guter Anfang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hatte ich mich so festgelegt. Als 2015 <a href="https://linuxundich.de/sophos-antivirus-basic-fur-linux-kostenlos/">Sophos einen kostenlosen Virenscanner für Linux</a> brachte, habe ich noch frech geschrieben, dass ihr auch ohne Virenscanner Online-Banking betreiben dürft. Wenige Monate später habe ich im Artikel zu <a href="https://linuxundich.de/avg-uberarbeitete-privacy-policy-from-antivir-to-spyware/">AVGs Datenschutzerklärung</a> das Wort Snakeoil benutzt. Elf Jahre später muss ich mich wohl bei der Branche entschuldigen. Microsoft hat ja schließlich gesprochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Microsoft entdeckt den Linux-Desktop</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der eigentliche Knaller steht im ersten Satz der Ankündigung: „As more developers begin to use Linux desktops“. Microsoft selbst bestätigt also, dass immer mehr Leute Linux auf dem Desktop einsetzen. Wir Linux-User haben über das Jahr des Linux-Desktops jahrzehntelang Witze gerissen. Jetzt ruft es ausgerechnet der Konzern aus Redmond aus. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Bestätigung in einer Pressemitteilung für Sicherheitssoftware lesen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer schon länger mitliest, der kennt die Vorgeschichte. 2009 musste Microsoft der US-Börsenaufsicht beichten, dass <a href="https://linuxundich.de/linux-ist-nun-offiziell-ein-konkurrent-von-microsoft/">Linux offiziell ein Konkurrent</a> ist. 2014 erklärte Microsoft dann, dass Linux als Server-System <a href="https://linuxundich.de/microsoft-ueber-linux-als-server-system-thats-linux-falls-short/">„falls short“</a>. Heute verkauft der Konzern Schutzsoftware für Linux-Server und Linux-Desktops. Gandhi hatte also recht, nur die letzte Stufe hat er vergessen: Erst lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann verkaufen sie dir einen Virenscanner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was der Defender auf dem Linux-Desktop kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Technisch ist das Ganze übrigens keine neue Software. Microsoft setzt auf denselben Agenten, den es seit einigen Jahren für Linux-Server anbietet. Der Defender erkennt dabei selbstständig, ob er auf einem Server oder einer Workstation läuft. Das ist durchaus ein Fortschritt: 2014 hat mir die Microsoft-Homepage mein Linux noch <a href="https://linuxundich.de/uops-microsoft-homepage-erkennt-linux-als-windows-8-1/">als Windows 8.1 verkauft</a>. Heute unterscheidet Redmond immerhin schon Server von Desktop.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord sind ein „Next-Gen“-Virenscanner, Endpoint Detection and Response (EDR), Schwachstellen-Management und eine Geräteinventur. Für den Ernstfall gibt es Live Response und Device Isolation. Sprich: Die Firmen-IT bekommt eine Shell auf eurem Rechner und kann ihn per Mausklick vom Netz trennen. Früher hätten wir so etwas als Fernwartungstrojaner bezeichnet und mit ClamAV gejagt. Heute heißt es Enterprise-grade Protection und kommt mit Lizenzvertrag.</p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aebc40e2dc55&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aebc40e2dc55" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="909" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/microsoft-defener-portal-1280x909.webp" alt="Microsoft-Defender-Portal mit Bereitstellungsoptionen für Linux-Geräte: automatisch, per Paket, Skript oder Datei" class="wp-image-48049" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/microsoft-defener-portal-1280x909.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/microsoft-defener-portal-640x454.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/microsoft-defener-portal-768x545.webp 768w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/microsoft-defener-portal-1536x1090.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/10/microsoft-defener-portal.webp 1710w" sizes="auto, (max-width: 781px) 100vw, 680px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Im Microsoft-Defender-Portal wählt man einfach Linux als Betriebssystem aus und rollt den Schutz per Paket, Skript oder Datei aus – Redmond behandelt den Pinguin nun als ernstzunehmende Kundschaft.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützt werden RHEL, CentOS, Ubuntu, Debian, SLES, Fedora und Oracle Linux, unter Gnome, KDE oder einem anderen Desktop. Dass ein Sicherheitsprodukt ausgerechnet CentOS aufführt, das seit 2024 keine Updates mehr bekommt, hat schon einen gewissen Charme. Arch Linux fehlt dagegen auf der Liste. Ich bleibe also leider schutzlos – I use Arch, btw. Und, ganz ehrlich, auch ein bisschen erleichtert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für wen ist das Ganze gedacht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den Defender gibt es nicht als Paket im Software-Center und schon gar nicht kostenlos. Ihr braucht dafür Microsoft Defender for Endpoint Plan 2 oder eine Lizenz für Microsoft 365 E5 bzw. E7. Ein Phoronix-Leser bat im Forum, diese Marketingbegriffe doch bitte mal in normale Sprache zu übersetzen. Mache ich gerne: Für Hinz-und-Kunz-Linux ist das nichts. Und der Status ist ohnehin noch Public Preview.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz ernst gemeint: Ein Argument hat Microsoft schon. Entwickler-Rechner hängen an Git-Repos, CI/CD-Pipelines und Cloud-Zugängen, wer dort einbricht, der greift nach der ganzen Lieferkette. Die eigentliche Zielgruppe sind aber Compliance-Abteilungen. Die haben nun endlich ein Häkchen, um Linux-Notebooks im Konzern zu erlauben. Ob ihr dann noch <code>sudo</code> benutzen dürft, steht auf einem anderen Blatt. Microsoft hat sudo ja ohnehin <a href="https://linuxundich.de/microsoft-patentiert-sudo/">schon 2009 patentiert</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die schönste Zusammenfassung lieferte ein Leser im Phoronix-Forum: „Number of viruses on Linux: 1“. In meinen Augen trifft das den Nagel auf den Kopf. Wer privat Linux nutzt, Software aus den Paketquellen installiert und nicht jedes Skript aus dem Netz blind mit Root-Rechten ausführt, der braucht weiterhin keinen Virenscanner. Daran ändert auch ein Defender nichts, der für Linux nun hauptberuflich Windows-Malware sucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur eine Pointe kann ich mir zum Schluss nicht verkneifen. Schleswig-Holstein will <a href="https://linuxundich.de/schleswig-holstein-stellt-auf-linux-und-libreoffice-um/">bis Ende 2026 Windows und Microsoft Office</a> aus Verwaltung und Schulen werfen. Pünktlich zur Zielgeraden steht Microsoft nun mit dem passenden Defender für die neuen Linux-Rechner vor der Tür. Wer behauptet, dass man in Redmond nicht flexibel ist? Was meint ihr: Fürsorge, Telemetrie oder einfach nur gutes Geschäft?</p>
<hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Firefox unter Druck: Wie Googles Finanzierung das offene Web gefährdet</title>
		<link>https://linuxundich.de/wenn-google-hustet-wackelt-das-web-firefox-kaempft-ums-ueberleben/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/wenn-google-hustet-wackelt-das-web-firefox-kaempft-ums-ueberleben/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2025 04:21:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Firefox]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Mozilla]]></category>
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					<description><![CDATA[Firefox, der letzte große Browser, der sich nicht dem Silicon-Valley-Diktat unterwirft, steht vor einer existenziellen Krise. Der Grund: Google finanziert fast alle großen Browser, auch Firefox, und könnte dies bald nicht mehr tun. Was bedeutet das für uns Nutzer freier Software und die Zukunft eines offenen Webs?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich nutze Firefox. Nicht aus Nostalgie, sondern aus Überzeugung. Firefox ist der letzte große Browser, der sich nicht dem Silicon-Valley-Diktat unterwirft, der noch von einer unabhängigen Organisation gepflegt wird und sich (halbwegs) konsequent für Datenschutz, Offenheit und Webstandards einsetzt. Doch genau dieser letzte verbliebene Gegenpol zu Chrome, Edge und Safari steht vor einer existenziellen Krise – und das nicht etwa, weil Mozilla plötzlich weniger engagiert wäre, sondern weil sich das gesamte Finanzierungsmodell für Browser gerade unter unseren Füßen auflöst.</p>







<h2 class="wp-block-heading" id="google-finanziert-fast-alle-grossen-browser-auch-firefox">Google finanziert (fast) alle großen Browser – auch Firefox</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vier Browser dominieren den Markt: Google Chrome, Microsoft Edge, Apple Safari und Mozilla Firefox. Was viele nicht wissen: Im Endeffekt hängen alle vier direkt am Tropf von Google. Der Konzern zahlt <a href="https://www.theverge.com/2023/10/26/23933206/google-apple-search-deal-safari-18-billion">Apple jährlich rund 18 Milliarden US-Dollar</a>, damit Google als Standardsuchmaschine in Safari voreingestellt ist. Auch Mozilla erhält eine großzügige Zahlung – etwa <a href="https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2023-05-05/why-google-keeps-paying-mozilla-s-firefox-even-as-chrome-dominates">450 Millionen US-Dollar pro Jahr</a>. Das sind über 80 Prozent der gesamten Einnahmen von Mozilla.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Microsofts Edge basiert technisch auf <a href="https://www.microsoft.com/en-us/edge/learning-center/what-is-chromium-how-does-it-enhance-your-browser?form=MA13I2">Chromium, dem Open-Source-Unterbau von Google Chrome</a>. Auch hier leistet Google den Löwenanteil der Entwicklungsarbeit: Im Jahr 2024 stammten rund <a href="https://blog.google/chromium/announcing-supporters-of-chromium-based/">94 Prozent aller Code-Beiträge</a> zu Chromium von Google selbst. Microsoft hängt also ebenfalls massiv von Googles Engagement für die zugrundeliegende Engine ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sich daraus ergibt, ist eine groteske Realität: Google finanziert nicht nur den eigenen Browser, sondern auch seine „Konkurrenz“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="jetzt-will-die-us-regierung-genau-das-verbieten">Jetzt will die US-Regierung genau das verbieten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Kartellbehörde (Department of Justice, DoJ) hat Google wegen unfairer Marktpraktiken verklagt. Teil der Forderungen: Google soll nicht länger Milliarden an Apple und Mozilla zahlen dürfen, um Google Search als Standard festzulegen – und soll <a href="https://www.npr.org/2025/04/21/nx-s1-5369404/google-doj-opening-statements-remedies-trial#:~:text=What%20were%20the%20DOJ's%20arguments,revenue%20for%20Google%2C%20Dahlquist%20said.">Chrome vollständig abstoßen</a>, um die eigene Marktmacht nicht weiter auszubauen. Das Ziel: mehr Wettbewerb im Browsermarkt. Die Konsequenz: ein radikaler Einschnitt in die Finanzierung praktisch aller großen Browserprojekte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst Apple, das <a href="https://straitsresearch.com/statistic/apple-surpasses-earnings-forecasts#:~:text=Furthermore%2C%20The%20company's%20growing%20expenditures,%2426.42%20billion%20in%20FY%202022.">Milliarden in eigene Forschung und Entwicklung steckt</a>, dürfte Schwierigkeiten haben, Safari ohne Googles Zuschüsse auf dem bisherigen Niveau weiterzuführen. Noch drastischer trifft es Mozilla – ohne das Geld von Google wäre Firefox kaum mehr finanzierbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mozilla warnt eindringlich: Die von der US-Regierung angestrebten Maßnahmen könnten genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie beabsichtigen. Denn sie gefährden die Existenz jener Browser, die überhaupt noch eine Alternative zu Chrome darstellen. Mozilla schreibt dazu: <a href="https://blog.mozilla.org/en/mozilla/internet-policy/proposed-remedies-browsers/">Die vorgeschlagenen Maßnahmen schaden dem Wettbewerb im Browsermarkt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Apple hat sich in das Verfahren eingeschaltet und versucht, <a href="https://www.reuters.com/technology/apple-seeks-defend-googles-billion-dollar-payments-search-case-2024-12-24/">Googles milliardenschwere Zahlungen zu verteidigen</a>. Und das ist nur die halbe Geschichte: Die US-Regierung will Google auch dazu zwingen, sich von Chrome zu trennen – was einen Stopp der Finanzierung für Chrome und Chromium bedeuten würde. Damit wären auch Microsoft Edge und andere Chromium-basierte Browser betroffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-bedeutet-das-fur-uns-als-community">Was bedeutet das für uns als Community?