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	<title>Konsole &#8211; Linux und Ich</title>
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	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
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	<title>Konsole &#8211; Linux und Ich</title>
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		<title>Tipps und Tricks für den Alltag mit Linux (III)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 20:03:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Browser]]></category>
		<category><![CDATA[Einsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Konsole]]></category>
		<category><![CDATA[Terminal]]></category>
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					<description><![CDATA[In stetiger Folge möchte ich hier versuchen ein paar Tipps und Tricks weiterzugeben, die das Benutzen von Linux etwas angenehmer machen. Denn manch äußerst praktische Funktionen, ist zwar nicht direkt offensichtlich, doch wenn man sie einmal kennt äußerst intuitiv. Alten Linuxhunden erzähle ich vermutlich olle Kamellen, doch Einsteiger und Umsteiger sollten hier Monat für Monat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In stetiger Folge möchte ich hier versuchen ein paar Tipps und Tricks weiterzugeben, die das Benutzen von Linux etwas angenehmer machen. Denn manch äußerst praktische Funktionen, ist zwar nicht direkt offensichtlich, doch wenn man sie einmal kennt äußerst intuitiv. Alten Linuxhunden erzähle ich vermutlich olle Kamellen, doch Einsteiger und Umsteiger sollten hier Monat für Monat einen Blick reinwerfen&#8230;</p>
<p><span id="more-126"></span></p>
<h2>Das Arbeiten in der virtuellen Konsole</h2>
<p>In Folge 2 der Reihe Tipps und Tricks für den Alltag mit Linux sind wir auf dem Umgang mit dem Terminalfenster eingegangen. Nun wollen wir das Thema noch ein bisschen vertiefen. Der Begriff &#8222;Terminal&#8220; selber stammt aus der Zeit als es noch Zentralrechner gab, die über Terminals (also Bildschirme mit Tastaturen) bedient wurden. Unter Linux finden sich noch immer virtuelle Terminals, auf die man mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[F1] bis[Strg]+[Alt]+[F6] wechseln kann. Hier kann man sich dann mit seinem Benutzernamen und Passwort anmelden. Mit der Tastenkombination[Strg]+[Alt]+[F7] kommt man wieder zurück zur graphischen Benutzeroberfläche.</p>
<p>Warum braucht man heutzutage noch diesen &#8222;Anachronismus&#8220;? Die graphische Oberfläche auf einem Linux ist nur ein Zusatz zum System. Die virtuellen Terminals sind daher immer eine Möglichkeit zur Problemlösung, falls die graphische Desktopumgebung nicht starten möchte. Oder auf Serversystemen wird erst gar keine Desktopumgebung installiert. Sie würde nur Ressourcen verschwenden, da auf Server meist eh via SSH bzw. über die Dienste, die sie anbieten, zugegriffen wird.</p>
<p>Als Benutzer kommt man nun recht selten mit den virtuellen Terminals in Kontakt. Meist erst dann, wenn es ein Problem gibt und beispielsweise die graphische Desktopumgebung nicht mehr starten möchte. Daher sollte man zuvor mal ein paar Minuten investieren und sich ein paar essentielle Dinge aneignen, solange der &#8222;Leidensdruck&#8220; nicht groß ist.</p>
<h2>Recovery Modus</h2>
<p>Vor den eigentlichen Tipps noch ein kleiner Exkurs in das Thema &#8222;Wenn mein Linux nicht mehr booten möchte&#8220;. Die meisten Linuxdistrubtionen integrieren eine Möglichkeit den Rechner in einem &#8222;abgesicherten Modus&#8220; zu starten. Hier wird der Rechner meist ohne eine graphische Oberfläche gestartet, externe Datenträger nicht eingebunden usw. So startet der Rechner auch, selbst wenn irgendwo massive Probleme bestehen. Unter Ubuntu nennt sich dieser Modus &#8222;Recovery Mode&#8220;. Man kann ihn beim Booten im Bootmanager Grub auswählen. Hier finden sich für jeden Kernel des Systems zwei Einträge</p>
<blockquote class="td_quote_box td_box_center"><p>Ubuntu 8.04, kernel 2.6.24-19-generic<br>