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für euch als Nutzerinnen und Nutzer freier Software ist das eine bittere Pille. Firefox ist nicht nur irgendein Browser – er ist eines der letzten großen Aushängeschilder für ein freies und offenes Web. Sollte Mozilla wegbrechen, würde ein zentrales Gegengewicht zu den Interessen der großen Tech-Konzerne verschwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen uns bewusst machen: Ein Web, das vollständig von Google, Apple und Microsoft kontrolliert wird, ist kein freies Web. Es ist ein Web der Vorfilter, der Telemetrie, der geschlossenen Ökosysteme – und es ist ein Web ohne echten Wettbewerb.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="firefox-braucht-uns-jetzt-mehr-denn-je">Firefox braucht uns jetzt mehr denn je</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mozilla war nie perfekt. Aber sie waren immer – halbwegs – transparent, offen und den Prinzipien des offenen Webs verpflichtet. Wenn jetzt durch gut gemeinte, aber schlecht durchdachte kartellrechtliche Eingriffe plötzlich die wichtigste Einnahmequelle wegbricht, dann stehen wir als Community in der Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sollten nicht nur fragen: <em>Was macht Google falsch?</em> Sondern auch: Wie können wir Mozilla helfen, Firefox unabhängig weiterzuentwickeln – jenseits von Suchmaschinen-Deals? Firefox ist mehr als ein Browser. Firefox ist ein wichtiger Stern im Open-Source-Universum. Und Sterne lässt man nicht so einfach verglühen.</p>
<hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Linus Torvalds lässt kein gutes Haar am Bauen von Anwendungen für Linux</title>
		<link>https://linuxundich.de/linus-torvalds-schmimpft-bauen-von-anwendungen-fur-linux/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 08:46:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Linus Torvalds]]></category>
		<category><![CDATA[Steam]]></category>
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					<description><![CDATA[Linus Torvalds über das Paketieren von Anwendungen: Binärpakete gibt es nicht für Linux, sondern für Fedora 20 oder Debian Stable.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Auf <a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=191">Pinguinzubehör schimpft Daniel</a> heute über Opera, die ihren Browser zwar endlich <a href="https://www.opera.com/de/opera">wieder für Linux anbieten</a>, dies allerdings lediglich in Form eines DEB-Pakets für Ubuntu tun. An dieser Stelle möchte ich mal eine Lanze für die wirklich armen Paketschnürer brechen, die das entweder in ihrer Freizeit oder für eine Softwarefirma knechtend machen müssen. Das Paketieren von Software für Hinz-und-Kunz-Linux ist aufwändig &#8212; um es mal nett auszudrücken. Vor dieser Aufgabe scheuen sich nicht nur kommerzielle Unternehmen, auch Linus Torvalds himself versucht sich so weit wie möglich davor zu drücken.</p><span id="more-28202"></span>
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<figure class="lui-video-embed"><button type="button" class="lui-video-facade" data-embed-src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/5PmHRSeA2c8?start=298&#038;feature=oembed&#038;autoplay=1" data-title="DebConf 14: QA with Linus Torvalds" aria-label="Video laden und abspielen: DebConf 14: QA with Linus Torvalds"><img decoding="async" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/lui-cache/video_youtube_5PmHRSeA2c8.jpg" alt="" loading="lazy" width="1280" height="720"><span class="lui-video-facade-play" aria-hidden="true"></span><span class="lui-video-facade-note">Video wird erst nach Klick von YouTube geladen.</span></button></figure>
</div></figure>
<p class="wp-block-paragraph">Auf der <a href="https://debconf14.debconf.org/">DebConf14</a> stand Linus Torvalds wie üblich in einer längeren Q&amp;A-Runde Rede und Antwort. Auch diesmal nimmt er kaum ein Blatt vor dem Mund, auch wenn er diesmal auf einen <a title="Linus Torvalds sagt “NVidia Fuck You!”" href="https://linuxundich.de/linus-torvalds-nvidia-fuck-you/">Stinkefinger</a> verzichtet. Auf die Frage, wie man denn endlich das Jahr des Linux-Desktops erreichen könnte, lässt er sich besonders über das Paketieren von Anwendungen aus. Linus spricht da aus eigener Erfahrung &#8212; abseits des Kernels. Seine Tauchsoftware <a href="https://subsurface-divelog.org/">Subsurface</a> gibt es für MacOS X und Windows als Binary, unter Linux ist dies so gut wie unmöglich.</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">&#8230;making binaries for Linux desktop applications is a major fucking pain in the ass. You don&#8217;t make binaries for Linux, you make binaries for Fedora 19, Fedora 20, maybe even RHEL5 from 10 years ago. You make binaries for Debian Stable&#8230;well actually no, you don&#8217;t make binaries for Debian Stable because Debian Stable has libraries that are so old that anything built in the last century doesn&#8217;t work.<br>&#8230;and this [&#8222;Don&#8217;t Break Userspace!&#8220;] is like, a big deal for the kernel, and I put a lot of effort into explaining to all the developers that this is a really important thing, and then all the distributions come in, and they screw it all up. Because they break binary compatibility left and right.</p></blockquote>
<p class="wp-block-paragraph">Man kann also sehr gut verstehen, dass sich ein Unternehmen wie Opera, das in einem beinharten Konkurrenzkampf mit den größten und reichsten Konzernen der Welt steht, in Bezug auf Linux auf die Distribution konzentriert, die mit Abstand am häufigsten am Markt vertreten ist &#8212; schaut man beispielsweise auf die <a href="https://web.archive.org/web/20150214050722/http://stats.wikimedia.org/archive/squid_reports/2014-12/SquidReportOperatingSystems.htm">Statistiken der Wikimedia</a>, dann ist das eben Ubuntu mitsamt seinen unzähligen Derivaten. Es ist ja auch nicht so, als ob sich die Distributoren nicht selber um das Paketieren kümmern könnten.</p><p class="wp-block-paragraph">Einen möglichen Ausweg aus dem Bibliotheken-Chaos unter Linux sieht er übrigens in Valve. Steam bietet statisch kompilierte Bibliotheken, gegen die man seine Anwendung bauen kann. Funktioniert ein Programm mit Steam für Linux, so sollte das Ding auch unter allen anderen Systemen laufen, auf denen Steam installiert ist. Dieser Weg ist für freie Software natürlich ein Schuss ins Knie, für kommerzielle Anwendungen könnte dies aber tatsächlich der Weg auf den Linux-Desktop werden.</p><hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Heises neue 2-Klick-Social-Media-Integration Shariff für WordPress</title>
		<link>https://linuxundich.de/heise-2-klick-social-media-integration-shariff-wordpress/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2014 19:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WordPress/Webdesign]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Google+]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[WordPress]]></category>
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					<description><![CDATA[Heises Shariff bindet Social-Media-Buttons ohne JavaScript ein – für WordPress gibt es dafür schon zwei Plugins.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Als Heise vor über drei Jahren seine <a href="https://www.heise.de/hintergrund/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html">2-Klick-Lösung für mehr Datenschutz</a> mitsamt dem <a href="https://www.heise.de/extras/socialshareprivacy/">Quelltext</a> und einem <a href="https://wordpress.org/plugins/2-click-socialmedia-buttons/">WordPress-Plugin</a> vorstellte, gab es eigentlich keine deutschsprachige Nachrichtenseite und kein Blog, das nicht über das Thema berichtete. Endlich gab es eine leicht zu implementierende Lösung, die obligatorischen Buttons für Facebook, Twitter und Co. auf Webseiten einzubetten, ohne dass der Browser die schweren JavaScript-Brocken der Dienste bei jedem Seitenaufruf mit ausführen muss und somit auch einiges über das Surfverhalten des Benutzers preisgibt. Heute stolpert man beim Surfen durchs Netz noch immer über die Heise-Lösung, allerdings deutlich seltener als zu Zeiten des ersten Hypes.</p><p class="wp-block-paragraph">Bei vielen Webmastern ist der Datenschutzgedanke inzwischen in den Hintergrund getreten und die Social-Media-Buttons wieder auf der Webseite gelandet. Andere Webseitenbetreiber haben aber auch in den letzten Jahren dazugelernt und lassen die Buttons weiterhin außen vor, setzen aber auf selbst gebaute Alternativen zu Heises 2-Klick-Buttons oder binden andere Social-Media-Plugins ein. Für Facebook gibt es unzählige solche Lösungen, ich für meinen Teil hatte mich nach einigen Testläufen für den <a href="https://github.com/macx/SocialMediaEnhancer">SocialMediaEnhancer</a> entschieden. Das Plugin fügt schlichte Buttons für Google+, Facebook, Twitter, LinkedIn, Pinterest oder auch Xing ein, ohne dass JavaScript benötigt wird.</p><p class="wp-block-paragraph">Nun hat Heise im Dezember aber nachgelegt und mit <a href="https://www.heise.de/hintergrund/Ein-Shariff-fuer-mehr-Datenschutz-2467514.html">Shariff</a> einen Nachfolger für die 2-Klick-Buttons losgelassen. Die Technik ist auch schon auf der <a href="https://www.heise.de/news/Datenschutz-und-Social-Media-Der-c-t-Shariff-ist-im-Einsatz-2470103.html">Heise-Seite im Einsatz</a>, so könnt ihr euch selber einen ersten Eindruck machen. Der Code zu Shariff <a href="https://github.com/heiseonline/shariff">liegt auch wieder offen</a> und kann von GitHub geladen werden. Shariff lässt sich daher sehr gut in eigene Projekte integrieren. Für Blogger, die mit WordPress arbeiten, gibt es bereits auch schon zwei Shariff-Plugins: <a href="https://wordpress.org/plugins/shariff">Shariff</a> und <a href="https://wordpress.org/plugins/shariff-sharing">Shariff-Sharing</a>, wobei Shariff-Sharing direkt von Heise-Entwickler <a href="https://yanniks.de">Yannik Ehlert</a> stammt.</p>
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aebc40e33737&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aebc40e33737" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1008" height="672" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/12/shariff-wordpress1.png" alt="Shariff lässt sich über das WordPress-Backend konfigurieren oder direkt ins Template integrieren." class="wp-image-27516" style="width:100%" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/12/shariff-wordpress1.png 1008w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/12/shariff-wordpress1-640x427.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/12/shariff-wordpress1-768x512.png 768w" sizes="auto, (max-width: 781px) 100vw, 680px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Shariff lässt sich über das WordPress-Backend konfigurieren oder direkt ins Template integrieren.</figcaption></figure>

<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aebc40e34150&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aebc40e34150" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1008" height="672" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/12/shariff-wordpress2.png" alt="Shariff bindet Facebook, Twitter, Google+ und Co. ohne JavaScript in Webseiten ein." class="wp-image-27515" style="width:100%" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/12/shariff-wordpress2.png 1008w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/12/shariff-wordpress2-640x427.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/12/shariff-wordpress2-768x512.png 768w" sizes="auto, (max-width: 781px) 100vw, 680px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Shariff bindet Facebook, Twitter, Google+ und Co. ohne JavaScript in Webseiten ein.</figcaption></figure>
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe beide Plugins mit Erfolg hier im Blog kurz getestet, die Unterschiede sind im Endeffekt nicht sonderlich groß. Beide Plugins lassen sich über das Backend von WordPress sehr einfach konfigurieren und aktivieren. Ihr habt die Wahl zwischen verschiedenen Stilen und könnt auswählen, welche Netzwerke angezeigt werden sollen. Allerdings lässt sich das &#8222;Original&#8220; nicht frei im Template platzieren. Ihr habt nur die Möglichkeit, die Buttons vor oder nach dem Artikel einzublenden.</p><pre class="wp-block-code"><code>// Shariff mit Standardeinstellungen...
&lt;?=do_shortcode(&#039;[[shariff backend=&quot;on&quot;]]&#039;)?&gt;
// Shariff mit in weiß und mit Facebook, Twitter und Google+...
&lt;?=do_shortcode(&#039;[[shariff theme=&quot;white&quot; services=&quot;facebook|twitter|googleplus&quot; backend=&quot;on&quot;]]&#039;)?&gt;</code></pre><pre class="wp-block-code"><code>// Beispiel aus der content-single.php meines Templates...