Ubuntu 8.04, kernel 2.6.24-19-generic (recovery mode)</p></blockquote>
<p>Der mit &#8222;(recovery mode)&#8220; gekennzeichnete Eintrag würde nun den genannten Kernel in den Recovery Modus booten. Sollte Ubuntu das einzige auf diesem Computer installierte Betriebssystem sein, so bekommt man die Auswahl üblicherweise nicht zu sehen. Stattdessen nur</p>
<blockquote class="td_quote_box td_box_center"><p>GRUB Loading stage1.5.</p>
<p>GRUB loading, please wait&#8230;<br>
Press &#8218;ESC&#8216; to enter the menu&#8230; 3</p></blockquote>
<p>Nach einer kurzen Wartezeit beginnt der Bootprozeß. Man muss also einmal die ESC-Taste drücken. Dann wird der Bootprozeß unterbrochen und man kann den Recovery Modus auswählen. Ubuntu besitzt seit der Version Hardy Heron 8.04 auch noch ein kleines Menü, das am Ende des Bootprozesses des Recovery Modus angezeigt wird. Über die Option &#8222;root &#8211; Drop to root shell prompt&#8220; gelangt man in eine Terminal, wo man sich an die Lösung des Problems machen kann.</p>
<h2>Mit der Maus im virtuellen Terminal arbeiten</h2>
<p>Das Terminal ist gar nicht so textlastig und kommando-orientiert, wie es auf den ersten Blick aussieht, denn es gibt zahlreiche Programme, die dank <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ncurses" target="_blank" rel="noopener">ncurses</a> etwas Farbe und Dialoge in das Terminal zaubern. Ncurses ist eine Programmbibliothek um Dialoge Programme und Dialoge mittels Textsymbolen eine &#8222;graphische&#8220; Oberfläche zur Verfügung stellt. In diesem Programmen kann man dann sogar mit der Maus arbeiten, allerdings erst wenn das Programm gpm auf dem System läuft. Unter Ubuntu kann man es über das Paket gpm nachinstallieren. Sofort nach der Installation kann man die Maus bewegen und sieht einen Cursor auf dem Schirm. Man kann Text selektieren und diesen dann mit der mittleren Maustaste in das Terminal einfügen. Hat man ein Programm mit einer Ncurses-Oberfläche geladen, so kann man dort nun mit der Maus Schaltflächen und Menüs anwählen.</p>
<h2>Dateimanagement: Der Midnight Commander</h2>
<p>Dateien und Ordner im Terminal zu verwalten, kann eine mühsame Sache sein. Gerade Einsteigern gehen die Kommandos cp, mv, rm,&#8230; nicht einfach von der Hand. Doch auch hier kann man sich helfen. Der Dateimanager Midnight Commander erinnert stark an den guten alten Norton Commander. So dass Dateioperationen und auch Änderungen an Dateien von nun an leichter fallen. Der Midnight Commander ist eigentlich für jede Linux Distribution verfügbar, unter Ubuntu kann man ihn über das Paket mc installieren. Das Programm ruft man dann über das Kommando</p>
<pre>$ mc
</pre>
<p>auf. Am oberen Rand findet sich ein Menü wo die Anzeige der linken und rechten Spalte eingestellt werden kann, sowie Aktionen für die ausgewählten Dateien/Ordner ausgeführt werden können. Am unteren Rand befinden sich Schaltflächen für die wichtigsten Dateioperationen wie Kopieren, Verschieben usw. Ganz besonders wichtig sind die Funktionstasten &#8222;F3&#8220; und &#8222;F4&#8220; worüber man sich Dateien ansehen bzw. sie gleich bearbeiten kann. Dies Tasten können über die Maus (wenn gpm installiert ist) oder über die passende Funktionstaste ausgeführt werden.</p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/mc.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-127" title="mc" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/mc-475x267.png" alt="Der Midnight Commander erinnert stark an den Norton Commander. Mit diesem Dateimanager kann man komfortabel Datei verschieben, kopieren usw. und sogar mit dem eingebauten Editor bearbeiten." width="640" height="361" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/mc-475x267.png 475w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/mc.png 642w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px"></a></p>
<h2>Webbrowsing: links2</h2>