&lt;div class=&quot;social-info&quot;&gt;
&lt;h2&gt;Das war interessant? Sag es weiter!&lt;/h2&gt;
&lt;div id=&quot;shariff-text&quot;&gt;&lt;p&gt;Dieser Beitrag hat dir gefallen? Teile ihn mit deinen Freunden, Danke!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div id=&quot;shariff-social-buttons&quot;&gt;
&lt;?=do_shortcode(&#039;[[shariff services=&quot;facebook|twitter|googleplus&quot; backend=&quot;on&quot;]]&#039;)?&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;clear:left&quot;&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- end social-info --&gt;</code></pre><p class="wp-block-paragraph">Shariff&#8220;-ohne-Sharing&#8220; hingegen bietet mit den obigen Shortcodes auch die Option, die Buttons an einer beliebigen Stelle einzubauen &#8212; so habt ihr deutlich mehr Kontrolle über das Geschehen, demzufolge ist das Plugin auch bei mir Favorit. Für das Shariff-Plugin von Heise habe ich für diese Funktion einen <a href="https://wordpress.org/support/topic/feature-request-externer-aufruf">Feature-Request</a> eingereicht. Eine <a href="https://shariff.3uu.net/shariff-sample-page-with-all-options/">Übersicht über alle Argumente</a> findet ihr auf der Homepage des Entwicklers. Die Buttons lassen sich selbstverständlich auch per CSS an das eigene Design anpassen.</p><hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Schon das FRITZ!Box-Update eingespielt? Ein Kommentar zum FRITZ!Box-Hack</title>
		<link>https://linuxundich.de/schon-das-fritzbox-update-eingespielt-ein-kommentar-zum-fritzbox-hack/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 09:16:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hardware]]></category>
		<category><![CDATA[AVM]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz!Box]]></category>
		<category><![CDATA[Homelab]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[VPN]]></category>
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					<description><![CDATA[Der FRITZ!Box-Hack im Rückblick: Was passiert ist, wie AVM reagiert hat und warum das Update trotzdem schnell eingespielt gehört.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber nach dem ganzen Tohuwabohu kann man mal die Geschehnisse rund um den FRITZ!Box-Hack in Ruhe Revue passieren lassen. Das <a href="http://www.heise.de/netze/meldung/Telefonie-Missbrauch-anscheinend-kein-Massenhack-von-AVMs-Fritzboxen-2104609.html">was AVM passiert ist</a>, war natürlich ein starkes Stück: Wer den Fernzugriff seiner FRITZ!Box aktiviert hatte, der lief Gefahr dass sich Fremde auch ohne die nötigen Zugangsdaten einloggen konnten. So kam es wohl vereinzelt vor, dass Abzocker sich in entsprechend konfigurierte AVM-Router einloggten und VoIP-Telefone einrichteten, mit denen sie dann teure Mehrwertnummern im Ausland anriefen. Davon bekam der Anschlussinhaber erst mit der nächsten Rechnung etwas mit. Für einen Routerhersteller ist das natürlich der GAU &#8212; erst recht wenn man Marktführer mit einem entsprechenden Ruf ist. Bei der Schwere der Panne muss man aber auch AVM loben.</p><p class="wp-block-paragraph">Mit Bekanntwerden der Schwachstelle wurde nicht lange um den heißen Brei herumgeredet. Es wurde offengelegt was schief läuft, Tipps lanciert wie man den Fernzugriff deaktiviert &#8212; falls er denn einmal extra aktiviert wurde, und dann über das Wochenende hinweg <a href="http://www.avm.de/de/Sicherheit/hinweis.html">Updates bereit gestellt</a>, die das Problem beheben. Dabei aktualisiert AVM nicht nur die aktuellen FRITZ!Boxen, sondern liefert sogar noch Updates für die über acht Jahre alte Fritz!Box 7170 aus. Ich persönlich empfinde dies als ein Beispiel für die generell sehr gute Produktpflege bei AVM, denn einen Router kauft man sich nicht alle Tage. Mein FRITZ!Box 7390 hat mehr als drei Jahre auf dem Buckel, und trotzdem läuft die aktuelle AVM-Firmware auf dem Gerät, das sollten Android-Handys mal nachmachen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p><p class="wp-block-paragraph">Daher auch noch mal hier im Blog: Spielt das Update der FRITZ!Box-Firmware ein! Einfach per <a href="http://fritz.box">http://fritz.box</a> im Router einloggen, und dort entweder unter &#8222;Assistenten&#8220; oder unter &#8222;System -&gt; Update &#8222;die Update-Routine aufrufen und <span style="line-height: 1.5em;">nach einer neuen FRITZ!OS-Version suchen lassen, wenn das System nicht sowieso schon ein Update anzeigt. M</span>acht das bitte nicht nur bei euch, sondern auch bei Freunden, Bekannten oder Verwandten, die nicht so fit mit der Technik sind und sich nicht um solch banale Dinge wie den Router im Telefonschränkchen kümmern &#8212; Beim Telefon spielt man ja auch nicht mit irgendwelchen Updates rum&#8230;</p>
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aebc40e35973&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aebc40e35973" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1013" height="714" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/02/fritzbox-update.png" alt="So aktualisiert man die AVM FRITZ!Box." class="wp-image-22704" style="width:100%" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/02/fritzbox-update.png 1013w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/02/fritzbox-update-640x451.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2014/02/fritzbox-update-768x541.png 768w" sizes="auto, (max-width: 781px) 100vw, 680px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">So aktualisiert man die AVM FRITZ!Box.</figcaption></figure>
<p class="wp-block-paragraph">Stellt sich nun nur noch die Frage, wie lange der Hack eigentlich im Einsatz war. Im <a href="http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=264286">IP-Phone-Forum</a> gibt es einen Nutzer, der bereits Anfang November von teuren Gesprächen zu ausländischen Nummern berichtete, die er nicht geführt haben will. Allerdings schreibt er auch, dass er den in der FRITZ!Box eingerichteten VoIP-Account auch über das Internet nutzt, was natürlich eine gewaltige Sicherheitslücke aufreißen kann. Ebenso fehlt die Information, ob er mit seinem Problem an AVM herangetreten ist. Von daher kann der kuze Zeitraum vom Bekanntwerden der Schwachstelle, bis zum Fix durchaus stimmen.</p><p class="wp-block-paragraph">Ich für meinen Teil habe den Fernwartungszugang der FRITZ!Box gar nicht erst geöffnet. Warum auch? Es ist zwar durchaus mal sehr bequem sich aus dem Netz zuhause in der Box einloggen zu können, aber muss das unbedingt direkt über http/https sein? Ich für meinen Teil lege unter diese Verbindung lieber noch ein VPN. Mit FRITZ!OS 6.0 lässt sich das <a title="Update auf FRITZ!OS 6.0 macht nun das Einrichten eines FRITZ!Box-VPNs komplett ohne Windows möglich" href="https://linuxundich.de/update-auf-fritzos-6-0-macht-nun-das-einrichten-eines-fritzbox-vpns-komplett-ohne-windows-moeglich/">FRITZ!Box-VPN recht bequem auch unter Linux und Android</a> nutzen, ohne dass man mit nervigen Windows-Tools herumhantieren müsste, wie es früher mal nötig war. Von daher bleibt bei mit der Fernwartungszugang auch weiterhin zu, zur Not ist das VPN schnell aufgebaut.</p>
<hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kommentar zur neuen Pseudo-Flatrate der Deutschen Telekom</title>
		<link>https://linuxundich.de/kommentar-zur-neuen-pseudo-flatrate-der-deutschen-telekom/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 13:56:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzugang]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Telekom will Vielnutzer nach 75 GByte auf 384 kBit/s drosseln. Ein Kommentar zu Netzneutralität, Kosten und dem, was dabei auf der Strecke bleibt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Ich erzähle euch ja mit Sicherheit nichts Neues, wenn ich über die Pläne der Deutschen Telekom schreibe, in Zukunft den Hahn bei &#8222;Vielsaugern&#8220; nach einer gewissen Menge heruntergeladenen Traffics zuzudrehen. Doch schon mehrere Leser haben mich darauf angesprochen, auch einen Kommentar dazu abzugeben. Da will ich mich nicht lumpen lassen&#8230; Die Drosselung beginnt bei einem 16 MBit/s-Anschluss bereits ab 75 GByte pro Monat, bei einem schnellen 200 MBit/s Tarif darf man 400 Gigabyte pro Monat laden. Das von der Telekom aufoktroyierte Schneckentempo liegt bei wirklich lahmen 384 kBit/s. Damit beamt die Telekom ihre Power-User ins Jahr 1999 zurück. Die Telekom argumentiert damit, dass Traffic nunmal Geld kosten würde. Wer viel saugt, der müsse auch mehr zahlen, als die User, die nur am Abend mal schnell durchs Web stöbern. Die Netzgemeinde pocht dagegen auf die Netzneutralität, beide Positionen sind wohl nicht ganz richtig.</p><p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Jahren &#8212; es war <a title="Was wäre wenn es keine Netzneutralität gäbe" href="https://linuxundich.de/wenn-es-keine-netzneutralitat-gaebe/">Oktober 2009</a>, wie schnell die Zeit doch vergeht &#8212; ging das folgende Bild durchs Netz. Es zeigt das Schreckensszenario eines Webs ohne Netzneutralität. Für jeden Spaß verlangt der Internetprovider extra Geld vom Kunden &#8212; wie auch vom Anbieter. Google könnte es sich leisten die Netzanbieter zu pampern und &#8222;frei&#8220; erreichbar zu sein, ein neuer Video-Streaming-Dienst würde nie an den Start gehen können, da aufgrund der hohen Datenmengen extra Gebühren beim Internetprovider des Users fällig werden würden. Noch gibt es diese Gebühren nicht &#8212; bis auf den letzten Teil &#8222;Recharge&#8220;, die Telekom-Drossel soll gegen eine Nachzahlung aufgehoben werden können.</p><p class="wp-block-paragraph">Das Brechen mit der Netzneutralität wird der Telekom nun mit dem eigenen Dienst Entertain vorgeworfen &#8212; schließlich wird der Traffic dorthin nicht mit in das freie Traffic-Volumen eingerechnet. Ganz sauber ist die Argumentation nicht, da Entertain nicht aus dem Internet zu erreichen ist. Würde ein Kabel-Internet-Anbieter wie Kabel-BW oder Kabel Deutschland so eine Drossel nutzen, dann würde auch niemand damit argumentieren, dass im gleichen Zug auch das Kabel-Fernsehen mit eingedrosselt werden würde. So lange Entertain nicht generell über das Netz vermarktet wird, begeht die Telekom auch keinen Bruch der Netzneutralität. Wo die Telekom die Netzneutralität glasklar bricht sind die <a href="http://www.t-mobile.de/spotify/">T-Mobile-Tarife</a> Special Complete Mobil Music bzw. Music Streaming Option, sie bevorzugen klar Spotify und schließen den Wettbewerb aus.</p>
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6aebc40e37e12&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6aebc40e37e12" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="460" height="1024" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-460x1024.jpg" alt="Die Zukunft des Internets in den nächsten Jahren?" class="wp-image-4459" style="width:100%" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality-460x1024.jpg 460w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2009/10/without_net_neutrality.jpg 636w" sizes="auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px" /><button
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		</button><figcaption class="wp-element-caption">Die Zukunft des Internets in den nächsten Jahren?</figcaption></figure>