<p>Doch was passiert, wenn man ein Ubuntu besitzt wo die graphische Desktopumgebung nicht mehr starten möchte und ein zweiter Rechner, wo man im Internet nach Hilfe suchen könnte, nicht vorhanden ist? Hier kann man sich mit einem Browser für die Konsole helfen. Hier bietet sich Links2 an. Auch dieses Programm kann meist nachinstalliert werden. Bei Ubuntu bspw. über das Paket links2. Danach kann man direkt eine Webseite aufrufen.</p>
<pre>$ links2 www.ubuntuusers.de
</pre>
<p>Allerdings darf man hier nicht erwarten, dass man die gewünschte Webseite wie in einem &#8222;normalen&#8220; Browser angezeigt bekommt. Nur der Text der Seite wird angezeigt. Dies reicht jedoch mit Sicherheit aus, um kurz einen Wiki Artikel anzusehen oder einen Beitrag in einem Internetforum zu schreiben.</p>
<p>Theoretisch beherrscht links2 sogar einen graphischen Modus. Hier werden die auf einer Webseite enthaltenen Bilder angezeigt. Um in diesen Modus zu kommen, ruft man links2 einfach mit dem Schalter &#8222;-g&#8220; auf.</p>
<pre>$ links2 -g www.ubuntuusers.de
</pre>
<p>Allerdings funktioniert dies nicht auf jedem Linux. Ubuntu beispielsweise deaktiviert den so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Framebuffer" target="_blank" rel="noopener">Framebuffer</a> für die Konsole, da die Entwickler ihn für die Quelle vieler Probleme rund um das System ausmachen. Wer will, kann den Framebuffer bei Ubuntu recht leicht <a href="http://wiki.ubuntuusers.de/Konsolen-Auflösung#vga_gutsy" target="_blank" rel="noopener">aktivieren</a> und dann sogar in der Konsole recht komfortabel surfen.</p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/links2.png"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-128" title="links2" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/links2-475x304.png" alt="Mit links2 kann man auch in der Konsole im Internet surfen. Wichtig ist dies vor allen Dingen, wenn die graphische Benutzeroberfläche einmal nicht starten möchte." width="640" height="410" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/links2-475x304.png 475w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/links2.png 656w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px"></a></p>
<h2>Instant Messaging: In der Konsole Chatten</h2>
<p>Letztendlich sind Chats im Notfall ein wichtiges Werkzeug. Über IRC, ICQ, Jabber und Co. kann man sich schnell Hilfe und Rat holen. Auch dafür gibt es eine Lösung für die Konsole. Das Programm CenterIM, kann sich zu zahlreichen Instant Messaging Diensten verbinden. Unter Ubuntu kann man das Programm über das Paket centerim nachinstallieren. Über das Kommando</p>
<pre>$ centerim
</pre>
<p>ruft man es dann auf. Am besten richtet man seine Konten innerhalb von CenterIM ein, wenn man aktuell keine Probleme mit dem System hat. So hat man im Fall der Fälle schnell einen Draht zu helfenden Händen.</p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/centerim.png"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-129" title="centerim" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/centerim-475x278.png" alt="Selbst Chats sind kein Problem. Mit CenterIM kann man so gut wie alle Instant Messaging Dienste nutzen sowie natürlich IRC." width="640" height="375" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/centerim-475x278.png 475w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/06/centerim.png 657w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px"></a></p>
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		<title>Tipps und Tricks für den Alltag mit Linux (II)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2008 17:18:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Einsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[In stetiger Folge möchte ich hier versuchen ein paar Tipps und Tricks weiterzugeben, die das Benutzen von Linux etwas angenehmer machen. Denn manch äußerst praktische Funktionen, ist zwar nicht direkt offensichtlich, doch wenn man sie einmal kennt äußerst intuitiv. Alten Linuxhunden erzähle ich vermutlich olle Kamellen, doch Einsteiger und Umsteiger sollten hier Monat für Monat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In stetiger Folge möchte ich hier versuchen ein paar Tipps und Tricks weiterzugeben, die das Benutzen von Linux etwas angenehmer machen. Denn manch äußerst praktische Funktionen, ist zwar nicht direkt offensichtlich, doch wenn man sie einmal kennt äußerst intuitiv. Alten Linuxhunden erzähle ich vermutlich olle Kamellen, doch Einsteiger und Umsteiger sollten hier Monat für Monat einen Blick reinwerfen&#8230;</p>