<p class="wp-block-paragraph">Apropos Kabel-Internetanbieter: Eine ganz weiße Weste haben auch die nicht. Kabel Deutschland etwa schreibt in seinen <a href="http://www.kabeldeutschland.de/static/media/AGB_Internet_Telefon.pdf">AGBs zum Internet- und Telefonanschluss</a>, dass die Übertragungsgeschwindigkeit beim Überschreiten von 10 GByte an einem Tag auf 100 Kbit/s eingedrosselt wird. Allerdings drosselt KD nach eigenen Angaben &#8222;nur&#8220; Traffic zu Filesharing-Netzen, das &#8222;normale&#8220; Netz bleibt von der Drossel unberührt. Nach Recherchen von Heise greift die Drossel bei Kabel Deutschland in der Praxis erst ab 60 GByte/Tag, zudem werden die Einzelfälle geprüft.</p><blockquote class="td_quote_box td_box_center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">Lädt ein Kunde an einem Kalendertag ein Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB herunter, ist Kabel Deutschland berechtigt, die ihm zur Verfügung stehende Übertragungsgeschwindigkeit ausschließlich für Filesharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 Kbit/s zu begrenzen. Alle anderen Anwendungen (Internetsurfen, Social Networks, E-Mails, Video-Streaming, Video on Demand, Chat, etc.) sind davon zu keiner Zeit betroffen und bleiben unverändert nutzbar.</blockquote><p class="wp-block-paragraph">Die Tempo-Bremse der Telekom betrifft nun aber jeden HTTP-Download, jedes legale Streamen von Musik oder Filmen von YouTube, Spotify, Lovefilm, Watchever und Co. selbst Web-Radio oder der Abruf der Tagesschau wird zum Problem. Wirklich ein Problem? Reichen 75 GByte/Monat nicht aus? Nein, die euch freigestellten Brosamen sind ein Witz! Torsten Kleinz von der Zeit hat mal ein paar gängige Internet-Aktivitäten überschlagen:</p><ul class="wp-block-list"><li><span style="line-height: 13px;">Nach der Installation von Windows 7 lädt das noch blanke System schlanke 1,6 GByte an Updates aus dem Internet. Kommen da noch ein paar Updates für Microsoft Office, Adobe Programme und Co. dazu, fließen nochmal ein paar GByte über die Leitung. Man installiert zwar nicht gerade täglich Windows, doch bei einer größeren Familie kommen doch schon einige GByte an ganz normalen Downloads pro Tag zusammen.</span></li><li>Aktuelle Spiele ziehen gerne sofort nach der Installation mehrere Gigabyte aus dem Netz. Torsten erwähnt hier den &#8222;top-aktuellen&#8220; Knaller America&#8217;s Army, der mal locker flockig 3,9 Gigbyte an Updates benötigt. Und auch Online-Games schlucken einiges an Traffic, <a href="https://eu.battle.net/support/de/article/wie-viel-bandbreite-benutzt-world-of-warcraft">World of Warcraft</a> schlägt immerhin mit 50 MByte/Stunde zur Buche, bei großen Missionen auch mal gerne mehr.</li><li>Wer gerne Musik aus dem Netz streamt &#8212; etwa mit &#8222;modernen&#8220; Diensten wie Spotify oder auch per gutem alten Online-Radio &#8212; kommt sehr schnell an die Grenzen der 75 GByte. Eine Stunde Spotify pro Tag kommt nach den Hochrechnung von Torsten auf 15 GByte/Monat. Ich habe die Zahlen nicht gegegengerechnet, sie hören sich aber durchaus vernünftig ab.</li><li>Von Video-Diensten wie Lovefilm, Watchever und Co. muss man gar nicht mehr reden. Die Datenraten bei diesen Diensten sind enorm hoch. Die 75 GByte knackt man mit einem Smart-TV, der diese gleich eingebaut hat, mit Sicherheit in nur wenigen Tagen. Außerdem ist mit Full-HD-Video bei 1080p noch lange nicht die Fahnenstange der Bildqualität erreicht. Die beim Video-Streaming generierten Datenraten werden in Zukunft daher eher steigen, da können auch neue Verfahren zur Bildkompression wenig dran ausrichten.</li></ul><p class="wp-block-paragraph">Soll man nun mit den Füßen abstimmen und zu einem anderen DSL-Anbieter gehen? Darüber freut sich eigentlich nur die Konkurrenz, die werden euch freudig in Empfang nehmen, euch mit einem netten Zwei-Jahres-Vertrag knebeln und dann mittelfristig auch eine Drosselung einbauen. Der Kunde frisst es, weil er es schon seit Jahren vom Mobilfunkanbieter so kennt und weil es in der Praxis ja &#8212; noch &#8212; selten greift. Schließt euch daher am besten den <a href="https://web.archive.org/web/20130424063230/http://www.piratenpartei.de/2013/04/22/netzneutralitat-statt-digitaler-diskriminierung/">Piraten</a>, der <a href="https://digitalegesellschaft.de/2013/04/telekom-tarifanderungen-frontalangriff-auf-die-netzneutralitat/">Digitalen Gesellschaft</a> oder auch der Petition von <a href="https://web.archive.org/web/20130425142113/https://www.change.org/de/Petitionen/deutsche-telekom-ag-drosselung-der-surfgeschwindigkeit-stoppen">Malte Götze auf change.org</a> an und macht der Telekom Dampf unter dem pinken Hintern! Mit so einer Regelung darf kein Internetprovider durchkommen!</p><hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. 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			</item>
		<item>
		<title>Kommentar: Traue keinem vorinstallierten System oder der Bug #0</title>
		<link>https://linuxundich.de/kommentar-traue-keinem-vorinstallierten-system-oder-der-bug-0/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Sep 2012 16:06:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netz-/Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Canonical]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Ubuntu]]></category>
		<category><![CDATA[Unity]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine US-Firma für Leihcomputer hat ihre Kunden per Trojaner ausspioniert. Für Christoph ist das ein Argument für freie Software und Bug #0: Finger weg von den Daten der Nutzer.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Spiegel Online <a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/amerikanische-leihcomputer-spionieren-laut-ftc-nutzer-aus-a-858347.html">schreibt heute</a> über  eine schier unglaubliche Meldung: Eine Firma, die Leihcomputer und Mietkäufe abwickelt, hat auf den ausgelieferten Systemen einen Trojaner installiert, der private Daten der Besitzer ausschnüffelte. Passwörter, Kreditkartendaten, Mails und sogar auch Webcam-Bilder landeten so beim Unternehmen. Es geht sogar noch weiter: Die Webcams der Rechner wurden übers Netz aktiviert und so natürlich auch &#8222;intimen Aktivitäten zu Hause&#8220; archiviert. Kinder, nackte Menschen beim Umziehen, Paare beim Sex. Und als ob das nicht reichen würde: Mittels der ergaunerten Kredit- und Bankdaten hat man säumigen Zahlern die Konten geplündert.</p><p class="wp-block-paragraph">Diese Storys sind ja nicht ganz neu, für mich sind sie aber immer wieder ein Zeichen wie wichtig freie Software, wie wichtig die Unternehmen hinter der freien Software sind und wie wichtig das Vertrauen von uns Kunden (also Usern) in diese Unternehmen ist. Wir Linux-User müssen uns nach wie vor mit vielem Mist herumschlagen, der auf anderen Systemen problemloser zu bewerkstelligen wäre. Diese Nachteile wiegt allerdings der Punkt auf, dass ich meine, mich auf die Hersteller der Software (sprich die kommerzielle wie auch volontäre FOSS-Community) verlassen zu können. Finger weg von den Daten des Users, das sollte eigentlich Bug #0 und oberste Prämisse eines jeden Linux-Distributors sein.