<p><span id="more-121"></span></p>
<h2>Umgang mit dem Terminal</h2>
<p>Der Umgang mit dem Terminal ist für viele Einsteiger ein abschreckendes Erlebnis. Sie fühlen sich in &#8222;DOS&#8220;-Zeiten zurückversetzt und klagen darüber, dass man unter Linux alles über das Terminal machen müsse. Fortgeschrittene Anwender sind dagegen recht froh darum, dass unter Linux die graphische Oberfläche eben nur eine Oberfläche und nicht essentieller Teil des Systems ist, und man so praktisch alles über ein Terminal regeln <strong>kann</strong>.</p>
<p>Dieses kann ist fettgedruckt, denn das Terminal ist &#8211; besonders unter Ubuntu &#8211; eine Option und kein Muss. Für praktisch alle administrative Aufgaben gibt es graphische Oberflächen. Ausnahmen stellen hier Serverdienste da. Diese besitzen meist keine graphische Oberflächen. Warum auch? Diese Dienste laufen meist auf Rechnern in Rechenzentren ohne dass der Administrator direkten Zugang zum Rechner hätte. Konfigurationsdateien sind daher der schnellste Weg solch Dienste einzurichten.</p>
<p>Aber zurück zum Desktoprechner. Warum kommt auch ein Einsteiger oft mit einem Terminalfenster in Berührung, wenn man doch auch alles über die graphische Oberfläche machen könnte? Einsteiger wenden sich oft an Internetforen oder Chats um Hilfe zu ihren Problemen zu bekommen. Die helfenden Hände dort wissen meist recht genau, wo es zwickt. Nun ist es deutlich einfacher in einem auf Texten basierenden Medium Befehle und ihre Ausgaben auszutauschen, als lang und breit den Weg zu einem Konfigurationsmenü zu beschreiben und dann mit Screenshots die Information auszutauschen. So kommen Hilfesuchende schneller an ihre Lösung und Helfende ersparen sich lange Beschreibungen wo welcher Dialog aufzurufen wäre.</p>
<h3>Automatische Ergänzung von Eingaben</h3>
<p>Nun zu den Tipps. Man kann sich die Arbeit mit einem Terminal deutlich erleichtern, wenn man ein paar zusätzlich Kniffe kennt. Dazu muss man nicht einmal Befehle kennen oder gar lernen. Man muss nur wissen, dass es diese Kniffe gibt. Dazu gehört zum Beispiel die automatische Ergänzung von Befehlen und ihren Optionen bzw. von Datei- und Ordnernamen. Möchte man beispielsweise eine Sicherheitskopie der Datei <code>/etc/network/interfaces</code> erstellen, so könnte man den kompletten Pfad zur Datei eingeben, man kann jedoch auch nur die ersten Buchstaben eingeben und dann mittels der [TAB]-Taste den Rest ergänzen lassen. Also z.B. so</p>
<pre>$ sudo cp /etc/netw[TAB]/int[TAB]/etc/netw[TAB]/int[TAB].bak
</pre>
<p>Sollte der bereits eingegebene Pfad noch nicht eindeutig sein, so ertönt beim Drücken der Tabulator-Taste ein kurzer Piepton. Drückt man die Taste ein zweites mal, so erscheint die Liste aller möglichen Treffer.</p>
<pre>$ sudo nano /etc/net[TAB][TAB]
netscsid.conf  network/       networks 
</pre>
<p>Gibt man nun den Pfad soweit ein, dass er eindeutig ist, so kann man wie gewohnt weiterarbeiten.</p>
<pre>$ sudo nano /etc/netw[TAB]/int[TAB]
</pre>
<p>Die Vorteile beim Arbeiten mit der &#8222;Tab-Completion&#8220; &#8211; so nennt man die automatische Vervollständigung mittels der Tabulator-Taste im englischen Linux-Jargon &#8211; liegen klar auf der Hand. Man spart viel Zeit sowie Tipparbeit und minimiert die Fehlerquote, denn automatisch ergänzte Dateipfade können keine Tippfehler enthalten.</p>
<p>Dies funktioniert bei Ubuntu nun nicht nur mit Dateien und Ordnern, sondern auch mit Befehlen und ihren Optionen. Mit <code>apt-get</code> kann man beispielsweise Programme über ein Terminalfenster installieren. Dieses Programm beherrscht ebenfalls die automatische Vervollständigung seiner Optionen. Gibt man beispielsweise&#8230;</p>
<pre>$ sudo apt-g[TAB] ins[TAB] epiphany-b[TAB]
</pre>
<p>&#8230;ein, so wird letztendlich der Webbrowser Epiphany installiert, da das das Kommando zu&#8230;</p>
<pre>$ sudo apt-get install epiphany-browser
</pre>
<p>&#8230;vervollständigt wird. Die Option <code>install</code> und der Paketname <code>epiphany-browser</code> werden hier jeweils ergänzt. Auch hier gibt es dann wieder die Möglichkeit mittels einem zweifachen [TAB] alle&#8230;</p>
<pre>$ sudo apt-get install epiphany
epiphany                  epiphany-browser-dev      epiphany-gecko
epiphany-browser          epiphany-data             epiphany-webkit
epiphany-browser-data     epiphany-extension-gwget 
epiphany-browser-dbg      epiphany-extensions 
</pre>
<p>&#8230;Pakete aufzuzeigen, wenn die Eingabe bislang noch nicht eindeutig ist.</p>
<h3>Historie bisheriger Eingaben</h3>
<p>Hat man einmal einem längeren Befehl eingegeben und sich dabei vertippt, so wäre es ärgerlich diesen noch einmal eingeben zu müssen. Daher werden Eingaben in das Terminalfenster von Haus aus gespeichert. Die bisher eingegebenen Befehle kann man einfach über die Hoch- und Runtertasten durchgehen. Hat man den gewünschten Befehl gefunden, so kann man ihn mit einem Druck auf Return ausführen oder mittels der Links- bzw. Rechtstaste bearbeiten.</p>
<p>Ist man auf der Suche nach einem Befehl, den man vor längerer Zeit eingegeben hat, und möchte nicht die gesamte Historie mittels den Hoch- und Runtertasten durchgehen, so kann man mittels der Tastenkombination [Strg]+[R] nach einem Befehl suchen. Ein passenden Treffer wird während der Eingabe angezeigt, sollte es mehrere Treffer geben, so kann man erneut [Strg]+[R] drücken, dabei wechselt man von einem Treffer zum Nächsten. Wieder führt man mit der Return-Taste den gefundenen Befehl aus. Mit der Links- bzw. Rechtstaste ist es auch wieder möglich den gefundenen Befehl zu bearbeiten.</p>
<h3>Copy&amp;Paste mit mittlerer Maustaste</h3>
<p>In Foren, Wikis oder Internetseiten findet man oft Befehle, die man einfach übernehmen könnte. So erspart man sich die eine oder andere Tipparbei. In den Desktopumgebungen ist möglich Texte mit der Maus zu selektieren, die rechte Maustaste zu drücken, im Kontextmenü per &#8222;Kopieren&#8220; den selektierten Text in die Zwischenablage zu übernehmen und dann im Terminal über den Menüpunkt &#8222;Einfügen&#8220; in das Terminal anzufügen.</p>
<p>Doch man kann sich unter Linux hier wieder Arbeit ersparen. Selektierter Text liegt automatisch in der &#8222;Zwischenablage&#8220; des Xservers. Man muss also gar nicht mit Kontextmenüs arbeiten um einen Befehl in ein Terminalfenster einfügen zu können. Es reicht aus, den gewünschten Text zu markieren, dann das Terminalfenster zu öffnne und die mittlere Maustaste (bzw. die Daumentaste oder die &#8222;Taste&#8220; unter dem Mausrad) zu drücken. Schon ist der markierte Text im Terminal zu lesen.</p>
<h3>Informationen zu Befehlen, der Befehl &#8222;man&#8220;</h3>
<p>Es kommt oft vor, dass man weiß mit welchen Programm oder mit welchen Befehl man eine Auktion durchführen könnte, aber man weiß nicht wie genau. Hier helfen die sogenannten &#8222;man-pages&#8220;. Jedes Programm in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu muss so eine solche man-page besitzen. Man kann sie in einem Terminal mittels</p>
<pre>$ man 
</pre>
<p>aufrufen. Mit den Tasten Hoch und Runter kann man im Text scrollen. Drückt man [Shift]+[7], erzeugt also einen Slash &#8222;/&#8220;, so kann man im Text suchen. Alle Treffer werden weiß hinterlegt. Mit [Strg]+[N] spricht man von einem Treffer zum Nächsten. So kann man sehr schnell nachlesen was eine Option in einem Befehl bewirkt. Zu vielen Befehlen existieren auch auf Deutsch übersetzte man-pages. Diese muss man jedoch nachinstallieren. Bei Ubuntu ginge dies über das Paket manpages-de, das man aus der Paketverwaltung heraus installieren kann.</p>
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