</p><p class="wp-block-paragraph">Auch wenn ich proprietäre Cloud-Dienste wie Dropbox oder Ubuntu One nutze, auch wenn ich Teile meines Privatlebens über soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ und Co. oder mein Blog hier preisgebe. So möchte ich doch jederzeit die Kontrolle darüber haben, was ich veröffentliche, welche Daten von mir letztendlich im Internet landen. Deshalb sehe ich die Integration von Web-Diensten in den Desktop mit einem lachenden und einem weinenden Gesicht: Auf der einen Seite ist es sehr bequem direkt über die Desktopumgebung zu chatten, YouTube zu durchsuchen oder auch passende Artikel bei Amazon zu finden, doch auf der anderen Seite braucht es einen deutlich sichtbaren &#8222;Aus-Knopf&#8220; für solche Funktionen. Mark hatte in seinem Beitrag rund um die <a href="https://web.archive.org/web/20120925050647/http://www.markshuttleworth.com/archives/1182">Unity-Shopping-Lense</a> geschrieben:</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">Don’t trust us? Erm, we have root. You do trust us with your data already. You trust us not to screw up on your machine with every update. You trust Debian, and you trust a large swathe of the open source community. And most importantly, you trust us to address it when, being human, we err.</p></blockquote>
<p class="wp-block-paragraph">Genau dieses Vertrauen darf eine Linux-Distribution nie verletzen. In der Standardkonfiguration muss das System in Richtung des Internets vollkommen stumm sein. Statistiken rund um die installierten Pakete, bitte nur optional. Übermitteln was der User in sein Startmenü aka Dash eingibt, auf jeden Fall nur über Opt-In. Auch wenn Canonical sich mit der neuen Funktion nur ein kleines bisschen in Richtung Rentabilität schieben möchte, darf das Unternehmen nie Bug #0 außer acht lassen. Das Vertrauen der User in das System muss über dem Ertrag stehen, sonst laufen die User und damit auch der zukünftige Ertrag weg.</p><hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Rant und seine positiven Folgen, NVidia ist hoffentlich gesprächsbereit</title>
		<link>https://linuxundich.de/ein-rant-und-seine-positiven-folgen-nvidia-ist-hoffentlich-gesprachsbereit/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/ein-rant-und-seine-positiven-folgen-nvidia-ist-hoffentlich-gesprachsbereit/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jun 2012 09:59:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Linus Torvalds]]></category>
		<category><![CDATA[NVIDIA]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Linus' Rant meldet sich plötzlich ein NVidia-Entwickler auf der Kernel-Mailingliste. Matthew Garretts Antwort: 3D-Treiber in den Userspace, Kernel-Kommunikation über nouveau.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Am Ende seines <a title="Linus Torvalds: NVidia Fuck You!" href="https://linuxundich.de/linus-torvalds-nvidia-fuck-you/">NVidia-Rants</a> wurde Linus noch von einer Studentin zu seinen gelegentlichen Wutausbrüchen gefragt, seine Antwort war: &#8222;I like to be outrageous because people who are offended deserve to be offended.&#8220; Das Faszinierende an dem Rant ist, dass Linus aufgrund seiner Ausnahmestellung in der Tat damit etwas bewegt, auf einmal kriecht NVidia öffentlich aus seinem Loch und Entwickler stellen sich ihrer Herausforderung. Auf der Mailing-Liste zum Kernel Summit 2012 <a href="https://web.archive.org/web/20120625232925/http://lists.linux-foundation.org/pipermail/ksummit-2012-discuss/2012-June/000304.html">meldet</a> sich auf einmal ein Entwickler des NVidia-ARM-Treibers:</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">I would love to attend the kernel summit this year. Firstly, I imagine that I should show up in person to accept the award that Linus gave us a few days back:-) [&#8230;] I&#8217;m curious what other areas people mightexpect me/NVIDIA to contribute to [&#8230;] Are there any new/novel ideas I could take back to NVIDIA to help persuade any kind of opening up?</p></blockquote>
<p class="wp-block-paragraph">Ganz egal wie man dazu steht, dass Linus ab und an die Form nicht wahrt und mit einem Lächeln im Gesicht den Stinkefinger in die Kamera reckt. Er bewegt damit mehr, als mit ellenlangen Gesprächen hinter verschlossenen Türen. Die <a href="https://web.archive.org/web/20120625232949/http://lists.linux-foundation.org/pipermail/ksummit-2012-discuss/2012-June/000336.html">Antwort</a> von Kernel-Entwickler Matthew Garrett ist übrigens ebenfalls interessant: Hört auf am nvidia-Kernel-Treiber zu arbeiten, überlasst dem nouveau-Treiber die Kommunikation mit dem Kernel und schiebt euren proprietären 3D-Treiber in den Userspace.</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">Stop working on the nvidia kernel driver. The things that you consider trade secrets are almost entirely in your 3D engine. Move your 3D driver to userspace and use nouveau for command submission. It&#8217;d still somewhat suck having a closed 3D driver, but it&#8217;d be far better than the current situation of having two drivers for the same hardware.</p></blockquote>
<p class="wp-block-paragraph">Man kommt also doch irgendwie an einen Tisch, hoffentlich trägt das Ganze Früchte und wir haben am Ende einen besseren Support für NVidia-Grafikkarten unter Linux, was doch eine ordentliche Beleidigung so alles auslösen kann.</p><hr><p>☕ <strong>Linux und Ich unterstützen</strong><br>Danke, dass du <a href="https://linuxundich.de">Linux und Ich</a> liest. Wenn dir das Blog gefällt und du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du weitere Informationen auf der <a href="https://linuxundich.de/spendiere-einen-kaffee/">Blogspende-Seite</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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